DE19728863C2 - Verbindungselement zur Befestigung abnehmbarer Zahnprothesen - Google Patents

Verbindungselement zur Befestigung abnehmbarer Zahnprothesen

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DE19728863C2 DE1997128863 DE19728863A DE19728863C2 DE 19728863 C2 DE19728863 C2 DE 19728863C2 DE 1997128863 DE1997128863 DE 1997128863 DE 19728863 A DE19728863 A DE 19728863A DE 19728863 C2 DE19728863 C2 DE 19728863C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verbindungselement zur Befestigung abnehmbarer Zahnprothesen an Zahnkronen oder Zahnimplantaten mit einem Riegel, der in eine in die Zahnkrone oder das Zahn­ implantat oder ein an die Zahnkrone oder das Zahnimplantat angeformtes Element eingebrachte Nut oder in einen dort be­ findlichen Unterschnitt einführbar und durch Betätigen eines Druckknopfs gegen die Kraft einer Feder wieder aus der Nut oder dem Unterschnitt entfernbar ist.
Zur Befestigung abnehmbarer Prothesen an überkronten Zähnen oder Zahnimplantaten werden entweder aktive oder passive Verbindungselemente eingesetzt. Bei den aktiven Verbindungs­ elementen wird die Prothese durch Reibschluß oder durch das Einrasten eines federnden Elements mit der Zahnkrone oder dem Zahnimplantat verbunden. Bei Abnahme der Prothese muß die Reibungskraft oder die Federkraft überwunden werden. Die aktiven Verbindungselemente haben den Nachteil, daß im Laufe der Zeit die Reibungskraft aufgrund der Abnützung oder die Federkraft aufgrund der Federermüdung nachlassen kann, so daß der Prothesenhalt nicht mehr gewährleistet ist. Außerdem kann es bei aktiven Verbindungselementen zu Schädigungen von parodontal schwachen Restzähnen oder von Implantaten kommen, wenn die Abzugskraft der Prothese nicht genau definiert ist. Passive Verbindungselemente vermeiden diese Nachteile. Hier wird der Prothesenhalt durch einen reinen Formschluß mittels einer Riegelvorrichtung erzielt. Die herkömmlichen zahntechni­ schen Riegelformen sind Drehriegel, Schwenkriegel und Steck- bzw. Schubriegel. Der Riegel muß vor Abnahme der Prothese vom Patienten geöffnet werden. Hierzu muß er in der Regel mit dem Fingernagel in eine Nut greifen. Das hierzu erforderliche manuelle Geschick ist jedoch nicht bei jedem Patienten gege­ ben. Es wurden daher auch schon passive Verbindungselemente vorgeschlagen, bei denen der Riegelmechanismus durch Drücken eines Druckknopfs geöffnet werden kann. Die bisher bekannten Lösungen haben jedoch den Nachteil, daß der Druckknopf während der Abnahme der Prothese gedrückt bleiben muß, was wieder manuelle Schwierigkeiten verursachen kann.
