DE19726032A1 - Verschlußsystem für eine Schußwaffe-MKM 88 - Google Patents
Verschlußsystem für eine Schußwaffe-MKM 88Info
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verschlußsystem einer Schußwaffe-MKM 88 für eine selbsttätige,
durch einen Gasdruck gesteuerte Feuerwaffe, mit einem Waffenrohr und einem
Gasdruckladersystem, welches bevorzugterweise in Maschinenkarabinern oder
Maschinengewehren Anwendung finden kann.
Handfeuerwaffen, wie Karabiner und Maschinengewehre, die mit einem Gasdruckladersystem
zusammenwirken, sind allgemein bekannt.
Die unter der Bezeichnung AK 47-Kalaschnikow bekannt gewordene Handfeuerwaffe stellt
eine Maschinenpistole dar, bei der über dem Geschoß- bzw. Waffenlauf das
Gasdruckladersystem, bestehend aus seinen wesentlichen Teilen des Gasdruckzylinders mit
dem Gaskolben und dem Verschlußsystem, vorgesehen ist.
Diese Ausführung und Anordnung des gesamten Gasdruckladersystems über dem Waffenlauf
beeinträchtigt zwar nicht die Funktion der Handfeuerwaffe, vielmehr sind die ergonomischen
Beziehungen zwischen dem Schützen zur Handfeuerwaffe nachteilig, da der Schütze weiter aus
der Deckung sich begeben muß, um die Handfeuerwaffe gezielt einsetzen zu können. Dies
ergibt sich eben durch das oberhalb des Waffenlaufes angeordneten Systems, da auch die
Visiereinrichtungen dementsprechend höher angeordnet sein müssen.
Der speziellen Ausgestaltungen und Anordnungen von Gasentnahmevorrichtungen an einer
selbsttätigen, durch den Gasdruck gesteuerten Feuerwaffe, bei der das Waffenrohr mit der
Gasentnahmestelle in Wirkzusammenhang steht, sind bereits Gegenstand vorbekannter
Lösungen.
So beschreibt die DE-AS 14 53 934 eine Gasentnahmevorrichtung dieser Art, bei der der
Gasentnahmekanal aus drei Abschnitten besteht. Der erste Abschnitt ist im Waffenrohr quer
zur Waffenrohrachse angeordnet, der zweite Abschnitt in der Gasschiene parallel zur
Waffenrohrachse und der dritte Abschnitt in der Verschlußhülse wieder quer zur
Waffenrohrachse vorgesehen. Durch diese Anordnung muß der Gasdruck mehrmals umgelenkt
werden und es hat sich gezeigt, daß bei hohen Gasdrücken und aggressiven Gasen die Erosion
im Gaskanal groß ist.
Durch eine besondere Gasführung innerhalb der Feuerwaffe soll dies durch die in der
DE-OS 3 64 255 A1 beschriebenen Gasentnahmevorrichtung dadurch verändert werden, daß
der Gasentnahmekanal von der Gasentnahmestelle durch einen auf das Waffenrohr
aufgeschrumpften Ring zu einer Gasschiene geführt wird, daß eine Gasdüse zwischen einem
Schrumpfring und Gasschiene in den Ring eingesetzt ist und das ein Umlenkstück zwischen
Gasaufnahmeöffnung und Gasschiene in der Gasschiene angeordnet ist.
Die Gasführung bei dieser Ausführung verläuft zwar nicht oberhalb des Waffenlaufes, sie ist
seitlich und umfangseitig angeordnet und bürgt nach den Nachteil in sich, daß der Schütze
beim Betätigen der Waffe höher aus seiner Deckung herauskommen muß.
Die europäische Patentanmeldung 0272248 A2 bezieht sich auf eine Schußwaffe mit einem
Gasantrieb zur schußabhängigen Betätigung der Lade- und/oder Schußeinrichtung, wobei der
Gasantrieb aus einem Bund oder dergleichen des Laufes selbst als Gaskolben und einer sich
über den Bund erstreckenden Laufhülse als Gaszylinder besteht und Gaszylinder sowie
Gaskolben durch die Pulvergasbeaufschlagung des über eine Querbohrung an die Laufseele
angeschlossenen Zylinderraumes relativ zueinander gegen die Kraft einer Rückholfeder
verschiebbar sind.
