DE19712364A1 - Schnappverschluß - Google Patents
SchnappverschlußInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schnappverschluß aus Kunststoff, bestehend aus einer
Verschlußkappe mit einem einwärts ragenden Wulst an der Innenfläche ihres Mantels und im
allgemeinen in der Nähe ihres unteren freien Endes.
Derartige Schnappverschlüsse sind seit langem bekannt und sie werden zum Beispiel verwendet
für sogenannte Schnappgläser, deren oberer Rand leicht nach außen gewölbt ist und einen
insgesamt etwas größeren Außendurchmesser hat als der Wulst des Schnappverschlusses. Der
Schnappverschluß wird auf einen solchen Rand aufgesetzt und herabgedrückt, wobei er sich
derart aufweitet, daß der Wulst über den Rand der Öffnung des betreffenden Behälters rutscht
und dann mit seinem Wulst den nach außen gewölbten Rand des Behälters übergreift. Der
Behälter muß dabei nicht notwendigerweise ein Glasbehälter sein, sondern kann zum Beispiel
ebenfalls aus Kunststoff bestehen.
Darüber hinaus sind auch vergleichbare einfache metallische Verschlüsse als sogenannte
Kronenkorken bekannt. Diese bestehen aus einer flachen Metallkappe, deren äußerer Rand mit
einem Preßwerkzeug auf einen Flaschenhals in gleichmäßigen Abständen punktweise einwärts
gedrückt wird, so daß die einwärts gedrückten Abschnitte ebenfalls einen Wulst oder dergleichen
am oberen Flaschenhalsrand hintergreifen. Diese Kronenkorken weisen außerdem eine
eingeklebte Dichtungsscheibe auf, die oftmals auch mehrlagig ist, wobei sich diese Kronenkorken
im Recyclingprozeß entsprechender Behälter als sehr nachteilig und hinderlich erweisen. Dies liegt
insbesondere daran, daß die Kronenkorken wegen der eingelegten bzw. eingeklebten
Dichtungsscheibe einen Verbund aus Metall und Kunststoff bilden, der nur mit erheblichem
Aufwand zu trennen ist, wenn man beide Komponenten einer Wiederverwertung zuführen will.
Auch bei der Wiederverwertung der Behälter selbst erweisen sich die Kronenkorken als hinderlich.
Wegen der großen mechanischen Kräfte, die sowohl beim Verschließen eines solchen
Kronenkorkenverschlusses als auch beim Öffnen auf den Verschluß und den Behälter ausgeübt
werden, sind derartige Kronenkorken praktisch auch auf die Verwendung an Glasflaschen
beschränkt und können nicht an Kunststoffbehältern eingesetzt werden. Außerdem benötigt man
beim Öffnen derartiger Kronenkorkenverschlüsse ein Hilfsmittel in Form eines sogenannten
"Kapselhebers".
Dagegen haben die bekannten Schnappverschlüsse aus Kunststoff zwar den Vorteil einer guten
Wiederverwertbarkeit, da sie zusammen mit anderen Kunststoffabfällen bei der Verwendung von
Kunststoffbehältern zusammen mit diesen unmittelbar der Wiederverwertung zugeführt werden
können, ein wesentlicher Nachteil der bekannten Schnappverschlüsse liegt jedoch dann, daß sie
nicht manipulationssicher sind. Einen bekannten Schnappverschluß kann man ohne weiteres von
einem Behälterhals entfernen, Inhalt aus dem Behälter entnehmen, austauschen oder verfälschen
und anschließend wieder verschließen, ohne daß dieser Eingriff später am Verschluß erkennbar
ist. Die bekannten Kronenkorken haben dagegen den Vorteil, daß sie sich beim Öffnen im
allgemeinen deutlich verformen und anschließend nicht mehr dicht verschlossen werden können,
so daß eine etwaige Manipulation sichtbar bzw. erkennbar bleibt. Allerdings wird die fehlende
Möglichkeit des Wiederverschließens der Kronenkorke von vielen Verbrauchern als Nachteil
empfunden. Außerdem lassen sich mit einigem Aufwand und Geschick selbst Kronenkorken derart
aufhebeln, daß unbemerkte Eingriffe in mit Kronenkorken verschlossene Behälter nicht völlig
auszuschließen sind.
Gegenüber diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen Schnappverschluß mit den eingangs genannten Merkmalen zu schaffen, welcher eine
erheblich verbesserte Manipulationssicherheit hat, ohne zusätzliches Hilfsmittel geöffnet werden
kann und wieder verschließbar ist und insofern auch als ein verbesserter Ersatz für metallische
Kronenkorken verwendet werden kann.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß an der Außenseite des Verschlußkappenmantels ein
umlaufender Kunststoffring vorgesehen ist, der mit der Außenfläche des Mantels fest verbunden
ist, wobei diese feste Verbindung zumindest entlang eines gewissen Umfangsabschnittes, von
vorzugsweise mehr als 60°, aus von Hand zerreißbaren Stegen besteht. Der Umfangsabschnitt,
entlang welchem die von Hand zerreißbaren Stege angeordnet sind, sollte in der bevorzugten
Ausführungsform bis auf einen kleinen Restbereich fast den gesamten Kappenmantel umfassen.
