DE19636208A1 - Elastisches Mehrlagengestrick - Google Patents

Elastisches Mehrlagengestrick

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein ein- oder mehrlagiges Gestrick mit hoher Stabilität, variabler Musterung und Desi­ gnierung, definierter Elastizität und ein Verfahren zu dessen Herstellung
Derartige Gestricke sind insbesondere konzipiert für Anwendun­ gen, bei denen einerseits eine hohe mechanische Belastbarkeit und andererseits gezielt eine gewünschte Elastizität gefordert ist. Eine bevorzugte Anwendung sind Sitzmöbel. Der technische Aufbau von Sitzmöbeln mit Textilien als Sitzfläche erfolgte bislang unter Verwendung eines Rahmens, in dem ein - in der Re­ gel gewebtes - Textil seitlich durch Federn fixiert wurde. Das gewebte, weitgehend starre Textil wies eine hohe mechanische Belastbarkeit auf und die Elastizität wurde durch die Anbindung der Textilien mittels Federn an dem Rahmen realisiert.
Im Zusammenhang mit der Konzeption neuer Bezüge möchte man die Verwendung von Federn ersetzen, da diese das optische Erschei­ nungsbild des Sitzmöbels doch wesentlich mitbestimmen. Weiter­ hin besteht bei der Verwendung von Federn immer die Gefahr, daß leichtere Kleidungsstücke in den Federn oder in den Federauf­ hängungen hängenbleiben. Das starre Gewebe hingegen paßt sich nur bedingt unterschiedlichen Körperformen an, unterstützt an­ dererseits nicht an wesentlichen Stellen, wie z. B. dem Lordo­ senbereich.
Es ist daher Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung eines mechanisch stabilen Gestricks zu schaffen, das nicht nur eine hohe mechanische Festigkeit, sondern auch eine in unterschiedlichen Bereichen variierbare Elastizität und Designierung bei möglicher Verwendung unterschiedlicher, insbe­ sondere elastischer Materialien aufweist.
Derartige Verfahren sind Gegenstand der Ansprüche 1 und 2. Vor­ teilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der entsprechenden Unteransprüche.
In einem ersten Verfahren zur Herstellung eines - insbesondere mehrlagigen - Gestricks mit gezielt einstellbarer Querstabili­ tät und Querelastizität, arbeitet man mit einer Grundbindung in zumindest einer Gestricklage, welche Grundbindung Maschenreihen enthält, die zum überwiegenden Teil Flotten mit einer Länge des Abstandes von mindestens zwei aktiven Nadeln aufweisen, welche in aufeinanderfolgenden Maschenreihen gegeneinander versetzt sind. Die Querstabilität kann hier partiell über die Verände­ rung der Flottenlänge eingestellt werden und zusätzlich gegebe­ nenfalls über die Verwendung mehr oder weniger elastischer Ma­ terialien in unterschiedlichen Bereichen des Gestricks.
In einem zweiten erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines - insbesondere mehrlagigen - Gestricks mit gezielt ein­ stellbarer Querstabilität und Querelastizität wird eine Grund­ bindung in zumindest einer Gestricklage verwendet, welche Grundbindung eine Abfolge von ersten und zweiten Maschenreihen aufweist, wobei in den ersten Maschenreihen mit dem überwiegen­ den Teil der aktiven Nadeln eine Masche gebildet wird, und in den zweiten Maschenreihen zum überwiegenden Teil Flotten mit einer Länge des Abstandes von mindestens zwei aktiven Nadeln. Durch geeignete Wahl der sukzessiven Abfolge der ersten und zweiten Maschenreihen entsprechend den Anforderungen an die Elastizität und Querstabilität des Gestricks lassen sich in ei­ nem Gestrick partiell unterschiedlich elastische und stabile Bereiche einstellen. In querelastischeren Gestrickbereichen ist der Anteil an ersten Maschenreihen höher als in querstabilen Gestrickbereichen. Querelastisch bzw. querstabil bezeichnet hierbei die Richtung des Nadelbetts. Die Stabilität läßt sich nicht nur durch die Abfolge der ersten und zweiten Maschenrei­ hen regeln, sondern auch durch die Länge der Flotten, wobei eine größere Flottenlänge eine höhere Querstabilität bei ver­ minderter Längsstabilität mit sich bringt. Diese läßt sich je­ doch beispielsweise über einen Kettfadeneintrag erhöhen.
Vorzugsweise enthält das Gestrick eine Grundbindung mit wenig­ stens zwei Gestricklagen, die vorzugsweise separat auf wenig­ stens einem vorderen und hinteren Nadelbett einer Flachstrick­ maschine hergestellt werden. Jede Lage enthält eine alternie­ rende Abfolge von ersten Maschenreihen, in denen wenigstens mit dem überwiegenden Teil der aktiven Nadeln eine Masche gebildet wird und zweite Maschenreihen, in denen Flotten ausgebildet sind. Die Flotten werden erzeugt, indem höchstens mit jeder zweiten aktiven Nadel gestrickt wird, so daß die erzeugten Flotten mindestens die Länge des Abstands von zwei aktiven Na­ deln haben. Vorzugsweise werden die ersten Maschenreihen mit wenigstens annähernd allen aktiven Nadeln gestrickt.
