DE19731852A1 - Generatorkühlsystem - Google Patents
GeneratorkühlsystemInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Kraftwerkstechnik.
Sie betrifft ein Generatorkühlsystem für einen in einem Kraftwerk zur Strom
erzeugung eingesetzten Generator, welcher Generator einen Generatorkühler
aufweist, der zusammen mit weiteren Kühlern in einem geschlossenen Zwi
schenkühlkreislauf angeordnet ist, welcher Zwischenkühlkreislauf über we
nigstens einen Zwischenkühler Wärme an ein Hauptkühlwassersystem abgibt.
Generatoren, die in einem Kraftwerk zur Stromerzeugung eingesetzt sind,
müssen zur Abführung der beim Betrieb entstehenden Verlustwärme gekühlt
werden. Je nach dem Kühlsystem unterscheidet man dabei offen gekühlte Ge
neratoren und geschlossen gekühlte Generatoren. Die offen gekühlten Genera
toren arbeiten mit Luftkühlung. Bei den geschlossen gekühlten Generatoren
kann Luftkühlung, Wasserstoff(H2)-Kühlung, Wasserkühlung oder eine ge
mischte Kühlung eingesetzt werden, bei der der Rotor mit Wasserstoff und
Wasser und der Stator mit Wasser gekühlt werden.
Die maximale Scheinleistung, welche ein Generator abgegeben kann, hängt
stark von der Temperatur der Bauteile, d. h. von der Temperatur des Kühlme
diums ab. Je niedriger die Temperatur der Wärmesenke ist, an welche die
Verlustwärme abgegeben wird, um so höher ist die maximal fahrbare Schein
leistung des Generators bzw. um so länger ist die Lebensdauer des Generators
bei einer vorgegebenen, fixierten Scheinleistung. Eventuell ist dann auch der
Übergang von einer komplexen, kostspieligen zu einer einfacheren, billigeren
Generatorkühlung, beispielsweise von einer Wasserstoffkühlung zu einer
Luftkühlung, möglich.
Ein beispielhaftes, bekanntes Generatorkühlsystem ist in Fig. 1 wiedergege
ben. Das Generatorkühlsystem 10 umfaßt einen geschlossenen Zwischen
kühlkreislauf 18, in welchem ein Kühlmedium, in der Regel Wasser, zirku
liert. Im Zwischenkühlkreislauf 18 sind in Parallelschaltung ein Generator
kühler 11 mit mehreren Einzelkühlern 111 bis 114 sowie als weitere Kühler
z. B. ein Ölkühler 12, ein Kesselpumpenkühler 13, zwei Speisewasserpum
penkühler 14 und 15, ein Probeentnahmekühler 16 sowie ein Brenngaskom
pressorkühler 17 angeordnet. Das Kühlwasser wird von zwei parallel arbei
tenden Kühlwasserpumpen 26 und 27 durch den Zwischenkühlkreislauf 18
gepumpt. Es strömt durch zwei parallel angeordnete Zwischenkühler 19 und
20, die vom Hauptkühlwasser des Hauptkühlwassersystems (34 in Fig. 6)
durchströmt werden. In Fig. 1 ist das Hauptkühlwassersystem nicht darge
stellt. Die Verbindung zu diesem System ist durch einen Eingang 21 und ei
nen Ausgang 23 für das Hauptkühlwasser symbolisiert. Vor den Zwischen
kühlern 19, 20 kann im Hauptkühlwassersystem ein Wasserfilter 22 angeord
net sein. Weiterhin kann parallel zu den Kühlwasserpumpen 26, 27 eine Do
siereinrichtung 25 für ein Schutzmittel (Inhibitor) geschaltet sein, die über
einen Eingang 24 mit einem geeigneten Schutzmittel beschickt wird. Der ge
schlossene Zwischenkühlkreislauf kann außerdem über einen Eingang 28 mit
Zusatzwasser aufgefüllt werden. Schließlich muß der Kreislauf noch mit ei
nem Ausgleichsbehälter 29 verbunden sein. Die einzelnen Anlagenteile sind
jeweils mit Ventilen ausgestattet, die in den Figuren durch entsprechende
Symbole dargestellt aber der Einfachheit halber nicht mit Bezugszeichen ver
sehen sind.
Ein beispielhaftes dazu passendes Hauptkühlwassersystem 34 ist in Fig. 6
wiedergegeben. Die Zwischenkühler 19, 20 sind in diesem System parallel zu
einem Hauptkondensator 35 des Kraftwerkes angeordnet. Das aufgewärmte
Hauptkühlwasser wird in einem mit einem Kühlturmventilator 37 ausgestat
teten Kühlturm 36 gekühlt, sammelt sich über einen Rücklauf 38 in einem
Sammelbecken 39 und wird von dort mittels zweier paralleler Hauptkühlwas
serpumpen 40, 41 zu den Kühlstellen 19, 20 bzw. 35 zurückgepumpt. Das im
Kühlturm 36 verdunstende Wasser wird durch einen Eingang 30 für Kühl
turmzusatzwasser ergänzt. Anstelle des Kühlturms 36 kann im Zusammen
hang mit einer Durchflußkühlung auch ein Wasserreservoir, z. B. ein Fluß,
ein See, oder das Meer, treten.
Der Generatorkühler 11 kühlt in dem System nach Fig. 1 bzw. 6 das für die
Kühlung des Generators verwendete Kühlmedium (H2, Luft, Wasser). Die
Temperatur des Kühlmediums läßt sich dabei durch die Temperatur der
Wärmesenke (im herkömmlichen Fall des Hauptkühlwassers), die Grädigkei
ten der eingesetzten Wärmeübertrager (Kühler) und die Massenstromverhält
nisse in den Kühlkreisen beeinflussen. Während in der Vergangenheit die
Leistungsfähigkeit der Generatoren gegenüber der Anlagenleistung (z. B. der
eingesetzten Gasturbinen) mehr als ausreichend war und im gesamten
Außenlufttemperaturbereich (bei Kühlturmkühlung) bzw. Wassertempera
turbereich (bei Durchflußkühlung) hohe Leistungsreserven zur Verfügung
standen, stößt heute die Kühlung der Generatoren aufgrund des Anstiegs der
Anlagenleistung, des zunehmenden Kostendrucks, der Leistungsbegrenzung
der luftgekühlten Generatoren auf derzeit 300. .350 MW, usw., an ihre Gren
zen. Aber auch bei kleineren Anlagen oder beispielsweise im Retrofit-Geschäft
kann der effizienten Generatorkühlung eine maßgebliche Rolle zukommen.
Konsequenzen aus dieser Situation wären:
- - ein Übergang von der Luftkühlung zur H2-Kühlung
- - die Inkaufnahme eines Leistungs- und damit Kostensprungs
- - Einschränkungen beim Leistungsfaktor (cos ϕ)
- - Verlassen der vorgeschriebenen Isolationsklasse um einige Grade (z. B. B + 5 K)
- - Reduzierung der Lebensdauer des Generators.
Ein weiterer Grund, die Generatorkühlung zu verbessern, kann z. B. auch in
der Leistungserhöhung einer bestehenden Anlage durch Prozeßverbesserun
gen bestehen. Man vermeidet dann der Generatorersatz.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Generatorkühlsystem zu schaffen,
welches mit geringem Zusatzaufwand eine Erhöhung der Anlagenleistung
ohne nachteilige Konsequenzen beim Generator ermöglicht.
Die Aufgabe wird bei einem Generatorkühlsystem der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, daß im Zwischenkühlkreislauf Mittel vorgesehen sind, welche
die Wärmeübertragung von dem Generatorkühler in das Hauptkühlwasser
system verbessern. Durch die erfindungsgemäße Verbesserung der Wärmeab
fuhr im Zwischenkühlkreislauf kann die Anlagenleistung gesteigert werden,
ohne daß kostspielige und aufwendige Modifikationen am Generator selbst
vorgenommen oder Einschränkungen beim Betrieb des Generators in Kauf
genommen werden müssen.
Die Wärmeabfuhr im Zwischenkühlkreislauf kann wahlweise dadurch verbes
sert werden, daß entweder die Kühler bzw. Kühlstellen im Zwischenkreislauf
anders geschaltet werden, oder daß andere Wärmesenken verwendet werden,
oder daß eine veränderte Schaltung mit einer Änderung der Wärmesenke
kombiniert wird.
Eine erste bevorzugte Ausführungsform des Generatorkühlsystems nach der
Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß der Generatorkühler und die weite
ren Kühler im Zwischenkühlkreislauf in Serie geschaltet sind, und daß der
Generatorkühler zwischen dem wenigstens einen Zwischenkühler und den
weiteren Kühlern angeordnet ist. Durch diese Art der Serienschaltung fließt
das im Zwischenkühler gekühlte Medium des Zwischenkühlkreises zunächst
ungeteilt durch den Generatorkühler, was zu einem erhöhten Massenstrom
führt und damit die Wärmeabfuhr deutlich verbessert.
Eine bevorzugte Weiterbildung dieser Ausführungsform ist dadurch gekenn
zeichnet, daß das Hauptkühlwassersystem mit einem Kühlturm ausgerüstet
ist, und daß der wenigstens eine Zwischenkühler von Kühlturmzusatzwasser
durchflossen wird. Wird als Kühlturmzusatzwasser z. B. Flußwasser verwen
det, läßt sich hierdurch die Wärmesenke gegenüber dem reinen Hauptkühl
wasser in der Temperatur erniedrigen, wodurch die Wärmeabfuhr weiter ver
bessert wird.
Eine zweite bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Generator
kühlsystems zeichnet sich dadurch aus, daß das Hauptkühlwassersystem mit
einem Kühlturm ausgerüstet ist, und daß der wenigstens eine Zwischenküh
ler von Kühlturmzusatzwasser durchflossen wird. Wird als Kühlturmzusatz
wasser z. B. Flußwasser verwendet, läßt sich hierdurch die Wärmesenke ge
genüber dem reinen Hauptkühlwasser in der Temperatur erniedrigen, wo
durch die Wärmeabfuhr verbessert wird, ohne daß die Schaltung der Kühl
stellen im Zwischenkühlkreislauf verändert werden muß.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß in
dem Zwischenkühlkreislauf vor dem Generatorkühler ein zusätzlicher Vor
schaltkühler angeordnet ist, welcher von einem Kühlmedium durchflossen
wird. Hierdurch ist es möglich, durch ein Kühlmedium, welches in der Tempe
ratur deutlich unter dem Hauptkühlwasser liegt, eine Wärmesenke mit sehr
niedriger Temperatur bereitzustellen, welche die Wärmeabfuhr drastisch ver
bessert. In einer Weiterbildung dieser Ausführungsform kann, wenn das
Hauptkühlwassersystem mit einem Kühlturm ausgerüstet ist, das Kühlme
dium Kühlturmzusatzwasser sein. Das Kühlmedium kann aber auch Kaltwas
ser aus einer Kälteanlage sein. Das Kühlmedium kann weiterhin eine kalte
Solelösung sein, wie sie in einem Chemieunternehmen anfallen kann. Das
Kühlmedium kann schließlich durch Entspannung abgekühltes, kaltes Erd
gas sein.
Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zu
sammenhang mit der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen
Fig. 1 das Schema eines geschlossenen Zwischenkühlkreises eines
Generatorkühlsystems nach dem Stand der Technik;
Fig. 2 das zu Fig. 1 vergleichbare Schema eines ersten bevorzugten
Ausführungsbeispiels der Erfindung mit Kühlturmzusatzwas
ser als Wärmesenke;
Fig. 3 das zu Fig. 1 vergleichbare Schema eines zweiten bevorzugten
Ausführungsbeispiels der Erfindung mit einer Mischung aus
Kühlturmzusatzwasser und Hauptkühlwasser als Wärme
senke;
Fig. 4 das zu Fig. 1 vergleichbare Schema eines dritten bevorzugten
Ausführungsbeispiels der Erfindung mit einer Serienschaltung
des Generatorkühlers und anderer Kühlstellen;
Fig. 5 das zu Fig. 1 vergleichbare Schema eines vierten bevorzugten
Ausführungsbeispiels der Erfindung mit einem zusätzlichen
Vorschaltkühler im Zwischenkühlkreislauf vor dem Genera
torkühler; und
Fig. 6 die an sich bekannte beispielhafte Verknüpfung des Zwischen
kühlkreises nach Fig. 1 mit einem Hauptkühlwassersystem
mit Kühlturm.
Wie bereits eingangs erwähnt worden ist, können insbesondere luftgekühlte
Generatoren in Kraftwerken, bei denen das Hauptkühlwasser durch einen
Kühlturm geschickt wird, Leistungsprobleme aufweisen. Diese können bei
höheren Umgebungstemperaturen z. B. oberhalb 13°C auftreten. Ob Lei
stungsprobleme auftreten, hängt aber auch von vielen anderen Faktoren ab,
wie z. B. von der Art der Anlage, von den klimatischen Bedingungen (Luft
feuchtigkeit etc.), von der Art des Kühlsystems usw. . Gemäß der Erfindung
werden diese Probleme dadurch beseitigt, daß die Wärmeabfuhr im Zwi
schenkühlkreislauf des Generatorkühlsystems verbessert wird. Ein erstes be
vorzugtes Ausführungsbeispiel für ein verbessertes Kühlsystem nach der Er
findung ist in Fig. 2 im Schaltungsschema wiedergegeben. Der Aufbau des
Generatorkühlsystems gleicht im wesentlichen dem in Fig. 1 dargestellten.
Auch hier wird das Kühlmedium des geschlossenen Zwischenkühlkreislaufes
18 durch Zwischenkühler 19, 20 geschickt, die mit dem Hauptkühlwasser
system über den Hauptkühlwasserausgang 23 in Verbindung stehen. Im Un
terschied zu der Schaltung aus Fig. 1 wird hier jedoch nicht das Hauptkühl
wasser selbst durch die Zwischenkühler 19, 20 geschickt, sondern über den
Eingang 30 das Kühlturmzusatzwasser, welches zum Ersatz der Wasserver
luste des Hauptkühlwassersystems infolge Verdunstung im Kühlturm und
Abschlämmung benötigt wird. Eine entsprechende Änderung im System der
Fig. 6 würde bedeuten, daß dort anstelle des durchgezogen eingezeichneten
der gestrichelt eingezeichnete Eingang 30' zur Einspeisung des Kühlturmzu
satzwassers verwendet wird, und die Verbindung des Wasserfilters 22 zum
Hauptkühlwassersystem wegfällt.
Die weltweiten Mittelwerte für die Temperaturen von Hauptkühlwasser und
Kühlturmzusatzwasser bzw. Make-Up (Flußwasser, Stadtwasser, Oberflä
chenwasser) in Abhängigkeit von der Außentemperatur werden durch fol
gende typische Werte repräsentiert:
Da das Kühlturmzusatzwasser (Make-Up) bei jeder Außentemperatur in der
Temperatur deutlich unter dem Hauptkühlwasser liegt, läßt sich so über die
Zwischenkühler 19, 20 die Verlustwärme aus dem Generator wesentlich bes
ser abführen, was direkt zu einer verbesserten Leistung des Generators führt.
In dem geschlossenen Zwischenkühlkreislauf 18 zirkuliert (durch die Zwi
schenkühler 19, 20) ein Massenstrom von 140 kg/s, von dem 71 kg/s durch den
Generatorkühler 11 und 69 kg/s durch die übrigen Kühler 12, . . ., 17 strömen.
Um bei einer Umgebungstemperatur von 15°C im Generatorkühler eine Ver
lustleistung von ca. 4000 kW und in den übrigen Kühlern eine Verlustleitung
von ca. 3300 kW abzuführen, wird bei einer Eindickung von E=2 im Haupt
kühlsystem ein Massenstrom von 112 kg/s aus Flußwasser als Kühlturmzu
satzwasser durch die Zwischenkühler geschickt.
Neben dem durch das Kühlturmzusatzwasser erreichbaren sehr niedrigen
Temperaturniveau ergeben sich bei diesem Ausführungsbeispiel durch die
Herausnahme der Zwischenkühler 19, 20 aus dem Kreislauf des Hauptkühl
wassersystems die folgenden weiteren Vorteile:
- - der Kühlturm ist hinsichtlich der Bedingungen im Hauptkondensator ko stenoptimal auslegbar
- - die saisonalen Unterschiede können am besten ausgeglichen werden
- - die Zwischenkühler können ohne Beschränkung durch Druckverluste op timal ausgelegt werden
- - es ist ein vom Hauptkühlwasser unabhängiger Betrieb des geschlossenen Zwischenkühlkreislaufs möglich.
Problematisch kann bei dem Beispiel aus Fig. 2 sein, daß der Massenstrom
des Kühlturmzusatzwassers maßgeblich von der Eindickung im Kühlturm
abhängt und daher nicht den Kühlbedürfnissen in den Zwischenkühlern 19,
20 entsprechend frei gewählt werden kann. Um dieses Problem zu umgehen,
können gemäß einem weiteren bevorzugten, in Fig. 3 dargestellten Aus
führungsbeispiel der Erfindung die Zwischenkühler 19, 20 mit einer Mischung
aus Hauptkühlwasser (Eingang 21) und Kühlturmzusatzwasser (Eingang 30)
betrieben werden. Hierdurch ist es möglich, bei gleichzeitig gegenüber dem
Hauptkühlwasser abgesenkten Temperaturen die Massenströme durch die
Zwischenkühler 19, 20 nach Bedarf in gewissen Grenzen zu variieren. Im
System der Fig. 6 würde auch in diesem Fall wieder anstelle des durchgezogen
eingezeichneten Eingangs 30 der gestrichelt eingezeichnete Eingang 30' zur
Einspeisung des Kühlturmzusatzwassers verwendet werden, ohne das die
Verbindung zwischen Wasserfilter 22 und Hauptkühlkreis wegfällt.
In dem geschlossenen Zwischenkühlkreislauf 18 zirkuliert (durch die Zwi
schenkühler 19, 20) wiederum ein Massenstrom von 140 kg/s, von dem 71 kg/s
durch den Generatorkühler 11 und 69 kg/s durch die übrigen Kühler 12, . . ., 17
strömen. Um bei einer Umgebungstemperatur von 15°C im Generatorkühler
eine Verlustleistung von ca. 4000 kW und in den übrigen Kühlern eine Ver
lustleitung von ca. 3300 kW abzuführen, wird durch die Zwischenkühler 19,
20 ein Massenstrom des Kühlmediums von 153 kg/s geschickt, der sich bei
einer Eindickung von z. B. E=2 aus 112 kg/s Kühlturmzusatzwasser und 41
kg/s Hauptkühlwasser, oder bei einer Eindickung von z. B. E=5 aus 70 kg/s
Kühlturmzusatzwasser und 83 kg/s Hauptkühlwasser zusammensetzt.
Eine andere Möglichkeit der Verbesserung der Wärmeabfuhr, besteht darin,
gemäß dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel die Schaltung der Kühl
stellen bzw. Kühler 11 bis 17 im Zwischenkühlkreislauf zu verändern. Beson
ders günstig ist es dabei, wenn gemäß Fig. 4 der Generatorkühler 11 und die
weiteren Kühler 12, . . ., 17 im Zwischenkühlkreislauf 18 in Serie geschaltet sind,
und wenn der Generatorkühler 11 zwischen dem wenigstens einen Zwischen
kühler 19, 20 und den weiteren Kühlern 12, . . ., 17 angeordnet ist. Da das in den
Zwischenkühlern 19, 20 abgekühlte Kühlmedium des Zwischenkühlkreislaufs
18 auf diese Weise ungeteilt zunächst durch den Generatorkühler 11 strömt,
ergibt sich eine verbesserte Wärmeabfuhr. Zur Überbrückung der Parallel
schaltung der weiteren Kühler 12, . . ., 17 kann zusätzlich eine mit einem Ventil
ausgestattete Bypassleitung 42 vorgesehen werden, die den Betrieb des Gene
ratorkühlers 11 unabhängig von den anderen Kühlern 12, . . ., 17 gewährleistet.
Um im Falle von defekten Generator-Einzelkühlern 111, . . ., 114 nicht die ge
samte Anlage abstellen zu müssen, sondern mit verminderter Leistung den
Betrieb aufrecht zu erhalten, müssen die Einzelkühler jeweils einzeln bypass
bar sein. Selbstverständlich lassen sich in der Serienschaltung der Fig. 4 die
Zwischenkühler 19, 20 mit den entsprechenden Vorteilen sowohl ausschließ
lich mit Hauptkühlwasser (Eingang 21), als auch ausschließlich mit Kühl
turmzusatzwasser (gestrichelter Eingang 30), als auch mit einer Mischung
beider Medien (Eingänge 21 und 30) betreiben.
Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Gene
ratorkühlsystems ist in der Fig. 5 wiedergegeben. Im Unterschied zu den bis
herigen Ausführungsbeispielen der Fig. 2 bis 4 ist hier im geschlossenen Zwi
schenkühlkreislauf 18 direkt vor dem Generatorkühler 11 ein zusätzlicher
Vorschaltkühler 32 angeordnet, der über einen Eingang 31 und einen Aus
gang 33 mit einem separaten Kühlmedium betrieben wird. Durch den separa
ten Vorschaltkühler 32 ergibt sich eine weitgehende Unabhängigkeit der Ge
neratorkühlung von den übrigen Kühlstellen. Insbesondere kann das Kühl
medium unabhängig von den speziellen Bedürfnissen des übrigen Kühl
systems frei gewählt und den Erfordernissen des Generatorbetriebs optimal
angepaßt werden. Grundsätzlich ist es denkbar, daß als Kühlmedium für
den Vorschaltkühler 32 das Hauptkühlwasser selbst verwendet wird. Der Vor
teil gegenüber der Schaltung nach Fig. 1 liegt dann darin, daß der Vorschalt
kühler unabhängig von den Zwischenkühlern 19, 20 speziell den Bedürfnissen
der Generatorkühlung angepaßt werden kann. Wenn
das Hauptkühlwassersystem 34 (Fig. 6) mit einem Kühlturm 36 ausgerüstet
ist, kann als Kühlmedium mit Vorteil das gegenüber dem Hauptkühlwasser
kältere Kühlturmzusatzwasser oder eine Mischung aus Hauptkühlwasser und
Kühlturmzusatzwasser verwendet werden. Noch günstiger läßt sich die Ab
fuhr der Generator-Verlustwärme gestalten, wenn als Kühlmedium eine auch
gegenüber dem Kühlturmzusatzwasser noch kältere Kühlflüssigkeit verwen
det wird. Hierzu kann beispielsweise auf ein Kaltwasser (Chiller-Wasser) zu
rückgegriffen werden, welches aus einer Kälteanlage stammt. Weiterhin ist es
auch (gerade für ein Kraftwerk in einem Chemieunternehmen) denkbar, als
Kühlmedium eine kalte Solelösung zu verwenden, wie sie in einem solchen
Unternehmen häufig anfällt. Sollte Erdgas mit einem höheren als dem benö
tigten Druck zur Verfügung stehen, so ist anstelle eines zu kühlenden Kom
pressors eine Reduzierstation einzusetzen. Daher ist es schließlich auch
denkbar, daß das Kühlmedium durch Entspannung abgekühltes, kaltes Erd
gas ist, welches beispielsweise zum Betreiben von Gasturbinen in dem Kraft
werk verwendet wird.
Durch den Zwischenkühlkreislauf 18 zirkuliert ein Massenstrom von 140 kg/s,
der sich wiederum aufteilt in 71 kg/s (Generatorkühler 11) und 69 kg/s (übrige
Kühler 12, . . ., 17). Das Kühlwasser im Kreislauf 18 hat beim Eintritt in die Zwi
schenkühler 19, 20 eine Temperatur von ca. 35°C. Die Zwischenkühler 19, 20
werden vom Hauptkühlwasser mit einem Massenstrom von 140 kg/s und einer
Temperatur von 23°C durchströmt und kühlen das Kühlwasser von ca. 35°C
auf 27°C ab. 69 kg/s des Kühlwasser strömen durch die übrigen Kühler
12, . . ., 17 und werden dort durch eine Verlustleistung von ca. 3300 kW auf ca.
38°C erwärmt. 71 kg/s strömen durch den Vorschaltkühler 32, werden dort
durch einen Massenstrom von 71 kg/s von 8°C kaltem Stadtwasser auf ca.
19°C abgekühlt und erwärmen sich schließlich im Generatorkühler 11 bei
einer Verlustleistung von ca. 4000 kW auf ca. 32°C.
Es versteht sich von selbst, daß die Verwendung eines (oder mehrere) Vor
schaltkühler 32 auch mit Änderungen an den Zwischenkühlern 19, 20 kom
binierbar ist, wie sie in den Beispielen der Fig. 2 und 3 wiedergegeben sind.
10
Generatorkühlsystem
11
Generatorkühler
12
Ölkühler
13
Kesselpumpenkühler
14
,
15
Speisewasserpumpenkühler
16
Probeentnahmekühler
17
Brenngaskompressorkühler
18
Zwischenkühlkreislauf (geschlossen)
19
,
20
Zwischenkühler
21
Eingang (Hauptkühlwasser)
22
Wasserfilter
23
Ausgang (Hauptkühlwasser)
24
Eingang (Schutzmittel)
25
Dosiereinrichtung (Schutzmittel)
26
,
27
Kühlwasserpumpen (Zwischenkühlkreislauf)
28
Eingang (Zusatzwasser Zwischenkühlkreislauf)
29
Ausgleichsbehälter (Zwischenkühlkreislauf)
30
,
30
' Eingang (Kühlturmzusatzwasser)
31
Eingang (Kühlmedium)
32
Vorschaltkühler
33
Ausgang (Kühlmedium)
34
Hauptkühlwassersystem
35
Hauptkondensator
36
Kühlturm
37
Kühlturmventilator
38
Rücklauf (Hauptkühlwasser)
39
Sammelbecken (Hauptkühlwasser)
40
,
41
Hauptkühlwasserpumpe
42
Bypassleitung
111
, . . .,
114
Einzelkühler (Generator)
Claims (17)
1. Generatorkühlsystem (10) für einen in einem Kraftwerk zur Stromer
zeugung eingesetzten Generator, welcher Generator einen Generatorkühler
(11) aufweist, der zusammen mit weiteren Kühlern (12, . . ., 17) in einem ge
schlossenen Zwischenkühlkreislauf (18) angeordnet ist, welcher Zwischen
kühlkreislauf (18) über wenigstens einen Zwischenkühler (19, 20) Wärme an
ein Hauptkühlwassersystem (34) abgibt, dadurch gekennzeichnet, daß im
Zwischenkühlkreislauf (18) Mittel vorgesehen sind, welche die Wärmeüber
tragung von dem Generatorkühler (11) in das Hauptkühlwassersystem (34)
verbessern.
2. Generatorkühlsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Generatorkühler (11) und die weiteren Kühler (12, . . ., 17) im Zwischenkühl
kreislauf (18) in Serie geschaltet sind, und daß der Generatorkühler (11) zwi
schen dem wenigstens einen Zwischenkühler (19, 20) und den weiteren Küh
lern (12, . . ., 17) angeordnet ist.
3. Generatorkühlsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der wenigstens eine Zwischenkühler (19, 20) vom Hauptkühlwasser durchflos
sen wird.
4. Generatorkühlsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Hauptkühlwassersystem (34) mit einem Kühlturm (36) ausgerüstet ist,
und daß der wenigstens eine Zwischenkühler (19, 20) von Kühlturmzusatz
wasser durchflossen wird.
5. Generatorkühlsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der wenigstens eine Zwischenkühler (19, 20) auch vom Hauptkühlwasser
durchflossen wird.
6. Generatorkühlsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Hauptkühlwassersystem (34) mit einem Kühlturm (36) ausgerüstet ist,
und daß der wenigstens eine Zwischenkühler (19, 20) von Kühlturmzusatz
wasser durchflossen wird.
7. Generatorkühlsystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der wenigstens eine Zwischenkühler (19, 20) auch vom Hauptkühlwasser
durchflossen wird.
8. Generatorkühlsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
in dem Zwischenkühlkreislauf (18) vor dem Generatorkühler (11) ein zusätzli
cher Vorschaltkühler (32) angeordnet ist, welcher von einem Kühlmedium
durchflossen wird.
9. Generatorkühler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kühlmedium Hauptkühlwasser ist.
10. Generatorkühler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Hauptkühlwassersystem (34) mit einem Kühlturm (36) ausgerüstet ist, und
daß das Kühlmedium Kühlturmzusatzwasser ist.
11. Generatorkühler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kühlmedium Kaltwasser aus einer Kälteanlage ist.
12. Generatorkühler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kühlmedium eine kalte Solelösung ist.
13. Generatorkühler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kühlmedium durch Entspannung abgekühltes, kaltes Erdgas ist.
14. Generatorkühler nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß der wenigstens eine Zwischenkühler (19, 20) von Haupt
kühlwasser durchflossen wird.
15. Generatorkühler nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Hauptkühlwassersystem (34) mit einem Kühlturm (36)
ausgerüstet ist, und daß der wenigstens eine Zwischenkühler (19, 20) von
Kühlturmzusatzwasser durchflossen wird.
16. Generatorkühler nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Generatorkühler (11) und die weiteren Kühler
(12, . . ., 17) im Zwischenkühlkreislauf parallel geschaltet sind.
17. Generatorkühlsystem nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß der Generatorkühler (11) und die weiteren Kühler
(12, . . ., 17) im Zwischenkühlkreislauf (18) in Serie geschaltet sind, und daß der
Generatorkühler (11) zwischen dem Vorschaltkühler (32) und den weiteren
Kühlern (12, . . ., 17) angeordnet ist.
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| DE19731852A DE19731852A1 (de) | 1997-07-24 | 1997-07-24 | Generatorkühlsystem |
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