DE19632897C2 - Elektromechanische Kraftmaschine - Google Patents
Elektromechanische KraftmaschineInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine elektromechanische Kraftmaschine, die vorzugsweise zum Antrieb von elektrischen Generatoren eingesetzt wird. DOLLAR A Aufgabe der Erfindung ist es, mit der grundlegenden Neukonzeption der elektromechanischen Kraftmaschine, gegenüber bekannten elektromagnetischen Antriebsvorrichtungen, einen hohen Wirkungsgrad mittels einer energieressourcenschonenden Technologie und ohne Umweltbelastung durch CO¶2¶- und SO¶2¶-Emission sowie sonstige Schadstoffe zu erzielen. DOLLAR A Erfindungsgemäß wird dies dadurch verwirklicht, daß die Kraftmaschine mit mindestens einer Kraft-Erzeuger-Einheit (KEE) ausgestattet ist, die in den wesentlichen Teilen aus zwei Elektromagneten, einer Wippe mit Ankerplatten, Steuergestängen sowie Zuggestängen besteht, wobei die mit der/n Kraft-Erzeuger-Einheit(en) ablaufende Umwandlung elektrischer Energie in magnetische/mechanische Energie in zwei Arbeitstakten mit besonderer Arbeitstechnik erfolgt, während welcher die Effektivität der jeweiligen Magnetanzugskraft sowie die der Hubgeschwindigkeit gründlich gesteigert wird. DOLLAR A Mit der Kurbelwelle der Kraftmaschine werden in Verbindung mit den Steuergestängen sowie der Wippe die Arbeitstakte ausgelöst, so daß die in den Arbeitstakten erzielten Parameter zum optimal vorbestimmten Zeitpunkt und in Verbindung mit den Zuggestängen sowie der Wippe in die Kurbelwelle eingeleitet und übertragen werden.
Description
Die Erfindung betrifft eine elektromechanische Kraftmaschine nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine elektromagnetische Antriebsvorrichtung ist aus der FR-PS 548 445
bekannt und wie folgt beschrieben:
Die elektromagnetische Antriebsvorrichtung weist zwei Elektroma
gnete auf, die abwechselnd aus einer Stromquelle gespeist werden.
An einer Wippe sind rechts und links von einem Drehpunkt zwei
Ankerplatten angeordnet, die bei Bestromung des jeweiligen Elek
tromagneten angezogen werden. Die Wippe weist auf einer Seite ei
ne Verlängerung auf, an deren Ende mittels einer Stange die von
den Elektromagneten erzeugte Kraft, modifiziert durch das Hebel
verhältnis, an einen Kurbeltrieb abgegeben wird. Außerdem wird
auch die Hubgeschwindigkeit der Stange in Bezug auf die der An
kerplatten durch das Hebelverhältnis der Wippe geändert.
Aufgabe der Erfindung ist es, mit der grundlegenden Neukonzeption
der elektromechanischen Kraftmaschine einen hohen Wirkungsgrad zu
erzielen.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch verwirklicht, daß die Kraftma
schine mit mindestens einer Kraft-Erzeuger-Einheit (KEE) ausge
stattet ist, die in den wesentlichen Teilen aus zwei Elektroma
gneten, einer Wippe mit Ankerplatten, Steuergestängen sowie Zug
gestängen besteht, wobei die mit der Kraft-Erzeuger-Einheit(en)
ablaufende Umwandlung elektrischer Energie in magnetische/mecha
nische Energie in zwei Arbeitstakten mit besonderer Arbeitstech
nik erfolgt, während welcher die Effektivität der jeweiligen Ma
gnetanzugskraft sowie die der Hubgeschwindigkeit gründlich ge
steigert wird, und wobei die Kraftmaschine mit einer Kurbelwelle
ausgestattet ist, mittels welcher in Verbindung mit den Steuerge
stängen sowie der Wippe die Arbeitstakte ausgelöst werden, und in
welche in Verbindung mit den Zuggestängen sowie der Wippe, Kräfte
und Hubgeschwindigkeiten eingeleitet und übertragen werden.
Die elektromechanische Kraftmaschine wird als Ausführungsbeispiel
mit sechs Kraft-Erzeuger-Einheiten anhand von Fig. 1 bis 5 und der
Tabelle 1 beschrieben und näher erläutert.
Diese Unterlagen zeigen bzw. beinhalten:
Fig. 1 eine Teilansicht einer erfindungsgemäßen elektromechani
schen Kraftmaschine, dargestellt im Schnitt A-B.
Fig. 2 einen Querschnitt von Fig. 1, dargestellt im Schnitt E-F,
mit der Anordnung der Kraft-Erzeuger-Einheiten (KEE) I bis
VI am Maschinengestell, und der Veranschaulichung der Aus
lösung des Arbeitstaktes 1 kurz vor dem unteren Totpunkt.
Fig. 3 einen Querschnitt von Fig. 1, dargestellt im Schnitt C-D,
und der Veranschaulichung der Krafteinleitung in die Kur
belwelle.
Fig. 4 eine Darstellung der Magnetanzugskraft-Modifizierunsphase
im Kraft-Luftweg-Diagramm.
Fig. 5 eine Prinzipskizze des Kurbelzapfen 22.1 auf seiner Um
laufbahn während des Arbeitstaktes 1 der KEE I, die Aus
wirkung des Hubweges sH' auf den Bewegungswinkel dieses
Kurbelzapfens mit Bezug auf die Winkelteilung am Maschi
nengestell, und der Darstellung des daraus resultierenden
Anteils an einer Kurbelwellenumdrehung.
Tab. 1 eine Zuordnung der Bewegungswinkel der Kurbelzapfen 22.1
und 22.2 in Verbindung mit den Arbeitstakten 1 und 2 zu
den Kraft-Erzeuger-Einheiten I bis VI.
Die elektromechanische Kraftmaschine in der Ausführungsform mit
den Kraft-Erzeuger-Einheiten I bis VI ist in den Fig. 1 bis Fig. 3
dargestellt, mit der Ausnahme jedoch, daß in Fig. 1 nur die Kraft-
Erzeuger-Einheit I wegen der grundsätzlichen Gleichheit mit den
anderen Einheiten zeichnerisch wiedergegeben ist.
Die Anordnung der Kraft-Erzeuger-Einheiten I bis VI am Maschinen
gestell ist aus Fig. 2 ersichtlich, in welcher die Kraft-Erzeuger-
Einheiten, über ihren vom Mittelpunkt strahlenförmig ausgehenden
Mittellinien, mit den Kürzeln KEE I bis KEE VI versehen sind.
Die in der KEE I angewendete Kennzeichnung der Teile sowie alle
anderen Bezugszeichen gelten daher auch für die KEE II bis VI.
Bei der elektromechanischen Kraftmaschine sind die KEE I bis VI
an dem Maschinengestell 24 symmetrisch verteilt angeordnet, wobei
die Ständer 25 die Form eines Sechskant haben und mit den Flach
profilträgern 26 untereinander fest verbunden sind.
Die Elektromagnete 1, 2 jeder KEE sind auf ihren jeweiligen Achsen
X, X' angeordnet und mit den Halterungen 27 an den Flachprofilträ
gern 26 befestigt, wobei die Eisenkerne 4 mit den Halterungen 27
verbunden sind.
