DE19745232C1 - Anlage zum Druckgießen keramischer Artikel - Google Patents
Anlage zum Druckgießen keramischer ArtikelInfo
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- B28B1/00—Producing shaped prefabricated articles from the material
- B28B1/26—Producing shaped prefabricated articles from the material by slip-casting, i.e. by casting a suspension or dispersion of the material in a liquid-absorbent or porous mould, the liquid being allowed to soak into or pass through the walls of the mould; Moulds therefor ; specially for manufacturing articles starting from a ceramic slip; Moulds therefor
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Druckgießen keramischer
Artikel. Als Beispiele für solche Artikel seien im Bereich
Sanitärkeramik Klosettbecken, Wasserkästen, Waschbecken und
Bidets genannt, und im Bereich Feinkeramik Geschirr, Vasen
und dgl.
Zu Anlagen der genannten Gattung (DE 195 39 270 A1) gehören
üblicherweise mehrere Druckgußmaschinen, die je eine oder meh
rere gleichzeitig arbeitende Gießformen aufweisen. Jede dieser
Gießformen ist aus mindestens zwei Formteilen zusammengesetzt,
die sich zum Öffnen und Schließen in bezug zueinander bewegen
lassen und üblicherweise aus Kunststoff bestehen. Druckgußma
schinen dieser Art arbeiten bisher alle nach dem Schema:
Form(en) schließen - Form(en) mit Schlicker füllen und Druckgießen - Form(en) öffnen, Artikel entnehmen und bei Bedarf Form(en) spülen.
Form(en) schließen - Form(en) mit Schlicker füllen und Druckgießen - Form(en) öffnen, Artikel entnehmen und bei Bedarf Form(en) spülen.
Von der für einen solchen Arbeitszyklus erforderlichen Zeit
entfallen üblicherweise ungefähr 20% auf das Schließen und
Öffnen der Formen. In der restlichen Zeit erfolgt das Füllen
der Formen mit Schlicker und das Druckgießen. Während des
Druckgießens wird der Schlicker unter zeitabhängig program
mierbaren Druck gesetzt, damit sich an der Innenwand der Formen
ein Scherben von gewünschter Dicke ausbildet. Nach dem Druck
gießen wird der Restschlicker entleert und durch Anlegen von
Druckluft mit ebenfalls zeitabhängig steuerbarem Druck eine
Verfestigung des Scherbens erzielt. Anschließend werden die
Formen geöffnet und die Artikel entnommen. Die Artikel dürfen
nicht lange in den geschlossenen Formen verweilen, damit sie
von in diesen noch enthaltenem Restwasser nicht aufgeweicht
werden.
Der zeitliche Ablauf eines solches Gießzyklus wird durch die
Geometrie der Formen, durch deren Material und durch die Be
schaffenheit des Schlickers bestimmt.
Die Produktivität einer Anlage zum Druckgießen keramischer Ar
tikel läßt sich grundsätzlich dadurch erhöhen, daß man die
Anzahl installierter Gießformen erhöht. Das bedeutet aber, daß
man die Fluidversorgung zum Öffnen und Schließen der Gießformen
sowie die Schlickerversorgung entsprechend größer dimensionieren
muß. Eine höhere Flexibilität erreicht man damit nicht, da man
nach dem Stand der Technik mit einer Anlage, die mehrere gleich
zeitig arbeitende Gießmaschinen aufweist, nur gleiche oder sehr
ähnliche Artikel fertigen kann. Ein Wechsel auf andere Artikel
erfordert bisher immer einen sehr zeitaufwendigen Austausch
aller Formen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anlage zum
Druckgießen keramischer Artikel derart zu gestalten, daß sie
mit vergleichsweise geringem Investitionsaufwand eine hohe
Produktivität erreicht und im Stande ist, unterschiedliche
Artikel gleichzeitig zu gießen.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentan
spruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand
der Unteransprüche. In den Patentansprüchen sowie im folgenden
werden die einzelnen Druckgießmaschinen kurz als Moduln be
zeichnet.
