DE19731698A1 - Verfahren zur Einfärbung von Baustoffen und Asphalt - Google Patents
Verfahren zur Einfärbung von Baustoffen und AsphaltInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Verfahren zur Einfärbung von Baustoffen und
Asphalt durch Pigmentgranulate. Spezieller betrifft die Erfindung
solche Verfahren zur Einfärbung von Beton durch Pigmentgranulate,
die anorganische Pigmente wie Eisenoxidpigmente enthalten.
Zur Einfärbung von Baustoffen wie zum Beispiel Beton werden
gegenwärtig überwiegend anorganische Pigmente, insbesondere auf
der Basis verschiedener Eisenoxide eingesetzt. Granulate haben
gegenüber Pulvern und Pasten sehr erhebliche Vorteile, insbeson
dere bei der Handhabung, aber auch bei der Vermeidung von Staub
und dergleichen.
Aus der DE-A1 29 08 202 ist es bekannt, wasserhaltige Kohlen
stoffpräparate (mit 30% bis 80% Wasser) als Perlgranulate zum
Färben in der Zementindustrie einzusetzen. Diese Technik ist für
andere Pigmente nicht verwendbar, und Granulate mit solchen
Wassergehalten sind grundsätzlich nachteilig.
Aus der DE-A1 29 40 156 ist es bekannt, Pigmente zusammen mit
Bindemitteln durch Sprühgranulation zu granulieren. Die so
erzeugten Pigmentgranulate finden Einsatz für die Herstellung von
Farbtinten, die Färbung von Kunststoffen, Lacken und dergleichen.
Ein Bezug zur Einfärbung von Baustoffen, Asphalt und dergleichen
besteht nicht.
Aus der EP-A2 0 191 278 sind Farbgranulate mit über 5 Gew.-% bis
zu 50 Gew.-% Wasser bekannt. Gemäß dieser technischen Lehre sind
Granulate mit geringeren Wassergehalten für Baustoffe nicht
brauchbar.
In der DE-A1 36 19 363 sind zum erstenmal für die Färbung von
Baustoffen brauchbare Pigmentgranulate beschrieben worden, die
andere Pigmente als Kohlenstoff umfassen können. Nach diesem Stand
der Technik werden Mikrogranulate aus solchen Pigmenten durch Ver
mischung mit Bindemitteln und nachfolgende Sprühtrockung erzeugt.
Bei den Bindemitteln handelt es sich im wesentlichen um organische
Bindemittel, wie zum Beispiel Ligninsulfonat. Diese Granulate
haben kommerziellen Erfolg.
In der DE-A1 39 18 694 sind Mikrogranulate ohne organische Binde
mittel vorgeschlagen worden. Hier werden als Bindemittel anorgani
sche Verbindungen, insbesondere Oxide und/oder Hydroxide und ent
sprechende Hydrate verwendet. Solche Produkte sind in der Praxis
oft nicht unproblematisch und führen zu unvollständiger Dispergie
rung beim Einarbeiten in Beton und dergleichen.
Die EP-A1 0 567 882 beschreibt Aufbau-, Kompaktierungs- und
Sprühgranulate mit Bindemitteln wie insbesondere Maschinenöl,
Wachs, Paraffin und dergleichen, die zum Färben von Asphalt dienen
sollen. Zusätzlich zu den Bindemitteln sollen Stoffe wie Lignin
sulfonat, Melasse, Stärke und dergleichen eingesetzt werden kön
nen. Stoffe wie Ligninsulfonat lassen sich alleine, gemäß dieser
Offenbarung, als Bindemittel nicht verwenden.
Aus der EP-A1 0 650 939 ist es bekannt, Eisenoxidpigmente mit
Bindemitteln unter Vermeidung von wesentlichen Preßdrucken zu
kompaktieren, wobei Linienkräfte von 15 kN/cm nicht überschritten
und Dichten zwischen 0,5 g/cm3 und 3 g/cm3 eingestellt werden
sollen. Diese leicht kompaktierten Pulverprodukte werden dann zu
Keimen und Pulver geschrotet, und es schließt sich eine Aufbau
granulierung herkömmlicher Art an. Der Kompaktierungsschritt
scheint nach den experimentellen Angaben in dieser Veröffentli
chung keinen wesentlichen Einfluß zu haben; es handelt sich
grundsätzlich um eine herkömmliche Aufbaugranulierung. Als
Bindemittel werden anorganische oder organische Stoffe, haupt
sächlich Öle und dergleichen eingesetzt.
Aus der EP-A1 0 657 511 ist es bekannt, Pigmentgranulate mit
Laktose als Bindemittel durch Sprühtrocknung bei Restfeuchten
unterhalb von 2,5 Gew.-% herzustellen.
Wegen der erheblichen Vorteile, im Vergleich mit Pulvern, Pasten
und dergleichen, werden Granulate seit Jahrzehnten industriell in
größtem Umfang verwendet. Auch für die Verarbeitung von Pigmenten
ist die Granulierung seit langem durchgesetzt.
Jedoch lassen sich Erfahrungen, die mit Pigmentgranulaten in
anderen Gebieten gemacht werden, auf das Färben von Baustoffen,
Asphalt und dergleichen nicht einfach übertragen. In der Praxis
erweisen sich Granulate, die theoretisch fast perfekt geeignet
sein sollten, oft als unzureichend, weil sie nicht alle erforder
lichen Eigenschaften miteinander kombinieren.
So wird zwar oft eine gute Festigkeit des Granulates erreicht, was
dessen Zerstörung bei Verpackung und Transport entgegenwirkt und
die Staubbildung zurückhält; dadurch kann aber auf der anderen
Seite die Dispergierbarkeit beeinträchtigt werden, und es kommt
nicht zu der gewünschten homogenen Färbung und der benötigten
Farbstärkeentwicklung.
Granulate mit sehr guten Farbstärken und leichter Dispergier
barkeit sind andererseits oft zu weich und zerfallen bereits vor
der Einarbeitung in den Baustoff bzw. Asphalt, was zu vermehrter
Staubbildung, zu Rückständen in den Verpackungen, zu verringerter
Fließfähigkeit und entsprechend häufigen Fehldosierungen führen
kann.
Von den grundsätzlich bekannten Verfahren, Preßgranulation einer
seits und Aufbaugranulation andererseits, haben sich daher bisher
nur Aufbaugranulate praktisch durchsetzen können. Es sind bisher
keine praktisch verwendbaren Preßgranulate bekannt geworden.
Von den vielfältigen Möglichkeiten der Aufbaugranulation hat sich
in der Praxis die Sprühgranulation durchgesetzt, während zum Bei
spiel die theoretisch völlig vergleichbare Wirbelbettgranulation
bislang keine brauchbaren Granulate hergegeben hat.
In jüngster Zeit sind Vorschläge bekannt geworden, auf Granulate
ganz zu verzichten und statt dessen beschichtete Pulver zu ver
wenden. Als Beispiel sei die WO 97/20892 genannt. Es bleibt abzu
warten, ob sich auf diese Weise breite Teilchengrößenverteilungen
durch Verklumpungen usw. vermeiden lassen und ob sich solche
beschichteten Pulver verwenden lassen, ohne die Staubprobleme zu
erzeugen, wie sie für den Stand der Technik vor Einführung der
Pigmentgranulate typisch waren.
Es ist eine wesentliche Aufgabe der Erfindung, vor diesem Hinter
grund alternative Verfahren der eingangs genannten Art vorzuschla
gen, die die genannten Nachteile wenigstens teilweise überwinden.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die in den unabhängigen Ansprü
chen definierten Merkmale.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in Unteransprüchen beschrieben.
Ein erster wesentlicher Aspekt der Erfindung beschäftigt sich mit
der Herstellung von Preßgranulaten, die sich für die erfindungs
gemäßen Verfahren eignen.
Gemäß der schon genannten EP 0 650 939 wird das Gemisch aus Pig
ment und Bindemittel leicht kompaktiert, dann aber sofort wieder
pulverisiert, worauf sich eine bekannte Aufbaugranulierung mit
einem herkömmlichen Tellergranulator anschließt. In dieser Vor
veröffentlichung wird hervorgehoben, daß es entscheidend ist, die
Kompaktierung bei geringstmöglichen Drucken durchzuführen, weil
sonst zu sehr verfestigte, nicht mehr ausreichend auflösbare
Granulate entstehen. Dies ist auch tatsächlich der Fall, wenn man
gemäß der Lehre der EP 0 650 939 Öle, Wachse und dergleichen als
Bindemittel verwendet. Dies führt tatsächlich schon bei geringen
Kompaktionsdrucken zu sehr harten Granulaten mit unzureichender
Dispergierung im Baustoff.
Gemäß einem wesentlichen Aspekt der Erfindung wird zur Einfärbung
von Baustoffen und Asphalt ein Pigmentgranulat verwendet, das tat
sächlich ein Preßgranulat ist. Dieses Granulat umfaßt wenigstens
ein pulvriges Pigment, insbesondere ein Eisenoxidpigment, sowie
wenigstens ein Netzmittel, Bindemittel und/oder Sprengmittel, mit
dem das Pigmentpulver vermischt wird. Die Mischung wird dann einem
Kompaktierschritt bei Linienkräften (wie in EP 0 650 939 definiert
und beschrieben) von mehr als 15 kN/cm unterworfen, vorzugsweise
durch die Anwendung eines konventionellen Preßgranulierverfahrens.
Entsprechende Verfahren sind im Stand der Technik beschrieben, und
geeignete Einrichtungen sind im Handel erhältlich. Der Kompaktier
schritt bzw. Preßschritt läßt sich auch mit dem in der
EP 0 650 939 genannten Gerät durchführen, sofern der Preßdruck
entsprechend hoch eingestellt wird.
Die entstehenden Schülpen werden zerkleinert, vorzugsweise durch
Schroten auf einem Siebgranulator. Ahnlich wie im genannten Stand
der Technik wird diese Schrotung so durchgreifend durchgeführt,
daß die Schülpen in kleine Granulatkeime bzw. Pulver zerlegt
werden. Das Zerkleinerungsprodukt kann dann aufgranuliert werden,
insbesondere durch Nachrollen auf einem Drehteller, anderenfalls
auch in einer Drehtrommel, wie im Stand der Technik bekannt. So
entsteht ein Aufbaugranulat, das dann zum Einfärben des Baustoffes
bzw. Asphalts mit diesem vermischt wird.
Das Netzmittel bzw. Bindemittel bzw. Sprengmittel für dieses Gra
nulat wird so gewählt, daß das Aufbaugranulat mit der gewünschten
Dispergierwirkung zerfällt. Insbesondere eignen sich wasserlösli
che Netz- und Bindemittel, wie insbesondere Ligninsulfonat und
dergleichen; es eignen sich weiterhin Bindemittel mit Sprengwir
kung bzw. echte Sprengmittel. Hierbei handelt es sich meist um
stark hydrophile Polymere mit einem entsprechend großen Absorp
tionsvermögen für Wasser, beispielsweise bestimmte Zellulose
derivate, Dextrane, quervernetztes Polyvinylpyrrolidon und der
gleichen. Statt dessen oder zusätzlich können Hydrophilierungs
mittel eingesetzt werden, wie beispielsweise PEG-Fettsäureester
und dergleichen. Auch bestimmte anorganische Bestandteile wie
unter der Einwirkung von Wasser gasbildend reaktive Systeme können
verwendet werden.
Hingegen wird man Trockenbindemittel wie Laktose, Zucker und
dergleichen weniger bevorzugt verwenden.