Bei dieser Schußwaffe bildet der Lauf selbst mit einem Bund den feststehenden Gaskolben und
stellt eine Schußwaffe dar, bei der der Gaszylinder den Lauf der Schußwaffe umfangseitig
umfaßt und auch längs verschiebbar ist.
Diese Anordnung wird vorzugsweise bei Pistolen angewandt. Eine unmittelbare Anwendung
auf handbetätigten Maschinenkarabinern bzw. Maschinenpistolen ist wenig vorteilhaft, da diese
Waffen in ihrem Aufbau sehr kompliziert werden würden und außerdem die bereits genannten
Nachteile vorliegen, da der Geschoßlauf vom Gaszylinder umgeben ist, was eben die bereits
beschriebenen Nachteile bedingt.
Der grundlegende und allgemeine Nachteil dieser bekannten vollautomatischen
Maschinenwaffen besteht darin, daß sich beim Herausreißen der Patronen aus dem
Patronenmagazin sich infolge der auftretenden Haftreibung der Verschlußkopf aus seiner
Position herausdrehen will, was zu Störungen im System führt.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verschlußsystem für eine Schußwaffe der eingangs
geschilderten Art zu schaffen, welches sich durch eine besonders einfache und
funktionssichere, leichte und platzsparende Konstruktion auszeichnet.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die im Anspruch 1 herausgestellten Merkmale
gelöst.
Vorteilhafte Ausführungen und besondere Gestaltungen sind Gegenstand von
Unteransprüchen.
Eine nach der Erfindung ausgeführte Schußwaffe ist dadurch charakterisiert, daß das gesamte
Gasdruckladersystem einschließlich des Verschlußsystems unterhalb des Waffenlaufes
angeordnet sind, der Gaskolben mit seinem Federführungsrohr in einem entsprechenden
Gasdruckzylinder unterhalb des Waffenlaufes geführt ist, wobei der Gaskolben mit seinem
Federführungsrohr über ein Verschlußgestänge mit einem Verschlußträger verbunden ist.
Durch die Anordnung des Gasdruckladersystems unterhalb des Waffenrohres wird gleichzeitig
sichergestellt, daß das komplette Verschlußsystem in ihrer konstruktiven Ausführung verkürzt
werden kann, was sich positiv beim Zurückgleiten des Waffenschlosses auswirkt, da kürzere
Verschlußbewegungen auch die gesamten Funktionen der Schußwaffe wesentlich erhöhen.
Es gehört auch zur Erfindung, daß die im Verschlußsystem vorgesehene Verschlußsteuerkurve
sichtbar ist, da der Verschlußträger an dieser Stelle unterbrochen ist, so daß bei Betätigung der
Schußwaffe eine optische Funktionsüberprüfung des Verschlußsystems möglich ist, außerdem
ergibt sich dadurch eine geringere Verschmutzungsempfindlichkeit der Waffe.
Zur Erfindung gehört auch, daß bei der vorgeschlagenen Lösung der Verschlußkopf mit zwei
Rauszieherkrallen versehen ist, dadurch die Patronenhülsen an zwei Punkten umfaßt und aus
dem Patronenlager strömungsfrei herausgezogen werden können. Weiterhin verteilen sich
somit die auftretenden Kräfte großflächig auf den Patronenhülsenboden.
Der Verschlußkopf des Verschlußsystems, welcher den Waffenlauf nach außen verriegelt,
weist erfindungsgemäß drei Verriegelungszapfen auf
Mit nachfolgendem Ausführungsbeispiel soll die Erfindung näher erläutert werden.
