DE19618573C1 - Verfahren und Einrichtung zum Betrieb eines Gasbrenners - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Betrieb eines GasbrennersInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Betrieb
eines Gasbrenners mit den Merkmalen des Oberbegriffs des
Patentanspruchs 1.
Ein derartiges Verfahren ist in der DE 39 37 290 A1 beschrieben. Dort
liegt die Ionisationselektrode in einem Gleichstromkreis. Die Auswertung
des Ionisationsstroms ist dabei problematisch.
In der DE 44 33 425 A1 ist zur Verbesserung der
Auswertbarkeit des über die Ionisationselektrode fließenden Stromes
auf diese eine Wechselspannung aufgeschaltet, der sich ein vom Strom
der Ionisationselektrode abhängiger Gleichspannungsanteil überlagert.
Es wird daraus eine Ionisationsspannung abgeleitet, die ein
ausreichend genaues Abbild der jeweiligen Flammentemperatur und der
Luftzahl Lambda (Gas-Luftverhältnis) ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren und eine
Einrichtung der eingangs genannten Art vorzuschlagen, um eine
emissionsarme Verbrennung bei verschiedenen Betriebszuständen zu
gewährleisten.
Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe durch die Merkmale des
kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst. Es ist dadurch erreicht,
daß der Gasbrenner zumindest im Wobbezahlbereich von Erdgas (10
kWh/m³ bis 15,6 kWh/m³) emissionsarm betrieben werden kann.
Außerdem ist erreicht, daß die Regelung die vom mit dem Gasbrenner
arbeitenden Gasheizgerät zu erbringende Soll-Wärmeleistung nicht
unerwünscht beeinflußt so daß das Gasheizgerät den Wärmebedarf mit
der angeforderten Wärmeleistung decken kann.
Die Merkmale der Unteransprüche betreffen weitere Verbesserungen
des Betriebsverfahrens bei verschiedenen Betriebszuständen und eine
Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Sie sind in der folgenden
Beschreibung erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Regelkreis eines Gasgebläsebrenners für ein
Gasheizgerät schematisch,
Fig. 2a eine Schaltung zur Gewinnung der Ionisationsspannung mit
Ersatzschaltbild der Ionisationselektrode,
Fig. 2b zugehörige Spannungsverläufe,
Fig. 3 die Ionisationsspannung in Abhängigkeit von der Luftzahl
Lambda,
Fig. 4 ein Gas-Zeitdiagramm beim Brennerstart,
Fig. 5a ein Regeldiagramm für ein höher- und niederkalorisches Gas,
Fig. 5b ein Regeldiagramm bei einer niederen und höheren
Heizleistung,
Fig. 6 eine Regelkennlinie,
Fig. 7 ein Diagramm einer Luftzahlsteuerung bei einem sehr
niederkalorischen Gas,
Fig. 8 Zeitdiagramme beim Start eines Kalibriervorgangs.
An einen Brenner (1) eines Gasheizgeräts sind ein Gebläse (2) und eine
Gasleitung (3) angeschlossen, in der ein Gasmagnetventil (4) oder ein
anderes Gasregelventil liegt. Im Flammenbereich des Brenners (1) ist
eine Ionisationselektrode (5) angeordnet, die an einer
Auswerteschaltung (6) für den im Brennerbetrieb zwischen dem
Brenner (1) und der Ionisationselektrode (5) fließenden Strom
angeschlossen ist. Die Auswerteschaltung (6) weist insbesondere einen
an der Netzwechselspannung liegenden Kondensator (C) und einen
Widerstand (R) auf. Die Auswerteschaltung (6) bildet aus dem von der
Verbrennung abhängigen Ionisationsstrom eine Ionisationsspannung
(Ui), die an eine Regelschaltung (7) gelegt ist. Die Auswerteschaltung (6)
kann auch in die Regelschaltung (7) integriert sein.
Die Regelschaltung (7) steuert mittels eines Steuersignals (J), speziell
Steuerstroms, den Öffnungsgrad des Gasmagnetventils (4). Zur
Spannungsversorgung liegt an der Regelschaltung (7) die
Netzwechselspannung. Sie erfaßt auch die Netzfrequenz und die
Netzamplitude. Die Regelschaltung (7) ist beispielsweise durch einen
digitalen PI-Regler, z. B. Mikroprozessor, verwirklicht.
Zur zwei- oder mehrstufigen Steuerung der Gebläsedrehzahl ist ein
Steuerautomat (9) vorgesehen, wie er beispielsweise unter dem
Handelsnamen "Furimat" marktbekannt ist. Mittels des
Steuerautomaten (9) ist ein Sicherheitsventil (10) ein- und ausschaltbar,
wogegen mit dem Gasmagnetventil (4) der Gasvolumenstrom stufenlos
einstellbar ist. An den Steuerautomaten (9) ist ein Sollwertgeber (8)
angeschlossen, der ein von einer Soll-Raumtemperatur und/oder einer
Heizungsvorlauftemperatur und/oder einer Heizungsrücklauftemperatur
und einer Außentemperatur abhängiges Signal an den
Steuerautomaten (9) legt.
