DE19636012A1 - Steckriegel für eine Vorrichtung zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz - Google Patents

Steckriegel für eine Vorrichtung zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz

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DE19636012A1
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/225Fastening prostheses in the mouth
    • A61C13/273Fastening prostheses in the mouth removably secured to residual teeth by using bolts or locks

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Description

Die Erfindung betrifft einen Steckriegel für eine Vor­ richtung zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz.
Zur lösbaren Befestigung von herausnehmbarem (Teil-) Zahnersatz (partielle Dentalprothese) an festsitzendem Zahnersatz (z. B. überkrontem Zahnstumpf) sind eine Vielzahl von Verbindungsvorrichtungen bekannt, bei denen zur Verriegelung Steckriegel, d. h. axial ver­ schiebbare Verriegelungsstifte verwendet werden. Der Verriegelungsstift ist dabei zwischen einer Freigabe- und einer Verriegelungsposition in einer Führungsvor­ richtung geführt, die in den herausnehmbaren Zahnersatz eingearbeitet ist, und zwar in demjenigen (Ersatz-) Zahn, der an dem festsitzenden Zahnersatz angrenzt. Der festsitzende Zahnersatz weist eine Aufnahmevorrichtung für den Verriegelungsstift (sogenannte Matrize) auf, in die der Verriegelungsstift in seiner Verriegelungsposi­ tion eintaucht. In der Freigabeposition ist der Ver­ riegelungsstift außer Eingriff mit der Aufnahmevorrich­ tung.
Steckriegel sollen für den Patienten und/oder den Zahn­ arzt einfach in der Bedienung sein sowie zuverlässig arbeiten, insbesondere sich nicht ungewollt aus ihrer Verriegelungsposition herausbewegen. Aus DE 94 09 152 U1 ist ein Steckriegel bekannt, der mittels einer Schraubendruckfeder in die Verriegelungsposition vorge­ spannt ist. Zum Herausnehmen der Dentalprothese ist es erforderlich, den bekannten Steckriegel gegen die Kraft der Schraubendruckfeder in die Freigabeposition zu be­ wegen und in dieser Stellung zu halten. Dies kann mit­ unter schwierig sein und erfordert eine gewisse Ge­ schicklichkeit, wenn zur Befestigung der Dentalprothese zwei Steckriegel vorgesehen sind (z. B. im Falle einer Dentalprothese der beidseitigen Molaren des Unter- oder Oberkiefers).
Aus DE 94 09 150 U1 ist ein Steckriegel bekannt, bei dem der Verriegelungsstift in einer Klemmhülse axial verschiebbar geführt und mittels Friktion in der je­ weiligen Verschiebungsposition gegen ungewollte Be­ wegungen gesichert ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ver­ riegelungsvorrichtung zur lösbaren Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz zu schaffen, wobei der Verriegelungsstift zuverlässig und spürbar in die Verriegelungs- und die Freigabeposition bewegt ist, sowie zuverlässig in die­ sen Positionen verharrt und die Verriegelungsvorrich­ tung einen konstruktiv einfachen und störungsunanfäl­ ligen Aufbau aufweist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 vorgeschlagen; die Merkmale vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfin­ dung sind jeweils in den Unteransprüchen aufgeführt.
Nach der Erfindung weist die Verriegelungsvorrichtung einen axial verschiebbaren in einer Führungsvorrichtung geführten Verriegelungsstift auf, der sich insbesondere manuell zwischen einer Verriegelungsposition und einer Freigabeposition verschieben läßt. Die Führungsvorrich­ tung ist mit einer Rückhalte-Federvorrichtung versehen, die den Verriegelungsstift (mittelbar oder unmittelbar) durch Federkraft sowohl in der Verriegelungsposition als auch in der Freigabeposition gegen ungewollte Be­ wegungen aus diesen Positionen heraus sichert. Bei Überwindung der (in der Verriegelungs- und in der Frei­ gabeposition) auf den Verriegelungsstift wirkenden Rückhaltekräfte läßt sich dieser verschieben.
Bei der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung wird der Verriegelungsstift mittels ein und derselben Feder­ vorrichtung sowohl in der Freigabeposition als auch in der Rückhalteposition gesichert. Wegen dieser Doppel­ funktion ist die Anzahl an Einzelteilen der Verriege­ lungsvorrichtung reduziert. In beiden Endstellungen (Freigabe- und Verriegelungsposition) ist der Verriege­ lungsstift in seiner Führungsvorrichtung gegen unge­ wollte axiale Verschiebungen gesichert gehalten. Diese Sicherungs- und Haltefunktion wird also bei der Erfin­ dung nicht durch ein Zusammenwirken von Verriegelungs­ stift mit Matrize bzw. Patrize realisiert. Dies redu­ ziert die Störanfälligkeit der Verriegelungsvorrich­ tung. Die Rückhalte-Federvorrichtung übt ihre größte Rückhaltekraft vorzugsweise in den beiden Endstellungen des Verriegelungsstiftes aus, so daß die den Verriege­ lungsstift betätigende Person spürt, wann sich der Ver­ riegelungsstift aus einer dieser sowie in eine dieser Endstellungen hinein- bzw. herausbewegt. Vorzugsweise rastet der Verriegelungsstift infolge der Rückhalte- Federvorrichtung in die jeweilige Endstellung ein.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist vorge­ sehen, daß die Führungsvorrichtung und/oder die Feder­ vorrichtung eine Bewegungsunterstützungsvorrichtung aufweist bzw. aufweisen, die Axialbewegung des Ver­ riegelungsstiftes in eine oder beide Endstellungen unterstützt, und zwar insbesondere dergestalt, daß der Verriegelungsstift ab Erreichen einer Position in der Nähe der jeweiligen Endstellung sich selbsttätig in die Freigabe- bzw. Verriegelungsposition bewegt. Hierzu wird zweckmäßigerweise die auf den Verriegelungsstift wirkende Kraft der Federvorrichtung ausgenutzt.
