DE19640186A1 - Tensidhaltige Formulierungen - Google Patents
Tensidhaltige FormulierungenInfo
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Description
Die Verwendung von Fettsäure-N-alkyl-polyhydroxyalkylamiden und insbesondere
von Fettsäure-N-methylglucamid ist bereits aus DE-A-44 30 085; DE-A-43 26 950;
DE-A-44 32 366; DE-A-44 24 823; WO 92/6153; WO 92/6156; WO 92/6157;
WO 92/6158; WO 92/6159 und WO 92/6160 bekannt. Wesentliche Vorteile der
Fettsäure-N-methylglucamide sind neben ihrer hohen Reinigungskraft ihre gute
biologische Abbaubarkeit und ihre Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen.
Bekannt ist auch die Verwendung dieser Substanzgruppe als Verdicker
(EP-A-285 768).
Nachteilig für die Anwendung und Formulierbarkeit ist eine begrenzte Löslichkeit
dieser Substanzen, insbesondere ab einer Kettenlänge größer als C16. Bei höheren
Konzentrationen in Wasser sind sie aufgrund der hohen Viskosität nur schwer zu
handhaben. Höhere Temperaturen zur Absenkung der Viskosität führen jedoch zu
verstärkter Hydrolyse.
Aus DE-A-42 38 207 und DE-A-42 38 211 ist die Verwendung von Fettsäure
polyhydroxyalkylamiden als Tenside bekannt, die sich von den zuvor erwähnten
Fettsäure-N-alkyl-polyhydroxyalkylamiden dadurch unterscheiden, daß die
Alkylgruppe durch eine Dialkylaminogruppe substituiert ist. Darüberhinaus sind
diese Zuckertenside quaterniert.
Es wurde nun gefunden, daß sich die in DE-A-42 38 207 und DE-A-42 38 211
beschriebenen Zuckertenside auch in ihrer nichtquaternierten Form ausgezeichnet
als Tenside eignen. Dieser Befund ist überraschend, da der genannte Stand der
Technik hierbei keine Anregungen zur Verwendung der nicht-quaternierten
Verbindungen dieser Art als Tenside gibt.
Gegenstand der Erfindung sind tensidhaltige Formulierungen, die als Tensid ein N-
(3-Dialkylamin)-propyl-N-polyhydroxyalkylcarbonsäureamid der Formel
enthalten, worin R ein aliphatischer Rest mit 8 bis 24 C-Atomen ist, R¹ und R², die
gleich oder verschieden sind, Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen oder Hydroxyalkyl mit 2 bis
4 C-Atomen und Z einen linearen Polyhydroxykohlenwasserstoffrest mit mindestens
3 OH-Gruppen, die auch alkoxyliert sein können, bedeuten, sowie deren
Säureadditionsprodukte.
Bevorzugt sind Verbindungen der Formel 1, in denen R Fettalkyl, R¹ und R² Methyl
und Z der Rest eines Zuckeralkohols ist, der sich von einem reduzierenden Mono-
oder Disaccharid, insbesondere von der Glucose, ableitet.
Diese Verbindungen werden hergestellt, indem man ein Amin der Formel (2)
Z-NH-(CH₂)₃-NR¹R² (2)
unter Einführung des Restes R-CO acyliert, wobei R, R¹, R² und Z die
obengenannten Bedeutungen haben.
Die Säureadditionsprodukte werden dann in einem zusätzlichen Schritt durch
Zugabe einer geeigneten Säure erhalten. Beispiele für solche Säuren sind
Mineralsäuren wie Salzsäure oder organische Säuren wie Carbonsäuren,
(Essigsäure), Hydroxycarbonsäuren (Milchsäure), verzweigte, lineare, gesättigte
oder ungesättigte Fettsäuren, Dicarbonsäuren (Maleinsäure, Bernsteinsäure,
Adipinsäure), Polycarbonsäuren (Zitronensäure) oder Aminosäuren und deren
Derivate.
Im Vergleich zu den nicht basisch substituierten bekannten Verbindungen haben
diese Verbindungen den weiteren Vorteil, daß für die Abstimmung der hydrophilen
Eigenschaften nicht nur der Rest Z, sondern auch der basisch substituierte
Alkylenrest zur Verfügung steht und so die hydrophilen Eigenschaften im Vergleich
zu den - durch den Rest R bewirkten - hydrophoben Eigenschaften noch besser
maßgeschneidert werden können. Die Verbindungen der Formel 1 und deren
Säureadditionsprodukte eignen sich ganz allgemein als Tenside, da die
ausgeprägte Tensideigenschaften, wie sehr gutes Schaumvermögen, gute
Fettdispergierbarkeit (Schmutztitration) und gute Waschleistung bei gleichzeitig
hoher Wasserhärtebeständigkeit und guter Hautverträglichkeit zeigen.
Sie eignen sich für alle Arten von tensidhaltigen Formulierungen, insbesondere für
kosmetische Reinigungsmittelformulierungen und Haushaltsreiniger. Die
erfindungsgemäßen Formulierungen enthalten die Zuckertenside vorzugsweise in
einer Menge von 0,1 bis 99 Gew.-%, insbesondere von 1 bis 50 Gew.-%.
Bevorzugte erfindungsgemäße Formulierungen sind pulverförmige
Universalwaschmittel (1 bis 30 Gew.-%), flüssige Universalwaschmittel (1 bis 70
Gew.-%), flüssige Feinwaschmittel (1 bis 50 Gew.-%), Arivagemittel (1 bis 50 Gew.-%),
Handgeschirrspülmittel (1 bis 50 Gew.-%), Toilettenspüler (1 bis 50 Gew.-%),
flüssige Reinigungs- und Desinfektionsmittel (1 bis 30 Gew.-%), Stückseifen zum
Kombibat-Typ (1 bis 2 Gew.-%), Syndetseifen (1 bis 2 Gew.-%), Haarshampoos (1
bis 30 Gew.-%), Haarspülungen (1 bis 30 Gew.-%), Haarfärbemittel (1 bis
30 Gew.-%), Haarwellmittel (1 bis 30 Gew.-%), Schaumbäder (1 bis 30 Gew.-%),
Gesichtsreinigungsmittel (1 bis 30 Gew.-%), Textil- und Faserhilfsmittel (1 bis 30
Gew.-%), Ladefettungsmittel (1 bis 30 Gew.-%), Flotationshilfsmittel (1 bis
30 Gew.-%) und Hilfsmittel für die Entwässerung von Feststoffen. Die
Prozentangaben in den Klammern geben den bevorzugten Gehalt an Tensid der
Formel 1 in diesen Formulierungen an.
