DE19637206A1 - Verbindungsmanschette aus einem elastischen Schlauchkörper - Google Patents
Verbindungsmanschette aus einem elastischen SchlauchkörperInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verbindungsmanschette aus einem elastischen Schlauchkörper
zur wasserdichten Verbindung zwischen einer Einfüllöffnung am äußeren Gehäuse einer
Waschmaschine und der inneren Einfüllöffnung am schwingend gelagerten Laugenbehälter.
Derartige Verbindungsmanschetten sind aus DE 32 20 577 A1 und DE 88 01 392 U1
bekannt. Üblicherweise werden bei den bekannten, als Faltenmanschetten ausgebildeten
Verbindungsmanschetten umlaufende Falten - wie der Name sagt - verwendet, um zwischen
den Einfüllöffnungen des äußeren Gehäuses der Waschmaschine und des Laugenbehälters
eine wasserdichte und vor allem elastische Verbindung zu schaffen, durch die die
Bedienungsperson Wäschestücke laden und entnehmen kann. Dieses Prinzip wird sowohl
bei Toplader-Waschmaschinen (DE 32 20 577 A1) wie auch bei Frontlader-Wasch
maschinen (DE 88 01 392 U1) angewendet. In beiden Anwendungsfällen sind diese
Manschetten zum Längenausgleich während des Waschens und Schleuderns mit Falten
ausgestattet, deren Höhen-Abmessungen im Bereich des 15- bis 20fachen der Dicke des
Manschetten-Materials liegen und deren Flanken sich durch enge Faltenwinkel einander
ziemlich nahe sind. Dies bewirkt vor allem beim Schleudern ein Aneinanderschlagen der
Faltenflanken, was zu erheblicher Geräuschbildung - sogenanntes Faltenklatschen - führt.
Solche Geräusche sind neben anderen Geräuschen, die in der Waschmaschine entstehen,
störend.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbindungsmanschette der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß von ihr auch beim Schleudern keine nennenswerten
Geräusche ausgehen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Grundform des
Schlauchkörpers in keinem Bereich Wandabschnitte aufweist, die bei Schwingungen des
Laugenbehälters während des Schleuderns aufeinander schlagen können. Dem Fachmann
stehen hierfür diverse Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung, die bisher im Stand der
Technik fehlen.
Beispielsweise kann in einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Verbindungsmanschette der Schlauchkörper im Abschnitt zwischen den
Verbindungsbereichen glatt und dünner als in den Verbindungsbereichen geformt sein und
aus einem hochelastischen Werkstoff bestehen. Dadurch enthält der Abschnitt keine
Wandabschnitte, die während des Schleuderns aufeinander schlagen können, und sein
hochelastischer Werkstoff ist geeignet, Abstandsvergrößerungen zwischen den Öffnungen
des Gehäuses und des Laugenbehälters elastisch zu überbrücken.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Abschnitt zwischen
den Verbindungsbereichen wenigstens teilweise mit Versteifungselementen versehen.
Solche Versteifungselemente verhindern mögliche Faltenbildung während des Schleuderns
in besonders dünnwandigen Bereichen des Schlauchkörpers und können vorteilhafterweise
aus partiellen Werkstoffverdickungen und/oder aus wellenförmig profilierten Ausformungen
des Abschnitts zwischen den Verbindungsbereichen bestehen, die auf dem Umfang des
Schlauches umlaufend angeordnet sind und in ihrem Umlauf gegebenenfalls in Abständen
unterbrochen sind. Bei Versteifungselementen, die in mehreren übereinander angeordneten
Etagen angewendet werden und unterbrochen sind, können die Abstände unterschiedlicher
Etagen zueinander versetzt angeordnet sein.
All die vorgenannten Maßnahmen sind geeignet, einzeln oder in Kombination das
Aufeinanderschlagen von Wandabschnitten während des Schleuderns und damit die
Entstehung von Klatschgeräuschen zu unterbinden.
Anhand von einigen in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen ist die Erfindung
nachstehend erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 einen geschnitten dargestellten Abschnitt einer Manschette, die mittels
Verbindungselementen zwischen den Öffnungen eines äußeren Gehäuses
und eines Laugenbehälters angeordnet ist, mit glatt und dünner als in den
Verbindungsbereichen geformtem Zwischenabschnitt,
Fig. 2 einen gleichartigen Ausschnitt einer Manschette wie in Fig. 1 mit aus
Werkstoff-Verdickungen bestehenden Versteifungselementen,
Fig. 3 einen gleichartigen Ausschnitt wie in Fig. 1 mit wellenförmig profilierten
Ausformungen des Zwischenabschnitts und
Fig. 4 einen gleichartigen Ausschnitt wie in Fig. 1 mit einer großformatig
wellenförmig profilierten Ausformung des Zwischenabschnitts.
Zur Vereinfachung und zur Vermeidung von Verwirrungen ist in der Zeichnung nur eine
Hälfte des Schnittes durch den Bereich der Manschette dargestellt. Dabei ist beispielsweise
die Öffnung 1 durch einen Kragen dargestellt, der Bestandteil des äußeren Gehäuses einer
Waschmaschine ist. Dieser Kragen hat eine umlaufende Rille 2, in die der Verbindungs
bereich 3 der Manschette 4 (Fig. 1) eingelegt ist, der durch einen nicht dargestellten Spann
ring auf dem Kragen befestigt ist. In gleicher oder ähnlicher Weise ist der Verbindungs
bereich 5 des anderen Endes der schlauchartigen Manschette 4 mit der Rille 6 des
Flansches 7 des ansonsten nicht dargestellten Laugenbehälters der Waschmaschine
verbunden. Der Flansch 7 ist zugleich die Öffnung im Laugenbehälter, durch die die Wäsche
geladen und entnommen werden kann.
Bei der Darstellung der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Manschette kommt es auf die
Formung im Abschnitt 8 an. In Fig. 1 ist die Manschette 4 im Abschnitt 8 glatt gestaltet und
dünner geformt als in den Verbindungsbereichen 3 und 5. Zumindest dieser Abschnitt 8
besteht aus einem hochelastischen Werkstoff, der Abstandsvergrößerungen zwischen dem
Kragen 1 und dem Flansch 7 elastisch ausgleichen kann. Auf Verringerungen dieses
Abstands reagiert der Manschetten-Mantel im Abschnitt 8 durch Bildung von Wellen, die je
nach der Augenblicksposition des Kragens 1 im Verhältnis zum Flansch 7 verteilt sind. In
keinem Bereich weist der Abschnitt 8 Wandabschnitte auf, die aufgrund ohnehin nahe
beieinander liegender Flächen aufeinander schlagen könnten. Daher ist diese Ausgestaltung
bereits geeignet, um Geräusche während des Schleuderns zu vermeiden.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Manschette 9 enthält der Abschnitt 8 Versteifungselemente 10
und 11, die im Falle der wulstigen Verdickung 10 gürtelartig den Mantel des Abschnitts 8
umschlingt, während die flächenhaften Verdickungen 11 im Beispiel der Fig. 2 durch
Abstände 12 unterbrochen sind. Abweichend von dem in Fig. 2 dargestellten Beispiel kann
der Abschnitt 8 mit nur einem der Versteifungselemente 10 oder 11 ausgestattet sein, oder
mit einer Mehrzahl von gleichartigen Versteifungselementen 10 oder 11, oder es können die
Versteifungselemente 10 und 11 jeweils anders als dargestellt unterbrochen bzw.
ununterbrochen umlaufend ausgebildet sein.
Dasselbe gilt auch für die Ausführungsbeispiele in Fig. 3 und 4. In Fig. 3 ist der Abschnitt 8
zwischen den Verbindungsbereichen 3 und 5 der Manschette 13 mit Versteifungselementen
14 und 15 ausgestattet, die als wellenförmig profilierte Ausformungen des Mantelbereichs
der Manschette 13 ausgestaltet sind. Dabei sind die Wellen 14 in Abständen 16 am Umfang
des Abschnitts 8 verteilt, während die Welle 15 im Abschnitt 8 umlaufend ausgebildet ist. Als
weiteren Unterschied zwischen den beiden dargestellten Versteifungselementen sind die
Wellen 14 in ihrem mittleren Abschnitt dicker als an ihren Rändern, während die Welle 15 in
ihrem mittleren Abschnitt dünner ausgeformt ist als an ihren Rändern. Je nach Geometrie
der Öffnungsbereiche des Kragens 1 und des Flansches 7 sowie der Manschette 13 muß
empirisch ermittelt werden, welche der genannten Ausformungen für den vorgesehenen
Zweck am günstigsten sind. Abweichend vom Beispiel in Fig. 3 können selbstverständlich
die Versteifungselemente 14 oder 15 allein und einzeln angewendet werden oder in
Kombination - wie dargestellt - oder allein oder zu mehreren.
Die in Fig. 4 beispielsweise dargestellte Manschette 17 enthält in ihrem Abschnitt 8 nur eine
wellenförmig profilierte Ausformung 18, die umlaufend am Mantel angeordnet ist und in ihrer
Mitte dicker als an den Rändern ausgeformt ist. Sollte sich herausstellen, daß die
wellenförmige Profilierung nach innen gerichtet bessere Ergebnisse erzielt, so kann im
Rahmen der Erfindung hiervon ebenfalls Gebrauch gemacht werden.
Abweichend von den dargestellten Ausführungsbeispielen kann der Abschnitt 8 einer
Manschette auch mit einer Vielzahl von umlaufenden Falten ausgestattet sein, deren Höhe
im Bereich etwa des Drei- bis Fünffachen der Materialstärke und deren Breite im Bereich
etwa des Zehn- bis Zwanzigfachen der Materialstärke gewählt werden kann. Damit
entstehen sehr flach gestaltete Falten mit stark gestreckten Faltenwinkeln, die insbesondere
bei Abstandsverkleinerungen zwischen dem Kragen 1 und dem Flansch 7 keine so großen
Verdichtungen der Falten zulassen, daß deren Flanken aufeinander klatschen könnten.
Claims (8)
1. Verbindungsmanschette aus einem elastischen Schlauchkörper zur wasserdichten Verbin
dung zwischen einer Einfüllöffnung am äußeren Gehäuse einer Waschmaschine und der inne
ren Einfüllöffnung am schwingend gelagerten Laugenbehälter, dadurch gekennzeichnet,
daß die Grundform des Schlauchkörpers in keinem Bereich Wandabschnitte aufweist, die bei
Schwingungen des Laugenbehälters während des Schleuderns aufeinanderschlagen können.
2. Verbindungsmanschette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauchkör
per im Abschnitt (8) zwischen den Verbindungsbereichen (3, 5) glatt und dünner als in den
Verbindungsbereichen (3, 5) geformt ist und aus einem hochelastischen Werkstoff besteht.
3. Verbindungsmanschette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ab
schnitt (8) zwischen den Verbindungsbereichen (3, 5) wenigstens teilweise mit Versteifungs
elementen (10, 11, 14, 15, 18) versehen ist.
4. Verbindungsmanschette nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungs
elemente aus partiellen Werkstoffverdickungen (10,11) im Abschnitt (8) zwischen den Ver
bindungsbereichen (3, 5) bestehen.
5. Verbindungsmanschette nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungs
elemente aus mindestens einer wellenförmig profilierten Ausformung (14, 15, 18) des Ab
schnitts (8) zwischen den Verbindungsbereichen (3, 5) bestehen.
6. Verbindungsmanschette nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Versteifungselemente (10, 11, 14, 15, 18) auf dem Umfang des Schlauches umlaufend
angeordnet sind.
7. Verbindungsmanschette nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufenden
Versteifungselemente (11, 14) in Abständen (12, 16) unterbrochen sind.
8. Verbindungsmanschette nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehreren
übereinander, unterbrochen umlaufend angeordneten Versteifungselementen (11, 14) die
Abstände (12, 16) unterschiedlicher Etagen zueinander versetzt angeordnet sind.
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