Die Wahl des Netzmittels, Bindemittels und/oder Sprengmittels
erfolgt so, daß das Preßgranulat ausreichend schnell und aus
reichend vollständig aufgelöst wird. Hier spielen auch die Art des
Pigmentpulvers, der Preßdruck und die Nachbehandlung eine Rolle,
so daß man das jeweils geeignete Gemisch durch entsprechende ein
fache Versuche festlegen wird.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird
für das Einfärben von Baustoffen und Asphalt ein Pigmentgranulat
verwendet, das neben wenigstens einem pulverförmigen Pigment wie
derum wenigstens ein Netzmittel, Bindemittel und/oder Sprengmittel
enthält, wobei auch diese wie vorstehend schon definiert gewählt
werden. Pigmentpulver und Netz-, Binde- bzw. Sprengmittel werden
gründlich vermischt, und die Mischung wird dann einem Kompaktier- oder
Preßschritt unterworfen. In dieser Alternative der Erfindung
kann dieser Verfahrensschritt von einer leichten Kompaktierung,
mit geringfügigsten Linienkräften, bis zu einer echten Verpressung
bei Linienkräften deutlich oberhalb von 15 kN/cm erfolgen. Die so
erhaltenen Schülpen werden unter teilweiser Zerkleinerung granu
liert, insbesondere durch Schroten auf einem Siebgranulator unter
Aufbau eines Granulates. Die verbleibenden Feinanteile werden
abgetrennt; das so erhaltene Granulat kann unmittelbar mit den
Baustoffen vermischt werden.
In einer anderen Ausführungsform dieses Aspektes der Erfindung
wird zur Einfärbung von Baustoffen und Asphalt ein Pigmentgranulat
verwendet, das aus einem Pigmentpulver und wenigstens einem Netz
mittel, Bindemittel und/oder Sprengmittel dadurch erhalten wird,
daß die entsprechende Pulvermischung durch Strangpressen und nach
folgendes Zerteilen pelletisiert wird. Die Pellets werden dann als
fertiges Pigmentgranulat mit den Baustoffen vermischt.
Vorzugsweise wird für das Strangpressen ein Mehrstoffextruder ver
wendet, und um Abrieb beim Abfüllen, Transport und dergleichen zu
vermeiden, werden die so erhaltenen Pellets vorzugsweise mittels
eines Rundungsaggregates abgerundet.
Besonders eignet sich für die Herstellung solcher Strang-Granulate
die Verarbeitung in einer Ringmatritzenpresse, die einen variablen
Schlupf zwischen Ringmatritze und Riffelscheibe aufweist. So kön
nen zylinderförmige Stränge gepreßt werden, die dann in der übli
chen Weise zerkleinert und anschließend im Rundungsaggregat zu
kugelförmigen Granulaten gerundet werden können.
Statt ebener Matritzen läßt sich beim Strangpressen auch eine
Lochwalzeneinrichtung einsetzen, wobei die Preß-Pellets durch
Abstreifung an der Innenseite der Walze anfallen. Auch bei sol
chen, zunächst länglichen Pellets läßt sich durch Nachbearbeitung
im Rundungsaggregat ein kugelförmiges Granulat erzeugen, das
praktisch abriebfrei weiterbehandelt werden kann.
Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung werden Baustoffe und
Asphalt mit Pigmentgranulat eingefärbt, die aus geeigneten
pulvrigen Pigmenten, wiederum insbesondere Eisenoxidpigmenten, und
wenigstens einem Trennmittel erhalten werden. Das Trennmittel kann
anorganisch oder organisch sein; es kann sich beispielsweise um
feinstverteiltes Siliciumdioxid ("Aerosil"), oder auch um ein
organisches Trennmittel wie beispielsweise Talkum handeln. Vor
zugsweise wird man keine hydrophoben Trennmittel verwenden. Pig
mentpulver und Trennmittel werden gemäß diesem Aspekt der Erfin
dung vermischt und brikettiert. Die so erhaltenen Pigmentbriketts
können unmittelbar mit den Baustoffen vermischt werden.
Alternativ kann zum Einfärben ein Produkt verwendet werden, das
aus pulverigem Pigment und einem Netzmittel, Bindemittel und/oder
Sprengmittel der vorstehend schon genannten Art durch Vermischen
und Brikettieren erhalten wird.
Bei beiden vorstehenden Ausführungsformen wird man die Größe der
Briketts so bemessen, daß Zerfallzeiten und Dispersion zum Anwen
dungszweck passend eingestellt sind. Man wird also insbesondere
kleine und nicht zu kompakte Briketts verwenden, also beim
Brikettierschritt den Druck möglichst klein halten.
Ähnlich den hier genannten Brikettierverfahren lassen sich geeig
nete gepreßte Produkte durch Tablettieren herstellen, wobei ent
sprechende Trenn-, Netz-, Binde- und/oder Sprengmittel eingesetzt
werden.
Geht man grundsätzlich von der Preßgranulation zur Aufbaugranula
tion über, gelangt man zu einem anderen Aspekt der Erfindung.
Diesem zufolge werden Baustoffe und Asphalt mit Pigmentgranulaten
eingefärbt, die wiederum aus einem Pigmentpulver, insbesondere
einem anorganischen Pigment wie etwa einem Eisenoxidpigment, und
einem Netzmittel, Bindemittel, Sprengmittel und/oder Trennmittel
erhalten werden. Diese werden gemäß diesem Aspekt der Erfindung
jedoch mit einer Flüssigkeit zu einem fließfähigen Zwischenprodukt
verarbeitet. Bei der Flüssigkeit kann es sich um Wasser oder ein
organisches Lösungsmittel handeln. Die Konsistenz des fließfähigen
Zwischenproduktes wird vorzugsweise pastös eingestellt.
Das Zwischenprodukt wird dann verkleinert und in Form feiner
Tröpfchen getrocknet, beispielsweise durch Kontaktheizung. Die so
erhaltenen Partikel können unmittelbar zum Vermischen mit den
Baustoffen eingesetzt werden.
Bei allen vorgenannten Ausführungsformen der Erfindung können,
erfindungsgemäß, die Handhabung, die Einarbeitung in den Baustoff
bzw. Asphalt, die Dispergiereigenschaften, die Farbdichte und der
gleichen vorteilhaft weiter dadurch beeinflußt werden, daß das
Granulat, vor der Vermischung mit den Baustoffen, oberflächig
behandelt wird. Insbesondere kann das Granulat mit einem Trenn
mittel und/oder einem Netzmittel beschichtet werden. Man wird
diese Mittel so wählen, daß sie nicht zu Verklumpungen und Ver
backungen des Granulats in der Verpackung führen, also nicht etwa
allzu sehr hygroskopisch sind. Andererseits ist eine benetzungs
fördernde Wirkung erwünscht.
Die erfindungsgemäßen Granulate können, soweit es sich nicht um
Briketts, Tabletten oder ähnliche Sonderformen handelt, hinsicht
lich der Granulen-Größe den bekannten Produkten entsprechen. Der
Wassergehalt der Granulate wird vorzugsweise unter 5 Gew.-%, ins
besondere unter 3 Gew.-% liegen. Solche Wassergehalte lassen sich
produktionsseitig ohne weiteres einstellen.
Die Verwendung der Granulate, beim Vermischen mit den Baustoffen
bzw. dem Asphalt, entspricht den bekannten und üblichen Vorgehens
weisen.
Claims (16)
1. Verfahren zur Einfärbung von Baustoffen und Asphalt
durch Pigmentgranulate,
dadurch gekennzeichnet, daß Pigmentpulver mit wenigstens einem
Netzmittel, Bindemittel und/oder Sprengmittel vermischt wird,
diese Mischung einem Kompaktierschritt bei Linienkräften von mehr
als 15 kN/cm unterworfen wird, die dabei entstehenden Schülpen
zerkleinert werden und das Zerkleinerungsprodukt durch Aufbau
granulierung vollständig aufgranuliert und mit den Baustoffen
vermischt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zerkleinerung durch Schroten der
Schülpen auf einem Siebgranulator erfolgt, wobei die Schülpen in
Keime und Pulver zerlegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbaugranulierung durch Nach
rollen auf einem Drehteller oder in einer Drehtrommel erfolgt.
4. Verfahren zur Einfärbung von Baustoffen und Asphalt
durch Pigmentgranulate,
dadurch gekennzeichnet, daß Pigmentpulver mit wenigstens einem
Netzmittel, Bindemittel und/oder Sprengmittel vermischt wird,
diese Mischung einem Kompaktierschritt unterworfen wird, die dabei
entstehenden Schülpen granuliert und nach Abtrennung der Fein
anteile mit den Baustoffen vermischt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Granulierung durch Schroten der
Schülpen auf einem Siebgranulator erfolgt.
6. Verfahren zur Einfärbung von Baustoffen oder Asphalt
durch Pigmentgranulate,
dadurch gekennzeichnet, daß Pigmentpulver mit wenigstens einem
Netzmittel, Bindemittel und/oder Sprengmittel vermischt wird, die
Mischung durch Strangpressen und Teilen pelletisiert wird und die
Pellets mit den Baustoffen vermischt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung in einem Mehrstoff
extruder verarbeitet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pellets auf einem Rundungsaggregat
gerundet werden.
9. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß Pigmentpulver mit wenigstens einem
Netzmittel, Bindemittel und/oder Sprengmittel vermischt wird,
diese Mischung in einer Ringmatritzenpresse, die einen variablen
Schlupf zwischen Ringmatritze und Riffelscheibe aufweist, zu
zylinderförmigen Strängen verpreßt wird, wobei die Stränge nach
folgend zerkleinert und das Zerkleinerungsprodukt in einem
Rundungsaggregat zu kugelförmigen Granulaten gerundet und mit den
Baustoffen vermischt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Strangformung eine ebene Matritze
oder eine Lochwalze verwendet wird, wobei die durch die Walzen
löcher geformten Pellets im Walzeninneren abgestreift werden.
11. Verfahren zur Einfärbung von Baustoffen und Asphalt
durch Pigmentgranulate,
dadurch gekennzeichnet, daß Pigmentpulver mit wenigstens einem
Trennmittel vermischt und brikettiert, und die Briketts mit den
Baustoffen vermischt werden.
12. Verfahren zur Einfärbung von Baustoffen und Asphalt
durch Pigmentgranulate,
dadurch gekennzeichnet, daß Pigmentpulver mit wenigstens einem
Netzmittel, Bindemittel und/oder Sprengmittel vermischt und
brikettiert, und die Briketts mit den Baustoffen vermischt werden.
13. Verfahren zur Einfärbung von Baustoffen und Asphalt
durch Pigmentgranulate,
dadurch gekennzeichnet, daß Pigmentpulver mit wenigstens einem
Netzmittel, Bindemittel, Sprengmittel und/oder Trennmittel und
einer Flüssigkeit zu einer fließfähigen Masse verarbeitet werden,
wobei insbesondere eine pastöse Konsistenz eingestellt wird, und
die Masse anschließend in Form feiner Tröpfchen, insbesondere
durch Kontaktheizung, getrocknet und mit den Baustoffen vermischt
wird.
14. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Granulat vor der Vermischung mit
den Baustoffen mit einem Trennmittel und/oder einem Netzmittel
beschichtet wird.
15. Pigmentgranulat, -brikett oder -tablette, erzeugbar nach
einem der Ansprüche 1 bis 14.
16. Pigmenterzeugnis nach Anspruch 15, mit einem Wasser
gehalt von weniger als 5 Gew.-%, vorzugsweise weniger als
3 Gew.-%.
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