DE19709689C2 - Einlegeboden aus Kunststoff für Rollwagen mit Bodentraggestell - Google Patents
Einlegeboden aus Kunststoff für Rollwagen mit BodentraggestellInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Einlegeboden aus Kunststoff
für Rollwagen mit Bodentraggestell, mit einer Tragplatte,
welche zumindest einen Kanal zur Aufnahme wenigstens einer
Verstärkungsschiene aufweist. Bei einem bekannten Kunst
stoffboden mit Tragplatte und mehreren Kanälen zur Aufnahme
von Verstärkungsschienen wird so vorgegangen, daß die vor
genannten Schienen gleichsam im Zuge eines Kunst
stoffspritzvorganges von erhärtender Kunststoffmasse
umschlossen werden. Folglich sind die Verstärkungsschienen
integraler Bestandteil des vorbeschriebenen Kunststoff
bodens (vgl. US-A-43 97 247).
Durch die EP-A-0 226 505 ist es bekanntgeworden, eine
Palette mit einsteckbaren Verstärkungsschienen auszurüsten.
Diese Ausführungsform mag zwar durch eine flexible Anpas
sung an unterschiedliche Traglasten überzeugen, ermöglicht
jedoch keine funktionsgerechte Stapelung.
Außerdem finden sich im Stand der Technik Transportgestelle
mit Laufrollen sowie auswechselbaren, gitterartig ausgebil
deten, Zwischenböden. Diese Zwischenböden bestehen aus
parallel zu Querleisten von Seitenteilen verlaufenden
Gitterstäben, welche an äußeren Enden eines jeden Teil
bodens durch einen Querstab mittels Schweißen miteinander
verbunden sind (vgl. DE-U-76 12 672).
Bei einer vorveröffentlichten Kunststoffpalette mit Deck
platte als Tragplatte ist eine Handgriffleiste verwirk
licht, welche an die Deckplatte umlaufend angeformt ist.
Zur Verstärkung der bekannten Palette dienen Verstärkungs
leisten, welche aus im Querschnitt rechteckig ausgebildeten
Hohlprofilen bestehen (vgl. DE-U-86 26 847).
Schließlich ist durch die WO 91/13001 eine Kunststoff
palette, bestehend aus mehreren miteinander verbindbaren
Einzelteilen, bekanntgeworden.
Darüber hinaus kennt man Einlegeböden bzw. Kunststoffböden
aus der Praxis, welche auch als Zwischentableau oder
Zwischenboden bezeichnet werden. Hier besteht ein ständiges
Problem darin, die Tragfähigkeit an unterschiedliche Erfor
dernisse anpassen zu können. Insbesondere höhere Lasten
lassen sich darüber hinaus kaum aufnehmen.
Zur Verstärkung derartiger Kunststoffböden hat man in der
Vergangenheit Metallschienen unterseitig angebracht, um auf
diese Weise die erforderliche Stabilität zu erreichen.
Diese Metallschienen haben gleichzeitig die Funktion der
Traglaschen zum Einhängen des Kunststoffbodens in das
Bodentraggestell übernommen. Hierdurch werden nicht nur
störende Klappergeräusche zwischen Einlegeboden bzw.
Metallschiene und Bodentraggestell hervorgerufen, sondern
es besteht auch die Gefahr, daß das Bodentraggestell Korro
sionen unterliegt. Dies um so mehr, als Rollwagen bzw.
sogenannte Roll-Container regelmäßig im Lebensmittelbereich
eingesetzt werden und wechselnden Temperaturen ausgesetzt
sind.
Unabhängig von derartigen Kunststoffböden sind auch Ein
legeböden mit einer Tragplatte aus Preßspänen bekannt. Der
artige Tragplatten sind jedoch auf dem Lebensmittelsektor
insofern problematisch, als sie den hygienischen Anforde
rungen nicht mehr genügen. So besteht die Gefahr, daß die
Tragplatten aus Preßspänen Mikroben oder Bakterien aufneh
men können. Probleme hinsichtlich der Hygiene können auch
bei der vorbekannten Ausführungsform eines Kunststoffbodens
durch die beschriebene Rostbildung am Bodentraggestell
nicht ausgeschlossen werden. - Hier will die Erfindung ins
gesamt Abhilfe schaffen.
Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen
Einlegeboden der eingangs beschriebenen Ausgestaltung so
weiterzubilden, daß nicht nur eine flexible Anpassung an
unterschiedliche Traglasten ohne Beschädigungen des Trag
gestells ermöglicht wird, sondern auch eine besonders
kompakte Stapelung erreichbar ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist Gegenstand der Erfindung ein
Einlegeboden aus Kunststoff bzw. Kunststoffboden für Roll
wagen mit Bodentraggestell, mit einer Tragplatte, welche
zumindest einen Kanal zur Aufnahme wenigstens einer Ver
stärkungsschiene aufweist, wobei
- - der Kanal als Steckkanal zur Führung und Halterung der wahlweise aufnehmbaren Verstärkungsschiene ausgebildet ist, wobei ferner
- - randseitig der Tragplatte angeordnete Traglaschen mit Laschenauflage sowie Laschenzunge zum Einhängen des Einlegebodens in das Bodentraggestell vorgesehen sind, wobei weiter
- - die Laschenauflage jeweils eine an die Laschenzunge eines weiteren obenseitig auf die Tragplatte aufgeleg ten Einlegebodens angepaßte Zungenaufnahme aufweist, und wobei
- - die Laschenzungen des aufgelegten Einlegebodens unter Bildung eines Plattenstapels formschlüssig in die Zungenaufnahmen des darunter befindlichen Einlegebodens eingreifen.
Nach vorteilhafter Ausgestaltung sind die Traglaschen
jeweils in kanalendseitiger Verlängerung des Steckkanals
angeordnet, wobei der Steckkanal im Bereich der Traglaschen
eine Schutzabdeckung für das Bodentraggestell aufweist.
Dieser Steckkanal ist regelmäßig im Querschnitt U-förmig
ausgeführt und mit seiner U-Basis an die Tragplatten-Unter
seite angeformt. Es liegt selbstverständlich auch eine
andersartige Befestigung des Steckkanals, beispielsweise
durch Anschrauben, im Rahmen der Erfindung. Darüber hinaus
ist im allgemeinen zumindest ein die beiden U-Schenkel
kanalunterseitig verbindender Brückensteg vorgesehen. Vor
zugsweise sind der Steckkanal und die Verstärkungsschiene
im wesentlichen gleich lang ausgebildet und weisen eine an
die Breite oder die Länge der Tragplatte angepaßte Kanal
länge sowie Schienenlänge auf. Dabei sind jeweils kanal
endseitige Verschlußkappen zum plattenrandseitig bündigen
Verschließen des Steckkanals vorgesehen. Üblicherweise sind
zumindest zwei - besser vier - Traglaschen verwirklicht. -
Durch diese Maßnahmen der Erfindung wird zunächst einmal
eine problemlose Anpassung des Kunststoffbodens an unter
schiedliche Traglasten erreicht. Denn die Tragplatte weist
im allgemeinen mehrere Steckkanäle zur wahlweisen Aufnahme
einer oder mehrerer Verstärkungsschienen auf. Dabei ist es
auch möglich, mehrere, das heißt beispielsweise zwei, Ver
stärkungsschienen in einen Steckkanal einzustecken. Aus
Stabilitätsgründen wird man jedoch so vorgehen, daß pro
Steckkanal jeweils eine Verstärkungsschiene wahlweise ein
gesteckt werden kann. Dies erfolgt je nach der zu erwarten
den Belastung. So ist es denkbar, z. B. fünf Steckkanäle
vorzusehen, wobei Verstärkungsschienen nur in drei dieser
fünf Kanäle eingesteckt werden. Hierdurch wird bereits eine
außerordentlich große Tragkraft des Kunststoffbodens
erreicht. Soll diese noch weiter gesteigert werden, so
können auch die verbleibenden beiden Steckkanäle mit einer
Verstärkungsschiene ausgerüstet werden.