Die Elektromagnete 1, 2 sind durch die Bauart der Eisenkerne 4 in
Hufeisenform mit Vierkantprofil, und damit durch die zwei Magnet
pole sowie den vierkantigen Polflächen, mit einer für diese Bau
art größt erreichbaren Gesamtanzugsfläche versehen. Die Eisenker
ne 4 und die Ankerplatten 5, 6 bestehen aus einem weichmagneti
schen Werkstoff, den eine hohe magnetische Flußdichte bei strom
durchflossener Spule und eine verbleibende Flußdichte bei strom
loser Spule (Remanenz) kennzeichnet, und die Remanenz ist so vorbe
stimmt ist, daß diese bei der Modifizierung der Magnetanzugskräf
te benutzt werden kann. Die Elektromagnete 1, 2 sind mit Spulen 3
versehen, die eine so große Anzahl an Windungen aufweisen, daß
einerseits die antreibende Größe im magnetischen Kreis die
Durchflutung, Θ = I . N, also das Produkt aus Stromstärke (I) mal
der Anzahl der Spulenwindungen (N), primär aus der Anzahl der
Spulenwindungen gewonnen wird, und daß andererseits der aus der
Anzahl der Spulenwindungen resultierende Drahtwiderstand zur Mi
nimierung der Stromaufnahme und damit zur Aufnahmebegrenzung der
elektrischen Leistung angewendet wird, wobei die Spulen 3 an eine
elektrische Gleichspannung angeschlossen sind, bei welcher die
Stromaufnahme nur vom Drahtwiderstand, nicht aber von der Induk
tivität der Spule(n) bzw. der Größe des Luftweges sL abhängig
ist.
Die Wippe 7 jeder KEE ist auf ihrer jeweiligen Achse 0 am Maschi
nengestell 24 angeordnet und mittels der Stehlager 9 an den
Flachprofilträgern 26 befestigt, wobei die Welle als Drehpunkt 10
drehfest mit dem Balken 8 verbunden und in den Stehlagern 9 be
weglich angebracht ist. Die an den Balken 8 befestigten Anker
platten 5, 6 und die Elektromagnete 1, 2 sind zur Balkenlängsachse
quer angeordnet, wobei die Form der Ankerplatten 5, 6 den
geometrischen Gegebenheiten, die zwischen dem Balken 8 und den
Magnetpolen bestehen, angepaßt ist, und mit welcher ein sattes
Anliegen dieser Platten an die Magnetpole erreicht wird. Der Bal
ken 8 ist mit Bohrungen versehen, die für die Steuergestänge 11
auf den senkrechten Achsen Z, Z' und für die Zuggestänge 12 auf
den senkrechten Achsen Y, Y' angeordnet sind, wobei der Abstand,
welcher zwischen der senkrechten Achse 0 und den senkrechten Ach
sen Z, Z', und auch der Abstand, welcher zwischen der senkrechten
Achse 0 und den senkrechten Achsen Y, Y' liegt, von KEE zur KEE
unterschiedlicher Länge ist, und was bei der KEE I bis VI zur
Folge hat, daß die Hubwege sH von geringfügig unterschiedlichen
Längen sind.
Die Steuergestänge 11 und die Zuggestänge 12 sind mittels der
Doppellaschen 14 und der Bolzen 13 mit dem Balken 8 bewegbar ver
bunden sowie mittels der Steuerstangen 18 bzw. Zugstangen 19 an
den Kurbelzapfen 22.1, 22.2, 22.3, 22.4 bewegbar angebracht, wo
bei die Kreuzgelenkkolben 16 der Steuergestänge 11 bzw. der Zug
gestänge 12 wegen der Bewegungsvorgänge des Balken 8 sowie der
Kurbelzapfen 22.1, 22.2. 22.3, 22.4 und der dadurch auftretenden
Seitenkräfte in den Zylindern 20 bzw. 21 geführt werden und ei
ne Gelenkfunktion an den Anordnungsstellen der Bolzen 15, 17 exis
tent ist.
