DE19751283A1 - Dichtungseinrichtung - Google Patents
DichtungseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Dichtungseinrichtung zur seitlichen Abdich
tung wenigstens einer an eine bewegte Fläche angrenzenden Überdruck- oder
Unterdruckzone in einer Papiermaschine, mit wenigstens einem der
bewegten Fläche gegenüberliegenden Dichtelement.
Derartige Dichtungseinrichtungen finden in der Praxis sowohl in der For
merpartie als auch in der Pressenpartie und/oder der Trockenpartie einer
jeweiligen Papiermaschine Verwendung, wobei sie unter anderem in
Saugwalzen oder Blaswalzen eingesetzt sein können. So besitzen Saugwal
zen in der Regel feststehende innere Saugkästen, die Zonen mit wenig
stens zwei Druckniveaus bilden, wobei die Abdichtung der Druckzonen
durch Dichtleisten erfolgt, die sich in der Regel zumindest im wesentlichen
über die gesamte Walzenlänge erstrecken.
Zur Erzielung der gewünschten Dichtwirkung war es bisher allgemein üb
lich, die Dichtelemente oder Dichtleisten durch Druckelemente an die be
treffende bewegte Fläche wie beispielsweise die innere Mantelfläche einer
perforierten Saugwalze anzupressen. Die hierbei auftretende Reibung zwi
schen dem Dichtelement und der betreffenden bewegten Fläche führt nun
aber zu einem erheblichen Verschleiß des Dichtelements.
Bei einer aus der US-A-5 580 424 bekannten Dichtungseinrichtung der
eingangs genannten Art wird eine jeweilige Dichtleiste durch radial wir
kende Druckkräfte an einen Saugwalzenmantel angepreßt. Nachdem die
Dichtleiste auf diese Weise an den Saugwalzenmantel angelegt wurde,
wird die sich hierbei ergebende Leistenposition durch ein seitliches An
pressen der Dichtleiste an einen Lagerbock fixiert, woraufhin die radiale
Anpreßkraft auf Null verringert wird. Eine solche Ausführung bringt nun
aber den Nachteil mit sich, daß aufgrund der reibschlüssigen Fixierung
die jeweils gewünschte Position der Dichtleiste nicht mit der erforderlichen
Genauigkeit beibehalten werden kann. Es besteht vielmehr die Gefahr,
daß sich die Position der Dichtleiste aufgrund von Vibrationen ändert und
demzufolge zwischen der Dichtleiste und dem Saugwalzenmantel ein Spalt
entsteht, der wiederum zu einer relativ großen Luftleckage zwischen den
betreffenden Druckkammern führt. Die senkrecht zur Leistenanpressung
wirkende Fixiereinrichtung bringt weitere Nachteile mit sich. Nachdem
diese Fixiereinrichtung einen gleitend in einem Leistenhalter gelagerten
Kolben umfaßt, besteht die Gefahr, daß sich das hierfür erforderliche ra
diale Spiel negativ auf die Größe des Dichtspaltes zwischen Leiste und
Saugwalzenmantel auswirkt.
Ziel der Erfindung ist es, eine Dichtungseinrichtung der eingangs ge
nannten Art zu schaffen, bei der sowohl der Verschleiß des Dichtelements
auf ein Minimum herabgesetzt als auch die Weite des sich zwischen
Dichtelement und bewegter Fläche einstellenden Dichtspaltes möglichst
klein und zeitlich stabil gehalten ist.
Die Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Dichtele
ment zwischen einer Ausgangsschwenklage und einer definierten End
schwenklage schwenkbar gelagert und zur Erzielung der Dichtfunktion in
seine definierte Endschwenklage belastet ist.
Aufgrund dieser Ausbildung wird die gewünschte Dichtwirkung ohne ra
diale Anpressung des Dichtelements an die betreffende bewegte Fläche er
reicht, wodurch der Verschleiß des Dichtelements auf ein Minimum her
abgesetzt ist. Zu einem Abrieb von Dichtungsmaterial kommt es allenfalls
noch während der Überführung des Dichtungselements in dessen End
schwenklage. Sobald diese Endschwenklage erreicht ist, stellt sich zwi
schen Dichtelement und bewegter Fläche ein minimaler Dichtspalt ein,
der über die Maschinenbreite konstant und an die Kontur der bewegten
Fläche angepaßt ist. Durch eine die Schwenkachse festlegende positions
genaue Lagerung des Dichtelements ist auch bei auftretenden Vibrationen
stets ein gleichbleibender, möglichst schmaler Dichtspalt sichergestellt.
Das Dichtelement ist vorzugsweise um eine sich quer zur Laufrichtung der
bewegten Fläche erstreckende Schwenkachse schwenkbar.
Die Endschwenklage des Dichtelements ist zweckmäßigerweise durch we
nigstens einen Anschlag definiert. Für eine möglichst genaue Festlegung
dieser Endschwenklage ist vorzugsweise ein starrer Anschlag vorgesehen.
Der Anschlag ist vorteilhafterweise einstellbar, so daß erforderlichenfalls
auch ein Nachstellen des Dichtelements möglich ist. Ein solches Nach
stellen kann beispielsweise dann zweckmäßig sein, wenn der Dichtspalt
nach einer längeren Betriebszeit unter dem Einfluß verschiedener Stör
größen wie z. B. der Temperatur, einer Walzenverbiegung und/oder der
gleichen den zulässigen Wert überschritten hat.
Das Dichtelement kann beispielsweise in einem Lagerbock schwenkbar
gelagert sein. In diesem Fall ist die positionsgenaue Schwenklagerung des
Dichtelements durch den Lagerbock sichergestellt.
Bei einer vorteilhaften praktischen Ausführungsform ist das Dichtelement
durch wenigstens eine Anpreßeinheit in die definierte Endschwenklage
belastbar. Eine solche Anpreßeinheit umfaßt zweckmäßigerweise einen in
einem Zylinderraum geführten Kolben. Der Zylinderraum kann beispiels
weise im oder am Lagerbock ausgebildet sein. Das Dichtelement kann bei
spielsweise mit einer mit dem Kolben verbundenen Kolbenstange gekop
pelt oder auch unmittelbar vom Kolben beaufschlagt sein. Im letzteren
Fall ist die das Dichtelemente beaufschlagende Stirnseite des Kolbens
zweckmäßigerweise ballig geformt, so daß ein Verkanten ausgeschlossen
ist.
Von besonderem Vorteil ist, wenn die Anpreßeinheit eine Feder, einen
Druckschlauch und/oder dergleichen umfaßt, um den Kolben zu beauf
schlagen.
Der die Endschwenklage definierende Anschlag kann mit dem Kolben zu
sammenwirken, um dessen Hub entsprechend zu begrenzen. Bei einer al
ternativen zweckmäßigen Ausführungsform wirkt der die Endschwenklage
definierende Anschlag unmittelbar mit dem Dichtungselement und/oder
einem das Dichtungselement aufnehmenden, zusammen mit diesem
schwenkbaren Halter zusammen, um die Schwenkbewegung des Dichte
lements entsprechend zu begrenzen. Im letzteren Fall ist der Anschlag
vorzugsweise auf der von der Anpreßeinheit abgewandten Seite des Dich
telements angeordnet.
Das Dichtelement ist zweckmäßigerweise in einer zur Laufrichtung der
bewegten Fläche entgegengesetzten Schwenkrichtung in seine definierte
Endschwenklage belastet.
Bei einer in der Praxis bevorzugten Ausführung sind die anfänglichen Ab
messungen des Dichtelements so gewählt, daß der Abstand zwischen dem
der bewegten Fläche zugewandten Ende des Dichtelements und der
Schwenkachse zunächst größer ist als der Abstand zwischen der Schwen
kachse und dem Bereich der bewegten Fläche, dem das betreffende Ende
des Dichtelements bei seine Endschwenklage einnehmendem Dichtele
ment gegenüberliegt, so daß das Dichtelement eine definierte End
schwenklage erst nach einem entsprechenden, infolge der Reibung zwi
schen Dichtelement und bewegter Fläche auftretenden Materialabtrag er
reicht.