Da die zumindest eine Verstärkungsschiene üblicherweise bei
noch warmem Kunststoffboden im Anschluß an die Spritzguß
herstellung in den Steckkanal eingeschoben wird, ergibt
sich beim Abkühlen des Kunststoffbodens durch Schrumpfung
automatisch eine feste Verbindung. Um zu gewährleisten,
daß die Verstärkungsschiene unter allen Umständen nicht
aus dem nach unten offenen Steckkanal herausfällt, ist
zumindest ein die beiden U-Schenkel kanaloberseitig
verbindender Brückensteg vorgesehen. In die gleiche
Richtung zielen die jeweils kanalendseitig verwirklichten
Verschlußkappen, welche hauptsächlich zur Verbesserung der
Optik eingesetzt werden. Durch die im Bereich der
Traglaschen vorgesehene Schutzabdeckung für das
Traggestell wird gewährleistet, daß der Kunststoffboden
bzw. Einlegeboden nach dem Einlegen in das Traggestell
nicht mehr klappern kann. Denn in diesem Bereich, das
heißt im Bereich der Schutzabdeckung, liegt der
Kunststoffboden mit den Traglaschen auf dem Traggestell
auf. Folglich sind an dieser Stelle auch keine Korrosionen
mehr zu befürchten. Die Oberfläche des Bodentraggestells
wird nicht angegriffen, so daß nicht nur das äußere
Erscheinungsbild erhalten bleibt, sondern auch Probleme
hinsichtlich der Hygiene entfallen.
Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind im folgenden
aufgeführt. So sind die Längenausdehnungskoeffizienten von
Tragplatte einerseits und Verstärkungsschiene andererseits
aneinander angepaßt. Hierdurch wird den wechselnden Tempe
raturen im Lebensmittelbereich Rechnung getragen, welche
zwischen -40°C und +60°C schwanken können. Als Materia
lien werden im allgemeinen verzinkter Stahl für die Ver
stärkungsschiene und PE (Polyethylen) für den Kunststoff
boden bzw. die Tragplatte verwendet. Diese weisen ein ver
gleichbares Längenausdehnungsverhalten im vorgegebenen
Temperaturbereich auf. Selbstverständlich ist auch die
Verwendung vergleichbarer Kunststoffe, beispielsweise
HDPE, möglich. Es sollte betont werden, daß Kunststoff
boden bzw. "Kunststoff" im Rahmen der Erfindung sämtliche,
den Lebensmittelhygienebestimmungen genügenden Werkstoffe
meint. Das heißt, es sind im Rahmen der Erfindung selbst
verständlich auch Kunststoffe mit eingelagerten Metall
spänen, Glasfasern usw. denkbar. Gleichzeitig sind durch
die beanspruchten Maßnahmen u. a. mit Kunststoff ummantelte
Metallböden abgedeckt. Durch Hinzufügen von Farbstoffpig
menten in das Kunststoffgranulat zur Herstellung des
Kunststoffbodens läßt sich das gewünschte farbliche Aus
sehen einstellen.
Nach einem Vorschlag der Erfindung mit selbständiger Be
deutung ist vorgesehen, daß die Tragplatte randseitige
Einformungen zur formschlüssigen Aufnahme von Vertikal
streben des Bodentraggestells aufweist. Dabei sind im all
gemeinen vier eckrandseitige Einformungen vorgesehen. Auf
diese Weise wird erreicht, daß der Rollwagen bzw. das
hieran befestigte Bodentraggestell insgesamt stabilisiert
wird. Hierfür sorgen die regelmäßig kreisförmigen Einfor
mungen, welche hinsichtlich ihres Durchmessers an die Ver
tikalstreben des Bodentraggestells angepaßt sind, so daß
diese Vertikalstreben formschlüssig in die Einformungen
eingreifen. Die Traglaschen weisen jeweils eine Laschen
auflage sowie eine Laschenzunge auf, wobei die Laschen
auflage auf dem Bodentraggestell aufliegt und die Laschen
zunge das Bodentraggestell umgreift. In der Regel kommt an
dieser Stelle des Bodentraggestells eine rohrförmige
Querstange zum Einsatz, auf welcher der Kunststoffboden
mit den zumindest beiden Laschenauflagen aufliegt. Regel
mäßig liegen die Laschenzungen tangential an dieser Quer
stange an, da die jeweilige Laschenauflage im allgemeinen
in Verlängerung der Tragplatte an die Tragplatte angeformt
ist, wobei die Laschenzunge in im wesentlichen senkrechter
Erstreckung plattenunterseitig auf der Laschenauflage auf
steht und außenrandseitig an die Laschenauflage angeformt
ist.