Die dazugehörige Zeichnung zeigt in
Fig. 1 eine Gesamtansicht der Waffe in Seitenansicht und teilweise im Schnitt;
Fig. 2 das Verschlußsystem in einer Draufsicht;
Fig. 3 eine linke Seitenansicht des Verschlußsystems;
Fig. 4 eine rechte Seitenansicht des Verschlußsystems;
Fig. 5 eine hintere Ansicht des Verschlußsystems;
Fig. 6 eine Vorderansicht des Verschlußsystems;
Fig. 7 die Vorderansicht des Verschlußkopfes;
Fig. 8 die Draufsicht des kompletten Verschlusses;
Fig. 9 die Seitenansicht des kompletten Verschlusses;
Fig. 10 eine Seitenansicht des geschlossenen Verschlußsystems;
Fig. 11 eine Seitenansicht des Verschlußsystems in geöffneter Position;
Fig. 12 eine Draufsicht des Verschlußsystems in geschlossener Position;
Fig. 13 eine Draufsicht des Verschlußsystems in geöffneter Position;
Fig. 14 eine Draufsicht des Verschlußsystems teilweise im Schnitt und in geöffneter
Position;
Fig. 15 eine Seitenansicht des Verschlußsystems teilweise im Schnitt und in geöffneter
Position.
Einen Gesamtüberblick der vorgestellten Schußwaffe mit dem erfindungsgemäßen
Verschlußsystem ergibt sich aus der Fig. 1. Es ist gezeigt, wie die einzelnen
funktionsbestimmenden Elemente einer derartigen Schußwaffe angeordnet und zueinander in
Funktion stehen.
Unterhalb des Waffenlaufes 23 ist das Gasdrucklagersystem achsparallel zu dem Waffenlauf 23
angeordnet, welches in Richtung des Schützen durch ein Verschlußsystem abgedichtet wird
und mit einer Verschlußverkleidung 7 umgeben ist.
Im Federführungsrohr 2 unterhalb des Waffenlaufes 23 ist das gesamte Ladegestänge 3 mit
dem Gaskolben 1 geführt, wobei dieses Gasdruckladesystem über einem Gasüberströmblock
25 mit dem Waffenlauf 23 verbunden ist. Das Ladegestänge 3 ist dabei mit einer Verholfeder
ausgerüstet, welche sich an der Verschlußarretierung 30 abstützt.
Teile des Verschlußsystems sind gleichfalls aus dieser Figur ersichtlich. Es ist dargestellt, daß
der Verschlußträger 4 mit einem Steuerstollen 14 ausgerüstet ist und im vorderen Bereich, in
Richtung des Waffenlaufes 23 gesehen, befinden sich der Verschlußkopf 6 der
Patronenauszieher 8 sowie der Verschlußsteuerriegel 12. Hinter dem Verschlußsystem, das
Verschlußsystem durchgreifend und aus der Verschlußverkleidung 7 herausragend, ist der
Schlagbolzen 13 ersichtlich. In den Gleitschienen 37 kann das gesamte Verschlußsystem im
Waffengehäuse gleiten.
Über das Gelenkstück 29 kann die Schußwaffe geöffnet werden, so daß das gesamte
Verschlußsystem derart in die Schußwaffe verbracht werden kann, daß der Gaskolben 1 mit
seinem Federführungsrohr 2 in den Druckzylinder 26 des Gasdruckladersystems eingeführt
wird. Das Ladegestänge 3 und der Verschlußträger 4 werden dabei in den entsprechenden
Führungen, den Gleitschienen 37 aufgenommen.
Das Grundprinzip dieses Verschlußsystems 17, mit Federführungsrohr 2 und dem Gaskolben 1
ist prinziphaft in der Fig. 2 gezeigt und so gestaltet, daß dem Verschlußgestänge 3 in
Waffenlaufrichtung das Federführungsrohr 2 mit nachfolgendem Gaskolben 2 zugeordnet sind,
während auf der zum Schützen gerichteten Seite dem Verschlußgestänge 3 der
Verschlußträger 4 vorgesehen ist.
Unmittelbar am Verschlußträger 4 ist der Verschlußladehebel 5 vorgesehen. Die Steuerkurve
10, in der die Steuernase 11 geführt wird, ist im Verschlußträger 4 eingearbeitet.
