DE19653394A1 - Werkzeug zum spanlosen Erzeugen eines Durchzuges mit Innengewinde in einem Arbeitsgang - Google Patents
Werkzeug zum spanlosen Erzeugen eines Durchzuges mit Innengewinde in einem ArbeitsgangInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
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- B21J5/06—Methods for forging, hammering, or pressing; Special equipment or accessories therefor for performing particular operations
- B21J5/063—Friction heat forging
- B21J5/066—Flow drilling
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Description
In vielen Bereichen des Maschinenbaus werden Konstrukteure und
Fertigungstechniker mit der Aufgabe konfrontiert lösbare und dennoch belastbare
Verbindungen in dünnwandige Bauteile, Bleche oder Hohlprofile einzubringen. Bei
konventionellen Schraubenverbindungen werden mindestens drei tragende
Gewindegänge zur Realisierung einer ausreichenden Gewindefestigkeit benötigt.
Ein metrisches ISO-M10.1.5 Regelgewinde erfordert somit eine
Mindestmaterialdicke von 4.5 mm. Bei dünnwandigeren Bauteilen oder Blechen ist
für eine konventionelle Verbindung keine ausreichende Materialstärke vorhanden.
Die Gewindeverbindung ist dann nur unzureichend belastbar. In den letzten Jahren
wurden daher zahlreiche Verbindungselemente entwickelt, die die Zahl der
tragenden Gewindegänge erhöhen und somit auch lösbare Schraubenverbindungen
in dünnwandige Bauteile ermöglichen. Als konventionelle Lösungen kommen z. B.
Blechschrauben, Einschlagmuttern, Schweißmuttern, Blindnietmuttern oder
Blindnietbolzen zum Einsatz.
Diese Verbindungen lassen sich nur durch einen hohen Fertigungsaufwand
realisieren. Es sind zahlreiche Fertigungsschritte, Werkzeuge, Vorrichtungen und
Werkzeugmaschinen erforderlich. Zum Anfertigen einer Schweißmutterverbindung
muß z. B. zunächst gebohrt und entgratet werden. Hierdurch wird der dünnwandige
Bauteilquerschnitt zusätzlich geschwächt. Erst im Anschluß daran kann die
Schweißmutter zugeführt und mit dem Bauteil verbunden werden. Zur Herstellung
der Verbindung werden zusätzliche Verbindungselemente benötigt. Dieses
Fremdmaterial kann z. B. bei austenitischen Edelstählen zu einer
Lokalelementbildung und damit verbunden zur Bauteilkorrosion und zum Versagen
der Verbindung bzw. des Bauteiles führen. Wie am Beispiel der Schweißmutter
ersichtlich ist oftmals eine beidseitige Zugänglichkeit der Bearbeitungsstelle zur
Herstellung der Verbindung erforderlich. Für den Einsatz bei Hohlprofilen sind daher
viele Verbindsmethoden nicht geeignet.
Eine weitere Möglichkeit zur Erzeugung einer ausreichenden Anzahl tragender
Gewindegänge ist durch das Einbringen eines Durchzuges in das dünnwandige
Bauteil oder Blech gegeben. Der eigentliche Durchzug kann z. B. mit einem
Folgeverbundwerkzeug eingebracht werden, wobei gewöhnlich zunächst auch
vorgelocht werden muß. Beim Durch- oder Kragenziehen läßt sich infolge einer
deutlichen Einzugbildung am oberen Durchzugseintritt und den vorausgeschalteten
Lochvorgang nur eine vergleichsweise geringe nutzbare Durchzugslänge erzielen.
Bei der Herstellung eines Durchzuges muß dabei mit Lochstempel und
Gegenhaltermatrize gearbeitet werden. Auch diese Verfahren eignen sich
ausschließlich für Bauteile die von beiden Seiten gut zugänglich sind. Die
erforderlichen Werkzeuge und Werkzeugmaschinen sind aufwendig und
kostenintensiv. In einem nachfolgenden zweiten Fertigungsschritt läßt sich in den
Durchzug oder Kragen ein Gewinde spanend oder spanlos einbringen.
Beim konventionellen spanenden Gewindebohren wird der dünnwandige Durchzug
durch den erforderlichen Materialabtrag zusätzlich geschwächt. Ferner treten die
bekannten Probleme einer spanenden Fertigung auf w. z. B. Späneabtransport und
-entsorgung, verbleiben von Spänen im Gewinde, diese können sich insbesondere
bei einer nachfolgenden Oberflächenbeschichtung nachteilig auswirken.
Als weiteres Fertigungsverfahren zum Einbringen eines Durchzuges ist das
Fließlochformen oder Fließbohren bekannt. Das durch den Bohrdorn verdrängte
Material bildet auf der Unterseite des Blechs einen langgestreckten Durchzug aus in
den sich in einem nachfolgenden Arbeitsgang ein Gewinde einbringen läßt. Die
Gewinde werden gewöhnlich mit Hilfe eines Gewindefurchwerkzeuges eingedrückt.
Die Gewinde sind auch in dünnen Blechen hochbelastbar, jedoch ergibt sich bei
diesem Verfahren das Problem, daß die Fertigung nur mit mehreren Werkzeugen in
mindestens zwei Arbeitsschritten erfolgen kann. Mit bisher bekannten Werkzeugen
ist es nicht möglich in einem Arbeitsgang einen Durchzug herzustellen und ein
Gewinde einzufurchen, da beim Gewindefurchen der Werkstoff elastisch-plastisch
verdrängt wird und infolge der Volumenkonstanz der Kerndurchmesser des
gefurchten Gewindes, im Gegensatz zur konventionellen spanenden
Gewindefertigung, kleiner als der ursprüngliche Durchmesser des Durchzuges ist.
Beim Rückdrehen der Formwerkzeuge werden dann die Gewindespitzen
weggedrückt und das Gewinde zerstört.
Beim Gewindefurchen in fließgeformte Durchzüge treten vergleichsweise hohe
Furchmomente auf, da das Material im vorausgegangenen Arbeitsschritt bereits
stark umgeformt wurde. Zusätzlich ist der Gewindefurcher aufgrund der
Härtesteigerung im Durchzug einem erhöhten Verschleiß unterworfen. Aufgrund des
hohen Umformgrades und der Härte des Durchzuges können die Materialfasern
beim Gewindefurchen durchtrennt werden. Hierdurch ist die Schwingfestigkeit des
Gewindes reduziert.
Mit den bisher bekannten Werkzeugen ist die Fertigung eines Durchzuges und das
einbringen eines Gewindes in einem Arbeitsgang nicht möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es ein Werkzeug zu schaffen, das die Einbringung eines
Durchzuges mit Gewinde in einem Arbeitsgang in dünnwandige Bauteile, Bleche,
Hohlprofile und Profile ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch das Werkzeug nach Anspruch 1 erfüllt.
Mit Hilfe des Werkzeuges nach Anspruch 1 läßt sich spanlos ein Durchzug mit
Innengewinde mit nur einem einzigen Werkzeug in nur einem Arbeitsgang in
dünnwandige Bauteile, Bleche, Hohlprofile oder Profile einbringen.
Durch die spanlose Innengewindefertigung lassen sich, im Vergleich zur spanenden
Gewindefertigung, hochbelastbare Gewindebuchsen auch bei dünner Materialstärke
realisieren. Die zur Befestigung einer Schraubenverbindung erforderliche
Materialstärke kann entscheidend verringert werden. Hierdurch läßt sich das
Gesamtgewicht der Konstruktion deutlich reduzieren, welches sich insbesondere bei
bewegten Maschinenteilen oder Fahrzeugen aller Art günstig auf den für die
Bewegung benötigten Energiebedarf auswirkt. Das Kombinationswerkzeug
ermöglicht die Realisierung einer lösbaren und damit recyclinggerechten
Schraubverbindung, ein Aspekt, der unter den ständig steigenden Anforderungen an
eine umweltgerechte Gestaltung von Konstruktionen zu beachten ist.
Beim Gewindefurchen mit dem Kombinationswerkzeug nach Anspruch 1 wird das
Innengewinde in den noch warmen Blechdurchzug eingebracht. Hierbei ist die
Fließspannung des Materials und daraus folgend das Furchmoment zur Erzeugung
des Innengewindes reduziert. Die verringerten mechanischen Belastungen beim
Furchen des Innengewindes wirken sich günstig auf die Standzeit des Werkzeuges
aus und ermöglichen erhöhte Furchgeschwindigkeiten. Da das Innengewinde in das
weiche Durchzugsmaterial eingedrückt wird, ist die Gefahr durchtrennter
Materialfasern erheblich reduziert. Die Materialstruktur wird beim Gewindefurchen
nicht durchtrennt, welches sich günstig auf die dynamische Belastbarkeit der
Schraubenverbindung auswirkt.
Die Fertigung der Gewindebuchse erfolgt in einem Arbeitsgang von nur einer Seite
aus, hierdurch lassen sich auch auszugsfeste Gewinde in dünnwandige Hohlprofile
einbringen.
Das Kombinationswerkzeug nach Anspruch 1 läßt sich auf konventionellen
Werkzeugmaschinen oder NC/CNC-Bearbeitungszentren einsetzten. Die
Umkehrung der Werkzeugdrehrichtung zur Erzeugung des Innengewindes kann
durch die Werkzeugmaschine oder einen konventionellen Gewindeschneidapparat
erfolgen. Zur Fertigung sind daher keine Sondermaschinen erforderlich.
Die belastbare Schraubverbindung wird direkt aus dem Grundmaterial des Bauteils
heraus erzeugt, Probleme hinsichtlich einer Lokalelementbildung sind daher nicht zu
erwarten. Ebenfalls erfolgt keine Schwächung des Querschnittes, da Durchzug und
Gewinde vollständig spanlos ohne Durchtrennung der Materialfasern hergestellt
werden.
Für die Fertigung der Gewindebuchse wird lediglich ein Werkzeug und eine
Werkzeugaufnahme benötigt, hierdurch lassen sich die anteiligen Werkzeugkosten
bzw. Kosten für Werkzeugaufnahmen, Werkzeuglagerung und -bereitstellung
reduzieren.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im nachfolgenden näher beschrieben.
Zeichnung 1 Kombinationswerkzeug mit Fließformkegel, Freischliffzone und
Gewindefurchteil.
Zeichnung 2 Kombinationswerkzeug mit Fließformkegel und Gewindefurchteil.
Das in Zeichnung 1 dargestellt Kombinationswerkzeug setzt sich grundsätzlich aus
den drei Bereichen Fließformkegel (1), Freischliffzone (2) und Gewindefurchteil (3)
zusammen.
An eine kegelig geformte Spitze (4) zum zentrieren des Werkzeuges auf dem
Werkstück, hierdurch entfällt bei einer manuellen Fertigung das Anbringen einer
Zentrierkörnung am Werkstück, schließt sich der ebenfalls kegelförmig gestaltete
Fließformteil (1) zum Einbringen des Durchzuges in Bleche, Hohlprofile oder Profile
an, welcher ein kreiszylindrisches oder polygonales Querschnittsprofil aufweisen
kann. Bei einem polygonalen Querschnittsprofil des Fließformkegels (1) werden
gewöhnlich 3-4-fach Polygone (5) angeformt. Die Anzahl der polygonalen
Drückstege (5) kann jedoch, insbesondere bei größeren Werkzeugdurchmessern,
auch höher liegen. Zum Erzeugen des Durchzuges wird das Kombinationswerkzeug
mit axialer Kraftbeaufschlagung unter Rotation auf das Werkstück aufgedrückt. Die
Axialkraft kann durch einen pneumatischen, hydraulischen, mechanischen oder
manuellen Vorschubantrieb erfolgen. Die durch die Reib- und Umformarbeit des
Fließformkegels (1) induzierte Wärme erhöht die Werkstücktemperatur im Bereich
der Bearbeitungszone. Hierdurch wird die Fließspannung des Materials
herabgesetzt und die für die Erzeugung des Durchzuges erforderlich Axialkraft
deutlich reduziert. Die Kegelform des Formteils erzeugt eine Kraftkomponente in
Vorschubrichtung zur Verdrängung des weichen Materials. Hierdurch bildet sich auf
der Unterseite des Bauteils der gewünschte Durchzug aus.
An den Kegeldorn (1) schließt sich eine Freischliffzone (2) an. Hierin ist eine mit der
Steigung des zu erzeugenden Gewindes umlaufende, im Querschnitt der
Spitzengeometrie des Gewindes nachempfundene, Nut (6) eingebracht. Der
spiralförmig ansteigende und sich hierbei vergrößernde Querschnitt der Freischliffnut
(6) ist geringfügig größer als der Querschnitt der zu erzeugenden Gewindespitzen.
Die mit der Steigung des Gewindes umlaufende Nut beginnt im Durchmesser
unterhalb des Kerndurchmessers des Gewindes. Der Formkegel (1) geht dann in
einen zylindrischen Formteil (7) über, welcher einen polygonalen Querschnitt besitzt
und in dem die Freischliffnut (6) nun im maximalen Querschnitt (8) weitergeführt
wird. Der maximale Durchmesser des zylindrischen Formteils entspricht dem
erforderlichen Bohrlochdurchmesser des zu erzeugenden Gewindes. Die Länge des
zylindrischen Formteils (7) richtet sich nach der Dicke des zu bearbeitenden
Materials und sollte gewöhnlich die einfache Blechdicke nicht unterschreiten. Der
zylindrische Formteil (7) mit eingebrachter Freischliffnut (6) kann auch, wie in
Zeichnung 2 gezeigt, entfallen. Hierdurch entsteht beim Fließlochformen ein
konischer Durchzug. Der kegelförmig gestaltete Formteil (1) kann dann direkt in den
gewindefurchenden Werkzeugteil (3) übergehen. Dabei kann der durch die
Drückkeile der Drückstege (9) des gewindefurchenden Werkzeugteils (3) verdrängte
Materialquerschnitt in Längsachse der Bearbeitung nicht trapez- bzw. dreieckförmig
symmetrisch ausgebildet sein. Durch die unsymmetrische Trapezform des
Anfurchteils des Gewindefurchers im direkten Übergang zwischen kegeligen
Formbereich und gewindeerzeugendem Werkzeugteil wird zusätzlich eine nach
unten gerichtete Axialkraftkomponente erzeugt, die ein verstärktes Materialfließen in
die Gewindespitzen unterdrückt und ein Überformen und hierdurch verursachtes
Klemmen des Gewindefurchteils im fertig ausgeformten Gewinde verhindert.
Im gewindefurchenden Arbeitsteil (3) des Kombinationswerkzeuges wird das
Werkzeug mit der Steigung des herzustellenden Gewindes schraubenförmig in den
Durchzug hineingedrückt und das Material verdrängt, wobei ebenfalls ein
polygonförmiger Querschnitt des Werkzeuges vorliegt. Der Querschnitt des
gewindefurchenden Arbeitsteils weißt Drückstege im Bereich der maximalen
Durchmesser des Polygones auf. Diese Drückstege besitzen wiederum Drückkeile,
deren Durchmesser bzw. wirksamer Formradius von Drücksteg zu Drücksteg
geringfügig ansteigt und hierdurch das Material elastisch-plastisch verformt und die
Gewindeflanken ausformt. Der Durchmesser der Formgebungsbereiche erhöht sich
von Druckkeil zu Druckkeil in der Art, daß jeder Drückkeil ein möglichst gleiches
Materialvolumen verdrängt. Hierdurch wird eine ungleichförmige Belastung bzw.
Überlastung einzelner Formgebungsbereiche verhindert und die Standzeit des
Gewindefurchenden Arbeitsteils erhöht.
Beim Gewindefurchen wird im Gegensatz zur konventionellen spanenden
Gewindeherstellung der Kerndurchmesser des gefurchten Gewindes aufgrund der
Volumenkonstanz während der Umformung kleiner als der Durchmesser des
Durchzuges. Beim Rückdrehen würde ein konventionell gestalteter kegelförmiger
Fließformdorn die Gewindespitzen wegdrücken und hierdurch das gerade gefertigte
Gewinde zerstören. Die speziell in Form der Gewindeflanken mit leicht erhöhter
Querschnittsfläche (8) eingearbeitete Freischliffnut (6) verhindert die Zerstörung des
Gewindes.
Das in seiner Grundgestaltung zylindrische Werkzeug kann an seinem oberen Ende
einen zylindrischen Einspannschaft (10) zur Aufnahme in einer Spannzange
aufweisen. Abweichend hiervon lassen sich ebenfalls Abflachungen (11) anbringen
die neben einer kraftschlüssigen Drehmomenteinleitung in das Werkzeug auch eine
Einleitung des Drehmomentes durch Formschluß erlauben. Ebenfalls kann am
oberen Ende des Kombinationswerkzeuges ein Mehrkantanschluß (12) zur
Einleitung des Drehmomentes in das Werkzeug angebracht sein.
Neben den gezeigten Werkzeugkonstruktionen sind ebenfalls nachfolgende nicht
explizit dargestellten Kombinationswerkzeugstrukturen möglich.
Das Kombinationswerkzeug kann aus Vollmaterial der Werkstoffgruppen HSS,
HSSE, ASP, Hartmetall, Cermet oder Keramik gefertigt sein. Neben einer Fertigung
aus Vollmaterial bietet sich ebenfalls die Herstellung des Werkzeuges aus einem
Materialverbund an. Hierbei kann der kegelförmige, durchzugerzeugende Formteil
aus einem anderen Substratmaterial als der gewindefurchende Arbeitsteil gefertigt
werden. Beide Formbereiche lassen sich kraft und/oder formschlüssig miteinander
verbinden. Der kegelförmige Formteil (1) kann aus einem temperaturbeständigen
Hartstoff gefertigt werden während der Furchteil (3) aus einem zäheren
Grundmaterial w.z. B. HSSE, ASP gefertigt ist. Hierdurch lassen sich die
unterschiedlichen Werkzeugeigenschaften den Anforderungen der Bearbeitung
anpassen. Im Bereich der Durchzugsausformung werden insbesondere hohe
Warmhärte, Festigkeit und abrasiver Verschleißwiderstand gefordert. Im Bereich der
Gewindefertigung werden zusätzlich hohe Torsionsfestigkeit des
Substratwerkstoffes gefordert.
Zusätzlich zu den dargestellten Varianten können im Furchbereich des Werkzeuges
Schmiernuten eingebracht werden. Ebenfalls lassen sich durch innenliegende
Kanäle Schmierstoffe direkt in den Bereich der Umformzone transportieren.
Claims (10)
1. Ein Werkzeug zum spanlosen Erzeugen eines Durchzuges mit Innengewinde
insbesondere in Bleche, Hohlprofile und Profile in einem Arbeitsgang, dadurch
gekennzeichnet, daß der gesamte Formgebungsweg in drei Phasen gegliedert ist
durch eine den Durchzug erzeugende kegelförmige Formspitze, deren
Querschnitt ein polygonales Formprofil aufweist (Phase 1) und einem folgenden
zylindrischen Übergangsstück mit polygonalem Querschnitt und einem dem
erforderlichen Gewindekernloch entsprechenden Außendurchmesser sowie einer
Freischliffnut mit der Steigung des zu erzeugenden Gewindes und einem
Innendurchmesser der kleiner als der Kerndurchmesser des zu erzeugenden
Gewindes ist (Phase 2), dem sich ein gewindefurchender Arbeitsteil anschließt
(Phase 3), dessen Formgebungsbereich ebenfalls ein von der kreiszylindrischen
Form abweichendes Polygonprofil aufweist.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich an den
durchzugerzeugenden Formkegel direkt der gewindeerzeugende Arbeitsteil ohne
zylindrischem Übergangsstück und ohne zusätzliche in der Steigung des
Gewindes umlaufende Freischliffnut anschließt, wobei die Formgebungskanten im
Anformbereich des gewindefurchenden Arbeitsbereiches ein im Längsschnitt von
der bekannten symmetrischen Verdrängungsgeometrie abweichende
Querschnittsgeometrie aufweisen können.
3. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug aus
einem Substratwerkstoff hergestellt ist.
4. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Substratwerkstoff
HSS, HSSE, ASP, Hartmetall, Cermet oder Keramik sein kann.
5. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug als
Verbundwerkzeug ausgeführt ist, wobei der durchzugserzeugende
Formgebungsbereich und der gewindeerzeugende Furchteil aus zwei
unterschiedlichen Substratwerkstoffen hergestellt sind und die beiden Werkstoffe
durch löten, schweißen, ansintern, kleben, verpressen oder verschrauben
miteinander verbunden sind.
6. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug durch
nitrieren, borieren, PVD oder CVD beschichten oberflächenbehandelt sein kann.
7. Werkzeug nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß im
gewindeerzeugenden Arbeitsteil Nuten zur verbesserten Schmierung angebracht
sind.
8. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in das Werkzeug
innere Schmierkanäle eingebracht sind die im Bereich der Formgebungskanten
des gewindeerzeugenden Arbeitsteil austreten.
9. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehmoment und
die Axialkraft durch einen zylindrischen Einspannschaft über eine kraftschlüssige
Verbindung eingeleitet werden.
10. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehmoment
durch eine oder mehrere Abflachungen im zylindrischen Einspannbereich über
eine formschlüssige Verbindung eingeleitet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19653394A DE19653394A1 (de) | 1996-12-20 | 1996-12-20 | Werkzeug zum spanlosen Erzeugen eines Durchzuges mit Innengewinde in einem Arbeitsgang |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19653394A DE19653394A1 (de) | 1996-12-20 | 1996-12-20 | Werkzeug zum spanlosen Erzeugen eines Durchzuges mit Innengewinde in einem Arbeitsgang |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19653394A1 true DE19653394A1 (de) | 1998-06-25 |
Family
ID=7815611
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19653394A Withdrawn DE19653394A1 (de) | 1996-12-20 | 1996-12-20 | Werkzeug zum spanlosen Erzeugen eines Durchzuges mit Innengewinde in einem Arbeitsgang |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19653394A1 (de) |
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