Die Federvorrichtung der erfindungsgemäßen Verriege­ lungsvorrichtung übt auf den Verriegelungsstift eine radial wirkende Kraft aus (entweder unmittelbar über eine direkt am Verriegelungsstift angreifende Feder oder mittelbar über ein Halte- o. dgl. Element, das zwi­ schen Verriegelungsstift und Feder angeordnet ist).
Sobald der Verriegelungsstift aus einer seiner beiden Endstellungen herausbewegt ist, befindet sich die Federvorrichtung in einem Vorspannzustand; die Überfüh­ rung in diesen Vorspannzustand bestimmt unter anderem die Rückhaltekraft, mit der Verriegelungsstift in sei­ nen Endstellungen gesichert ist. In den Endstellungen des Verriegelungsstiftes befindet sich die Federvor­ richtung zweckmäßigerweise in einem Entlastungszustand.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist vorge­ sehen, daß der Verriegelungsstift mindestens eine Transformationsvorrichtung zur Umsetzung einer durch die Rückhalte-Federvorrichtung erzeugbaren radial auf den Verriegelungsstift wirkenden Radialkraft in eine axial auf den Verriegelungsstift wirkende Axialkraft zur axialen Verschiebung des Verriegelungsstiftes oder zur Unterstützung einer axialen Verschiebung des Ver­ riegelungsstiftes in die Verriegelungs- und/oder Frei­ gabeposition aufweist. Zweckmäßig ist es, wenn der Ver­ riegelungsstift mit zwei derartigen Transformationsvor­ richtungen versehen ist, von denen die eine der Ver­ riegelungsposition und die andere der Freigabeposition zugeordnet ist. Die beiden Transformationsvorrichtungen unterscheiden sich insofern, als die Axialkräfte in einander entgegengesetzte Richtungen weisen. Wie oben bereits dargelegt, kann die von der Rückhalte-Federvor­ richtung erzeugte Radialkraft unmittelbar und mittelbar auf den Verriegelungsstift einwirken.
Vorzugsweise ist jede Transformationsvorrichtung als konischer Axialabschnitt des Umfangs des Verriegelungs­ stiftes ausgebildet. In diesem Axialabschnitt weist der Verriegelungsstift eine umlaufende und schräg zur Axialerstreckung des Stiftes gerichtete Umfangsschräg­ fläche auf. Im Bereich dieser Axialabschnitte ver­ größert bzw. verkleinert sich also der Durchmesser bzw. Querschnitt des Verriegelungsstiftes. Wirkt bei ent­ sprechender Positionierung des Verriegelungsstiftes die Feder oder das Halte- o. dgl. Element der Rückhalte- Federvorrichtung radial auf den Verriegelungsstift ein, so entsteht wegen der Umfangsschrägfläche eine auf den Verriegelungsstift wirkende Axialkraftkomponente, die in Richtung des sich vergrößernden Durchmessers bzw. Querschnitts des Verriegelungsstiftes wirkt und den Verriegelungsstift axial verschiebt bzw. zur Unter­ stützung einer Axialverschiebung des Verriegelungsstif­ tes beiträgt.
Vorzugsweise ist der Verriegelungsstift mit einem bal­ lig ausgebildeten Axialabschnitt versehen, dessen bei­ den Endabschnitte die beiden Umfangsschrägflächen der Transformationsvorrichtungen bilden.
Zweckmäßigerweise sind den beiden Endstellungen des Verriegelungsstiftes zwei axial voneinander beabstan­ dete Verjüngungsbereiche zugeordnet, innerhalb derer der Verriegelungsstift einen Durchmesser aufweist, der kleiner ist als der Durchmesser des Stiftes innerhalb zumindest eines Teils des zwischen den beiden Ver­ jüngungsbereichen sich erstreckenden Axialabschnitts. In dem Axialabschnitt des Verriegelungsstiftes zwischen den beiden Verjüngungsbereichen und außerhalb derselben liegt entweder die Feder oder ein Halte- o. dgl. Element der Rückhalte-Federvorrichtung unter radial nach innen gerichteter Vorspannung an dem Umfang des Verriege­ lungsstiftes an.
Ein denkbar einfacher Aufbau der Rückhalte-Federvor­ richtung läßt sich vorteilhaft dadurch realisieren, daß die Rückhalte-Federvorrichtung ein den Verriegelungs­ stift seitlich umgreifendes U-förmiges Federelement aufweist, das zwei Federschenkelabschnitte und einen diese miteinander verbindenden Basisabschnitt aufweist. Die beiden Federschenkelabschnitte halten den Verriege­ lungsstift in den beiden Endstellungen und sichern den Verriegelungsstift auf diese Weise gegen ungewollte axiale Verschiebungen. Das U-förmige Federelement stellt ein einerseits einfach herzustellendes (Metall-) Teil dar, das andererseits zuverlässig arbeitet. Die oben erwähnten Verjüngungsbereiche des Verriegelungs­ stiftes und die Federschenkelabschnitte des U-förmigen Federelements weisen - bei Betrachtung in axialer Er­ streckung des Verriegelungsstiftes - im wesentlichen die gleiche Abmessung auf.
Vorteilhaft ist es, wenn sich an die einander zugewand­ ten Enden der Verjüngungsbereiche die konischen Axial­ abschnitte der Transformationsvorrichtungen an­ schließen. Ferner ist es zweckmäßig, wenn der Verriege­ lungsstift zwischen den beiden Verjüngungsbereichen eine ballig ausgebildete Umfangsfläche aufweist, deren axiale Endabschnitte die Umfangsschrägflächen der Transformationsvorrichtungen darstellen.
Zur Begrenzung der Verschiebung des Verriegelungsstif­ tes über dessen Endstellungen hinaus schließen sich an die einander abgewandten Enden der beiden Verjüngungs­ bereiche insbesondere radial verlaufende Anschlag­ flächen für die Federschenkelabschnitte des Feder­ elementes an. Damit fungieren die Federschenkelab­ schnitte einerseits als Anschlag zur Begrenzung der axialen Verschiebung des Verriegelungsstiftes über die Endstellung hinaus und andererseits als Sicherungsvor­ richtung zum Sichern des Verriegelungsstiftes gegen ungewollte axiale Verschiebungen in den Endstellungen. Eine letzte Funktion der Federschenkelabschnitte ist in deren Zusammenwirken mit den Transformationsvorrichtun­ gen zur Umsetzung der Radialkräfte in die Axialver­ schiebung verursachende bzw. unterstützende Axialkräf­ te.
Allgemein ausgedrückt weist also die Führungsvorrich­ tung und/oder die Rückhalte-Federvorrichtung und/oder der Verriegelungsstift eine Verschiebungsbegrenzungs­ vorrichtung zur Begrenzung der Verschiebung des Ver­ riegelungsstiftes über die beiden Endstellungen hinaus auf.
Der erfindungsgemäße Verriegelungsstift weist ein Ver­ riegelungsende und ein Betätigungsende auf. Mit seinem Verriegelungsende wirkt der Verriegelungsstift mit einer Aufnahmevorrichtung zusammen, die an dem fest­ sitzenden Zahnersatz angeordnet ist. Die Führungsvor­ richtung, der Verriegelungsstift sowie die Rückhalte- Federvorrichtung sind demgegenüber an dem herausnehm­ baren Zahnersatz angeordnet. Zweckmäßigerweise ist das Betätigungsende des Verriegelungsstiftes derart ausge­ bildet, daß sich der Verriegelungsstift von Hand oder mittels eines Werkzeuges vorzugsweise in beide axialen Richtungen verschieben läßt. Insbesondere ist das Be­ tätigungsende des Verriegelungsstiftes mit einem Flansch zum Untergreifen mittels eines Werkzeuges oder mittels des Nagels eines Fingers versehen, wobei der Flansch in der Verriegelungsposition des Verriegelungs­ stiftes unter Bildung eines sich dabei zumindest im Umfangsbereich des Flansches ergebenden Zwischenraums an der Führungsvorrichtung anliegt. Die Führungsvor­ richtung für den Verriegelungsstift weist - in axialer Erstreckung des Verriegelungsstiftes betrachtet - ein der Aufnahmevorrichtung des festsitzenden Zahnersatzes zugewandtes erstes und ein der Aufnahmevorrichtung ab­ gewandtes zweites Ende auf. Das erste Ende der Füh­ rungsvorrichtung ist also dem Verriegelungsende des Verriegelungsstiftes zugeordnet, während das zweite Ende der Führungsvorrichtung dem Retätigungsende des Verriegelungsstiftes zugeordnet ist. Das Verriegelungs­ ende des Verriegelungsstiftes steht in der Verriege­ lungsposition über das erste Ende der Führungsvorrich­ tung über (um zur Befestigung des herausnehmbaren Zahn­ ersatzes an dem festsitzenden Zahnersatz in dessen Auf­ nahmevorrichtung einzutauchen). In der Freigabeposition des Verriegelungsstiftes fluchtet dessen Verriegelungs­ ende mit dem ersten Ende der Führungsvorrichtung oder springt gegenüber diesem ersten Ende der Führungsvor­ richtung axial zurück.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung weist die Führungsvorrichtung eine Hülsenanordnung auf, in der Verriegelungsstift geführt und von der Ver­ riegelungsstift aufgenommen ist. Diese Hülsenanordnung ist fest mit dem herausnehmbaren Zahnersatz verbunden. Vorzugsweise ist die Führungsvorrichtung mit einer beidendig offenen Innenhülse für den Verriegelungsstift versehen, die eine dem Verriegelungsstift zugewandte Innenumfangsfläche und eine Außenumfangsfläche auf­ weist. In der Außenumfangsfläche sind zwei zueinander parallel verlaufende Nuten angeordnet, die derart tief ausgebildet sind, daß sich zwei diametral gegenüber­ liegende (Langloch-)Durchbrechungen ergeben. Die Tiefe der Nuten der Außenumfangsfläche ist demzufolge größer als die Wandstärke der Innenhülse. Das Verhältnis zwi­ schen Innenhülsen-Wandstärke und Nutentiefe bestimmt die Erstreckung der Durchbrechungen in Richtung des Nutenverlaufs. Der Abstand der Gründe bzw. Böden der in der gleichen Radialebene angeordneten Nuten ist im wesentlichen gleich dem Abstand der beiden parallel zueinander verlaufenden Federschenkelabschnitte des U-förmigen Federelementes gewählt. Dieses Federelement ist mit seinen beiden Federschenkelabschnitten in den Nuten liegend angeordnet. Im Bereich der Durchbrechun­ gen stehen dann die Federschenkelabschnitte radial nach innen über die Innenumfangsfläche der Innenhülse über. Bei in der Innenhülse befindlichem Verriegelungsstift umgreifen demzufolge die Federschenkelabschnitte den Verriegelungsstift an zwei einander gegenüberliegenden Seiten. Damit der Basisabschnitt des U-förmigen Feder­ elementes in dessen an der Innenhülse festgelegten Zu­ stand nicht radial über den Außenumfangsfläche der Innenhülse übersteht, weist die Innenhülse zumindest eine Verbindungsnut auf, die zwei der einander gegen­ überliegenden Axialenden der die Federschenkelabschnit­ te aufnehmenden Nuten verbindet. Diese Verbindungsnut nimmt dann den Basisabschnitt des Federelementes auf, der zweckmäßigerweise der Krümmung der Innenhülse ange­ paßt ist, selbst also nach Art eines Kreisbogensegments ausgebildet ist. Diese mindestens eine Verbindungsnut in der Außenumfangsfläche der Innenhülse wird zweck­ mäßigerweise durch eine umlaufende Einfräsung (Umfangs­ ringnut) realisiert. Diese Umfangseinfräsung wird dann an zwei diametral gegenüberliegenden Seiten vertieft, wobei ihr Grund abgeflacht wird. Hierdurch entstehen die beiden die Federschenkelabschnitte aufnehmenden Nuten sowie deren Durchbrechungen zum Innern der Innen­ hülse.