An den Steuergestängen 11, mit deren Hilfe kurz vor dem unteren
Totpunkt die Arbeitstakte ausgelöst werden, ist das Maß L, ent
sprechend der Aufgabenstellung, auf eine hierfür erforderliche
Länge gebracht, wobei die Steuerstangen 18 mit je einem Langloch
versehen sind, um die Drehbewegung der Kurbelwelle 22, unabhängig
an welcher Stelle sich die Kurbelzapfen 22.3, 22.4 auf ihren Um
laufbahnen befinden, sicherzustellen, jedoch mit der Einschrän
kung auf den Bereich, der zwischen kurz vor dem unteren Totpunkt
und im unteren Totpunkt selbst liegt, und in welchem der jewei
lige Arbeitstakt ausgelöst wird. Die Zugstangen 19 der Zuggestän
ge 12, mit dessen Hilfe die auf der Streckenlänge der Hubwege sH
wirkenden Kräfte sowie Hubgeschwindigkeiten in die Kurbelzapfen
22.1, 22.2 eingeleitet bzw. übertragen werden, sind ebenfalls mit
je einem Langloch versehen, um die Drehbewegung der Kurbelwelle
22, unabhängig an welcher Stelle sich die Kurbelzapfen 22.1, 22.2
auf ihren Umlaufbahnen befinden, sicherzustellen.
Die Kraftmaschine besitzt aufgrund des Maschinengestells 24, des
sen Ständer 25 die Form eines Sechskants haben, und der damit
verbundenen Anordnung der KEE I bis VI, nur eine Kurbelwelle 22,
welche mit dem Schwungrad 28 drehfest verbunden und in den Stän
dern 25 mittels der Lager 23 drehbar angebracht ist. Die Kurbel
welle 22 besitzt zwei Kurbelzapfen 22.3, 22.4 zur Auslösung der
Arbeitstakte und zwei Kurbelzapfen 22.1, 22.2, in die Kräfte ein
geleitet und die Hubgeschwindigkeiten übertragen werden. Alle
Kurbelzapfen befinden sich in einem zur Kurbelwellenseitenansicht
und in dessen Achsenschnittpunkt angelegten Koordinatensystem auf
der y-Achse, wobei die Kurbelzapfen 22.1, 22.4 im Bereich minus y
und die Kurbelzapfen 22.2, 22.3 im Bereich plus y angeordnet sind.
Jede Kurbelzapfenlänge ist so bemessen, daß jeweils sechs Steuer
gestänge 11 am Kurbelzapfen 22.3, bzw. 22.4 sowie jeweils sechs
Zuggestänge 12 am Kurbelzapfen 22.1, bzw. 22.2 nebeneinander auf
genommen werden können, wobei diese "Nebeneinanderanordnung" die
zuvor beschriebene Anordnung der Bohrungen im Balken 8 für die
Gestänge 11, 12 und der damit verbundenen unterschiedlichen Längen
der Hubwege sH erklärt.
Bei den Kraft-Erzeuger-Einheiten I bis VI werden die Balken 8
über die Ankerplatten 5, 6 von den Elektromagneten 1, 2 im Wechsel
angezogen, so daß die Balken 8 ständigen Hin- und Herbewegungen
unterzogen sind, wobei als Folge der Bewegungen der Bewegungsbe
reichwinkel α in Abhängigkeit von der Länge der Luftwege sL indi
rekt fixiert ist. Die im Bewegungsbereichwinkel α liegenden Hub
wege sH' sind durch die Anordnung der Abstände, die zwischen der
senkrechten Achse 0 sowie den senkrechten Achsen Y, Y' liegen,
vorbestimmt und auf die für eine Kurbelwellenumdrehung benötig
ten Längen festgelegt.
Aus den Hin- und Herbewegungen des Balken 8 resultieren auf den
vorbestimmten Streckenlängen der Luftwege sL primäre Hubbewegun
gen, sowie auf den vorbestimmten Streckenlängen der Hubwege sH
sekundäre Hubbewegungen, wobei die Wandlung elektrischer Energie
in magnetische/mechanische Energie innerhalb der primären Hubbe
wegungen und in zwei Arbeitstakten mit besonderer Arbeitstechnik
erfolgt.
Beim Arbeitstakt 1 haftet die Ankerplatte 6 aufgrund der Remanenz
an den Polen des ausgeschalteten Elektromagnetes 2, und die An
kerplatte 5 wird zum gleichen Zeitpunkt von den Polen des einge
schalteten Elektromagnetes 1, bis diese ihre Endlage erreicht,
angezogen, und beim Arbeitstakt 2 haftet die Ankerplatte 5 auf
grund der Remanenz an den Polen des ausgeschalteten Elektromagne
tes 1, und die Ankerplatte 6 wird zum gleichen Zeitpunkt von den
Polen des eingeschalteten Elektromagnetes 2, bis diese ihre End
lage erreicht, angezogen, wodurch die jeweilige Magnetanzugskraft
zunächst von Null bis auf einen Zwischenwert FZW ansteigt, kurz
vor dem unteren Totpunkt des Kurbelzapfens 22.4, bei welchem der
Arbeitstakt 1, bzw. kurz vor dem unteren Totpunkt des Kurbelzap
fen 22.3, bei welchem der Arbeitstakt 2 in der mit Pfeil 29 ange
gebenen Drehrichtung plötzlich ausgelöst wird, sprungartig vom
Zwischenwert FZW auf den Höchstwert Fmax hochschnellt und wodurch
die Effektivität der Magnetanzugskraft sowie die der Hubgeschwin
digkeit gründlich gesteigert wird.
Die während der Arbeitstakte gewonnene Eigenschaft der sprungar
tigen Wirkung wird über den Balken 8 auf die sekundären Hubbewe
gungen übertragen und über die Zuggestänge 12 in die Kurbelwelle
22 eingeleitet.
Bei der mit sechs Kraft-Erzeuger-Einheiten ausgestatteten Kraft
maschine ist jede KEE mit nur einem Arbeitstakt pro Kurbelwellen
umdrehung beteiligt.
Die Arbeitstakte werden mittels des Balken 8 über die Steuerge
stänge 11 im Zusammenwirken mit den Kurbelzapfen 22.3 bzw. 22.4
sowie durch die zu diesem Zeitpunkt wirkende jeweilige Magnetan
zugskraft, kurz vor dem jeweiligen unteren Totpunkt der erwähnten
Kurbelzapfen, ausgelöst.
Die Arbeitstakte finden im Wechsel statt, wobei die sekundäre
Hubbewegung, die auf der senkrechten Achse Y stattfindet, mit dem
Arbeitstakt 1, und die sekundären Hubbewegung, die auf der senk
rechten Achse Y' stattfindet, mit dem Arbeitstakt 2 zeitgleich
ablaufen.
In der Prinzipskizze gemäß Fig. 5 ist der Kurbelzapfen 22.1 auf
seiner Umlaufbahn während des Arbeitstaktes 1 der KEE I, die Aus
wirkung des Hubweges sH' auf den Bewegungswinkel dieses Kurbel
zapfens mit Bezug auf die Winkelteilung am Maschinengestell und
der daraus resultierende Anteil an einer Kurbelwellenumdrehung
als Beispiel dargestellt.
Anhand dieses Beispiels und der in Tabelle 1 gemachten Angaben
ist der grundsätzliche Umdrehungsablauf der Kraftmaschine festge
legt, was indessen keiner weiteren Erläuterung bedarf, weil der
artige Zusammenhänge dem Fachmanne geläufig sind.
Wie dem Kraft-Luftweg-Diagramm nach Fig. 4 zu entnehmen ist, wirkt
die während der Arbeitstakte erzeugte Magnetanzugskraft in Praxi
wie eine "Magnetfeder", deren Besonderheit ist, daß diese, wenn
sie plötzlich ausgelöst wird, vom Zwischenwert FZW sprungartig
und unter ständigem Kraftzugewinn auf den Höchstwert Fmax hoch
schnellt, wobei die Zeit, in der sich die Magnetanzugskraft von
Null auf den Zwischenwert FZW "aufbauen" kann, daraus resultiert,
daß alle Arbeitstakte 1 der sechs KEE hintereinander und danach
alle Arbeitstakte 2 der sechs KEE auch hintereinander und unter
Beibehaltung dieser Intervalle ablaufen.
Diese "Aufbauzeit" ist gleich der Zeit, in der eine Kurbelwellen
umdrehung stattfindet.
Die elektromechanische Kraftmaschine wird mit Wechselstrom ver
sorgt, an welchem ein "Variable V Transformer" angeschlossen ist.
Am Ausgang dieses Transformators sind sechs Gleichrichter ange
schlossen, über welche die Elektromagnete 1, 2 jeder KEE einzeln
mit Gleichstrom gespeist werden.
Die Schaltung wird am Wechselstrom vorgenommen, der in den Ver
bindungsleitungen Ausgang Transformator/Eingang Gleichrichter
fließt, wobei die Schaltungen vom sich ständig hin- und herbewe
genden Balken 8 oder in einer anderen geeigneten Weise ausgelöst
werden.
Die Elektromagnete 1, 2 jeder KEE werden im Wechsel geschaltet,
d. h., daß zur gleichen Zeit, in der Magnet 1 eingeschaltet wird,
wird Magnet 2 ausgeschaltet und umgekehrt, wobei alle Elektroma
gnete 1 der sechs KEE hintereinander sowie alle Elektromagnete 2
der sechs KEE hintereinander und unter Beibehaltung dieser In
tervalle geschaltet werden.
Die Magnetspulen 3 werden mittels Dioden kurzgeschlossen, um die
beim Ausschaltvorgang in den Spulen entstehende Selbstinduktion
unschädlich zu machen.
Die Steuerung der elektromechanischen Kraftmaschine erfolgt durch
den oben erwähnten "Variable V Transformer", mittels welchem über
die Stromspannung die Größe der Magnetanzugskräfte, die Anzahl
der Arbeitstakte pro Zeiteinheit und damit letztendlich die An
zahl der Kurbelwellenumdrehungen pro Zeiteinheit bestimmt werden,
wobei die Luftwege sL von konstanter Größe und zusammen mit den
anderen erläuterten Parametern, auf die vorgegebene Soll-Nennlei
stung der Kraftmaschine vorbestimmt sind.
Claims (2)
1. Elektromechanische Kraftmaschine, umfassend
- 1. zwei mit Spulen (3) und einem U-förmigen, weichmagnetischen Eisenkern (4) versehene Elektromagnete (1, 2), die wechsel weise ein- und ausgeschaltet werden,
- 2. eine Wippe (7) mit Drehpunkt (10) und beiderseits des Dreh punkts (10) in einem ersten Abstand angebrachten weichmagne tischen Ankerplatten (5, 6), die von den bestromten Elektro magneten (1, 2) angezogen werden,
- 3. eine Kurbelwelle (22), die mit der Wippe (7) über ein Zugge stänge (12) verbunden ist und mit der die Bewegung der Wippe (7) in eine Drehbewegung umgesetzt wird,
- 1. die Elektromagnete (1, 2) sowie die Wippe (7) mit den Anker platten (5, 6) eine Kraft-Erzeuger-Einheit (KEE) darstellen und die mit der Kraft-Erzeuger-Einheit (KEE) durchzuführende Umwandlung elektrischer Energie in mechanische Energie durch zwei wechselseitig auftretende Arbeitstakte erfolgt, wobei beim ersten Arbeitstakt die Ankerplatte (6) aufgrund der Re manenz an den Polen des ausgeschalteten Elektromagnetes (2) haftet und die Ankerplatte (5) zum gleichen Zeitpunkt von den Polen des eingeschalteten Elektromagnetes (1) - bis diese ihre Endlage erreicht - angezogen wird und beim zweiten Ar beitstakt die Ankerplatte (5) aufgrund der Remanenz an den Polen des ausgeschalteten Elektromagnetes (1) haftet und die Ankerplatte (6) zum gleichen Zeitpunkt von den Polen des eingeschalteten Elektromagnetes (2) - bis diese ihre Endlage erreicht - angezogen wird, wodurch die jeweilige Magnetan zugskraft zunächst von Null bis auf einen Zwischenwert (FZW) ansteigt, kurz vor dem unteren Totpunkt des zweiten Kurbel zapfens (22.4, 22.3), bei welchem der Arbeitstakt 1 oder 2 plötzlich ausgelöst wird, sprungartig vom Zwischenwert (FZW) und unter ständigem Kraftzugewinn auf einen Höchstwert (Fmax) hochschnellt, und wodurch die Effektivität der Magnetanzugs kraft sowie die der Hubgeschwindigkeit gesteigert wird,
- 2. die Kurbelwelle (22) zwei erste Kurbelzapfen (22.1, 22.2) zur Einleitung der Kräfte bzw. zur Aufnahme der Hubgeschwin digkeiten und zwei zweite Kurbelzapfen (22.3, 22.4) zur Aus lösung der Arbeitstakte aufweist,
- 3. je Elektromagnet (1, 2) ein Zuggestänge (12), das in einem zweiten, gegenüber dem ersten Abstand größerem Abstand an der Wippe (7) beweglich befestigt ist und über ein Langloch mit dem zugeordneten ersten Kurbelzapfen (22.1, 22.2) eben falls beweglich verbunden ist, wobei das Langloch in Zug stangen (19) der Zuggestänge (12) so ausgestaltet ist, daß einerseits die auf der Streckenlänge der Hubwege (sH) vor bestimmten Kräfte sowie Hubgeschwindigkeiten in die zuge ordneten ersten Kurbelzapfen (22.1, 22.2) eingeleitet und übertragen werden und andererseits die Drehbewegung der Kur belwelle (22) unabhängig, an welcher Stelle sich der zuge ordnete erste Kurbelzapfen (22.1, 22.2) auf seiner Umlauf bahn befindet, nicht behindert wird,
- 4. je Elektromagnet (1, 2) ein Steuergestänge (11), das in ei nem dritten, gegenüber dem zweiten Abstand größeren Abstand an der Wippe (7) beweglich befestigt ist und über ein Lang loch mit dem zugeordneten zweiten Kurbelzapfen (22.3, 22.4) ebenfalls beweglich verbunden ist, wobei das Langloch in Steuerstangen (18) der Steuergestänge (11) so ausgestaltet ist, daß die Drehbewegung der Kurbelwelle (22) unabhängig, an welcher Stelle sich der zugeordnete zweite Kurbelzapfen (22.3, 22.4) auf seiner Umlaufbahn befindet, nicht behindert wird, jedoch mit der Einschränkung auf den Bereich, der zwi schen kurz vor dem unteren Totpunkt und im unterem Totpunkt selbst liegt, in welchem ein Arbeitstakt ausgelöst wird.
2. Elektromechanische-Kraftmaschine nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß alle Kurbelzapfen der Kurbelwelle (22) in einem zur Kur
belwellenseitenansicht und in dessen Achsenschnittpunkt ange
legten Koordinatensystem auf der y-Achse liegen, wobei die
dem ersten Elektromagnet (1) von der Funktion her zugeordneten
Kurbelzapfen (22.1, 22.4) im Bereich minus y und die dem zwei
ten Elektromagnet (2) von der Funktion her zugeordneten Kurbel
zapfen (22.2, 22.3) im Bereich plus y angeordnet sind.
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1996
- 1996-08-16 DE DE19632897A patent/DE19632897C2/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|
| DE19632897A1 (de) | 1998-03-05 |
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