Die DE 196 24 349 A1 zeigt eine Zahnprothesenbefestigung mit einem federbelasteten Riegel, der mittels eines Handhebels aus seiner Verriegelungsstellung lösbar ist. Der Handhebel muß jedoch auch hier während der Abnahme der Prothese betätigt bleiben, damit die Prothese abgenommen werden kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zahnprothesenbefestigung zu schaffen, die einen zuverlässigen Halt der Prothese garantiert und manuell auf einfache Weise zu lösen ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die vorliegende Erfindung ein Verbindungselement der eingangs genannten Art vor, das erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß eine Arretier­ vorrichtung für den Riegel vorgesehen ist, die diesen, nachdem er durch die Betätigung des Druckknopfs aus der zugehörigen Nut oder dem zugehörigen Unterschnitt herausbewegt wurde, gegen die Federkraft festhält und ihn bei der Abnahme der Zahnprothese wieder freigibt. Die Arretiervorrichtung ist also nur kurzzeitig wirksam, so daß sich der Patient nicht um die anschließende Freigabe des Riegels kümmern muß. Ebenso wird bei Abnahme der Prothese der Druckknopf wieder zurückgesetzt. Zweckmäßigerweise kann der Riegel unmittelbar mit dem Druck­ knopf verbunden sein. Hierdurch ist eine sichere Führung des Riegels durch den Druckknopf gewährleistet. Der Riegel kann jedoch auch mit der Arretiervorrichtung verbunden sein oder ein eigenständiges Teil bilden. Die Nut oder der Unterschnitt kann an oder unter einem Fortsatz einer Zahnkrone (auch einer Teleskopkrone) bzw. eines Zahnimplantats, der als Stegfortsatz ("Stummelsteg") ausgebildet sein kann, oder an einen Steg, welcher zwei oder mehrere Zahnkronen bzw. Zahnimplantate miteinander verbindet, angebracht sein. Der Stegfortsatz oder Steg kann zur besseren Führung geschiebeartig ausgebildet sein. Zur Einführung des Riegels in die Nut oder den Unter­ schnitt ist vorteilhafterweise eine abgeschrägte Fläche vor­ gesehen, entlang der der Riegel entgegen der Kraft der Feder bis zum Erreichen der Nut oder des Unterschnitts gleitet, wenn die Zahnprothese eingesetzt wird. Sobald der Riegel die Nut oder den Unterschnitt erreicht hat, wird er von der Feder in die Nut oder den Unterschnitt eingedrückt. Sowohl für den Rie­ gelmechanismus als auch für die Arretiervorrichtung sind eine Fülle von konstruktiven Lösungen denkbar. Die Arretiervor­ richtung kann von einem am Riegel bzw. dem mit ihm verbundenen Druckknopf oder außerhalb von ihm verschwenk- oder verschieb­ bar gelagerten Element gebildet sein, das mit einer oder mehreren Anschlag- oder Steuerflächen zusammenwirkt. Ferner kann der Riegel so beweglich gelagert sein, daß er durch Zusammenwirken mit Anschlag- oder Steuerflächen selbst seine Arretierung bewirkt. Die beweglichen Bauteile können zweckmä­ ßigerweise in einem Gehäuse geführt sein, wobei das Gehäuse durch Kleben, Löten oder Schweißen mit der abnehmbaren Zahn­ prothese verbunden sein kann.
Im folgenden werden einige der konstruktiven Möglichkeiten Van Riegelelementen und Arretiervorrichtungen mit Bezug auf die Zeichnungen näher beschrieben. Das an der Zahnkrone oder am Zahnimplantat angebrachte Element wurde beispielhaft als Steg­ fortsatz, welcher geschiebeartig ausgebildet ist, gezeichnet. Analoge Konstruktionen sind natürlich z. B. auch bei Stegen möglich. Je nach Lage des Druckknopfs sollen immer zwei spie­ gelbildliche Versionen verfügbar sein. Bis auf den Stegfort­ satz sind die Bauteile so entworfen, daß durch einfachen Umbau immer beide spiegelbildliche Versionen hergestellt werden können. Es können aber auch für beide spiegelbildliche Ver­ sionen spiegelbildliche Einzelbauteile entworfen werden. Die dargestellten Konstruktionen sind lediglich beispielhaft. Von den gezeigten Konstruktionen abweichende Lösungen sind jeder­ zeit möglich und vom Schutzumfang der Erfindung mitumfaßt.