In der Gasleitung (3) liegt ein Gasdruckwächter (11), der über den
Steuerautomaten (9) den Brennbetrieb bei ungenügendem Gasdruck
abschaltet. In Reihe zum Gasdruckwächter (11) ist in die
Regelschaltung (7) ein Abschalter (12) integriert, der im Falle der unten
näher beschriebenen Regelabschaltungen und der Störabschaltungen
den Brennbetrieb über den Steuerautomaten (9) unterbricht.
Über eine Leitung (13) gibt der Steuerautomat (9) bei jedem Einschalten
einen Zündimpuls an eine Zündelektrode (14) des Brenners (1). Zur
Flammenüberwachung ist die Ionisationselektrode (5) an den
Steuerautomaten (9) gelegt (Leitung 15). Am mit der Netzspannung
betriebenen Sicherheitsventil (10) ist diese abgegriffen und an die
Regelschaltung (7) gelegt (Leitung 16). Ein Drehzahlkontrollsignal des
Gebläses (2) liegt über eine Leitung (17) an dem Steuerautomaten (9) und
der Regelschaltung (7).
Die Auswerteschaltung (6), die Regelschaltung (7) und der
Steuerautomat (9) können auch in einem einzigen Schaltgerät integriert
sein.
Die Einrichtung nach Fig. 1 ist vorteilhaft, weil der bewährte
Steuerautomat (9) mit seinen Steuer- und Sicherheitsfunktionen für den
Brenner (1) und das Gebläse (2) weiterverwendet werden kann. Die
Regelschaltung (7) braucht nur das Gasmagnetventil (4) zu steuern. Die
von ihr erzeugten Abschaltsignale werden von dem Steuerautomaten (9)
ausgewertet. Es ist dabei möglich, schon bestehende, den
Steuerautomaten (9) aufweisende Gasheizgeräte mit der
Regelschaltung (7) nachzurüsten.
Fig. 2a zeigt die Auswerteschaltung (6), wobei die
Ionisationselektrode (5) mit ihrem Ersatzschaltbild als Widerstand (Ri)
und Diode (D) dargestellt ist. Parallel zu Ionisationselektrode (5 bzw. Ri,
D) liegt ein Spannungsteiler aus Widerständen (R1, R2). Zwischen dem
Netzanschluß (N) und dem Spannungsteiler (R1, R2) sowie der
Ionisationselektrode (5; Ri, D) liegt der Kondensator (C). Infolge der
Gleichrichterwirkung der Diode (D) verschiebt sich die
Netzwechselspannung (Un) um einen Gleichspannungsanteil (Ug) zur
Spannung (Ub) (vgl. Fig. 2b), die über den Spannungsteiler (R1, R2) als Uc
erfaßt wird. Der Gleichspannungsanteil (Ug) wird danach mittels eines
Tiefpasses bzw. durch Mittelwertbildung ausgefiltert und bildet die
Ionisationsspannung (Ui) (Fig. 3). Der Tiefpaß bzw. Einrichtungen zur
Mittelwertbildung sind in den Figuren nicht dargestellt. Sie können in
der Auswerteschaltung (6) oder in der Regelschaltung (7) vorgesehen
sein. Zusätzlich kann vorgesehen sein, die Ionisationsspannung (Ui)
entsprechend einer eventuellen Abweichung der Netzwechselspannung
vom Normwert (230 V) zu korrigieren. Die Verwendung der
Netzwechselspannung an der Auswerteschaltung (6) ist günstig, weil die
Netzwechselspannung ohnehin vorliegt. Es könnte jedoch auch eine
andere ausreichend große Wechselspannung verwendet werden.
Fig. 3 zeigt den Verlauf der Ionisationsspannung in Abhängigkeit von
der Luftzahl Lambda (l) des Verbrennungszustandes. Bei
stöchiometrischer Verbrennung (l = 1) tritt ein Maximum (Uim) der
Ionisationsspannung (Ui) auf. Bei unterstöchiometrischer Verbrennung (l
< 1) und bei überstöchiometrischer Verbrennung (l < 1) sinkt die
Ionisationsspannung (Ui) ab. Für eine emissionsarme Verbrennung ist
ein Lambda-Sollwert (ls < 1) zwischen 1,1 und 1,35, beispielsweise
1,15, erwünscht. Dem entspricht ein Ionisationsspannungs-Sollwert (Uis)
(vgl. Fig. 3).
Es wird in der Regelschaltung (7) ein zugelassener Regelbereich (RB) für
die Ionisationsspannung (Ui) mit einem oberen Grenzwert (Uio) und
einem unteren Grenzwert (Uiu) vorgegeben. Der obere Grenzwert (Uio)
liegt unterhalb des Maximalwerts (Uim). Der untere Grenzwert (Uiu) liegt
oberhalb des Endwertes (Uie), welcher sich einstellt, wenn der
Lambdawert (l) sehr viel kleiner als 1 ist, das Luft- Gasgemisch also
wegen maximaler Gaszufuhr bzw. minimaler Luftzufuhr so fett ist, daß
die Verbrennung nicht mehr emissionsarm ist.