Sofern es sich um eine Querschiene handelt, auf welcher
die Laschenauflage aufliegt, umgreift die Laschenzunge das
Bodentraggestell bzw. diese Querschiene mit Spiel. Das
heißt, zwischen Laschenzunge und Querschiene besteht ein
Abstand. Da jedoch überwiegend Bodentraggestelle mit rohr
förmigen Querstangen zum Einsatz kommen, ist durch das
tangentiale Anliegen der Laschenzunge an diesen Querstan
gen ein insgesamt verrutschsicherer Halt des Einlegebodens
im Bodentraggestell gewährleistet. Dies gilt um so mehr,
als in der Regel vier oder mehr Traglaschen zum Auflegen
des Kunststoffbodens auf die Querstangen bzw. Einlegen in
das Bodentraggestell zum Einsatz kommen. Jedenfalls ist
auf diese Weise nicht nur eine rutschsichere Befestigung
der Kunststoffböden im Bodentraggestell möglich, sondern
wird darüber hinaus eine weitere Stabilisierung dieses
Bodentraggestells erreicht. Außerdem wird durch die das
Bodentraggestell bzw. die rohrförmigen Querstangen umgrei
fenden Laschenzungen gleichsam ein Außenschutz dieser
Querstangen erreicht. Dieser kommt insbesondere dann zum
Tragen, wenn mehrere Rollwagen Seite an Seite beispiels
weise in einem LKW transportiert werden. Denn durch die
erfindungsgemäßen Maßnahmen wird gewährleistet, daß die
jeweiligen Bodentraggestelle praktisch mit ihren Laschen
zungen aneinanderstoßen. Auf diese Weise wird nicht nur
ein geräuscharmer Transport, sondern auch eine zusätzliche
Stabilisierung einer Gruppe von Rollwagen beispielsweise
beim Transport und bei Kurvenfahrt in einem LKW erreicht.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung mit selbstän
diger Bedeutung ist vorgesehen, daß die Laschenauflage je
weils eine an die Laschenzunge eines weiteren obenseitig
auf die Tragplatte aufgelegten Kunststoffbodens angepaßte
Zungenaufnahme aufweist, wobei die Laschenzungen des
aufgelegten Kunststoffbodens unter Bildung eines Platten
stapels formschlüssig in die Zungenaufnahmen des darunter
befindlichen Kunststoffbodens eingreifen. Regelmäßig sind
zumindest zwei Laschen und damit zwei Laschenauflagen so
wie Laschenzungen verwirklicht. Jedenfalls werden hier
durch gleichsam Formnester für die Laschenzungen zur Ver
fügung gestellt. Dies führt zu einer Selbstarretierung ei
nes aus den erfindungsgemäßen Kunststoffböden gebildeten
Plattenstapels.
In die gleiche Richtung zielen die Maßnahmen der Erfin
dung, wonach der Kunststoffboden zumindest eine randseiti
ge Rutschkante aufweist, die im wesentlichen senkrecht
plattenoberseitig auf der Tragplatte aufsteht, wobei die
Tragplatte eine an die Rutschkante eines im Zuge der Bil
dung eines Plattenstapels darunter befindlichen Kunst
stoffbodens angepaßte Kantenaufnahme aufweist, und wobei
die Rutschkante des unteren Kunststoffbodens in die Kan
tenaufnahme des darüber befindlichen Kunststoffbodens
formschlüssig eingreift. Denn in diesem Fall werden -
alternativ oder zusätzlich - weitere Formnester in Form
der jeweiligen Kantenaufnahme zur Aufnahme der Rutschkante
zur Verfügung gestellt. Regelmäßig sind zwei Rutschkanten
sowie zwei Kantenaufnahmen verwirklicht. In Verbindung mit
den in die Laschenaufnahmen eingreifenden Laschenzungen
wird insgesamt eine problemlose Stapelbarkeit erreicht.