Die erfindungsgemäßen Formulierungen können eine Verbindung der Formel 1 oder
deren Säureadditionsprodukte als alleiniges Tensid enthalten, vorzugsweise werden
diese Tenside kombiniert mit weiteren üblichen anionischen, nicht ionischen
kationischen und/oder amphoteren Tensiden. Das Mischungsverhältnis zwischen
den Tensiden der Formel 1 oder deren Säureadditionsprodokten und den übrigen
Tensiden kann in breiten Grenzen schwanken, etwa im Gewichtsverhältnis von 1 zu
99 bis 99 zu 1, vorzugsweise von 80 zu 20 bis 20 zu 80. Die Gesamtkonzentration
an Tensiden in den erfindungsgemäßen Formulierungen kann 1 bis 99,
vorzugsweise 5 bis 50 Gew.-% betragen.
Als anionische Tenside kommen in Betracht Sulfonate, Sulfate, Carboxylate,
Phosphate und Mischungen aus den genannten Verbindungen. Geeignete Kationen
sind hierbei Alkalimetalle, wie z. B. Natrium oder Kalium oder Erdalkalimetalle, wie
z. B. Calcium oder Magnesium sowie Ammonium, substituierte
Ammoniumverbindungen, einschließlich Mono-, Di- oder Triethanolammonium
kationen und Mischungen der Kationen. Folgende Typen von anionischen Tensiden
sind von besonderem Interesse:
Alkylestersulfonate, Alkylsulfate, Alkylethersulfate, Alkylbenzolsulfonate, sekundäre Alkansulfonate, Seifen wie im folgenden beschrieben.
Alkylestersulfonate, Alkylsulfate, Alkylethersulfate, Alkylbenzolsulfonate, sekundäre Alkansulfonate, Seifen wie im folgenden beschrieben.
Alkylestersulfonate sind unter anderem lineare Ester von C₈-C₂₀-Carboxylsäuren
(d. h. Fettsäuren), welche mittels gasförmigem SO₃ sulfoniert werden, wie in "The
Journal of the American Oil Chemists Society" 52 (1975), pp. 323-329 beschrieben
wird. Geeignete Ausgangsmaterialien sind natürliche Fette wie z. B. Talg, Palmöl
oder Cocosöl, können aber auch synthetischer Natur sein. Bevorzugte
Alkylestersulfonate, speziell für Waschmittelanwendungen, sind Verbindungen der
Formel
worin R¹ einen C₈-C₂₀-Kohlenwasserstoffrest, bevorzugt Alkyl und R einen C₁-C₆
Kohlenwasserstoffrest, bevorzugt Alkyl, darstellt. M steht für ein Kation, das ein
wasserlösliches Salz mit dem Alkylestersulfonat bildet. Geeignete Kationen sind
Natrium, Kalium, Lithium oder Ammoniumkationen, wie Monoethanolamin,
Diethanolamin und Triethanolamin. Bevorzugt bedeuten R¹ C₁₀-C₁₆-Alkyl und R
Methyl, Ethyl oder Isopropyl. Besonders bevorzugt sind Methylestersulfonate, in
denen R¹ C₁₀-C₁₆-Alkyl bedeutet.
Alkylsulfate sind hier wasserlösliche Salze oder Säuren der Formel ROSO₃M, worin
R bevorzugt ein C₁₀-C₂₄-Kohlenwasserstoffrest, bevorzugt C₁₀-C₂₀-Alkyl oder
Hydroxyalkyl, besonders bevorzugt C₁₂-C₁₈ Alkyl- oder Hydroxyalkyl darstellt. M ist
Wasserstoff oder ein Kation, z. B. ein Alkalimetallkation (z. B. Natrium, Kalium,
Lithium), Ammonium oder substituiertes Ammonium z. B. Methyl-, Dimethyl- und
Trimethylammoniumkationen und quaternäre Ammoniumkationen, wie
Tetramethylammonium- und Dimethylpiperidiniumkationen und quaternäre
Ammoniumkationen, abgeleitet von Alkylaminen wie Ethylamin, Diethylamin,
Triethylamin und Mischungen davon. Alkylketten mit C₁₂-C₁₆ sind für niedrige
Waschtemperaturen (z. B. unter ca. 50°C) und Alkylketten mit C₁₆-C₁₈ für höhere
Waschtemperaturen (z. B. oberhalb ca. 50°C) bevorzugt.
Alkylethersulfate sind wasserlösliche Salze oder Säuren der Formel RO(A)m SO₃M,
worin R einen unsubstituierten C₁₀-C₂₄-Alkyl- oder Hydroxyalkylrest, bevorzugt
einen C₁₂-C₂₀ Alkyl- oder Hydroxyalkylrest, besonders bevorzugt C₁₂-C₁₈-Alkyl-
oder Hydroxyalkylrest darstellt. A ist eine Ethoxy- oder Propoxyeinheit, m ist eine
Zahl größer als 0, vorzugsweise zwischen ca. 0,5 und ca. 6, besonders bevorzugt
zwischen ca. 0,5 und ca. 3 und M ist ein Wasserstoffatom oder ein Kation wie z. B.
Natrium, Kalium, Lithium, Calcium, Magnesium, Ammonium oder ein substituiertes
Ammoniumkation. Spezifische Beispiele von substituierten Ammoniumkationen sind
Methyl-, Dimethyl-, Trimethylammonium- und quaternäre Ammoniumkationen wie
Tetramethylammonium und Dimethylpiperidiniumkationen, sowie solche, die von
Alkylaminen, wie Ethylamin, Diethylamin, Triethylamin, Mischungen davon
abgeleitet sind. Als Beispiele seien C₁₂-C₁₈-Fettalkoholethersulfate genannt, wobei
der Gehalt an Ethylenoxid 1, 2, 2.5, 3 oder 4 mol pro mol Fettalkoholethersulfat
beträgt, und in denen M Natrium oder Kalium ist.