Mit der Bezugszahl 7 ist die verkürzte Verschlußverkleidung bezeichnet und gleichzeitig ist
dargestellt, wie der Schlagbolzen 13 den Verschlußträger 4 und den Verschlußkopf 6
durchgreift.
Unmittelbar am Verschlußkopf 6 ist der Verschlußsteuerriegel 12 und der Verriegelungszapfen
9 vorgesehen. Die gleichfalls vorhandenen Patronenrauszieher 8, paarweise ausgeführt, sind
dem Verschlußkopf 6 zugeordnet und stehen sowohl mit dem Verriegelungszapfen 9 als auch
mit dem Verschlußkopfsteuerriegel 12 in Wirkverbindung. Über die Verschlußgleitnase 15
wird eine ordnungsgemäße Führung der Teile im Verschlußgestänge 3 gesichert.
Beim Vorwärtsgleiten des Verschlußkopfes 6 wird mittels dieses Verschlußkopfes 6 die in
Position gebrachte Patrone aus dem Patronenmagazin durch diesen Verschlußkopf 6
herausgedrückt, wobei infolge der dort auftretenden Haftreibung, der Verschlußkopf 6 sich aus
seiner Position herausdrehen will, was dadurch verhindert wird, daß der vorgesehene
Verschlußkopfsteuerriegel 12 in einer Steuerkurve 10 geführt wird und dieses Verdrehen
verhindert.
Durch diesen Verschlußkopfsteuerriegel 12 wird die Bremsreibung des Verschlußkopfes 6
beim Vorgleiten des gesamten Verschlusses fast gegen 0 herabgesenkt, was zur Folge hat, daß
sich die Feuergeschwindigkeit wesentlich erhöht.
Seitenansichten dieser Fig. 2 ergeben sich aus den Fig. 3 und 4, wobei in der Fig. 3 eine
Ansicht X, von links auf die Fig. 2 gesehen, darstellt, während Fig. 4 die Ansicht Y, von
rechts gesehen auf die Fig. 2, wiedergibt.
Diese beiden Darstellungen verdeutlichen nochmals die konstruktive Ausführung des
Verschlußsystems mit der Zuordnung zum Verschlußgestänge 3 und den nachgeordnetem
Federführungsrohr 2 sowie Gaskolben 1.
Unmittelbar am Verschlußträger 4 ist ein Steuerstollen 14 vorgesehen, welcher als keilförmige
Nase ausgebildet ist.
Wiederum Ansichten zur Fig. 2 ergeben sich aus den Darstellungen gemäß Fig. 5 und 6,
wobei die Fig. 5 eine Ansicht darstellt, die unmittelbar das Verschlußsystem von hinten zeigt,
während die Fig. 6 dieses Verschlußsystem von vorn, das heißt also in Richtung des
Federführungsrohres 2 und Gaskolbens 1, darstellt.
Aus der Fig. 5 läßt sich das Zusammenspiel des Verschlußladehebels 5 mit der
Verschlußgleitnase 15 ableiten und es zeigt die Stellung des Verschlußsystem im ungespannten
Zustand. Während der Betätigung des Verschlußladehebels 5 hintergreift dieser die
Verschlußgleitnase 15 und spannt das gesamte Verschlußladesystem.
Die unmittelbare Anordnung der Patronenrauszieher 8 ist in der Fig. 6 dargestellt. Es ist
gezeigt, daß in bevorzugter Weise zwei Patronenrauszieher 8 vorgesehen sind, die während
des Betätigens der Waffe mit ihren Nasen hinter den Rand der herauszuziehenden
Patronenhülse greifen und sichern, daß durch die Zweipunktangreifung eine großflächige
Belastung gegeben ist, was wiederum ein funktionssicheres Herausziehen der Patronen aus
dem Waffenlauf 23 sichert.
Die Darstellungen aus Fig. 5 und 6 geben nochmals die genaue Lage des Federführungsrohres
2 mit seinem Gaskolben 1 zum Verschlußgestänge 3 wieder.
Schützenwaffen dieses Systems haben, wie auch die vorgestellte Lösung, eine
Verbindungsstelle vom Waffenlauf 23 zum Druckzylinder 26, welcher als Gasströmblock 25
bezeichnet ist.