Die Ionisationsspannung (Ui) wird in sehr kurzen Zeitabständen,
beispielsweise alle 50 bis 1000 ms, vorzugsweise etwa 100 ms, neu
erfaßt. Es ist damit erreicht, daß die Ionisationsspannung (Ui) nie lange
außerhalb des Regelbereichs (RB) liegen kann, wodurch über jeden
Verbrennungsvorgang gesehen eine emissionsarme Verbrennung
gewährleistet ist. Im Normalbetrieb bewegen sich die Werte der
Ionisationsspannung (Ui) im zugelassenen Regelbereich, also zwischen
Uio und Uiu, so daß der Lambdawert (l) entsprechend im Bereich (lo bis
lu) auf den Lambdasollwert (ls) geregelt wird.
Wird der Ionisationsspannungs-Sollwert (Uis) unterschritten, dann öffnet
die Regelschaltung (7) über das Steuersignal (J) das Gasmagnetventil (4)
weiter, wodurch die Verbrennung in Richtung des Lambdasollwerts (ls)
gesteuert wird. Wird der Ionisationsspannungs-Sollwert (Uis)
überschritten, dann steuert die Regelschaltung (7) das
Gasmagnetventil (4) so an, daß die Gaszufuhr reduziert wird, wodurch
der Lambdawert wieder zum Lambdasollwert (ls) geregelt wird. Dies gilt
für den Regelbereich (RB) und auch für Verbrennungszustände
außerhalb des Regelbereichs (RB).
Wird der untere Grenzwert (Uiu) der Ionisationsspannung (Ui) infolge
eines Lambdawertes, der größer ist als lo, unterschritten, dann wird von
der Regelschaltung (7) ein Zeitgeber aktiviert, der auch in der
Regelschaltung selbst verwirklicht sein kann. In diesem Bereich I in
Fig. 3 wird das Gasmagnetventil (4) weiter geöffnet, um wieder den
Lambdasollwert (ls) zu erreichen. Kommt die Ionisationsspannung (Ui)
innerhalb der vom Zeitgeber vorgegebenen Zeitdauer, beispielsweise 3
s bis 10 s, insbesondere 5 s, wieder in den Regelbereich (RB), dann
geschieht nichts weiteres. Der Brenner (1) läuft weiter und der Zeitgeber
wird zurückgesetzt. Erreicht jedoch die Ionisationsspannung (Ui) in
dieser Zeitdauer den Regelbereich nicht wieder, dann wird durch Öffnen
des Abschalters (12) ein Abschaltsignal für den Brenner (1) erzeugt. Es
erfolgt eine Regelabschaltung des Brenners (1). Der Brenner (1) wird
eine kurze Zeit nach der Regelabschaltung, beispielsweise 5 bis 50 s,
erneut gestartet. Tritt dann mehrmals, beispielsweise dreimal
nacheinander, eine solche Regelabschaltung auf, dann wird der
Brenner (1) nicht mehr automatisch neu gestartet, sondern es wird eine
Störabschaltung durch Offenhalten des Abschalters (12) durchgeführt
und angezeigt, die sich nur durch einen besonderen Eingriff von außen
aufheben läßt.
Sinkt die Luftzahl Lambda (l) so weit ab, daß die
Ionisationsspannung (Ui) größer wird als der obere Grenzwert (Uio) des
Regelbereichs (RB), dann wird wieder der Zeitgeber aktiviert und das
Steuersignal (J) (Modulationsstrom) für das Gasmagnetventil (4) so
verändert, daß der Gasvolumenstrom bzw. der Gasdruck reduziert wird,
um wieder den Lambdasollwert (ls) zu erreichen. Dies geschieht im
Bereich II und III der Fig. 3. Die Ausregelung bei Ui < Uis erfolgt
aufgrund der weiter unten näher beschriebenen Regelkennlinie (vgl.
Fig. 6) schneller als bei Ui < Uis. Bei Uim liegt die höchste
Empfindlichkeit und damit schnellste Ausregelgeschwindigkeit. Die
Luftzahl kann also nur kurz <lu bzw. <1 sein.
Wird jedoch die vom Zeitgeber vorgegebene Zeitdauer überschritten,
dann tritt wieder ein Abschaltsignal für den Brenner auf. Dieser wird
nach einer Verzögerungszeit erneut gestartet und wie oben beschrieben
erfolgt wenn das Abschaltsignal dann wieder auftritt, eine
Störabschaltung.
Wird aufgrund irgendwelcher Verhältnisse die Luftzahl l soviel <1, daß
im Bereich IV die Ionisationsspannung (Ui) den Sollwert (Uis)
unterschreitet, dann hat dies - wie im Bereich I - eine Änderung des
Steuersignals (J) zur Folge, durch die das Gasmagnetventil (4) weiter
geöffnet wird, so daß die Luftzahl noch kleiner wird. Die Regelschaltung
arbeitet nun mitkoppelnd (vgl. Bereich IV in Fig. 3). Aufgrund der hohen
Abtastperiode (100 ms) und der regelungstechnischen Mitkopplung der
Erfassung der Ionisationsspannung wird sehr schnell der Endwert (le)
der Luftzahl (l) bzw. der Endwert (Uie) der Ionisationsspannung bzw. der
Maximalwert des Steuersignals (J) erreicht, wobei das
Gasmagnetventil (4) voll geöffnet ist. Ist der Maximalwert des
Steuersignals erreicht, dann erfaßt dies die Regelschaltung (7) und
aktiviert ein Abschaltsignal für den Brenner. Dieses muß den Brenner
nicht sofort abschalten. Es genügt auch, wenn der Brenner erst mit
einer durch einen weiteren Zeitgeber vorgegebenen Verzögerungszeit,
beispielsweise 5 s, abgeschaltet wird. Dies ist aus folgendem Grunde
günstig:
Es ist nicht ausgeschlossen, daß das Gasmagnetventil (4) bei der Erhöhung des Modulationsstroms (J), der das Steuersignal ist, zunächst klemmt, so daß zwar der Modulationsstrom seinen Maximalwert annimmt, jedoch das Gasmagnetventil noch nicht weiter öffnet.
Es ist nicht ausgeschlossen, daß das Gasmagnetventil (4) bei der Erhöhung des Modulationsstroms (J), der das Steuersignal ist, zunächst klemmt, so daß zwar der Modulationsstrom seinen Maximalwert annimmt, jedoch das Gasmagnetventil noch nicht weiter öffnet.
Innerhalb der Verzögerungszeit hat das Gasmagnetventil (4) Zeit,
anzulaufen, wobei, wenn es dies tut, ein unnötiges Abschalten des
Brenners vermieden ist.
Entsprechend wird auch das Auftreten des Minimalwerts des
Steuersignals (J) elektronisch erfaßt und für eine Regelabschaltung
ausgewertet. Dadurch wird ein Abschalten des Brenners (1)
gewährleistet, wenn zwar der Minimalwert des Steuersignals (J) erreicht
ist, jedoch das Gasmagnetventil (4) aus irgendwelchen Gründen nicht
schließt.
In der Regelschaltung (7) ist eine Startgas-Rampe vorgegeben (vgl.
Fig. 4), nach der in einer Sicherheitszeit (T) durch Ansteuerung des
Gasmengenventils (4) bei jedem Start des Brenners (1) der Gasdruck
bzw. der Gasvolumenstrom von pmin stetig auf pmax erhöht wird. pmin
und pmax sind so bemessen, daß bei jeder Wobbezahl der betreffenden
Gasfamilie, beispielsweise Erdgas, der Brenner sicher startet.
Bei jedem Brennerstart läuft zunächst das Gebläse (2) auf eine
konstante Drehzahl an. Nach einer Vorspülzeit für den Brennraum wird
zum Zeitpunkt (t0) das Gasmagnetventil (4) zunehmend geöffnet. Bei
einem höherkalorischen Gas ist zum Zeitpunkt (t1) (Gas 1) das optimale
Gas-Luftgemisch erreicht, so daß die Zündung erfolgt. Die
entsprechende Gasmagnetventilstellung bleibt zum Ende der
Sicherheitszeit (T) aufrechterhalten. Erst danach setzt die oben
beschriebene Regelung ein. Bei einem niederkalorischen Gas ist das
zündfähige Gemisch beispielsweise erst zum Zeitpunkt (t2) erreicht. Es
erfolgt dann die Zündung und diese Gasmagnetventilstellung wird bis
zum Ende der Sicherheitszeit (T) beibehalten. Bei jeder Wobbezahl des
jeweiligen Gases ist also die Zündung gewährleistet.
Die Regelschaltung (7) arbeitet als, vorzugsweise digitaler, PI-Regler,
der die Ionisationsspannung mit einer Abtastperiode von beispielsweise
den oben genannten 100 ms erfaßt und mit gleicher Frequenz den
jeweils neuen Wert für das Steuersignal (J) berechnet. Die jeweilige
Steuersignaländerung (dJ) setzt sich aus der durch den I-Regelteil
verursachten Änderungen und dem gegenüber dem jeweils letzten
Stellwert geänderten P-Regelanteil zusammen.
Bei einer bestimmten gewünschten Leistung des Brenners wird bei
einem höherkalorischen Gas bei gleichem Ionisationsspannungs-Sollwert
(Uis) (Gas 1 in Fig. 5a) ein kleineres Stellsignal (J1) erforderlich
als bei einem niederkalorischen Gas (Gas 2 in Fig. 5a). Beim
niederkalorischen Gas ist für Uis das höhere Steuersignal (J2) nötig
(vgl. Fig. 5a). Dies berücksichtigt die Regelschaltung.