Alternativ wäre es auch denkbar, zwei diametral gegenüberliegende, jeweils nahezu 180°
umfassende Umfangsabschnitte vorzusehen, die in diesen Bereichen jeweils über von Hand
zerreißbare Stege mit dem Kappenmantel verbunden sind, während in den verbleibenden,
einander diametral gegenüberliegenden Restabschnitten jeweils eine nicht von Hand zerreißbare
Verbindung vorgesehen ist.
Dieser durch von Hand zerreißbare Stege mit dem Kappenmantel verbundene, den Kappenmantel
vollständig umgebende Kunststoffring macht den Kappenmantel hinreichend steif und
unbeweglich, so daß der nach innen ragende Wulst des Kappenmantels nicht ausreichend
gedehnt werden kann, um die Kappe von dem Wulst des Behälterhalses abzuheben, auf welchen
sie aufgebracht worden ist. Bei jedem Versuch, die Kappe zusammen mit dem sie umgebenden
und fest mir ihr verbundenen Kunststoffring von dem Behälterhals abzuheben, besteht die
erhebliche Gefahr, daß auch die von Hand zerreißbaren Stege zwischen dem Kunststoffring und
dem Kappenmantel zerreißen und somit den Öffnungsversuch offensichtlich machen, sofern er
wegen der Steifigkeit des Kunststoffringes und der Verbindung mit dem Kappenmantel überhaupt
von dem Behälterhals gelöst werden kann.
Werden dagegen beim normalen Öffnen die von Hand zerreißbaren Stege regulär zerstört,
vorzugsweise durch Hochbiegen des Kunststoffringes, so wird der äußere Umfang des
Kappenmantels durch das Hochbiegen des Kunststoffringes freigegeben, so daß der Kappenman
tel nunmehr in diesem Bereich wesentlich leichter elastisch verformt werden kann und der
Innenwulst dementsprechend über einen entsprechenden Außenwulst an einem Behälterhals
hinwegbewegt werden kann.
In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist in dem die von Hand zerreißbaren Stege
aufweisenden Bereich eine Grifflasche vorgesehen, die wiederum vorzugsweise einem etwas
festeren Verbindungsabschnitt diametral gegenüberliegt, der als eine Art Scharnierelement wirkt
und der sich nur über einen kleinen Winkelbereich entlang des Umfanges der Kappe erstreckt.
Bei einer solchen Ausführungsform kann man den Ring an der Grifflasche anheben und dabei die
von Hand zerreißbaren Kunststoffstege durchreißen, die vorzugsweise entlang des gesamten
Kappenumfanges unter gleichen Winkelabständen verteilt sind. Typischerweise reichen 8 bis 20
derartiger Stege aus, um eine gleichmäßige Fixierung des Kunststoffringes entlang des Umfanges
der Kappe vorzusehen. Der verbleibende Verbindungssteg, der eine nicht ohne weiteres von Hand
zerreißbare Verbindung zu der Kappe darstellt, wirkt beim Hochheben des Kunststoffringes an der
diametral gegenüberliegenden Lasche als eine Art Scharnier. Wenn der Ring genügend weit
hochgehoben worden ist, kann man bei entsprechender Größe der Verschlußkappe in den
Kunststoffring hineingreifen und diesen dann noch weiter hochziehen, wobei diese Zugkraft
einseitig über das Scharnierelement auf einen kleinen Randbereich der Kappe übertragen wird,
der sich entsprechend elastisch aufbiegt, so daß dort lokal der nach innen ragende Wulst auf der
Innenfläche der Verschlußkappe über einen entsprechenden Außenwulst eines Behälterhalses
hinweggezogen wird, wobei beim weiteren Ziehen an dem Ring der Innenwulst der Ver
schlußkappe nach und nach auch in den übrigen Bereichen über den Außenwulst des
Behälterhalses hinweggehoben und schließlich die Kappe ganz von dem Behälterhals entfernt
werden kann. Die vorstehend beschriebene Ausführungsform eignet sich insbesondere als Ersatz
für Kronenkorken und hat auch eine entsprechende Größe, so daß man mit einem Finger ohne
weiteres in einen entsprechenden Ring eingreifen kann, der die Kappe auf ihrer Außenseite
umgibt. Die Kappe könnte aber auch wesentlich größer sein, und in diesem Fall wäre es denkbar,
zwei derartige Ringbügel diametral gegenüberliegend vorzusehen, die sich jeweils nur über einen
Bereich von knapp 180° erstrecken, während zwei Scharnierelemente ebenfalls einander diametral
gegenüberliegend die beiden so gebildeten Halbkreisbügel an ihren jeweiligen Enden mit dem
Kappenmantel verbinden.
Damit der erfindungsgemäße Schnappverschluß eine möglichst große Manipulationssicherheit
aufweist, sollten die von Hand zerreißbaren Stege nur relativ kurze radiale Abmessungen haben,
was bedeutet, daß sie nur wenig verformbar sind und der Ring in radialer Richtung nur geringfügig
gegenüber dem Außenmantel der Verschlußkappe bewegt werden kann, solange die Verbindung
zum Kappenmantel über diese Verbindungsstege besteht. Umgekehrt bedeutet dies, daß jeder
Versuch einer Verformung der Kappe unmittelbar auf den Ring übertragen wird, so daß der Ring
tatsächlich die Verschlußkappe so fest umfaßt und hält, daß diese nicht ohne weiteres von einem
Flaschenhals oder dergleichen abgehebelt werden kann.
Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die Stege ein radiales
Maß von höchstens 1 mm haben, wobei sie wiederum vorzugsweise aus einem Stützabschnitt und
einem Abreißabschnitt bestehen und der Abreißabschnitt ein radiales Maß von höchstens 0,5 mm,
vorzugsweise noch deutlich weniger, hat. Dabei ist es besonders zweckmäßig, wenn der
Abreißabschnitt mit einer verjüngt zulaufenden Spitze ausgebildet ist und in der Draufsicht als
dreieckiger Lappen erscheint, der von einer zur Achse des Verschlusses senkrechten und einer
zu dieser Achse geneigten Ebene begrenzt wird. Die geneigten Begrenzungsebenen benachbarter
Stege verlaufen abwechselnd entgegengesetzt geneigt zur Achse des Verschlusses und sind auf
entgegengesetzten Seiten des Ringes bzw. der Stege angeordnet, so daß auch dementsprechend
die zur Achse senkrechten Begrenzungsflächen der Stege bzw. Abreißabschnitte abwechselnd
auf gegenüberliegenden Seiten der einzelnen Stege angeordnet sind.
Eine solche Ausgestaltung ermöglicht es, den Verschluß auch nach dem Abreißen der Stege, die
an den Spitzen der Abreißabschnitte von dem Mantel der Verschlußkappe abreißen, durch den
Kunststoffring sicher verschlossen gehalten werden kann, da die Stützabschnitte der Stege immer
noch sehr nah an den Mantel der Verschlußkappe heranreichen und ein radiales Aufweiten des
Verschlußkappenmantels derart, daß deren Innenwulst über den Außenwulst des Flachenhals
randes hinweggleiten könnte, verhindern. Die Abreißabschnitte gewährleisten in dieser
Ausgestaltung eine elastische Nachgiebigkeit des Ringes in radialer und axialer Richtung.
Um eine besonders gute Dichtigkeit zu erzielen, ist an der Innenfläche des Kappenmantels eine
Dichtungsmembran vorgesehen, die nach dem festen Aufsetzen und Verrasten der Ver
schlußkappe auf einen Behälterhals mit dem oberen Rand des Behälterhalses in festen
Dichtungseingriff tritt. Die Dichtungsscheibe in Form einer Membran weist dabei ein dünneres,
zentrales Scheibenteil und einen dickeren äußeren Dichtungsrand auf, wobei nur letzterer mit dem
Flaschen- bzw. Behälterhals in Eingriff tritt. Hierzu ist außerdem noch ein am Übergang zwischen
Kappenboden und Kappenmantel angeordneter Ringwulstvorgesehen, der näherungsweise einen
rechteckigen Querschnitt hat und dessen zylindrische Innenfläche einen Innendurchmesser hat,
der sich vom Außendurchmesser des Flaschenhalses nur um einen Betrag unterscheidet, der
kleiner ist als die halbe Differenz des Außendurchmessers der Flasche und des Innendurch
messers des zylindrischen Wulstes. Außerdem ist der Außendurchmesser der Dichtungsmembran
vorzugsweise größer als der Innendurchmesser des zylindrischen Ringwulstes. Auf diese Weise
erreicht man, daß der äußerste Rand der Dichtungsmembran zwischen der Innenfläche des
Wulstes und der Außenfläche bzw. dem oberen äußeren Randbereich eines Behälterhalses
eingeklemmt wird.
Im übrigen findet die Abdichtung entlang der Stirnseite eines Behälterhalses und dem zwischen
dieser Stirnseite und der Innenfläche des Kappenbodens eingeklemmten Dichtungsmembran statt,
wobei in diesem Bereich der dickere Randabschnitt der Dichtungsmembran liegt. Dieser dichte
Eingriff zwischen dem oberen Rand des Flaschenhalses und dem Boden der Verschlußkappe
sowie dem Ringwulst am Übergang zwischen dem Kappenboden und dem Kappenmantel wird
unter anderem sichergestellt durch eine geeignete Abstimmung der Form und der Masse des nach
innen ragenden Innenwulstes am Mantel der Verschlußkappe und eines entsprechenden nach
außen ragenden Außenwulstes an einem Behälterhals. Vorzugsweise weisen sowohl der
Innenwulst eine obere Schrägfläche als auch der Außenwulst am Behälter eine untere
Schrägfläche auf, die bei geschlossener Verschlußkappe in Eingriff miteinander stehen, wobei
diese beiden Schrägflächen gegenüber einer Horizontalen um einen Winkel von weniger als 60°,
vorzugsweise um etwa 30° bis 40°, geneigt sind.
Die Begriffe "horizontal" und "vertikal" werden in diesem Zusammenhang so verstanden, daß sich
die gedachte Achse eines im allgemeinen kreisrunden Behälterverschlusses vertikal erstreckt und
dementsprechend der obere Rand des Behälterhalses und auch der untere Rand der im
allgemeinen zylindrischen Verschlußkappe in parallelen, horizontalen Ebenen verlaufen. Diese
Orientierung legt auch die Bedeutung der Begriffe "oben" und "unten", fest, die sich auf die übliche
Ausrichtung eines Behälterhalses nach oben und den von oben darauf aufgesetzten Verschluß
beziehen.