Erfindungsgemäß wird dem oben beschriebenen Ablauf eine Warte
zeit (WZ) hinzugefügt, um mehrere, gegebenenfalls mit sehr
unterschiedlichen Gießformen ausgestattete, Moduln in ihrem
Arbeitsablauf aneinander anzupassen. Die Wartezeit (WZ) wird
jeweils nach dem Schließen der Formen eingefügt, damit sie ohne
negative Auswirkung auf das Gießverfahren bleibt. Damit ergibt
sich folgender Ablauf:
Formen schließen - Wartezeit - Formen mit Schlicker füllen und Druckgießen - Formen öffnen, Artikel ent nehmen und bei Bedarf Formen spülen.
Formen schließen - Wartezeit - Formen mit Schlicker füllen und Druckgießen - Formen öffnen, Artikel ent nehmen und bei Bedarf Formen spülen.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß sich durch Ein
fügen einer entsprechend den Anforderungen des Einzelfalles
berechneten Wartezeit für jedes in eine gattungsgemäße Anlage
einzugliedernde Modul eine Gleichlaufregelung und Optimierung
erreichen läßt. Dementsprechend sind Bedingungen erarbeitet
worden, welche die systematische Berechnung der Wartezeiten
ermöglichen. Im folgenden werden die Bedingungen für drei zu
regelnde Moduln aufgeführt:
1. Alle Bewegungsabläufe (Schließen und Öffnen der Formen)
werden in die Füll- und Gießzeiten gelegt. D. h. nur ein Modul
darf schließen und öffnen, während die anderen Moduln die Form
füllen oder druckgießen. Bei einer Anlage, zu der beispiels
weise drei Moduln gehören, gelten folgende Bedingungen:
Modul 1: FZ1 + GZ1 + WZB1 = SZ2 + OZ2 + SZ3 + OZ3
Modul 2: FZ2 + GZ2 + WZB2 = SZ1 + OZ1 + SZ3 + OZ3
Modul 3: FZ3 + GZ3 + WZB3 = SZ1 + OZ1 + SZ2 + OZ2
Modul 2: FZ2 + GZ2 + WZB2 = SZ1 + OZ1 + SZ3 + OZ3
Modul 3: FZ3 + GZ3 + WZB3 = SZ1 + OZ1 + SZ2 + OZ2
Dabei bedeuten:
FZ Füllzeit, SZ Schließzeit, WZB Wartezeit, bewegungsbedingt
GZ Gießzeit, OZ Öffnungszeit
FZ Füllzeit, SZ Schließzeit, WZB Wartezeit, bewegungsbedingt
GZ Gießzeit, OZ Öffnungszeit
Aus diesem Gleichungssystem lassen sich die durch die Warte
zeiten WZB bedingten Bewegungsabläufe wie folgt ermitteln:
Modul 1: WZB1 = (SZ2 + OZ2 + SZ3 + OZ3) - (FZ1 + GZ1)
Modul 2: WZB2 = (SZ1 + OZ1 + SZ3 + OZ3) - (FZ2 + GZ2)
Modul 3: WZB3 = (SZ1 + OZ1 + SZ2 + OZ2) - (FZ3 + GZ3)
Modul 2: WZB2 = (SZ1 + OZ1 + SZ3 + OZ3) - (FZ2 + GZ2)
Modul 3: WZB3 = (SZ1 + OZ1 + SZ2 + OZ2) - (FZ3 + GZ3)
Für den Gleichlauf aller Moduln ist es erforderlich, daß alle
Zykluszeiten ZZ gleich sind. Sie werden wie folgt berechnet:
Modul 1: ZZ1 = SZ1 + WZB1 + GZ1 + OZ1 + FZ1
Modul 2: ZZ2 = SZ2 + WZB2 + GZ2 + OZ2 + FZ2
Modul 3: ZZ3 = SZ3 + WZB3 + GZ3 + OZ3 + FZ3
Modul 2: ZZ2 = SZ2 + WZB2 + GZ2 + OZ2 + FZ2
Modul 3: ZZ3 = SZ3 + WZB3 + GZ3 + OZ3 + FZ3
Es wird die maximale Zykluszeit ermittelt und die Differenz zu
den anderen Zykluszeiten der Wartezeit (WZB1 ... 3) hinzuaddiert.