Ähnlich liegen die Verhältnisse auch, wenn der Brenner (1) in einer
Leistungsstufe (S1) höherer Leistung und in einer Leistungsstufe (S2)
kleinerer Leistung durch entsprechende Einstellung der
Gebläsedrehzahl betrieben werden soll (vgl. Fig. 5b). Die
Regelschaltung (7) erfaßt die Gebläsedrehzahl oder ermittelt die Last
aus der Stellung des angeschlossenen Gasmagnetventils (4) über die
Leitung (17) und stellt bei gleichem Ionisationsspannungs-Sollwert (Uis) in
der größeren Leistungsstufe (S1) höhere Werte des Stellsignals (J) ein
als in der niedrigeren Leistungsstufe (S2) (vgl. Fig. 5b).
Fig. 6 zeigt die Steuersignaländerung (dJ) in Abhängigkeit von der
Regelabweichung (d) der jeweiligen Ionisationsspannung (Ui) von der
Ionisationssollspannung (Uis). Es ist ersichtlich, daß bei gleich großen
positiven und negativen Regelabweichungen (d) die
Steuersignaländerung (dJ) bei positiven Regelabweichungen (oberhalb
dp1) größer ist als bei gleichen negativen Regelabweichungen
(unterhalb dn1). Fig. 6 zeigt auch, daß der P-Regelanteil erst ab einer
bestimmten positiven bzw. negativen Regelabweichung (dp1, dn1) aktiv
wird. Zwischen den Regelabweichungen (dn1 und dp1) erfolgt keine
Steuersignaländerung (dJ). Dadurch ist gewährleistet, daß das
Steuersignal (J) bei den unumgänglichen Streuungen der Meßwerte der
Ionisationsspannung (Ui) nicht ständig geändert wird und damit auch das
Gasmagnetventil (4) nicht bei jeder auch noch so kleinen oder noch so
kurzen Regelabweichung, die auf den emissionsarmen Betrieb des
Brenners praktisch ohne Einfluß ist, verstellt wird.
Der P-Regelanteil ist in Fig. 6 punktiert dargestellt. Der I-Regelanteil
ist mit durchgezogener Linie angedeutet. Bei negativen
Regelabweichungen führt der I-Regelanteil zu einer längeren
Nachstellzeit als bei positiven Regelabweichungen.
Dem Modulationsstrom (J) wird ein Wechselstrom, beispielsweise mit der
Netzfrequenz von der Regelschaltung (7) überlagert. Die Amplitude des
überlagerten Wechselstromanteils ist wesentlich kleiner als das
Steuersignal (J) als solches, das beispielsweise zwischen 30 mA und
150 mA liegt. Durch den überlagerten Wechselstromanteil wird die durch
den mechanischen Aufbau des Gasmagnetventils (4) bedingte Ventil-Hysterese
verringert, so daß das Gasmagnetventil (4) auf
Steuersignaländerungen (dJ) in beiden Richtungen schnell anspricht.
Wird dem Brenner ein nur sehr niederkalorisches Gas geliefert und läßt
sich die Gebläsedrehzahl nicht absenken, um den Vollastbetrieb
aufrechtzuerhalten, dann kann es selbst bei maximaler Öffnung des
Gasmagnetventils (4) bzw. maximalem Steuersignal (J) dazu kommen,
daß die Verbrennung abgeschaltet wird. Um dies zu vermeiden, also
den Heizbetrieb aufrechtzuerhalten, wird für eine begrenzte Zeit ein
höherer Wert der Luftzahl zugelassen. Dementsprechend erniedrigt die
Regelschaltung für begrenzte Zeit den Ionisationsspannungs-Sollwert
(Uis). Die Verhältnisse sind in der Fig. 7 dargestellt. In der
Regelschaltung (7) sind Schwellwerte (J1, J2) für das Steuersignal (J)
vorgegeben. Tritt beim Ionisationsspannungs-Sollwert (Uis)
niederkalorisches Gas auf, das zu einer Regelabschaltung der
Verbrennung führen kann, dann vergrößert die Regelschaltung (7)
zunächst das Steuersignal (J) in der beschriebenen Weise, um die
Gaszufuhr entsprechend zu erhöhen. Wird jedoch der obere
Schwellwert (J1) erreicht, dann erniedrigt die Regelschaltung (7) den
Ionisationsspannungs-Sollwert auf Uisn (a in Fig. 7). Damit ist zwar eine
geringfügige Erhöhung des Lambda-Werts verbunden, es ist jedoch
sichergestellt, daß der Brenner (1) weiterbrennt. Das Steuersignal (J)
wird sich dann wieder in Richtung des unteren Schwellwerts (J2)
verkleinern, wenn das Gas nicht noch niederkalorischer wird (Pfeil b in
Fig. 7), was zu einer Regelabschaltung oder zu einer Störabschaltung
führen würde. Wird dann der untere Schwellwert (J2) erreicht, dann
schaltet die Regelschaltung (7) (vgl. c in Fig. 7) wieder auf den
ursprünglichen Ionisationsspannungs-Sollwert (Uis) zurück.