Gleichzeitig ist ein aus den Kunststoffböden gebildeter
Stapel aufgrund der vorbeschriebenen Selbstarretierungs
effekte gegen Umfallen gesichert. Dies gilt bereits für
den Fall, daß nur eine Maßnahme verwirklichst ist, das
heißt entweder die Zungenaufnahmen für die Laschenzungen
oder die Kantenaufnahmen für die Rutschkanten. Erst recht
wird eine sichere Stapelbarkeit bei Verwirklichung der
vorgenannten Maßnahmen erzielt.
Endlich weist die Tragplatte nach einem weiteren Vorschlag
der Erfindung mit selbständiger Bedeutung zumindest ein
abnehmbares Plattensegment auf. Auf diese Weise läßt sich
die Größe der Tragplatte an das verwendete Bodentrag
gestell des Rollwagens flexibel anpassen. Wenn beispiels
weise dieses Bodentraggestell zwei Seitenwände aufweist,
wird man regelmäßig das abnehmbare Plattensegment an der
Tragplatte belassen. Für den Fall, daß zusätzlich eine
Rückwand bei dem Bodentraggestell vorgesehen ist, kann der
Kunststoffboden problemlos angepaßt werden, indem das ab
nehmbare Plattensegment entfernt wird. Die Verbindung zwi
schen Tragplatte und abnehmbarem Plattensegment erfolgt
auf übliche Weise. Hier ist es denkbar, eine Rastsitzver
bindung oder eine Nut/Feder-Verbindung vorzusehen. Selbst
verständlich sind auch Verschraubungen oder dergleichen
möglich.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläu
tert; es zeigen:
Fig. 1 einen Rollwagen bzw. Roll-Container in perspektivi
scher Ansieht mit Bodentraggestell sowie Einlege
böden,
Fig. 2 eine Aufsicht auf einen erfindungsgemäßen Kunst
stoffboden, oben eine Seitenansicht, teilweise im
Längsschnitt und
Fig. 3 eine Ansicht von unten auf den Kunststoffboden nach
Fig. 2.
In den Figuren ist ein Kunststoffboden 1 für Rollwagen 2
bzw. Roll-Container mit Bodentraggestell 3 gezeigt. Bei
dem Kunststoffboden 1 handelt es sich nach dem
Ausführungsbeispiel um einen Einlegeboden bzw.
Zwischenboden, welcher auch als Einhängeboden bezeichnet
werden kann. Selbstverständlich kann es sich bei dem
Kunststoffboden 1 auch um einen Basisboden handeln, wie er
in der Fig. 1 mit der Bezugsziffer 4 bezeichnet ist.
Dieser Kunststoffboden 1 weist in seinem grundsätzlichen
Aufbau eine Tragplatte 5 und randseitig der Tragplatte 5
angeordnete Traglaschen 6 zum Einhängen des
Kunststoffbodens 1 in das Bodentraggestell 3 auf. Nach der
Fig. 1 weist das Bodentraggestell 3 bzw.
Seitengitterwandgestell zwei Seitenwände 3a bzw.
Seitengitterwände sowie eine Rückwand 3b auf. Zur Aufnahme
der Traglaschen 6 sind rohrförmige Querstangen 7 bzw. ein
Unterzug vorgesehen. Zusätzlich besitzt das Bodentrag
gestell 3 Vertikalstreben 8.
Ausweislich der Fig. 3 weist die Tragplatte 5 zumindest
einen Steckkanal 9 zur wahlweisen Aufnahme zumindest einer
Verstärkungsschiene 10 auf. Die jeweilige Verstärkungs
schiene 10 wird folglich in den Steckkanal 9 gehalten und
geführt. Nach dem Ausführungsbeispiel sind fünf Steck
kanäle vorgesehen. In diese fünf Steckkanäle 9 sind drei
Verstärkungsschienen 10 eingeschoben, und zwar in die bei
den äußeren Steckkanäle 9 sowie den mittleren Steckkanal
9. Insbesondere aus der Fig. 2 oben ergibt sich, daß jeder
Steckkanal 9 im Querschnitt U-förmig ausgeführt und mit
seiner U-Basis 9a an die Tragplatten-Untenfläche angeformt
ist. Das heißt, der Steckkanal 9 bildet mit seinen beiden
U-Schenkeln 9b einen nach unten offenen Kanal.