Mit so korrigierten bewegungsbedingten Wartezeiten WZB1', WZB2'
und WZB3' erhält man einen Gleichlauf der Moduln, in dem sich
die Bewegungsabläufe nicht überschneiden. Die Startverzögerung,
d. h. der zeitliche Versatz des Moduls 2 ergibt sich aus dessen
Öffnungszeit. Gleiches gilt für Modul 3.
2. Formen, die nicht zu einem und demselben Modul gehören,
sollen nicht gleichzeitig gefüllt werden, d. h. nur ein Modul
darf seine Formen füllen, während die anderen Moduln Bewegungs
abläufe durchführen oder druckgießen. Hierfür gelten folgende
Bedingungen:
Modul 1: FZ3 + WZB3' = OZ1 + SZ1 + WZB1' + WZF1
Modul 2: FZ1 + WZB1' = OZ2 + SZ2 + WZB2' + WZF2
Modul 3: FZ2 + WZB2' = OZ3 + SZ3 + WZB3' + WZF3
Modul 2: FZ1 + WZB1' = OZ2 + SZ2 + WZB2' + WZF2
Modul 3: FZ2 + WZB2' = OZ3 + SZ3 + WZB3' + WZF3
Aus diesem Gleichungssystem läßt sich der Anteil der durch das
Füllen der Formen bedingten Wartezeit WZF wie folgt ermitteln:
Modul 1: WZF1 = (FZ3 + WZB3') - (OZ1 + SZ1 + WZB1')
Modul 2: WZF2 = (FZ1 + WZB1') - (OZ2 + SZ2 + WZB2')
Modul 3: WZF3 = (FZ2 + WZB2') - (OZ3 + SZ3 + WZB3')
Modul 2: WZF2 = (FZ1 + WZB1') - (OZ2 + SZ2 + WZB2')
Modul 3: WZF3 = (FZ2 + WZB2') - (OZ3 + SZ3 + WZB3')
Die hieraus ermittelten Wartezeiten bewirken eine zeitliche
Verschiebung des Ablaufs. Deshalb wird die Startverzögerung,
d. h. der zeitliche Versatz zwischen den Moduln, wie folgt er
mittelt:
Modul 2: VZ2 = OZ2 + WZF2
Modul 3: VZ3 = OZ3 + WZF3
Modul 3: VZ3 = OZ3 + WZF3
3. Zum Schluß wird ein Korrekturwert WZK ermittelt, mit dem
sichergestellt wird, daß durch den zeitlichen Versatz noch alle
Bewegungsabläufe ohne Überschneidung in den Füll- und Gießzeiten
liegen.
Modul 1:
FZ1 + GZ1 + WZB1' + WZK1 = OZ2 + SZ2 + WZF2 + OZ3 + SZ3 + WZF3
Modul 2:
FZ2 + GZ2 + WZB2' + WZK2 = OZ1 + SZ1 + WZF1 + OZ3 + SZ3 + WZF3
Modul 3:
FZ3 + GZ3 + WZB3' + WZK3 = OZ1 + SZ1 + WZF1 + OZ2 + SZ2 + WZF2
Aus diesen Gleichungssystemen läßt sich der Korrekturwert WZK
für die Wartezeiten wie folgt ermitteln:
Modul 1:
WZK1 = (OZ2 + SZ2 + WZF2 + OZ3 + SZ3 + WZF3) - (FZ1 + GZ1 + WZB1')
Modul 2:
WZK2 = (OZ1 + SZ1 + WZF1 + OZ3 + SZ3 + WZF3) - (FZ2 + GZ2 + WZB2')
Modul 3:
WZK3 = (OZ1 + SZ1 + WZF1 + OZ2 + SZ2 + WZF2) - (FZ3 + GZ3 + WZB3')
Aus den errechneten Korrekturwerten WZK1 usw. wird der größte
dieser Werte ermittelt und zu den bewegungsbedingten Warte
zeiten WZB der Moduln 1 ... 3 addiert.
Diese Bedingungen können für mehr als drei Moduln erweitert
werden. In vielen Fällen sind die Gießzeiten im Vergleich zu
den übrigen genannten Zeiten so lang, daß sich in eine und die
selbe Anlage zum Druckgießen vier oder mehr Moduln eingliedern
lassen, ohne daß unvernünftig lange Wartezeiten entstehen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand
schematischer Zeichnungen mit weiteren Einzelheiten erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Schaltschema einer Anlage zum Druckgießen
keramischer Artikel mit drei Moduln,
Fig. 2 ein Arbeitsablaufschema der drei Moduln und
Fig. 3 ein Flußdiagramm für die Steuerung der Anlage mit
ihren drei Moduln.
Die in Fig. 1 dargestellte Anlage zum Druckgießen keramischer
Artikel weist drei Moduln 1, 2 und 3 auf; diese sind beispiels
weise handelsübliche Druckgußmaschinen für sanitärkeramische
Artikel und weisen je ein Maschinengestell 4, zwei darin ange
ordnete Gießformen 5 und einen zwischen diesen angeordneten
hydraulischen oder pneumatischen Fluidzylinder 6 auf. Die Gieß
formen 5 haben im dargestellten Beispiel je zwei Formseiten
teile sowie je ein Formoberteil und je ein Formunterteil. Von
den beiden Formseitenteilen jeder Gießform 5 ist eines am zuge
hörigen Maschinengestell 4 befestigt und das andere verschieb
bar geführt; der zugehörige Fluidzylinder 6 ist zwischen den
verschiebbaren Formseitenteilen angeordnet. Die Bewegungen der
Formseitenteile innerhalb des zugehörigen Maschinengestells 4
wird von einem Meldesystem 7 überwacht; den Formober- und Form
unterteilen ist je ein Endlagenschalter 8 bzw. 9 zugeordnet.
Die Fluidzylinder 6 sämtlicher zur Anlage gehörigen Moduln 1, 2
und 3 sind an eine gemeinsame Fluidversorgung 10 angeschlossen,
die ein handelsübliches Hydraulik- oder Pneumatikaggregat sein
kann und nicht größer bemessen zu sein braucht als zur Versor
gung eines der drei Moduln erforderlich ist. Dabei ist zu be
rücksichtigen, daß jedes der drei Moduln 1, 2, 3 zusätzlich zu
dem dargestellten Fluidzylinder 6 weitere, nicht dargestellte
Fluidzylinder aufweisen kann, entsprechend der Anzahl zu be
wegender Formober- und Formunterteile. Die Fluidversorgung 10
ist mit jedem der Moduln 1, 2, 3 durch ein Paar Fluidleitungen 11
und 12 verbunden, die durch ein Fluidventil 13 zum Schließen,
Geschlossenhalten und Öffnen der Gießformen 5 gesteuert werden.
Die Gießformen 5 sämtlicher Moduln 1, 2 und 3 sind an eine ge
meinsame Schlickerversorgung 14 angeschlossen, die ebenfalls
von handelsüblicher Bauart sein kann und nur so groß bemessen
zu sein braucht, wie zur Versorgung der Gießformen eines ein
zigen der Moduln erforderlich ist. Die Schlickerversorgung 14
ist in Form eines Vorratsbehälters mit Schlickerpumpe darge
stellt und ist über eine Schlickerhauptleitung 15 und je ein
Schlickerventil 16 an die einzelnen Moduln 1, 2 und 3 ange
schlossen. Vom Schlickerventil 16 jedes der drei Moduln 1, 2 und 3
führt eine untere Steigleitung 17 zu den Gießformen 5 des betref
fenden Moduls, und von den Gießformen geht eine obere Steiglei
tung 18 aus. Jedes der drei dargestellten Schlickerventile 16
ist außerdem an einen Ablauf 19 für Restschlicker angeschlossen.
