DE19713776A1 - Lichtschutzzubereitungen mit einem Gehalt an basischen Aminosäuren und wasserlöslichen UV-Filtersubstanzen - Google Patents

Lichtschutzzubereitungen mit einem Gehalt an basischen Aminosäuren und wasserlöslichen UV-Filtersubstanzen

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DE19713776A1
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft kosmetische und dermatologische Lichtschutz­ zubereitungen, insbesondere hautpflegende kosmetische und dermatologische Lichtschutzzubereitungen.
Die schädigende Wirkung des ultravioletten Teils der Sonnenstrahlung auf die Haut ist allgemein bekannt. Während Strahlen mit einer Wellenlänge, die kleiner als 290 nm ist (der sogenannte UVC-Bereich), von der Ozonschicht in der Erdat­ mosphäre absorbiert werden, verursachen Strahlen im Bereich zwischen 290 nm und 320 nm, dem sogenannten UVB-Bereich, ein Erythem, einen einfachen Son­ nenbrand oder sogar mehr oder weniger starke Verbrennungen.
Als ein Maximum der Erythemwirksamkeit des Sonnenlichtes wird der engere Be­ reich um 308 nm angegeben.
Zum Schutze gegen UVB-Strahlung sind zahlreiche Verbindungen bekannt, bei denen es sich zumeist um Derivate des 3-Benzylidencamphers, der 4-Aminoben­ zoesäure, der Zimtsäure, der Salicylsäure, des Benzophenons sowie auch des 2- Phenylbenzimidazols handelt.
Auch für den Bereich zwischen etwa 320 nm und etwa 400 nm, den sogenannten UVA-Bereich, ist es wichtig, Filtersubstanzen zur Verfügung zu haben, da auch dessen Strahlen Schäden hervorrufen können. So ist erwiesen, daß UVA-Strah­ lung zu einer Schädigung der elastischen und kollagenen Fasern des Bindegewe­ bes führt, was die Haut vorzeitig altern läßt, und daß sie als Ursache zahlreicher phototoxischer und photoallergischer Reaktionen zu sehen ist. Der schädigende Einfluß der UVB-Strahlung kann durch UVA-Strahlung verstärkt werden.
Die UV-Strahlung kann aber auch zu photochemischen Reaktionen führen, wobei dann die photochemischen Reaktionsprodukte in den Hautmetabolismus eingrei­ fen.
Vorwiegend handelt es sich bei solchen photochemischen Reaktionsprodukten um radikalische Verbindungen, z. B. Hydroxylradikale. Auch undefinierte radikalische Photoprodukte, welche in der Haut selbst entstehen, können aufgrund ihrer hohen Reaktivität unkontrollierte Folgereaktionen an den Tag legen. Aber auch Singulett­ sauerstoff, ein nichtradikalischer angeregter Zustand des Sauerstoffmoleküls kann bei UV-Bestrahlung auftreten, ebenso kurzlebige Epoxide und viele Andere. Singulettsauerstoff beispielsweise zeichnet sich gegenüber dem normalerweise vorliegenden Triplettsauerstoff (radikalischer Grundzustand) durch gesteigerte Re­ aktivität aus. Allerdings existieren auch angeregte, reaktive (radikalische) Triplett­ zustände des Sauerstoffmoleküls.
Ferner zählt UV-Strahlung zur ionisierenden Strahlung. Es besteht also das Risiko, daß auch ionische Spezies bei UV-Exposition entstehen, welche dann ihrerseits oxidativ in die biochemischen Prozesse einzugreifen vermögen.
Der kosmetische Schutz vor UV-Strahlung durch Lichtschutzzubereitungen ist gut etabliert. Dennoch bestand der Nachteil des Standes der Technik, daß in der Re­ gel entweder nur vergleichsweise niedrige Lichtschutzfaktoren erreicht werden konnten, oder daß die Lichtschutzfilter nicht die genügende UV-Stabilität aufwie­ sen oder nicht genügende physiologische Verträglichkeit aufwiesen oder nicht ge­ nügend hohe Löslichkeit oder Dispergierbarkeit in kosmetischen oder dermatologi­ schen Zubereitungen aufwiesen oder auch sonstige Inkompatibilitäten mit kosme­ tischen oder dermatologischen Zubereitungen oder mehrere Nachteile zugleich.
Häufige Erscheinungsformen kosmetischer oder dermatologischer Zubereitungen sind feindisperse Mehrphasensysteme, in welchen eine oder mehrere Fett- bzw. Ölphasen neben einer bzw. mehreren Wasserphasen vorliegen. Von diesen Systemen sind wiederum die eigentlichen Emulsionen die am weitesten verbreite­ ten.
In einfachen Emulsionen liegen in der einen Phase feindisperse, von einer Emul­ gatorhülle umschlossene Tröpfchen der zweiten Phase (Wassertröpfchen in W/O- oder Lipidvesikel in O/W-Emulsionen) vor. Die Tröpfchendurchmesser der ge­ wöhnlichen Emulsionen liegen im Bereich von ca. 1 µm bis ca. 50 µm. Feinere "Ma­ kroemulsionen", deren Tröpfchendurchmesser im Bereich von ca. 10⁻1 µm bis ca. 1 µm liegen, sind, wiederum ohne färbende Zusätze, bläulichweißgefärbt und un­ durchsichtig.
Der Tröpfchendurchmesser von transparenten bzw. transluzenten Mikroemulsio­ nen dagegen liegt im Bereich von etwa 10⁻2 µm bis etwa 10⁻1 µm. Solche Mikro­ emulsionen sind meist niedrigviskos. Die Viskosität vieler Mikroemulsionen vom O/W-Typ ist vergleichbar mit der des Wassers.
Es ist oft wünschenswert, bestimmte Elektrolyte einzusetzen, um deren sonstige physikalische, chemische bzw. physiologische Eigenschaften nutzen zu können.
Üblicherweise werden die Konzentrationen aller Bestandteile einer kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen in solchen Einheiten wie Gewichts-%, Mol-% und dergleichen angegeben. Aufgrund ihrer mehr oder minder stark ausgepräg­ ten Dissoziation in Kationen und Anionen, oftmals in mehreren Dissoziationsstu­ fen, erscheint es zweckmäßiger für die Schilderung der vorliegenden Erfindung und ihres technischen Hintergrundes, von der Ionenstärke eines gegebenen Elek­ trolytes in seiner Lösung auszugehen.
Die Ionenstärke I einer Elektrolytlösung ist definiert als
wobei ci die Konzentrationen der einzelnen Ionensorten (in mol/l) und zi deren La­ dungszahlen darstellen. Die physikalische Einheit der Ionenstärke ist die einer Konzentration (mol/l).
Eine 1%ige (= 0,17-molare) Kochsalzlösung hat beispielsweise eine Ionenstärke I = 0,17.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es also, Lösungswege zu kosmetischen oder dermatologischen Emulsionen, insbesondere OMI-Emulsio­ nen, aufzudecken, welche gegenüber erhöhten Elektrolytkonzentrationen - bzw. erhöhten Ionenstärken - stabil sind.
Wasserlösliche UV-Filtersubstanzen sind Elektrolyte, welche insbesondere O/W- Emulsionen destabilisieren. Um dieser Destabilisierung entgegenzuwirken, werden polyethoxylierte Emulgatoren eingesetzt. Diese haben aber oft dermatologische Nachteile, denn zwar ist die Verwendung der üblichen kosmetischen Emulgatoren unbedenklich. Dennoch können Emulgatoren, wie letztlich jede chemische Sub­ stanz, im Einzelfalle allergische oder auf Überempfindlichkeit des Anwenders be­ ruhende Reaktionen hervorrufen.
Obwohl es durchaus vorteilhafte kosmetische bzw. dermatologische Zubereitun­ gen zum Schutze der Haut vor den schädlichen Folgen der Einwirkung von UV- Licht gibt, ist ein oft beobachteter Nachteil, daß die Zubereitungen nicht oder nicht hinreichend wasserfest sind.
Lichtschutzzubereitungen werden besonders häufig an Badestränden bzw. in Frei­ bädern benötigt und angewandt. Wünschenswert ist dann, daß die Lichtschutzfor­ mulierung weitgehend wasserfest ist, daß sie also nicht oder nur in geringem Maße von der Haut abgewaschen wird.
Höhere Lichtschutzfaktoren, also etwa solche die oberhalb von LF 15 angesiedelt sind, lassen sich im allgemeinen nur durch hohe Mengen an UV-Filtersubstanzen erreichen. Soll ein Sonnenschutzprodukt auch nach dem Baden noch einen hohen Lichtschutzfaktor aufweisen, muß insbesondere die UV-Filtersubstanz auf der Haut erhalten bleiben.
Es ist an sich schon lästig, wenn nach dem Baden das Sonnenschutzprodukt er­ neut aufgetragen werden muß. Beim Baden selbst kann die Verwendung einer ab­ waschbaren Lichtschutzformulierung unter Umständen sogar leichtsinnig und schädlich für die Haut sein, da Wasser das Licht im UVA- und UVB-Bereich schlecht absorbiert, infolgedessen keinen nennenswerten UV-Schutz darstellt, nicht einmal für untergetauchte Hautbereiche.
Für wasserfeste Lichtschutzformulierungen verwendet der Stand der Technik übli­ cherweise nichtwasserlösliche UV-Filtersubstanzen, wasserabweisende Rohstoffe (z. B. Siliconöle in hohen Konzentrationen) und/oder Filmbildner, insbesondere hochmolekulare Verbindungen (z. B. PVP/Hexadecen-Copolymere). Dabei werden Barrieren zwischen den auf der Haut aufliegenden UV-Filtersubstanzen und dem Wasser aufgebaut.
Nachteilig dabei ist, daß die Diffusion der Filtersubstanzen ins Wasser zwar ver­ zögert, aber nicht vollständig verhindert werden kann. Deshalb können derartige Produkte bei längerem Baden beachtlich an Schutzwirkung verlieren.
Wenigstens einigen, wenn nicht allen diesen Nachteilen abzuhelfen, war also Auf­ gabe der vorliegenden Erfindung.
Es war indes überraschend und für den Fachmann nicht vorauszusehen, daß licht­ schutzwirksame Wirkstoffkombinationen aus
  • (a) einer oder mehreren UV-Filtersubstanzen, die an ihrem Molekülgerüst eine oder mehrere Sulfonsäuregruppen bzw. Sulfonatgruppen tragen und
  • (b) basischen Aminosäuren
den Nachteilen des Standes der Technik abhelfen.
Vorteilhaft werden die basischen Aminosäuren gewählt aus der Gruppe der essen­ tiellen Aminosäuren, also
wobei unerheblich ist, ob die L- oder die D-Form oder beliebige Gemische aus L- und D-Form der betreffenden Aminosäure vorliegen.
Insbesondere, wenn die basische Aminosäure oder die basischen Aminosäuren in einem solchen molaren Verhältnis zu dem oder den sulfonierten UV-Filtersubstan­ zen vorliegen, daß letztere zu höchstens 10 mol-% in protonierter Form vorliegen, sind besonders vorteilhafte und stabile O/W-Emulsionen erhältlich.
Die Gesamtmenge an einer oder mehreren erfindungsgemäß verwendeten basi­ schen Aminosäuren in den fertigen kosmetischen oder dermatologischen Zuberei­ tungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1-25,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-15,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
Vorteilhafte sulfonierte UV-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind insbesondere:
Die 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure und ihre Salze, beispielsweise das Na­ trium-, Kalium- oder ihr Triethanolammonium-Salz
Sulfonsäure-Derivate von Benzophenonen, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxy­ benzophenon-5-sulfonsäure und ihre Salze, beispielsweise das entsprechende Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salz:
Sulfonsäure-Derivate des 3-Benzylidencamphers, wie z. B. 4-(2-Oxo-3-bornyliden­ methyl)benzolsulfonsäure und ihre Salze, beispielsweise das entsprechende Na­ trium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salz:
Die 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure und ihre Salze, bei­ spielsweise das entsprechende Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salz:
Das 1,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl-)Benzol und dessen Salze (die ent­ prechenden 10-Sulfato-verbindungen, beispielsweise das entsprechende Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salz), auch als Benzol-1,4-di(2-oxo-3-bornyli­ denmethyl-10-Sulfonsäure bezeichnet:
Die Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure:
und ihre Salze, beispielsweise das entsprechende Natrium-, Kalium- oder Trietha­ nolammonium-Salz, insbesondere das Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'- tetrasulfonsäure-bis-natriumsalz:
Solche Zubereitungen helfen den geschilderten Nachteilen des Standes der Technik in überraschender Weise ab. Erfindungsgemäß sind höhere Lichtschutz­ faktoren erreichbar als der Stand der Technik dies hätte annehmen lassen.
Ferner ließ der Stand der Technik nicht erahnen, daß erfindungsgemäß wasser­ feste Zubereitungen erhältlich sind, welche erheblich höhere Wasserfestigkeit er­ zielen können als Zubereitungen des Standes der Technik, wodurch auch bei­ spielsweise nach dem Baden noch hohe Lichtschutzfaktoren erreichbar sind.
Ganz besonders erstaunlich war, daß unter Verwendung der erfindungsgemäß vorteilhaften basischen Aminosäuren besonders stabile O/W-Emulsionen mit ei­ nem hohen Gehalt an Elektrolyten, insbesondere einem hohen Gehalt an sulfo­ nierten UV-Filtersubstanzen erreichbar sind. Insbesondere dann, wenn die Ionen­ stärke der wäßrigen Phasen, in der der oder die Elektrolyte gelöst vorliegen, grö­ ßer oder gleich 0,05 mol/l beträgt, sind bei Befolgen der erfindungsgemäßen Lehre stabile O/W-Emulsionen erhältlich.
Als besonders vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird da­ her die Verwendung einer oder mehrerer basischen Aminosäuren, zum Erzielen oder Erhöhen der Stabilität von Emulsionen gegenüber der Gegenwart von Elek­ trolyten, insbesondere zum Erzielen öder Erhöhen der Stabilität von O/W-Emul­ sionen gegenüber der Gegenwart von Elektrolyten, insbesondere von sulfonierten UV-Filtersubstanzen.
Erfindungsgemäße kosmetische und dermatologische Zubereitungen enthalten anorganische Pigmente auf Basis von Metalloxiden und/oder anderen in Wasser schwerlöslichen oder unlöslichen Metallverbindungen, insbesondere der Oxide des Titans (TiO2), Zinks (ZnO), Eisens (z. B. Fe2O3, Zirkoniums (ZrO2), Siliciums (SiO2), Mangans (z. B. MnO), Aluminiums (Al2O3), Cers (z. B. Ce2O3), Mischoxiden der ent­ sprechenden Metalle sowie Abmischungen aus solchen Oxiden. Besonders be­ vorzugt handelt es sich um Pigmente auf der Basis von TiO2.
Die anorganischen Pigmente liegen erfindungsgemäß in hydrophober Form vor, d. h., daß sie oberflächlich wasserabweisend behandelt sind. Diese Oberflächen­ behandlung kann darin bestehen, daß die Pigmente nach an sich bekannten Ver­ fahren mit einer dünnen hydrophoben Schicht versehen werden.
Eines solcher Verfahren besteht beispielsweise darin, daß die hydrophobe Ober­ flächenschicht nach einer Reaktion gemäß
n TiO2 + m (RO)3Si-R' → n TiO2 (oberfl.)
erzeugt wird. n und m sind dabei nach Belieben einzusetzende stöchiometrische Parameter, R und R' die gewünschten organischen Reste. Beispielsweise in Ana­ logie zu DE-OS 33 14 742 dargestellte hydrophobisierte Pigmente sind von Vorteil.
Vorteilhafte TiO2-Pigmente sind beispielsweise unter den Handelsbezeichnungen T 805 von der Firma Degussa oder MT 100 T von der Firma Tayca oder M 160 von der Frima Kemira erhältlich.
Als gewünschtenfalls zusätzlich vorhandene wasserdispergierbare (also hydro­ phile) anorganische Mikropigmente können beispielsweise solche Produkte ge­ wählt werden, welche unter der Handelsbezeichnung Tioveil® AQ von der Firma Tioxide erhältlich sind.
Die Gesamtmenge an anorganischen Pigmenten, insbesondere hydrophoben an­ organischen Mikropigmenten in den fertigen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1-30 Gew.-%, bevorzugt 0,1-10,0, insbesondere 0,5-6,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtge­ wicht der Zubereitungen.
In den erfindungsgemäßen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen, haben ferner auch die schwererlöslichen Komponenten eine bessere Löslichkeit als in den Zubereitungen des Standes der Technik, auch dann, wenn mehrere sol­ cher Komponenten vorliegen.
Erfindungsgemäß kann ferner die Agglomeration anorganischer Pigmentpartikel (welche natürlich dispergiert, und nicht gelöst, vorliegen) mit den Folgen "Wei­ ßeln", Ausölen, Brechen der Emulsion verhindert werden, auch dann, wenn zu­ sätzlich ein oder mehrere schwererlösliche Komponenten vorliegen.
Weiterhin sind erfindungsgemäß Lichtschutzzubereitungen erhältlich, welche hö­ here Stabilität, insbesondere Stabilität gegen Zersetzung unter dem Einfluß von Licht, ganz besonders UV-Licht, aufweisen, als der Stand der Technik hätte erwar­ ten lassen. Insbesondere die Stabilität von 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoyl­ methan wird drastisch erhöht.
Weiterhin sind erfindungsgemäß besonders gut hautverträgliche Zubereitungen erhältlich, wobei wertvolle Inhaltsstoffe besonders gut auf der Haut verteilt werden können.
Ferner ist vorteilhaft, die erfindungsgemäßen Wirkstoffkombinationen mit weiteren UVA- und/oder UVB-Filtern zu kombinieren.
Ferner kann gegebenenfalls von Vorteil sein, die erfindungsgemäßen Wirkstoff­ kombinationen mit weiteren UVA- und/oder UVB-Filtern zu kombinieren, beispiels­ weise bestimmten Salicylsäurederivaten wie
Die Gesamtmenge an einem oder mehreren Salicylsäurederivaten in den fertigen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen wird vorteilhaft aus dem Be­ reich von 0,1-15,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-8,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen. Wenn Ethylhexylsalicylat gewählt wird, ist es von Vorteil, dessen Gesamtmenge aus dem Bereich von 0,1-5,0 Gew.-%, be­ vorzugt 0,5-5,0 Gew.-% zu wählen. Wenn Homomenthylsalicylat gewählt wird, ist es von Vorteil, dessen Gesamtmenge aus dem Bereich von 0,1-10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-5,0 Gew.-% zu wählen.
Es kann auch von Vorteil sein, die erfindungsgemäßen Kombinationen mit UVA- Filtern zu kombinieren, die bisher üblicherweise in kosmetischen Zubereitungen enthalten sind. Bei diesen Substanzen handelt es sich vorzugsweise um Derivate des Dibenzoylmethans, insbesondere um 1-(4'-tert.Butylphenyl)-3-(4'-methoxy­ phenyl)propan-1,3-dion und um 1-Phenyl-3-(4'-isopropylphenyl)propan-1,3-dion. Auch diese Kombinationen bzw. Zubereitungen, die diese Kombinationen enthal­ ten, sind Gegenstand der Erfindung. Es können die für die UVB-Kombination ver­ wendeten Mengen eingesetzt werden.
Es ist erfindungsgemäß vorteilhaft, außer den erfindungsgemäßen Kombinationen weitere UVA-Filter und/oder UVB-Filter einzusetzen, wobei die Gesamtmenge der Filtersubstanzen z. B. 0,1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 10 Gew.-%, insbesondere 1 bis 6 Gew.-% beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, um kosmetische Zubereitungen zur Verfügung zu stellen, die die Haut vor dem gesamten Bereich der ultravioletten Strahlung schützen. Sie können auch als Sonnenschutzmittel dienen.
Vorteilhafte öllösliche UVB-Filtersubstanzen sind z. B.:
  • - 3-Benzylidencampher-Derivate, vorzugsweise 3-(4-Methylbenzyliden)campher, 3-Benzylidencampher;
  • - Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat und dessen Derivate
  • - 4-Aminobenzoesäure-Derivate, vorzugsweise 4-(Dimethylamino)-benzoesäure (2-ethylhexyl)ester, 4-(Dimethylamino)benzoesäureamylester;
  • - Ester der Zimtsäure, vorzugsweise 4-Methoxyzimtsäure(2-ethylhexyl)ester, 4- Methoxyzimtsäureisopentylester;
  • - Derivate des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxy-4'-methylbenzophenon, 2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzo­ phenon;
  • - Ester der Benzalmalonsäure, vorzugsweise 4-Methoxybenzalmalonsäuredi(2- ethylhexyl)ester;
  • - 2,4,6-Trianilino-(p-carbo-2'-ethyl-1'-hexyloxy)-1,3,5-triazin.
Die Liste der genannten UVB-Filter, die in Kombination mit den erfindungsgemä­ ßen Wirkstoffkombinationen verwendet werden können, soll selbstverständlich nicht limitierend sein.
Die Gesamtmenge an der oder den sulfonierten UV-Filtersubstanzen in den ferti­ gen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1-10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-6,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
Die Gesamtmenge an 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure (sofern es diese Sub­ stanz ist, welche als sulfonierte UV-Filtersubstanz im Sinne der vorliegenden Er­ findung eingesetzt werden soll) bzw. deren Salzen in den fertigen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen wird, vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1-10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-6,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtge­ wicht der Zubereitungen.
Die Gesamtmenge an 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon-5-sulfonsäure (sofern es diese Substanz ist, welche als sulfonierte UV-Filtersubstanz im Sinne der vorlie­ genden Erfindung eingesetzt werden soll) bzw. deren Salzen in den fertigen kos­ metischen oder dermatologischen Zubereitungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1-10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-6,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Ge­ samtgewicht der Zubereitungen.
Die Gesamtmenge an 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure (sofern es diese Substanz ist, welche als sulfonierte UV-Filtersubstanz im Sinne der vorlie­ genden Erfindung eingesetzt werden soll) bzw. deren Salzen in den fertigen kos­ metischen oder dermatologischen Zubereitungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1-10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-6,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Ge­ samtgewicht der Zubereitungen.
Die Gesamtmenge an 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure (sofern es diese Substanz ist, welche als sulfonierte UV-Filtersubstanz im Sinne der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden soll) bzw. deren Salzen in den ferti­ gen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1-10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-6,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
Die Gesamtmenge an Benzol-1,4-di(2-oxo-3-bornylidenmethyl-10-Sulfonsäure (sofern es diese Substanz ist, welche als sulfonierte UV-Filtersubstanz im Sinne der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden soll) bzw. deren Salzen in den ferti­ gen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1-10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-6,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
Die Gesamtmenge an 4,4',4''-(1,3,5-Triazin-2,4,6-triyltriimino)-tris-benzoesäure-tris- (2-ethylhexylester) (als an sich fakultativ einzusetzender zusätzlicher UV-Filter­ substanz) in den fertigen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1-10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-6,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
Die Gesamtmenge an 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan (als an sich fakul­ tativ einzusetzender zusätzlicher UV-Filtersubstanz) in den fertigen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1-10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-6,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtge­ wicht der Zubereitungen.
Die Gesamtmenge an 4-Methylbenzylidencampher (als an sich fakultativ einzuset­ zender zusätzlicher UV-Filtersubstanz) in den fertigen kosmetischen oder derma­ tologischen Zubereitungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1-10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-6,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zu­ bereitungen.
Die Gesamtmenge an 2-Ethylhexyl-p-methoxy-cinnamat (als an sich fakultativ ein­ zusetzender zusätzlicher UV-Filtersubstanz) in den fertigen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1-15,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-7,5 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
Die Gesamtmenge an Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat (als an sich fakulta­ tiv einzusetzender zusätzlicher UV-Filtersubstanz) in den fertigen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1-15,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-10,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtge­ wicht der Zubereitungen.
Die erfindungsgemäßen kosmetischen und/oder dermatologischen Lichtschutzfor­ mulierungen können wie üblich zusammengesetzt sein und dem kosmetischen und/oder dermatologischen Lichtschutz, ferner zur Behandlung, der Pflege und der Reinigung der Haut und/oder der Haare und als Schminkprodukt in der deko­ rativen Kosmetik dienen.
Zur Anwendung werden die erfindungsgemäßen kosmetischen und dermatologi­ schen Zubereitungen in der für Kosmetika üblichen Weise auf die Haut und/oder die Haare in ausreichender Menge aufgebracht.
Besonders bevorzugt sind solche kosmetischen und dermatologischen Zubereitun­ gen, die in der Form eines Sonnenschutzmittels vorliegen. Vorteilhaft können diese zusätzlich mindestens einen weiteren UVA-Filter und/oder mindestens einen weiteren UVB-Filter enthalten.
Die erfindungsgemäßen kosmetischen und dermatologischen Zubereitungen kön­ nen kosmetische Hilfsstoffe enthalten, wie sie üblicherweise in solchen Zuberei­ tungen verwendet werden, z. B. Konservierungsmittel, Bakterizide, Parfüme, Farb­ stoffe, Pigmente, die eine färbende Wirkung haben, Verdickungsmittel, anfeuch­ tende und/oder feuchthaltende Substanzen, Fette, Öle, Wachse oder andere übli­ che Bestandteile einer kosmetischen oder dermatologischen Formulierung wie Al­ kohole, Polyole, Polymere, Schaumstabilisatoren, Elektrolyte, organische Lö­ sungsmittel, weitere Emulgatoren oder Silikonderivate.
Ein zusätzlicher Gehalt an Antioxidantien ist im allgemeinen bevorzugt. Erfin­ dungsgemäß können als günstige Antioxidantien alle für kosmetische und/oder dermatologische Anwendungen geeigneten oder gebräuchlichen Antioxidantien verwendet werden.
Vorteilhaft werden die Antioxidantien gewählt aus der Gruppe bestehend aus Ami­ nosäuren (z. B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imida­ zole (z. B. Urocaninsäure) und deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Car­ nosin, L-Carnosin und deren Derivate (z. B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z. B. α- Carotin, β-Carotin, Ψ-Lycopin) und deren Derivate, Chlorogensäure und deren De­ rivate, Liponsäure und deren Derivate (z. B. Dihydroliponsäure), Aurothioglucose, Propylthiouracil und andere Thiole (z. B. Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin, Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, γ-Linoleyl-, Cholesteryl- und Glycerylester) sowie deren Salze, Dilaurylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat, Thiodipropionsäure und deren Derivate (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) sowie Sulfoximinverbindungen (z. B. Buthioninsulfoximine, Homocystein­ sulfoximin, Buthioninsulfone, Penta-, Hexa-, Heptathioninsulfoximin) in sehr gerin­ gen verträglichen Dosierungen (z. B. pmol bis µmol/kg), ferner (Metall)-Chelatoren (z. B. α-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), α-Hydroxysäu­ ren (z. B. Citronensäure, Milchsäure, Apfelsäure), Huminsäure, Gallensäure, Gal­ lenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate, ungesättigte Fettsäuren und deren Derivate (z. B. γ-Linolensäure, Linolsäure, Ölsäure), Folsäure und deren Derivate, Ubichinon und Ubichinol und deren Derivate, Vitamin C und Derivate (z. B. Ascorbylpalmitat, Mg-Ascorbylphosphat, Ascorbylacetat), Tocophe­ role und Derivate (z. B. Vitamin-E-acetat), Vitamin A und Derivate (Vitamin-A-palmi­ tat) sowie Koniferylbenzoat des Benzoeharzes, Rutinsäure und deren Derivate, α- Glycosylrutin, Ferulasäure, Furfurylidenglucitol, Carnosin, Butylhydroxytoluol, Bu­ tylhydroxyanisol, Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydroguajaretsäure, Trihy­ droxybutyrophenon, Harnsäure und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Zink und dessen Derivate (z. B. ZnO, ZnSO4) Selen und dessen Derivate (z. B. Se­ lenmethionin), Stilbene und deren Derivate (z. B. Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid) und die erfindungsgemäß geeigneten Derivate (Salze, Ester, Ether, Zucker, Nu­ kleotide, Nukleoside, Peptide und Lipide) dieser genannten Wirkstoffe.
Die Menge der vorgenannten Antioxidantien (eine oder mehrere Verbindungen) in den Zubereitungen beträgt vorzugsweise 0,001 bis 30 Gew.-%, besonders bevor­ zugt 0,05-20 Gew.-%, insbesondere 1-10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamt­ gewicht der Zubereitung.
Sofern Vitamin E und/oder dessen Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001-10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
Sofern Vitamin A, bzw. Vitamin-A-Derivate, bzw. Carotine bzw. deren Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001-10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
Die Ölphase der erfindungsgemäßen Zubereitungen wird vorteilhaft gewählt aus der Gruppe der Ester aus gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 3 bis 30 C- Atomen und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unver­ zweigten Alkoholen einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen, aus der Gruppe der Ester aus aromatischen Carbonsäuren und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von 3 bis 30 C- Atomen. Solche Esteröle können dann vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropylstearat, Isopropyloleat, n-Butylstea­ rat, n-Hexyllaurat, n-Decyloleat, Isooctylstearat, Isononylstearat, Isononyliso­ nonanoat, 2-Ethylhexylpalmitat, 2-Ethylhexyllaurat, 2-Hexyldecylstearat, 2-Octyl­ dodecylpalmitat, Oleyloleat, Oleylerucat, Erucyloleat, Erucylerucat sowie syntheti­ sche, halbsynthetische und natürliche Gemische solcher Ester, z. B. Jojobaöl.
Ferner kann die Ölphase vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der verzweig­ ten und unverzweigten Kohlenwasserstoffe und -wachse, der Silkonöle, der Dial­ kylether, der Gruppe der gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder unver­ zweigten Alkohole, sowie der Fettsäuretriglyceride, namentlich der Triglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancar­ bonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12-18 C-Atomen. Die Fettsäuretriglyceride können beispielsweise vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der synthetischen, halbsynthetischen und natürlichen Öle, z. B. Olivenöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnußöl, Rapsöl, Mandelöl, Palmöl, Kokosöl, Palm­ kernöl und dergleichen mehr.
Auch beliebige Abmischungen solcher Öl- und Wachskomponenten sind vorteil­ haft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen.
Vorteilhaft wird die Ölphase gewählt aus der Gruppe 2-Ethylhexylisostearat, Octyl­ dodecanol, Isotridecylisononanoat, Isoeicosan, 2-Ethylhexylcocoat, C12-15-Alkyl­ benzoat, Capryl-Caprinsäure-triglycerid, Dicaprylylether.
Besonders vorteilhaft sind Mischungen aus C12-15-Alkylbenzoat und 2-Ethylhexyl­ isostearat, Mischungen aus C12-15-Alkylbenzoat und Isotridecylisononanoat sowie Mischungen aus C12-15-Alkylbenzoat, 2-Ethylhexylisostearat und Isotridecyliso­ nonanoat.
Von den Kohlenwasserstoffen sind Paraffinöl, Squalan und Squalen vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden.
Vorteilhaft kann die Ölphase ferner einen Gehalt an cyclischen oder linearen Sili­ konölen aufweisen oder vollständig aus solchen Ölen bestehen, wobei allerdings bevorzugt wird, außer dem Silikonöl oder den Silikonölen einen zusätzlichen Ge­ halt an anderen Ölphasenkomponenten zu verwenden.
Vorteilhaft wird Cyclomethicon (Octamethylcyclotetrasiloxan) als erfindungsgemäß zu verwendendes Silikonöl eingesetzt. Aber auch andere Silikonöle sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden, beispielsweise Hexamethylcy­ clotrisiloxan, Polydimethylsiloxan, Poly(methylphenylsiloxan).
Besonders vorteilhaft sind ferner Mischungen aus Cyclomethicon und Isotridecyl­ isononanoat, aus Cyclomethicon und 2-Ethylhexylisostearat.
Vorteilhaft beträgt der Gehalt an der Ölphase zwischen 1 und 50 Gew.-%, bezo­ gen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, bevorzugt 2,5-30 Gew.-%, ins­ besondere bevorzugt 5-15 Gew.-%.
Die wäßrige Phase der erfindungsgemäßen Zubereitungen enthält gegebenenfalls vorteilhaft Alkohole, Diole oder Polyole niedriger C-Zahl, sowie deren Ether, vor­ zugsweise Ethanol, Isopropanol, Propylenglykol, Glycerin, Ethylenglykol, Ethylen­ glykolmonoethyl- oder -monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, -monoethyl- oder -monobutylether, Diethylenglykolmonomethyl- oder -monoethylether und analoge Produkte, ferner Alkohole niedriger C-Zahl, z. B. Ethanol, Isopropanol, 1,2- Propandiol, Glycerin sowie insbesondere ein oder mehrere Verdickungsmittel, welches oder welche vorteilhaft gewählt werden können aus der Gruppe Silicium­ dioxid, Aluminiumsilikate, Polysaccharide bzw. deren Derivate, z. B. Hyaluronsäure, Xanthangummi, Hydroxypropylmethylcellulose, besonders vorteilhaft aus der Gruppe der Polyacrylate, bevorzugt ein Polyacrylat aus der Gruppe der sogenann­ ten Carbopole, beispielsweise Carbopole der Typen 980, 981, 1382, 2984, 5984, jeweils einzeln oder in Kombination.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung verdeutlichen, ohne sie einzuschränken. Alle Mengenangaben, Anteile und Prozentanteile sind, soweit nicht anders angegeben, auf das Gewicht und die Gesamtmenge bzw. auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen bezogen.
Beispiel 1
O/W-Lotion@ Glycerylstearat SE 3,50
Stearinsäure 1,80
Glycerin 3,00
Cetearylalkohol 0,50
Octyldodeceanol 7,00
Dicaprylylether 8,00
Eusolex 232 3,00
L-Lysin 1,00
Carbomer 0,20
Konservierungsmittel q.s.
Parfum q.s.
Wasser, demin. ad 100,00
Beispiel 2
Hydrodispersionsgel@ Pemulen TR-1 0,50
Ethanol 3,50
Glycerin 3,00
Dimethicon 1,50
Konservierungsmittel q.s.
Parfum q.s.
Octyldodecanol 0,50
Capric/Caprylic Triglyceride 5,00
Histidin 2,00
Uvinul MS 40 2,00
Carbomer 0,20
Wasser, demin. ad 100,00
Beispiel 3
O/W-Creme@ Glycerylstearat SE 3,00
Stearinsäure 3,50
Butylenglycol 5,00
Cetearyl Alkohol 3,00
C12-C15 Alkyl Benzoate 10,00
Eusolex 232 4,00
Arginin 3,00
Carbomer 0,20
Konservierungsmittel q.s.
Parfum q.s.
Wasser, demin. ad 100,00
Beispiel 4
W/O-Lotion@ Dethylmuls PGPH 3,50
Lameform TGI 3,50
Butylenglykol 5,00
Ceresin 3,00
C12-C15 Alkylbenzoate 10,00
Eusolex 232 4,00
Lysin 2,00
Vaseline 2,00
Konservierungsmittel q.s.
Parfum q.s.
Wasser, demin. ad 100,00

Claims (7)

1. Lichtschutzwirksame Wirkstoffkombinationen aus
  • (a) einer oder mehreren UV-Filtersubstanzen, die an ihrem Molekülgerüst eine oder mehrere Sulfonsäuregruppen bzw. Sulfonatgruppen tragen und
  • (b) einer oder mehreren basischen Aminosäuren.
2. Wirkstoffkombinationen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ba­ sischen Aminosäuren gewählt werden aus der Gruppe Arginin, Histidin, Lysin.
3. Wirkstoffkombinationen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtmenge an einem oder mehreren erfindungsgemäß verwendeten basischen Aminosäuren in den fertigen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen aus dem Bereich von 0,1-25,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-15,0 Gew.-% gewählt wird, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
4. Wirkstoffkombinationen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sul­ fonierten UV-Filtersubstanzen gewählt werden aus der Gruppe der 2-Phenylbenz­ imidazol-5-sulfonsäure und deren Salzen, beispielsweise das Natrium-, Kalium- oder ihr Triethanolamrnonium-Salz, der Sulfonsäure-Derivate von Benzopheno­ nen, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon-5-sulfonsäure und ihre Salze, beispielsweise das entsprechende Natrium-, Kalium- oder Triethanolam­ monium-Salz, der Sulfonsäure-Derivate des 3-Benzylidencamphers, wie z. B. 4-(2- Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure und deren Salzen, beispielsweise das entsprechende Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salz, der 2-Methyl-5- (2-oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure und deren Salzen, beispielsweise das entsprechende Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salz, des 1,4- di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl)Benzol und dessen Salzen (die entsprec­ henden 10-Sulfato-verbindungen, beispielsweise das entsprechende Natrium-, Ka­ lium- oder Triethanolammonium-Salz, der Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'- 5,5'-tetrasulfonsäure und deren Salzen, beispielsweise das entsprechende Na­ trium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salz, insbesondere das Phenylen-1,4- bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure-bis-natriumsalz.
5. Wirkstoffkombinationen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtmenge an sulfonierten UV-Filtersubstanzen in den fertigen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen aus dem Bereich von 0,1-10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5-6,0 Gew.-% gewählt wird, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zu­ bereitungen.
6. Verwendung einer oder mehrerer grenzflächenaktiver Substanzen, gewählt aus der Gruppe der basischen Aminosäuren, zum Erzielen oder Erhöhen der Stabilität von Emulsionen gegenüber der Gegenwart von Elektrolyten, insbesondere zum Erzielen oder Erhöhen der Stabilität von O/W-Emulsionen gegenüber der Gegen­ wart von Elektrolyten, insbesondere von sulfonierten UV-Filtersubstanzen.
7. Verwendung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ionenstärke der wäßrigen Phase oder Phasen, in der der oder die Elektrolyte gelöst vorliegen, größer oder gleich 0,05 mol/l beträgt.
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