Selbstverständlich kann der Steckkanal 9 auch als rundum
geschlossener Kanal ggf. mit Öffnungen ausgeführt sein. Um
die Verstärkungsschiene 10 einwandfrei zu halten, ist
zumindest ein die beiden U-Schenkel 9b kanaloberseitig
verbindender Brückensteg 11 vorgesehen. Nach dem
Ausführungsbeispiel, insbesondere Fig. 3, sind pro
Steckkanal 9 insgesamt acht Brückenstege 11 verwirklicht.
Der jeweilige Steckkanal 9 und die zugehörige Verstär
kungsschiene 10 sind im wesentlichen gleich lang ausgebil
det und weisen eine an die Breite B oder die Länge der
Tragplatte 5 angepaßte Kanallänge L1 sowie Schienenlänge
L2 auf. Nach Fig. 3 sind die Kanallänge L1 wie die Schie
nenlänge L2 an die Breite B der Tragplatte 5 angepaßt.
Denn vorliegend entspricht die Kanallänge L1 der Breite B,
während die Schienenlänge L2 demgegenüber geringfügig
kürzer gewählt ist. Aus der Fig. 2 ergibt sich, daß je
weils endseitig der Steckkanäle 9, das heißt kanalendsei
tig, Verschlußkappen 12 zum plattenrandseitig bündigen
Verschließen des Steckkanals 9 vorgesehen sind. Diese Ver
schlußkappen 12 erfüllen hauptsächlich den Zweck, für ein
harmonisches Äußeres zu sorgen. Außerdem werden hierdurch
Verschmutzungen des Steckkanals 9 vermeiden.
Die Traglaschen 6 sind jeweils in kanalendseitiger Verlän
gerung jedes Steckkanals 9 angeordnet, wobei der jeweilige
Steckkanal 9 im Bereich der Traglaschen 6 eine Schutz
abdeckung 13 für das Bodentraggestell 3 aufweist. Mit die
ser Schutzabdeckung 13 liegen die Kunststoffböden 1 auf
den rohrförmigen Querstreben 7 auf. Folglich können an
dieser Stelle keine Korrosionen infolge Hin- und Herrut
schens des Einlegebodens 1 auftreten. Die Längenausdeh
nungskoeffizienten von Tragplatte 5 einerseits und Ver
stärkungsschiene 10 andererseits sind aneinander angepaßt,
um Spannungen in der Tragplatte 5 bei Temperaturschwankun
gen zu vermeiden. Zusätzlich sind in der Tragplatte 5 Öff
nungen 14 verwirklicht, welche einerseits als Grifföffnun
gen 14a dienen, andererseits das ungehinderte Strömen von
Kühlluft als Strömungsöffnungen 14b gewährleisten. Dies
ist deshalb wichtig, weil die Kunststoffböden 1 und mit
ihnen der Rollwagen 2 regelmäßig im Lebensmittelsektor
eingesetzt werden, das heißt auch in Kühlräumen Verwendung
finden. Dementsprechend sind die Kunststoffböden 1 bzw.
Einlegeböden Temperaturen zwischen -40°C und +60°C aus
gesetzt. Die Tragkraft beträgt in der gezeigten Ausfüh
rungsform ca. 1.500 N (150 kp). Um diese Tragkraft zu er
reichen, sind neben den Steckkanälen 9 und Verstärkungs
schienen 10 Diagonalversteifungsstege 15 an die Tragplat
ten-Untenfläche angeformt.