Während den vermaschten ersten Maschenreihen eine gestricktypi­ sche Elastizität zu eigen ist, wird durch die zweiten Maschen­ reihen eine höhere Querstabilität, d. h. eine Stabilität in Na­ delbettrichtung oder in Richtung der Maschenreihen gewährlei­ stet. Diese Stabilität ist um so höher, je länger die Flotten und um so dichter die Abfolge der zweiten Maschenreihen in der Grundbindung sind. Andererseits nimmt mit erhöhter Flottenlänge auch die Längsstabilität, d. h. die Stabilität in Stäbchenrich­ tung ab. Hier lassen sich die Festigkeiten in Längs- als auch in Querrichtung jedoch durch selektierten Kett- und/oder Schuß­ fadeneintrag erhöhen.
Durch die Abfolge und Anzahl der ersten und zweiten Maschenrei­ hen, z. B. eine erste Maschenreihe gefolgt von zwei zweiten Ma­ schenreihen oder zwei erste Maschenreihen gefolgt von einer zweiten Maschenreihe oder alternierende Abfolge jeweils einer ersten und einer zweiten Maschenreihe, kann die gewünschte Ei­ genschaft des Gestricks, entweder eine höhere Elastizität oder eine höhere Querstabilität, in gewünschter Weise individuell, insbesondere auch partiell und mit der Auswahl verschiedener Materialien gesteuert eingestellt werden. Diese kann - wie be­ reits geschildert - auch noch durch die Länge der Flotten in den zweiten Maschenreihen eingestellt werden.
Vorzugsweise wird in der Grundbindung eine alternierende Anord­ nung von vier Maschenreihen verwendet. Die ersten beiden Ma­ schenreihen sind vorab bereits beschrieben worden. An die zweite Maschenreihe schließt sich eine dritte Maschenreihe an, die in gleicher Weise wie die erste Maschenreihe gebildet ist und auf die dritte Maschenreihe folgt eine vierte Maschenreihe, die wiederum in gleicher Weise wie die zweite Maschenreihe ge­ bildet ist, wobei jedoch die Flotten der vierten Maschenreihe gegenüber den Flotten der zweiten Maschenreihe versetzt sind. Auf diese Weise wird die Gesamtstabilität des Gestricks erhöht.
Zumeist werden die beiden Gestricklagen separat auf einem vor­ deren und hinteren Nadelbett gestrickt. Man strickt somit letztendlich zwei getrennte Lagen, die in ihrem Randbereich miteinander verstrickt bzw. anderweitig verbunden sein können. Auf diese Weise wird eine Art großer Schlauch oder auch jede beliebige andere Kontur erzeugt, der/die nur noch auf einen Rahmen aufgespannt werden muß. Auf diese Weise erübrigt sich die Anordnung separater Befestigungselemente an dem Gestrick, die jedoch auch zusätzlich oder alternativ vorgesehen werden können.
In einer sehr stabilen Struktur sind auch die Flotten der zwei­ ten und vierten Maschenreihen in den beiden übereinanderliegen­ den Lagen gegeneinander versetzt, was sich wiederum, analog zum versetzten Klinkeraufbau bei Hausmauern, positiv auf die Ge­ samtstabilität des Gestricks auswirkt.
Die beiden Lagen der Grundbindung können auch durch einen Pol­ faden oder durch andere Verbindungstechniken miteinander ver­ bunden sind, wodurch sich ebenfalls die Gestrickstärke und an­ dere Parameter, wie z. B. die Festigkeit noch beeinflussen las­ sen.
Vorzugsweise wird in Bereichen, in denen eine höhere Elastizi­ tät vorzusehen ist, eine oder mehrere weitere Gestrickbindun­ gen, z. B. in Form einer Netzbindung vorgesehen, innerhalb der die beiden Lagen der Grundstruktur derart miteinander verbunden werden, daß eine netzartige hochfeste, aber auch hochelastische stark durchbrochene Struktur entsteht. Auch in diesen Bereichen läßt sich die Elastizität und Festigkeit durch eine entspre­ chende Wahl der Gestrickbindung und der verwendeten Materialien gezielt steuern. Diese Struktur ist bei Sitzmöbeln vorzugsweise im Rückenbereich vorzusehen, in dem eine gute Be- und Entlüf­ tung neben den geforderten elastischen Eigenschaften gewährlei­ stet sein muß. Diese Netzbindung zeichnet sich durch eine ver­ bundene ein- oder mehrlagige Struktur aus, bei der in ersten Maschenreihen an jeder aktiven Nadel eine Masche gebildet wird, wobei jedoch der Vermaschungsfaden in definierten Nadelabstän­ den auf die Nadeln wenigstens eines zweiten Nadelbettes auf Fang gelegt wird. In einer oder mehreren darauffolgenden zwei­ ten Maschenreihen werden auf dem ersten Nadelbett separat Flot­ ten gebildet, wobei diese Flotten bei mehreren aufeinanderfol­ genden zweiten Maschenreihen vorzugsweise gegeneinander ver­ setzt sind. In darauffolgenden dritten Maschenreihen wird noch­ mals eine Struktur der ersten Maschenreihe gestrickt. In der vierten Maschenreihe schließlich wird der Fang von den Nadeln des zweiten Betts auf das erste Nadelbett zurückgehängt, wo­ durch die Löcher der Netzstruktur entstehen. Diese vier Ma­ schenreihen werden zur Herstellung der Netzstruktur sukzessive gestrickt. Über den Abstand der Fänge auf dem zweiten Nadelbett und durch eventuelles Wiederholen der zweiten Maschenreihen läßt sich die Maschengröße der Netzstruktur beliebig einstel­ len. Die Netzstruktur läßt sich selbstverständlich auch über andere Parameter einstellen, wie z. B. den selektierten Nadeln, dem Abstand der aufgelegten Fänge und der Selektion der umge­ hängten Nadeln. Üblicherweise werden größere Löcher durch rei­ nes ausdecken/umhängen von Maschen hergestellt. Zur Stabilisie­ rung kann insbesondere im Lochrandbereich ein mit laufender Schußfaden eingelegt werden. Die wahlweise aufgelegten oder eingebundenen Flotten dienen als reine Stabilisierungselemente und haben keinen nennenswerten Einfluß auf die Optik. Zusätz­ lich kann zur Erhöhung der Stabilität zwischen beiden Lagen ein Polfaden vorgesehen sein.
Durch eine Kombination der Grundstruktur mit der Netzstruktur kann auch eine gewünschte Strukturierung des Gestricks erzielt werden. Weiterhin lassen sich durch einen gezielten Einsatz der Netzstruktur in der Grundstruktur an gezielten Stellen z. B. am Sitz- oder Rückenbereich eines Sitzmöbels elastischere und durchbrochene Bereiche vorsehen. Durch eine definierte - insbe­ sondere auch partielle/sequentielle - Verbindung von Grund­ struktur und ergänzenden Gestrickbindungen, bevorzugt unter­ schiedlichen Netzstrukturen, mit unterschiedlichen (Maschen) Festigkeiten und starren bzw. Elastischen Materialien lassen sich körpergerechte selbsttragende und insbesondere ge­ musterte Sitzbezüge herstellen.
Die oben angesprochenen Gestrickstrukturen sind hervorragend geeignet zur Herstellung eines selbsttragenden strukturierten Sitzbezuges, wobei durch die selbsttragende Gestrickbespannung sowohl den mechanischen Eigenschaften Rechnung getragen wird als auch den optischen Eigenschaften aufgrund des formschönen und beliebig strukturierbaren Aufbaues. Auf diese Weise können die Stabilitätseigenschaften als auch der Sitzkomfort reali­ siert werden, was bislang nicht für möglich gehalten wurde. Ein derartiges aus dem obigen Gestrick hergestelltes Sitzelement kann als zweidimensionale, zweieinhalbdimensionale oder dreidi­ mensionale Struktur hergestellt werden. Selbstverständlich kann das Gestrick, insbesondere im Randbereich, durch zusätzliche Befestigungselemente an dem Rahmen befestigt werden. Vorzugs­ weise ist jedoch der schlauchförmige Aufbau zu wählen, bei dem keine separaten Befestigungselemente zwischen dem Gestrick und dem tragenden Rohrrahmen vorgesehen werden müssen.
Die Erfindung wird nachfolgend beispielsweise anhand der sche­ matischen Zeichnung beschrieben. In dieser zeigen:
Fig. 1 das Nadelschema einer Grundbindung des erfindungs­ gemäßen Gestricks;
Fig. 2 das Nadelschema einer Netzbindung des erfindungsge­ mäßen Gestricks;
Fig. 3 die Anwendung von Grundstruktur und Netzstruktur in der Rückenlehne eines Sitzmöbels und
Fig. 4 einen Querschnitt IV-IV durch die Rückenlehne aus Fig. 3.
Fig. 1 zeigt den Aufbau der Grundbindung eines Gestricks der vorliegenden Erfindung.