Die anfängliche Form des der bewegten Fläche zugewandten Endes des
Dichtelements ist zur Minimierung des während der Überführung in die
Endschwenklage auftretenden Materialabtrags vorzugsweise konvex.
Ein minimaler Materialabtrag während des Übergangs in die Endschwen
klage wird vorteilhafterweise auch durch einen anfänglich zumindest im
wesentlichen runden Querschnitt des Dichtelements erreicht.
Die Schwenklagerung kann unmittelbar am Dichtelement vorgesehen
sein. Das Dichtelement kann jedoch auch in einem schwenkbar gelagerten
Halter fixiert sein.
Eine besonders hohe Positioniergenauigkeit wird insbesondere dann er
reicht, wenn durch die Schwenklagerung eine starre Schwenkachse defi
niert ist.
Bei einer äußerst kostengünstigen und wenig verschmutzungsanfälligen
zweckmäßigen Ausführungsform umfaßt die Schwenklagerung wenigstens
eine Blattfeder, die einerseits am Lagerbock fixiert und andererseits an
dem Dichtelement und/oder einem dieses aufnehmenden Halter befestigt
ist.
Ist der mit dem Dichtelement und/oder einem diesem zugeordneten Halter
zusammenwirkende Anschlag verstellbar, so kann er zweckmäßigerweise
einen durch einen Druckschlauch und/oder dergleichen beaufschlagbaren
Kolben umfassen.
In bestimmten Anwendungsfällen ist es zweckmäßig, wenn die Schwenk
lagerung und mit ihr die Schwenkachse des Dichtelements verstellbar ist.
Dabei können insbesondere Mittel vorgesehen sein, um die Schwenklage
rung bei aus seiner Endschwenklage herausgeschwenktem Dichtelement
in Richtung auf die bewegte Fläche zu nachzustellen. Ein entsprechendes
Nachstellen kann beispielsweise dann erforderlich werden, wenn der
Dichtspalt nach einer längeren Betriebsdauer zu groß oder über die Ma
schinenbreite hinweg zu ungleichmäßig geworden ist. Nachdem die
Schwenklagerung entsprechend nachgestellt wurde, kann das Dichtele
ment wieder in die definierte Endschwenklage belastet werden, womit ein
erneuter Einstellvorgang beginnen kann.
Die Mittel zum Nachstellen der Schwenklagerung können beispielsweise
wenigstens einen Druckschlauch, wenigstens eine Kulissenführung
und/oder wenigstens eine Keilverstelleinrichtung umfassen.
Bei einer in der Praxis bevorzugten Ausführungsform umfaßt die nach
stellbare Schwenklagerung ein in Verstellrichtung verschiebbar am Lager
bock gelagertes Bett für das Dichtungselement oder einen diesem zuge
ordneten Halter, wobei das Bett durch zwischen ihm und dem Lagerbock
angeordnete Mittel wie insbesondere wenigstens einen Druckschlauch,
wenigstens eine Keilverstelleinrichtung und/oder dergleichen nachstellbar
ist.
Ist das Bett durch wenigstens eine Keilverstelleinrichtung nachstellbar, so
ist es über diese vorzugsweise an lediglich zwei in Längsrichtung der
Dichtung einen Abstand voneinander aufweisenden Stellen am Lagerbock
abgestützt. Dabei ist der Abstand der Abstützstellen zweckmäßigerweise
so gewählt, daß sich eine möglicherweise auftretende Durchbiegung des
Lagerbockes nicht auf das beispielsweise als Dichtleiste vorgesehene
Dichtelement überträgt, wodurch unabhängig von den jeweiligen Druck
verhältnissen stets ein gleichmäßiger Dichtspalt gewährleistet ist.
Zwischen dem Lagerbock und der nachstellbaren Schwenklagerung ist
zweckmäßigerweise wenigstens eine die Schwenklagerung fest in der je
weils gewünschten Position haltende Fixiereinrichtung vorgesehen. Diese
Fixiereinrichtung kann beispielsweise so ausgeführt sein, wie dies in der
US-A-5 580 424 angegeben ist. Demnach kann die Fixiereinrichtung bei
spielsweise wenigstens einen Kolben und/oder wenigstens einen Druck
schlauch umfassen. Die Fixiereinrichtung ist vorzugsweise auf der von der
Anpreßeinheit abgewandten Seite der Schwenklagerung angeordnet.
Das in der Fixiereinrichtung auftretende Spiel wird durch die das Dichte
lement in seine Endschwenklage belastende Anpreßkraft kompensiert.
Die Fixiereinrichtung kann gleichzeitig als zwischen dem Lagerbock und
der Schwenklagerung wirkende Dichtung ausgebildet sein. Damit kann
die Fixiereinrichtung beispielsweise auch als Dichtung zwischen unter
schiedlichen Druckzonen dienen.
Von besonderem Vorteil ist, wenn das Dichtelement einen Belüftungsan
satz umfaßt, der sich in Laufrichtung der bewegten Fläche vom dichtend
mit dieser Fläche zusammenwirkenden Ende des Dichtelements weg er
streckt, um in einem sich an den Dichtbereich anschließenden Belüf
tungsbereich für eine Belüftung von in der bewegten Fläche vorgesehenen
Öffnungen zu sorgen.
Dabei bildet der Belüftungsansatz mit der bewegten Fläche vorzugsweise
einen sich in deren Laufrichtung erweiternden Spalt. Alternativ oder zu
sätzlich kann die der bewegten Fläche zugewandte Oberfläche des Belüf
tungsansatzes in Laufrichtung der bewegten Fläche zunehmend struktu
riert sein. Im letzteren Fall kann die der bewegten Fläche zugewandte
Oberfläche des Belüftungsansatzes beispielsweise mit sich in Laufrichtung
der bewegten Fläche erstreckenden Nuten versehen sein, die zumindest
teilweise einen sich in Laufrichtung der Fläche erweiternden Querschnitt
besitzen und vorzugsweise zum in Laufrichtung hinteren Ende des Belüf
tungsansatzes hin offen sind. Vorzugsweise besitzen die Nuten zumindest
teilweise einen V-förmigen Querschnitt.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Belüftungsansatz in Lauf
richtung der bewegten Fläche zunehmend von Belüftungsbogen durch
setzt. In diesem Fall sind vorzugsweise mehrere sich jeweils quer zur Lauf
richtung der bewegten Fläche erstreckende, in Laufrichtung hintereinan
derliegende Reihen von Belüftungsbohrungen von insbesondere gleichem
Durchmesser vorgesehen, wobei die Bohrungsreihen in Laufrichtung der
bewegten Fläche eine zunehmende Bohrungsdichte aufweisen.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der mit Belüf
tungsbohrungen versehene Belüftungsansatz in Laufrichtung der beweg
ten Fläche einen zunehmend größer werdenden Abstand von der bewegten
Fläche auf, wobei er an seinem in Laufrichtung der bewegten Fläche hin
teren Ende zu dieser Fläche hin abgebogen ist, so daß zwischen dieser
Fläche und dem Belüftungsansatz ein Belüftungskammer gebildet ist.
Der Belüftungsansatz kann aus demselben Material wie das restliche
Dichtelement bestehen und vorzugsweise einstückig mit diesem ausgebil
det sein. Gemäß einer vorteilhaften alternativen Ausführungsform kann
der Belüftungsansatz jedoch auch aus einem anderen Material als das
restliche Dichtelement bestehen und vorzugsweise getrennt von diesem
ausgebildet sowie an diesem befestigt sein.
Der Belüftungsansatz kann beispielsweise aus einem porösen schalldämmenden
Kunststoff bestehen bzw. schwammartig ausgebildet sein.
Zumindest der die Abdichtung bewirkende Teil des Dichtelements kann
beispielsweise aus Graphit bestehen.
Die erfindungsgemäße Ausbildung des Dichtelements mit einem speziellen
Belüftungsansatz ist auch unabhängig von der jeweiligen Lagerung und
Belastung des Dichtelements von besonderem Vorteil.
Die Dichtungseinrichtung kann allgemein beispielsweise zur seitlichen
Abdichtung wenigstens einer an einem rotierenden Mantel einer Saug- oder
Blaswalze oder ein bewegtes Band wie insbesondere ein Transport
band, ein Preßband oder dergleichen angrenzenden Druckzone vorgesehen
sein, bei der es sich um eine Unterdruck- oder um eine Überdruckzone
handeln kann. Die Dichtungseinrichtung kann insbesondere auch zwi
schen Druckzonen unterschiedlichen Druckniveaus angeordnet sein, wo
bei beispielsweise eine Druckzone auch unter Atmosphärendruck stehen
kann.
Ist die Dichtungseinrichtung zur seitlichen Abdichtung wenigstens einer
an einen rotierenden Mantel einer Saug- oder Blaswalze angrenzenden
Druckzone vorgesehen, so ist das Dichtelement vorzugsweise um eine sich
parallel zur Walzenachse erstreckende Schwenkachse schwenkbar. Zudem
kann das Dichtelement durch eine sich zumindest im wesentlichen über
die gesamte Walzenmenge erstreckende Dichtleiste gebildet sein.
Die Dichtungseinrichtung kann beispielsweise zur seitlichen Abdichtung
wenigstens einer an die Innenwand eines rotierenden Mantels einer Saug- oder
Blaswalze angrenzenden inneren Druckzone vorgesehen sein.
Ist die Dichtungseinrichtung zur seitlichen Abdichtung wenigstens einer
an die Innenwand eines rotierenden Mantels einer Saug- oder Blaswalze
angrenzenden inneren Druckzone vorgesehen und das Dichtelement in
einer zur Laufrichtung des rotierenden Mantels entgegengesetzten
Schwenkrichtung in seine definierte Endschwenklage belastet, so ist bei
einer in der Praxis bevorzugten Ausführungen vorgesehen, daß die in
Mantellaufrichtung vordere Kante des Dichtelements oder die Auflauflinie
des Mantels bei seine Endschwenklage einnehmendem Dichtelement in
Mantellaufrichtung hinter dem die Schwenkachse des Dichtelements
schneidenden Walzenradius liegt oder diesen Walzenradius schneidet.
Dadurch wird verhindert, daß sich der Dichtspalt im Bereich der Auf
lauflinie wieder öffnet und demzufolge wieder mehr Luft in den Dichtspalt
eingeschleppt wird.
Grundsätzlich kann die Dichtungseinrichtung auch zur seitlichen Ab
dichtung wenigstens einer an die Außenwand eines rotierenden Mantels
einer Saug- oder Blaswalze angrenzenden äußeren Druckzone vorgesehen
sein.
Mit besonderem Vorteil kann die Dichtungseinrichtung zur Verwendung
zwischen einerseits einem Saug- oder Blaskasten und andererseits dem
rotierenden Mantel einer Saug- oder Blaswalze oder einem bewegten Band
vorgesehen sein.
In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausführungsformen der
erfindungsgemäßen Dichtungseinrichtung angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen un
ter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform
einer Dichtungseinrichtung, die im vorliegenden Fall inner
halb einer Saugwalze angeordnet ist und mit deren Innen
wand zusammenwirkt,
Fig. 2 eine alternative Ausführungsform der Anpreßeinheit der in
Fig. 1 gezeigten Dichtungseinrichtung,
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungs
form der Dichtungseinrichtung, wobei das Dichtelement eine
zwischen einer Ausgangs- und einer Endschwenklage liegende
Schwenklage einnimmt,
Fig. 4 die in Fig. 3 gezeigte Dichtungseinrichtung mit seine End
schwenklage einnehmendem Dichtelement,
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungs
form der Dichtungseinrichtung mit einem im Querschnitt an
fänglich runden Dichtelement,
Fig. 6 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungs
form der Dichtungseinrichtung, deren Dichtelement in einem
schwenkbar gelagerten Halter aufgenommen ist,
Fig. 7 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungs
form der Dichtungseinrichtung, bei der unmittelbar das
Dichtelement schwenkbar gelagert ist,
Fig. 8 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungs
form der Dichtungseinrichtung, deren Dichtelement in einem
Halter aufgenommen ist, der über eine Blattfeder schwenkbar
gelagert ist,
Fig. 9 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungs
form der Dichtungseinrichtung mit einem einstellbaren An
schlag,
Fig. 10 die in Fig. 9 gezeigte Dichtungseinrichtung mit einer alter
nativen Ausführung des einstellbaren Anschlags,
Fig. 11 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungs
form der Dichtungseinrichtung mit nachstellbarer Schwenk
achse,
Fig. 12 eine schematische Längsschnittdarstellung der in Fig. 11
gezeigten Dichtungseinrichtung, geschnitten entlang der Linie
A-A der Fig. 11, bei der die Schwenkachse über eine Keilver
stelleinrichtung nachstellbar ist,
Fig. 13 eine schematische Längsschnittdarstellung der in Fig. 11
gezeigten Dichtungseinrichtung, geschnitten entlang der Linie
A-A der Fig. 11, bei der die Schwenkachse über einen
Druckschlauch nachstellbar ist,
Fig. 14 eine im Grundaufbau mit der der Fig. 10 vergleichbare
Ausführungsform der Dichtungseinrichtung mit einem abge
wandelten, einen Belüftungsansatz aufweisenden Dichtele
ment,
Fig. 15 eine schematische Darstellung eines Dichtelements, dessen
der Innenwand des Walzenmantels zugewandte Oberfläche
strukturiert ist,
Fig. 16 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungs
form eines Dichtelements, dessen Belüftungsansatz von Be
lüftungsbohrungen durchsetzt ist,
Fig. 17 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform eines
Dichtelements, bei der der Belüftungsansatz aus einem ande
ren Material als das restliche Dichtelement besteht, und
Fig. 18 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungs
form eines Dichtelements, dessen der Innenwand des Wal
zenmantels zugewandte Oberfläche mit der Innenwand des
Walzenmantels eine Belüftungskammer bildet.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine erste Ausführungsform
einer Dichtungseinrichtung 10, die im vorliegenden Fall innerhalb einer
Saugwalze 12 einer Papiermaschine angeordnet ist und mit der Innen
wand 14 des Walzenmantels 16 zusammenwirkt, um beispielsweise zwei
Saugzonen S1, S2 unterschiedlichen Druckniveaus gegeneinander abzu
dichten.
Die Dichtungseinrichtung 10 umfaßt ein der Innenwand 14 des mit Boh
rungen 18 versehenen Walzenmantels 12 gegenüberliegendes Dichtele
ment 20, das im vorliegenden Fall an seinem vom Walzenmantel 16 abge
wandten Ende an einem Lagerbock 22 schwenkbar gelagert ist. Die sich
hierbei ergebende starre Schwenkachse 24 des Dichtelements 20 erstreckt
sich parallel zur Achse der Saugwalze 12.
Wie anhand der Fig. 1 zu erkennen ist, ist das Dichtelement 20 zwischen
einer Ausgangsschwenklage und einer gestrichelt dargestellten definierten
Endschwenklage verschwenkbar. Zur Erzielung der gewünschten Dicht
funktion ist es in die definierte Endschwenklage belastet.
Im vorliegenden Fall ist das mit der eine bewegte Fläche darstellenden In
nenwand 14 des Walzenmantels 16 zusammenwirkende Dichtelement 20
als Dichtleiste vorgesehen, die sich zumindest im wesentlichen über die
gesamte Länge der Saugwalze 12 erstreckt.
Das Dichtelement 20 ist durch eine Anpreßeinheit 26 in die definierte
Endschwenklage belastet. Diese Anpreßeinheit 26 umfaßt im vorliegenden
Fall einen durch eine Feder 28 belasteten Kolben 30, der in einem im La
gerbock 22 ausgebildeten Zylinderraum 32 geführt und mit einer Kolben
stange 34 verbunden ist, die am freien, außerhalb des Zylinderraums 32
liegenden Ende am Dichtelement 20 angelenkt ist. Die als Druckfeder die
nende Feder 28 ist zwischen dem Kolben 30 und dem Boden des Zylinder
raums 32 angeordnet. Der Kolben 30 kann in Form einer sich parallel zur
Walzenachse erstreckenden Leiste vorgesehen sein, wobei ggf. auch der
Zylinderraum 32 entsprechend dimensioniert ist. Grundsätzlich können
auch mehrere Federn 28 und/oder Kolbenstangen 34 vorgesehen sein.
Die Endschwenklage des Dichtelements 20 ist durch einen Anschlag 36
definiert, der im vorliegenden Fall mit dem Kolben 30 zusammenwirkt und
dessen Hub entsprechend begrenzt. Wie anhand der Fig. 1 zu erkennen
ist, ist der Anschlag 36 durch die Innenfläche der von der Kolbenstange
34 durchsetzten Stirnwand des Zylinderraums 32 gebildet.
Durch die Anpreßeinheit 26 ist das Dichtelement 20 in der zur Laufrich
tung L der Saugwalze 12 entgegengesetzten Schwenkrichtung in seine de
finierte, gestrichelt dargestellte Endschwenklage belastet. In Fig. 1 wird
das Dichtelement 20 durch die Anpreßeinheit 26 somit nach links ver
schwenkt. Seine Endschwenklage hat es dann erreicht, wenn der Kolben
30 am Anschlag 36 anliegt.
Die anfänglichen Abmessungen des Dichtelements 20 sind so gewählt,
daß der Abstand L0 zwischen dem der bewegten Fläche, im vorliegenden
Fall der Innenwand 14 des Walzenmantels 16 zugewandten Ende des
Dichtelements 20 und der Schwenkachse 24 zunächst größer ist als der
Abstand L1 zwischen der Schwenkachse 24 und dem Bereich der Innen
wand 14 des Walzenmantels 16, dem das benachbarte Ende des Dichte
lements 20 bei seine Endschwenklage einnehmenden Dichtelement 20 ge
genüberliegt. Das Dichtelement 20 erreicht seine definierte Endschwen
klage somit erst nach einem entsprechenden, infolge der Reibung zwi
schen Dichtelement 20 und bewegter Fläche 14 auftretenden Materialab
trag. Zwischen dem Dichtelement 20 und dem Walzenmantel 16 entsteht
somit ein minimaler Dichtspalt, der quer zur Laufrichtung L der Saugwal
ze 12 konstant und an die Kontur des Walzenmantels 16 angepaßt ist.
Durch die positionsgenaue Schwenklagerung des Dichtelements 20 im La
gerbock 22 ist nach einem Erreichen der Endschwenklage sichergestellt,
daß der gebildete Dichtspalt auch beim Auftreten von Vibrationen kon
stant bleibt.
Wie anhand von Fig. 1 zu erkennen ist, ist die anfängliche Form des der
Innenwand 14 des Walzenmantels 16 zugewandten Endes des Dichtele
ments 20 zur Minimierung des während der Überführung in die End
schwenklage auftretenden Materialabtrags konvex.
In Fig. 2 ist eine alternative Ausführungsform der Anpreßeinheit 26 dar
gestellt, bei der anstelle der Feder 28 ein Druckschlauch 38 vorgesehen
ist, bei dem es sich beispielsweise um einen Luftschlauch handeln kann.
Auch dieser Druckschlauch 38 ist wieder zwischen dem Kolben 30 und
dem Boden der in dem Lagerbock 22 ausgebildeten Zylinderraum 32 an
geordnet. Im übrigen besitzt diese Anpreßeinheit 26 den gleichen Aufbau
wie die der Fig. 1.
Fig. 3 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere Ausführungsform
der Dichtungseinrichtung 10. In diesem Fall ist das Dichtelement 20 un
mittelbar von dem beispielsweise wieder in Form einer Leiste vorgesehe
nen Kolben 30 der Anpreßeinheit 26 beaufschlagt. Dabei ist die das Dich
telement 20 beaufschlagende Stirnseite des Kolbens 30 ballig geformt, so
daß ein Verkanten ausgeschlossen ist. Beim dargestellten Ausführungs
beispiel wird der Kolben 30 wieder durch einen Druckschlauch 38 beauf
schlagt.
Die Endschwenklage des Dichtelements 20 ist im vorliegenden Fall durch
einen am Lagerbock 22 vorgesehenen Anschlag 40 definiert, der auf der
von der Anpreßeinheit 26 abgewandten Seite des Dichtelements 20 ange
ordnet ist und unmittelbar mit dem Dichtelement 20 zusammenwirkt, um
dessen Schwenkbewegung entsprechend zu begrenzen.
Während das Dichtelement 20 in Fig. 3 eine Lage zwischen der Aus
gangsschwenklage und der durch den starren Anschlag 40 definierten
Endschwenklage einnimmt, hat es in der Darstellung gemaß Fig. 4 seine
Endschwenklage erreicht, in der es am Anschlag 40 des Lagerbocks 22
anliegt und, nach einem entsprechenden Materialabtrag, mit der Innen
wand 14 des Walzenmantels 16 einen minimalen Dichtspalt bildet.
In Fig. 4 ist zudem die durch die Schwenkachse 24 und die Mitte des
zwischen dem Dichtelement 20 und der Innenwand 14 des Walzenmantels
16 gebildeten Dichtspalts verlaufende Wirkungslinie 42 angedeutet.
Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungs
form der Dichtungseinrichtung 10. In diesem Fall besitzt das um die Ach
se 24 schwenkbar am Lagerbock 22 gelagerte Dichtelement 20 anfänglich
einen runden Querschnitt. Wie anhand der Fig. 5 zu erkennen ist, ist
der am Lagerbock 22 ausgebildete starre Anschlag 40 an die runde Form
des Dichtelements 20 angepaßt. Das Dichtelement 20 wird unmittelbar
von einem Druckschlauch 38 beaufschlagt. Die Anpreßeinheit 26 umfaßt
in diesem Fall somit keinen Kolben. Mit einer Beaufschlagung des Druck
schlauchs 38 wird das Dichtelement 20 in die gestrichelt dargestellte End
schwenklage belastet, in der seine Mittellinie M die durch die Drehachse
24 sowie die Mitte des Dichtspalts verlaufende Wirkungslinie 42 schnei
det.
Fig. 6 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere Ausführungsform
der Dichtungseinrichtung 10, bei der das wieder als Dichtleiste vorgese
hene Dichtelement 20 in einem schwenkbar im Lagerbock 22 gelagerten
Halter 44 aufgenommen ist. Dieser Halter 44 besitzt zur Bildung einer
Aufnahme für das Dichtelement 20 einen zumindest im wesentlichen U-för
migen Querschnitt. Das geschlossene untere Ende des Halters 44 ist
gerundet und in einem entsprechend geformten Bett 46 des Lagerbocks 22
aufgenommen, wodurch die durch den unteren Halterbereich verlaufende
Schwenkachse 24 gebildet wird. Eine solche Ausführung bringt den Vor
teil mit sich, daß das Dichtelement 20 kein Drehlager umfaßt und somit
kostengünstig ausgeführt werden kann.
Der am Lagerbock 22 ausgebildete, die Endschwenklage des Dichtele
ments 20 definierende Anschlag 40 wirkt in diesem Fall unmittelbar mit
dem Halter 44 zusammen, um dessen Schwenkbewegung und damit auch
die des Dichtelements 20 entsprechend zu begrenzen. Zudem wird in die
sem Fall unmittelbar die Halterung 44 von der Anpreßeinheit 26 beauf
schlagt, die entsprechend der Ausführung gemäß den Fig. 3 und 4
wieder einen von einem Druckschlauch 38 beaufschlagten, beispielsweise
in Form einer Leiste vorgesehenen Kolben 30 umfaßt, der mit seiner abge
rundeten Stirnfläche direkt gegen den Halter 44 gepreßt wird. In Fig. 6
liegt der Halter 44 bereits am Anschlag 40 an, so daß das Dichtelement 20
eine Endschwenklage einnimmt.
Fig. 7 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere Ausführungsform
der Dichtungseinrichtung 10, die sich von der der Fig. 6 im wesentlichen
nur dadurch unterscheidet, daß der Halter weggelassen und wieder un
mittelbar das Dichtelement 20 schwenkbar am Lagerbock 22 gelagert ist.
Einander entsprechende Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
In dieser Fig. 7 ist zudem die relative Lage der Auflauflinie 48 des Wal
zenmantels 16 und der Vorderkante des wieder als Dichtleiste vorgesehe
nen Dichtelements 20 bezüglich der Schwenkachse 24 in der Endschwen
klage des Dichtelements 20 gezeigt. Bei den dargestellten Ausführungsbei
spielen darf das Dichtelement 20 höchstens so weit verschwenkt werden,
bis die Auflauflinie 48 den durch die Schwenkachse 24 gehenden Walzen
radius RS schneidet. Würde das Dichtelement 20 weiter verschwenkt wer
den, so würde sich der Dichtspalt im Bereich der Auflauflinie 48 wieder
öffnen. Demzufolge würde mehr Luft in den Dichtspalt eingeschleppt und
damit die Vakuumhöhe in der ersten Druck- oder Saugzone S1 reduziert
werden.
In dieser Fig. 7 ist die Achse oder Mittellinie der Saugwalze 12 mit A be
zeichnet.
Beim in der Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Dichtele
ment 20 in einem Halter 44 aufgenommen, der über eine Blattfeder 50
schwenkbar gelagert ist. Mit dieser Blattfeder 50 wird somit eine Schwen
kachse 24' definiert, die im Gegensatz zur Schwenkachse 24 bei den zuvor
beschriebenen Ausführungsbeispielen in der Regel nicht mehr feststehend
ist. Diese Ausführungsform ist sehr kostengünstig und wenig verschmut
zungsanfällig. Im übrigen besitzt diese Ausführungsform im wesentlichen
den gleichen Aufbau wie die der Fig. 6, wobei einander entsprechende
Teile wieder mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
Fig. 9 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungs
form der Dichtungseinrichtung 10, bei der der Anschlag 40 einstell- oder
verstellbar ist. Im vorliegenden Fall ist umfaßt dieser Anschlag 40 einen
zylindrischen Ansatz mit einem Außengewinde, der eine in einer Wand des
Lagerbocks 22 vorgesehene Bohrung mit Innengewinde durchsetzt. Der
verstellbare Anschlag 40 ermöglicht ein Nachstellen des Dichtelements 20,
wenn z. B. nach einer längeren Betriebsdauer der Dichtspalt durch den
Einfluß verschiedener Störgrößen wie beispielsweise der Temperatur, einer
Walzenverbiegung und/oder dergleichen unzulässig groß geworden ist. Im
übrigen entspricht diese Dichtungseinrichtung 10 der der Fig. 7, wobei
einander entsprechende Teile wieder mit den gleichen Bezugszeichen ver
sehen sind.
Fig. 10 zeigt die Dichtungseinrichtung 10 gemäß der Fig. 9 mit einer
alternativen Ausführung des einstellbaren Anschlags 40. Im vorliegenden
Fall umfaßt dieser einstellbare Anschlag 40 einen durch einen Druck
schlauch 52 beaufschlagbaren Kolben 54, der in einer im Lagerbock 22
ausgebildeten Ausnehmung 56 verschiebbar gelagert und an seiner mit
dem Dichtelement 20 zusammenwirkenden Stirnseite abgerundet ist. Im
übrigen stimmt diese Ausführung mit der der Fig. 9 überein, wobei ein
ander entsprechende Teile wieder mit gleichen Bezugszeichen versehen
sind.
Fig. 11 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Ausfüh
rungsform der Dichtungseinrichtung 10, bei der die Schwenklagerung und
mit ihr die Schwenkachse 24 des Dichtelements 20 nachstellbar ist.
Die vorliegende Ausführungsform unterscheidet sich von der der Fig. 6
im wesentlichen nur dadurch, daß die Schwenklagerung beispielsweise
vertikal verstellbar ist und dazu ein in Verstellrichtung verschiebbares,
am Lagerbock 22 gelagertes Bett 46 für das Dichtelement 20 bzw. den die
sem zugeordneten Halter 44 umfaßt und das Bett 46 durch zwischen ihm
und dem Lagerbock 22 angeordnete, hier lediglich durch Doppelpfeile an
gedeutete Mittel nachstellbar ist. Einander entsprechende Elemente sind
wieder mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Wie anhand der Fig. 11 zu erkennen ist, ist zwischen dem Lagerbock 22
und der nachstellbaren Schwenklagerung, d. h. hier dem Bett 46 wenig
stens eine die Schwenklagerung fest in der jeweils gewünschten Position
haltende Fixiereinrichtung 58 vorgesehen. Diese Fixiereinrichtung 58
kann beispielsweise so ausgeführt sein, wie dies in der US-A-5 580 424
angegeben ist. Im vorliegenden Fall umfaßt die Fixiereinrichtung 58 we
nigstens einen Kolben 60 und wenigstens einen Druckschlauch 62, wobei
sie auf der von der Anpreßeinheit 26 abgewandten Seite der Schwenklage
rung angeordnet ist. Die zuvor im Zusammenhang mit der aus der US-A-5 580 424
bekannten Dichtungseinrichtung genannten Probleme treten hier
nicht auf, da das in der Fixiereinrichtung 58 vorhandene Spiel durch die
das Dichtelement 20 bzw. den Halter 44 in die Endschwenklage belasten
de Anpreßkraft kompensiert wird.
Ist der Dichtspalt nach einer längeren Betriebsdauer zu groß oder über die
Maschinenbreite zu ungleichmäßig geworden, so kann das Dichtelement
20 wie folgt nachgestellt werden:
Zunächst wird der Druck in der Anpreßeinheit 26 so weit verringert, bis das Dichtelement 20 im Uhrzeigersinn in seine Ausgangsschwenklage zu rückschwenkt. Anschließend wird die Schwenkachse 24 durch ein Anhe ben des Bettes 46 etwas angehoben, wonach die Schwenklagerung durch die Fixiereinrichtung 58 wieder fixiert wir-d. Durch erneutes Belasten des Dichtelements 20 in seine Endschwenklage durch die Anpreßeinheit 26 beginnt wieder ein neuer Einschleifvorgang, bis das Dichtelement 20 wie der seine Endschwenklage erreicht hat. Wesentlich ist, daß die neue Po sition der Schwenklagerung bzw. des Bettes 46 exakt eingehalten wird, was durch die Fixiereinrichtung 58 sichergestellt ist.
Zunächst wird der Druck in der Anpreßeinheit 26 so weit verringert, bis das Dichtelement 20 im Uhrzeigersinn in seine Ausgangsschwenklage zu rückschwenkt. Anschließend wird die Schwenkachse 24 durch ein Anhe ben des Bettes 46 etwas angehoben, wonach die Schwenklagerung durch die Fixiereinrichtung 58 wieder fixiert wir-d. Durch erneutes Belasten des Dichtelements 20 in seine Endschwenklage durch die Anpreßeinheit 26 beginnt wieder ein neuer Einschleifvorgang, bis das Dichtelement 20 wie der seine Endschwenklage erreicht hat. Wesentlich ist, daß die neue Po sition der Schwenklagerung bzw. des Bettes 46 exakt eingehalten wird, was durch die Fixiereinrichtung 58 sichergestellt ist.
Fig. 12 zeigt eine schematische Längsschnittdarstellung der in Fig. 11
dargestellten Dichtungseinrichtung 10, bei der die Schwenkachse 24 über
eine Keilverstelleinrichtung 64 nachstellbar ist.
Dabei wird das Bett 46 für den Halter 44 und das darin aufgenommene
Dichtelement 20 durch ein relatives Verschieben von Keilelementen der
Keilverstelleinrichtung 64 angehoben und über die Keilelemente 74, 76
gelagert. Wie der Fig. 12 entnommen werden kann, ist das Bett 46 über
die betreffenden Keilelemente 74, 76 der Keilverstelleinrichtung 64 an le
diglich zwei in Längsrichtung des leistenartigen Dichtelements 20 einen
Abstand LS voneinander aufweisenden Stellen am Lagerbock 22 abge
stützt. Dabei ist dieser Abstand LS der Keilverstelleinrichtung 64 so ge
wählt, daß sich das leistenartige Dichtelement 20 im Fall einer senkrech
ten Einbaulage nur minimal aufgrund des Eigengewichts durchbiegt. An
dererseits soll dieser Abstand LS möglichst groß sein, vorzugsweise wenig
stens halb so groß wie die Länge LK des an seinen beiden Enden jeweils
mit einer Stirnscheibe 66 versehenen Saugkastens 68. Diese Art der Lage
rung besitzt gegenüber einer gleichmäßigen flächigen Auflage über die ge
samte Breite überdies den Vorteil, daß sich die Durchbiegung des Lager
bocks 22 infolge des Unterdrucks in der jeweiligen Saugzone nicht auf das
leistenartige Dichtelement 20 überträgt und somit der zwischen dem
Dichtelement 20 und dem Walzenmantel 16 gebildete Dichtspalt auch bei
unterschiedlichen Unterdrücken über die Breite konstant bleibt, was
letztlich durch die beschriebene Zweipunktlagerung der Dichtleiste er
reicht wird.
Der Saugkasten 68 ist gegenüber dem Walzenmantel 16 in der dargestell
ten Weise durch sich in Umfangsrichtung erstreckende Dichtungen 70
abgedichtet.
Im vorliegenden Fall umfaßt die Keilverstelleinrichtung 64 durch Betäti
gungselemente 72 wie beispielsweise Kolben oder dergleichen horizontal
verschiebbare Keilelemente 74, die mit fest an der Unterseite des Bettes
46 angeordneten Keilelementen 76 zusammenwirken. Die Betätigungsele
mente 72 sind im vorliegenden Fall über Fluidleitungen 78 entsprechend
beaufschlagbar.
Der Walzenmantel 16 ist über Lager 80 drehbar auf feststehenden Lager
zapfen 86 gelagert.
Über die Keilverstelleinrichtung 64 kann die Schwenkachse 24 des Dich
telements 20 somit entsprechend nachgestellt werden, falls das Dichtele
ment 20 beispielsweise über die Maschinenbreite infolge Verformungen
des Walzenmantels 16 ungleich abgetragen worden ist.
In Fig. 13 ist in schematischer Darstellung eine weitere Ausführungs
form der Dichtungseinrichtung 10 gezeigt, die sich von der der Fig. 12
nur dadurch unterscheidet, daß anstelle der Keilverstelleinrichtung ein
Druckschlauch 82 vorgesehen ist, um die Schwenklagerung, d. h. hier das
Bett 46 und entsprechend die Schwenkachse 24 des leistenartigen Dich
telements in der gewünschten Weise zu verstellen. In diesem Fall wird das
Bett 46 durch eine hier nicht gezeigte Fixiereinrichtung 58 in der ge
wünschten Position gehalten, wie sie in der Fig. 11 dargestellt ist. In bei
den Fällen dient diese Fixiereinrichtung 58 gleichzeitig als Dichtung zwi
schen den beiden Saugzonen S1 und S2.
Der Druckschlauch 82 kann über eine Fluidleitung 84 beispielsweise mit
Druckluft beaufschlagt werden.
Auch im vorliegenden Fall ist wiederum gewährleistet, daß sich die
Durchbiegung des Lagerbocks 22 nicht auf das leistenartige Dichtelement
20 überträgt.
Im übrigen besitzt die vorliegende Ausführungsform den gleichen Aufbau
wie die der Fig. 12, wobei einander entsprechende Elemente wieder mit
gleichen Bezugszeichen versehen sind.
Fig. 14 zeigt eine im Grundaufbau mit der der Fig. 10 vergleichbare
Ausführungsform der Dichtungseinrichtung 10 mit einem abgewandelten,
einen Belüftungseinsatz 88 aufweisenden Dichtelement 20.
Der Belüftungseinsatz 88 erstreckt sich im vorliegenden Fall in Lauf
richtung L des Walzenmantels 16 vom dichtend mit dessen Innenwand 14
zusammenwirkenden Ende 90 des Druckelements 20 weg, um in einem
sich an den Dichtbereich 92 anschließenden Belüftungsbereich 94 für ei
ne Belüftung von in dem Walzenmantel 16 vorgesehenen Öffnungen oder
Bohrungen 18 zu sorgen.
Im vorliegenden Fall zeichnet sich der Belüftungsbereich 94 somit durch
einen sich in Laufrichtung L des Walzenmantels 16 erweiternden Spalt 96
aus. Im übrigen besitzt die Dichtungseinrichtung 10 den gleichen Aufbau
wie die der Fig. 10, wobei einander entsprechenden Elementen wieder
gleiche Bezugszeichen zugeordnet sind.
Der Belüftungsbereich kann auch in der in den Fig. 15 bis 18 darge
stellten Weise verwirklicht sein.
So ist in der Fig. 15 ein Dichtelement 20 dargestellt, bei dem die der In
nenwand der Saugwalze zugewandte Oberfläche 98 des Belüftungsansat
zes 88 in Laufrichtung des Walzenmantels zunehmend strukturiert ist. Im
vorliegenden Fall ist diese Oberfläche 98 mit sich in Laufrichtung L des
Walzenmantels erstreckenden Nuten 100 versehen, die einen sich in Lauf
richtung L der Saugwalze erweiternden Querschnitt besitzen und zum in
Laufrichtung hinteren Ende 102 des Belüftungsansatzes 88 hin offen
sind. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel besitzen die Nuten 100 ei
nen V-förmigen Querschnitt.
Bei der in der Fig. 16 dargestellten weiteren Ausführungsform des Dich
telements 20 ist der Belüftungsansatz 88 in Laufrichtung L des Walzen
mantels, die auch hier entsprechend der Fig. 14 wieder nach rechts ge
richtet ist, zunehmend von Belüftungsbohrungen 104 durchsetzt. Dabei
sind mehrere sich jeweils quer zur Laufrichtung L des Walzenmantels er
streckende, in Laufrichtung L hintereinanderliegende Reihen solcher Be
lüftungsbohrungen 104 vorgesehen, wobei diese Belüftungsbohrungen
104 im vorliegenden Fall einen gleichen Durchmesser besitzen und die
Bohrungsreihen in Laufrichtung L eine zunehmende Bohrungsdichte auf
weisen.
Grundsätzlich ist es auch denkbar, für die beiden Funktionsbereiche
Dichten und Belüften unterschiedliche Werkstoffe zu verwenden. So kann
beispielsweise zur Erfüllung der Dichtfunktion eine Graphitleiste einge
setzt und zur Erfüllung der Belüftungsfunktion beispielsweise ein poröser
schalldämmender Kunststoff verwendet werden. In Fig. 17 ist in sche
matischer Darstellung eine Ausführungsform eines Dichtelements 20 ge
zeigt, bei der der Belüftungsansatz 88 aus einem anderen Material als das
restliche Dichtelement besteht und getrennt von diesem ausgebildet sowie
über einen flanschartigen Abschnitt 106 an diesem befestigt ist. Dabei
kann der Belüftungsansatz 88 beispielsweise aus einem porösen schall
dämmenden Kunststoff bestehen, d. h. insbesondere schwammartig aus
gebildet ist. Der restliche, die Abdichtung bewirkende Teil des Dichtele
ments 20 besteht; beispielsweise aus Graphit.
Fig. 18 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere Ausführungsform
des Dichtelements 20, bei der der von Belüftungsbohrungen 104 durch
setzte Belüftungsansatz 88 in Laufrichtung L des Walzenmantels 18 und
damit deren mit dem Dichtelement 20 zusammenwirkenden Innenwand
14 einen zunehmend größer werdenden Abstand von dieser Innenwand 14
aufweist und an seinem in Laufrichtung L hinteren Ende zu dieser Innen
wand 14 hin abgebogen ist, so daß zwischen der Innenwand 14 und dem
Belüftungsansatz 88 eine Belüftungskammer 108 gebildet ist. Das abge
bogene Ende des Belüftungsansatzes 88 weist keine Belüftungsöffnungen
auf. Es ergibt sich somit wiederum ein Dichtbereich 92 sowie ein Belüf
tungsbereich 94, wobei die Belüftungskammer 108 im Belüftungsbereich
94 vorgesehen ist.
Links vom Dichtelement 20 kann beispielsweise eine Kammer 110 relativ
hohen Vakuums und rechts des Dichtelements 20 eine Kammer 112 ge
ringeren Vakuums vorgesehen sein. Das Druckniveau der in Laufrichtung
L hinteren Kammer 112 kann beispielsweise auch dem Umgebungsdruck
entsprechen. Der Druck in der Kammer 110 ist somit in beiden Fällen ge
ringer als der in der Kammer 112.
10
Dichtungseinrichtung
12
Saugwalze
14
Innenwand
16
Walzenmantel
18
Bohrungen
20
Dichtelement
22
Lagerbock
24
Schwenkachse
24
' Schwenkachse
26
Anpreßeinheit
28
Feder
30
Kolben
32
Zylinderraum
34
Kolbenstange
36
Anschlag
38
Druckschlauch
40
Anschlag
42
Wirkungslinie
44
Halter
46
Bett
48
Auflauflinie
50
Blattfeder
52
Druckschlauch
54
Kolben
56
Ausnehmung
58
Fixiereinrichtung
60
Kolben
62
Druckschlauch
64
Keilverstelleinrichtung
66
Stirnscheiben
68
Saugkasten
70
Dichtungen
72
Betätigungselemente
74
Keilelemente
76
Keilelemente
78
Fluidleitungen
80
Lager
82
Druckschlauch
84
Fluidleitung
86
Lagerzapfen
88
Belüftungsansatz
90
Ende
92
Dichtbereich
94
Belüftungsbereich
96
Spalt
98
Oberfläche
100
Nuten
102
Ende
104
Belüftungsbohrungen
106
flanschartiger Abschnitt
108
Belüftungskammer
110
Kammer
112
Kammer
A Walzenachse
L Laufrichtung
L0
A Walzenachse
L Laufrichtung
L0
Abstand
L1
L1
Abstand
LS
LS
Abstand
LK
LK
Länge
M Mittellinie
RS
M Mittellinie
RS
Walzenradius
S1 Saugzone
S2 Saugzone
S1 Saugzone
S2 Saugzone
Claims (57)
1. Dichtungseinrichtung (10) zur seitlichen Abdichtung wenigstens ei
ner an eine bewegte Fläche (14) angrenzenden Überdruck- oder
Unterdruckzone (S1, S2, 110, 112) in einer Papiermaschine, mit
wenigstens einem der bewegten Fläche (14) gegenüberliegenden
Dichtelement (20),
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtelement (20) zwischen einer Ausgangsschwenklage
und einer definierten Endschwenklage schwenkbar gelagert und zur
Erzielung der Dichtfunktion in seine definierte Endschwenklage be
lastet ist.
2. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtelement (20) um eine sich quer zur Laufrichtung (L)
der bewegten Fläche (14) erstreckende Schwenkachse (24, 24')
schwenkbar ist.
3. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Endschwenklage des Dichtelements (20) durch wenigstens
einen Anschlag (36, 40) definiert ist.
4. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (40) einstellbar ist.
5. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtelement (20) durch eine Dichtleiste gebildet ist.
6. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Dichtleiste (20) quer zur Laufrichtung (L) der bewegten
Fläche (14) erstreckt.
7. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtelement (20) in oder an einem Lagerbock (22)
schwenkbar gelagert ist.
8. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtelement (20) durch wenigstens eine Anpreßeinheit (26)
in die definierte Endschwenklage belastbar ist.
9. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anpreßeinheit (26) einen in einem Zylinderraum (32) ge
führten Kolben (30) umfaßt.
10. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zylinderraum (32) im oder am Lagerbock (22) ausgebildet
ist.
11. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtelement (20) mit einer mit dem Kolben (30) verbunde
nen Kolbenstange (34) gekoppelt ist.
12. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtelement (20) unmittelbar vom Kolben (30) beauf
schlagt ist.
13. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die das Dichtelement (20) beaufschlagende Stirnseite des Kol
bens (30) ballig geformt ist.
14. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anpreßeinheit (26) eine Feder (28), einen Druckschlauch
(38) und/oder dergleichen umfaßt, um den Kolben (30) zu beauf
schlagen.
15. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der die Endschwenklage definierende Anschlag (36) mit dem
Kolben (30) zusammenwirkt, um dessen Hub entsprechend zu be
grenzen.
16. Dichtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der die Endschwenklage definierende Anschlag (40) unmittelbar
mit dem Dichtungselement (20) und/oder einem das Dichtelement
(20) aufnehmenden, zusammen mit diesem schwenkbaren Halter
(44) zusammenwirkt, um die Schwenkbewegung des Dichtungsele
ments (20) entsprechend zu begrenzen.
17. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (40) auf der von der Anpreßeinheit (26) abge
wandten Seite des Dichtelements (20) angeordnet ist.
18. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (36, 40) am Lagerbock (22) vorgesehen ist.
19. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtelement (20) in einer zur Laufrichtung (L) der beweg
ten Fläche (14) entgegengesetzten Schwenkrichtung in seine defi
nierte Endschwenklage belastet ist.
20. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die anfänglichen Abmessungen des Dichtelements (20) so ge
wählt sind, daß der Abstand (L0) zwischen dem der bewegten Fläche
(14) zugewandten Ende des Dichtelements (20) und der Schwen
kachse (24, 24') zunächst größer ist als der Abstand (L1) zwischen
der Schwenkachse (24, 24') und dem Bereich der bewegten Fläche
(14), dem das betreffende Ende des Dichtelements (20) bei seine
Endschwenklage einnehmendem Dichtelement (20) gegenüberliegt,
so daß das Dichtelement (20) seine definierte Endschwenklage erst
nach einem entsprechenden, infolge der Reibung zwischen Dichte
lement (20) und bewegter Fläche (14) auftretenden Materialabtrag
erreicht.
21. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die anfängliche Form des der bewegten Fläche (14) zugewandten
Endes des Dichtelements (20) zur Minimierung des während der
Überführung in die Endschwenklage auftretenden Materialabtrags
konvex ist.
22. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der anfängliche Querschnitt des Dichtelements (20) zumindest
im wesentlichen rund ist.
23. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenklagerung unmittelbar am Dichtelement (20) vorge
sehen ist.
24. Dichtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtelement (20) in einem schwenkbar gelagerten Halter
(44) fixiert ist.
25. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Halter (44) zur Bildung einer Aufnahme für das Dichtele
ment (20) einen zumindest im wesentlichen U-förmigen Querschnitt
besitzt.
26. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch die Schwenklagerung eine feststehende Schwenkachse
(24) definiert ist.
27. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenklagerung wenigstens eine Blattfeder (50) umfaßt,
die einerseits am Lagerbock (22) fixiert und andererseits an dem
Dichtelement (20) und/oder einem dieses aufnehmenden Halter (44)
befestigt ist.
28. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der mit dem Dichtelement (20) und/oder einem diesem zuge
ordneten Halter (44) zusammenwirkende Anschlag (40) verstellbar
ist und einen durch einen Druckschlauch (52) und/oder dergleichen
beaufschlagbaren Kolben (54) umfaßt.
29. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenklagerung (46) und mit ihr die Schwenkachse (24)
des Dichtelements (20) verstellbar ist.
30. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 29,
dadurch gekennzeichnet,
daß Mittel (64; 82) vorgesehen sind, um die Schwenklagerung (46)
bei aus seiner Endschwenklage herausgeschwenktem Dichtelement
(20) in Richtung auf die bewegte Fläche (14) zu nachzustellen.
31. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 30,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zum Nachstellen der Schwenklagerung wenigstens ei
nen Druckschlauch (82), wenigstens eine Kulissenführung
und/oder wenigstens eine Keilverstelleinrichtung (64) umfassen.
32. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die verstellbare Schwenklagerung (46) sowohl während einer
jeweiligen Überführung des Dichtelements (20) in die definierte End
schwenklage als auch bei seine Endschwenklage einnehmendem
Dichtelement (20) in einer festen gleichen Position gehalten ist, um
die gewünschte Dichtfunktion zu herbeizuführen.
33. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die nachstellbare Schwenklagerung ein in Verstellrichtung ver
schiebbar am Lagerbock (22) gelagertes Bett (46) für das Dichtele
ment (20) oder einen diesem zugeordneten Halter (44) umfaßt und
daß das Bett (46) durch zwischen ihm und dem Lagerbock (22) an
geordnete Mittel wie insbesondere wenigstens einen Druckschlauch
(82), wenigstens eine Keilverstelleinrichtung (64) und/oder derglei
chen nachstellbar ist.
34. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 33,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bett (46) durch wenigstens eine Keilverstelleinrichtung (64)
nachstellbar und über diese an vorzugsweise lediglich zwei in
Längsrichtung des Dichtelements (20) einen Abstand (LS) voneinan
der aufweisenden Stellen am Lagerbock (22) abgestutzt ist.
35. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Lagerbock (22) und der nachstellbaren Schwen
klagerung (46) wenigstens eine die Schwenklagerung (46) fest in der
jeweils gewünschten Position haltende Fixiereinrichtung (58) vorge
sehen ist.
36. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 35,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fixiereinrichtung (58) wenigstens einen Kolben (60)
und/oder wenigstens einen Druckschlauch (62) umfaßt.
37. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 35 oder 36,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fixiereinrichtung (58) auf der von der Anpreßeinheit (26)
abgewandten Seite der Schwenklagerung angeordnet ist.
38. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fixiereinrichtung (58) gleichzeitig als zwischen dem Lager
bock (22) und der Schwenklagerung wirkende Dichtung ausgebildet
ist.
39. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtelement (20) einen Belüftungsansatz (88) umfaßt, der
sich in Laufrichtung (L) der bewegten Fläche (14) vom dichtend mit
dieser Fläche (14) zusammenwirkenden Ende (90) des Dichtele
ments (20) wegerstreckt, um in einem sich an den Dichtbereich (92)
anschließenden Belüftungsbereich (94) für eine Belüftung von in der
bewegten Fläche vorgesehenen Öffnungen (18) zu sorgen.
40. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 39,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Belüftungsansatz (88) mit der bewegten Fläche (14) einen
sich in deren Laufrichtung (L) erweiternden Spalt (96) bildet.
41. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 39 oder 40,
dadurch gekennzeichnet,
daß die der bewegten Fläche (14) zugewandte Oberfläche (98) des
Belüftungsansatzes (88) in Laufrichtung (L) der bewegten Fläche
(14) zunehmend strukturiert ist.
42. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 41,
dadurch gekennzeichnet,
daß die der bewegten Fläche (14) zugewandte Oberfläche (98) des
Belüftungsansatzes (88) mit sich in Laufrichtung (L) der bewegten
Fläche (14) erstreckenden Nuten (100) versehen ist, die zumindest
teilweise einen sich in Laufrichtung (L) der Fläche (14) erweiternden
Querschnitt besitzen und vorzugsweise zum in Laufrichtung (L)
hinteren Ende (102) des Belüftungsansatzes (88) hin offen sind.
43. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 42,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nuten (100) zumindest teilweise einen V-förmigen Quer
schnitt besitzen.
44. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Belüftungsansatzes (88) in Laufrichtung der bewegten Flä
che (14) zunehmend von Belüftungsbohrungen (104) durchsetzt ist.
45. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 44,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere sich jeweils quer zur Laufrichtung (L) der bewegten
Fläche (14) erstreckende, in Laufrichtung (L) hintereinander liegende
Reihen von Belüftungsbohrungen (104) vorzugsweise gleichen
Durchmessers vorgesehen sind und daß die Bohrungsreihen in
Laufrichtung (L) der bewegten Fläche (14) eine zunehmende Boh
rungsdichte aufweisen.
46. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der mit Belüftungsbohrungen (104) versehene Belüftungsansatz
(88) in Laufrichtung (L) der bewegten Fläche (14) einen zunehmend
größer werdenden Abstand von der bewegten Fläche (14) aufweist
und an seinem in Laufrichtung (L) der bewegten Fläche (14) hinte
ren Ende zu dieser Fläche (14) hin abgebogen ist, so daß zwischen
dieser Fläche (14) und dem Belüftungsansatz (88) eine Belüftungs
kammer (108) gebildet ist.
47. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Belüftungsansatz (88) aus demselben Material wie das rest
liche Dichtelement besteht und vorzugsweise einstückig mit diesem
ausgebildet ist.
48. Dichtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 46,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Belüftungsansatz (88) aus einem anderen Material als das
restliche Dichtelement besteht und vorzugsweise getrennt von die
sem ausgebildet sowie an diesem befestigt ist.
49. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Belüftungsansatz (88) aus einem porösen schalldämmenden
Kunststoff besteht.
50. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest der die Abdichtung bewirkende Teil des Dichtele
ments (20) aus Graphit besteht.
51. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
zur seitlichen Abdichtung wenigstens einer an einen rotierenden
Mantel (16) einer Saug- oder Blaswalze (12) oder ein bewegtes Band
angrenzenden Druckzone (S1, S2, 110, 112).
52. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 51 zur seitlichen Abdichtung
wenigstens einer an einen rotierenden Mantel (16) einer Saug- oder
Blaswalze (12) angrenzenden Druckzone (S1, S2, 110, 112),
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtelement (20) um eine sich parallel zur Walzenachse (A)
erstreckende Schwenkachse (24) schwenkbar ist.
53. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 51 oder 52 zur seitlichen Ab
dichtung wenigstens einer an einen rotierenden Mantel (16) einer
Saug- oder Blaswalze (12) angrenzenden Druckzone (S1, S2, 110,
112),
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtelement (20) durch eine sich zumindest im wesentli
chen über die gesamte Walzenlänge erstreckende Dichtleiste gebil
det ist.
54. Dichtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 51 bis 53 zur
seitlichen Abdichtung wenigstens einer an die Innenwand (14) eines
rotierenden Mantels (16) einer Saug- oder Blaswalze (12) angrenzen
den inneren Druckzone (S1, S2, 110, 112).
55. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 54,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtelement (20) in einer zur Laufrichtung (L) des rotie
renden Mantels (16) entgegengesetzten Schwenkrichtung in seine
definierte Endschwenklage belastet ist und daß die in Mantellauf
richtung (L) vordere Kante des Dichtelements (20) oder die Auflaufli
nie (48) des Mantels (16) bei seine Endschwenklage einnehmendem
Dichtelement (20) in Mantellaufrichtung (L) hinter dem die Schwen
kachse (24) des Dichtelements (20) schneidende Walzenradius (RS)
liegt oder diesen Walzenradius (RS) schneidet.
56. Dichtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 51 bis 53 zur
seitlichen Abdichtung wenigstens einer an die Außenwand eines ro
tierenden Mantels (16) einer Saug- oder Blaswalze (12) angrenzen
den äußeren Druckzone.
57. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
zur Verwendung zwischen einerseits einem Saug- oder Blaskasten
(68) und andererseits dem rotierenden Mantel (16) einer Saug- oder
Blaswalze (12) oder einem bewegten Band.
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