Im Betrieb können sich die Zusammenhänge zwischen der
Ionisationselektrode (5) und dem vom Gasmagnetventil (4) eingestellten
Gasstrom, beispielsweise durch Verbrennungsrückstände an der
Ionisationselektrode (5) und/oder deren Verbiegen und/oder Verschleiß
oder Ablagerungen im Gasmengenventil (4), verschieben. Es ist deshalb
in die Regelschaltung (7) eine Kalibrierfunktion integriert. Die
Kalibrierfunktion wird in regelmäßigen Intervallen, durch einen
Ereigniszähler, beispielsweise Zähler der Ein- oder Abschaltvorgänge,
oder durch einen Betriebsstundenzähler aktiviert. Während der
Kalibrierung ist die beschriebene Regelfunktion abgeschaltet. Die
Kalibrierung erfolgt vorzugsweise bei sich nicht ändernder Drehzahl des
Gebläses (2), um den Einfluß des Gebläses (2) auf die Verbrennung zu
unterdrücken. Günstig ist es, die Kalibrierung bei einer mittleren
Drehzahl durchzuführen, um während der Kalibrierung nicht an
Modulationsgrenzen des Steuersignals (J) zu stoßen. Die Kalibrierung
kann auch während des Umschaltens des Gebläses (2) von der einen
Leistungsstufe auf die andere Leistungsstufe erfolgen, da die
Drehzahländerung im Vergleich zum Kalibriervorgang langsam ist, so
daß die Drehzahl während des Kalibriervorgangs quasi konstant ist.
Der Kalibriervorgang wird zum Zeitpunkt (t1) (vgl. Fig. 8) vom Ereignis-
oder Betriebsstundenzähler beim Übergang von der Vollaststufe auf die
Teillaststufe des Gebläses (2) gestartet, wenn der abnehmende
Modulationsstrom (J) einen niedrigen Wert (Jk) erreicht. Dieser Wert wird
von der Regelschaltung abgespeichert; Es wird dann von der
Regelschaltung (7) der Modulationsstrom (J) und damit über das
Gasmagnetventil (4) die Gaszufuhr erhöht, wodurch die
Ionisationsspannung (Ui) entsprechend ansteigt. Zum Zeitpunkt (t2)
erreicht die Ionisationsspannung (Ui) einen vorbestimmten Wert,
beispielsweise 0,9 Uimax. Die Zeitspanne (t1 bis t2) dient dem Anfahren
der Vorerwärmung der Ionisationselektrode (5). Ab dem Zeitpunkt (t2)
wird bis zum Zeitpunkt (t3) der Modulationsstrom (J) konstant gehalten. In
dieser Zeitspanne (t2 bis t3) erhitzt sich die Ionisationselektrode (5) auf
eine stabile Temperatur und gewährleistet dadurch reproduzierbare
Meßwerte.
Nach dem Zeitpunkt (t3) wird der Modulationsstrom (J) von der
Regelschaltung (7) so weiter erhöht, daß der Maximalwert (Uimax) der
Ionisationsspannung (Ui) überfahren wird. Dieser - neue -
Maximalwert (Uimax) und/oder die sich in der Zeitspanne (t3 bis t4)
ergebenden Meßwerte wird/werden zur Weiterverarbeitung im
Kalibriervorgang gespeichert.
Der Modulationsstrom (J) wird weiter erhöht bis die
Ionisationsspannung (Ui) wieder um etwa 10% unter dem Uimax-Wert
liegt, was in Fig. 8 zum Zeitpunkt (t4) der Fall ist. In der Zeitspanne (t3
bis t4) ist der Lambdawert der Verbrennung an sich ungünstig, was
jedoch nicht ins Gewicht fällt, da diese Zeitspanne höchstens wenige
Sekunden dauert.
Nach dem Zeitpunkt (t4) schaltet die Regelschaltung (7) unter
Einbeziehung des zuvor gespeicherten Modulationsstromes (JK) wieder
auf den oben beschriebenen Regelvorgang zurück. Dieser setzt ein,
wenn sich beim Zeitpunkt (t5) die Ionisationsspannung (Ui), der
Modulationsstrom (J) und der Gasdruck (p) stabilisiert haben.
Aus dem gespeicherten - neuen - Maximalwert der Ionisationsspannung
bzw. aus den in der Zeitspanne (t3 bis t4) gewonnenen Meßwerten leitet
die Regelschaltung (7) einen entsprechend angepaßten neuen Sollwert
für die Ionisationsspannung (Uis) ab.
Aufgrund der genannten kurzen Abtastperiode der Regelschaltung (7)
wird sich auch in der Zeitspanne (t3 bis t4) eine Serie von Meßwerten
ergeben. Gegenüber den übrigen Meßwerten der Serie stark
abweichende Meßwerte werden unterdrückt, weil sie auf externen
elektrischen Störimpulsen beruhen können.
Um den Einfluß von nur vorübergehend auftretenden, zwar
ungewöhnlichen, aber noch tolerierbaren Kalibrier- Meßwertserien zu
vermindern, kann eine Mittelwertbildung zwischen der neuen
Meßwertserie und den Meßwertserien vorhergehender Kalibriervorgänge
vorgenommen werden.
