DE19636012A1 - Steckriegel für eine Vorrichtung zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz - Google Patents
Steckriegel für eine Vorrichtung zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden ZahnersatzInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Steckriegel für eine Vor
richtung zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren
Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz.
Zur lösbaren Befestigung von herausnehmbarem (Teil-)
Zahnersatz (partielle Dentalprothese) an festsitzendem
Zahnersatz (z. B. überkrontem Zahnstumpf) sind eine
Vielzahl von Verbindungsvorrichtungen bekannt, bei
denen zur Verriegelung Steckriegel, d. h. axial ver
schiebbare Verriegelungsstifte verwendet werden. Der
Verriegelungsstift ist dabei zwischen einer Freigabe-
und einer Verriegelungsposition in einer Führungsvor
richtung geführt, die in den herausnehmbaren Zahnersatz
eingearbeitet ist, und zwar in demjenigen (Ersatz-)
Zahn, der an dem festsitzenden Zahnersatz angrenzt. Der
festsitzende Zahnersatz weist eine Aufnahmevorrichtung
für den Verriegelungsstift (sogenannte Matrize) auf, in
die der Verriegelungsstift in seiner Verriegelungsposi
tion eintaucht. In der Freigabeposition ist der Ver
riegelungsstift außer Eingriff mit der Aufnahmevorrich
tung.
Steckriegel sollen für den Patienten und/oder den Zahn
arzt einfach in der Bedienung sein sowie zuverlässig
arbeiten, insbesondere sich nicht ungewollt aus ihrer
Verriegelungsposition herausbewegen. Aus DE 94 09 152
U1 ist ein Steckriegel bekannt, der mittels einer
Schraubendruckfeder in die Verriegelungsposition vorge
spannt ist. Zum Herausnehmen der Dentalprothese ist es
erforderlich, den bekannten Steckriegel gegen die Kraft
der Schraubendruckfeder in die Freigabeposition zu be
wegen und in dieser Stellung zu halten. Dies kann mit
unter schwierig sein und erfordert eine gewisse Ge
schicklichkeit, wenn zur Befestigung der Dentalprothese
zwei Steckriegel vorgesehen sind (z. B. im Falle einer
Dentalprothese der beidseitigen Molaren des Unter- oder
Oberkiefers).
Aus DE 94 09 150 U1 ist ein Steckriegel bekannt, bei
dem der Verriegelungsstift in einer Klemmhülse axial
verschiebbar geführt und mittels Friktion in der je
weiligen Verschiebungsposition gegen ungewollte Be
wegungen gesichert ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ver
riegelungsvorrichtung zur lösbaren Befestigung eines
herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden
Zahnersatz zu schaffen, wobei der Verriegelungsstift
zuverlässig und spürbar in die Verriegelungs- und die
Freigabeposition bewegt ist, sowie zuverlässig in die
sen Positionen verharrt und die Verriegelungsvorrich
tung einen konstruktiv einfachen und störungsunanfäl
ligen Aufbau aufweist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine
Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 vorgeschlagen;
die Merkmale vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfin
dung sind jeweils in den Unteransprüchen aufgeführt.
Nach der Erfindung weist die Verriegelungsvorrichtung
einen axial verschiebbaren in einer Führungsvorrichtung
geführten Verriegelungsstift auf, der sich insbesondere
manuell zwischen einer Verriegelungsposition und einer
Freigabeposition verschieben läßt. Die Führungsvorrich
tung ist mit einer Rückhalte-Federvorrichtung versehen,
die den Verriegelungsstift (mittelbar oder unmittelbar)
durch Federkraft sowohl in der Verriegelungsposition
als auch in der Freigabeposition gegen ungewollte Be
wegungen aus diesen Positionen heraus sichert. Bei
Überwindung der (in der Verriegelungs- und in der Frei
gabeposition) auf den Verriegelungsstift wirkenden
Rückhaltekräfte läßt sich dieser verschieben.
Bei der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung wird
der Verriegelungsstift mittels ein und derselben Feder
vorrichtung sowohl in der Freigabeposition als auch in
der Rückhalteposition gesichert. Wegen dieser Doppel
funktion ist die Anzahl an Einzelteilen der Verriege
lungsvorrichtung reduziert. In beiden Endstellungen
(Freigabe- und Verriegelungsposition) ist der Verriege
lungsstift in seiner Führungsvorrichtung gegen unge
wollte axiale Verschiebungen gesichert gehalten. Diese
Sicherungs- und Haltefunktion wird also bei der Erfin
dung nicht durch ein Zusammenwirken von Verriegelungs
stift mit Matrize bzw. Patrize realisiert. Dies redu
ziert die Störanfälligkeit der Verriegelungsvorrich
tung. Die Rückhalte-Federvorrichtung übt ihre größte
Rückhaltekraft vorzugsweise in den beiden Endstellungen
des Verriegelungsstiftes aus, so daß die den Verriege
lungsstift betätigende Person spürt, wann sich der Ver
riegelungsstift aus einer dieser sowie in eine dieser
Endstellungen hinein- bzw. herausbewegt. Vorzugsweise
rastet der Verriegelungsstift infolge der Rückhalte-
Federvorrichtung in die jeweilige Endstellung ein.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist vorge
sehen, daß die Führungsvorrichtung und/oder die Feder
vorrichtung eine Bewegungsunterstützungsvorrichtung
aufweist bzw. aufweisen, die Axialbewegung des Ver
riegelungsstiftes in eine oder beide Endstellungen
unterstützt, und zwar insbesondere dergestalt, daß der
Verriegelungsstift ab Erreichen einer Position in der
Nähe der jeweiligen Endstellung sich selbsttätig in die
Freigabe- bzw. Verriegelungsposition bewegt. Hierzu
wird zweckmäßigerweise die auf den Verriegelungsstift
wirkende Kraft der Federvorrichtung ausgenutzt.
Die Federvorrichtung der erfindungsgemäßen Verriege
lungsvorrichtung übt auf den Verriegelungsstift eine
radial wirkende Kraft aus (entweder unmittelbar über
eine direkt am Verriegelungsstift angreifende Feder
oder mittelbar über ein Halte- o. dgl. Element, das zwi
schen Verriegelungsstift und Feder angeordnet ist).
Sobald der Verriegelungsstift aus einer seiner beiden Endstellungen herausbewegt ist, befindet sich die Federvorrichtung in einem Vorspannzustand; die Überfüh rung in diesen Vorspannzustand bestimmt unter anderem die Rückhaltekraft, mit der Verriegelungsstift in sei nen Endstellungen gesichert ist. In den Endstellungen des Verriegelungsstiftes befindet sich die Federvor richtung zweckmäßigerweise in einem Entlastungszustand.
Sobald der Verriegelungsstift aus einer seiner beiden Endstellungen herausbewegt ist, befindet sich die Federvorrichtung in einem Vorspannzustand; die Überfüh rung in diesen Vorspannzustand bestimmt unter anderem die Rückhaltekraft, mit der Verriegelungsstift in sei nen Endstellungen gesichert ist. In den Endstellungen des Verriegelungsstiftes befindet sich die Federvor richtung zweckmäßigerweise in einem Entlastungszustand.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist vorge
sehen, daß der Verriegelungsstift mindestens eine
Transformationsvorrichtung zur Umsetzung einer durch
die Rückhalte-Federvorrichtung erzeugbaren radial auf
den Verriegelungsstift wirkenden Radialkraft in eine
axial auf den Verriegelungsstift wirkende Axialkraft
zur axialen Verschiebung des Verriegelungsstiftes oder
zur Unterstützung einer axialen Verschiebung des Ver
riegelungsstiftes in die Verriegelungs- und/oder Frei
gabeposition aufweist. Zweckmäßig ist es, wenn der Ver
riegelungsstift mit zwei derartigen Transformationsvor
richtungen versehen ist, von denen die eine der Ver
riegelungsposition und die andere der Freigabeposition
zugeordnet ist. Die beiden Transformationsvorrichtungen
unterscheiden sich insofern, als die Axialkräfte in
einander entgegengesetzte Richtungen weisen. Wie oben
bereits dargelegt, kann die von der Rückhalte-Federvor
richtung erzeugte Radialkraft unmittelbar und mittelbar
auf den Verriegelungsstift einwirken.
Vorzugsweise ist jede Transformationsvorrichtung als
konischer Axialabschnitt des Umfangs des Verriegelungs
stiftes ausgebildet. In diesem Axialabschnitt weist der
Verriegelungsstift eine umlaufende und schräg zur
Axialerstreckung des Stiftes gerichtete Umfangsschräg
fläche auf. Im Bereich dieser Axialabschnitte ver
größert bzw. verkleinert sich also der Durchmesser bzw.
Querschnitt des Verriegelungsstiftes. Wirkt bei ent
sprechender Positionierung des Verriegelungsstiftes die
Feder oder das Halte- o. dgl. Element der Rückhalte-
Federvorrichtung radial auf den Verriegelungsstift ein,
so entsteht wegen der Umfangsschrägfläche eine auf den
Verriegelungsstift wirkende Axialkraftkomponente, die
in Richtung des sich vergrößernden Durchmessers bzw.
Querschnitts des Verriegelungsstiftes wirkt und den
Verriegelungsstift axial verschiebt bzw. zur Unter
stützung einer Axialverschiebung des Verriegelungsstif
tes beiträgt.
Vorzugsweise ist der Verriegelungsstift mit einem bal
lig ausgebildeten Axialabschnitt versehen, dessen bei
den Endabschnitte die beiden Umfangsschrägflächen der
Transformationsvorrichtungen bilden.
Zweckmäßigerweise sind den beiden Endstellungen des
Verriegelungsstiftes zwei axial voneinander beabstan
dete Verjüngungsbereiche zugeordnet, innerhalb derer
der Verriegelungsstift einen Durchmesser aufweist, der
kleiner ist als der Durchmesser des Stiftes innerhalb
zumindest eines Teils des zwischen den beiden Ver
jüngungsbereichen sich erstreckenden Axialabschnitts.
In dem Axialabschnitt des Verriegelungsstiftes zwischen
den beiden Verjüngungsbereichen und außerhalb derselben
liegt entweder die Feder oder ein Halte- o. dgl. Element
der Rückhalte-Federvorrichtung unter radial nach innen
gerichteter Vorspannung an dem Umfang des Verriege
lungsstiftes an.
Ein denkbar einfacher Aufbau der Rückhalte-Federvor
richtung läßt sich vorteilhaft dadurch realisieren, daß
die Rückhalte-Federvorrichtung ein den Verriegelungs
stift seitlich umgreifendes U-förmiges Federelement
aufweist, das zwei Federschenkelabschnitte und einen
diese miteinander verbindenden Basisabschnitt aufweist.
Die beiden Federschenkelabschnitte halten den Verriege
lungsstift in den beiden Endstellungen und sichern den
Verriegelungsstift auf diese Weise gegen ungewollte
axiale Verschiebungen. Das U-förmige Federelement
stellt ein einerseits einfach herzustellendes (Metall-)
Teil dar, das andererseits zuverlässig arbeitet. Die
oben erwähnten Verjüngungsbereiche des Verriegelungs
stiftes und die Federschenkelabschnitte des U-förmigen
Federelements weisen - bei Betrachtung in axialer Er
streckung des Verriegelungsstiftes - im wesentlichen
die gleiche Abmessung auf.
Vorteilhaft ist es, wenn sich an die einander zugewand
ten Enden der Verjüngungsbereiche die konischen Axial
abschnitte der Transformationsvorrichtungen an
schließen. Ferner ist es zweckmäßig, wenn der Verriege
lungsstift zwischen den beiden Verjüngungsbereichen
eine ballig ausgebildete Umfangsfläche aufweist, deren
axiale Endabschnitte die Umfangsschrägflächen der
Transformationsvorrichtungen darstellen.
Zur Begrenzung der Verschiebung des Verriegelungsstif
tes über dessen Endstellungen hinaus schließen sich an
die einander abgewandten Enden der beiden Verjüngungs
bereiche insbesondere radial verlaufende Anschlag
flächen für die Federschenkelabschnitte des Feder
elementes an. Damit fungieren die Federschenkelab
schnitte einerseits als Anschlag zur Begrenzung der
axialen Verschiebung des Verriegelungsstiftes über die
Endstellung hinaus und andererseits als Sicherungsvor
richtung zum Sichern des Verriegelungsstiftes gegen
ungewollte axiale Verschiebungen in den Endstellungen.
Eine letzte Funktion der Federschenkelabschnitte ist in
deren Zusammenwirken mit den Transformationsvorrichtun
gen zur Umsetzung der Radialkräfte in die Axialver
schiebung verursachende bzw. unterstützende Axialkräf
te.