Die Tragplatte 5 weist nach den Fig. 2 und 3 randseitige
Einformungen 16 zur formschlüssigen Aufnahme der Vertikal
streben 8 auf. Vorliegend werden nur die jeweils eckseiti
gen Vertikalstreben 8a des Bodentraggestells 3 aufgenom
men. Die dazwischen befindlichen Vertikalstreben 8b ver
laufen in Ausnehmungen zwischen den Laschenauflagen 17 der
Traglaschen 6. Nach dem Ausführungsbeispiel sind vier eck
randseitige Einformungen 16 vorgesehen.
Ausweislich der Fig. 2 oben weisen die Traglaschen 6 je
weils eine Laschenauflage 17 sowie eine Laschenzunge 18
auf, wobei die Laschenauflage 17 auf dem Bodentraggestell
3 aufliegt und die Laschenzunge 18 das Bodentraggestell
umgreift. Die Oberfläche der Laschenzunge 18 und die Ober
fläche der Tragplatte 5 bilden eine durchgängige ebene
Auflagefläche für beispielsweise hierauf abgestellte
Euro-Kästen. Im Ausführungsbeispiel liegt die Laschen
auflage 17 und hier insbesondere die Schutzabdeckung 13
des Steckkanals 9 auf der jeweiligen rohrförmigen Quer
strebe 7 auf. Die das Bodentraggestell 3 bzw. die Quer
strebe 7 umgreifende Laschenzunge 18 liegt tangential an
der Querstrebe 7 an, weil die Laschenzunge 18 in im
wesentlichen senkrechter Erstreckung plattenunterseitig
auf der Laschenauflage 17 aufsteht. Die Laschenauflage 17
ist in Verlängerung der Tragplatte 5 an die Tragplatte 5
angeformt. Zwischen den jeweiligen Laschenauflagen 17 be
finden sich die bereits angesprochenen Ausnehmungen für
die Vertikalstreben 8b. Die Laschenzunge 18 ist
außenrandseitig an die Laschenauflage 17 angeformt.
Zusätzlich weist die Laschenauflage 17 jeweils eine an die
Laschenzunge 18 eines weiteren obenseitig auf die Trag
platte 5 aufgelegten Kunststoffbodens 1 angepaßte Zungen
aufnahme 19 auf, wobei die Laschenzungen 18 des aufgeleg
ten Kunststoffbodens 1 unter Bildung eines Plattenstapels
formschlüssig in die Zungenaufnahmen 19 des darunter be
findlichen Kunststoffbodens 1 eingreifen. Dies ist in Fig.
2 gestrichelt angedeutet.
Zusätzlich weist der Kunststoffboden 1 zumindest eine
randseitige Rutschkante 20 auf, die im wesentlichen senk
recht plattenoberseitig auf der Tragplatte 5 aufsteht. Die
Tragplatte 5 besitzt eine an die Rutschkante 20 eines im
Zuge der Bildung eines Plattenstapels darunter befind
lichen Kunststoffbodens 1 angepaßte Kantenaufnahme 21, wo
bei die Rutschkante 20 des unteren Kunststoffbodens 1 in
die Kantenaufnahme 21 des darüber befindlichen Kunststoff
bodens 1 formschlüssig eingreift. Dies zeigt Fig. 3. Im
allgemeinen sind zwei Rutschkanten 20 verwirklicht, welche
zwischen sich eine Auflagefläche zur Aufnahme beispiels
weise zweier Euro-Kästen definieren. Endlich besitzt die
Tragplatte 5 zumindest ein abnehmbares Plattensegment 22.
Randseitig des Kunststoffbodens 1 bzw. an der Vorderkante
der Tragplatte 5 können Firmenaufdrucke oder dergleichen
angebracht werden.
Claims (13)
1. Einlegeboden (1) aus Kunststoff für Rollwagen (2) mit
Bodentraggestell (3), mit einer Tragplatte (5), welche
zumindest einen Kanal (9) zur Aufnahme wenigstens einer
Verstärkungsschiene (10) aufweist, wobei
- 1. der Kanal (9) als Steckkanal (9) zur Führung und Halterung der wahlweise aufnehmbaren Verstärkungs schiene (10) ausgebildet ist, wobei ferner
- 2. randseitig der Tragplatte (5) angeordnete Traglaschen (6) mit Laschenauflage (17) sowie Laschenzunge (18) zum Einhängen des Einlegebodens (1) in das Bodentrag gestell (3) vorgesehen sind, wobei weiter
- 3. die Laschenauflage (17) jeweils eine an die Laschen zunge (18) eines weiteren obenseitig auf die Trag platte (5) aufgelegten Einlegebodens (1) angepaßte Zungenaufnahme (19) aufweist, und wobei
- 4. die Laschenzungen (18) des aufgelegten Einlegebodens (1) unter Bildung eines Plattenstapels formschlüssig in die Zungenaufnahmen (19) des darunter befindlichen Einlegebodens (1) eingreifen.