Bevor mit dem neuen Kalibrierwert, der aus dem neuen Maximalwert der
Ionisationsspannung oder aus der Meßwertserie abgeleitet sein kann,
tatsächlich eine Neukalibrierung des Sollwertes der
Ionisationsspannung (Uis) vorgenommen wird, werden zwei
Übergabekriterien von der Regelschaltung (7) geprüft.
Das erste Übergabekriterium erfaßt eine plötzliche Veränderung aller
Komponenten des Regelkreises. Es ist erfüllt, wenn die Abweichung des
neuen Kalibrierwertes von den früheren Kalibrierwerten ausreichend
klein ist.
Das zweite Übergabekriterium erfaßt eine "schleichende Drift" des
Systems (Brenner-Regelung), das bei Abweichung von den
herstellerseitig vorgesehenen Werten ausreichend klein ist.
Nur wenn beide Übergabekriterien erfüllt sind, wird der Brennerbetrieb
mit der Neukalibrierung fortgesetzt. Ist eines der Übergabekriterien
nicht erfüllt, dann wird der Brennerbetrieb zunächst durch eine
Regelabschaltung und nach mehrmaliger Wiederholung durch eine
Störabschaltung unterbrochen.
Die Abschaltvorgänge des Brenners (1) sind zusammenfassend
folgende:
Der Steuerautomat (9) schaltet das Sicherheitsventil (10) und das Gebläse (2) in Abhängigkeit vom Wärmebedarf und dem Gasdruck in üblicher Weise ("normale Regelabschaltung").
Der Steuerautomat (9) schaltet das Sicherheitsventil (10) und das Gebläse (2) in Abhängigkeit vom Wärmebedarf und dem Gasdruck in üblicher Weise ("normale Regelabschaltung").
Die Regelschaltung (7) führt durch zeitbeschränktes Öffnen des
Abschalters (12) eine Regelabschaltung durch, wenn
- a) im Regelvorgang der Regelbereich (RB) bei positiven oder negativen Regelabweichungen länger als eine vorbestimmte Zeit, beispielsweise 5 s, verlassen wird oder
- b) im Regelvorgang der Maximalwert oder der Minimalwert des Steuersignals (J) länger als eine vorbestimmte Zeit, beispielsweise 5 s, erreicht ist oder
- c) sich im Kalibriervorgang die Ionisationsspannung (Ui) während der Vorwärmzeit (t2 bis t3) der Ionisationselektrode (5) stark ändert oder
- d) im Kalibriervorgang der Maximalwert des Steuersignals (J) erreicht wird oder
- e) im Kalibriervorgang das erste oder zweite Übergabekriterium nicht erfüllt wird.
Nach einer Regelabschaltung schaltet der Steuerautomat (9) den
Brenner (1) erneut ein.
Die Regelschaltung (7) führt zu einer nur durch besondere Maßnahmen
behebbaren Störabschaltung, beispielsweise durch dauerhaftes Öffnen
des Abschalters (12), wenn
- f) eine mehrmalige, beispielsweise dreimalige Regelabschaltung nach a erfolgte oder
- g) eine mehrmalige, beispielsweise dreimalige Regelabschaltung nach b erfolgte oder
- h) eine mehrmalige, beispielsweise dreimalige Regelabschaltung nach c, d, e erfolgte.
Die mehrmaligen Regelabschaltungen werden durch Zähler erfaßt. Die
Zähler für die Regelabschaltung a, b, bzw. Störabschaltungen f, g,
werden durch jede "normale Regelabschaltung" des Steuerautomaten (9)
zurückgesetzt. Der Zähler für die Regelabschaltungen c, d, e, bzw.
Störabschaltung h, wird bei einer gültigen Kalibrierung zurückgesetzt.
Die Störabschaltung kann auch dadurch eingeleitet werden, daß die
Regelschaltung (7) das Gasmagnetventil (4) mittels des Minimalwerts des
Steuersignals (J) schließt. Der Kontakt des Gasdruckwächters (11) bleibt
dabei zunächst geschlossen. Der Steuerautomat (9) stellt dann über die
Leitung (15) ein Erlöschen der Brennerflamme fest, worauf er das
Sicherheitsventil (10) schließt. Der Steuerautomat (9) versucht dann den
Brenner (1) erneut zu zünden, wobei das Sicherheitsventil (10) an
Netzspannung gelegt wird, die dadurch über die Leitung (16) auch der
Regelschaltung (7) übermittelt wird. Der Zündversuch kann jedoch nicht
gelingen, weil das Gasmagnetventil (4) geschlossen ist. Nach mehreren,
beispielsweise vier, vergeblichen Zündversuchen, geht der
Steuerautomat (9) auf "Störung" und meldet "keine Zündung möglich".
Die Regelschaltung (7) zählt die Zündversuche des Steuerautomaten (9)
und öffnet dann nach einer gewissen Zeit, beispielsweise 10 s nach dem
Ende des vierten Versuchs, den Abschalter (12), so daß der
Steuerautomat (9) nun zur Sicherheit auch das Sicherheitsventil (10)
schließt. Es ist damit eine hohe Betriebssicherheit erreicht, wobei die im
Steuerautomaten (9) vorhandenen Sicherheitsmerkmale ausgenutzt
werden.