Zur festen Verbindung mit dem herausnehmbaren Zahner­ satz weist die Aufnahmevorrichtung eine beidseitig offene Außenhülse auf, in der die Innenhülse festlegbar ist. Diese Festlegung erfolgt vorzugsweise durch Ver­ schrauben. Hierbei sind dann Innen- und Außenhülse je­ weils zylindrisch ausgebildet. Die Außenhülse weist an ihrem dem zweiten Ende der Führungsvorrichtung zuge­ wandten Axialende eine Konus-Innenfläche auf, während die Innenhülse an diesem Ende der Führungsvorrichtung eine Konus-Außenfläche mit zur Konus-Innenfläche pas­ sendem Konuswinkel aufweist.
Das dem Betätigungsende des Stiftes zugewandte axiale Ende der Innenhülse weist in seiner Stirnseite vorteil­ hafterweise Vertiefungen auf, die der Aufnahme der freien Enden von Schenkeln eines Werkzeuges dienen. Mittels dieses Werkzeuges läßt sich die Innenhülse aus der und in die Außenhülse heraus- bzw. hineinschrauben. Vorteilhafterweise sind zwei diametral gegenüberliegen­ de Vertiefungen zur Aufnahme der beiden Enden zweier Werkzeug-Schenkel vorgesehen. Diese beiden Schenkel verlaufen dann an zwei einander gegenüberliegenden Sei­ ten des Betätigungsendes des Stiftes. Der vorzugsweise am Betätigungsende des Stiftes angeordnete Flansch überragt diese beiden Vertiefungen, weshalb die Werk­ zeug-Schenkel an ihren Innenseiten mit Aussparungen versehen sind, in denen sich der Flansch des Verriege­ lungsstiftes in dessen Freigabeposition befindet. Im übrigen sind die Schenkel des Werkzeuges derart ausge­ bildet, daß das Werkzeug bei in seiner Freigabeposition befindlichem Verriegelungsstift nach radialer Bewegung auf den Verriegelungsstift zu und anschließender axia­ ler Bewegung des Werkzeuges, bis dessen Schenkelenden sich in den Aufnahmen befindet, angesetzt werden kann.
Nachfolgend wird anhand der Figuren ein Ausführungsbei­ spiel der Erfindung näher erläutert. Im einzelnen zei­ gen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen menschlichen Unter­ kiefer mit überkronten hinteren Prämolaren und fehlenden Molaren, wobei an den Kronen der hin­ teren Prämolaren Matrizen eingearbeitet sind,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine partielle Dental­ prothese der beidseitigen Molaren,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Unterkiefer gemäß Fig. 1 bei eingesetzter Dentalprothese gemäß Fig. 2,
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des in Fig. 3 mit IV gekennzeichneten Bereichs, wobei zur Dar­ stellung der Verriegelungsvorrichtung der über­ kronte Prämolare (festsitzender Zahnersatz) und der erste Molare der Dentalprothese (her­ ausnehmbarer Zahnersatz) im Horizontalschnitt dargestellt sind,
Fig. 5 eine Seitenansicht gemäß V der Fig. 4 zur Ver­ deutlichung der Positionierung der Matrize relativ zum Steckriegel der Verbindungsvorrich­ tung,
Fig. 6 eine vergrößerte Querschnittsansicht der Ver­ riegelungsvorrichtung, wobei der Steckriegel sich in seiner Verriegelungsposition befindet,
Fig. 7 eine Ansicht gemäß der Ebene VII-VII der Fig. 6, wobei der Verriegelungsstift nicht geschnit­ ten dargestellt ist,
Fig. 8 eine Querschnittsansicht der Verriegelungsvor­ richtung mit in der Freigabeposition befind­ lichem Verriegelungsstift und angesetztem Werk­ zeug zum Herausdrehen der Innenhülse aus der Außenhülse der Aufnahmevorrichtung und
Fig. 9 eine Seitenansicht auf das Werkzeug gemäß IX der Fig. 8.
In den Fig. 1 bis 3 sind Draufsichten auf einen menschlichen Unterkiefer 10, bei dem beidseitig die Molaren fehlen, sowie auf eine partielle Dentalprothese 12 der Molaren 14 dargestellt. Die beiden hinteren Prämolaren 16 sind überkront, wobei an den Kronen 18 disto-aproximal sogenannte Matrizen 20 angebracht sind. In jeder Matrize 20 befindet sich ein von lingual nach bukal führendes Durchgangsloch 22 (siehe Fig. 4), durch das hindurch das eine Ende eines Steckriegels 24 hin­ durchschiebbar ist. Der Steckriegel 24 wird von einer in Fig. 4 bei 26 angedeuteten Führungsvorrichtung ge­ halten und axial geführt. Diese Führungsvorrichtung 26 ist in dem ersten oder vorderen Molaren 14 der Dental­ prothese 12 eingearbeitet. Während die Führungsvorrich­ tung 26 lingual der Matrize 20 angeordnet ist, befindet sich auf der bukalen Seite der Matrize 20 in dem vor­ deren Molaren 14 eine Ausnehmung 28 zur Aufnahme des einen Endes des Steckriegels 24, wenn dieser sich in seiner Verriegelungsposition gemäß Fig. 4 befindet, in der das eine Ende des Steckriegels durch das Loch 22 der Matrize 20 hindurch bis in die Ausnehmung 28 ragt. Der Steckriegel 24, die Führungsvorrichtung 26 und die Matrize 20 bilden eine Verriegelungsvorrichtung 30 zum lösbaren verriegeln der Dentalprothese 12 an der Krone 18 des hinteren Prämolaren 16.
Anhand der Fig. 7 bis 9 soll nachfolgend auf die Kon­ struktion der einzelnen Komponenten der Verriegelungs­ vorrichtung 30 eingegangen werden. Die Führungsvorrich­ tung 26 der Verriegelungsvorrichtung 30 besteht aus einer Innenhülse 32 und einer Außenhülse 34, die je­ weils beidseitig offen sind und gleiche axiale Er­ streckung aufweisen. Beide Hülsen 32, 34 schließen lin­ gual mit der Dentalprothese 12 ab und erstrecken sich bis zur Anlage an bzw. bis nahezu zur Anlage an der Matrize 20. An ihren der Matrize 20 zugewandten innen­ liegenden axialen Endabschnitten weisen beide Hülsen 32, 34 ein Gewinde 36 auf, so daß die Innenhülse 32 mit der Außenhülse 34 verschraubbar ist. Die Außenhülse 34 ist fest in dem vorderen oder ersten Prämolaren 14 der Dentalprothese 12 eingebettet. Bei auf den Unterkiefer 10 aufgesetzter Dentalprothese 12 fluchtet die durch die Innenumfangsfläche 38 der Innenhülse 32 definierte Bohrung 40 mit dem Loch 22 der Matrize 20.
An ihren nach lingual weisenden axialen Enden 42 weisen die Hülsen 32, 34 miteinander korrespondierende Außen­ bzw. Innenkonusflächen 44, 46 auf. Diese Konusflächen 44, 46 bilden einen Anschlag zur Begrenzung der axialen Vorschubbewegung der Innenhülse 32 innerhalb der Außen­ hülse 34, wenn beide miteinander verschraubt werden. Innerhalb des Axialbereichs zwischen den Konusflächen 44, 46 und dem Gewinde 36 befindet sich zwischen den beiden Hülsen 32, 34 ein umlaufender Zwischenraum 48. In diesem Axialbereich ist die Innenhülse 32 mit einer Umfangsringnut 50 versehen, die in die Außenfläche 52 der Innenhülse 32 eingearbeitet ist.
Wie insbesondere anhand von Fig. 7 zu erkennen ist, ist der Grund 54 dieser Umfangsnut 50 in zwei diametral einander gegenüberliegenden Bereichen abgeflacht. Hier­ durch entstehen zwei zueinander parallele Längsnuten 56, deren Nutengründe 58 Durchbrechungen 60 aufweisen. Diese Durchbrechungen 60 sind in der zylindrischen Wan­ dung der Innenhülse 32 ausgebildet und verbinden die Innenumfangsfläche 38 mit der Außenumfangsfläche 52 der Innenhülse 32.
Gemäß Fig. 7 ist in die Umfangsnut 50 bzw. die Längs­ nuten 56 ein in Draufsicht U-förmiges Federelement 62 eingesetzt. Das Federelement 62 weist zwei zueinander parallele Federschenkelabschnitte 64 auf, die über einen Basisabschnitt 66 miteinander verbunden sind. Die beiden Federschenkelabschnitte 64 sind von den Längs­ nuten 56 aufgenommen, während sich der Basisabschnitt 66 in einem der beiden die Längsnuten 56 miteinander verbindenden Abschnitt der Umfangsnut 50 erstreckt. Der Basisabschnitt 66 ist gekrümmt, wobei seine Krümmung derjenigen der Umfangsnut 50 entspricht. Die Tiefe der Umfangsnut 50 ist derart gewählt, daß das Federelement 62 vollständig von der Umfangsnut 50 und den Längsnuten 56 aufgenommen ist, ohne radial über die Außenumfangs­ fläche 52 der Innenhülse 32 überzustehen.
In dem oben beschriebenen Einsatzzustand des Feder­ elementes 62 in der Umfangsnut 50 bzw. den Längsnuten 56 ragen die Federschenkelabschnitte 64 im Bereich der Durchbrechungen 60 über die Innenumfangsfläche 38 der Innenhülse 32 über (s. Fig. 7). Wie im folgenden be­ schrieben wird, wirken die Federschenkelabschnitte 64 mit Anschlagflächen und Umfangsschrägflächen des Steck­ riegels 24 zusammen, um einerseits dessen axiale Ver­ schiebung zu begrenzen und um andererseits den Steck­ riegel in den Endverschiebungsstellungen gegen unge­ wollte Axialverschiebungen zu sichern und die Bewegung des Steckriegels 24 in die Endverschiebungsstellungen zu unterstützen. Insofern handelt es sich bei dem U-förmigen Federelement 62 um eine Rückhalte-Federvor­ richtung 68, die an der Führungsvorrichtung 26 für den Steckriegel 24 angebracht ist.
Gemäß Fig. 7 und 9 weist der Steckriegel 24 einen Ver­ riegelungsstift 70 auf, der axial verschiebbar in der Innenhülse 32 geführt ist. Der Verriegelungsstift 70 ist mit einem der Matrize 20 zugewandten bukalen Ver­ riegelungsende 72 und mit einem lingualen Betätigungs­ ende 74 versehen. Im Bereich dieser beiden Enden liegt der Verriegelungsstift 70 mit seiner Außenumfangsfläche an der Innenumfangsfläche 38 der Innenhülse 32 mit ge­ ringem Spiel an, so daß sich der Verriegelungsstift 70 leichtgängig in der Innenhülse 32 vor- und zurückver­ schieben läßt, ohne merklich radial bewegbar zu sein. Im Mittel-Axialabschnitt 76 zwischen Verriegelungsende 72 und Betätigungsende 74 weist der Verriegelungsstift 70 einen merklichen Abstand zur Innenumfangsfläche 38 der Innenhülse 32 auf. Dieser Mittel-Axialabschnitt 76 setzt sich aus folgenden Teilabschnitten zusammen (Reihenfolge ausgehend vom Verriegelungsende 72 bis zum Betätigungsende 74): einem ersten Verjüngungsabschnitt 78 mit zylindrischer Umfangsfläche 80, einem ersten konischen Abschnitt 82 mit konischer Umfangsschräg­ fläche 84, einem mittleren Abschnitt 86 mit zylindri­ scher Umfangsfläche 88, einem zweiten konischen Ab­ schnitt 90 mit konischer Umfangsschrägfläche 92 und einem zweiten Verjüngungsabschnitt 94 mit zylindrischer Umfangsfläche 96. Die beiden Verjüngungsabschnitte 78 und 94 sind über radiale Anschlagflächen 98 bzw. 100 mit den Umfangsflächen der beiden Enden 72, 74 des Ver­ riegelungsstiftes 70 verbunden. Während der Durchmesser des Verriegelungsstiftes 70 in seinen Verjüngungsab­ schnitten 78, 94 im wesentlichen gleich dem Abstand der Innenseiten der Federschenkelabschnitte 64 des U-förmi­ gen Federelementes 62 ist, weist der Verriegelungsstift 70 in seinem mittleren Abschnitt 86 einen Durchmesser auf, der größer ist als dieser Abstand. Die konischen Abschnitte 82 und 90 sind als Übergangsabschnitte aus­ gebildet, innerhalb derer der Durchmesser des Verriege­ lungsstiftes 70 von dem Wert der Verjüngungsabschnitte 78 bzw. 94 auf den Wert des mittleren Abschnitts 82 graduell zunimmt bzw. abnimmt. Die axiale Erstreckung der Verjüngungsabschnitte 78, 94 ist jeweils gleich der Dicke (Erstreckung in axialer Richtung des Verriege­ lungsstiftes 70) der Federschenkelabschnitte 64 des U- förmigen Federelementes 62 gewählt.
Mittels der vorgenannten Konstruktion und Ausgestaltung des Verriegelungsstiftes im Zusammenspiel mit dem U- förmigen Federelement 62 wird der Verriegelungsstift 70 wie folgt in seinen Endstellungen gegen ungewollte axiale Verschiebungen gesichert und bei axialer Ver­ schiebung in die Endstellungen unterstützt, was nach­ folgend kurz beschrieben wird.
In der Verriegelungsposition gemäß Fig. 6 steht das Verriegelungsende 72 des Verriegelungsstiftes 70 über das der Matrize 20 zugewandte innenliegende Ende von Innenhülse 32 und Außenhülse 34 über, wobei das Ver­ riegelungsende 72 sich durch das Loch 22 der Matrize 20 hindurch bis in die Ausnehmung 28 hindurch erstreckt. Wie in den Figuren gezeigt, ist das Verriegelungsende 72 konisch verjüngt. In diesem Verriegelungszustand umschließen die Federschenkelabschnitte 64 des Feder­ elementes 62 den Verriegelungsstift 70 im Bereich von dessen erstem Verjüngungsabschnitt 78, der an das Be­ tätigungsende 74 des Verriegelungsstiftes 70 angrenzt. Ferner liegen die Federschenkelabschnitte 64 an der Anschlagfläche 98 im Übergangsbereich zwischen ersten Verjüngungsabschnitt 78 und Betätigungsende 74 des Ver­ riegelungsstiftes 70 an. Hierdurch wird verhindert, daß der Verriegelungsstift über die Verriegelungsposition hinaus weiter in die Innenhülse 32 hineingeschoben wer­ den kann. In der Verriegelungsposition ragt ein am Be­ tätigungsende 74 angebrachter Flansch oder Kopf 102 des Verriegelungsstiftes 70 unter Bildung eines Ringzwi­ schenraumes 104 lingual über den vordersten Molaren 14 der Dentalprothese 12 über. Eine ungewollte axialer Verschiebung des Verriegelungsstiftes 70 aus der Ver­ riegelungsposition in Richtung auf die Freigabeposition gemäß Fig. 8 wird dadurch verhindert, daß in einem sol­ chen Fall die Umfangsschrägfläche 84 des sich an den ersten Verjüngungsabschnitts 78 anschließenden ersten konischen Abschnitts 82 des Verriegelungsstiftes 70 in Anlage mit den Federschenkelabschnitten 64 gelangt. Bei einer axialen Verschiebung werden die Federschenkelab­ schnitte 64 über die Umfangsschrägfläche 84 radial nach außen gelenkt, wodurch sie eine radial einwärts gerich­ tete auf den Verriegelungsstift 70 wirkende Rückstell­ kraft erzeugen. Erst unter Aufbringung einer auf den Verriegelungsstift 70 wirkenden Axialkraft zur Überwin­ dung der radial einwärts gerichteten Rückstellkraft der Federschenkelabschnitte 64 läßt sich der Verriegelungs­ stift 70 aus der Verriegelungsposition gemäß Fig. 6 herausbewegen. Dabei gleiten die Innenseiten der Feder­ schenkelabschnitte 64 zunächst an der Umfangsschräg­ fläche 82 des ersten konischen Abschnittes und an­ schließend an der zylindrischen Umfangsfläche 88 des mittleren Abschnitts 86 entlang. Sobald der Verriege­ lungsstift 70 so weit axial aus der Innenhülse 32 her­ ausgezogen ist, daß die Innenseiten der Federschenkel­ abschnitte 64 die Umfangsschrägfläche 92 des zweiten konischen Abschnitts 90 berühren, werden die von den Federschenkelabschnitten 64 erzeugten Rückstellkräfte in eine axiale Kraftkomponente zur Unterstützung der weiteren axialen Verschiebung des Verriegelungsstiftes 70 umgesetzt. Im Idealfall erfolgt die weitere axiale Verschiebung selbsttätig einzig und allein aufgrund der mit der Umfangsschrägfläche 92 zusammenwirkenden vorge­ spannten Federschenkelabschnitte 64. Erreicht der Ver­ riegelungsstift 70 schließlich seine Freigabeposition gemäß Fig. 8, so umschließen die Federschenkelabschnit­ te 64 den dem Verriegelungsende 72 zugewandten zweiten Verjüngungsabschnitt 94, wobei die weitere Rewegung des Verriegelungsstiftes 70 über die Freigabeposition hin­ aus dadurch verhindert wird, daß die Federschenkelab­ schnitte 64 an die Anschlagfläche 100 anschlagen. In der Freigabeposition gemäß Fig. 8 ist das Verriege­ lungsende 72 des Verriegelungsstiftes 70 hinter das der Matrize 20 zugewandte innenliegende axiale Ende der Innenhülse 32 zurückbewegt. Der Kopf 102 am Betäti­ gungsende 74 des Verriegelungsstiftes 70 ist von der Innenhülse 32 axial beabstandet.
In dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel handelt es sich bei den bukal und lingual der Matrize 20 ange­ ordneten Elementen der Verriegelungsvorrichtung 30 um separate Teile. Alternativ hierzu kann in den vorder­ sten Molaren der Dentalprothese 12 auch eine sogenannte Patrize eingebettet sein, über die lingual und bukal angeordneten Teile der Verriegelungsvorrichtung 30 ein­ stückig miteinander ausgebildet sind.
Wie in Fig. 8 angedeutet, läßt sich die Innenhülse 32 mittels eines Spezialwerkzeuges 106 aus der Außenhülse 34 herausschrauben, wenn sich der Verriegelungsstift 70 in seiner Freigabeposition befindet. Das Werkzeug 106 weist ein Griffteil (107) auf, an dem zwei einander gegenüberliegende Schenkel 108 angeordnet sind, die freie Enden 110 aufweisen. Die freien Enden 110 sind zur Aufnahme durch Vertiefungen 112 in der stirnseiti­ gen lingualen Ringfläche der Innenhülse 32 vorgesehen. In axialer Projektion auf den Verriegelungsstift 70 betrachtet, überragt der Kopf 102 des Verriegelungs­ stiftes 70 diese diametral gegenüberliegenden Vertie­ fungen 102. Daher weisen die Schenkel 108 an ihren Innenseiten Ausnehmungen 114 auf, in denen, wie in Fig. 8 zu sehen ist, sich der Kopf 102 des Verriegelungs­ stiftes 70 befindet, wenn die freien Enden 110 der Schenkel 108 sich in den Vertiefungen 112 der Innen­ hülse 32 befinden.

Claims (24)

1. Steckriegel für eine Vorrichtung zur lösbaren Be­ festigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes an einem festsitzenden Zahnersatz, mit
  • - einem Verriegelungsstift (70),
  • - einer Führungsvorrichtung (26) für den Ver­ riegelungsstift (70), in der Verriegelungsstift (70) zwischen einer Verriegelungsposition und einer Freigabeposition axial verschiebbar ge­ führt ist, und
  • - einer an/in der Führungsvorrichtung (26) ange­ ordneten Rückhalte-Federvorrichtung (68) zum Halten des Verriegelungsstiftes (70) sowohl in der Verriegelungsposition als auch in der Frei­ gabeposition zwecks Sicherung des Verriege­ lungsstiftes (70) gegen unbeabsichtigte Axial­ verschiebungen aus der Verriegelungs- bzw. der Freigabeposition heraus.
2. Steckriegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die Rückhalte-Federvorrichtung (68) eine Axialverschiebungs-Unterstützungseinrichtung (82, 90) zum Unterstützen der Axialverschiebung des Verriegelungsstiftes (70) in die Verriegelungs­ position und/oder die Freigabeposition aufweist.
3. Steckriegel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Rückhalte-Federvorrichtung (68) ein radial auf den Verriegelungsstift (70) einwirkendes Halteelement aufweist.
4. Steckriegel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da­ durch gekennzeichnet, daß die Führungsvorrichtung (26) und/oder die Rückhalte-Federvorrichtung (68) und/oder der Verriegelungsstift (70) eine Ver­ schiebungsbegrenzungsvorrichtung (98, 100) zur Be­ grenzung der Verschiebung des Verriegelungsstiftes (70) über die Verriegelungs- und die Freigabeposi­ tion hinaus aufweist.
5. Steckriegel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da­ durch gekennzeichnet, daß der Verriegelungsstift (70) mindestens eine Transformationsvorrichtung (82; 90) zum Umsetzen einer durch die Rückhalte- Federvorrichtung (68) erzeugbaren radial auf den Verriegelungsstift (70) wirkenden Radialkraft in eine axial auf den Verriegelungsstift (70) wir­ kende Axialkraft zur axialen Verschiebung des Ver­ riegelungsstiftes (70) oder zur Unterstützung einer axialen Verschiebung des Verriegelungsstif­ tes (70) in die Verriegelungs- und/oder Freigabe­ position aufweist.
6. Steckriegel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich­ net, daß der Verriegelungsstift (70) zwei axial voneinander beabstandete Transformationsvorrich­ tungen (82, 90) aufweist, die Radialkraft in einan­ der entgegengesetzt gerichtete Axialkräfte um­ setzt.
7. Steckriegel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da­ durch gekennzeichnet, daß jede Transformationsvor­ richtung als konischer Axialabschnitt (82, 90) des Verriegelungsstiftes (70) mit einer umlaufenden und schräg zur Axialerstreckung des Verriegelungs­ stiftes (70) gerichteten Umfangsschrägfläche (84, 96) ausgebildet ist.
8. Steckriegel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich­ net, daß der Verriegelungsstift (70) einen ballig ausgebildeten Axialabschnitt aufweist, dessen bei­ den Endabschnitte die beiden Transformationsvor­ richtungen (82, 90) bilden.
9. Steckriegel nach einem der Ansprüche l bis 8, da­ durch gekennzeichnet, daß die Rückhalte-Federvor­ richtung (68) ein den Verriegelungsstift (70) seitlich umgreifendes U-förmiges Federelement (62) aufweist, das zwei Federschenkelabschnitte (64) und einen diese verbindenden Basisabschnitt (66) aufweist, wobei die beiden Federschenkelabschnitte (64) den Verriegelungsstift (70) in der Verriege­ lungsposition und in der Freigabeposition gegen unbeabsichtigte axiale Verschiebungen sichern und halten.