2. Einlegeboden (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Traglaschen (6) jeweils in kanalendseitiger
Verlängerung des Steckkanals (9) angeordnet sind.
3. Einlegeboden (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Steckkanal (9) im Querschnitt
U-förmig ausgeführt und mit seiner U-Basis (9a) an die
Tragplatten-Unterseite angeformt ist.
4. Einlegeboden (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein die beiden
U-Schenkel (9b) kanalunterseitig verbindender Brückensteg
(11) vorgesehen ist.
5. Einlegeboden (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Steckkanal (9) im Bereich
der Traglaschen (6) eine Schutzabdeckung (13) für das
Bodentraggestell (3) aufweist.
6. Einlegeboden (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Längenausdehnungs
koeffizienten von Tragplatte (5) einerseits und Verstär
kungsschiene (10) andererseits aneinander angepaßt sind.
7. Einlegeboden (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tragplatte (5) randseitige
Einformungen (16) zur formschlüssigen Aufnahme von Ver
tikalstreben (8a) des Bodentraggestells (3) aufweist.
8. Einlegeboden (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß vier eckrandseitige Einformungen (16) vorgesehen
sind.
9. Einlegeboden (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Laschenauflage (17) auf dem
Bodentraggestell (3) aufliegt und die Laschenzunge (18) das
Bodentraggestell (3) umgreift.
10. Einlegeboden (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Laschenauflage (17) in Ver
längerung der Tragplatte (5) an die Tragplatte (5) ange
formt ist, und daß die Laschenzunge (18) in im wesentlichen
senkrechter Erstreckung plattenunterseitig auf der Laschen
auflage (17) aufsteht.
11. Einlegeboden (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Laschenzunge (18) außen
randseitig an die Laschenauflage (17) angeformt ist.
12. Einlegeboden (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine randseitige
Rutschkante (20) vorgesehen ist, welche im wesentlichen
senkrecht plattenoberseitig auf der Tragplatte (5) auf
steht.
13. Einlegeboden (1) nach Anspruch 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Tragplatte (5) eine an die Rutschkante
(20) eines im Zuge der Bildung eines Plattenstapels dar
unter befindlichen Einlegebodens (1) angepaßte Kanten
aufnahme (21) aufweist, wobei die Rutschkante (20) des
unteren Einlegebodens (1) in die Kantenaufnahme (21) des
darüber befindlichen Einlegebodens (1) formschlüssig ein
greift.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997109689 DE19709689C2 (de) | 1997-03-11 | 1997-03-11 | Einlegeboden aus Kunststoff für Rollwagen mit Bodentraggestell |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997109689 DE19709689C2 (de) | 1997-03-11 | 1997-03-11 | Einlegeboden aus Kunststoff für Rollwagen mit Bodentraggestell |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19709689A1 DE19709689A1 (de) | 1998-09-17 |
| DE19709689C2 true DE19709689C2 (de) | 1999-06-24 |
Family
ID=7822769
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997109689 Revoked DE19709689C2 (de) | 1997-03-11 | 1997-03-11 | Einlegeboden aus Kunststoff für Rollwagen mit Bodentraggestell |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19709689C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202016101100U1 (de) | 2016-03-01 | 2016-03-10 | Feil Gmbh | Kunststoffboden |
| EP3964422A1 (de) | 2020-09-08 | 2022-03-09 | FEIL rolltainer GmbH | Rollwagen zur aufnahme eines oder mehrerer transportbehälter |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19709689A1 (de) | 1998-09-17 |
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