Hat das Geschoß im Waffenlauf 23 den Gasüberströmblock 25 passiert, so dringt ein Teil der
freigewordenen Treibgase über diesen in den Druckzylinder 26 und drückt auf die Stirnfläche
des Gaskolbens 1. Dieser wirkt auf die Schloßführung ein und bewegt das Schloß bzw. das
gesamte Gasdrucksystem nach hinten, in seine Ausgangspostition und verspannt dabei eine
vorgesehene Feder. Sobald der Abzugshebel der Waffe betätigt wird, wird die Federspannung
frei gesetzt, das Schloß geht in Vorwärtsbewegung und durch den Verschlußkopf 6 wird eine
nachfolgende Patrone in den Waffenlauf 23 geführt.
Die entsprechende Verriegelung des Verschlußkopfes 6 erfolgt dabei in bereits oben
beschriebener Weise.
In den Fig. 7 und 8 ist der Verschlußkopf 6 einmal in der Vorderansicht und zum anderen
in der Draufsicht dargestellt und es wird gezeigt, wie dem Verschlußkopf 6 die
Verriegelungszapfen 9, in bevorzugter Ausführung drei Stück, sowie der Patronenauszieher 8
zugeordnet sind.
Der komplette Verschluß des Verschlußsystems ergibt sich aus den Darstellungen der Fig.
9 und 10, welche einmal den kompletten Verschluß in der Draufsicht und zum anderen in der
Seitenansicht zeigen.
Mittels der Verschlußgleitschienen 33 ist dieses Verschlußstück innerhalb dieser verschiebbar,
über den Verschlußsteuerriegel 12 arretierbar und über den Steuerzapfen 11 gleitet dieser
Verschluß in der Steuerkurve 10 während der Funktion der Waffe.
Der Verschluß besitzt, wie in den genannten Figuren dargestellt, den nach oben vorstehenden
Steuerzapfen 11 und drei am vorderen Ende des Verschlußkopfes 6 seitlich vorstehenden
Verriegelungszapfen 9 und einen, durch eine von der Innenfläche des hinteren Teiles des
Waffenlaufes 23 vorstehenden Verriegelungszapfen 39 mit einem ausgebildeten Hohlraum 40,
welche zur Verriegelung des Verschlusses in der Verschließlage führen.
Oberhalb besitzt der Verschlußträger 4 die Steuerkurve 10, in welcher der vom Verschluß
vorstehende Steuerzapfen 11 eingreift. Der in einer durchgehenden Axialbohrung des
Verschlußkopfes 6 einsetzbare Schlagbolzen 13 ist verschiebbar gelagert, welcher an seinem
hinteren Ende einen vorstehenden Rand aufweist. Die Betätigung des gesamten Systems
erfolgt von Hand über das Verschieben des Verladehebels 5.
Die einzelnen Positionen und Anordnungen des Verschlußsystems ergeben sich aus den
Fig. 11 bis 16, wobei die Fig. 11 zeigt, wie die Verriegelungszapfen 9 in den Hohlraum 14
hinter den Verriegelungszapfen 39 zum Anliegen kommen.
Im geöffneten Zustand ist das Verschlußsystem in seiner hinteren Position, das heißt der
Verschlußkopf mit dem gesamten System ist aus dem Hohlraum 40 in seine Endlage
zurückverschoben worden, was über die vorgesehenen Federn 35, 34 erfolgt.
In ähnlicher Weise ist die Anordnung des gesamten Verschlußsystems in geöffneter oder
geschlossener Position, speziell in den Fig. 13 bis 16 gezeigt.
Durch die Anordnung und Betätigung des Verschlußsteuerriegels 12 wird verhindert, daß das
gesamte Verschlußsystem während der Funktion verdreht werden kann, indem der
Verschlußkopfsteuerriegel 12 in der Steuerkurve 36 zum Auf- und Absenken bewegt wird.
Durch dieses vorgestellte erfindungsgemäße Verschlußsystem ist es möglich geworden, die
Länge und das Gewicht der Waffe zu reduzieren, was sich sehr vorteilhaft auf die Handhabung
der Waffe auswirkt.
