DE19715528A1 - Pneumatische Steuervorrichtung - Google Patents
Pneumatische SteuervorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für eine pneumatische Bremsanlage von
Schienenfahrzeugen.
Es sind zahlreiche Anordnungsmöglichkeiten von Steuergeräten für pneumatische
Bremsanlagen in Schienenfahrzeugen bekannt. Eine bisher bevorzugte
Anordnungsform ist die Gruppierung der Steuergeräte nach dem Gerätetyp,
vorzugsweise auf einer Schalttafel in der Lokomotive eines Zuges bzw. eines
Triebwagens. Auf derartigen Schalttafeln sind z. B. gleichartige Ventile, welche oft
unterschiedliche Komponenten des Bremssystems pneumatisch ansteuern, meist direkt
nebeneinander untergebracht.
Besonders bei Lokomotiven, welche das Bremssystem eines gesamten Zuges ansteuern, ist
die Brems-Schalttafel ein äußerst komplexes pneumatisches Rohrsystem, welches die
pneumatischen Steuergeräte untereinander und mit der übrigen Zugbremsanlage (z. B. die
in den Wagons angeordneten Bremszylinder für die Betätigung von Scheibenbremsen usw.)
verbindet. Da Lokomotiven meist nur in geringen Stückzahlen gefertigt
werden, ist eine Serienproduktion dieser komplexen Verrohrungen nach bisheriger
Auffassung kaum möglich. Zudem werden häufig auch unterschiedliche Varianten und
Ausführungsformen von Bremssystemen für ein und dieselbe Lokomotive bzw. für ein und
denselben Triebwagen geordert, da diese z. B. jeweils für unterschiedliche Betriebsarten
vorgesehen sind. Wird z. B. lediglich als "Zusatzausstattung" eine Sandungseinrichtung
bestellt, so sind hierfür auch zusätzliche Steuergeräte erforderlich, welche ebenfalls
entsprechend ihres Typs in der Schalttafel untergebracht werden.
Allein durch die Kombination der ohnehin erforderlichen Grundelemente einer Schalttafel mit
"Zusatzausstattungen" ist es sehr oft nicht möglich, ein bestehendes Verrohrungskonzept
entsprechend zu erweitern, sondern der pneumatische Verrohrungsplan der Schalttafel muß
meistens grundlegend neu aufgebaut werden. Außerdem ist es meist erst nach dem
vollständigen Einbau aller Steuergeräte in die Lokomotive bzw. in den Triebwagen möglich,
die Schalttafel mit den angeschlossenen Steuergeräten auf einwandfreie Funktionsweise zu
prüfen. Eine Prüfung am Simulationsprüfstand ist praktisch gleich aufwendig, da hier das
Verhalten des ganzen Zuges simuliert werden muß. Wesentlich ist, daß es die herkömmliche
Konstruktion der Schalttafeln nicht erlaubt, Einzelfunktionen vorab unabhängig voneinander
zu prüfen.
Der Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, eine Steuervorrichtung für eine
pneumatische Bremsanlage von Schienenfahrzeugen zu schaffen, welche einen leicht an
verschiedene Ausführungsformen anpaßbaren, bzw. erweiterbaren, Aufbau hat.
Dieses Problem wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Es wird eine
pneumatische Steuervorrichtung für eine Bremsanlage von Schienenfahrzeugen geschaffen,
die mehrere funktionsorientierte Einzelmodule aufweist, welche jeweils zumindest ein
funktionswesentliches Steuergerät jeweils einer Bremsteilfunktion umfassen, wobei die
Einzelmodule über ein ein- oder mehrteiliges Luftversorgungs- und Steuersystem
pneumatisch und mechanisch gekoppelt sind, welches als Mehrrohr-Strangpreßprofil
ausgebildet ist (Pneumatikbus); und wobei die modulinterne Übertragung von
Pneumatiksignalen zwischen den Steuergeräten über vom zentralen Luftversorgungs- und
Steuersystem unabhängige, modulinterne Steuerleitungen erfolgt. Bevorzugt sind im
Mehrrohr-Strangpreßprofil Luftversorgungs- und Steuerleitungen geometrisch
zusammengefaßt.
Mit der Erfindung werden auf einfache Weise funktionsmäßig zusammengehörende
Steuergeräte (insbesondere Flanschgeräte) zu je einem Modul zusammengefaßt, das
funktionsorientiert selbständig und separat von anderen Modulen arbeitet. Ein Modul kann
dabei als die Zusammenfassung zumindest funktionswesentlicher oder aller Steuerelemente
bzw. -geräte einer Bremsteilfunktion auf einem Verbindungselement (z. B.) Platte definiert
werden. Unter Bremsteilfunktionen sind wesentliche Teilfunktionen der Gesamtbremse zu
verstehen, soweit diese pneumatisch betätigt und/oder angesteuert werden (z. B. das
Führerbremsventil, die direkte Bremse, die Sandung, die Magnetschienenbremse usw.).
Der wesentliche technische Vorteil, den der modulare Aufbau einer pneumatischen
Steuervorrichtung nach Patentanspruch 1 ermöglicht, resultiert daraus, daß - ausgehend von
einer Grundkonfiguration auf Steuervorrichtungsebene und auf Modulebene - weitere
Steuergeräte auf Modulebene hinzugenommen werden können und somit die
Steuervorrichtung um zusätzliche, dem Kundenwunsch entsprechende, Steuerfunktionen
erweiterbar ist, ohne daß, wie beim Stand der Technik erforderlich, auch die
Grundkonfiguration verändert werden muß.
Aus der WO 95/29831 (Anmeldung PCT/BR/95/00026) ist zwar bereits eine fluidbetätigte
Steuervorrichtung für eine Bremsanlage von Fahrzeugen bekannt, welche ein einzelnes
funktionsorientiertes Einzelmodul aufweist, welches funktionswesentliche Steuergeräte einer
Bremsteilfunktion umfaßt. Die Geräte des Modules sind über Bohrungen in einer Grundplatte
pneumatisch und mechanisch miteinander gekoppelt. Diese Lösung ist zwar für einfachere
Anwendungsfalle durchaus sinnvoll, löst aber noch nicht das Problem einer einfachen und
übersichtlichen Ausgestaltung des komplexen Steuersystemes eines Zuges mit vielen
voneinander differierenden Teilfunktionen wie Magnetschienenbremse, Sandung,
Wirbelstrombremse usw. Es fehlt ein übergreifendes Konzept, mit dem auch ein
mehrfunktionales, komplexes Bremssystem auf einfache Weise ansteuerbar ist. Dieses
Konzept schafft die Erfindung u. a. auch durch die im Anspruch 1 angegebene Aufteilung in
ein Luftversorgungssystem und ein mehrschichtiges Steuersystem, das mehrfach busartig
aufgebaut sind. Eine derartige Unterteilung in ein pneumatisches Luftversorgungssystem und
weitere Steuerbusse wird in der WO 95/29831 nicht erwähnt. Diese Unterteilung ermöglicht
aber eben gerade die Schaffung eines Standardsystemes, welches auf einfache Weise
erweiterbar und modifizierbar ist.
Fertigungstechnisch führt die Erfindung dazu, daß durch das - in der allgemeinen Technik
zwar bekannte, aber im Schienenfahrzeugbereich bisher technisch aufgrund der komplexen
Aufgabenstellung nicht für mit vertretbarem Aufwand realisierbar gehaltene - Modulkonzept
eine weitgehend problemlose Aufwärts- bzw. Abwärtskompatibilität der pneumatischen
Steuervorrichtung möglich ist. Die Realisierung dieses Modulkonzepts gemäß
Patentanspruch 1 erlaubt zudem schon bei der Vormontage die Durchführung von
Modultests zur Qualitätssicherung. Durch die Erweiterbarkeit der Grundkonfiguration fallen
die, beim bisherigen Stand der Technik erforderlichen, grundlegenden
Neukonzeptionierungen des Verrohrungsplanes weg, wodurch sich in der Herstellung
deutliche Preissenkungen erzielen lassen. Besonders vorteilhaft wird das Mehrrohrprofil auf
kostengünstige Weise als Strangpreßprofil ausgelegt.
Es hat sich ferner als günstig erwiesen, die modulinterne Übertragung von Pneumatiksignalen
sowohl vom zentralen Luftversorgungssystem als auch vom intermodularen Steuersystem
abzukoppeln, da hierdurch das Modul schon vor dem Einbau in die pneumatische
Steuervorrichtung auf seine korrekte Arbeitsweise getestet werden kann.
Fertigungstechnisch ist es vorteilhaft, daß die Einzelmodule durch das zentrale
Luftversorgungssystem mechanisch gekoppelt, d. h. mit diesem verbunden sind. Dadurch läßt
sich die gesamte pneumatische Steuervorrichtung praktisch komplett vormontieren und
anschließend z. B. in eine Lokomotive oder einen Triebwagen einbauen.
Besonders bevorzugt wird die Steuervorrichtung derart ausgestaltet, daß die Anzahl an
Funktionen der Einzelmodule bzw. die Anzahl der Funktionen der gesamten pneumatischen
Steuervorrichtung individuell durch die Art und Anzahl der in den einzelnen Modulen
verwendeten Steuergeräte - ausgehend von einer Grundkonfiguration - konfigurierbar ist,
wobei die für Systemerweiterungsoptionen zusätzlich erforderlichen pneumatischen
Signalwege erweiterbar sind und wobei die Grundkonfiguration unverändert bestehen bleibt.
Dies ermöglicht eine weitgehende Flexibilität und eine unkomplizierte Anpassung an
Anwendungsfälle aller Art. Wird eine bestimmte Funktion nicht gewünscht (soll z. B. keine
Sandung in das Schienenfahrzeug eingebaut werden), wird die Steuervorrichtung einfach
nicht mit den entsprechenden Geräten bestückt.
Es ist auf einfache Weise möglich, das zentrale Luftversorgungssystem an einer beliebigen
Position mit der übrigen Bremsanlage zu verbinden. Die Anordnungssequenz der
Einzelmodule entlang der Richtung des zentralen Luftversorgungssystems wird ferner
veränderbar bzw. austauschbar ausgelegt. Dabei ist der interne Aufbau der Einzelmodule an
die jeweilige Bremsteilfunktion angepaßt und die Modulschnittstellen sind derart ausgelegt,
daß verschiedene Module miteinander in verschiedenster Weise kombinierbar sind.
Weitere besonders einfache Varianten der Erfindung zeichnen sich dadurch aus, daß eines der
internen Steuersysteme der Module als System von Kanälen in einer Trägerplatte ausgeführt
ist und/oder daß die - ausgehend von der Grundkonfiguration - zusätzlich erforderlichen
modulinternen Signalwege als Kanäle in der Trägerplatte, bzw. als Bohrungen im
Mehrrohrprofil ausgeführt sind.
Die Interaktion zwischen den Einzelmodulen erfolgt über ein separates Steuersystem, das
ebenfalls als sog. Pneumatikbus ausgestaltet werden kann. Fertigungstechnisch ist es
vorteilhaft und sinnvoll, bestimmte Leitungen in einem separaten Mehrrohrprofil, welches die
Aufgabe eines Pneumatikbusses übernimmt, zusammenzufassen, um z. B. die Montage oder
Wartung zu erleichtern.
Die Steuervorrichtung enthält Einrichtungen, welche die Bremse des jeweiligen Fahrzeuges
steuern. Zuätzlich - wenn es sich um die Steuervorrichtung einer Lokomotive oder eines
anderen Fahrzeuges handelt - enthält die Steuervorrichtung Einrichtungen, welche
Steuerbefehle für die Steuervorrichtungen der anderen Wagen des Zugverbandes geben.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind den weiteren Unteransprüchen zu
entnehmen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die
beigefügte Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 schematisch den modularen Aufbau einer erfindungsgemäßen pneumatischen
Steuereinrichtung;
Fig. 2 einen Ausschnitt aus einem Schaltplan, der nach dem erfindungsgemäßen
Modularisierungskonzept aufgebaut ist;
Fig. 3 eine Ausführungsform eines Mehrrohrprofils, das als Pneumatikbus für die
Erfindung verwendbar ist; und
Fig. 4 eine Realisierungsmöglichkeit eines erfindungsgemäßen, modulinternen
Steuersystems.
Fig. 1 veranschaulicht schematisch die Zusammenfassung von verschiedenen Steuergeräten 5,
z. B. von Ventilen, zu funktionsorientierten Modulen 2. Funktionsorientiert bedeutet die
Zusammenfassung von Unterfunktionen der Steuergeräte 5 zu einer logischen Einheit, dem
Modul 2. Dieses weist idealerweise durch die Erfindung nur ein Minimum von "externen"
Schnittstellen auf. Hierzu sind die Steuergeräte 5 eines Modules jeweils durch ein
"modulinternes" Steuersystem bzw. Steuerleitungen 6 verbunden.
Die Module sind Bestandteil einer pneumatischen Steuervorrichtung 1, welche als
Gesamtheit in einem Zug 8 (in Fig. 1 nicht dargestellt) die Steuerung z. B. der Bremsanlage
eines Wagens 7 (nicht dargestellt) übernimmt.
Die pneumatische Steuervorrichtung 1 und damit die Module 2 derselben (nebst der
Steuergeräte 5), steht mit einem zentralen Luftversorgungssystem 3 in Verbindung (vgl.
hierzu Fig. 2). Die Module 2 kommunizieren miteinander über ein intermodulares
Steuersystem 4a. Die logische Einheit "Modul" steht mit der "Außenwelt" zum einen über
das zentrale Luftversorgungssystem 3 und zum anderen über Steuerleitungen 4b, welche
einzelne Bremskomponenten 12 einer Drehgestelleinheit 11 ansteuern, in Verbindung (vgl.
Fig. 2). Wie in Fig. 1 schematisch angedeutet, sind die Module 2 durch Montage auf einer
Trägerplatte 9 (vgl. Fig. 3) auch mechanisch miteinander zur pneumatischen
Steuervorrichtung 1 verbunden.
Fig. 2 zeigt eine detaillierte Darstellung des oben erläuterten Konzepts. Man erkennt drei
dargestellte Module 2, deren Schnittstellen durch die Systemgrenzen 14 der Module 2
angedeutet sind. Die Module sind derart zusammen montiert, daß ihre Gesamtheit die
pneumatische Steuervorrichtung 1 bildet. Diese funktionelle Zusammenfassung der Module 2
ist durch die Systemgrenze 13 der pneumatischen Steuervorrichtung 1 angedeutet. Die die
Module 2 verbindenden Signalwege sind unter der Bezeichnung intermodulares Steuersystem
4a zusammengefaßt. Über die Systemgrenze 13 stehen die Module 2 durch weitere
Signalwege, die als Steuersystem 4b bezeichnet werden, mit den einzelnen Komponenten 12
des Drehgestells 11 in Verbindung. Unter diesen Komponenten 12 hat man beispielsweise die
Bremsmechanik der Triebachse oder eine Magnetschienenbremse zu verstehen. Die
pneumatische Steuervorrichtung 1 steuert derart die gesamten Komponenten der
Bremsanlage, so z. B. die Bremskomponenten der zwei Drehgestelle 11 eines Wagons des
Schienenfahrzeugs 7.
Fig. 3 zeigt drei Mehrrohrprofile 10, die als Pneumatikbus verwendet werden können. Diese
Profile werden vorzugsweise im Stranggußverfahren hergestellt, wobei die Durchmesser der
einzelnen Öffnungen so groß gewählt werden müssen, daß bei gegebenem Druckgradienten
entlang einer einzelnen Röhre ein für die Anwendung ausreichender Massenstrom die Röhre
durchströmen kann. Die Röhre 18 mit dem größten Durchmesser, in Fig. 3 in Bildmitte, wird
daher vorzugsweise als Hauptluftleitung verwendet. Derartige Mehrrohrprofile 10 werden
bevorzugt zur fertigungstechnischen Umsetzung des zentralen Luftversorgungssystems 3, des
intermodularen Steuersystems 4a und des Steuersystems 4b, welches Module 2 mit
Komponenten 12 der Bremsanlage verbindet, innerhalb der als Gesamtbaugruppe
ausgeführten pneumatischen Steuervorrichtung 1 verwendet. Fertigungstechnisch ist es dabei
besonders vorteilhaft, bestimmte Leitungen in einem separaten Mehrrohrprofil 10
zusammenzufassen, um z. B. die Montage oder Wartung zu erleichtern. Über entsprechende
Bohrungen 19 mit darin verschraubten Anschlußstücken 16 kann eine Verbindung zwischen
z. B. einer Röhre des Mehrrohrprofils 10 und einer anderen Anschlußstelle erfolgen.
Die modulinterne Verbindung zwischen den einzelnen Steuergeräten 5 erfolgt über
entsprechende Kanäle 17 in einer Trägerplatte 9. Über Stichkanäle 20 sind die einzelnen
Steuergeräte 5 mit den Kanälen 17 der Trägerplatte 9 verbindbar, wobei die Abdichtung
zwischen den Steuergeräten 5, der Trägerplatte 9 und den Stichkanälen 20 beispielsweise
durch O-Ringe erfolgen kann. Sowohl die Kanäle 17 in der Trägerplatte 9, als auch die
Stichkanäle 20 können dabei einfach durch Bohren gefertigt werden. Alternativ hierzu ist es
auch möglich, die Kanäle 17 durch Fräsen herzustellen und nach der Fräsbearbeitung die
Kanäle 17 durch z. B. Aufkleben einer Abdichtungsplatte (nicht dargestellt) abzudichten. Die
Kanäle 17 der Trägerplatte 9 werden nach Fertigung meist wieder über Verschlußstopfen 21
verschlossen.
Die mechanische Kopplung mehrerer Mehrrohrprofile 10 mit ggf. damit verbundenen
Steuergeräten 5 kann z. B. durch Verschrauben bzw. Befestigen der Mehrrohrprofile 10 auf
einer Trägerplatte 9 erfolgen.
Fig. 4 zeigt eine Trägerplatte 9, welche neben der Aufgabe der mechanischen Kopplung der
Module 2 bzw. der Steuergeräte 5 auch noch das modulinterne Steuersystem 6 aufnimmt.
Dieses modulinterne Steuersystem 6 kann z. B., wie in Fig. 4 dargestellt, als System von
Bohrungen 17 in der Trägerplatte 10 ausgeführt sein, welches die einzelnen Steuergeräte 5
miteinander koppelt. Dabei kann das Bohrungssystem entweder nur die tatsächlich
benötigten Bohrungen 17 aufweisen oder, falls dies preis- und/oder fertigungsgünstiger ist,
kann auch eine Standardträgerplatte vorgefertigt werden, welche Bohrungen 17 aufweist, die
auch für mehr Funktionen der pneumatischen Steuervorrichtung 1 ausreichend ist, als dies für
die jeweils tatsächliche Anwendung erforderlich ist. Nicht benötigte Bohrungen 17 können
durch Verschlußstopfen 21 wieder verschlossen werden. Solche Verschlußstopfen 21 werden
gelegentlich auch verwendet, wenn zur Herstellung bestimmter Kanäle 17 Hilfsbohrungen
(nicht dargestellt) erstellt werden müssen, die später wieder durch Verschlußstopfen 21
verschlossen werden.
Abweichungen von den erläuterten Mehrrohrprofilen 10 und der Trägerplatte 9, z. B. durch
Verwendung von zusätzlichen Verbindungsrohren, sind selbstverständlich möglich.
Bezugszeichenliste
1 Pneumatische Steuervorrichtung
1′ Steuereinheit (entsteht durch Zusammenfassung mehrerer Steuervorrichtungen, ist nicht dargestellt)
2 Einzelmodul
3 Zentrales Luftversorgungssystem
4a Intermodulares Steuersystem
4b Steuerleitungen, mit Bremskomponenten verbunden
5 Steuergerät eines Einzelmoduls
6 Modulinternes Steuersystem
7 Schienenfahrzeug
8 Zug
9 Trägerplatte
10 Mehrrohrprofil (Pneumatikbus)
11 Drehgestell
12 Bremskomponenten
13 Systemgrenze der pneumatischen Steuervorrichtung
14 Systemgrenze des Moduls
15 Systemgrenze der Bremskomponenten eines Drehgestells
16 Anschlußstück
17 Kanäle in der Trägerplatte
18 Röhre eines Mehrrohrprofils
19 Bohrung im Mehrrohrprofil
20 Stichkanäle
21 Verschlußstopfen
1′ Steuereinheit (entsteht durch Zusammenfassung mehrerer Steuervorrichtungen, ist nicht dargestellt)
2 Einzelmodul
3 Zentrales Luftversorgungssystem
4a Intermodulares Steuersystem
4b Steuerleitungen, mit Bremskomponenten verbunden
5 Steuergerät eines Einzelmoduls
6 Modulinternes Steuersystem
7 Schienenfahrzeug
8 Zug
9 Trägerplatte
10 Mehrrohrprofil (Pneumatikbus)
11 Drehgestell
12 Bremskomponenten
13 Systemgrenze der pneumatischen Steuervorrichtung
14 Systemgrenze des Moduls
15 Systemgrenze der Bremskomponenten eines Drehgestells
16 Anschlußstück
17 Kanäle in der Trägerplatte
18 Röhre eines Mehrrohrprofils
19 Bohrung im Mehrrohrprofil
20 Stichkanäle
21 Verschlußstopfen
Claims (8)
1. Pneumatische Steuervorrichtung (1) für Bremsanlagen von Schienenfahrzeugen (7),
- a) die mehrere funktionsorientierte Einzelmodule (2) aufweist, welche jeweils zumindest ein funktionswesentliches Steuergerät (5) jeweils einer Bremsteilfunktion umfassen;
- b) wobei die Einzelmodule über ein ein- oder mehrteiliges Luftversorgungs- und Steuersystem (3, 4) pneumatisch und mechanisch gekoppelt sind; welches als Mehrrohr-Strangpreßprofil ausgebildet ist (Pneumatikbus 10);
- c) wobei die modulinterne Übertragung von Pneumatiksignalen zwischen den Steuergeräten (5) über vom zentralen Luftversorgungs- und Steuersystem (3, 4) unabhängige, modulinterne Steuerleitungen (6) erfolgt.
2. Pneumatische Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im
Mehrrohr-Strangpreßprofil Luftversorgungs- und Steuerleitungen geometrisch
zusammengefaßt sind.
3. Pneumatische Steuervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuergeräte (5) als Flanschgeräte ausgebildet sind.
4. Pneumatische Steuervorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet,
daß der interne Aufbau der Einzelmodule (2) an die jeweilige Bremsteilfunktion
angepaßt ist, wobei die Modulschnittstellen derart ausgelegt sind, daß verschiedene
Module miteinander kombinierbar sind.
5. Pneumatische Steuervorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß eine vollständige Schienenfahrzeugsteuerung dargestellt wird.
6. Pneumatische Steuervorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Patentansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die modulinternen Steuerleitungen (6) als Kanäle (17) in
einer Trägerplatte (9) ausgebildet sind.
7. Pneumatische Steuervorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Patentansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle (17) als Bohrungen oder Fräsungen
ausgebildet sind.
8. Pneumatische Steuervorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Patentansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Strangpreßprofile (10) auf der Trägerplatte befestigt
sind.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19715528A DE19715528C2 (de) | 1996-05-03 | 1997-04-14 | Pneumatische Steuervorrichtung |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE19715528A1 true DE19715528A1 (de) | 1997-11-20 |
| DE19715528C2 DE19715528C2 (de) | 2003-04-24 |
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ID=7793248
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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