Die oberen Steigleitungen 18 münden in je einen Druckbehälter
20, der an ein Druckluftventil 21, einen Drucksensor 22 und
einen Druckregler 23 angeschlossen ist.
Das Meldesystem 7, die Endlagenschalter 8 und 9, die Fluidven
tile 13, die Schlickerventile 16, die Drucksensoren 22 und die
Druckregler 23 sind über ein Steuerleitungssystem 24 an eine
gemeinsame Steuerung 25 angeschlossen.
In Fig. 2 sind die Arbeitszyklen der drei Moduln 1, 2 und 3 über
der Zeit t aufgetragen. Mit den Strecken R' und R" ist ange
deutet, daß noch eine Zeitereserve R = R' + R" besteht, sodaß
ein viertes Modul in die Anlage eingegliedert werden könnte.
In Fig. 3 haben die Positionen folgende Bedeutung:
26 Die Steuerung berechnet anhand von eingegebenen Parametern die Wartezeiten WZ der einzelnen Moduln sowie die Start verzögerung VZ der Moduln 2 und 3. Durch die Berechnung der Wartezeiten WZ erhält man für alle Moduln die gleiche Zykluszeit und durch die Startverzögerung VZ den gewünsch ten Gleichlauf.
27 Anlagenstart.
28 Formen schließen und Start zur Messung der Schließzeit SZ. Die Schließzeit wird durch Parametereingabe beeinflußt, wie Geschwindigkeit und Schließposition für Schließzylin der seitlicher Formteile, Zeiteingaben für Restwasser ausblasen und Vakuum ziehen sowie mechanische Verstellun gen an Drosselventilen im Hydrauliksystem und mechanische Verstellung von Endlagenschaltern. Im Automatikbetrieb beeinflussen die Viskosität und die Temperatur des Öls die Geschwindigkeit des Schließvorganges.
29 Abfrage, ob die Formen geschlossen sind. Wird eine Zyklus zeit überschritten, geht die Anlage in Stop.
30 Nach der Rückmeldung Formen geschlossen, wird die Zeit messung ausgeschaltet und die Wartezeit für alle Moduln neu berechnet, um Änderungen im zeitlichen Ablauf aus zugleichen. Die Wartezeit wird gestartet.
31 Abfrage, ob die Wartezeit zu Ende ist.
32 Formen mit Schlicker füllen und die Zeitmessung starten (Füllzeit FZ). Die Füllzeit wird durch Parametereingabe für den Fülldruck beeinflußt. Im Automatikbetrieb können Schwan kungen der Füllzeit infolge Beschaffenheit und Temperatur des Schlickers auftreten.
33 Abfrage, ob der Fülldruck erreicht ist. Über den Drucksen sor erkennt die Steuerung, ob der programmierte Fülldruck erreicht ist. Wird ein Zeitlimit überschritten, geht die Anlage in Stop.
34 Der Fülldruck ist erreicht und die Zeitmessung abge schaltet. Veränderungen werden in einer Korrektur der Wartezeiten für alle Moduln berücksichtigt. Die Anlage schaltet auf Druckregelung und der programmierte Gieß prozeß beginnt. Die Zeitmessung der Gießzeit (GZ) wird gestartet. Die Gießzeit wird durch Parameter für die Drucksteuerung beeinflußt. Im Automatikbetrieb beein flussen die Beschaffenheit des Schlickers sowie mecha nische Einstellungen von Drosselventilen (z. B. für Druck abbau in den Formen) den zeitlichen Ablauf.
35 Abfrage, ob der Gießvorgang zu Ende ist und keine anderen Bewegungsabläufe stattfinden. Die Steuerung er kennt durch Abfrage des Drucksensors, ob der Druck in den Formen abgebaut ist. Reicht der Regelbereich für die Zykluszeit nicht aus, wird hier der Ablauf kurz angehalten und durch diesen zeitlichen Versatz zu den anderen Maschi nen der Gleichlauf korrigiert. Wird ein Zeitlimit über schritten, geht die Anlage in Stop.
36 Der Gießvorgang ist beendet und die Zeitmessung abge schaltet. Veränderungen in der Gießzeit (GZ) werden durch die Berechnung neuer Wartezeiten ausgeglichen. Die Formen werden geöffnet und die Zeitmessung gestartet. Durch Para metereingabe für die Ablösezeiten der einzelnen Formteile sowie für Geschwindigkeit und Position des Schließzylin ders der seitlichen Formenteile wird die Öffnungszeit (OZ) der Formen beeinflußt. Im Automatikbetrieb beeinflussen mechanische Einstellungen der Drosselventile in der Hy draulik und die Beschaffenheit des Öls die Öffnungszeit.
37 Abfrage, ob die Formen geöffnet sind. Wird ein Zeitlimit überschritten, geht die Anlage in Stop.
38 Abfrage, ob die Anlage durch eine Bedienperson gestoppt wurde.
39 Stop der Anlage.
40 Modul 2 wartet, bis Modul 1 das Schließen der Formen meldet.
41 Berechnete Startverzögerung für das Modul 2 starten.
42 Abfrage, ob die Startverzögerung zu Ende ist und Weiter schaltung zu Formen schließen von Modul 2. Weiterer Ablauf analog zu Modul 1.
26 Die Steuerung berechnet anhand von eingegebenen Parametern die Wartezeiten WZ der einzelnen Moduln sowie die Start verzögerung VZ der Moduln 2 und 3. Durch die Berechnung der Wartezeiten WZ erhält man für alle Moduln die gleiche Zykluszeit und durch die Startverzögerung VZ den gewünsch ten Gleichlauf.
27 Anlagenstart.
28 Formen schließen und Start zur Messung der Schließzeit SZ. Die Schließzeit wird durch Parametereingabe beeinflußt, wie Geschwindigkeit und Schließposition für Schließzylin der seitlicher Formteile, Zeiteingaben für Restwasser ausblasen und Vakuum ziehen sowie mechanische Verstellun gen an Drosselventilen im Hydrauliksystem und mechanische Verstellung von Endlagenschaltern. Im Automatikbetrieb beeinflussen die Viskosität und die Temperatur des Öls die Geschwindigkeit des Schließvorganges.
29 Abfrage, ob die Formen geschlossen sind. Wird eine Zyklus zeit überschritten, geht die Anlage in Stop.
30 Nach der Rückmeldung Formen geschlossen, wird die Zeit messung ausgeschaltet und die Wartezeit für alle Moduln neu berechnet, um Änderungen im zeitlichen Ablauf aus zugleichen. Die Wartezeit wird gestartet.
31 Abfrage, ob die Wartezeit zu Ende ist.
32 Formen mit Schlicker füllen und die Zeitmessung starten (Füllzeit FZ). Die Füllzeit wird durch Parametereingabe für den Fülldruck beeinflußt. Im Automatikbetrieb können Schwan kungen der Füllzeit infolge Beschaffenheit und Temperatur des Schlickers auftreten.
33 Abfrage, ob der Fülldruck erreicht ist. Über den Drucksen sor erkennt die Steuerung, ob der programmierte Fülldruck erreicht ist. Wird ein Zeitlimit überschritten, geht die Anlage in Stop.
34 Der Fülldruck ist erreicht und die Zeitmessung abge schaltet. Veränderungen werden in einer Korrektur der Wartezeiten für alle Moduln berücksichtigt. Die Anlage schaltet auf Druckregelung und der programmierte Gieß prozeß beginnt. Die Zeitmessung der Gießzeit (GZ) wird gestartet. Die Gießzeit wird durch Parameter für die Drucksteuerung beeinflußt. Im Automatikbetrieb beein flussen die Beschaffenheit des Schlickers sowie mecha nische Einstellungen von Drosselventilen (z. B. für Druck abbau in den Formen) den zeitlichen Ablauf.
35 Abfrage, ob der Gießvorgang zu Ende ist und keine anderen Bewegungsabläufe stattfinden. Die Steuerung er kennt durch Abfrage des Drucksensors, ob der Druck in den Formen abgebaut ist. Reicht der Regelbereich für die Zykluszeit nicht aus, wird hier der Ablauf kurz angehalten und durch diesen zeitlichen Versatz zu den anderen Maschi nen der Gleichlauf korrigiert. Wird ein Zeitlimit über schritten, geht die Anlage in Stop.
36 Der Gießvorgang ist beendet und die Zeitmessung abge schaltet. Veränderungen in der Gießzeit (GZ) werden durch die Berechnung neuer Wartezeiten ausgeglichen. Die Formen werden geöffnet und die Zeitmessung gestartet. Durch Para metereingabe für die Ablösezeiten der einzelnen Formteile sowie für Geschwindigkeit und Position des Schließzylin ders der seitlichen Formenteile wird die Öffnungszeit (OZ) der Formen beeinflußt. Im Automatikbetrieb beeinflussen mechanische Einstellungen der Drosselventile in der Hy draulik und die Beschaffenheit des Öls die Öffnungszeit.
37 Abfrage, ob die Formen geöffnet sind. Wird ein Zeitlimit überschritten, geht die Anlage in Stop.
38 Abfrage, ob die Anlage durch eine Bedienperson gestoppt wurde.
39 Stop der Anlage.
40 Modul 2 wartet, bis Modul 1 das Schließen der Formen meldet.
41 Berechnete Startverzögerung für das Modul 2 starten.
42 Abfrage, ob die Startverzögerung zu Ende ist und Weiter schaltung zu Formen schließen von Modul 2. Weiterer Ablauf analog zu Modul 1.
Claims (6)
1. Anlage zum Druckgießen keramischer Artikel mit
- 1. mehreren zyklisch nacheinander arbeitenden Moduln (1, 2, 3,), die je mindestens eine Gießform (5) und je mindestens einen Fluidzylinder (6) aufweisen, mit dem sich die zugehörige Gieß form (5)) in einer Schließzeit (SZ) schließen und in einer Öffnungszeit (OZ) öffnen läßt,
- 2. einer gemeinsamen Fluidversorgung (10), an welche die Fluid zylinder (6) über Fluidventile (13) angeschlossen sind,
- 3. einer gemeinsamen Schlickerversorgung (14), an welche die Gießformen (5) über Schlickerventile (16) angeschlossen sind, die jeweils während einer Füllzeit (FZ) zur Schlickerversorgung (14) hin geöffnet, während einer sich daran anschließenden Gieß zeit (GZ) geschlossen und danach zum Ablaufenlassen von Rest schlicker zu einem Ablauf (19) hin geöffnet sind,
- 4. Druckreglern (23), die je einem Modul (1, 2, 3) zugeordnet sind, um in den Gießformen (5) jeweils während der Gießzeit (GZ) einen geregelten Schlickerdruck aufrechtzuerhalten, und
- 5. einer allen Moduln (1, 2, 3) zugeordneten gemeinsamen Steuerung (25), die das Öffnen, Schließen und Füllen der Gießformen (5) sowie den Druckverlauf beim Gießen überwacht und so programmiert ist, daß
- 6. die Öffnungs- und Schließzeiten (OZ, SZ) keines Moduls (1, 2, 3) sich mit der Öffnungs- oder Schließzeit eines der anderen Moduln überlappen, und
- 7. zwischen der Schließzeit (SZ) und der Füllzeit (FZ) jedes Moduls (1, 2, 3), bei dem die Summe der Öffnungs-, Schließ-, Füll- und Gießzeiten (OZ + SZ + FZ + GZ) kleiner als die entsprechende Summe bei einem der anderen Moduln ist, eine Wartezeit (WZ) eingefügt wird.
2. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung (25) ferner so pro
grammiert ist, daß die Füllzeit (FZ) keines Moduls (1, 2, 3)
sich mit der Füllzeit eines der anderen Moduln überlappt.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wartezeit (WZ) eine bewegungs
bedingte Wartezeit (WZB) enthält, die für jedes Modul (z. B. 1)
bemessen wird als Summe der Schließzeiten (SZ2, SZ3) und Öff
nungszeiten (OZ2, OZ3) sämtlicher übrigen Moduln (2, 3), ver
mindert um die Summe der Füllzeit (FZ1) und der Gießzeit (GZ1)
des betreffenden Moduls (1) selbst.
4. Anlage nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß als Summe sämtlicher genannten
Zeiten für jedes einzelne Modul (1, 2, 3) eine Zykluszeit (ZZ)
ermittelt wird und die Wartezeiten erforderlichenfalls durch
Addieren eines Zuschlags so korrigiert werden, daß sich für
alle Moduln (1, 2, 3) die gleiche Zykluszeit ergibt.
5. Anlage nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wartezeit (WZ) ferner eine fül
lungsbedingte Wartezeit (WZF) enthält, die für jedes Modul (z. B. 1)
bemessen wird als Summe der Füllzeit (FZ3) und der korrigierten
bewegungsbedingten Wartezeit (WZB3') des dem betreffenden Modul
(1) im Arbeitszyklus vorangehenden Moduls (3), vermindert um
die Summe der Öffnungszeit (OZ1), Schließzeit (SZ1) und korri
gierten bewegungsbedingten Wartezeit (WZB1') des betreffenden
Moduls (1) selbst.
6. Anlage nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wartezeit (WZ) ferner eine War
tezeitkorrektur (WZK) enthält, die für jedes Modul (z. B. 1) be
messen wird als Summe der Öffnungszeiten (OZ2, OZ3), Schließ
zeiten (SZ2, SZ3) und füllungsbedingten Wartezeiten (WZF2, WZF3)
sämtlicher übrigen Moduln (2, 3), vermindert um die Summe der
Füllzeit (FZ1), Gießzeit (GZ1) und korrigierten bewegungsbe
dingten Wartezeit (WZB1') des betreffenden Moduls (1) selbst.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997145232 DE19745232C1 (de) | 1997-10-13 | 1997-10-13 | Anlage zum Druckgießen keramischer Artikel |
| EP98101201A EP0908283A1 (de) | 1997-10-13 | 1998-01-23 | Anlage zum Druckgiessen keramischer Artikel |
| DE29801196U DE29801196U1 (de) | 1997-10-13 | 1998-01-26 | Anlage zum Druckgießen keramischer Artikel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997145232 DE19745232C1 (de) | 1997-10-13 | 1997-10-13 | Anlage zum Druckgießen keramischer Artikel |
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Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
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| DE102020100414A1 (de) | 2020-01-10 | 2021-07-15 | Lippert Gmbh & Co. Kg | Batteriedruckguss für keramische Hohlkörper |
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- 1997-10-13 DE DE1997145232 patent/DE19745232C1/de not_active Expired - Fee Related
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- 1998-01-23 EP EP98101201A patent/EP0908283A1/de not_active Withdrawn
- 1998-01-26 DE DE29801196U patent/DE29801196U1/de not_active Expired - Lifetime
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| Publication number | Publication date |
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| DE29801196U1 (de) | 1998-03-19 |
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