DE19636109C1 - Leistungsschalter mit ankoppelbarem Hilfsschalter - Google Patents
Leistungsschalter mit ankoppelbarem HilfsschalterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Leistungsschalter mit einem an
koppelbaren Hilfsschalter, wobei der Leistungsschalter ein
Schaltschloß mit einer Schaltwelle bzw. einem Schaltschieber
aufweist, über die bzw. den die Hauptkontakte des Leistungs
schalters und die Hilfskontakte des Hilfsschalters schaltbar
sind.
Ein gattungsgemäßer Leistungsschalter wird von mehreren Elek
trounternehmen vertrieben. Fig. 4 zeigt ein Schaltschloß 1 ei
nes solchen Leistungsschalters in EIN-Stellung. Das Schalt
schloß 1 hält in dieser Stellung über eine Schaltwelle 2 die
Hauptkontakte des Leistungsschalters, von denen hier ledig
lich ein Hauptkontakt 3 dargestellt ist, im geschlossenen Zu
stand. Die Schaltwelle 2 wirkt zugleich auf einen Kontakt
brückenträger 4 eines angekoppelten Hilfsschalters HS und
hält ihn entgegen einer angreifenden Federkraft FHS in einer
oberen Stellung. Die Schaltwelle 2 bzw. alternativ ein
Schaltschieber ist direkt an den Kontaktbrückenträger 4 des
Hilfsschalters HS angekoppelt. Das Schaltschloß 1 weist im
wesentlichen eine Handhabe 5, die Schaltwelle 2, eine Klinke
6 und einen Entklinkungshebel 7 auf. Die hier dargestellte
EIN-Stellung wird ursächlich durch die Position der Handhabe
5 erreicht. Über eine mit der Handhabe 5 verbundene Stange 8
ist die Klinke 6 kulissengeführt in ihrer Stellung veränder
bar. Sie wirkt auf die Stellung der Schaltwelle 2 ein, die
den oben beschriebenen Schaltzustand von Haupt- 3 und Hilfs
kontakten 9 bestimmt. Eine Feder 10 übt auf die Schaltwelle 2
ein Drehmoment aus. Dieses verstellt die Schaltwelle 2 nach
Umlegen der Handhabe 5 in die AUS-Stellung gemäß Fig. 5 der
art, daß der Hauptkontakt 3 geöffnet wird und die Einwirkung
auf den Kontaktbrückenträger 4 des Hilfsschalters HS aufgeho
ben wird. Daraufhin zieht die Federkraft FHS den Kontakt
brückenträger 4 in die untere Position und bewirkt hiermit
einen Schaltzustandswechsel der Hilfskontakte 9 des Hilfs
schalters HS.
Der EIN-Zustand gemäß Fig. 4 wird im Kurzschlußfall durch das
Elektromagnetsystem des Leistungsschalters oder bei thermi
scher Überlast durch einen hier nicht dargestellten Bimetall
auslöser aufgehoben. Die Auslösung erfolgt über den Entklin
kungshebel 7. Wird z. B. bei thermischer Überlast durch die
Bimetalle eine genügend große Entklinkungskraft Fe auf den
Entklinkungshebel 7 ausgeübt, gibt dieser die Klinke 6 frei
und bewirkt über die Schaltwelle 2 in Verbindung mit der Fe
der 10 den Übergang in den AUS-Zustand gemäß Fig. 5. Die zur
Auslösung erforderliche Entklinkungskraft Fe resultiert aus
der auf die Schaltwelle 2 wirkenden Kraft Faus der Feder 10.
Bei Ankopplung eines Hilfsschalter HS erhöht sich der Kraft
bedarf zur Auslösung entsprechend der zusätzlichen Federkraft
FHS. Das Bimetall muß zur Auslösung bei thermischer Überlast
um einen bestimmten Weg ausgelenkt werden. Über den Entklin
kungshebel 7 wird auf das Bimetall eine Gegenkraft ausgeübt,
die die Auslenkung des Bimetalls entsprechend seiner Eigenfe
derung vermindert. Die für die Auslösung erforderliche Aus
lenkung des Bimetalls wird daher erst bei höherer thermischer
Überlast erreicht.
Wird gemäß Fig. 6 der Leistungsschalter ohne einen Hilfsschal
ter betrieben, so ist nur noch die Federkraft Faus für die
Entklinkung wirksam. Als Folge ist der Einfluß der Eigenfede
rung des Bimetalls geringer und die Entklinkung erfolgt vor
zeitig außerhalb der vorgeschriebenen Toleranzen. Daher muß
bei der Kalibrierung des Geräts der Anbau von Hilfsschaltern
berücksichtigt werden. Der zulässige Toleranzbereich wird
dabei um den Kraftbedarf der Hilfsschalter verringert, was
einen fertigungstechnischen Mehraufwand nach sich zieht.
Der thermische Auslöser ist entsprechend seiner Eigenfederung
an die Entklinkungskraft angepaßt, so daß der Leistungsschal
ter in den vorgesehenen Grenzen entklinkt und ausschaltet.
Die Auslösewerte müssen gemäß den Vorschriften gewisse Tole
ranzen einhalten. Bisher wurde dies dadurch erreicht, daß die
Hilfsschalter auf einem niedrigen Kraftniveau gehalten wur
den, indem man den Betrieb mit niedrigen Kontaktandruckkräf
ten und mit einer geringen Anzahl von Hilfsschaltern durch
führte.
Aus der DE 39 03 414 C3 ist eine aus einem Haupt- und einem
Hilfsschalter bestehende Schalterkombination bekannt, deren
beide Schaltorgane mechanisch miteinander gekoppelt sind. Der
Hilfsschalter weist hier ein zusätzliches, willkürlich zu be
tätigendes Schaltorgan auf, über das die Schaltkontakte des
Hilfsschalters ohne Eingriff in dessen Schaltwerk umschaltbar
sind. Dabei sind die beweglichen Schaltkontakte des Hilfs
schalters auf einem gegen die Federkraft einer Feder ver
schiebbaren Kontaktträger angeordnet. Das zusätzliche Schalt
organ stößt bei Betätigung auf einen Hebel, der seinerseits
auf den Kontaktträger in Verschieberichtung einwirkt. Der auf
den Kontaktträger wirkende Schalthebel steht hier in
EIN-Stellung und in AUS-Stellung unter der Kraft der genannten
Feder. Somit besteht stets eine Wirkverbindung des Hilfs
schalters zum Schaltschloß.
In der DE 43 04 771 C1 ist eine Schaltvorrichtung für Lei
stungsschaltgeräte offenbart, die Mittel zur Übertragung ei
ner "AUSGELÖST"-Meldung auf einen externen am Leistungs
schaltgerät angebauten Hilfsschalter offenbart. Zur Schalt
vorrichtung gehört eine Handbetätigungsvorrichtung, die mit
einem Schaltschloß in Wirkverbindung steht, das bekannterwei
se aus einem Kniehebel besteht, der durch die Handbetäti
gungsvorrichtung gespannt und durch thermische oder magneti
sche Auslöser ausgelöst wird. Ein Auslösehebel des Hilfs
schalters ragt in das Leistungsschaltgerät und steht mit ei
nem Kniehebelteil in Wirkverbindung. Der Hilfsschalter wird
nur im Fehlerfall von dem Auslösehebel entklinkt. Die Betäti
gung erfolgt nicht vom Schaltschieber bzw. der Schaltwelle
des Leistungsschalters.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Leistungs
schalter mit einem ankoppelbaren Hilfsschalter der obenge
nannten Art dahingehend zu verbessern, daß der Einfluß von
zusätzlich angekoppelten Hilfsschaltern auf die Auslösewerte
mit geringem Aufwand vermieden wird.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in der EIN-Stellung des
Leistungsschalters keine Wirkverbindung des Hilfsschalters
zur Schaltwelle besteht, und daß die Schaltwelle beim Wechsel
in den AUS-Zustand des Leistungsschalters nach Überbrückung
eines Vorlaufs einen Schaltzustandswechsel des Hilfsschalters
bewirkt.
Eine besonders vorteilhafte Ausbildung der Erfindung besteht,
wenn der Vorlauf zwischen der Schaltwelle und einem Hebel
vorgesehen ist, der in Wirkverbindung mit einer drehbar ge
lagerten, zur Schaltung der Hauptkontakte dienenden Wippe
steht.
Vorteilhafterweise steht der Schieber in Wirkverbindung mit
einem Kontaktbrückenträger des Hilfsschalters.
Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn eine Feder den Hebel in
einem definierten Schaltzustand hält, in dem der Vorlauf be
steht.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an
hand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 Ein Schaltschloß eines Leistungsschalters mit ange
koppelten Hilfsschalter in EIN-Stellung,
Fig. 2 ein Schaltschloß eines Leistungsschalters mit ange
koppeltem Hilfsschalter HS in AUS-Stellung und
Fig. 3 ein Schaltschloß eines Leistungsschalters ohne ange
koppelten Hilfsschalter in EIN-Stellung.
In Fig. 1 ist ein Schaltschloß 11 eines Leistungsschalters mit
einem angekoppelten Hilfsschalter HS dargestellt. Auf einer
Platine 12 sind die Komponenten des Schaltschlosses ange
bracht. Hierzu gehören eine Handhabe 13, eine Klinke 14, ein
Entklinkungshebel 15, eine Schaltwelle 16 und eine Feder 17.
Die Schaltwelle 16 ist auf der Platine 12 drehbar gelagert.
Die Feder 17 übt mit ihrer Federkraft Faus auf die Schaltwelle
16 ein Drehmoment aus. Andererseits ist die Schaltwelle 16
mit der Klinke 14 verbunden. Die Klinke 14 ist über eine an
der Handhabe 13 drehbar gelagerte Stange 18 in einer Kulisse
19 in der Platine 12 geführt. Durch die Federkraft Faus wird
auf die Klinke 14 ein solches Drehmoment ausgeübt, daß erst
eine am Entklinkungshebel 15 angreifende Entklinkungskraft Fe
eine Verdrehung der Klinke 14 und in Folge der Schaltwelle 15
eine Änderung des Schaltzustands bewirkt wird.
Die Platine 12 ist mit einem Anschlag 20 versehen, an dem ein
Schieber 21 durch eine weitere Feder 22 mit der Kraft FHS an
gedrückt wird. Am unteren Ende des Schiebers 21 liegt eine
drehbar gelagerte Wippe 23 an, mittels derer ein Hauptkontakt
24 des Leistungsschalters betätigbar ist. Weiterhin steht der
Schieber 21 in Wirkverbindung mit einem Kontaktbrückenträger
25 des Hilfsschalters HS. In dieser unbetätigten Stellung des
Schiebers 21 sind die oberen Hilfsschalterkontakte 26 ge
schlossen und die unteren Hilfsschalterkontakte 27 geöffnet.
In Richtung des durch die Kraft Faus auf die Schaltwelle 16
ausgeübten Drehmomentes besteht zwischen der Schaltwelle 16
und dem Schieber 21 ein Vorlauf 28. Durch diese Entkopplung
der Schaltwelle 16 vom Schieber 21 und damit vom Vorhanden
sein eines Hilfsschalters HS ist die Entklinkungskraft Fe le
diglich von der Federkraft Faus der Feder 17 abhängig. Die
Feder 22 zum Schließen der Hilfskontakte 26 hat bei dieser
Ausführung keinen Einfluß auf die Entklinkungskraft Fe. Dies
bedeutet, daß bei der Justierung des Auslösemechanismus des
thermischen Überlastauslösers keine zusätzlichen Einflüsse
auf die Toleranzen durch Hilfsschalter berücksichtigt werden
müssen.
In Fig. 2 ist das Schaltschloß 11 gemäß Fig. 1 in der AUS-Stel
lung dargestellt. Über die Klinke 14 ist hier die Drehung der
Schaltwelle 16 freigegeben, die sich aus der angreifenden
Kraft Faus ergibt. Durch diese Drehung liegt die Schaltwelle
16 nach Durchlauf des Vorlaufes 28 auf dem Schieber 21 auf
und bewegt diesen nach unten in die hier gezeichnete Stel
lung. Hierdurch ist die Wippe 23 in eine den Hauptkontakt 24
öffnende Stellung gedreht. Außerdem ist in dieser Stellung
des Schiebers 21 der obere Hilfskontakt 26 des Hilfsschalters
HS geöffnet und der untere 27 geschlossen. Die Kraft FHS, die
das Schließen der Hilfskontakte 26 im EIN-Zustand bewirkt,
ist hier durch eine am Kontaktbrückenträger 25 angreifende
Feder realisiert.
Fig. 3 zeigt ein Schaltschloß 11, über das lediglich ein
Hauptkontakt 24 betätigt wird. Ein Hilfsschalter ist hier
nicht angeschlossen. Die Entklinkungskraft Fe, die zur Ent
klinkung durch den thermischen Auslöser erforderlich ist, ist
hier genauso groß wie im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, in
dem ein Hilfsschalter HS angekoppelt ist. Die Entklinkungs
kraft Fe ist lediglich durch die Kraft Faus der Feder 17 be
stimmt.
Obwohl die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die in
der beigefügten Zeichnung dargestellte Ausführungsform erläu
tert ist, sollte berücksichtigt werden, daß damit nicht beab
sichtigt ist, die Erfindung nur auf die dargestellte Ausfüh
rungsform zu beschränken, sondern alle möglichen Änderungen,
Modifizierungen und äquivalente Anordnungen, soweit sie vom
Inhalt der Patentansprüche gedeckt sind, einzuschließen.
Claims (4)
1. Leistungsschalter mit einem ankoppelbaren Hilfsschalter
HS, wobei der Leistungsschalter ein Schaltschloß (11) mit
einer Schaltwelle (16) bzw. mit einem Schaltschieber auf
weist, über die bzw. den die Hauptkontakte (24) des Lei
stungsschalters und die Hilfskontakte (26, 27) und des Hilfs
leistungsschalters schaltbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
in der EIN-Stellung des Leistungsschalters keine Wirkverbin
dung des Hilfsschalters zur Schaltwelle (16) besteht, und daß
die Schaltwelle (16) beim Wechsel in den AUS-Zustand des
Leistungsschalters nach Überbrückung eines Vorlaufs (28)
einen Schaltzustandswechsel des Hilfsschalters bewirkt.
2. Leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorlauf (28) zwischen
der Schaltwelle (16) und einem Schieber (21) vorgesehen ist,
der in Wirkverbindung mit einer drehbar gelagerten, zur
Schaltung der Hauptkontakte (24) dienenden Wippe (23) steht.
3. Leistungsschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schieber (21) in Wirk
verbindung mit einem Kontaktbrückenträger (25) des Hilfs
schalters steht.
4. Leistungsschalter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Feder
(22) den Schieber (21) in einem definierten Schaltzustand
hält, in dem der Vorlauf (28) besteht.
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| Date | Code | Title | Description |
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| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |