DE19701371B4 - Einrichtung zur Befestigung eines Reserverades in einer Reserveradmulde eines Kraftfahrzeugs - Google Patents
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Abstract
Einrichtung
zur Befestigung eines Reserverades in einer Reserveradmulde (2)
eines Kraftfahrzeugs, wobei die Befestigungseinrichtung von einer
senkrecht von der Reserveradmulde (2) abstehenden, das Reserverad
in einer Öffnung
durchsetzenden Gewindestange (1), einer gegebenenfalls erforderlichen
Haltescheibe und einer Hülse
(3) mit einem dem Gewinde (4, 5) der Gewindestange (1) zugeordneten
Muttergewinde (8, 9) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindestange
(1) wenigstens einen von ihrem freien Ende ausgehenden, sich in
Längsrichtung
erstreckenden gewindelosen Abschnitt (6, 7) nach Art einer Längsnut aufweist
und daß das Muttergewinde
(8, 9) der Hülse
(3) in Umfangsrichtung der Breite der Längsnut (6, 7) entspricht, wobei
das Gewinde (4, 5) der Gewindestange (1) und das korrespondierende Muttergewinde
(8, 9) der Hülse
(3) so ausgebildet sind, daß sie
Selbsthemmung aufweisen und/oder die Gewindeflanken mit einer Rauhigkeit
versehen sind.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Einrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
- Reserveräder von Kraftfahrzeugen sind häufig in einer im Fahrzeugboden angeordneten Mulde untergebracht und dort aus Sicherheitsgründen und zur Vermeidung von Geräuschen befestigt. Als Befestigungseinrichtung dient vielfach eine auf dem Fahrzeugboden befestigte und senkrecht von ihm abstehende Gewindestange, die eine meist zentrische Öffnung im Reserverad durchsetzt, erforderlichenfalls eine Haltescheibe und eine Gewindemutter, die auf die Gewindestange aufgeschraubt und mit der gegebenenfalls unter Zwischenschaltung der Haltescheibe das Reserverad in seiner Halterung verspannt wird. Die Gewindestange ist so lang, daß Reserveräder unterschiedlicher Breite in der Mulde befestigt werden können. Das hat zur Folge, daß bei der Unterbringung eines relativ schmalen Reserverades in der Mulde die Gewindestange viel weiter aus der Öffnung hervorsteht als es für die Befestigung erforderlich ist. In solch einem Falle ist das Herausnehmen des Reserverades und das Wiederbefestigen des defekten Rades schon allein wegen des langen "Totweges" an der Gewindestange beim Ab- und Aufschrauben der Gewindemutter zeitraubend.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der im Oberbegriff des Patentanspruchs beschriebenen Art, die der Befestigung eines Reserverades dient, dahingehend zu verbessern, daß die mit dem Muttergewinde versehene Hülse bei einer überlangen Gewindestange schnell in ihre Arbeitsposition gebracht bzw. von der Gewindestange entfernt werden kann.
- Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs gelöst. Die Hülse ist damit in wenigstens einer definierten Winkelstellung relativ zur Gewindestange über dieselbe schiebbar, und die beiden Gewinde sind praktisch an beliebiger Stelle längs der Gewindestange durch kurze Drehung miteinander in Eingriff zu bringen.
- Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 295 04 407.1 (B62D43/10) ist eine Halterung für ein Reserverad bekannt, bei der – vergleichbar mit der vorgenannten Gewindestange – ein Befestigungsbolzen die Öffnung im Reserverad durchsetzt, der auf seiner Mantelfläche zwei sich gegenüberliegende Reihen von Rastvertiefungen aufweist, wobei zwischen den Reihen glatte Bereiche vorgesehen sind. Diesem Befestigungsbolzen ist eine Haltescheibe mit sich gegenüberliegenden Rasthaken zugeordnet. Zur Befestigung des Reserverades wird die Haltescheibe über das freie Ende der Befestigungsstange bis zur Anlage auf der Radscheibe geschoben. Dabei ist es zunächst egal, ob die Rasthaken den Rastvertiefungen oder den glatten Bereichen am Befestigungsbolzen zugekehrt sind. Die Haltescheibe läßt sich so oder so über die Befestigungsstange schieben, in einem Falle mit der Kraft, die nötig ist, die federnden Rasthaken so weit auseinander zu drücken, daß sie über die Rastvorsprünge am Befestigungsbolzen hinweggleiten, im anderen Falle ohne jeglichen Widerstand. Bei Anlage der Haltescheibe an der Radscheibe muß die Haltescheibe natürlich so ausgerichtet werden, daß die Rasthaken den Rastvertiefungen gegenüberliegen. Durch dann erfolgenden Druck auf die in sich etwas nachgiebige Haltescheibe werden die Rasthaken so nahe wie möglich an der Radscheibe in Eingriff mit den Rastvertiefungen des Befestigungsbolzens gebracht. Eine derartige Befestigung stellt immer nur eine mehr oder weniger gute Lösung dar, deren Wirkung eher zufällig ist, weil sie von den Abmessungen der Rastvertiefungen abhängt. Eine Verrastung kann nur in Stufen vorgenommen werden, und das ist oft nicht zufriedenstellend. Eine echte Verspannung zwischen Haltescheibe und Reserverad ist nicht möglich. – Im Gegensatz dazu bietet die Erfindung die Möglichkeit einer stufenlosen Verstellung der Hülse auf dem Gewindebolzen und damit eine echte Verspannung zwischen der Hülse bzw. Haltescheibe und dem zu befestigenden Gegenstand, der auch ein Reserverad sein kann, weil die Drehung der Hülse auf dem Gewindebolzen noch in eine zusätzliche Längsbewegung umgesetzt wird.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung nachfolgend näher erläutert. Zum Verständnis der Erfindung ist es ausreichend, das Prinzip, eine Art Schnellverschraubung, an den figürlich dargestellten beiden Schraubteilen, einer Gewindestange und einer zugehörigen Gewindehülse, zu erklären. Die Gewindehülse ist dabei im Halbschnitt dargestellt.
- Die Gewindestange
1 ist senkrecht an einer Reserveradmulde2 befestigt, gegen die ein hier nicht dargestelltes Reserverad mittels der Gewindehülse3 verspannt werden soll. Dabei durchsetzt die Gewindestange1 das Reserverad in einer geeigneten Öffnung, und die Gewindehülse3 wird auf die Gewindestange1 geschraubt. Eine zwischen dem Reserverad und der Gewindehülse3 angeordnete Haltescheibe, die bei entsprechender Auslegung der Hülse3 in diese integriert sein kann und deshalb in der Zeichnung nicht separat dargestellt ist, überträgt die von der Hülse3 erzeugte Längskraft auf das Reserverad, das sich an der Reserveradmulde2 abstützt. - Die Gewindestange
1 und die Gewindehülse3 sind erfindungsgemäß als Schnellschraubverbindung ausgelegt. Dazu weist die Gewindestange1 zwei sich gegenüberliegende Gewindeabschnitte4 ,5 auf, die sich jeweils über einen Umfangswinkel von 100° erstrecken. Zwischen diesen Gewindeabschnitten4 ,5 befinden sich gewindelose Freischnitte6 ,7 nach Art von Längsnuten, die jeweils einen Umfangswinkel von 80° überstreichen. Die Freischnitte6 ,7 erstrecken sich bis ans obere Ende. Der Durchmesser der Gewindestange1 im Bereich der Freischnitte6 ,7 entspricht dem Kerndurchmesser im Bereich der Gewindeabschnitte4 ,5 . - Die Gewindehülse
3 ist nicht nur deswegen als Gegenstück zur Gewindestange1 anzusehen, weil ihr Innengewinde als Gegengewinde zu dem Außengewinde der Gewindestange1 paßt, auch die Aufteilung der Innenmantelfläche in Bereiche mit und ohne Gewinde ist auf die Gewindestange1 abgestimmt. So ist die Innenmantelfläche mit zwei sich gegenüberliegenden Gewindeabschnitten8 ,9 (9 nicht sichtbar) versehen, die jeweils einen Umfangswinkel von 80° abdecken, wie die Freischnitte6 ,7 an der Gewindestange1 . Zwischen den Gewindeabschnitten8 ,9 liegen Freischnitte10 ,11 (11 nicht sichtbar), die sich jeweils über einen Winkel von 100° erstrecken, analog zu den Gewindeabschnitten4 ,5 an der Gewindestange1 . - Das Verspannen eines relativ zur Länge der Gewindestange
1 schmalen Reserverades, welches auf der Reserveradmulde2 aufliegt und in einer Öffnung von der Gewindestange1 durchsetzt ist, erfolgt nun in der Weise, daß die Hülse3 zunächst über die Gewindestange1 geschoben wird, bis sie auf dem Reserverad bzw. auf einer zwischengeschalteten Haltescheibe aufliegt. Bei dem Verschiebevorgang gleiten die Gewindeabschnitte8 ,9 in den Freischnitten6 ,7 , und die Freischnitte10 ,11 rutschen über die Gewindeabschnitte4 ,5 hinweg. Danach erfolgt eine kurze Drehung der Gewindehülse3 , wobei die Gewinde von Hülse3 und Stange1 in Eingriff kommen und eine Verspannung des Reserverades bewirken. Natürlich muß der Drehwinkel der Gewindehülse3 deutlich unter 180° bleiben, weil sonst der Gewindeeingriff wieder aufgehoben würde. - Um eine Aufhebung des Gewindeeingriffs durch Überdrehen mit Sicherheit auszuschließen, können am Übergang vom Gewindeabschnitt 4 zum Freischnitt
7 beziehungsweise vom Gewindeabschnitt5 zum Freischnitt6 Sperren beispielsweise in Form von Materialerhöhungen vorgesehen sein, die im Ausführungsbeispiel aber nicht dargestellt sind. - Das Außengewinde an der Gewindestange
1 und das Innengewinde an der Gewindehülse3 sind vorteilhafterweise so ausgelegt, daß sie Selbsthemmung aufweisen, damit ein unbeabsichtigtes Lösen der Schraubverbindung, beispielsweise durch Erschütterungen im Fahrbetrieb verhindert wird. Ein erhöhter Festsitz der Schraubverbindung kann auch dadurch erreicht werden, daß die Gewindeflanken nicht glattflächig ausgebildet sind, sondern eine mehr oder weniger starke Rauhigkeit aufweisen. Eine solche Ausführung ist bei relativ großer Gewindesteigung zweckmäßig. - Um das Reserverad aus seiner Verspannung zu befreien und aus der Halterung herausnehmen zu können, braucht die Hülse
3 nur so weit gedreht zu werden, bis das Stangengewinde und das Muttergewinde außer Eingriff sind, danach kann die Hülse3 nach oben verschoben und abgenommen werden. - Die erfindungsgemäße Einrichtung erspart dem Benutzer langwieriges Schrauben sowohl beim Befestigen als auch beim Lösen des Reserverades. Um mit derselben Befestigungseinrichtung neben einem Reserverad auch andere Gegenstände unterschiedlicher Höhe (oder Breite, je nach Betrachtungsweise) in der Reserveradmulde
2 festlegen zu können, richtet sich die Länge der Gewindestange1 nach dem Gegenstand mit der größten Höhe. Soll beispielsweise ein Gegenstand befestigt werden, dessen Höhe deutlich geringer ist, so daß das freie Ende der Gewindestange1 weit aus der Öffnung hervorsteht, dann tritt die Wirkung der Erfindung, nämlich den "Totweg" der Gewindestange1 schnell zu überwinden, voll ein.
Claims (1)
- Einrichtung zur Befestigung eines Reserverades in einer Reserveradmulde (
2 ) eines Kraftfahrzeugs, wobei die Befestigungseinrichtung von einer senkrecht von der Reserveradmulde (2 ) abstehenden, das Reserverad in einer Öffnung durchsetzenden Gewindestange (1 ), einer gegebenenfalls erforderlichen Haltescheibe und einer Hülse (3 ) mit einem dem Gewinde (4 ,5 ) der Gewindestange (1 ) zugeordneten Muttergewinde (8 ,9 ) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindestange (1 ) wenigstens einen von ihrem freien Ende ausgehenden, sich in Längsrichtung erstreckenden gewindelosen Abschnitt (6 ,7 ) nach Art einer Längsnut aufweist und daß das Muttergewinde (8 ,9 ) der Hülse (3 ) in Umfangsrichtung der Breite der Längsnut (6 ,7 ) entspricht, wobei das Gewinde (4 ,5 ) der Gewindestange (1 ) und das korrespondierende Muttergewinde (8 ,9 ) der Hülse (3 ) so ausgebildet sind, daß sie Selbsthemmung aufweisen und/oder die Gewindeflanken mit einer Rauhigkeit versehen sind.
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1997
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