In sekundären Alkansulfonaten kann die Alkylgruppe entweder gesättigt oder
ungesättigt, verzweigt oder linear und gegebenenfalls mit einer Hydroxylgruppe
substituiert sein. Die Sulfogruppe kann eine beliebige Position an der gesamten C-
Kette einnehmen, wobei die primären Methylgruppen am Kettenanfang und
Kettenende keine Sulfogruppen besitzen. Die bevorzugten sekundären
Alkansulfonate enthalten lineare Alkylketten mit ca. 9 bis 25 Kohlenstoffatomen,
bevorzugt von ca. 10 bis ca. 20 Kohlenstoffatome und besonders bevorzugt ca. 13
bis 17 Kohlenstoffatome. Als Kation ist beispielsweise Natrium, Kalium, Ammonium,
Mono-, Di- oder Triethanolammonium, Calcium oder Magnesium bevorzugt.
Weitere geeignete anionische Tenside sind Alkenyl- oder Alkylbenzolsulfonate. Die
Alkenyl- oder Alkylgruppe kann verzweigt oder linear und gegebenenfalls mit einer
Hydroxylgruppe substituiert sein. Die bevorzugten Alkylbenzolsulfonate enthalten
lineare Alkylketten mit ca. 9 bis 25 Kohlenstoffatomen, bevorzugt von ca. 10 bis ca.
13 Kohlenstoffatome, das Kation ist Natrium, Kalium, Ammonium, Mono-, Di- oder
Triethanolammonium, Calcium oder Magnesium und Mischungen davon. Für milde
Tensidsysteme ist Magnesium als Kation bevorzugt, für
Standardwaschanwendungen dagegen Natrium. Gleiches gilt für
Alkenylbenzolsulfonate
Der Begriff anionische Tenside schließt auch Olefinsulfonate mit ein, die durch Sulfonierung von C₁₂-C₂₄-, vorzugsweise C₁₄-C₁₆-α-Olefinen mit Schwefeltrioxid und anschließende Neutralisation erhalten werden. Bedingt durch das Herstellverfahren, können diese Olefinsulfonate kleinere Mengen an Hydroxyalkan sulfonaten und Alkandisulfonaten enthalten. Spezielle Mischungen von α- Olefinsulfonaten sind in US-3,332,880 beschrieben.
Der Begriff anionische Tenside schließt auch Olefinsulfonate mit ein, die durch Sulfonierung von C₁₂-C₂₄-, vorzugsweise C₁₄-C₁₆-α-Olefinen mit Schwefeltrioxid und anschließende Neutralisation erhalten werden. Bedingt durch das Herstellverfahren, können diese Olefinsulfonate kleinere Mengen an Hydroxyalkan sulfonaten und Alkandisulfonaten enthalten. Spezielle Mischungen von α- Olefinsulfonaten sind in US-3,332,880 beschrieben.
Weitere bevorzugte anionische Tenside sind Carboxylate, z. B. Fettsäureseifen und
vergleichbare Tenside. Die Seifen können gesättigt oder ungesättigt sein und
können verschiedene Substituenten, wie Hydroxylgruppen oder α-Sulfonatgruppen
enthalten. Bevorzugt sind lineare gesättigte oder ungesättigte
Kohlenwasserstoffreste als Anteil mit ca. 6 bis ca. 30, bevorzugt ca. 10 bis
ca. 18 Kohlenstoffatomen.
Als an ionische Tenside kommen weiterhin Salze von Acylaminocarbon
säuren in Frage, die durch Umsetzung von Fettsäurechloriden mit
Natriumsarkosinat im alkalischen Medium entstehenden Acylsarcosinate; Fettsäure-
Eiweiß-Kondensationsprodukte, die durch Umsetzung von Fettsäurechloriden mit
Oligopeptiden erhalten werden; Salze von Alkylsulfamidocarbonsäuren, Salze von
Alkyl- und Alkylarylethercarbonsäuren; C₈-C₂₄-Olefinsulfonate, sulfonierte
Polycarboxylsäuren, hergestellt durch Sulfonierung der Pyrolyseprodukte von
Erdalkalimetallcitraten, wie z. B. beschrieben in GB-1,082,179; Alkylglycerinsulfate,
Fettacylglycerinsulfate, Alkylphenolethersulfate, primäre Paraffinsulfonate,
Alkylphosphate, Alkyletherphosphate, Isethionate, wie Acylisethionate, N-
Acyltauride, Alkylsuccinate, Sulfosuccinate, Monoester der Sulfosuccinate
(besonders gesättigte und ungesättigte C₁₂-C₁₈-Monoester) und Diester der
Sulfosuccinate (besonders gesättigte und ungesättigte C₁₂-C₁₈-Diester),
Acylsarcosinate, Sulfate von Alkylpolysacchariden wie Sulfate von
Alkylpolyglycosiden, verzweigte primäre Alkylsulfate und Alkylpolyethoxycarboxylate
wie die der Formel RO(CH₂CH₂)kCH₂COO⁻M⁺, worin R C₈-C₂₂-Alkyl, k eine Zahl
von 0 bis 10 und M ein Kation ist, Harzsäuren oder hydrierte Harzsäuren, wie Rosin
oder hydriertes Rosin oder Tallölharze und Tallölharzsäuren. Weitere Beispiele sind
in "Surface Active Agents and Detergents" (Vol. I und II, Schwartz, Perry und Berch)
beschrieben.
Als nicht-ionische Tenside kommen beispielsweise folgende Typen in Frage:
Polyethylen-, Polypropylen- und Polybutylenoxidkondensate von Alkylphenolen.
Diese Verbindungen umfassen die Kondensationsprodukte von Alkylphenolen mit
einer C₆-C₂₀-Alkylgruppe, die entweder linear oder verzweigt sein kann, mit
Alkenoxiden. Bevorzugt sind Verbindungen mit ca. 5 bis 25 mol Ethylenoxid pro mol
Alkylphenol. Kommerziell erhältliche Tenside diesen Typs sind z. B. Igepal® CO-630,
Triton® X-45, X-1 14, X-100 und X102, und die ®Arkopal-N-Marken der Hoechst AG.
Kondensationsprodukte von aliphatischen Alkoholen mit ca. 1 bis ca. 25 mol
Ethylenoxid.
Die Alkylkette der aliphatischen Alkohole kann linear oder verzweigt, primär oder
sekundär sein, und enthält im allgemeinen ca. 8 bis ca. 22 Kohlenstoffatome.
Besonders bevorzugt sind die Kondensationsprodukte von C₁₀-C₂₀-Alkoholen, mit
ca. 2 bis ca. 18 mol Ethylenoxid pro mol Alkohol. Die Alkylkette kann gesättigt oder
auch ungesättigt sein. Die Alkoholethoxilate können eine enge ("Narrow Range
Ethoxilates") oder eine breite Homologenverteilung des Ethylenoxides ("Broad
Range Ethoxylates") aufweisen. Beispiele von kommerziell erhältlichen
nichtionischen Tensiden dieses Types sind Teritol® 15-5-9 (Kondensationsprodukt
eines C₁₁-C₁₅ linearen sekundären Alkohols mit 9 mol Ethylenoxid), Tergitol® 24-L-
NMW (Kondensationsprodukt eines C₁₂-C₁₄-linearen primären Alkohols mit 6 mol
Ethylenoxid mit enger Molgewichtsverteilung). Ebenfalls unter diese Produktklasse
fallen die Genapol®-Marken der Hoechst AG.
Kondensationsprodukte von Ethylenoxid mit einer hydrophoben Basis, gebildet
durch Kondensation von Propylenoxid mit Propylenglykol.
Der hydrophobe Teil dieser Verbindungen weist bevorzugt ein Molekulargewicht
zwischen ca. 1500 und ca. 1800 auf. Die Anlagerung von Ethylenoxid an diesen
hydrophoben Teil führt zu einer Verbesserung der Wasserlöslichkeit. Das Produkt
ist flüssig bis zu einem Polyoxyethylengehalt von ca. 50% des Gesamtgewichtes
des Kondensationsproduktes, was einer Kondensation mit bis zu ca. 40 mol
Ethylenoxid entspricht. Kommerziell erhältliche Beispiele dieser Produktklasse sind
die Pluronic®-Marken der BASF und die ®Genapol PF-Marken der Hoechst AG.
Kondensationsprodukt von Ethylenoxid mit einem Reaktionsprodukt von
Propylenoxid und Ethylendiamin.
Die hydrophobe Einheit diese Verbindungen besteht aus dem Reaktionsprodukt von
Ethylendiamin mit überschüssigem Propylenoxid und weist im allgemeinen ein
Molekulargewicht von ca. 2500 bis ca. 3000 auf. An diese hydrophobe Einheit wird
Ethylenoxid addiert, bis das Produkt einen Gehalt von ca. 40 bis ca. 80 Gew.-%
Polyoxyethylen und ein Molekulargewicht von ca. 5000 bis ca. 11000 aufweist.
Kommerziell erhältliche Beispiele dieser Verbindungsklasse sind die
®Tetronic-Marken der BASF und die ®Genapol PN-Marken der Hoechst AG.
Diese spezielle Kategorie von nichtionischen Verbindungen umfaßt wasserlösliche
Aminoxide, wasserlösliche Phosphinoxide und wasserlösliche Sulfoxide jeweils mit
einem Alkylrest von ca. 10 bis ca. 18 Kohlenstoffatomen. Semipolare nichtionische
Tenside sind auch Aminoxide der Formel
R ist hierbei eine Alkyl-Hydroxyalkyl- oder Alkylphenolgruppe mit jeweils ca. 8 bis
ca. 22 Kohlenstoffatomen, R² ist eine Alkylen- oder Hydroxyalkylengruppe mit ca. 2
bis 3 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hiervon, jeder Rest R¹ ist eine Alkyl- oder
Hydroxyalkylgruppe mit ca. 1 bis ca. 3 Kohlenstoffatomen oder eine
Polyethylenoxidgruppe mit ca. 1 bis ca. 3 Ethylenoxideinheiten. Die R¹-Gruppen
können miteinander über ein Sauerstoff- oder Stickstoffatom verbunden sein und
somit einen Ring bilden. Aminoxide dieser Art sind besonders C₁₀-C₁₈-
Alkyldimethylaminoxide und C₈-C₁₂-Alkoxiethyl-Dihydroxyethylaminoxide.
Fettsäureamide besitzen die Formel
worin R eine Alkylgruppe mit ca. 7 bis ca. 21, bevorzugt ca. 9 bis ca. 17
Kohlenstoffatomen ist und jeder Rest R¹ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-
Hydroxyalkyl oder (C₂H₄O)xH bedeutet, wobei x von ca. 1 bis ca. 3 variiert.
Bevorzugt sind C₈-C₂₀-Amide, -monoethanolamide, -diethanolamide und
-isopropanolamide.
Weitere geeignete nicht-ionische Tenside sind insbesondere Alkyl- und Alkenyl
oligoglycoside sowie Fettsäurepolyglykolester oder Fettaminpolyglykolester mit
jeweils 8 bis 20, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen im Fettalkylrest, alkoxylierte
Triglycamide, Mischether oder Mischformyle, Fettsäure-N-alkylglucamide,
Proteinhydrolysate, Phosphinoxide oder Dialkylsulfoxide.
Typische Beispiele für amphotere bzw. zwitterionische Tenside sind Alkylbetaine,
Alkylamidbetaine, Aminopropionate, Aminoglycinate, oder amphotere Imdiazolinium-
Verbindungen der Formel
worin R¹ C₈-C₂₂-Alkyl- oder -Alkenyl, R² Wasserstoff oder CH₂CO₂M, R³
CH₂CH₂OH oder CH₂CH₂OCH₂CH₂COOM, R⁴ Wasserstoff, CH₂CH₂OH oder
CH₂CH₂COOM, Z CO₂M oder CH₂CO₂M, n 2 oder 3, bevorzugt 2, M Wasserstoff
oder ein Kation wie Alkalimetall, Erdalkalimetall, Ammoniak oder Alkanolammonium
bedeutet.
Bevorzugte amphotere Tenside dieser Formel sind Monocarboxylate und
Dicarboxylate. Beispiele hierfür sind Cocoamphocarboxypropionat,
Cocoamidocarboxypropionsäure, Cocoamphocarboxyglycinat (auch als
Cocoamphodiacetat bezeichnet) und Cocoamphoacetat.
Weitere bevorzugte amphotere Tenside sind Alkyldimethylbetaine und
Alkyldipolyethoxybetaine mit einem Alkylrest, der linear oder verzweigt sein kann,
mit ca. 8 bis ca. 22 Kohlenstoffatomen, bevorzugt mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen
und besonders bevorzugt mit ca. 12 bis ca. 18 Kohlenstoffatomen. Diese
Verbindungen werden z. B. von der Hoechst AG unter dem Handelsnamen ®Genagen
LAB vermarktet.
Geeignete kationische Tenside sind substituierte oder unsubstituierte geradkettige
oder verzweigte quartäre Ammoniumsalze vom Typ R¹N(CH₃)₃⊗X⊖,
R¹R²N(CH₃)₂⊗X⊖, R¹R²R³N(CH₃)⊗X⊖ oder R¹R²R³R⁴N⊗X⊖. Die Reste R¹, R², R³
und R⁴ können vorzugsweise unabhängig voneinander unsubstituiertes Alkyl mit
einer Kettenlänge zwischen 8 und 24 C-Atomen, insbesondere zwischen 10 und 18
C-Atomen, Hydroxyalkyl mit ca. 1 bis ca. 4 C-Atomen, Phenyl, C₂- bis C₁₈-Alkenyl,
C₇- bis C₂₄-Aralkyl, (C₂H₄O)xH, wobei x von ca. 1 bis ca. 3 bedeutet, ein oder
mehrere Estergruppen enthaltende Alkylreste oder cyclische quartäre
Ammoniumsalze sein. X ist ein geeignetes Anion.
Die erfindungsgemäßen Formulierungen enthalten, je nach Anwendungszweck,
neben den genannten Tensiden noch die jeweils spezifischen Hilfs- und
Zusatzstoffe. So enthalten Wasch- und Reinigungsformulierungen beispielsweise
Builder, Salze, Bleichmittel, Bleichaktivatoren, optische Aufheller,
Vergrauungsinhibitoren, Lösungsvermittler und Enzyme.
Übliche Builder sind Natriumaluminiumsilikate (Zeolithe), Schichtsilikate,
Phosphate, Phosphonate, Ethylendiamintetraessigsäure, Nitrilotriacetat,
Citronensäure und/oder Polycarboxylate.
Als Salze bzw. Stellmittel kommen beispielsweise Natriumsulfat, Natriumcarbonat
oder Natriumsilikat (Wasserglas) in Betracht. Als typische Einzelbeispiele für
weitere Zusatzstoffe sind Natriumborat, Stärke, Saccharose, Polydextrose, TAE D,
Stilbenverbindungen, Methylcellulose, Toluolsulfonat, Cumolsulfonat, langkettige
Seifen, Silicone, Mischether, Lipasen und Proteasen zu nennen.
In kosmetischen oder pharmazeutischen Formulierungen können neben den
genannten Tensiden unter anderem Verdicker, Feuchtigkeitsmittel, biogene
Wirkstoffe, Filmbildner, Konditioniermittel, Perlglanzmittel, Konservierungsmittel,
Parfüm oder Farbstoffe enthalten sein.
Haarshampoos, Haarlotionen oder Dusch- und Schaumbäder können als weitere
Hilfs- und Zusatzstoffe Emulgatoren wie etwa alkoxylierte Fettalkohole oder
Sorbitanester enthalten.
Als Überfettungsmittel können Substanzen wie beispielsweise polyoxethylierte
Lanolinderivate, Lecithinderivate und Fettsäurealkanolamide verwendet werden,
wobei die letzteren gleichzeitig als Schaumstabilisatoren dienen.
Geeignete Verdickungsmittel sind beispielsweise Polysaccharide, insbesondere
Xanthan-Gum, Guar-Guar, Agar-Agar, Alginate und Tylosen,
Carboxymethylcellulose und Hydroxyethylcellulose, ferner höhermolekulare
Polyethylenglycolmono- und -dieester von Fettsäuren, Polyacrylate, Polyvinylalkohol
und Polyvinylpyrrolidon sowie Elektrolyte wie Kochsalz und Ammoniumchlorid.
Unter biogenen Wirkstoffen sind beispielsweise Pflanzenextrakte und
Vitaminkomplexe zu verstehen.
Gebräuchliche Filmbildner sind beispielsweise Chitosan, mikrokristallines Chitosan,
quaterniertes Chitosan, Polyvinylpyrrolidon, Vinylpyrrolidon-Vinylacetat-
Copolymerisate, Polymere der Acrylsäurereihe, quaternäre Cellulose-Derivate und
ähnliche Verbindungen.
Eine weitere Komponente, die in den Formulierungen, enthalten sein kann, sind
nicht flüchtige, flüssige Silicone. Dieses kann entweder ein Polyalkylsiloxan, ein
Polyarylsiloxan, ein Polyalkylarylsiloxan oder ein Polyethersiloxan-Copolymer sein
und wird in einer Menge von ca. 0,1% bis ca. 10,0%, bevorzugt in einer Menge von
ca. 0,5% bis ca. 5,0% eingesetzt. Mischungen dieser Flüssigkeiten können ebenso
verwendet werden und sind auch für bestimmte Anwendungen von Vorteil. Die
dispergierten Siliconteilchen sollten unlöslich in der Shampoomatrix sein. Die
wichtigsten nicht flüchtigen Polyalkylsiloxane, die eingesetzt werden können, sind
z. B. Polydimethylsiloxane mit Viskositäten von ca. 5 bis ca. 600.000 Centistokes,
vorzugsweise von 350 und ca. 100.000 Centistokes, bei 25°C. Ein geeignetes, im
wesentlichen nicht flüchtiges Polyethersiloxan, ist z. B. ein mit Polypropylenoxid
modifiziertes Dimethylpolysiloxan. Es können auch Addukte mit Ethylenoxid
und/oder Propylenoxid eingesetzt werden.
Geeignete Silicone werden beispielsweise in US-2,826,551, US-3,946,500,
US-4,364,837 und in GB-849,433 beschrieben.
Weiterhin kann Silicon-Gum erfindungsgemäß eingesetzt werden. Silicon-Gums
sind in US-4,152,416 beschrieben. Geeignete Silicon-Gums werden ebenso
beschrieben in den Produktdatenblättern SE 30, SE 33, SE 54 und SE 76 der Firma
General Electric. "Silicon Gum" bedeutet hochmolekulare Polydiorganosiloxane mit
einer Molmasse von ca. 200.000 bis 1.000.000. Spezielle Beispiele sind
Polydimethylsiloxan, (Polydimethylsiloxan)(Methylvinylsiloxan)-Copolymer,
Poly(dimethylsiloxan)(Diphenyl)(Methylvinylsiloxan)-Copolymer und ihre
Mischungen, Mischungen von Siliconflüssigkeiten und Silicon-Gums sind ebenfalls
geeignet.
Als Konservierungsmittel eignen sich beispielsweise Phenoxyethanol,
Formaldehydlösung, Parabene, Pentadiol oder Sorbinsäure.
Als Perlglanzmittel kommen beispielsweise Glycoldistearinsäureester wie
Ethylenglycoldistearat, aber auch Fettsäuremonoglycolester in Betracht.
Als Farbstoffe können die für kosmetischen Zwecke geeigneten und zugelassenen
Substanzen verwendet werden, wie sie beispielsweise in der Publikation
"Kosmetische Färbemittel" der Farbstoffkommission der Deutschen
Forschungsgemeinschaft, veröffentlicht im Verlag Chemie, Weinheim, 1984, S. 81
bis 106 zusammengestellt sind. Diese Farbstoffe werden üblicherweise in
Konzentrationen von 0,001 bis 0,1 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Mischung
eingesetzt.
Der Gesamtanteil der Hilfs- und Zusatzstoffe kann 1 bis 50, vorzugsweise 5 bis
40 Gew.-%, bezogen auf die tensidhaltige Formulierung betragen.
Im folgenden werden zunächst einige Richtrezepturen für eine Reihe von speziellen
Formulierungen gemäß der Erfindung angegeben. Daran anschließend folgen
einige definierte Formulierungen. In allen Beispielen bedeutet DMAP-GA ein
Zuckertensid der Formel 1 wie zuvor angegeben worin Z ein Glucoserest, R ein
C₁₂/C₁₄-Fettsäurealkylrest, wenn nicht anders angegeben und R¹ und R² jeweils
Methyl bedeuten. Alle Prozentangaben sind Gewichtsprozente.
| Rasiercreme 1 | |
| Zusammensetzung | |
| Stearinsäure | |
| 20 bis 40% | |
| Cocosfettsäure | 6 bis 10% |
| DMAP-GA | 1 bis 45% |
| Glycerin | 5 bis 15% |
| Kaliumhydroxid | 2 bis 6% |
| Natriumhydroxid | 1 bis 3% |
| Pflanzen- oder Mineralöl | 1 bis 5% |
| Wasser, ad | 100% |
| Rasiercreme 2 | |
| Zusammensetzung | |
| Glycerin-monostearat | |
| 10 bis 35% | |
| DMAP-GA | 1 bis 45% |
| Mineralöl | 5 bis 15% |
| Glycerin | 1 bis 10% |
| Wasser, ad | 100% |
| Rasierlotion | |
| Zusammensetzung | |
| Cellulosealkylether | |
| 70 bis 75% | |
| DMAP-GA | 1 bis 5% |
| Mineralöl | 10 bis 20% |
| Glycerin | 3 bis 10% |
| Wasser, ad | 100% |
| Duschgel | |
| Zusammensetzung | |
| Cellulosealkylether | |
| 5 bis 10% | |
| Na-Laurylethersulfat | 2 bis 5% |
| DMAP-GA | 1 bis 45% |
| Cocoylamidopropylbetain | 8 bis 15% |
| Ethylenglykoldistearat | 4 bis 10% |
| Isopropylpalmitat | 0,5 bis 1% |
| Feuchtmittel | 0,25 bis 0,5% |
| Konservierungsmittel | 0,05 bis 0,1% |
| Natriumchlorid | 3 bis 5% |
| Wasser, ad | 100% |
| Klarer Allzweckreiniger | |
| Zusammensetzung | |
| DMAP-GA | |
| 0,1 bis 15% | |
| Anionische Tenside | 0 bis 25% |
| Amphotere Tenside | 0 bis 5% |
| Nichtionische Tenside | 0,5 bis 15% |
| Parfümöl | 0 bis 1% |
| Konservierungsmittel | 0 bis 1% |
| Wasser, ad | 100% |
| Handgeschirrspülmittel | |
| Zusammensetzung | |
| DMAP-GA | |
| 0,1 bis 15% | |
| Anionische Tenside | 0 bis 40% |
| Amphotere Tenside | 0 bis 15% |
| Nichtionische Tenside | 0 bis 15% |
| Aminoxide | 0 bis 15% |
| Parfümöl | 0 bis 1% |
| Konservierungsmittel | 0 bis 1% |
| Natriumchlorid | 0 bis 5% |
| Wasser, ad | 100% |
| Flüssigwaschmittel | |
| Zusammensetzung | |
| DMAP-GA | |
| 0,1 bis 15% | |
| Anionische Tenside | 0 bis 40% |
| Nichtionische Tenside | 0 bis 40% |
| Stellmittel | 0 bis 15% |
| Enzyme | 0 bis 15% |
| Parfümöl | 0 bis 1% |
| Konservierungsmittel | 0 bis 1% |
| Farbstoff | 0 bis 1% |
| Wasser, ad | 100% |
I. A unter Erwärmung in B auflösen
II. Die Komponenten von C nacheinander in I einrühren
III. Den pH-Wert mit D regulieren, anschließend die Viskosität mit E einstellen.
II. Die Komponenten von C nacheinander in I einrühren
III. Den pH-Wert mit D regulieren, anschließend die Viskosität mit E einstellen.
I. Die Komponenten von B nacheinander in A einrühren.
II.Den pH-Wert mit C regulieren.
II.Den pH-Wert mit C regulieren.
I. Die Komponenten von B nacheinander in A einrühren.
II. Den pH-Wert mit C regulieren.
II. Den pH-Wert mit C regulieren.
I. A in B lösen.
II. Die Komponenten von C nacheinander in I einrühren.
III. Den pH-Wert mit D regulieren.
II. Die Komponenten von C nacheinander in I einrühren.
III. Den pH-Wert mit D regulieren.
I. Die Komponenten von B nacheinander in A einrühren.
II. Den pH-Wert mit C regulieren.
II. Den pH-Wert mit C regulieren.
| Alkylsulfat|12% | |
| Seife | 1% |
| Fettalkoholoxethylat | 4% |
| DMAP-GA | 3% |
| Natriumcarbonat | 6% |
| Schichtsilikat SKS-6 | 14% |
| Zeolith | 14% |
| Natriumcitrat | 5% |
| Natriumsulfat | 2% |
| Natriumpercarbonat | 20% |
| Bleichaktivator | 4% |
| Polyacrylat (CP-5) | 6% |
| Enzyme | 1% |
| Wasser, ad | 100% |
| Alkylbenzolsulfonat|14% | |
| Alkylsulfat | 8% |
| Seife | 2% |
| Fettalkoholethoxylat | 4% |
| DMAP-GA | 2% |
| Natriumcarbonat | 1% |
| Schichtsilikat SKS-6 | 5% |
| Zeolith | 40% |
| Natriumsulfat | 14% |
| Enzyme | 1% |
| Wasser, ad | 100% |
®Genapol LRO flüssig. C₁₂/C₁₈-Alkyldiglycolethersulfat-Natriumsalz
(ca. 27% WAS)
®Hostapur SAS 60: Sekundäres Alkansulfonat-Natriumsalz (ca. 60% WAS)
®Genapol SBE: C₁₂/C₁₈-Alkylpolyglycolethersulfosuccinat-Dinatriumsalz (ca. 40% WAS)
®Medialan LD: Fettsäuresarcosid-Natriumsalz (ca. 30% WAS)
®Genapol TSM: Alkylethersulfat und Seidenglanzbilder
®Genapol OA 080 C12/C14-Fettalkoholethoxylat mit 8 EO
®Genagen CAB 818: Alkylamidopropylbetain (ca. 30% WAS)
®Hostapon KCG: N-Cocoylglutaminsäure-mono-Natriumsalz (ca. 25% WAS)
PEG 400 Polyethylenglycol (Molmasse ca. 400)
®Octopirox 1-Hydroxy-4-methyl-6-(2,4,4-trimethylpentyl)-2(1H)- pyridon, 2-Aminoethanolsalz (Antischuppenmittel)
®Hostapur SAS 60: Sekundäres Alkansulfonat-Natriumsalz (ca. 60% WAS)
®Genapol SBE: C₁₂/C₁₈-Alkylpolyglycolethersulfosuccinat-Dinatriumsalz (ca. 40% WAS)
®Medialan LD: Fettsäuresarcosid-Natriumsalz (ca. 30% WAS)
®Genapol TSM: Alkylethersulfat und Seidenglanzbilder
®Genapol OA 080 C12/C14-Fettalkoholethoxylat mit 8 EO
®Genagen CAB 818: Alkylamidopropylbetain (ca. 30% WAS)
®Hostapon KCG: N-Cocoylglutaminsäure-mono-Natriumsalz (ca. 25% WAS)
PEG 400 Polyethylenglycol (Molmasse ca. 400)
®Octopirox 1-Hydroxy-4-methyl-6-(2,4,4-trimethylpentyl)-2(1H)- pyridon, 2-Aminoethanolsalz (Antischuppenmittel)
Es wurden das Schaumvermögen, die Calcium-Verträglichkeit und das
Netzvermögen verschiedener Tenside einschließlich DMAP-GA geprüft.
Das Schaumvermögen folgender Tenside:
DMAP-GA,
APG (C₁₂/C₁₄-Alkylpolyglykosid),
CAPB (C₈/C₁₈-Cocosalkylamidopropyl-betain)
wurde nach der Methode von Ross-Miles bei 37°C in Wasser mit unterschiedlicher Calcium-Härte geprüft. Die Konzentration der Tenside im Wasser betrug jeweils 0,3 g/L. In einem zusätzlichen Test wurde jeweils 1 ml Fett (Crisco + Olivenöl, 1 : 1) zugegeben. Es wurden folgende Werte (Schaumhöhe in mm) gemessen:
DMAP-GA,
APG (C₁₂/C₁₄-Alkylpolyglykosid),
CAPB (C₈/C₁₈-Cocosalkylamidopropyl-betain)
wurde nach der Methode von Ross-Miles bei 37°C in Wasser mit unterschiedlicher Calcium-Härte geprüft. Die Konzentration der Tenside im Wasser betrug jeweils 0,3 g/L. In einem zusätzlichen Test wurde jeweils 1 ml Fett (Crisco + Olivenöl, 1 : 1) zugegeben. Es wurden folgende Werte (Schaumhöhe in mm) gemessen:
Die Werte in den Zeilen 1, 3, 5, 7 geben die Schaumhöhe ohne Fett, die Werte in
den Zeilen 2, 4, 6, 8 die Schaumhöhe unter Zusatz von Fett an.
Nach der gleichen Methode wurden DMAP-GA-haltige Gemische der folgenden
Zusammensetzung geprüft:
I. 1 Teil DMAP-GA + 4 Teile einer Mischung aus 7 Teilen C₁₂/C₁₄- Laurylethersulfat + 2 EO und 3 Teilen C₈/C₁₈-Cocosalkylamidopropylbetain;
II. 1 Teil C₁₂/C₁₄-Alkylpolyglykosid + 4 Teile einer Mischung aus 7 Teilen C₁₂/C₁₄-Laurylethersulfat + 2 EO und 3 Teilen C₈/C₁₈-Cocosalkylamido propylbetain.
I. 1 Teil DMAP-GA + 4 Teile einer Mischung aus 7 Teilen C₁₂/C₁₄- Laurylethersulfat + 2 EO und 3 Teilen C₈/C₁₈-Cocosalkylamidopropylbetain;
II. 1 Teil C₁₂/C₁₄-Alkylpolyglykosid + 4 Teile einer Mischung aus 7 Teilen C₁₂/C₁₄-Laurylethersulfat + 2 EO und 3 Teilen C₈/C₁₈-Cocosalkylamido propylbetain.
Die Werte in den Zeilen 1, 3, 5, 7 geben die Schaumhöhe ohne Fett, die Werte in
den Zeilen 2, 4, 6, 8 unter Zusatz von Fett an.
Weiterhin wurde das Schaumvermögen nach Ross-Miles der folgenden
Säureadditionsprodukte gemessen:
- a) C₁₂/C₁₄-DMAP-GA-Milchsäureaddukt
- b) C₁₂/C₁₄-DMAP-GA-HCl Addukt
- c) C₁₆/C₁₈-DMAP-GA-Milchsäureaddukt
- d) C₁₆/C₁₈-DMAP-GA-HCl Addukt
Prüfbedingungen: Temperatur 37°C, Wasserhärte 15°dH; pH = 7
Die jeweils erste Zahl gibt den Anfangsmeßwert, die jeweils zweite Zahl den Meßwert nach 5 Minuten an.
