DE19725002A1 - Sicherheitsvorrichtung - Google Patents
SicherheitsvorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrichtung für Druckstrahlgerä
te, wie Trockeneisstrahlanlagen oder Eisstrahlanlagen.
Bei der Verwendung sogenannter Druckstrahlgeräte wird ein teilchenförmig vor
liegendes Material, wie etwa Sand oder auch Eispartikel stark beschleunigt und
dann durch eine Austrittsdüse, üblicherweise eine Handpistole hinausgeschleudert.
Die Beschleunigung kann dabei mittels eines schnell strömenden Gases, vorzugs
weise Luft erfolgen.
Das austretende Material wird dann von dem jeweiligen Verwender auf ein Werk
stück oder eine Werkfläche, etwa eine Wand gerichtet, um diese zu bearbeiten. Bei
der Bearbeitung handelt es sich dabei meist um eine Reinigung bzw. das Entfernen
einer Oberflächenschicht auf dem Werkstück bzw. der Werkfläche. So kann etwa
mittels einer geeigneten Trockeneisstrahlanlage auch die Reinigung einer empfind
lichen Fassadenwand von Graffiti Schmierereien erfolgen, da derartige Verfahren
nicht abrasiv wirken. Auch können in Produktionsanlagen empfindliche technische
Geräte hiermit auf einfache Art und Weise gesäubert werden. Darüber hinaus be
stehen weitere vielfältige Einsatzgebiete dieser Anlagen.
Derartige Systeme weisen eine Austrittsdüse zumeist an einer Handpistole auf, an
der auch ein Schalter oder Taster zum Ein- und Ausschalten des Gerätes vorgese
hen ist. Üblicherweise führt ein Betätigen eines solchen Tasters zur Inbetriebset
zung der Anlage und ein Loslassen zum Stop.
Beim Stop einer solchen Anlage handelt es sich jedoch nicht um einen sofortigen
Stop, sondern vielmehr um ein langsames Versiegen des austretenden Druckstrah
les. Eine derartige Vorrichtung, bei der der Druckstrahl nach Inaktivierung binnen
einer Auslaufzeit von etwa 1 Sekunde auf eine Flußrate von nicht mehr als 5% der
Arbeitsleistung absinkt, ist aus der US 5 520 572 bekannt. Die Ursache für diese nur
allmähliche Abschaltung des Strahles liegt darin, daß die Ventile die den Druck
luftstrom vom Kompressor her steuern, nicht schnell genug schalten oder aber der
Kompressor der die Düse mit Druckluft versorgt, nicht in der Lage ist, seinen
Druck augenblicklich abzubauen. Ein solches Maschinenverhalten ist jedoch ausge
sprochen gefährlich und hat in der Vergangenheit auch schon häufiger zu Unfällen
geführt. Unter arbeitstechnischen Sicherheitsgesichtspunkten, insbesondere auch
unter Berücksichtigung rechtlicher Anforderungen, die an die Gerätesicherheit zu
stellen sind, hat im Falle einer Inaktivierung der Maschine durch den Bediener der
Druckstrahl an der Arbeitsdüse, meist an der Handpistole, augenblicklich zu ver
siegen, um Unfälle möglichst weitgehend zu vermeiden.
Nach dem Stand der Technik wäre es naheliegend die Pistole im Falle der Inakti
vierung durch den Bediener mittels eines Ventils sofort zu schließen und den noch
anstehenden Überdruck über ein Sicherheitsventil entweichen zu lassen. Eine sol
che Lösung führt jedoch zu verschiedenen Problemen: Das Sicherheitsventil ist auf
grund des Druckstrahlmediums stark verstopfungs- und/oder vereisungsgefähr
det. Tritt nun eine solche Verstopfung oder Vereisung ein, wenn der Druck in der
Pistolenzuleitung noch nicht ausreichend abgebaut ist, so besteht die Gefahr, daß
die Verbindung zur Strahlpistole, meist ein Schlauch, unter diesem Druck platzt
und somit einen noch größeren Schaden anrichtet. Darüber hinaus besteht insbe
sondere im Falle von Tieftemperaturstrahlgeräten die Schwierigkeit, daß hier Eisre
ste in der Zuleitung verbleiben und dort verkleben und so die Anlage für etliche
Zeit unbrauchbar werden zu lassen.
Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Sicherheitsvorrichtung für
Druckstrahlgeräte anzugeben, die auf Veranlassung des Bedieners ein sofortiges
Abschalten des Druckstrahls an der Arbeitsdüse ermöglicht und ein zügiges Wie
deranfahren erlaubt, ohne daß es hierbei zu, infolge der vorherigen Schnellabschal
tung eintretenden, technischen Problemen kommt.
Diese Aufgabe wird durch eine Sicherheitsvorrichtung für Druckstrahlgeräte, mit
einer Beschleunigervorrichtung für das Strahlmedium, einem regulären Auslaß für
dies Medium, vorzugsweise an einer Handstrahlpistole, einer Zuleitung des
Strahlmediums zu der Beschleunigervorrichtung, sowie einer Ableitung des
Strahlmediums von der Beschleunigervorrichtung zu dem regulären Auslaß hin
gelöst, die erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß ein weiterer Auslaß
für das Strahlmedium vorgesehen ist, welcher wesentlich größer als die einzelnen
Partikel des Strahlmediums ist und der auf eine Inaktivierung des Druckstrahls am
regulären Auslaß hin das Strahlmedium ausströmen läßt. Unter einer Inaktivierung
des Druckstrahls am regulären Auslaß soll dabei jede Maßnahme verstanden wer
den, die direkt oder indirekt dazu geeignet ist einen weiteren Austritt des Strahl
mediums am regulären Auslaß zu verhindern. Die Inaktivierung des Druckstrahls
kann dabei direkt durch eine rein mechanische Vorrichtung wie etwa eine Klappe
oder auch indirekt durch einen elektrischen Taster, der mit dem Kompressor oder
der Strahlmedienversorgung gekoppelt ist, geschehen. Aber auch pneumatische,
mechanische, hydraulische oder gar optische Signalübertragungen sind gegebenen
falls in Verbindung mit einer geeigneten Steuerung zur Inaktivierung des Druck
strahls am regulären Auslaß denkbar. Prinzipiell ist hierzu jede Vorrichtung geeig
net, die eine Inaktivierung des Druckstrahls am regulären Auslaß direkt oder indi
rekt auszulösen vermag.
Dabei kann die Plazierung des weiteren Auslasses auf dem Weg der Zuleitung des
Strahlmediums zu der Beschleunigervorrichtung vorgesehen werden.
Der weitere Auslaß für das Strahlmedium kann aber auch auf dem Wege von der
Zuleitung des Strahlmediums zur Beschleunigervorrichtung hin zum regulären
Auslaß, vorzugsweise im Bereich der Ableitung vorgesehen sein.
Vorzugsweise stoppt die Inaktivierung des Druckstrahls auch die Versorgung mit
dem Strahlmedium. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß ein Zwi
schenspeicher, der das Strahlmedium enthält geschlossen wird oder im Falle einer
direkten Herstellung des Strahlmediums dessen Produktion gestoppt wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform nach der vorliegenden Erfindung ist der
weitere Auslaß größer oder zumindest gleich groß ausgestaltet, wie es der Durch
messer der Zuleitung des Strahlmediums zu der Beschleunigervorrichtung ist. Eine
solche Dimensionierung stellt sicher, daß auch wirklich die gesamte Menge des zu
geführten Strahlmediums ohne Probleme durch den weiteren Auslaß abgeführt
werden kann. Darüberhinaus bewirkt eine solche Bemessung auch ein langsamere
Austrittsgeschwindigkeit des Strahlmediums aus dem weiteren Auslaß, was zu
sätzlich der Sicherheit dient.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der weitere Auslaß unterhalb
der Zuleitung des Strahlmediums zu der Beschleunigervorrichtung angeordnet, so
daß für den Fall, daß die Beschleunigervorrichtung, vorzugsweise unter Verwen
dung eines Venturi arbeitend, nicht mehr in der Lage ist, das Strahlmedium aus der
Zuleitung zur Beschleunigervorrichtung heraus abzusaugen, es dann der Schwer
kraft folgend aus der Zuleitung heraus nach unten durch den Auslaß fällt. Im Falle
eines tiefgekühlten Strahlmediums, wie etwa Trockeneis wird hierdurch vermie
den, daß Trockeneisreste in der Zuführung zur Beschleunigervorrichtung verblei
ben und dort miteinander verkleben und so die Wiederinbetriebnahme der Ma
schine so lange verhindern, bis sie abgeschmolzen bzw. sublimiert sind.
Eine weitere besonders bevorzugte Ausführungsform ist erfindungsgemäß da
durch gekennzeichnet, daß der weitere Auslaß nicht in unmittelbarer Nähe der
Zuleitung des Strahlmediums zu der Beschleunigervorrichtung angeordnet ist und
desweiteren der reguläre Auslaß eine Schließvorrichtung, vorzugsweise eine Klap
pe oder ein Ventil aufweist, die so ausgestaltet ist, daß der reguläre Auslaß auf In
aktivierung des Druckstrahls hin sofort schließt. Auch kann mit dem Schließen die
ser Vorrichtung selbst bereits die Inaktivierung des Druckstrahls an dem regulären
Auslaß ausgelöst werden. Bei dieser Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
bleibt im Falle der Ausnutzung eines auf das Strahlmedium ausgeübten Ansau
geffektes durch die Beschleunigervorrichtung während des normalen Strahlbetrie
bes dieser Ansaugeffekt auch nach Inaktivierung des Druckstrahls am regulären
Auslaß noch so lange aktiv, wie die Beschleunigervorrichtung arbeitet. Der Ansau
geffekt würde, falls der weitere Auslaß sich in unmittelbarer Nähe der Beschleuni
gervorrichtung, vorzugsweise des Venturi befinden würde zusammenbrechen.
Durch die Verlagerung weg von dieser Stelle bleibt hinter der Beschleunigervor
richtung ein Kanal, und damit auch der Ansaugeffekt erhalten. Das beschleunigte
Medium wird nun allerdings nicht mehr durch den ja nun geschlossenen regulären
Auslaß ausgetrieben, sondern durch den weiteren Auslaß auf dem Weg der Ablei
tung von der Beschleunigungsvorrichtung. Unterbricht man nun nach oder bei
Inaktivierung des Druckstrahls am regulären Auslaß die Versorgung mit neuem
Strahlmedium, so saugt eine weiterhin versorgte Beschleunigervorrichtung noch
alle Strahlmediumsreste aus den Leitungen der Maschine, was dafür sorgt, daß die
se nicht vereist und betriebsbereit bleibt. Zu diesem Zwecke kann der natürliche
Nachlaufeffekt eines Kompressors, sofern vorhanden und sich an dieser Stelle aus
wirkend, verwendet werden, oder falls dieser nicht ausreicht, der Kompressor mit
einer gewissen Zeitverzögerung zu der Inaktivierung des Druckstrahls am regulä
ren Auslaß abgeschaltet werden, so daß immer sichergestellt ist, daß auch alles Eis
aus der Maschine herausgesaugt wurde und über den weiteren Auslaß abgeleitet
wurde. Statt den Kompressor abzuschalten kann er auch in Betrieb bleiben und le
diglich die Druckluftzufuhr vom Kompressor entsprechend, also vorzugsweise
zeitverzögert und mithin nachlaufend geschaltet werden. Der An- und Leersau
geffekt kann noch dadurch unterstützt werden, daß in bestimmten Bereichen der
Vorrichtung, vorzugsweise etwa im Bereich der Handpistole oder im Bereich der
Ableitung ein oder mehrere Ventile, vorzugsweise Rückschlagventile vorgesehen
sind, die ein Einströmen von Umgebungsluft ab einem bestimmten Unterdruck im
Inneren der Vorrichtung erlauben. Ein Ausströmen aus dem Inneren der Vorrich
tung wird durch diese Ventile hingegen verhindert.
Vorzugsweise kann als weiterer Auslaß eine Klappe vorgesehen werden. Klappen
haben gegenüber Ventilen den Vorteil, daß sie eine relativ große Öffnung, wie sie
für die vorliegende Erfindung benötigt wird, einfach herzustellen erlauben. Sie sind
außerdem wartungsarm und als sehr einfaches mechanisches Bauteil fehlerunan
fällig.
Vorzugsweise wird die Klappe dabei über ein Rückstellelement, wie etwa einen
Kolben, vorzugsweise einen pneumatischen oder hydraulischen betätigt. Es kann
sich dabei um einen Kolben handeln, der eine Rückstellkraft auf die Klappe ausübt,
die von dieser Rückstellkraft im geschlossenen Zustand gehalten wird. Steigt nun
der Druck in der von der Klappe geschlossenen Ableitung zum regulären Auslaß
hin über ein vorher bestimmtes Maß, etwa weil der Druckstrahl durch das Schlie
ßen einer mechanischen Klappe am regulären Auslaß inaktiviert wurde, so öffnet
die Klappe selbsttätig und läßt den innen anstehenden Überdruck samt evtl.
Strahlmedium entweichen. Zur Ausübung der Rückstellkraft auf die Klappe kann
jedoch nicht nur ein Kolben, sondern auch eine Feder oder ähnliches dienen.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist da
durch gekennzeichnet, daß als Beschleunigervorrichtung ein, durch einen Druck
luftkompressor versorgter Venturi Verwendung findet, wobei der Druckluftkom
pressor auf die Inaktivierung des Druckstrahls hin abschaltet bzw. ein Ventil auf
dem Wege vom Kompressor zum Venturi hin schließt und die Klappe über einen
eigensicheren Pneumatikzylinderverschluß betätigt wird, dessen Schließdruck
durch die Druckluft des Druckluftkompressors aufrecht erhalten wird, so daß die
Klappe im Falle der Inaktivierung des Druckstrahls am regulären Auslaß infolge
des daraufhin eintretenden Druckverlustes automatisch öffnet und das Strahlme
dium ausströmen läßt.
Durch die vorliegende Erfindung wird eine sichere Betriebsweise für die Bediener
ermöglicht und gleichzeitig sichergestellt, daß die Maschine leicht wieder anzufah
ren ist.
Die Erfindung ist somit in der Lage die Verbreitung der höchst nützlichen Druck
strahltechnik, insbesondere der Trockeneisstrahltechnik, die bei der Reinigung
komplexer technischer Systeme eine wichtige Rolle spielt, erheblich weiter zu för
dern, da nun den Anforderungen an eine ausreichende Arbeitssicherheit beim Um
gang mit diesen Geräten Rechnung getragen werden kann.
Eine derartige Sicherheitsvorrichtung vermag somit sicher auch gelegentlich auf
kommende Bedenken von betrieblichen Unfallversicherungsträgern gegenüber ei
ner Verwendung dieser Technologie zu zerstreuen.
Im folgenden werden nicht einschränkend zu verstehendes Ausführungsbeispiele
anhand der Zeichnung besprochen. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Sicherheitsvorrichtung nach der
vorliegenden Erfindung mit einer Klappe als Auslaß unterhalb der Zu
leitung des Strahlmediums zur Beschleunigungsvorrichtung in einem
Zustand, wo der Druckstrahl am regulären Auslaß an einer Handpistole
nicht inaktiviert ist,
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Sicherheitsvorrichtung nach der
vorliegenden Erfindung mit einer Klappe als Auslaß unterhalb der Zu
leitung des Strahlmediums zur Beschleunigungsvorrichtung in einem
Zustand, wo der Druckstrahl am regulären Auslaß an der Handpistole
inaktiviert ist,
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Sicherheitsvorrichtung nach der
vorliegenden Erfindung mit einer Klappe als Auslaß nicht in unmittelba
rer Nähe der Zuleitung des Strahlmediums zur Beschleunigungsvorrich
tung in einem Zustand, wo der Druckstrahl am regulären Auslaß an ei
ner Handpistole nicht inaktiviert ist, sowie
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer Sicherheitsvorrichtung nach der
vorliegenden Erfindung mit einer Klappe als Auslaß nicht in unmittelba
rer Nähe der Zuleitung des Strahlmediums zur Beschleunigungsvorrich
tung in einem Zustand, wo der Druckstrahl am regulären Auslaß an der
Handpistole inaktiviert ist.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Sicherheitsvorrichtung nach der
vorliegenden Erfindung mit einer Klappe 8 als Auslaß unterhalb der Zuleitung des
Strahlmediums 3 zur Beschleunigungsvorrichtung 4 in einem Zustand, wo der
Druckstrahl 7 am regulären Auslaß 5 an einer Handpistole 12 nicht inaktiviert ist.
In dem dargestellten Schema einer Sicherheitsvorrichtung nach der vorliegenden
Erfindung saugt ein Kompressor 1 Umgebungsluft 2 an und leitet diese in einen als
Beschleunigungsvorrichtung dienenden Venturi 4. Hinter dem Venturi 4 bildet sich
ein Unterdruck, so daß das Strahlmedium 3 aus seiner Zuleitung zu dem als Be
schleunigungsvorrichtung dienenden Venturi 4 in die Ableitung 10 zum regulären
Auslaß 5 an der Handpistole 12 getrieben wird, wo der Druckstrahl 7 dann schließ
lich hinaustritt. Dies kann solange geschehen, wie der Druckstrahl 7 an dieser
Handpistole 12 mittels der geöffneten Handklappe 6 aktiviert ist. Die Handklap
pe 6 ist dabei derart ausgeführt, daß sie solange geöffnet ist, wie der Bediener einen
an der Pistole 12 angebrachten Hebel betätigt, bis dieser an das Gehäuse der Pisto
le 12 schlägt. In diesem Zustand ist die Klappe 6 vollständig geöffnet, der Druck
strahl 7 ist hier aktiviert, wobei die Klappe 8 als weiterer Auslaß infolge der auf sie
durch den Kolben 9 ausgeübten Rückstellkraft geschlossen ist. Nimmt der Bediener
seine Hand von dem Hebel der Klappe 6, so schließt diese selbsttätig aufgrund ei
ner, vorzugsweise durch eine Feder realisierten Rückstellvorrichtung. Der Druck
strahl wird dann an der Handpistole 12, d. h. genauer gesagt an dem regulären
Auslaß 5 deaktiviert.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß die Beschleunigungsvorrichtung
in allen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung auch im Bereich der Pi
stole, vorzugsweise auch in der Pistole selbst angeordnet sein kann; dies gilt nicht
nur für den Fall der Verwendung eines Venturi als Beschleuniger, sondern auch für
jedwede andere Vorrichtung zur Beschleunigung, die hierzu geeignet ist. Vorteil
hafterweise sind in derartigen Fällen mindestens zwei Zuleitungen zu der Strahlpi
stole vorgesehen, nämlich eine für das Druckmedium, vorzugsweise Luft und eine
für das Strahlmedium wie etwa Trockeneis. Die Ableitung von der Beschleuniger
vorrichtung hin zum regulären Auslaß befindet sich dann innerhalb der Pistole.
Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung der gleichen Vorrichtung, wie in Fig. 1
dargestellt, hier in dem Zustand, wo der Druckstrahl am regulären Auslaß 5 an der
Handpistole 12 nun inaktiviert ist. Hier hat sich nun die Klappe 8 als weiterer
Auslaß infolge des im Inneren der Ableitung 10 entstandenen Überdrucks geöffnet,
indem die durch den Überdruck entstandene Kraft die Rückstellkraft des Kolbens 9
überwunden hat. Der Überdruck kann nun in Pfeilrichtung 11 sicher entweichen.
Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Sicherheitsvorrichtung nach der
vorliegenden Erfindung mit einer Klappe 8 als Auslaß nicht in unmittelbarer Nähe
der Zuleitung des Strahlmediums 3 zur Beschleunigungsvorrichtung 4 in einem
Zustand, wo der Druckstrahl 7 am regulären Auslaß 5 an einer Handpistole 12
nicht inaktiviert ist. Auch hier saugt ein Kompressor 1 Umgebungsluft 2 an und
leitet diese in einen als Beschleunigungsvorrichtung dienenden Venturi 4. Hinter
dem Venturi 4 bildet sich ein Unterdruck, so daß das Strahlmedium 3 aus seiner
Zuleitung zu dem als Beschleunigungsvorrichtung dienenden Venturi 4 in die Ab
leitung 10 zum regulären Auslaß 5 hin abgesaugt wird und durch die Ableitung 10
hindurch nun bis zu der den regulären Auslaß 5 aufweisenden Handpistole 12 ge
trieben wird, wo der Druckstrahl 7 dann schließlich hinaustritt. Dies kann solange
geschehen, wie der Druckstrahl 7 an dieser Handpistole 12, welche den regulären
Auslaß 5 aufweist, durch die geöffnete Handklappe 6 aktiviert ist. Die Handklap
pe 6 ist dabei so ausgeführt, daß sie solange geöffnet ist, wie der Bediener einen
außen, an der Pistole 12 angebrachten Hebel niederhält, bis dieser an das Gehäuse
der Pistole 12 schlägt. In diesem Zustand ist die Klappe 6 vollständig geöffnet, der
Druckstrahl 7 ist aktiviert. Die Klappe 8 als weiterer Auslaß ist dann infolge der
auf sie durch den Kolben 9 ausgeübten Rückstellkraft geschlossen. Nimmt der Be
diener seine Hand von dem Hebel der Klappe 6, so schließt diese selbsttätig auf
grund einer, vorzugsweise mittels einer Feder realisierten Rückstellvorrichtung.
Der Druckstrahl wird dann an der Handpistole 12, genauer gesagt an dem regulä
ren Auslaß 5 deaktiviert.
Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung der gleichen Vorrichtung, wie in Fig. 3
dargestellt, hier jedoch nun in dem Zustand, wo der Druckstrahl am regulären
Auslaß 5 an der Handpistole 12 inaktiviert ist. Hier hat sich die Klappe 8 als weite
rer Auslaß infolge des im Inneren der Ableitung 10 entstandenen Überdrucks ge
öffnet, indem die durch den Überdruck entstandene Kraft die Rückstellkraft des
Kolbens 9 überwunden hat. Der Überdruck kann nun in Pfeilrichtung 11 sicher
entweichen und saugt dabei, solange Luft strömt, die Kanäle der Vorrichtung leer.
Diese Funktion ist deshalb sichergestellt, weil sich unmittelbar in der Umgebung
des Venturi 4 kein Auslaß befindet, sondern vielmehr der durch die Ableitung 10
gebildete Kanal. Der Ansaugeffekt bleibt daher erhalten, was vorteilhafterweise
zum Absaugen des restlichen Strahlmediums verwendet wird.
Claims (11)
1. Sicherheitsvorrichtung für Druckstrahlgeräte, mit
einer Beschleunigervorrichtung (4) für das Strahlmedium (3),
einem regulären Auslaß (5) für dies Medium, vorzugsweise an einer Hand strahlpistole (12),
einer Zuleitung des Strahlmediums (3) zu der Beschleunigervorrichtung (4), sowie
einer Ableitung (10) des Strahlmediums (3) von der Beschleunigervorrich tung (4) zu dem regulären Auslaß (5) hin,
dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer Auslaß (8) für das Strahlmedium (3) vorgesehen ist, welcher we sentlich größer als die einzelnen Partikel des Strahlmediums (3) ist und der auf eine Inaktivierung des Druckstrahls (7) am regulären Auslaß (5) hin das Strahlmedium (3) ausströmen läßt.
einer Beschleunigervorrichtung (4) für das Strahlmedium (3),
einem regulären Auslaß (5) für dies Medium, vorzugsweise an einer Hand strahlpistole (12),
einer Zuleitung des Strahlmediums (3) zu der Beschleunigervorrichtung (4), sowie
einer Ableitung (10) des Strahlmediums (3) von der Beschleunigervorrich tung (4) zu dem regulären Auslaß (5) hin,
dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer Auslaß (8) für das Strahlmedium (3) vorgesehen ist, welcher we sentlich größer als die einzelnen Partikel des Strahlmediums (3) ist und der auf eine Inaktivierung des Druckstrahls (7) am regulären Auslaß (5) hin das Strahlmedium (3) ausströmen läßt.
2. Sicherheitsvorrichtung für Druckstrahlgeräte nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der weitere Auslaß (8) auf dem Weg der Zuleitung des
Strahlmediums (3) zu der Beschleunigervorrichtung (4) vorgesehen ist.
3. Sicherheitsvorrichtung für Druckstrahlgeräte nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß auf die Inaktivierung des Druckstrahls (7) am regulären
Auslaß (5) hin auch die Versorgung mit dem Strahlmedium (3) gestoppt wird.
4. Sicherheitsvorrichtung für Druckstrahlgeräte nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der weitere Auslaß (8) für das Strahlmedium (3) auf dem
Wege von der Zuleitung des Strahlmediums zur Beschleunigervorrichtung
hin zum regulären Auslaß (5), vorzugsweise im Bereich der Ableitung (10)
vorgesehen ist.
5. Sicherheitsvorrichtung für Druckstrahlgeräte nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß auf die Inaktivierung des Druckstrahls (7) am regulären
Auslaß (5) hin auch die Versorgung mit dem Strahlmedium (3) gestoppt wird.
6. Sicherheitsvorrichtung für Druckstrahlgeräte nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der weitere Auslaß (8) größer oder zumindest gleich groß
wie der Durchmesser der Zuleitung des Strahlmediums (3) zu der Beschleuni
gervorrichtung (4) ist.
7. Sicherheitsvorrichtung für Druckstrahlgeräte nach Anspruch 4, 5 oder 6, da
durch gekennzeichnet, daß der weitere Auslaß (8) unterhalb der Zuleitung des
Strahlmediums (3) zu der Beschleunigervorrichtung (4) angeordnet ist.
8. Sicherheitsvorrichtung für Druckstrahlgeräte nach Anspruch 4, 5 oder 6, da
durch gekennzeichnet, daß der weitere Auslaß (8) nicht in unmittelbarer Nähe
der Zuleitung des Strahlmediums (3) zu der Beschleunigervorrichtung (4) an
geordnet ist und desweiteren der reguläre Auslaß (5) eine Schließvorrich
tung (6), vorzugsweise eine Klappe oder ein Ventil aufweist, die so ausgestaltet
ist, daß der reguläre Auslaß (5) mit der Inaktivierung des Druckstrahls (7) am
regulären Auslaß (5) sofort schließt.
9. Sicherheitsvorrichtung für Druckstrahlgeräte nach einem der Ansprü
che 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als weiterer Auslaß (8) eine Klappe
vorgesehen ist.
10. Sicherheitsvorrichtung für Druckstrahlgeräte nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Klappe (8) über eine Rückstellvorrichtung, vorzugsweise
einen Kolben (9) betätigt wird.
11. Sicherheitsvorrichtung für Druckstrahlgeräte nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Beschleunigervorrichtung (4) ein von einem Druckluft
kompressor (1) versorgter Venturi Verwendung findet, wobei der Druckluft
kompressor (1) auf die Inaktivierung des Druckstrahls (7) am regulären Aus
laß (5) hin abschaltet oder die Druckluftversorgung von diesem her, vorzugs
weise mit einem Ventil unterbrochen wird und die Klappe (8) über einen ei
gensicheren Pneumatikzylinderverschluß betätigt wird, dessen Schließdruck
durch die Druckluft des Druckluftkompressors (1) aufrecht erhalten wird, so
daß die Klappe (8) im Falle der Inaktivierung des Druckstrahls (7) am regulä
ren Auslaß (5) infolge des daraufhin eintretenden Druckverlustes automatisch
öffnet und das Strahlmedium (3) ausströmen läßt.
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| DE1997125002 DE19725002A1 (de) | 1997-06-13 | 1997-06-13 | Sicherheitsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997125002 DE19725002A1 (de) | 1997-06-13 | 1997-06-13 | Sicherheitsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19725002A1 true DE19725002A1 (de) | 1998-07-30 |
Family
ID=7832371
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997125002 Withdrawn DE19725002A1 (de) | 1997-06-13 | 1997-06-13 | Sicherheitsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19725002A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3254807A1 (de) | 2016-06-07 | 2017-12-13 | desisa GmbH | Vorrichtung und verfahren zum reinigen mit einer strahlvorrichtung |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3643060A1 (de) * | 1986-04-22 | 1987-11-19 | Peiniger Ernst Gmbh | Sicherheitseinrichtung |
| DE3645015C2 (de) * | 1986-04-22 | 1989-04-13 | Ernst Peiniger Gmbh Unternehmen Fuer Bautenschutz, 4300 Essen, De | |
| DE3821323A1 (de) * | 1988-06-24 | 1989-12-28 | Gosch Hans H | Sandstrahlschlauch-schnellentlueftungsvorrichtung |
| DE29605704U1 (de) * | 1996-03-27 | 1996-06-05 | Radler & Ruf Sandstrahl- und Druckluftbedarf GmbH, 86733 Alerheim | Schnellabschaltvorrichtung für ein Sandstrahlgerät |
-
1997
- 1997-06-13 DE DE1997125002 patent/DE19725002A1/de not_active Withdrawn
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