Gemäß Fig. 1a) werden auf den Nadeln des vorderen Nadelbettes Maschen gebildet, wobei an jeder aktiven Nadel eine Masche ge­ bildet wird. In der gleichen Maschenreihe wird ebenfalls gemäß Fig. 1b) auf dem hinteren Nadelbett jeweils an jeder aktiven Nadel eine Masche gebildet. Fig. 1c) und d) zeigen nun die Bildung der zweiten Maschenreihe. Gemäß Fig. 1c) werden auf dem vorderen Nadelbett Flotten gebildet, indem der Verma­ schungsfaden nur an jeder zweiten Nadel kuliert wird. Er kann alternativ dazu auch an jeder dritten, vierten etc. Nadel ku­ liert werden. Es ist weiterhin möglich, die Flotte nicht durch Kulieren des Fadens an den Verbindungspunkten zu bilden, son­ dern durch Auf-Fang-Legen. In gleicher Weise wird in Fig. 1d) auf dem hinteren Nadelbett die Flotten gebildet, wobei die Flotten auf dem hinteren Nadelbett gegenüber den Flotten auf dem vorderen Nadelbett versetzt sind. Diese Flotten gemäß Fig. 1c) und 1d) geben entsprechend der gewählten Länge und der Aufeinanderfolge in dem Gestrick der Grundbindung eine erhöhte Stabilität in Längsrichtung des Nadelbetts. In den Verfahrens­ schritten e) und f) wird wiederum zuerst an dem vorderen und dann an dem hinteren Nadelbett an jeder aktiven Nadel eine Ma­ sche gebildet. In den Fig. g) und h) werden wiederum in einer vierten Maschenreihe Flotten erzeugt, indem wiederum der Verma­ schungsfaden nur mit jeder zweiten, vierten, sechsten, achten, zehnten etc. aktiven Nadel verbunden wird. Hervorzuheben ist, daß die Flotten gemäß den Verfahrensschritten g) und h) in der vierten Maschenreihe gegenüber den Flotten in den Verfahrens­ schritten c) und d) in der zweiten Maschenreihe um jeweils eine Nadelstellung versetzt sind. Selbstverständlich kann die Auf­ einanderfolge von Vermaschungen und Flotten beliebig gewählt werden. Es können z. B. zweimal hintereinander die ersten bzw. dritten Maschenreihen gemäß den Verfahrensschritten a), b) bzw. e) und f) gebildet werden und/oder es können mehrmals hinter­ einander, d. h. in mehreren Maschenreihen hintereinander, Flot­ ten gemäß den Verfahrensschritten c) und d) bzw. g) und h) ge­ bildet werden. Durch die entsprechende Wahl dieser Abfolge und durch die Wahl der Flottenlängen in den Verfahrensschritten c), d) und g) und h) wird die Elastizität bzw. Stabilität des Ge­ stricks in gewünschter Weise eingestellt. Wenn die Flotten ge­ mäß Verfahrensschritt c), d) und g) und h) nicht kuliert, son­ dern nur auf Fang gelegt werden, läßt sich eine weitere Erhö­ hung der Stabilität erzielen. Die Grundstruktur läßt sich auch allein durch versetzte Flotten gemäß den Schritten c+d, g+h herstellen.
Fig. 2 zeigt das Nadelschema bei der Netzbindung, die z. B. in der in Fig. 3 gezeigten Weise in die Grundbindung einfügbar ist. Durch die Netzbindung wird eine stark durchbrochene und mehr elastische Struktur bereitgestellt als die Grundbindung, die in erster Linie eine hohe Stabilität aufweist und als Trä­ gerstruktur dient. Es handelt sich bei der Netzbindung um eine verbundene doppelflächige Struktur.
In einer ersten Maschenreihe wird gemäß Fig. 2a auf dem hinte­ ren Nadelbett an jeder aktiven Nadel kuliert, während der Ver­ maschungsfaden auf Nadeln des vorderen Nadelbettes in definier­ ten Abständen, im vorliegenden Fall im Abstand von zwei Nadeln, auf Fang gelegt wird. Anschließend werden in einer zweiten und dritten Maschenreihe, die als Abfolge zweier zweiter Maschen­ reihen betrachtet werden können, auf dem hinteren Nadelbett Flotten gestrickt, die sich über eine Länge von jeweils sechs Nadeln erstrecken, wobei die Flotten der zweiten und dritten Maschenreihe gegeneinander in etwa 1 : 1 versetzt sind. In einer vierten Maschenreihe gemäß Fig. 2d wird der Verfahrensschritt gemäß Fig. 2a wiederholt und der Fang wird in der darauffol­ genden fünften Maschenreihe gemäß Fig. 2e wieder zurückge­ hängt. In den Verfahrensschritten f) bis k) wird die Bildung dieser fünf Maschenreihen wiederholt, wobei die Flotten der siebten und achten Maschenreihe gemäß den Verfahrensschritten g) und h) gegenüber den Flotten in der zweiten und dritten Ma­ schenreihe gemäß b) und c) wiederum versetzt sind. Die netzar­ tige Struktur wird beim Zurückhängen der Fänge vom vorderen Na­ delbett auf das hintere Nadelbett gemäß den Verfahrensschritten e) und k) erreicht. Die aufgelegten Fänge, selektierten Nadeln, Länge und Einbindung der Flotten und Umhängen der Nadeln bzw. Fänge kann jedoch auch individuell gewählt werden.