Die jeweils erste Zahl gibt den Anfangsmeßwert, die jeweils zweite Zahl den Meßwert nach 5 Minuten an.
Die Prüfergebnisse zeigen, daß auch die Säureaddukte ein sehr gutes
Schaumverhalten zeigen.
Alle Zahlenangaben geben die Schaumhöhe in mm an.
Die Ausprüfungen nach Ross-Miles zeigen, daß sowohl DMAP-GA als freies
Amidamin und auch als Säureaddukt allein sowie Mischungen dieser Tenside mit
Cotensiden selbst unter Fettbelastung ein sehr gutes Schaumvermögen besitzen.
Die Bestimmung der Beständigkeit der Tenside gegenüber hartem Wasser erfolgte,
indem Lösungen mit steigenden Konzentrationen des Tensids mit 3 mmol/l,
4,5 mmol/l und 6 mmol/l Calciumhärte vorbereitet und nach nicht weniger als einer
Stunde und nicht mehr als zwei Stunden beobachtet wurde, ob Opaleszenz oder
Trübungen aufgetreten sind oder sich sogar Niederschläge gebildet haben. Die
Auswertung erfolgt durch Mittelwertbildung der addierten Einzelwerte (5 = klar;
4 = opaleszierend; 3 = trüb; 2 = geringer Niederschlag; 1 = starker Niederschlag;
Die Bestimmung der Beständigkeit gegenüber hartem Wasser zeigt, daß die
erfindungsgemäßen Tenside und Tensidgemische über eine sehr gute
Calciumverträglichkeit verfügen.
Das Tauchnetzvermögen gibt das Maß für die Fähigkeit einer Tensidlösung an, die
in einem Gewebe eingeschlossene Luft zu verdrängen, wenn das Gewerbe in die
Lösung eingetaucht wird. Das Tauchnetzvermögen eines Tensids wird durch
Bestimmung der Netzzeit mit einem Baumwolläppchen in einer Tensidlösung
bekannter Konzentration ermittelt.
| Tensid | |
| Netzzeit (Sekunden) | |
| C₁₂/C₁₄-DMAP-GA *Milchsäure | |
| 290 | |
| C₁₂/C₁₄-DMAP-GA *HCl | 250 |
| C₁₆/C₁₈-DMAP-GA *Milchsäure | <300 |
| C₁₆/C₁₈-DMAP-GA *HCl | <300 |
| DMAP-GA | <300 |
| APG | 120 |
| GA | 100 |
| CAPB | 50 |
| C₁₂-Sarkosinat | 40 |
| Na-LES | 55 |
Die Bestimmung des Netzvermögens zeigt, daß die Tenside der Formel 1 sowie
deren Säureaddukte und Mischungen dieser Tenside mit anderen Tensiden über
eine vergleichsweise lange Netzzeit verfügen. Dieser Befund ist erfreulich, denn im
allgemeinen ist ein gutes Netzvermögen auch mit einer stark entfettenden Wirkung
verbunden.
Die Hautfreundlichkeit der Tenside der Formel 1 sowie deren Säureaddukte und
Mischungen dieser Tenside mit anderen Tensiden wird durch die Bestimmung des
Zeinwertes und des Red-Blood-Cell (RBC)-Wertes bestätigt.
Für DMAP-GA wurde ein Zein-Wert von 39 mg N/100 ml und ein RBC-Wert von 7%
Denaturierung gemessen. Die Werte entsprechen einer sehr guten
Hautverträglichkeit.
Claims (7)
1. Tensidhaltige Formulierungen enthaltend eine Verbindung der Formel (1)
worin R ein aliphatischer Rest mit 8 bis 24 C-Atomen ist, R¹ und R², die
gleich oder verschieden sind, Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen oder Hydroxyalkyl
mit 2 bis 4 C-Atomen und Z einen linearen Polyhydroxykohlenwasserstoffrest
mit mindestens 3 OH-Gruppen, die auch alkoxyliert sein können, bedeuten,
sowie deren Säureadditionsprodukte.
2. Tensidhaltige Formulierungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß R Fettalkyl, R¹ und R² Methyl und Z der Rest eines Zuckeralkohols ist,
der sich von einem reduzierenden Mono- oder Disaccharid ableitet.
3. Tensidhaltige Formulierungen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das reduzierende Monosaccharid Glucose ist.
4. Tensidhaltige Formulierungen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie Verbindungen der Formel (1) in einer
Menge von 0,1 bis 99 Gew.-% enthalten.
5. Tensidhaltige Formulierungen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß sie Verbindungen der Formel (1) in einer Menge von 1 bis 50 Gew.-%
enthalten.
6. Tensidhaltige Formulierungen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich ein oder mehrere
anionische, nicht-ionische, kationische und/oder amphotere Tenside
enthalten.
7. Tensidhaltige Formulierungen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es sich dabei um flüssige
Feinwaschmittel, Universalwaschmittel, Handgeschirrspülmittel, Klarspüler,
flüssige Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Syndetseifen, Haarshampoos,
Haarspülungen, Haarfärbemittel, Haarwellmittel, Schaumbäder,
Gesichtsreinigungsmittel, Textil- und Faserhilfsmittel, Lederfettungsmittel,
Flotationshilfsmittel und Hilfsmittel für die Feststoffentwässerung handelt.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19640186A DE19640186A1 (de) | 1996-09-30 | 1996-09-30 | Tensidhaltige Formulierungen |
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| JP10516200A JP2001501658A (ja) | 1996-09-30 | 1997-09-24 | 界面活性剤含有調合物 |
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| EP97910339A EP0929624B1 (de) | 1996-09-30 | 1997-09-24 | Tensidhaltige formulierungen |
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|---|---|---|---|
| DE19640186A DE19640186A1 (de) | 1996-09-30 | 1996-09-30 | Tensidhaltige Formulierungen |
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Family Applications (2)
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Family Applications After (1)
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| DE (2) | DE19640186A1 (de) |
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- 1997-09-24 JP JP10516200A patent/JP2001501658A/ja active Pending
- 1997-09-24 EP EP97910339A patent/EP0929624B1/de not_active Expired - Lifetime
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| DE19715787A1 (de) | Tensidhaltige Formulierungen |
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