Claims (14)
1. Verfahren zum Betrieb eines Gasbrenners, insbesondere
Gasgebläsebrenners (1), wobei von einer Regelschaltung (7) ein von
einer im Flammenbereich angeordneten Ionisationselektrode (5)
abgeleitetes Ionisationssignal (Ui) erfaßt wird, und das Gas-Luftverhältnis
(Lambda l) durch Änderung des dem Brenner (1)
zugeführten Gas- und/oder Luftvolumenstroms auf einen
Lambdasollwert <1 geregelt wird, dem ein Sollwert bis) des
Ionisationssignals entspricht,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein zugelassener Regelbereich (RB) des Ionisationssignals (Ui)
festgelegt wird, dessen oberer Grenzwert (Uio) kleiner als der
Maximalwert (Uim) des Ionisationssignals (Ui) ist, und dessen unterer,
noch einen emissionsarmen Betrieb gewährleistender Grenzwert (Uiu)
über einem Endwert (Uie) liegt, bei welchem die Verbrennung nicht mehr
emissionsarm ist, und daß von der Regelschaltung (7) ein Abschaltsignal
für den Brenner erzeugt wird, wenn das Ionisationssignal (Ui) länger als
eine vorgegebene Zeitdauer den zugelassenen Regelbereich (RB)
verläßt, und daß beim Unterschreiten des unteren Grenzwerts (Uiu) des
Ionisationssignals (Ui) und beim Unterschreiten des Sollwerts (Uis) des
Ionisationssignals (Ui) bei einem Lambdawert <1 infolge Mitkopplung der
Regelschaltung (7) der Gasvolumenstrom erhöht bzw. der
Luftvolumenstrom gedrosselt wird, und zwar bis zu dem Endwert (le bzw.
Uie), bei welchem die Verbrennung nicht mehr emissionsarm ist und bei
dessen Erreichen ein weiteres Abschaltsignal von der Regelschaltung (7)
für den Brenner (1) erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Abschaltsignal die Regelschaltung (7) den Brenner (1)
erneut startet und daß dann, wenn mehrmals nacheinander eine solche
Regelabschaltung erfolgt, die Regelschaltung (7) eine Störabschaltung
vornimmt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das die vorgegebene Zeitdauer bestimmende Zeitglied
zurückgesetzt wird, wenn das Ionisationssignal (Ui) innerhalb der
vorgesehenen Zeitdauer in den Regelbereich (RB) zurückkommt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das weitere Abschaltsignal den Brenner (1) nach einer
Verzögerungszeit abschaltet.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Endwert ein Maximalwert und/oder Minimalwert des
Steuersignals (J) für das Gasmagnetventil (4) ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Erreichen des Maximal- und Minimalwertes des Steuersignals (J)
des Gasmagnetventils (4) dies elektronisch erfaßt, und der Brenner (1)
durch Schließen eines Sicherheits-Gasventils (10) abgeschaltet wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem Startsignal für den Brenner (1) der Gasvolumenstrom bei
konstanter Gebläsedrehzahl rampenförmig erhöht wird, bis der Brenner
zündet und danach bis zum Ablauf einer vorgegebenen
Sicherheitszeit (T) der Gasvolumenstrom konstant gehalten wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Regelschaltung (7) Regelabweichungen (d) oberhalb des
Sollwerts des Ionisationssignals (Uis) stärker ausregelt als
Regelabweichungen unterhalb des Sollwerts des Ionisationssignals.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Regelschaltung (7) Regelabweichungen (d) erst ab einer
bestimmten Größe weiterverarbeitet.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Steuersignal (J) für das Gasmagnetventil (4) ein Wechselanteil
überlagert ist.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Erreichen eines oberen Schwellwerts (J1) des Steuersignals (J)
die Regelschaltung (7) auf einen niedrigen Sollwert (Uisn) des
Ionisationssignals (Ui) umschaltet und danach bei Erreichen eines
unteren Schwellwerts (J2) des Steuersignals (J) auf den vorherigen
Sollwert (Uis) des Ionisationssignals (Ui) zurückschaltet.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Regelschaltung (7) in regelmäßigen Intervallen auf einen
Kalibriervorgang für das Ionisationssignal (Ui) umschaltet.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß in jedem Kalibriervorgang das Steuersignal (J) für das
Gasmagnetventil (4) zunächst auf einen für eine Vorerhitzung der
Ionisationselektrode (5) geeigneten Wert gebracht wird und danach das
Steuersignal (J) erhöht wird, bis der Maximalwert des
Ionisationssignals (Ui) durchfahren ist und der sich ergebende Wert zur
Kalibrierung ausgewertet wird.
14. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Steuerung des Gasbrenners (1) ein an sich bekannter
Steuerautomat (9) mit Sicherheitsventil (10) und Gasdruckwächter (11)
vorgesehen ist, und daß die Regelschaltung (7) ein Gasmagnetventil (4)
steuert und das von ihr erzeugte Abschaltsignal an den
Steuerungsautomaten (9) gelegt ist.
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