Allgemein ausgedrückt weist also die Führungsvorrich
tung und/oder die Rückhalte-Federvorrichtung und/oder
der Verriegelungsstift eine Verschiebungsbegrenzungs
vorrichtung zur Begrenzung der Verschiebung des Ver
riegelungsstiftes über die beiden Endstellungen hinaus
auf.
Der erfindungsgemäße Verriegelungsstift weist ein Ver
riegelungsende und ein Betätigungsende auf. Mit seinem
Verriegelungsende wirkt der Verriegelungsstift mit
einer Aufnahmevorrichtung zusammen, die an dem fest
sitzenden Zahnersatz angeordnet ist. Die Führungsvor
richtung, der Verriegelungsstift sowie die Rückhalte-
Federvorrichtung sind demgegenüber an dem herausnehm
baren Zahnersatz angeordnet. Zweckmäßigerweise ist das
Betätigungsende des Verriegelungsstiftes derart ausge
bildet, daß sich der Verriegelungsstift von Hand oder
mittels eines Werkzeuges vorzugsweise in beide axialen
Richtungen verschieben läßt. Insbesondere ist das Be
tätigungsende des Verriegelungsstiftes mit einem
Flansch zum Untergreifen mittels eines Werkzeuges oder
mittels des Nagels eines Fingers versehen, wobei der
Flansch in der Verriegelungsposition des Verriegelungs
stiftes unter Bildung eines sich dabei zumindest im
Umfangsbereich des Flansches ergebenden Zwischenraums
an der Führungsvorrichtung anliegt. Die Führungsvor
richtung für den Verriegelungsstift weist - in axialer
Erstreckung des Verriegelungsstiftes betrachtet - ein
der Aufnahmevorrichtung des festsitzenden Zahnersatzes
zugewandtes erstes und ein der Aufnahmevorrichtung ab
gewandtes zweites Ende auf. Das erste Ende der Füh
rungsvorrichtung ist also dem Verriegelungsende des
Verriegelungsstiftes zugeordnet, während das zweite
Ende der Führungsvorrichtung dem Retätigungsende des
Verriegelungsstiftes zugeordnet ist. Das Verriegelungs
ende des Verriegelungsstiftes steht in der Verriege
lungsposition über das erste Ende der Führungsvorrich
tung über (um zur Befestigung des herausnehmbaren Zahn
ersatzes an dem festsitzenden Zahnersatz in dessen Auf
nahmevorrichtung einzutauchen). In der Freigabeposition
des Verriegelungsstiftes fluchtet dessen Verriegelungs
ende mit dem ersten Ende der Führungsvorrichtung oder
springt gegenüber diesem ersten Ende der Führungsvor
richtung axial zurück.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung weist die
Führungsvorrichtung eine Hülsenanordnung auf, in der
Verriegelungsstift geführt und von der Ver
riegelungsstift aufgenommen ist. Diese Hülsenanordnung
ist fest mit dem herausnehmbaren Zahnersatz verbunden.
Vorzugsweise ist die Führungsvorrichtung mit einer
beidendig offenen Innenhülse für den Verriegelungsstift
versehen, die eine dem Verriegelungsstift zugewandte
Innenumfangsfläche und eine Außenumfangsfläche auf
weist. In der Außenumfangsfläche sind zwei zueinander
parallel verlaufende Nuten angeordnet, die derart tief
ausgebildet sind, daß sich zwei diametral gegenüber
liegende (Langloch-)Durchbrechungen ergeben. Die Tiefe
der Nuten der Außenumfangsfläche ist demzufolge größer
als die Wandstärke der Innenhülse. Das Verhältnis zwi
schen Innenhülsen-Wandstärke und Nutentiefe bestimmt
die Erstreckung der Durchbrechungen in Richtung des
Nutenverlaufs. Der Abstand der Gründe bzw. Böden der in
der gleichen Radialebene angeordneten Nuten ist im
wesentlichen gleich dem Abstand der beiden parallel
zueinander verlaufenden Federschenkelabschnitte des U-förmigen
Federelementes gewählt. Dieses Federelement
ist mit seinen beiden Federschenkelabschnitten in den
Nuten liegend angeordnet. Im Bereich der Durchbrechun
gen stehen dann die Federschenkelabschnitte radial nach
innen über die Innenumfangsfläche der Innenhülse über.
Bei in der Innenhülse befindlichem Verriegelungsstift
umgreifen demzufolge die Federschenkelabschnitte den
Verriegelungsstift an zwei einander gegenüberliegenden
Seiten. Damit der Basisabschnitt des U-förmigen Feder
elementes in dessen an der Innenhülse festgelegten Zu
stand nicht radial über den Außenumfangsfläche der
Innenhülse übersteht, weist die Innenhülse zumindest
eine Verbindungsnut auf, die zwei der einander gegen
überliegenden Axialenden der die Federschenkelabschnit
te aufnehmenden Nuten verbindet. Diese Verbindungsnut
nimmt dann den Basisabschnitt des Federelementes auf,
der zweckmäßigerweise der Krümmung der Innenhülse ange
paßt ist, selbst also nach Art eines Kreisbogensegments
ausgebildet ist. Diese mindestens eine Verbindungsnut
in der Außenumfangsfläche der Innenhülse wird zweck
mäßigerweise durch eine umlaufende Einfräsung (Umfangs
ringnut) realisiert. Diese Umfangseinfräsung wird dann
an zwei diametral gegenüberliegenden Seiten vertieft,
wobei ihr Grund abgeflacht wird. Hierdurch entstehen
die beiden die Federschenkelabschnitte aufnehmenden
Nuten sowie deren Durchbrechungen zum Innern der Innen
hülse.
Zur festen Verbindung mit dem herausnehmbaren Zahner
satz weist die Aufnahmevorrichtung eine beidseitig
offene Außenhülse auf, in der die Innenhülse festlegbar
ist. Diese Festlegung erfolgt vorzugsweise durch Ver
schrauben. Hierbei sind dann Innen- und Außenhülse je
weils zylindrisch ausgebildet. Die Außenhülse weist an
ihrem dem zweiten Ende der Führungsvorrichtung zuge
wandten Axialende eine Konus-Innenfläche auf, während
die Innenhülse an diesem Ende der Führungsvorrichtung
eine Konus-Außenfläche mit zur Konus-Innenfläche pas
sendem Konuswinkel aufweist.
Das dem Betätigungsende des Stiftes zugewandte axiale
Ende der Innenhülse weist in seiner Stirnseite vorteil
hafterweise Vertiefungen auf, die der Aufnahme der
freien Enden von Schenkeln eines Werkzeuges dienen.
Mittels dieses Werkzeuges läßt sich die Innenhülse aus
der und in die Außenhülse heraus- bzw. hineinschrauben.
Vorteilhafterweise sind zwei diametral gegenüberliegen
de Vertiefungen zur Aufnahme der beiden Enden zweier
Werkzeug-Schenkel vorgesehen. Diese beiden Schenkel
verlaufen dann an zwei einander gegenüberliegenden Sei
ten des Betätigungsendes des Stiftes. Der vorzugsweise
am Betätigungsende des Stiftes angeordnete Flansch
überragt diese beiden Vertiefungen, weshalb die Werk
zeug-Schenkel an ihren Innenseiten mit Aussparungen
versehen sind, in denen sich der Flansch des Verriege
lungsstiftes in dessen Freigabeposition befindet. Im
übrigen sind die Schenkel des Werkzeuges derart ausge
bildet, daß das Werkzeug bei in seiner Freigabeposition
befindlichem Verriegelungsstift nach radialer Bewegung
auf den Verriegelungsstift zu und anschließender axia
ler Bewegung des Werkzeuges, bis dessen Schenkelenden
sich in den Aufnahmen befindet, angesetzt werden kann.
Nachfolgend wird anhand der Figuren ein Ausführungsbei
spiel der Erfindung näher erläutert. Im einzelnen zei
gen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen menschlichen Unter
kiefer mit überkronten hinteren Prämolaren und
fehlenden Molaren, wobei an den Kronen der hin
teren Prämolaren Matrizen eingearbeitet sind,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine partielle Dental
prothese der beidseitigen Molaren,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Unterkiefer gemäß Fig.
1 bei eingesetzter Dentalprothese gemäß Fig. 2,
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des in Fig. 3 mit
IV gekennzeichneten Bereichs, wobei zur Dar
stellung der Verriegelungsvorrichtung der über
kronte Prämolare (festsitzender Zahnersatz)
und der erste Molare der Dentalprothese (her
ausnehmbarer Zahnersatz) im Horizontalschnitt
dargestellt sind,
Fig. 5 eine Seitenansicht gemäß V der Fig. 4 zur Ver
deutlichung der Positionierung der Matrize
relativ zum Steckriegel der Verbindungsvorrich
tung,
Fig. 6 eine vergrößerte Querschnittsansicht der Ver
riegelungsvorrichtung, wobei der Steckriegel
sich in seiner Verriegelungsposition befindet,
Fig. 7 eine Ansicht gemäß der Ebene VII-VII der Fig.
6, wobei der Verriegelungsstift nicht geschnit
ten dargestellt ist,
Fig. 8 eine Querschnittsansicht der Verriegelungsvor
richtung mit in der Freigabeposition befind
lichem Verriegelungsstift und angesetztem Werk
zeug zum Herausdrehen der Innenhülse aus der
Außenhülse der Aufnahmevorrichtung und
Fig. 9 eine Seitenansicht auf das Werkzeug gemäß IX
der Fig. 8.
In den Fig. 1 bis 3 sind Draufsichten auf einen
menschlichen Unterkiefer 10, bei dem beidseitig die
Molaren fehlen, sowie auf eine partielle Dentalprothese
12 der Molaren 14 dargestellt. Die beiden hinteren
Prämolaren 16 sind überkront, wobei an den Kronen 18
disto-aproximal sogenannte Matrizen 20 angebracht sind.
In jeder Matrize 20 befindet sich ein von lingual nach
bukal führendes Durchgangsloch 22 (siehe Fig. 4), durch
das hindurch das eine Ende eines Steckriegels 24 hin
durchschiebbar ist. Der Steckriegel 24 wird von einer
in Fig. 4 bei 26 angedeuteten Führungsvorrichtung ge
halten und axial geführt. Diese Führungsvorrichtung 26
ist in dem ersten oder vorderen Molaren 14 der Dental
prothese 12 eingearbeitet. Während die Führungsvorrich
tung 26 lingual der Matrize 20 angeordnet ist, befindet
sich auf der bukalen Seite der Matrize 20 in dem vor
deren Molaren 14 eine Ausnehmung 28 zur Aufnahme des
einen Endes des Steckriegels 24, wenn dieser sich in
seiner Verriegelungsposition gemäß Fig. 4 befindet, in
der das eine Ende des Steckriegels durch das Loch 22
der Matrize 20 hindurch bis in die Ausnehmung 28 ragt.
Der Steckriegel 24, die Führungsvorrichtung 26 und die
Matrize 20 bilden eine Verriegelungsvorrichtung 30 zum
lösbaren verriegeln der Dentalprothese 12 an der Krone
18 des hinteren Prämolaren 16.
Anhand der Fig. 7 bis 9 soll nachfolgend auf die Kon
struktion der einzelnen Komponenten der Verriegelungs
vorrichtung 30 eingegangen werden. Die Führungsvorrich
tung 26 der Verriegelungsvorrichtung 30 besteht aus
einer Innenhülse 32 und einer Außenhülse 34, die je
weils beidseitig offen sind und gleiche axiale Er
streckung aufweisen. Beide Hülsen 32, 34 schließen lin
gual mit der Dentalprothese 12 ab und erstrecken sich
bis zur Anlage an bzw. bis nahezu zur Anlage an der
Matrize 20. An ihren der Matrize 20 zugewandten innen
liegenden axialen Endabschnitten weisen beide Hülsen
32, 34 ein Gewinde 36 auf, so daß die Innenhülse 32 mit
der Außenhülse 34 verschraubbar ist. Die Außenhülse 34
ist fest in dem vorderen oder ersten Prämolaren 14 der
Dentalprothese 12 eingebettet. Bei auf den Unterkiefer
10 aufgesetzter Dentalprothese 12 fluchtet die durch
die Innenumfangsfläche 38 der Innenhülse 32 definierte
Bohrung 40 mit dem Loch 22 der Matrize 20.
An ihren nach lingual weisenden axialen Enden 42 weisen
die Hülsen 32, 34 miteinander korrespondierende Außen
bzw. Innenkonusflächen 44, 46 auf. Diese Konusflächen
44, 46 bilden einen Anschlag zur Begrenzung der axialen
Vorschubbewegung der Innenhülse 32 innerhalb der Außen
hülse 34, wenn beide miteinander verschraubt werden.
Innerhalb des Axialbereichs zwischen den Konusflächen
44, 46 und dem Gewinde 36 befindet sich zwischen den
beiden Hülsen 32, 34 ein umlaufender Zwischenraum 48. In
diesem Axialbereich ist die Innenhülse 32 mit einer
Umfangsringnut 50 versehen, die in die Außenfläche 52
der Innenhülse 32 eingearbeitet ist.
Wie insbesondere anhand von Fig. 7 zu erkennen ist, ist
der Grund 54 dieser Umfangsnut 50 in zwei diametral
einander gegenüberliegenden Bereichen abgeflacht. Hier
durch entstehen zwei zueinander parallele Längsnuten
56, deren Nutengründe 58 Durchbrechungen 60 aufweisen.
Diese Durchbrechungen 60 sind in der zylindrischen Wan
dung der Innenhülse 32 ausgebildet und verbinden die
Innenumfangsfläche 38 mit der Außenumfangsfläche 52 der
Innenhülse 32.
Gemäß Fig. 7 ist in die Umfangsnut 50 bzw. die Längs
nuten 56 ein in Draufsicht U-förmiges Federelement 62
eingesetzt. Das Federelement 62 weist zwei zueinander
parallele Federschenkelabschnitte 64 auf, die über
einen Basisabschnitt 66 miteinander verbunden sind. Die
beiden Federschenkelabschnitte 64 sind von den Längs
nuten 56 aufgenommen, während sich der Basisabschnitt
66 in einem der beiden die Längsnuten 56 miteinander
verbindenden Abschnitt der Umfangsnut 50 erstreckt. Der
Basisabschnitt 66 ist gekrümmt, wobei seine Krümmung
derjenigen der Umfangsnut 50 entspricht. Die Tiefe der
Umfangsnut 50 ist derart gewählt, daß das Federelement
62 vollständig von der Umfangsnut 50 und den Längsnuten
56 aufgenommen ist, ohne radial über die Außenumfangs
fläche 52 der Innenhülse 32 überzustehen.
In dem oben beschriebenen Einsatzzustand des Feder
elementes 62 in der Umfangsnut 50 bzw. den Längsnuten
56 ragen die Federschenkelabschnitte 64 im Bereich der
Durchbrechungen 60 über die Innenumfangsfläche 38 der
Innenhülse 32 über (s. Fig. 7). Wie im folgenden be
schrieben wird, wirken die Federschenkelabschnitte 64
mit Anschlagflächen und Umfangsschrägflächen des Steck
riegels 24 zusammen, um einerseits dessen axiale Ver
schiebung zu begrenzen und um andererseits den Steck
riegel in den Endverschiebungsstellungen gegen unge
wollte Axialverschiebungen zu sichern und die Bewegung
des Steckriegels 24 in die Endverschiebungsstellungen
zu unterstützen. Insofern handelt es sich bei dem U-förmigen
Federelement 62 um eine Rückhalte-Federvor
richtung 68, die an der Führungsvorrichtung 26 für den
Steckriegel 24 angebracht ist.
Gemäß Fig. 7 und 9 weist der Steckriegel 24 einen Ver
riegelungsstift 70 auf, der axial verschiebbar in der
Innenhülse 32 geführt ist. Der Verriegelungsstift 70
ist mit einem der Matrize 20 zugewandten bukalen Ver
riegelungsende 72 und mit einem lingualen Betätigungs
ende 74 versehen. Im Bereich dieser beiden Enden liegt
der Verriegelungsstift 70 mit seiner Außenumfangsfläche
an der Innenumfangsfläche 38 der Innenhülse 32 mit ge
ringem Spiel an, so daß sich der Verriegelungsstift 70
leichtgängig in der Innenhülse 32 vor- und zurückver
schieben läßt, ohne merklich radial bewegbar zu sein.
Im Mittel-Axialabschnitt 76 zwischen Verriegelungsende
72 und Betätigungsende 74 weist der Verriegelungsstift
70 einen merklichen Abstand zur Innenumfangsfläche 38
der Innenhülse 32 auf. Dieser Mittel-Axialabschnitt 76
setzt sich aus folgenden Teilabschnitten zusammen
(Reihenfolge ausgehend vom Verriegelungsende 72 bis zum
Betätigungsende 74): einem ersten Verjüngungsabschnitt
78 mit zylindrischer Umfangsfläche 80, einem ersten
konischen Abschnitt 82 mit konischer Umfangsschräg
fläche 84, einem mittleren Abschnitt 86 mit zylindri
scher Umfangsfläche 88, einem zweiten konischen Ab
schnitt 90 mit konischer Umfangsschrägfläche 92 und
einem zweiten Verjüngungsabschnitt 94 mit zylindrischer
Umfangsfläche 96. Die beiden Verjüngungsabschnitte 78
und 94 sind über radiale Anschlagflächen 98 bzw. 100
mit den Umfangsflächen der beiden Enden 72, 74 des Ver
riegelungsstiftes 70 verbunden. Während der Durchmesser
des Verriegelungsstiftes 70 in seinen Verjüngungsab
schnitten 78, 94 im wesentlichen gleich dem Abstand der
Innenseiten der Federschenkelabschnitte 64 des U-förmi
gen Federelementes 62 ist, weist der Verriegelungsstift
70 in seinem mittleren Abschnitt 86 einen Durchmesser
auf, der größer ist als dieser Abstand. Die konischen
Abschnitte 82 und 90 sind als Übergangsabschnitte aus
gebildet, innerhalb derer der Durchmesser des Verriege
lungsstiftes 70 von dem Wert der Verjüngungsabschnitte
78 bzw. 94 auf den Wert des mittleren Abschnitts 82
graduell zunimmt bzw. abnimmt. Die axiale Erstreckung
der Verjüngungsabschnitte 78, 94 ist jeweils gleich der
Dicke (Erstreckung in axialer Richtung des Verriege
lungsstiftes 70) der Federschenkelabschnitte 64 des U-
förmigen Federelementes 62 gewählt.
Mittels der vorgenannten Konstruktion und Ausgestaltung
des Verriegelungsstiftes im Zusammenspiel mit dem U-
förmigen Federelement 62 wird der Verriegelungsstift 70
wie folgt in seinen Endstellungen gegen ungewollte
axiale Verschiebungen gesichert und bei axialer Ver
schiebung in die Endstellungen unterstützt, was nach
folgend kurz beschrieben wird.
In der Verriegelungsposition gemäß Fig. 6 steht das
Verriegelungsende 72 des Verriegelungsstiftes 70 über
das der Matrize 20 zugewandte innenliegende Ende von
Innenhülse 32 und Außenhülse 34 über, wobei das Ver
riegelungsende 72 sich durch das Loch 22 der Matrize 20
hindurch bis in die Ausnehmung 28 hindurch erstreckt.
Wie in den Figuren gezeigt, ist das Verriegelungsende
72 konisch verjüngt. In diesem Verriegelungszustand
umschließen die Federschenkelabschnitte 64 des Feder
elementes 62 den Verriegelungsstift 70 im Bereich von
dessen erstem Verjüngungsabschnitt 78, der an das Be
tätigungsende 74 des Verriegelungsstiftes 70 angrenzt.
Ferner liegen die Federschenkelabschnitte 64 an der
Anschlagfläche 98 im Übergangsbereich zwischen ersten
Verjüngungsabschnitt 78 und Betätigungsende 74 des Ver
riegelungsstiftes 70 an. Hierdurch wird verhindert, daß
der Verriegelungsstift über die Verriegelungsposition
hinaus weiter in die Innenhülse 32 hineingeschoben wer
den kann. In der Verriegelungsposition ragt ein am Be
tätigungsende 74 angebrachter Flansch oder Kopf 102 des
Verriegelungsstiftes 70 unter Bildung eines Ringzwi
schenraumes 104 lingual über den vordersten Molaren 14
der Dentalprothese 12 über. Eine ungewollte axialer
Verschiebung des Verriegelungsstiftes 70 aus der Ver
riegelungsposition in Richtung auf die Freigabeposition
gemäß Fig. 8 wird dadurch verhindert, daß in einem sol
chen Fall die Umfangsschrägfläche 84 des sich an den
ersten Verjüngungsabschnitts 78 anschließenden ersten
konischen Abschnitts 82 des Verriegelungsstiftes 70 in
Anlage mit den Federschenkelabschnitten 64 gelangt. Bei
einer axialen Verschiebung werden die Federschenkelab
schnitte 64 über die Umfangsschrägfläche 84 radial nach
außen gelenkt, wodurch sie eine radial einwärts gerich
tete auf den Verriegelungsstift 70 wirkende Rückstell
kraft erzeugen. Erst unter Aufbringung einer auf den
Verriegelungsstift 70 wirkenden Axialkraft zur Überwin
dung der radial einwärts gerichteten Rückstellkraft der
Federschenkelabschnitte 64 läßt sich der Verriegelungs
stift 70 aus der Verriegelungsposition gemäß Fig. 6
herausbewegen. Dabei gleiten die Innenseiten der Feder
schenkelabschnitte 64 zunächst an der Umfangsschräg
fläche 82 des ersten konischen Abschnittes und an
schließend an der zylindrischen Umfangsfläche 88 des
mittleren Abschnitts 86 entlang. Sobald der Verriege
lungsstift 70 so weit axial aus der Innenhülse 32 her
ausgezogen ist, daß die Innenseiten der Federschenkel
abschnitte 64 die Umfangsschrägfläche 92 des zweiten
konischen Abschnitts 90 berühren, werden die von den
Federschenkelabschnitten 64 erzeugten Rückstellkräfte
in eine axiale Kraftkomponente zur Unterstützung der
weiteren axialen Verschiebung des Verriegelungsstiftes
70 umgesetzt. Im Idealfall erfolgt die weitere axiale
Verschiebung selbsttätig einzig und allein aufgrund der
mit der Umfangsschrägfläche 92 zusammenwirkenden vorge
spannten Federschenkelabschnitte 64. Erreicht der Ver
riegelungsstift 70 schließlich seine Freigabeposition
gemäß Fig. 8, so umschließen die Federschenkelabschnit
te 64 den dem Verriegelungsende 72 zugewandten zweiten
Verjüngungsabschnitt 94, wobei die weitere Rewegung des
Verriegelungsstiftes 70 über die Freigabeposition hin
aus dadurch verhindert wird, daß die Federschenkelab
schnitte 64 an die Anschlagfläche 100 anschlagen. In
der Freigabeposition gemäß Fig. 8 ist das Verriege
lungsende 72 des Verriegelungsstiftes 70 hinter das der
Matrize 20 zugewandte innenliegende axiale Ende der
Innenhülse 32 zurückbewegt. Der Kopf 102 am Betäti
gungsende 74 des Verriegelungsstiftes 70 ist von der
Innenhülse 32 axial beabstandet.
In dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel handelt
es sich bei den bukal und lingual der Matrize 20 ange
ordneten Elementen der Verriegelungsvorrichtung 30 um
separate Teile. Alternativ hierzu kann in den vorder
sten Molaren der Dentalprothese 12 auch eine sogenannte
Patrize eingebettet sein, über die lingual und bukal
angeordneten Teile der Verriegelungsvorrichtung 30 ein
stückig miteinander ausgebildet sind.
Wie in Fig. 8 angedeutet, läßt sich die Innenhülse 32
mittels eines Spezialwerkzeuges 106 aus der Außenhülse
34 herausschrauben, wenn sich der Verriegelungsstift 70
in seiner Freigabeposition befindet. Das Werkzeug 106
weist ein Griffteil (107) auf, an dem zwei einander
gegenüberliegende Schenkel 108 angeordnet sind, die
freie Enden 110 aufweisen. Die freien Enden 110 sind
zur Aufnahme durch Vertiefungen 112 in der stirnseiti
gen lingualen Ringfläche der Innenhülse 32 vorgesehen.
In axialer Projektion auf den Verriegelungsstift 70
betrachtet, überragt der Kopf 102 des Verriegelungs
stiftes 70 diese diametral gegenüberliegenden Vertie
fungen 102. Daher weisen die Schenkel 108 an ihren
Innenseiten Ausnehmungen 114 auf, in denen, wie in Fig.
8 zu sehen ist, sich der Kopf 102 des Verriegelungs
stiftes 70 befindet, wenn die freien Enden 110 der
Schenkel 108 sich in den Vertiefungen 112 der Innen
hülse 32 befinden.
Claims (24)
1. Steckriegel für eine Vorrichtung zur lösbaren Be
festigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an
einem festsitzenden Zahnersatz, mit
- - einem Verriegelungsstift (70),
- - einer Führungsvorrichtung (26) für den Ver riegelungsstift (70), in der Verriegelungsstift (70) zwischen einer Verriegelungsposition und einer Freigabeposition axial verschiebbar ge führt ist, und
- - einer an/in der Führungsvorrichtung (26) ange ordneten Rückhalte-Federvorrichtung (68) zum Halten des Verriegelungsstiftes (70) sowohl in der Verriegelungsposition als auch in der Frei gabeposition zwecks Sicherung des Verriege lungsstiftes (70) gegen unbeabsichtigte Axial verschiebungen aus der Verriegelungs- bzw. der Freigabeposition heraus.
2. Steckriegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Rückhalte-Federvorrichtung (68) eine
Axialverschiebungs-Unterstützungseinrichtung (82,
90) zum Unterstützen der Axialverschiebung des
Verriegelungsstiftes (70) in die Verriegelungs
position und/oder die Freigabeposition aufweist.
3. Steckriegel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Rückhalte-Federvorrichtung
(68) ein radial auf den Verriegelungsstift (70)
einwirkendes Halteelement aufweist.
4. Steckriegel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Führungsvorrichtung
(26) und/oder die Rückhalte-Federvorrichtung (68)
und/oder der Verriegelungsstift (70) eine Ver
schiebungsbegrenzungsvorrichtung (98, 100) zur Be
grenzung der Verschiebung des Verriegelungsstiftes
(70) über die Verriegelungs- und die Freigabeposi
tion hinaus aufweist.
5. Steckriegel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß der Verriegelungsstift
(70) mindestens eine Transformationsvorrichtung
(82; 90) zum Umsetzen einer durch die Rückhalte-
Federvorrichtung (68) erzeugbaren radial auf den
Verriegelungsstift (70) wirkenden Radialkraft in
eine axial auf den Verriegelungsstift (70) wir
kende Axialkraft zur axialen Verschiebung des Ver
riegelungsstiftes (70) oder zur Unterstützung
einer axialen Verschiebung des Verriegelungsstif
tes (70) in die Verriegelungs- und/oder Freigabe
position aufweist.
6. Steckriegel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß der Verriegelungsstift (70) zwei axial
voneinander beabstandete Transformationsvorrich
tungen (82, 90) aufweist, die Radialkraft in einan
der entgegengesetzt gerichtete Axialkräfte um
setzt.
7. Steckriegel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß jede Transformationsvor
richtung als konischer Axialabschnitt (82, 90) des
Verriegelungsstiftes (70) mit einer umlaufenden
und schräg zur Axialerstreckung des Verriegelungs
stiftes (70) gerichteten Umfangsschrägfläche (84,
96) ausgebildet ist.
8. Steckriegel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß der Verriegelungsstift (70) einen ballig
ausgebildeten Axialabschnitt aufweist, dessen bei
den Endabschnitte die beiden Transformationsvor
richtungen (82, 90) bilden.
9. Steckriegel nach einem der Ansprüche l bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß die Rückhalte-Federvor
richtung (68) ein den Verriegelungsstift (70)
seitlich umgreifendes U-förmiges Federelement (62)
aufweist, das zwei Federschenkelabschnitte (64)
und einen diese verbindenden Basisabschnitt (66)
aufweist, wobei die beiden Federschenkelabschnitte
(64) den Verriegelungsstift (70) in der Verriege
lungsposition und in der Freigabeposition gegen
unbeabsichtigte axiale Verschiebungen sichern und
halten.
10. Steckriegel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, daß der Verriegelungsstift (70) zwei axial
beabstandete Verjüngungsbereiche (78, 94) aufweist,
innerhalb derer der Verriegelungsstift (70) einen
Durchmesser aufweist, der kleiner ist als der
Durchmesser des Verriegelungsstiftes (70) inner
halb zumindest eines Teils des sich zwischen den
beiden Verjüngungsbereichen (78, 94) erstreckenden
Axialabschnitt, und daß die beiden Federschenkel
abschnitte (64) des Federelementes (62) zumindest
in diesem Axialabschnitt des Verriegelungsstiftes
(70) zwischen den beiden Verjüngungsbereichen (78,
94) und außerhalb derselben unter radial nach
außen gerichteter elastischer Verbiegung anliegen.
11. Steckriegel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich
net, daß die Verjüngungsbereiche (78, 94) und das
Federelement (62) im wesentlichen die gleichen
Abmessungen in Axialerstreckung des Verriegelungs
stiftes (70) betrachtet aufweisen.
12. Steckriegel nach Anspruch 10 oder 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß sich an die einander zugewandten
Enden der Verjüngungsbereiche (78, 94) konische
Axialabschnitte (82, 90) anschließen.
13. Steckriegel nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verriegelungsstift
(70) zwischen den beiden Verjüngungsbereichen (78,
94) eine ballig ausgebildete Umfangsfläche auf
weist.
14. Steckriegel nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß an den einander abge
wandten Enden der beiden Verjüngungsbereiche (78,
94) insbesondere radial verlaufende Anschlag
flächen (98, 100) für die Federschenkelabschnitte
(64) des Federelementes (62) zur Begrenzung der
Verschiebung des Verriegelungsstiftes (70) über
dessen Verriegelungs- und Freigabeposition hinaus
angrenzen.
15. Steckriegel nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verriegelungsstift
(70) ein Verriegelungsende (72) zum Verriegelungs
zusammenwirken mit einer an dem festsitzenden
Zahnersatz angeordneten Aufnahmevorrichtung (22)
und ein Betätigungsende (74) aufweist, daß die
Führungsvorrichtung (26) - in axialer Erstreckung
des Verriegelungsstiftes (70) betrachtet - ein der
Aufnahmevorrichtung (22) zugewandtes erstes und
ein der Aufnahmevorrichtung (22) abgewandtes zwei
tes Ende (42) aufweist und daß das Verriegelungs
ende (72) des Verriegelungsstiftes (70) in der
Verriegelungsposition über das erste Ende der Füh
rungsvorrichtung (26) übersteht und in der Frei
gabeposition mit dem ersten Ende der Führungsvor
richtung (26) fluchtet oder geringfügig gegenüber
diesem zurückgesprungen angeordnet ist.
16. Steckriegel nach einem der Ansprüche 9 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsvorrich
tung (26) eine beidendig offene Innenhülse (32)
zur Aufnahme und Führung des Verriegelungsstiftes
(70) aufweist, die eine dem Verriegelungsstift
(70) zugewandte Innenumfangsfläche (38) und eine
Außenumfangsfläche (52) mit zwei zueinander paral
lel verlaufenden Nuten (56) aufweist, die derart
ausgebildet sind, daß sich zwei diametral gegen
überliegende Durchbrechungen (60) in der Innen
hülse (32) ergeben, und daß das Federelement (62)
mit seinen Federschenkelabschnitten (64) in den
Nuten (56) liegend angeordnet sind und im Bereich
der Durchbrechungen (60) radial über die Innenum
fangsfläche (38) der Innenhülse (32) überstehen.
17. Steckriegel nach Anspruch 16, dadurch gekennzeich
net, daß zwei der paarweise einander gegenüber
liegenden Axialenden der Nuten (56) über eine in
der Außenumfangsfläche (52) der Innenhülse (32)
ausgebildete Verbindungsnut (50) zur Aufnahme des
Basisabschnitts (66) des Federelements (62) ver
bunden sind.
18. Steckriegel nach Anspruch 15 oder 16, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Führungsvorrichtung (26) zur
festen Verbindung mit dem herausnehmbaren Zahner
satz eine beidendig offene Außenhülse (34) auf
weist, in der die Innenhülse (32) festlegbar ist.
19. Steckriegel nach Anspruch 18, dadurch gekennzeich
net, daß die Innen- und die Außenhülse (32, 34)
jeweils zylindrisch ausgebildet und miteinander
verschraubbar sind.
20. Steckriegel nach Anspruch 18, dadurch gekennzeich
net, daß die Außenhülse (34) eine Konus-Innen
fläche (46) und die Innenhülse (32) eine Konus-
Außenfläche (44) an ihren der Aufnahmevorrichtung
(20) jeweils abgewandten axialen Enden (42) auf
weisen.
21. Steckriegel nach einem der Ansprüche 15 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß in der stirnseitigen
Ringfläche des der Aufnahmevorrichtung (20) abge
wandten Endes (42) der Innenhülse (32) mindestens
ein Paar insbesondere diametral gegenüberliegender
Vertiefungen (112) zur Aufnahme der Enden (110)
von einem Griffteil (107) eines Werkzeuges (106)
abstehenden Schenkeln (108) zum herein- oder her
ausschrauben der Innenhülse (32) in die bzw. aus
der Außenhülse (34) ausgebildet sind.
22. Steckriegel nach einem der Ansprüche 15 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsende
(74) des Verriegelungsstiftes (70) einen Flansch
(102) aufweist, der in der Verriegelungsposition
des Verriegelungsstiftes (70) an dem zweiten Ende
der Führungsvorrichtung (26) unter Bildung eines
sich dabei zumindest im Umfangsbereich des Flan
sches (102) ergebenden Zwischenraums (104) an
liegt.
23. Steckriegel nach Anspruch 21 und 22, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Flansch (102) des Verriege
lungsstiftes (70) die zur Aufnahme der Werkzeug-
Schenkelenden (110) vorgesehenen Vertiefungen
(112) der Innenhülse (32) überragt.
24. Steckriegel nach Anspruch 23, dadurch gekennzeich
net, daß die Schenkel (108) des Werkzeuges (106)
an ihren Innenseiten Aussparungen (114) zum Um
geben des Flansches (102) des in seiner Freigabe
position befindlichen Verriegelungsstiftes (70)
aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19636012A DE19636012A1 (de) | 1995-09-07 | 1996-09-05 | Steckriegel für eine Vorrichtung zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19533035 | 1995-09-07 | ||
| DE19636012A DE19636012A1 (de) | 1995-09-07 | 1996-09-05 | Steckriegel für eine Vorrichtung zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19636012A1 true DE19636012A1 (de) | 1997-03-13 |
Family
ID=7771496
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19636012A Withdrawn DE19636012A1 (de) | 1995-09-07 | 1996-09-05 | Steckriegel für eine Vorrichtung zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19636012A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19801159C2 (de) * | 1998-01-15 | 2000-03-30 | Si Tec Gmbh | Steckriegel-Vorrichtung zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz |
| DE10000334A1 (de) * | 1999-12-24 | 2001-07-12 | Si Tec Gmbh | Steckriegelvorrichtung zur lösbaren Befestigung von herausnehmbarem Zahnersatz an festsitzendem Zahnersatz |
| DE10104839B4 (de) * | 2000-02-10 | 2006-02-09 | Roberto Morala | Mehrteilige Matrize für ein aktivierbares extrakoronales Geschiebe |
| DE102017007560B3 (de) | 2017-08-07 | 2018-09-06 | Thomas H. Seitner | Verbindungselement zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz, wie Zahnkronen, Teleskopkronen und Stegen, auf natürlichen Zähnen oder Zahnimplantaten; Verfahren zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz, wie Zahnkronen, Teleskopkronen und Stegen, auf natürlichen Zähnen oder Zahnimplantaten |
-
1996
- 1996-09-05 DE DE19636012A patent/DE19636012A1/de not_active Withdrawn
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19801159C2 (de) * | 1998-01-15 | 2000-03-30 | Si Tec Gmbh | Steckriegel-Vorrichtung zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz |
| DE10000334A1 (de) * | 1999-12-24 | 2001-07-12 | Si Tec Gmbh | Steckriegelvorrichtung zur lösbaren Befestigung von herausnehmbarem Zahnersatz an festsitzendem Zahnersatz |
| DE10000334C2 (de) * | 1999-12-24 | 2002-02-07 | Si Tec Gmbh | Steckriegelvorrichtung zur lösbaren Befestigung von herausnehmbarem Zahnersatz an festsitzendem Zahnersatz |
| DE10104839B4 (de) * | 2000-02-10 | 2006-02-09 | Roberto Morala | Mehrteilige Matrize für ein aktivierbares extrakoronales Geschiebe |
| DE102017007560B3 (de) | 2017-08-07 | 2018-09-06 | Thomas H. Seitner | Verbindungselement zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz, wie Zahnkronen, Teleskopkronen und Stegen, auf natürlichen Zähnen oder Zahnimplantaten; Verfahren zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz, wie Zahnkronen, Teleskopkronen und Stegen, auf natürlichen Zähnen oder Zahnimplantaten |
| EP3441042A1 (de) | 2017-08-07 | 2019-02-13 | Thomas Seitner | Verbindungselement zur lösbaren befestigung eines herausnehmbaren zahnersatzes an einem festsitzenden zahnersatz |
| WO2019029768A1 (de) | 2017-08-07 | 2019-02-14 | Seitner Thomas H | Verbindungselement zur lösbaren befestigung eines herausnehmbaren zahnersatzes |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SI-TEC GMBH DENTAL-SPEZIALARTIKEL, 58285 GEVELSBER |
|
| 8141 | Disposal/no request for examination |