Fig. 3 zeigt die Rückenlehne eines Sitzbezugs 10, der auf ei­ nen Rohrrahmen 12 aufgespannt ist. Der Bezug in Doppellagenbin­ dung kann einbettig oder zweibettig gestrickt sein. Der Rohr­ rahmen 12 besteht vorzugsweise aus lackiertem oder verchromtem Stahlrohr oder aus einem anderen Edelmetall, Kunststoff oder Leichtmetall oder Verbundmaterialien aus obigen Stoffen. Der Sitzbezug 10 ist im gesamten Basisbereich 14, vor allem im Be­ reich der Aufhängung durch die Grundbindung gemäß Fig. 1 ausge­ bildet. Im Rückenlehnenbereich sind mehrere Netzbereiche 16 vorgesehen, die mit der Netzbindung gestrickt sind. In diesen Netzbereichen 16 ist die Elastizität aufgrund des Bindungscha­ rakters der Netzbindung erhöht. Zusätzlich ist das Gestrick in diesen Netzbereichen 16 stark durchbrochen, so daß die entspre­ chende Passage des Rückens gut belüftet wird. Durch Einsatz dieser Bereiche 16 mit anderen Bindungstechniken lassen sich Intarsiamuster variabler Gestaltung herstellen. Der Sitzbezug 10 wirkt somit optisch ansprechend und weist gleichzeitig eine hohe Funktionalität auf. Der Randbereich 13 des Bezuges ist mit Gummifaden gearbeitet. Dadurch wird die bei Bogen oder Halb­ kreisformen übliche Treppenstruktur - in der Abbildung am obe­ ren Randbereich - sauber kaschiert. Der mit einem Gummifaden gestrickte Randbereich dient auch als Stoßabsorber schnell auf­ tretende hohe mechanische Beanspruchungen des Bezugs. Hierdurch können auch Randbereiche stoßunempfindlich gestaltet werden. Im unteren Abschlußbereich des Bezuges kann eine verstärkte Lochleiste oder Lochrandleiste 17 zur Fixierung des Bezuges an einem Querholm integriert werden. Eine verbesserte Anbindung des Bezugs an die Lochrandleiste 17 läßt sich durch die Verwen­ dung von Schmelzfäden erreichen. Beim Einklemmen des Bezugs zwischen zwei erhitzte Lochrandleistenteile könnte somit die Gestrickstruktur im Lochrandleistenbereich verschmolzen werden, so daß im Bereich der Löcher keine Überbeanspruchung einzelner Maschen oder Maschenbereiche auftritt. Der Bereich 15 zwischen Lochrandleiste 17 und Rahmen 12 ist vorzugsweise verkettelt oder ebenfalls mit Schmelzfaden gestrickt, so daß beim nach­ träglichen Erwärmen dieses Bereichs 15 durch das Verschmelzen der Gestrickstruktur ein sauberer und mechanisch unempfindli­ cher Abschluß erzielt wird.
Am unteren Bezugrand ist eine Fixierleiste in den Bezug einge­ arbeitet,
Fig. 4 zeigt den Querschnitt IV-IV aus Fig. 3. Hier ist deut­ lich zu sehen, daß die Grundbindung bestehend aus den beiden Lagen 18 und 20 im Basisbereich 14 zwischen den Rohren 12 des Stuhlrahmens aufgespannt ist. Es ist ebenfalls gut erkennbar, daß die beiden Lagen 18, 20 der Grundbindung im Bereich der Netzbindung 16 miteinander verbunden sind, wobei dieser Netzbe­ reich 16 für die entsprechende Belüftung der Rückenlehnenfläche sorgt.
Fig. 5 zeigt Fäden, die in Randbereichen 13, 15 des Bezugs ver­ wendet werden können. Der in Fig. 5a) gezeigte Faden 28 hat eine PES/PA-Basis 30 und ist mit einem Thermofaden 32 mit defi­ niertem Schrumpf umwickelt. Beim Erhitzen des mit einem derar­ tigen Faden 28 gestrickten Bereichs 15 zieht sich das Gestrick in definierter Weise zusammen und verschmilzt dabei gegebenen­ falls etwas, so daß eine gute Anlage an den Rahmen 12 oder eine definierte Spannung in dem entsprechenden Bereich 15 und ein glatter Abschluß erzeugt werden. Fig. 5b) zeigt einen elasti­ schen Faden 33 mit einem PES/PA-Basisfaden 34, der mit einem Gummifaden 36 umzwirnt ist. Auch mit einem derartigen Faden läßt sich ein Guter Sitz des Bezugs am Rahmen und eine Kaschie­ rung von bogenförmigen Treppenbereichen (oberer Lehnenrand) er­ reichen. Durch Verwendung dieses Fadens im Rahmenbereich 13 hat ein mit diesem Faden 33 gestrickter Bereich auch stoßaufneh­ mende bzw. -dämpfende Eigenschaften.
Fig. 6 zeigt die Herstellung eines Loches 40 in einer Netz­ struktur 42. Das Loch wird erzeugt durch Umhängen von Maschen 44 nach außen entsprechend den Pfeilen und anschließendes auf­ einanderzustricken der Maschen. Im Lochrandbereich sind zwei Kettfäden 46, 48 geführt, die dem Loch eine gute Stabilität ge­ ben. Auf diese Weise lassen sich auch stabile Netzstrukturen mit großen Löchern herstellen, die optisch ansprechend sind und eine gute Belüftung für eine Anwendung im Sitzbezugbereich ge­ währleisten.
Fig. 7 zeigt das Verfahren zum sauberen Stricken von bogenför­ migen Rändern. Zu werden eine oder mehrere Maschenreihen mit Gummifaden gestrickt. Anschließend wird die so erzeugte Gum­ mierte Leiste 50 schrittweise mit Bereichen verbunden , die mit normalem Faden gestrickt sind. Zuerst wird an die Leiste 50 ein zentraler Abschnitt 52 angestrickt, der die Höhe von einer oder mehreren Maschenreihen aufweist. Anschließend werden die be­ nachbarten Bereiche 54 zusätzlich gestrickt, wiederum über eine oder mehrere Maschenreihen. Der angestrickte Bereich erweitert sich über die Bereiche 56 und 58 bis schließlich über die ge­ samte Breite der Leiste 50 mit normalem Faden weitergestrickt wird. Man erhält so eine glatte saubere gebogene Kante, die sich durch die Verwendung des Gummifadens, z. B. 33 aus Fig. 5, elastisch an den Rahmen anlegt.
Fig. 8 zeigt einen Ausschnitt mit einer Länge von vier Maschen­ reihen A bis D und einer Breite von vier Vermaschungen 1 bis 4 einer Grundbindung. Die Maschenreihen A bis D dieser Grundbin­ dung enthalten zueinander versetzte Flotten, die an den Punkten 1 bis 4 vermascht sind. Sie können an diesen Punkten auch auf Fang gelegt sein. Durch Wahl unterschiedlicher Fadenmaterialien und unterschiedlicher Flottenlänge können die Elastizitäts- bzw. Stabilitätseigenschaften der Grundbindung in jeder Ma­ schenreihe A bis D und an allen Vermaschungspunkten 1 bis 4 in­ dividuell geregelt werden.
Fig. 3 und 4 verdeutlichen, daß nicht nur durch die Ausführung der Grundbindung und Netzbindung per se die Elastizität bzw. Stabilität des Gestricks definiert an unterschiedlichen Punkten einstellbar ist, sondern diese Wahl kann weiterhin durch ge­ zielte Anordnung der Netzbereiche 16 innerhalb der Grundbin­ dungsbereiche 14 unterstützt werden. Auch hierbei kann die hohe Funktionalität der Anordnung dieser Bereiche mit einer entspre­ chenden Dekorwirkung kombiniert werden.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen beschränkt. So kann z. B. die erste (vordere) Lage mit der zwei­ ten (hintere) Lage durch eingelegte/eingebundene Polfäden ver­ bunden werden. Zur Stabilisierung des Gestricks in Längsrich­ tung (Stäbchenrichtung) oder Querrichtung können partiell/se­ quentiell auch Kette/Schußfäden insbesondere aus hochfesten Materialien eingelegt/eingebunden werden.
Die erste Lage kann unabhängig von der zweiten Lage mit unter­ schiedlichen Festigkeiten und Materialien gearbeitet werden. Selbstverständlich können auch die Lagen partiell mit unter­ schiedlichen Festigkeiten, verschiedenen Materialien oder Mate­ rialhybriden - insbesondere elastisch oder schrumpfend - oder variablen Bindungsstrukturen gearbeitet werden. Bei Verwendung von schrumpfenden Textilfäden wird das Gestrick erst auf den Rahmen aufgespannt und dann geschrumpft, so daß man eine op­ tisch ansprechende enge Anlage des Gestricks auf dem Rahmen, gegebenenfalls unter Vermeidung von Abstufungen oder Treppen erhält.
Auch durch Verwendung von elastischen Materialien können die bei Abnahme/Zunahme im Randbereich entstehenden "Treppen/Za­ cken" kaschiert werden, im horizontalen/vertikalen Randbereich dient die "Gummifadenmasche" als Stoßabsorber.
Neben unterschiedlichen Netzstrukturen können auch andere Bin­ dungen mit ähnlichen Eigenschaften integriert werden.
Eine stabile Lochrandleiste als Abschluß dient zur Fixierung und Verspannung des Bezugs in Stäbchenrichtung. Natürlich kön­ nen auch weitere Befestigungselemente direkt integriert werden.
Auf einer Vierbettmaschine kann ein stabiler "Schlauchbezug" aus zwei doppelflächigen Gestricklagen hergestellt werden mit dem Vorteil, daß die gewünschte Stabilität/Elastizität durch unterschiedliche Bindungsstrukturen einfacher, wirtschaftlicher und haltbarer zu erreichen ist.
Das Stricken mit einer Twinbestückung bietet insbesondere die einfache Möglichkeit, etwa stabile Passagen mit a+b Nadeln, die dehnfähigeren Passagen nur mit a Nadeln zu arbeiten.
Große Netzlöcher können insbesondere auch durch Umhängen von Maschen erreicht werden. Zur Stabilisierung des Randbereichs wird ein Zusatzfaden eingebunden.
Neben den unterschiedlichen Netzstrukturen oder Bindungen mit ähnlichen Eigenschaften können wirkungsvoll auch Muster in der bekannten Intarsiatechnik eingearbeitet werden, diese Elemente bestehen dann bevorzugt aus elastischen Materialien.
Die zwangsläufig offenen Abschlußränder werden verkettelt oder durch einen Schmelzfaden versiegelt.
Es kann auch ein Schlauchbezug hergestellt werden unter Verwen­ dung von elastischen Materialien. Dieser Schlauchbezug wird dann über einen Schaumkern gezogen.
Die Grundbindung kann durch unterschiedliche Kombination aller bzw. nur selektierter Nadeln mit/ohne elastischen Fäden ebenso wie die Netzstruktur bzw. Bindungsstruktur mit/ohne Flotten in Elastizität und Stabilität definiert werden.
In elastischen Bereichen können Maschen bzw. Kett- oder Schuß­ fäden gezielt aus elastischen Fäden mit einem definierten Dehn­ verhalten hergestellt bzw. eingearbeitet sein. Auf diese Weise läßt sich gezielt eine bestimmte Spannung in einem Gestrickbe­ zug einstellen oder Randpartien können so gearbeitet werden, daß sie eng am Rahmen anliegen.
Vorzugsweise besteht das Gestrick eines Sitzbezugs aus einem Mehrlagenaufbau. Zur Erzielung gekrümmter, zylindrischer konve­ xer oder konkaver Verformungen des Gestricks können die unter­ schiedlichen Lagen mit unterschiedlicher Maschen- und/oder Stäbchenzahl gestrickt sein.
Vorzugsweise wird ein Sitz mit einem Bezug hergestellt, der aus einem Mehrlagenaufbau besteht. Den Lagen sind dann vorteilhaf­ terweise unterschiedliche Funktionen zugeordnet. So kann z. B. eine untere Lage als Trägerlage ausgebildet sein, während eine zur Sitzfläche hin orientierten Sitzlage eine klimatechnische Funktion, z. B. durchbrochen Bereiche oder feuchtigkeitsaufneh­ mende Eigenschaften, aufweist. Dies Lagen können miteinander verstrickt oder auch durch einen Polfaden miteinander verbunden sein.
In einer Ausführungsform der Erfindung ist ein Sitz nach einem mit einem Bezug versehen, der aus einem elastischen Schlauchge­ strick hergestellt ist. Dieses elastische Schlauchgestrick wird um den Rahmen gespannt und fixiert sich somit selbsttätig am Rahmen. Als Material können Elasthan oder Materialhybride mit elastischen Komponenten verwendet werden.

Claims (24)

1. Verfahren zur Herstellung eines - insbesondere mehrlagigen - Gestricks mit gezielt einstellbarer Querstabilität und Querela­ stizität, umfassend eine Grundbindung in zumindest einer Gestricklage, welche Grundbindung Maschenreihen enthält, die zum überwiegen­ den Teil Flotten mit einer Länge des Abstandes von mindestens zwei aktiven Nadeln aufweisen, welche in aufeinanderfolgenden Maschenreihen gegeneinander versetzt sind, wobei die Querstabi­ lität partiell über die Veränderung der Flottenlänge einge­ stellt wird.
2. Verfahren zur Herstellung eines - insbesondere mehrlagigen - Gestricks mit gezielt einstellbarer Querstabilität und Querela­ stizität, umfassend eine Grundbindung in zumindest einer Gestricklage, welche Grundbindung eine Abfolge von
  • - ersten Maschenreihen, in denen mit dem überwiegenden Teil der aktiven Nadeln eine Masche gebildet wird, und
  • - zweiten Maschenreihen enthält, die zum überwiegenden Teil Flotten mit einer Länge des Abstandes von mindestens zwei aktiven Nadeln aufweisen,
und die sukzessive Abfolge der ersten und zweiten Maschenreihen entsprechend den Anforderungen an die Querelastizität und Quer­ stabilität des Gestricks gewählt wird, wobei in elastischeren Gestrickbereichen der Anteil an ersten Maschenreihen höher liegt als in querstabilen Gestrickbereichen.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in elastischen Gestrickbereichen mit einem elastischen Fa­ den, wie z. B. Gummi oder Elasthan gestrickt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in querstabilen Bereichen nur mit zweiten Maschenreihen ge­ strickt wird, deren Flotten bevorzugt gegeneinander versetzt sind.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstabilität über die Flottenlänge der zweiten Ma­ schenreihen gezielt eingestellt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß in querstabilen Bereichen die aufgrund der erhöhten Flot­ tenlänge verminderte Längsstabilität des Gestricks durch die Einbringung von Kettfäden kompensiert wird.
7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundbindung in dem Gestrick partiell durch wenigstens eine andere Bindung ersetzt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die andere Bindung durch eine Netzbindung gegeben ist, die die folgende Struktur aufweist:
  • a) in ersten Maschenreihen wird der Vermaschungsfaden in wenigstens einem ersten Nadelbett an jeder Nadel kuliert, wobei der Vermaschungsfaden in definierten Nadelabständen auf die Nadeln wenigstens eines zweiten Nadelbetts auf Fang gelegt wird,
  • b) in zweiten Maschenreihen werden auf dem ersten Nadelbett lange Flotten erzeugt,
  • c) der Verfahrensschritt b) wird beliebig wiederholt, wobei die Flotten benachbarter zweiter Maschenreihen relativ zueinander versetzt sind,
  • d) in dritten Maschenreihen wird der Verfahrensschritt a) wiederholt, und
  • e) in vierten Maschenreihen wird der Fang von den Nadeln des zweiten Nadelbetts auf das erste Nadelbett zurückgehängt, wobei die ersten, zweiten, dritten und vierten Maschen­ reihen im obigen Schema sukzessive aufeinander folgen.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Lagen der Netzbindung ein Polfaden vorgesehen wird, der in definierten Abständen alternierend mit beiden La­ gen durch Kulieren oder auf Fang legen verbunden wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung der Grundbindung und der Netzbindung gemäß einem vorgegebenen optischen Muster erfolgt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Netzbindung oder eine andere durchbrochene Struktur in elastischeren Gestrickbereichen und/oder als Klimazone vorgese­ hen wird.
12. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Lagen einer mehrlagigen Grundbindung ein Pol­ faden vorgesehen wird, der in definierten Abständen alternie­ rend mit beiden Lagen durch Kulieren oder auf Fang legen ver­ bunden wird.
13. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Flotten mehrerer Lagen in einer Netzbindung und/oder in einer Grundbindung - insbesondere 1 × 1 - versetzt vermascht oder auf Fang gelegt werden.
14. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Flotten aufeinanderfolgender Maschenreihen in der Netzbindung und/oder in der Grundbindung - insbesondere 1 × 1 - versetzt vermascht oder auf Fang gelegt werden.
15. Gestrick, hergestellt nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che.
16. Gestrick nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß bestehend aus einem Mehrlagenaufbau, bei dem die unter­ schiedlichen Lagen mit unterschiedlicher Maschen- und/oder Stäbchenzahl gestrickt sind.
17. Gestrick nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sichtlage des Gestricks eine Intarsiabindung zur Ein­ bringung von Logos oder Designelementen aufweist.
18. Verwendung des Gestricks nach einem der Ansprüche 15 bis 17 für einen selbsttragenden Sitzbezug, der auf einen Rahmen fi­ xiert ist.
19. Sitz mit einem Rahmen, zwischen dessen Streben ein selbst­ tragendes Gestrick nach einem der Ansprüche 15 bis 17 als Sitz­ fläche und/oder Rückenlehne gespannt ist.
20. Sitz nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Sitzfläche und ein Außenbereich der Rückenlehne durch die Grundstruktur gebildet sind, und daß ein mehr zentraler Be­ reich der Rückenlehne und/oder Sitzfläche durch die Netzstruk­ tur gebildet ist.
21. Sitz nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundbindungen und/oder Netzbindungen insbesondere par­ tiell aus schrumpfenden und/oder elastischen Materialien oder Hybriden gefertigt sind.
22. Sitz nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dessen Bezug aus einem Mehrlagenaufbau besteht, mit einer Trägerlage und einer zur Sitzfläche hin orientierten Sitzlage, die eine klimatechni­ sche Funktion aufweist, welche Lagen - insbesondere durch einen Polfaden - miteinander verbunden sind.
23. Sitz nach einem der Ansprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Bezug aus einem elastischen Schlauchgestrick herge­ stellt ist, welches um den Rahmen gespannt ist.
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