Im übrigen ist der Innenwulst der Verschlußkappe im wesentlichen trapezförmig, d. h. neben der
oberen Schrägfläche weist er auch eine untere Schrägfläche, sowie eine diese beiden
Schrägflächen (genauer Konusflächen) verbindende und parallel zur zylindrischen Mantelfläche
verlaufende zylindrische Fläche auf. Dabei wird die Dicke des Wulstes durch den Radiusunter
schied zwischen der inneren zylindrischen Fläche des trapezförmigen Wulstes und dem
Innendurchmesser des Kappenmantels außerhalb bzw. oberhalb des Wulstes definiert. Die untere
Schrägfläche dieses im Querschnitt etwa trapezförmigen Wulstes kann sich bis zur unteren
Stirnfläche des Kappenmantels erstrecken und dementsprechend einen maximalen Durchmesser
haben, der größer als der Innendurchmesser des zylindrischen Kappenmantels oberhalb des
Innenwulstes ist. Die zylindrische Innenfläche des Innenwulstes ist vorzugsweise so bemessen,
daß ihr Durchmesser in etwa gleich oder geringfügig größer ist als der Außendurchmesser eines
entsprechenden Flaschen- bzw. Behälterhalses, damit, wenn der Innenwulst der Verschlußkappe
über den Außenwulst des Behälters hinweggleitet und sich anschließend wieder radial einwärts
in Richtung auf den Flaschenhals zu bewegt, wobei die erwähnten Schrägflächen an der Oberseite
des Kappenwulstes und an der Unterseite des Flaschenwulstes aufeinander gleiten und eine
relative axiale Bewegung zwischen Kappe und Behälterhals erzwingen, diese Bewegung nicht
durch den Anschlag der zylindrischen Fläche des Innenwulstes an dem Behälterhals gestoppt,
wird. Die elastischen Rückstellkräfte des Kappenmantels und insbesondere des Innenwulstes
sorgen bei dieser Ausgestaltung dafür, daß eine ausreichende Kraft in axialer Richtung wirkt,
wenn die erwähnten Schrägflächen aufeinander gleiten, wobei es sich versteht, daß die
Anordnung dieser Schrägflächen relativ zum Kappenboden und relativ zum oberen Rand des
Flaschenhalses so bemessen sind, daß Kappenboden und Flaschenhalsrand in festen
Dichtungseingriff mit einer dazwischen angeordneten Dichtungsmembran oder auch mit anderen,
gegebenenfalls in die Kappe integrierten Dichtungselementen treten, wenn die beiden
Schrägflächen in dem verschlossenen Zustand des Verschlusses in Eingriff miteinander stehen.
Der entsprechende Behälter kann zusätzlich noch mit einem umlaufenden Flansch unterhalb des
Wulstes am Flaschenhals versehen sein, der einen Eingriff zwischen dem Flaschenhals und dem
unteren Verschlußkappenrand mit Hilfe eines Werkzeuges erschwert. Dieser Flansch sollte
allerdings so angeordnet sein, daß bei einer fest aufgesetzten, geschlossenen Verschlußkappe
immer noch ein kleiner lichter Abstand zwischen der Oberfläche des Flansches und dem unteren
Rand der Verschlußkappe besteht. Der Außendurchmesser dieses Flansches ist vorzugsweise
größer als der Außendurchmesser des zylindrischen Kappenmantels und vorzugsweise in etwa
so groß wie der Außendurchmesser des den Kappenmantel umgebenden Ringes.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung werden
deutlich anhand der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform und der
dazugehörigen Figuren. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Flaschenhalses mit einem teilweise
abgehobenen Schnappverschluß,
Fig. 2 eine vertikale Schnittansicht mit einer die Achse enthaltenden Schnittebene durch
eine Verschlußkappe,
Fig. 3 eine auf einen Flaschenhals aufgesetzte Verschlußkappe, teilweise in einem Schnitt
und teilweise in einem die Achse enthaltenden Schnitt und teilweise in einer
Seitenansicht,
Fig. 4 einen Ausschnitt aus Fig. 2 zur besseren Darstellung der Dichtungselement,
Fig. 5 einen Ausschnitt aus Fig. 3 und
Fig. 6 eine Ansicht von oben auf eine Verschlußkappe mit der Lage der Schnittebenen der
Fig. 2 und 3.
Man erkennt in Fig. 1 einen lediglich schematisch dargestellten Flaschenhals 20, der in der Nähe
seines oberen Randes einen Außenwulst 22 von in etwa dreieckförmigem Querschnitt und
darunter einen umlaufenden Flansch 23 aufweist, der einen deutlich größeren Durchmesser hat
als der Wulst 22. Der obere Rand des Flaschenhalses ist teilweise verdeckt von einer noch schräg
aufsitzenden Verschlußkappe 10, die über ein in dieser Seitenansicht nicht eindeutig erkennbares,
jedoch bei 4 angeordnetes Scharnierelement mit einem Ringbügel 3 verbunden ist, der eine
vordere Grifflasche 6 aufweist. Die abgerissenen Verbindungsstege zwischen dem Ring 3 und
dem Außenmantel der Verschlußkappe 10 sind in Fig. 1 der Einfachheit halber nicht dargestellt,
sind jedoch besonders deutlich in Fig. 6 zu erkennen. In dem dargestellten Zustand wird der
Schnappverschluß soeben mit Hilfe des Ringes 3 von einer Behälteröffnung abgezogen, wobei
der mit dem Scharnierteil 4 versehene Abschnitt des Kappenmantels 2 nach oben gezogen und
der Innenwulst 7 in diesem Bereich radial verformt und über den Außenwulst hinwegbewegt wird.
Nach und nach werden dann auch die angrenzenden Abschnitte des Innenwulstes 7 nach oben
über den Außenwulst 22 hinweggezogen, bis der Schnappverschluß 10 einfach abgenommen
werden kann.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt entlang einer Schnittebene, deren Lage durch die Lage der Schnittlinie
II-II in Fig. 6 angezeigt wird. Man erkennt, daß die Verschlußkappe 10 aus einem kreis
scheibenförmigen Kappenboden 1 und einem Kappenmantel 2 in Form eines Zylindermantels
besteht, der in der Nähe seines unteren freien Endes einen nach innen ragenden Wulst 7
aufweist. Etwa in axialer Höhe dieses Wulstes 7 oder geringfügig darüber ist über Verbindungs
stege 5 und ein Scharnierelement 4 ein um laufender Kunststoffring 3 mit der Außenfläche des
Kappenmantels 2 verbunden. Wie bereits erwähnt, erkennt man die Verbindung des Kunststoff
ringes 3 mit dem Kappenmantel 2 am besten in der Draufsicht gemäß Fig. 6, die später noch
genauer beschrieben wird.
An der Innenseite des Kappenbodens 1 liegt eine Dichtungsmembran 9 an, die, wie man in Fig.
2 erkennt, aus einem zentralen, dünneren, scheibenförmigen Teil und einem dickeren äußeren
Randabschnitt besteht. Wie man sieht, entspricht der Gesamtdurchmesser der Dichtungsmembran
9 in etwa dem Innendurchmesser des Kappenmantels 2, der allerdings im Übergangsbereich
zwischen Kappenboden 1 und Kappenmantel 2 durch einen umlaufenden Ringwulst 8 reduziert
ist, so daß der Rand der Membran 9 zunächst auf diesem Ringwulst aufliegt. Die Funktion dieses
Ringwulstes wird noch eingehender in Verbindung mit den Fig. 4 und 5 beschrieben.
In Fig. 3 erkennt man den Verschluß 10 in einem auf einen Flaschenhals 20 aufgesetzten
Zustand. Der Flaschenhals selbst besteht wiederum aus einem zylindrischen Abschnitt 21 mit
einem Außenwulst 22, der im Abstand zum oberen Flaschenhalsrand vorgesehen ist. Im Abstand
unterhalb des Außenwulstes 22 erkennt man noch den bereits angesprochenen umlaufenden
Flansch 23. Die Schnittebene des rechten Teilbildes der Fig. 3 wird durch die Linie III-III in Fig.
6 angegeben. Im linken Teilbild der Fig. 3 erkennt man eine Außenansicht, und zwar ent
sprechend einer Blickrichtung in Fig. 6 von der oberen Bildkante her, da man unmittelbar links
der Mitte in Fig. 3 auf die Grifflasche 6 sieht.
Die weiteren Einzelheiten der Wulste 7 und 22 sowie der Dichtungseingriff zwischen Flaschenhals
rand und Dichtungsmembran werden in Verbindung mit den Fig. 4 und 5 beschrieben, die
vergrößerte Ausschnitte aus den Fig. 2 und 3 sind. In Fig. 4 erkennt man, daß der
Querschnitt des Wulstes 7 in etwa trapezförmig ist und eine untere Schrägfläche 13 sowie eine
obere Schrägfläche 14 hat, die durch eine umlaufende zylindrische Fläche 15 miteinander
verbunden sind, welche den kleinsten Innendurchmesser des Wulstes 7 definiert und die im
Schnitt als Gerade erscheint. Die untere Schrägfläche bzw. konische Fläche 13 erstreckt sich,
ausgehend von der inneren zylindrischen Fläche 15, bis zur unteren Stirnfläche des Ver
schlußkappenmantels 2. Dabei kann der Außendurchmesser des unteren Randes der konischen
Flächen 13 auch größer sein als der Innendurchmesser des Kappenmantels unmittelbar oberhalb
der oberen Schrägfläche 14. Die obere Schrägfläche 14 verbindet die zylindrische Fläche 15 mit
der zylindrischen Innenfläche des Kappenmantels 2. Ihre Neigung relativ zu einer horizontalen
Ebene, die zum Beispiel durch den unteren Verschlußkappenrand oder aber durch die Lage des
Verschlußkappenbodens 1 definiert wird, beträgt etwa 300 oder etwas weniger, kann aber auch
bis zu 60°, z. B. etwa 45° betragen, um das Entformen bei der Herstellung entsprechender
Verschlüsse zu erleichtern. In Fig. 5 ist dieser Neigungswinkel als Winkel α eingezeichnet. Der
Außenwulst 22 des Flaschenhalsrandes ist im Querschnitt näherungsweise dreieckig oder auch
trapezförmig, wobei die Dreieckspitze bzw. kurze Trapezseite hier durch einen Rundbogen ersetzt
ist. Auf jeden Fall hat der Wulst 22 auch eine untere Schrägfläche 24, deren Neigungswinkel
gegenüber einer horizontalen Ebene, die zum Beispiel durch die Ebene des oberen Flaschenhals
randes definiert wird, vorzugsweise der gleiche Winkel α ist wie der Winkel der oberen
Schrägfläche 14 des Wulstes 7.
Vorzugsweise hat der Wulst 22 auch eine obere Schrägfläche, so daß beim Aufsetzen der
Verschlußkappe 10 auf den Flaschenhalsrand von oben die untere Schrägfläche bzw. konische
Fläche 13 auf der oberen Schrägfläche bzw. konischen Fläche des Wulstes 22 aufsetzt, wobei
durch axialen Druck diese Flächen aufeinander gleiten und der untere Rand der Verschlußkappe
10 dabei aufgespreizt wird, bis die zylindrische Innenfläche 15 über die äußere Rundung des
Wulstes 22 hinweggleitet. Sobald die zylindrische Fläche 15 den Punkt des größten Durchmessers
des Wulstes 22 überschritten hat, treten die Schrägflächen bzw. konischen Flächen 14, 24 des
Wulstes 7 bzw. des Wulstes 22 miteinander in Eingriff und der untere Rand des Kappenmantels 2
bzw. der gesamte Wulst 7 ziehen sich aufgrund der in ihnen wirkenden elastischen Rückstell
kräfte zusammen. Da die Flächen 14, 24 gegenüber einer horizontalen Ebene geneigt sind, ist
dies verbunden mit einer axialen Abwärtsbewegung der Kappe 10 weiter auf den Flaschenhals
20. Der Neigungswinkel α von etwa 30° gewährleistet dabei eine gewisse Übersetzung, da eine
gegebene radiale Einwärtsbewegung des Wulstes 7 gegenüber dem Wulst 22 dem halben Betrag
an axialer Relativbewegung entspricht. Auf diese Weise wird ein fester Dichtungseingriff zwischen
dem oberen Flaschenhalsrand, der Dichtungsmembran 9 und dem Kappenboden 1 bzw. dem
Wulst 8 hergestellt.
In Fig. 4 erkennt man nochmals die Lage der Dichtungsmembran 9 vor dem Aufsetzen auf einen
Flaschenhals. Der Innendurchmesser des im Querschnitt in etwa rechteckigen Wulstes 8 am
Übergang auf der Innenseite des Kappenbodens 1 zum Kappenmantel 2 ist kleiner als der
Außendurchmesser der Dichtungsmembran 9. Diese liegt also zunächst mit ihrem äußeren Rand
auf der durch den Wulst 8 gebildeten Stufe auf. Beim Aufsetzen der Verschlußkappe 10 auf einen
Flaschenhals 20 wird jedoch, sobald der Wulst 7 der Verschlußkappe über den Wulst 22 des
Flaschenhalses hinweggleitet, der dicke Randabschnitt 12 der Dichtungsmembran 9 von dem
oberen Flaschenhalsrand erfaßt und axial in Richtung auf den Kappenboden 1 gedrückt. Dabei
legt sich der äußere Rand des Randabschnittes 12 um den vorspringenden Wulst 8 herum und
wird zwischen dem Wulst 8 und dem oberen äußeren Rand des Flaschenhalses eingeklemmt, da
auch der Innendurchmesser des Wulstes 8 sich von dem Außendurchmesser des Flaschenhals
randes um weniger als die zweifache Dicke des Randabschnittes 12 der Membran 9 unter
scheidet. Der Abstand der Schrägfläche 24 des Wulstes 22 vom oberen Flaschenhalsrand und
der Schrägfläche 14 des Wulstes 7 von der Innenfläche des Kappenbodens 1 unterscheiden sich
dabei um etwas weniger als die Dicke des Randabschnittes 12 der Dichtungsmembran. Dabei
versteht es sich, daß die genannten Abstände von zwei aneinanderliegenden Punkten der Flächen
14, 24 in dem in Fig. 5 dargestellten Zustand auszumessen sind.
Der Randabschnitt 12 der Dichtungsmembran 9 wird also auch in axialer Richtung leicht
zusammengedrückt, wobei es im allgemeinen allerdings ausreicht, wenn ein Dichtungseingriff und
ein Zusammenpressen des Randabschnittes 12 der Dichtungsmembran 9 in dem Bereich
zwischen dem Wulst 8 und der abgerundeten oberen Außenkante des Flaschenhalses erfolgt,
zumal dort der Eingriff zwischen Wulst und Membran und zwischen Membran und Flaschenhals
rand nahezu linienförmig ist und relativ hohe Anpreßdrücke erzielt werden können.
Wie man in Fig. 5 erkennt, entspricht der Außendurchmesser des Wulstes 22 in etwa dem
Innendurchmesser des Verschlußkappenmantels 2 oder ist etwas größer, so daß der
Verschlußkappenmantel 2 unter einer geringen radialen bzw. in Umfangsrichtung verlaufenden
Spannung steht, wenn er auf einen Flaschenhals gemäß Fig. 5 aufgesetzt ist.
In Fig. 6 erkennt man schließlich noch die Lage der einzelnen Elemente der Verschlußkappe in
einer Draufsicht. Gegenüberliegend von der Grifflasche 6 erkennt man ein etwas breiteres und,
wie man in Fig. 2 sieht, im Vergleich zu den Verbindungsstegen 5 auch dickeres Verbindungs
element 4, welches gleichzeitig als eine Art Scharnierelement dient, wenn der Ring 3 nach dem
Abreißen der Verbindungsstege 5 angehoben wird.
Die von Hand zerreißbaren Verbindungsstege 5 sind in gleichen Winkelabständen entlang des
außerhalb der Scharnierverbindung 4 verbleibenden Umfanges des Verschlußkappenmantels
angeordnet. Da bei dieser konkreten Ausführungsform neben dem Verbindungselement 4 noch
insgesamt fünfzehn von Hand zerreißbare Verbindungsstege 5 vorgesehen sind, beträgt der
Winkelabstand zwischen zwei benachbarten Verbindungselementen 5 in etwa 22,5°.
Mit kreisförmigen, gestrichelten Linien sind noch die Lagen der Kanten der inneren Strukturen der
Verschlußkappe angedeutet. Von außen nach innen deuten die gestrichelten Linien in dieser
Reihenfolge an: die Kante am Übergang der unteren Schrägfläche 13 zur unteren Stirnfläche des
Verschlußkappenmantels 2, den Innendurchmesser des Verschlußkappenmantels oberhalb des
Wulstes 7, den Innendurchmesser des oberen Ringwulstes 8 und den Innendurchmesser der
zylindrischen Fläche 15 des unteren Innenwulstes 7.
Der Verschluß ist in den Figuren in etwa maßstabsgetreu dargestellt und hat einen Außendurch
messer des Ringes 3 (ohne Grifflasche 6) von etwa 28 mm. Die den Figuren zu entnehmenden
relativen Verhältnisse der einzelnen Elemente sind somit ohne Beschränkungsabsicht als offenbart
anzusehen.
Es versteht sich, daß der erfindungsgemäße Verschluß sowohl auf Glasflaschen als auch auf
Kunststoffflaschen aufgesetzt werden kann, wobei die Fig. 1, 3 und 5 lediglich bevorzugte
Ausgestaltungen entsprechender Flaschenhälse wiedergeben und wobei auch der Begriff
"Flasche" weit zu interpretieren ist und jeden Behälter umfaßt, der mit einem entsprechenden Hals
versehen ist, auf welchen eine entsprechende Verschlußkappe aufgesetzt werden kann.
Wie man in Fig. 6 weiterhin erkennen kann, bestehen die Abreißstege 5 aus einem Stütz
abschnitt 5a und einem Abreißabschnitt 5b. In der Draufsicht gemäß Fig. 6 erscheinen die Stege
insgesamt dreieckig, wobei die verjüngt zulaufende Spitze den Abreißabschnitt bildet. Dieser
Abreißabschnitt verläuft außerdem auch in einer Schnittebene senkrecht zur Papierebene der
Fig. 6 verjüngt, d. h. er wird von zwei zueinander geneigten Flächen begrenzt, wobei die eine
Fläche eine Radialebene, d. h. eine zur Achse des Verschlusses senkrechte Ebene (parallel zur
Papierebene in Fig. 6) ist und die andere Ebene eine zu der Papierebene geneigte Fläche ist,
wie man an jedem zweiten der Abreißabschnitte 5 deutlich erkennt. Dabei sind die geneigten
Flächen abwechselnd auf entgegengesetzten Seiten der einzelnen Stege 5 angeordnet und
dementsprechend sind auch die zur Achse des Verschlusses senkrechten Begrenzungsflächen
in Fig. 6 abwechselnd an jedem zweiten Abreißsteg 5 zu erkennen.
Wie man sieht, hat der Abreißabschnitt 5b ein relativ kurzes radiales Maß, so daß auch nach dem
Abreißen des Abschnittes 5b der verbleibende Stützabschnitt 5a an der Außenwand des
Kappenmantels liegt. Dadurch verhindern die Stützabschnitte 5a in Verbindung mit dem
Kunststoffring 3, daß bei heruntergedrücktem und den Kappenmantel umgebenden Kunststoffring
3 der Kappenmantel radial aufgeweitet und der Verschluß dadurch geöffnet wird. Erst wenn der
Kunststoffring 3 hochgehoben wird und an dem Kunststoffring 3 gezogen wird, wird die Kappe
über den Verbindungssteg 4 von dem Flaschenhals abgezogen. Ein Vorteil ist dabei, daß man
kein zusätzliches Hilfsmittel zum Öffnen des Verschlusses braucht, sondern daß die erforderliche
Zugkraft zum Öffnen des Verschlusses über den Ring 3 selbst aufgebracht werden kann, indem
man einen Finger durch den Ring hindurchsteckt und an der Verschlußkappe zieht.
Claims (27)
1. Schnappverschluß aus Kunststoff, bestehend aus einer Verschlußkappe (10) mit einem
an ihrer Innenwand radial einwärts ragenden Innenwulst (7) in der Nähe des unteren
Randes der Kappe, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Kappe (10) umgebender
Kunststoffring (3) mit der Außenseite des Mantels (2) der Kappe fest verbunden ist,
wobei mindestens entlang eines Umfangsabschnittes von mehr als 60° die Verbindung
zwischen dem Kappenmantel (2) und dem Kunststoffring (3) aus von Hand zerreißbaren
Stegen (5) besteht.
2. Schnappverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den Kappenman
tel (2) umgebende Ring (3) in seinem über die zerreißbaren Stege (5) mit dem Mantel
(2) verbundenen Bereich eine radial nach außen ragende Grifflasche (6) aufweist.
3. Schnappverschluß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kunststoffring entlang eines kleinen Umfangsabschnittes, vorzugsweise von weniger als
90° und vorzugsweise der Grifflasche (6) diametral gegenüberliegend, über einen von
Hand nicht ohne weiteres zerreißbaren und als Scharnierelement wirkenden Ver
bindungssteg (4) mit dem Kappenmantel (2) verbunden ist.
4. Schnappverschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die von Hand
zerreißbaren Stege (5) in im wesentlichen gleichen Winkelabständen verteilt entlang des
Umfanges der Kappe und außerhalb des Bereiches des festen Verbindungssteges (4)
angeordnet sind.
5. Schnappverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
von Hand zerreißbaren Stege (5) relativ kurze radiale Abmessungen von weniger als
1 mm haben.
6. Schnappverschluß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die von Hand
zerreißbaren Stege (5) aus einem Stützabschnitt (5a) und einem Abreißabschnitt (5b)
bestehen, wobei der Abreißabschnitt ein radiales Maß von höchstens 0,5 mm hat.
7. Schnappverschluß nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abreißabschnitt
(5b) der Stege (5) aus einem spitz zulaufenden, verjüngten Lappen besteht, der von
einer zur Achse senkrechten und von einer zur Achse geneigten Fläche begrenzt wird.
8. Schnappverschluß nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die geneigten
Begrenzungsflächen benachbarter Abreißabschnitte in entgegengesetzte Richtungen zur
Verschlußachse geneigt und auf entgegengesetzten Seiten der Stege angeordnet sind.
9. Schnappverschluß nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
radiale Maß der von Hand zerreißbaren Verbindungsstege (5) kleiner ist als die radiale
Dicke des Wulstes (7).
10. Schnappverschluß nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der lichte radiale
Abstand zwischen dem Kunststoffring (3) und der Außenfläche des Mantels (2) nur
geringfügig größer und vorzugsweise kleiner oder gleich der radialen Dicke des Wulstes
(7) ist.
11. Schnappverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
der Wulst (7) einen in etwa trapezförmigen Querschnitt, mit einer parallel zur Innenfläche
des Kappenmantels (2) verlaufenden inneren Fläche (15) und einer oberen (14) und
einer unteren Schrägfläche (13) hat, wobei die obere Schrägfläche (14) gegenüber einer
Ebene parallel zum Boden (1) der Kappe (10) um höchstens 60°, vorzugsweise um etwa
30° geneigt ist.
12. Schnappverschluß nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die untere
Schrägfläche (13) sich bis zu der unteren Stirnfläche des Kappenmantels (2) erstreckt.
13. Schnappverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
am Kappenboden eine zusätzliche Dichtungsmembran (9) angeordnet ist.
14. Schnappverschluß nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsmem
bran (9) aus einem zentralen, dünneren Abschnitt (11) und einem radial äußeren
dickeren Dichtungsabschnitt (12) besteht.
15. Schnappverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kappe am Übergang vom Kappenboden (1) zum Kappenmantel (2) einen
umlaufenden Ringwulst (7) aufweist.
16. Schnappverschluß nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringwulst (7)
einen näherungsweise rechtwinkligen Querschnitt hat.
17. Schnappverschluß nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
der Außendurchmesser der Dichtungsmembran (9) größer ist als der Innendurchmesser
des Wulstes (8).
18. Schnappverschluß nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
der dickere Randabschnitt (12) der Dichtungsmembran (9) eine Dicke hat, die größer ist
als die Differenz des Innenradius des Ringwulstes (8) und des Außendurchmessers
eines Flaschenhalses (21).
19. Schnappverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
an der Innenseite der Kappe (10) Dichtungselemente einstückig angeformt sind.
20. Schnappverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß
der Innendurchmesser des Wulstes (8) größer ist als der Außendurchmesser eines
Flaschenhalses, für welchen der Schnappverschluß vorgesehen ist.
21. Behälter mit einem Hals, der für die Aufnahme eines Schnappverschlusses nach einem
der Ansprüche 1 bis 20 vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Flaschen
hals in der Nähe des oberen Randes der Flasche einen Außenwulst (22) aufweist.
22. Behälter nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die radiale Dicke des Wulstes
(22) größer ist als die radiale Dicke des Innenwulstes (7) der Verschlußkappe (10).
23. Behälter nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenwulst (22)
eine untere Schrägfläche aufweist, deren Neigungswinkel gegenüber einer Ebene
parallel zum Flaschenhalsrand in etwa derselbe ist wie der Neigungswinkel der oberen
Schrägfläche (14) des Innenwulstes (7) der Verschlußkappe (10) gegenüber einer Ebene
parallel zum Verschlußkappenboden (1)).
24. Behälter nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß der
Außenwulst (22) des Behälterhalses (21) im Querschnitt in etwa dreieckig oder
trapezförmig ist.
25. Behälter nach einem der Ansprüche 20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der
Flaschenhals im Abstand unterhalb des Außenwulstes (22) einen umlaufenden Flansch
(23) aufweist, dessen Außendurchmesser größer ist als der Außendurchmesser des
Verschlußkappenmantels (2).
26. Behälter nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser des
Flansches (23) etwa gleich dem Außendurchmesser des Kunststoffringes (3) ist.
27. Behälter nach einem der Ansprüche 20 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß der lichte
Abstand zwischen dem Außenwulst (22) und der Oberseite des Flansches (23)
geringfügig größer ist als der Abstand vom unteren freien Rand des Verschlußkappen
mantels (2) zum oberen Ende der zylindrischen Wulstfläche (14).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997112364 DE19712364A1 (de) | 1997-03-25 | 1997-03-25 | Schnappverschluß |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997112364 DE19712364A1 (de) | 1997-03-25 | 1997-03-25 | Schnappverschluß |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19712364A1 true DE19712364A1 (de) | 1998-10-01 |
Family
ID=7824475
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997112364 Withdrawn DE19712364A1 (de) | 1997-03-25 | 1997-03-25 | Schnappverschluß |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19712364A1 (de) |
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- 1997-03-25 DE DE1997112364 patent/DE19712364A1/de not_active Withdrawn
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