10. Steckriegel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich­ net, daß der Verriegelungsstift (70) zwei axial beabstandete Verjüngungsbereiche (78, 94) aufweist, innerhalb derer der Verriegelungsstift (70) einen Durchmesser aufweist, der kleiner ist als der Durchmesser des Verriegelungsstiftes (70) inner­ halb zumindest eines Teils des sich zwischen den beiden Verjüngungsbereichen (78, 94) erstreckenden Axialabschnitt, und daß die beiden Federschenkel­ abschnitte (64) des Federelementes (62) zumindest in diesem Axialabschnitt des Verriegelungsstiftes (70) zwischen den beiden Verjüngungsbereichen (78, 94) und außerhalb derselben unter radial nach außen gerichteter elastischer Verbiegung anliegen.
11. Steckriegel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich­ net, daß die Verjüngungsbereiche (78, 94) und das Federelement (62) im wesentlichen die gleichen Abmessungen in Axialerstreckung des Verriegelungs­ stiftes (70) betrachtet aufweisen.
12. Steckriegel nach Anspruch 10 oder 11, dadurch ge­ kennzeichnet, daß sich an die einander zugewandten Enden der Verjüngungsbereiche (78, 94) konische Axialabschnitte (82, 90) anschließen.
13. Steckriegel nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Verriegelungsstift (70) zwischen den beiden Verjüngungsbereichen (78, 94) eine ballig ausgebildete Umfangsfläche auf­ weist.
14. Steckriegel nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß an den einander abge­ wandten Enden der beiden Verjüngungsbereiche (78, 94) insbesondere radial verlaufende Anschlag­ flächen (98, 100) für die Federschenkelabschnitte (64) des Federelementes (62) zur Begrenzung der Verschiebung des Verriegelungsstiftes (70) über dessen Verriegelungs- und Freigabeposition hinaus angrenzen.
15. Steckriegel nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Verriegelungsstift (70) ein Verriegelungsende (72) zum Verriegelungs­ zusammenwirken mit einer an dem festsitzenden Zahnersatz angeordneten Aufnahmevorrichtung (22) und ein Betätigungsende (74) aufweist, daß die Führungsvorrichtung (26) - in axialer Erstreckung des Verriegelungsstiftes (70) betrachtet - ein der Aufnahmevorrichtung (22) zugewandtes erstes und ein der Aufnahmevorrichtung (22) abgewandtes zwei­ tes Ende (42) aufweist und daß das Verriegelungs­ ende (72) des Verriegelungsstiftes (70) in der Verriegelungsposition über das erste Ende der Füh­ rungsvorrichtung (26) übersteht und in der Frei­ gabeposition mit dem ersten Ende der Führungsvor­ richtung (26) fluchtet oder geringfügig gegenüber diesem zurückgesprungen angeordnet ist.
16. Steckriegel nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsvorrich­ tung (26) eine beidendig offene Innenhülse (32) zur Aufnahme und Führung des Verriegelungsstiftes (70) aufweist, die eine dem Verriegelungsstift (70) zugewandte Innenumfangsfläche (38) und eine Außenumfangsfläche (52) mit zwei zueinander paral­ lel verlaufenden Nuten (56) aufweist, die derart ausgebildet sind, daß sich zwei diametral gegen­ überliegende Durchbrechungen (60) in der Innen­ hülse (32) ergeben, und daß das Federelement (62) mit seinen Federschenkelabschnitten (64) in den Nuten (56) liegend angeordnet sind und im Bereich der Durchbrechungen (60) radial über die Innenum­ fangsfläche (38) der Innenhülse (32) überstehen.
17. Steckriegel nach Anspruch 16, dadurch gekennzeich­ net, daß zwei der paarweise einander gegenüber­ liegenden Axialenden der Nuten (56) über eine in der Außenumfangsfläche (52) der Innenhülse (32) ausgebildete Verbindungsnut (50) zur Aufnahme des Basisabschnitts (66) des Federelements (62) ver­ bunden sind.
18. Steckriegel nach Anspruch 15 oder 16, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Führungsvorrichtung (26) zur festen Verbindung mit dem herausnehmbaren Zahner­ satz eine beidendig offene Außenhülse (34) auf­ weist, in der die Innenhülse (32) festlegbar ist.
19. Steckriegel nach Anspruch 18, dadurch gekennzeich­ net, daß die Innen- und die Außenhülse (32, 34) jeweils zylindrisch ausgebildet und miteinander verschraubbar sind.
20. Steckriegel nach Anspruch 18, dadurch gekennzeich­ net, daß die Außenhülse (34) eine Konus-Innen­ fläche (46) und die Innenhülse (32) eine Konus- Außenfläche (44) an ihren der Aufnahmevorrichtung (20) jeweils abgewandten axialen Enden (42) auf­ weisen.
21. Steckriegel nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß in der stirnseitigen Ringfläche des der Aufnahmevorrichtung (20) abge­ wandten Endes (42) der Innenhülse (32) mindestens ein Paar insbesondere diametral gegenüberliegender Vertiefungen (112) zur Aufnahme der Enden (110) von einem Griffteil (107) eines Werkzeuges (106) abstehenden Schenkeln (108) zum herein- oder her­ ausschrauben der Innenhülse (32) in die bzw. aus der Außenhülse (34) ausgebildet sind.
22. Steckriegel nach einem der Ansprüche 15 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsende (74) des Verriegelungsstiftes (70) einen Flansch (102) aufweist, der in der Verriegelungsposition des Verriegelungsstiftes (70) an dem zweiten Ende der Führungsvorrichtung (26) unter Bildung eines sich dabei zumindest im Umfangsbereich des Flan­ sches (102) ergebenden Zwischenraums (104) an­ liegt.
23. Steckriegel nach Anspruch 21 und 22, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Flansch (102) des Verriege­ lungsstiftes (70) die zur Aufnahme der Werkzeug- Schenkelenden (110) vorgesehenen Vertiefungen (112) der Innenhülse (32) überragt.
24. Steckriegel nach Anspruch 23, dadurch gekennzeich­ net, daß die Schenkel (108) des Werkzeuges (106) an ihren Innenseiten Aussparungen (114) zum Um­ geben des Flansches (102) des in seiner Freigabe­ position befindlichen Verriegelungsstiftes (70) aufweisen.
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