Im einzelnen zeigen:
Fig. 1 einen zentralen Längsschnitt durch ein erstes Verbindungselement;
Fig. 2 eine Schnittansicht entlang der Linie II-II durch das Verbindungselement aus Fig. 1 in Verriegelungsstellung;
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Schnittdarstel­ lung des Verbindungselements in Entriege­ lungsstellung;
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV durch das Verbindungselement aus Fig. 1;
Fig. 5 einen zentralen Längsschnitt durch ein zwei­ tes Verbindungselement;
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI durch das Verbindungselement aus Fig. 5 in Verrie­ gelungsstellung;
Fig. 7 eine der Fig. 6 entsprechende Schnittdarstel­ lung bei Entriegelungsstellung des Verbin­ dungselements;
Fig. 8 eine Schnittdarstellung entlang der Linie VIII-VIII des Verbindungselements aus Fig. 5;
Fig. 9 einen zentralen Längsschnitt durch ein drit­ tes Verbindungselement;
Fig. 10 einen Schnitt entlang der Linie X-X durch das Verbindungselement aus Fig. 9 in Verrie­ gelungsstellung;
Fig. 11 eine der Fig. 10 entsprechende Schnittdar­ stellung in Entriegelungsstellung des Verbin­ dungselements;
Fig. 12 einen Schnitt entlang der Linie XII-XII durch das Verbindungselement auf Fig. 9;
Fig. 13 einen zentralen Längsschnitt durch ein vier­ tes Verbindungselement;
Fig. 14 einen Schnitt entlang der Linie XIV-XIV durch das Verbindungselement in Fig. 13 in Verriegelungsstellung;
Fig. 15 eine der Fig. 14 entsprechende Schnittdar­ stellung bei Entriegelungsstellung des Ver­ bindungselements;
Fig. 16 einen Schnitt entlang der Linie XVI-XVI durch das Verbindungselement aus Fig. 13;
Fig. 17 einen zentralen Längsschnitt durch ein fünf­ tes Verbindungselement;
Fig. 18 einen Schnitt entlang der Linie XVIII-XVIII durch das Verbindungselement aus Fig. 17 in Verriegelungsstellung;
Fig. 19 eine der Fig. 18 entsprechende Schnittdar­ stellung bei Entriegelungsstellung des Ver­ bindungselements;
Fig. 20 einen Schnitt entlang der Linie XX-XX durch das Verbindungselement aus Fig. 17;
Fig. 21 einen zentralen Längsschnitt durch ein sech­ stes Verbindungselement;
Fig. 22 einen Schnitt entlang der Linie XXII-XXII durch das Verbindungselement aus Fig. 21 in Verriegelungsstellung;
Fig. 23 eine der Fig. 22 entsprechende Schnittdar­ stellung bei Entriegelungsstellung des Ver­ bindungselements;
Fig. 24 einen Schnitt entlang der Linie XXIV-XXIV durch das Verbindungselement aus Fig. 21.
Fig. 1 zeigt ein Verbindungselement 10 mit einem aus zwei Teilen G1, G2 bestehenden Gehäuse. Die beiden Gehäuseteile G1 und G2 sind mit einer Schraube Sch miteinander verbunden. Mit K ist eine Zahnkrone oder ein Zahn implantat bezeichnet, an der oder dem ein Stegfortsatz 11 angeformt ist. Der Stegfort­ satz 11 weist eine Nut 12 auf, in die ein Riegelelement R eingeführt ist. Wie dem Horizontalschnitt in Fig. 4 zu entneh­ men ist, ist der Riegel R fest mit dem in den Fig. 2 bis 4 dargestellten Druckknopf D verbunden. Es ist außerdem eine Arretiervorrichtung A vorgesehen, die das Riegelelement R sowie den Druckknopf D nach Betätigen in seiner Lage arre­ tiert. Der Druckknopf D stützt sich über eine Feder F und einen Bolzen B am Gehäuseteil G2 ab.
Fig. 2 zeigt im Horizontalschnitt die Verriegelungsstellung des Verbindungselements 10. Die Arretiervorrichtung A, die oben am Druckknopf D liegt, ist drehbar mit diesem verbunden. Sie weist einen quer zur Längsachse des Druckknopfs D abste­ henden Fortsatz 13 auf. Beim Drücken des Druckknopfs D in Pfeilrichtung stößt dieser Fortsatz 13 gegen eine Anschlagflä­ che 14 im Gehäuseteil G2. Hierdurch wird die Arretiervorrich­ tung A in Rotation versetzt. Ihr Hauptteil 15 schwenkt gegen den Stegfortsatz 11 der Krone K. Wird der Druckknopf D an­ schließend wieder losgelassen, so stößt der Hauptteil 15 der Arretiervorrichtung A gegen ein entsprechendes Widerlager 17 am Stegfortsatz 11. Der Druckknopf D bleibt also in seiner eingedrückten Stellung festgehalten. Beim Eindrücken des Druckknopfs D bewegt sich der Riegel R aus der Nut 12 heraus, so daß das Verbindungsteil und die Zahnprothese, an der es befestigt ist, vom Stegfortsatz 11 der Krone K gelöst werden kann. Sobald das Verbindungselement 10 vom Stegfortsatz 11 abgenommen ist, entfällt das Widerlager 17 für den Haupt­ teil 15 der Arretiervorrichtung, so daß die Feder F den Druck­ knopf D wieder zurückbewegen kann. Der quer zur Längsachse des Druckknopfs D abstehende Teil 13 der Arretiervorrichtung A stößt nun gegen einen Sicherungsteil S, der die beweglichen Teile gegen ein Herausfallen aus dem Gehäuse G1, G2 sichert, wodurch die Arretiervorrichtung A in die Ausgangslage zurück­ schwenkt. Beim Eingliedern der Zahnprothese gleitet der Rie­ gel R auf einer nicht näher dargestellten, schräg zur Ein­ setzrichtung liegenden Ebene. Diese schräge Ebene wird durch zwei Schrägflächen am Stegfortsatz 11 oberhalb der Nut 12 und an der Unterseite des Riegels R gebildet. Es kann aber auch nur eine Schrägfläche vorhanden sein. Beim Einsetzen der Prothese wird so der Druckknopf D gegen die Feder F bewegt. Sobald die Prothese ihre Endposition erreicht, drückt die Kraft der Feder F den Druckknopf D zurück. Der Riegel R liegt nun in der Nut 12 und sichert die Prothese gegen Abzug. Zu Reparaturzwecken kann die Sicherung S entfernt und die be­ weglichen Teile dem Gehäuse G1, G2 entnommen werden.
Die Fig. 5 bis 8 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel eines Verbindungselements 20, das ebenfalls wieder ein zwei­ teiliges Gehäuse G1, G2 aufweist. Wie Fig. 8 zeigt, ist auch hier der Druckknopf D über eine Feder F und einen Bolzen B mit dem Gehäuseteil G2 verbunden. Der fest mit dem Druckknopf D verbundene Riegel R rastet wieder in eine Nut 22 eines Steg­ fortsatzes 21 der Krone K ein. Die Arretiervorrichtung A ist hier jedoch nicht drehbar am Druckknopf D sondern quer ver­ schiebbar geführt. Beim Druck auf den Druckknopf D stößt die Arretiervorrichtung A an eine Anschlagfläche 23 des Gehäuse­ teils G2 (vergl. Fig. 6). Hierdurch wird der Arretierungs­ teil A nach links verschoben. Beim Loslassen des Druckknopfs D stößt die Arretiervorrichtung damit gegen einen Vorsprung 24 des Stegfortsatzes 21 (Fig. 7), wodurch der Druckknopf D zusammen mit dem Riegel R eingedrückt bleibt, bis das gesamte Verbindungselement 20 über das Ende des Stegfortsatzes 21 abgezogen ist. Die Arretiervorrichtung A verliert dann das durch den Vorsprung 24 gebildete Widerlager, wodurch der Druckknopf D mit dem Riegel R durch die Kraft der Feder F wieder nach außen gedrückt wird. Die Arretiervorrichtung A stößt dabei derart gegen eine Anschlagsfläche des Sicherungs­ teils S, daß sie wieder nach rechts zurückversetzt wird. Der Sicherungsteil S sichert die beweglichen Teile gegen Heraus­ fallen. Zu Reparaturzwecken kann er entfernt und die bewegli­ chen Teile herausgenommen werden.
Das in den Fig. 9 bis 12 gezeigte Verbindungselement 30 weist eine Arretiervorrichtung A auf, die gleichzeitig den Riegel R bildet und unten verschiebbar am Druckknopf D gela­ gert ist. Beim Druck auf den Druckknopf D zur Abnahme der Prothese wird der Riegel R zuerst aus einer Nut 32 in einem Stegfortsatz 31 der Krone K herausbewegt (Fig. 9). Danach stößt die quer zum Druckknopf D bewegliche Riegel/Arretier­ vorrichtung R/A mit ihrer vom Stegfortsatz 31 abgewandten Seite gegen eine Anschlagfläche 33 des Gehäuseteils G2 (Fig. 10), wodurch er in Richtung auf den Stegfortsatz 31 bewegt wird (Fig. 11). In dieser Stellung bildet wieder ein Vorsprung 34 des Stegfortsatzes 31 einen Anschlag für die Riegel/Arretiervorrichtung R/A. Dieser Vorsprung 34 ist solan­ ge wirksam, bis die Prothese und damit das Verbindungsele­ ment 30 vom Stegfortsatz 31 abgezogen ist. Anschließend kann der Druckknopf D wieder in die Ausgangsstellung zurückschnap­ pen, wobei auch die Riegel/Arretiervorrichtung R/A wieder zurückgesetzt wird. Eine Demontage zu Reparaturzwecken kann erfolgen, nachdem die Schraube Sch und der in Fig. 9 sicht­ bare, basal liegende Sicherungsteil S entfernt werden. Die Riegel/Arretiervorrichtung R/A kann danach basal entnommen und der Druckknopf D herausgezogen werden.
Das in den Fig. 13 bis 16 gezeigte Verbindungselement 40 weist ein Riegelelement R auf, das einteilig mit dem Druck­ knopf D verbunden ist (Fig. 16). Die Arretiervorrichtung A ist unterhalb des Druckknopfs D und senkrecht zur Achse des Druck­ knopfs D verschiebbar geführt. Die Arretiervorrichtung weist einen nach oben abstehenden Fortsatz 41 auf (Fig. 13), der in eine Ausnehmung 42 des Druckknopfs D eingreift (Fig. 14, 15). Beim Druck auf den Druckknopf D stößt der Druck­ knopf D gegen den Fortsatz 41 des Arretierteils A, wodurch dieser entlang der Anschlagsfläche 43 der Ausnehmung 42 in Richtung auf den Stegfortsatz 44 der Krone K bewegt wird (Fig. 15). Beim Loslassen des Druckknopfs D bewegt die Feder F den Druckknopf D zunächst zurück, bis er mit einer Anschlag­ fläche 45 (Fig. 15) auf den Fortsatz 41 des Arretierteils A trifft. Bei Abnahme der Prothese wird das Arretierteil A durch eine in Fig. 13 ersichtliche Führungsfläche 46 des Stegfort­ satzes 44 vom Stegfortsatz 44 weggedrückt und gibt dann den Druckknopf D wieder frei, der anschließend durch die Kraft der Feder F nach außen gedrückt wird. Wird der Druckknopf D bei herausgenommener Prothese gedrückt, wird er ebenfalls arre­ tiert. In diesem Fall wird die Arretiervorrichtung A beim Einsetzen der Prothese durch eine weitere, aus Fig. 13 er­ sichtliche Führungsfläche 47 am Stegfortsatz 44 zurückbewegt, so daß die Feder F den Druckknopf D wieder nach außen bewegt. Eine Demontage der beweglichen Teile zu Reparaturzwecken kann nach Entfernung der Schraube Sch erfolgen.
Die Fig. 17 bis 20 zeigen ein Verbindungselement 50 mit einer Arretiervorrichtung A, die einteilig mit dem Druck­ knopf D ausgebildet ist (Fig. 18). Der Riegel R ist verschieb­ bar im Gehäuseteil G1/G2 gelagert und von einer Feder F beauf­ schlagt. In der in Fig. 17 gezeigten Verriegelungsstellung ist er in eine Nut 52 des Stegfortsatzes 51 der Krone K einge­ führt. Wird der Druckknopf D gedrückt, stößt das Arretierungs­ teil A mit einer Anschlagfläche 53 (Fig. 19) gegen den Rie­ gel R und schiebt diesen dadurch entgegen der Kraft der Fe­ der F weiter in das Gehäuse G1/G2. Hierdurch wird der Riegel R aus der Nut 52 entfernt und von einer weiteren Anschlagflä­ che 54 des Arretierungsteils A (Fig. 18) in der nach außen gedrückten Position festgehalten (vergl. Fig. 19). Bei Abnahme der Prothese tritt das Druckknopfteil D in Kontakt mit dem Stegfortsatz 51 und wird durch eine in Fig. 20 sichtbare schräge Fläche 55 wieder zurückbewegt. Der Riegel R wird wieder freigegeben. Wird der Druckknopf D bei herausgenommener Prothese gedrückt, wird das Riegelteil R ebenfalls arretiert. In diesem Fall wird die Arretiervorrichtung A beim Einsetzen der Prothese infolge einer zweiten, in Fig. 20 sichtbaren schrägen Ebene 56 des Stegfortsatzes 51 gelöst, in dem der Druckknopf D ebenfalls zurückbewegt wird. Der Riegel R wird bei Eingliederung der Prothese über eine in Fig. 17 sichtbare schräge Ebene 57 gegen die Feder F bewegt, um in der Endposi­ tion wieder durch die Feder F in die Nut 52 des Stegfort­ satzes 51 gedrückt zu werden. Wenn man mit einem geeigneten Instrument den Riegel R weiter gegen die Feder F drückt, kann der Druckknopf D zu Reparaturzwecken herausgezogen werden.
Das in den Fig. 21 bis 24 gezeigte Verbindungselement 60 weist ein einteilig mit dem Druckknopf D verbundenes Riegel­ element R (Fig. 22, 23) sowie eine unterhalb des Druckknopfs D senkrecht zu dessen Achse verschiebbar gelagerte Arretiervor­ richtung A (Fig. 21) auf. Ein nach oben abstehender Fort­ satz 61 (Fig. 21) greift in den flacheren Teil 62 einer Aus­ nehmung des Druckknopfs D ein (Fig. 22). Beim Druck auf den Druckknopf D wird dieser gegen eine Feder F1 bewegt. Am End­ punkt dieser Bewegung liegt der tiefere Teil 63 der Ausnehmung des Druckknopfs D genau gegenüber dem Fortsatz 61 des Arre­ tierungsteils A. Dieser wird nun durch eine Feder F2 in diesen tieferen Teil 63 der Ausnehmung des Druckknopfs D hineinge­ drückt. Nach Loslassen stößt der Druckknopf D mit einer An­ schlagsfläche 65 auf den Fortsatz 61 des Arretierungsteils A, wodurch Druckknopf D und Riegel R arretiert werden (Fig. 23). Bei Abnahme der Prothese wird die Arretiervorrichtung A durch eine in Fig. 21 ersichtliche Führungsfläche 66 des Stegfort­ satzes 64 gegen die Feder F2 gedrückt, wodurch sie den Druck­ knopf D wieder freigibt, der dann durch die Feder F1 zurückbe­ wegt wird. Wenn der Druckknopf bei herausgenommener Prothese gedrückt wurde, bewegt bei Eingliederung der Prothese eine weitere aus Fig. 21 ersichtliche Führungsfläche 67 die Arre­ tiervorrichtung wieder gegen die Feder F2, wobei der Druck­ knopf D ebenfalls freigegeben wird. Bei Abnahme der Prothese muß bei diesem Verbindungselement durch die Bewegung der Arretiervorrichtung A gegen die Feder F2 eine definierte Abzugskraft überwunden werden. Dies bietet eine zusätzliche Sicherheit gegen ein Lösen der Prothese, wenn beispielsweise nach Ermüdung der Feder F1 der Druckknopf D beim Kauen durch einen harten Bestandteil der Speise unbeabsichtigt gedrückt wurde. Dies kann insbesondere bei einseitigen Freiendprothesen von Vorteil sein. Wenn man mit einem geeigneten Instrument die Arretiervorrichtung A weiter gegen die Feder F2 drückt, kann der Druckknopf D zu Reparaturzwecken herausgezogen werden.

Claims (11)

1. Verbindungselement zur Befestigung abnehmbarer Zahnprothe­ sen an Zahnkronen oder Zahnimplantaten mit einem Riegel, der in eine in die Zahnkrone oder das Zahnimplantat oder ein an die Zahnkrone oder das Zahnimplantat angeformtes Element eingebrachte Nut oder in einen dort befindlichen Unterschnitt einführbar und durch Betätigen eines Druck­ knopfs gegen die Kraft einer Feder wieder aus der Nut oder dem Unterschnitt entfernbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Arretiervorrichtung (A) für den Riegel (R) vor­ gesehen ist, die diesen, nachdem er durch die Betätigung des Druckknopfs (D) aus der zugehörigen Nut oder dem zu­ gehörigen Unterschnitt herausbewegt wurde, gegen die Fe­ derkraft festhält und ihn bei der Abnahme der Zahnprothese wieder freigibt.
2. Verbindungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß der Druckknopf (D) unmittelbar mit dem Riegel (R) verbunden ist.
3. Verbindungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß der Riegel (R) mit der Arretiervorrichtung (A) verbunden ist.
4. Verbindungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß der Druckknopf (D) mit der Arretiervorrich­ tung (A) verbunden ist.
5. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da­ durch gekennzeichnet, daß die Nut (12, 22, 32, 52) in einen Stegfortsatz (11, 21, 31, 44, 51, 64) der Zahnkro­ ne (K) oder des Zahnimplantate eingeformt ist oder daß der Riegel (R) in einem Unterschnitt unterhalb des Stegfort­ satzes (11, 21, 31, 51) liegt.
6. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da­ durch gekennzeichnet, daß die Nut (12, 22, 32, 52) oder der Unterschnitt in einem Steg liegt, welcher zwei oder mehrere Zahnkronen (K) bzw. Zahnimplantate miteinander verbindet.
7. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da­ durch gekennzeichnet, daß der Stegfortsatz (11, 21, 31, 44, 51, 64) oder der Steg geschiebeartig ausgebildet ist.
8. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da­ durch gekennzeichnet, daß zur Einführung des Riegels (R) in die Nut (12, 22, 32, 52) oder den Unterschnitt eine abgeschrägte Fläche (57) vorgesehen ist, entlang der der Riegel (R) entgegen der Kraft der Feder (F) bis zum Errei­ chen der Nut (51) oder des Unterschnitts gleitet, wenn die Zahnprothese eingesetzt wird.
9. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da­ durch gekennzeichnet, daß die Arretiervorrichtung (A) von einem am Druckknopf (D) oder im Gehäuse (G1/G2) verschwenk- oder verschiebbar gelagerten oder mit dem Druckknopf D direkt verbundenen Element gebildet wird, das mit einer oder mehreren Anschlag- oder Steuerflächen (14, 17; 23, 24; 33, 34; 43, 53, 45, 65) zusammenwirkt.
10. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da­ durch gekennzeichnet, daß die beweglichen Bauteile (D, R, A, F) in einem Gehäuse (G1, G2) geführt sind.
11. Verbindungselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich­ net, daß das Gehäuse (G1, G2) durch Kleben, Löten oder Schweißen mit der abnehmbaren Zahnprothese verbunden ist.
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