Claims (5)
1. Verschlußsystem für eine Schußwaffe mit einem Gasantrieb zur schußabhängigen
Betätigung einer Schußeinrichtung, einem unterhalb des Waffenlaufes vorgesehenem
Druckladersystems, welches achsparallel zum Waffenlauf vorgesehen ist, das
Druckladersystem in einem Druckzylinder geführt und über ein Gasüberströmblock
mit dem Waffenlauf verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gasdruckladersystem mit einem Verschlußsystem in Verbindung steht, das über
einen verkürzt gestalteten Verschlußträger (4) verschlossen und in Gleitschienen (37)
verschiebbar gelagert ist, wobei das Verschlußsystem aus dem Verschlußträger (4) mit
einem Verschlußkopf (6) besteht, dem ein Verriegelungszapfen (9), ein
Patronenauszieher (8) und ein Verschlußsteuerriegel (12) zugeordnet sind und der
Verschlußkopf (6) über die Verriegelungszapfen (9) mit einem Hohlraum (40) in
Wirkverbindung steht.
2. Verschlußsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
im geschlossenen Zustand des Verschlußsystems die Verriegelungszapfen (9) des
Verschlußkopfes (6) die Verriegelungszapfen (39) hintergreifen und im Hohlraum (40)
eingelagert sind.
3. Verschlußsystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
im Verschlußkopf (6) vorzugsweise zwei Patronenauszieher (8) und drei
Verriegelungszapfen (9) angeordnet sind.
4. Verschlußsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verschlußträger (4) eine Steuerkurve (10) besitzt, in der ein Verschlußsteuerriegel
(12) führend gelagert und der Verschlußträger (4) mit einem keilförmigen Steuerstollen
(14) ausgebildet ist.
5. Verschlußsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
dem Verschlußträger (4) eine verkürzt ausgebildete Verschlußverkleidung (7)
zugeordnet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19726032A DE19726032A1 (de) | 1996-06-21 | 1997-06-19 | Verschlußsystem für eine Schußwaffe-MKM 88 |
| DE29723945U DE29723945U1 (de) | 1996-06-21 | 1997-06-19 | Verschlußsystem für eine Schußwaffe-MKM 88 |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19624775 | 1996-06-21 | ||
| DE19726032A DE19726032A1 (de) | 1996-06-21 | 1997-06-19 | Verschlußsystem für eine Schußwaffe-MKM 88 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19726032A1 true DE19726032A1 (de) | 1998-01-15 |
Family
ID=7797569
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19726032A Ceased DE19726032A1 (de) | 1996-06-21 | 1997-06-19 | Verschlußsystem für eine Schußwaffe-MKM 88 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19726032A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2192595C1 (ru) * | 2001-08-13 | 2002-11-10 | Ижевский механический завод | Механизм регулировки потока газов автоматического оружия |
| RU2198367C2 (ru) * | 1999-10-11 | 2003-02-10 | Горянин Владимир Николаевич | Автоматика стрелковой системы "праща" |
| RU2249168C1 (ru) * | 2003-06-24 | 2005-03-27 | Федеральное государственное унитарное предприятие "Ижевский механический завод" | Дробовое ружье с отводом газов |
| DE102010009426A1 (de) | 2010-02-26 | 2011-09-01 | Heckler & Koch Gmbh | Verschlussführungseinrichtung für eine Verschlussanordnung und Schnellfeuerwaffe mit einer Verschlussführungseinrichtung |
-
1997
- 1997-06-19 DE DE19726032A patent/DE19726032A1/de not_active Ceased
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| WO2011103979A1 (de) | 2010-02-26 | 2011-09-01 | Heckler & Koch Gmbh | Verschlussführungseinrichtung für eine verschlussanordnung und schnellfeuerwaffe mit einer verschlussführungseinrichtung |
| US8459165B2 (en) | 2010-02-26 | 2013-06-11 | Heckler & Koch Gmbh | Breech guides for use with breech assemblies and firearms including such breech guides |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection |