DE19736494A1 - Dichtpackung zum Einsetzen in eine Maueröffnung zwecks Durchführen von Leitungen - Google Patents
Dichtpackung zum Einsetzen in eine Maueröffnung zwecks Durchführen von LeitungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Dichtpackung zum Einsetzen in eine Maueröffnung
zwecks Durchführen von Leitungen. Als Leitungen kommen sowohl Energie-
und Telefonkabel als auch Rohrleitungen für fließfähige Medien wie Wasser
oder Gas in Betracht.
Eine solche Vorrichtung ist aus DE 38 28 693 C1 bekannt geworden.
Eine solche Dichtpackung umfaßt eine Dichtscheibe aus gummielastischem
Material mit einem kreisförmigen Umfang, ferner Presselemente, die beidseits
der Dichtscheibe angeordnet sind und die die Dichtscheibe sandwichartig
zwischen sich einschließen. Durch die gesamte Dichtpackung sind ferner
Zugstäbe hindurchgeführt, mit denen die beiderseitigen Presselemente
verspannt werden können, so daß die Dichtscheibe gequetscht wird, wodurch
sich deren Außendurchmesser vergrößert, so daß sich die Dichtscheibe an
die Mauerlaibung anlegt.
Das Einbauen der Vorrichtung geht wie folgt vor sich:
Zunächst wird die Dichtpackung in den Mauerdurchbruch eingesetzt und darin fixiert. Anschließend werden die Leitungen durch die Bohrung der Dichtpackung hindurchgeführt. Die Spannschrauben werden zunächst nicht gespannt, so daß die Dichtscheibe auch noch nicht zusammengequetscht wird. Sodann werden die Spannschrauben zum Zwecke des Fixierens der Dichtpackung angezogen.
Zunächst wird die Dichtpackung in den Mauerdurchbruch eingesetzt und darin fixiert. Anschließend werden die Leitungen durch die Bohrung der Dichtpackung hindurchgeführt. Die Spannschrauben werden zunächst nicht gespannt, so daß die Dichtscheibe auch noch nicht zusammengequetscht wird. Sodann werden die Spannschrauben zum Zwecke des Fixierens der Dichtpackung angezogen.
Die Montage einer solchen Dichtpackung kann in der Praxis problematisch
sein. So gibt es zahlreiche Fälle, in denen die Dichtpackung nicht unmittelbar
in eine Maueröffnung eingesetzt wird, sondern unter Zwischenfügung einer
Hülse, beispielsweise aus gespritztem Kunststoff. Siehe beispielsweise
DE 196 49 499 A. Dort weist die Hülse einen nach innen ragenden Bund auf,
der über seinen Umfang unterbrochen ist. Die Spannscheiben der
Dichtpackung sind mit Ausbuchtungen versehen. Zum Zwecke der
Vormontage wird die Dichtpackung derart verdreht, daß die Ausbuchtungen
der Spannscheibe gerade an jenen Stellen liegen, an denen der Bund
unterbrochen ist, so daß die Dichtpackung bis zu ihrer Soll-Position in die
Hülse hineingeschoben und sodann verspannt werden kann.
Die genannte Ausführungsform erleichtert die Montage von Dichtpackungen
zwar gegenüber früheren Ausführungsformen, ist jedoch noch
verbesserungsfähig. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Dichtpackung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 derart zu gestalten,
daß die Montage noch weiter erleichtert wird, ohne zusätzlichen baulichen
Aufwand.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1
gelöst.
Die Erfindung ist anhand der Zeichnungen näher erläutert. Darin ist im
einzelnen folgendes dargestellt:
Fig. 1 zeigt eine Dichtpackung in eingebautem Zustand in einem
Axialschnitt, mit hindurchgeführter Rohrleitung und mit der Mauer, in die sie
eingesetzt ist.
Fig. 2 zeigt die Dichtscheibe in einer Draufsicht.
Fig. 3 zeigt wiederum die eingebaute Dichtpackung von Fig. 1 in einer
Draufsicht, jedoch ohne Rohrleitungen und ohne Mauer.
Fig. 4 zeigt die Dichtpackung von Fig. 3 in einer Seitenansicht.
Fig. 5 zeigt die Dichtpackung in eingezogenem Zustand.
Fig. 6 ist wiederum eine Ansicht einer Dichtpackung in eingebautem Zustand
mit Mauer und Rohrleitung, und zwar bei einem besonderen Einbaufall.
Die in Fig. 1 dargestellte Dichtpackung 1 umfaßt einen Dichtring 1.1 aus
gummielastischem Werkstoff. Der Ring 1.1 ist mit einer Umfangsnut 1.2
versehen. Er ist beidseits eingehüllt von Ringsegmenten 1.3, 1.4. Eine
Mehrzahl von Spannschrauben 1.5 sind über den Umfang der Dichtpackung
gleichmäßig verteilt angeordnet.
Die Dichtpackung sitzt in einer Hülse aus Kunststoff. Die Hülse weist an ihrer
Innenseite einen umlaufenden Bund 2.1 auf, der in die Umfangsnut 1.2
eingreift. Der Bund 2.1 kann unterbrochen oder geschlossen sein.
Die Hülse 2 ist in eine Betonmauer 3 eingegossen. Die Dichtpackung 1
umschließt eine Rohrleitung 4 zum Hindurchführen von Gas.
In Fig. 2 ist der Dichtring 1.1 für sich alleine dargestellt. Man erkennt, daß er
eine Trennfuge 1.6 aufweist. Die Trennfuge ist, wie man sieht, gegen die
Radialebene geneigt. Im vorliegenden Falle beträgt der Neigungswinkel etwa
45°. Es sind jedoch auch andere Winkel denkbar, beispielsweise 10, 20, 30,
40, 50, 60, 70°.
Fig. 3 ist eine Draufsicht auf die gesamte Dichtpackung. Wie man sieht,
befinden sich auf der hier dargestellten Seite drei Ringsegmente 1.3.1, 1.3.2
und 1.3.3. Die Ringsegmente auf der gegenüberliegenden Seite sind
formidentisch mit den hier vorliegenden und liegen in der Projektion an
derselben Stelle.
Analog zur Trennfuge 1.6 in dem Dichtring 1.1 verläuft eine Trennfuge 1.7
zwischen den beiden Ringsegmenten 1.3.1, 1.3.3. Die Trennfuge 1.6 in dem
Dichtring 1.1, hier gestrichelt eingezeichnet, verläuft, wie man sieht, im
Bereich der Trennfuge 1.7. Die beiden Trennfugen können auch
zusammenfallen. Die Neigungswinkel, die die beiden Trennfugen mit der
betreffenden Radialebene einschließen, können gleich sein. Es ist aber auch
möglich, den Winkel, den die Trennfuge 1.6 mit der Radialebene bildet,
größer oder kleiner zu machen, als denjenigen, den die Trennfuge 1.7 mit der
betreffenden Radialebene bildet.
Fig. 4 dient nur der allgemeinen Erläuterung.
Fig. 5 ist sehr aufschlußreich, da sie den Vorgang der Montage
veranschaulicht. Wie man sieht, ist aufgrund der Trennfugen 1.6 des
Dichtringes 1.1 und der Trennfuge 1.7 zwischen den betreffenden
Ringsegmenten eine Verbiegung der gesamten Dichtpackung 1 möglich, und
zwar um eine imaginäre, momentane Biegeachse 1.8, die parallel zur
Längsachse der Dichtpackung 1 verläuft und zwischen den Ringsegmenten
1.3.1 und 1.3.2 liegt. Nach dem Verbiegen oder Einziehen des einen Astes
der Dichtpackung um die Biegeachse 1.8 kann ein Verbiegen um eine weitere
imaginäre momentane Biegeachse 1.9 vorgenommen werden. Diese befindet
sich zwischen den Ringsegmenten 1.3.2 und 1.3.3. Fig. 5 zeigt jenen
Zustand, in dem erst der eine Ast eingezogen ist, nicht aber der zweite.
Jedenfalls wird durch die besondere Lage und durch die besondere Gestalt
der Trennfugen der Gesamtdurchmesser der Dichtpackung verkleinert, nicht
aber vergrößert, so daß die Dichtpackung bei ihrem Einschieben in eine
Öffnung, beispielsweise in eine Hülse mit einem nach innen vorspringenden
Bund, verkleinert werden kann und somit Engstellen überbrückt. Im Falle der
genannten Hülse mit dem nach innen vorspringenden Bund wird die
Dichtpackung 1 auf diese Weise soweit verschoben, bis die oben erwähnte
Umfangsnut 1.2 des Dichtringes 1.1 dem Bund 2.1 der Hülse 2
gegenüberliegt. Sodann werden die Verbiegungen um die Biegeachsen 1.8
1.9 wieder rückgängig gemacht, so daß die Dichtpackung ihre kreisrunde
Gestalt wieder annimmt. Nunmehr kann die Dichtpackung durch Anziehen
von Muttern auf den Spannschrauben 1.5 zusammengequetscht werden, so
daß die äußere Mantelfläche der Dichtscheibe 1.1 an der Innenfläche der
Hülse 2 satt und unter Spannung anliegt.
Fig. 6 zeigt einen interessanten Anwendungsfall, bei dem auch eine
Engstelle vorhanden ist. Wie man sieht, muß die Dichtpackung 1 durch ein
Rohr 4 oder Kernbohrung geschoben werden, das eine relativ geringe lichte
Weite bzw. eine Verengung hat.
Claims (7)
1. Dichtpackung zum Einsetzen in eine Maueröffnung zwecks
Durchführens von Leitungen durch eine Wand.
- 1.1 mit einem Dichtring (1.1) aus gummielastischem Material mit kreisförmigem Außenumfang;
- 1.2 mit beidseits des Dichtringes (1.1) vorgesehenen Presselementen (1.3, 1.4), die den Dichtring (1.1) sandwichartig zwischen sich einschließen und als Ringsegmente gestaltet sind:
- 1.3 mit Zugstäben (1.5), durch den Dichtring (1.1) und durch die Ringsegmente (1.3, 1.4) hindurchgeführt sind;
- 1.4 der Dichtring (1.1) ist in Umfangsrichtung durchtrennt;
- 1.5 die Trennfuge (1.6) verläuft unter einem Winkel gegen die Radialebene;
- 1.6 die Trennfuge (1.6) des Dichtringes (1.1) ist - in Draufsicht - an die Stirnseite der Dichtpackung (1) gesehen; im Bereich einer Fuge (1.7) zwischen zwei Ringsegmenten (1.3.1; 1.3.3) angeordnet;
- 1.7 Es sind wenigstens zwei weitere Trennfugen zwischen den Ringsegmenten vorgesehen.
2. Dichtpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
beidseits des Dichtringes drei Ringsegmente (1.3.1, 1.3.2, 1.3.3)
vorgesehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ringsegmente im wesentlichen gleich lang sind.
4. Dichtpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Trennfuge des Dichtringes unter einem Winkel
von zwischen 10 und 60° vorzugsweise 45° gegen die Radialebene
verläuft.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß im Bereich der Trennfuge (1.6) des Dichtringes
(1.1) eine Trennfuge (1.7) zwischen zwei einander benachbarten
Ringsegmenten (1.3.1 und 1.3.3) angeordnet ist.
6. Dichtpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Trennfugen (1.6 und 1.7) wenigstens
annähernd unter demselben Winkel zur Radialebene verlaufen.
7. Dichtpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Dichtring (1.1) eine Umfangsnut (1.2) zum
Einführen eines Bundes (2.1) aufweist.
Priority Applications (4)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Family Applications (2)
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