DE19754101C2 - Vorrichtung zum Erzeugen kryptografischer Signaturen - Google Patents
Vorrichtung zum Erzeugen kryptografischer SignaturenInfo
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- G07F7/1008—Active credit-cards provided with means to personalise their use, e.g. with PIN-introduction/comparison system
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- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L9/00—Cryptographic mechanisms or cryptographic arrangements for secret or secure communications; Network security protocols
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- H04L9/3247—Cryptographic mechanisms or cryptographic arrangements for secret or secure communications; Network security protocols including means for verifying the identity or authority of a user of the system or for message authentication, e.g. authorization, entity authentication, data integrity or data verification, non-repudiation, key authentication or verification of credentials involving digital signatures
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung krypto
grafischer Signaturen gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Mit der zunehmenden Vernetzung von Computersystemen weltweit
ist die schnelle Übermittlung von Daten für nahezu jedermann
verfügbar geworden. Der genaue Übermittlungsweg der Daten von
Sender zu Empfänger ist jedoch häufig nicht nachvollziehbar,
und es besteht die Gefahr, daß die Daten auf dem Übermitt
lungsweg durch Fehler oder in böswilliger Absicht verfälscht
werden.
Zur Absicherung der Übertragung sicherheitsrelevanter Daten
sind elektronische Signaturen, die nach kryptografischen
Verfahren berechnet werden, bekannt.
Jeder Absender von Nachrichten, der ein solches Verfahren zur
Unterschrift seiner Daten verwendet, muß dafür sorgen, daß sein
Unterschriftsverfahren oder zumindest ein dafür verwendeter
geheimer Schlüssel nicht anderen zugänglich wird.
Als Fortschritt gegenüber Softwareprogrammen, bei denen die
Signatur auf einem PC berechnet wird, wurden Chipkarten ent
wickelt, bei denen die geheimen Schlüsseldaten auf einem Chip
in der Karte gespeichert werden und so nicht ausspionierbar
sind.
Das Problem aller bestehenden Systeme besteht jedoch darin, daß
der Anwender keine unmittelbare Kontrolle darüber hat, welche
Daten mit der Signatur versehen werden.
Virenprogramme auf PCs sind hinlänglich bekannt und es ist
naheliegend, daß ein solches Virusprogramm problemlos in der
Lage ist, manipulierte oder komplett ausgetauschte Daten von
einer Chipkarte oder anderem Signaturprogramm signieren zu
lassen, während dem nichtsahnenden Benutzer die eigentlich zu
signierenden Daten auf dem Bildschirm angezeigt werden. Dies
ist beispielsweise bei der Durchführung von Banküberweisungen
ein hohes Sicherheitsrisiko, wenn dem Benutzer zwar die einge
gebenen Daten auf dem Bildschirm angezeigt werden, tatsächlich
aber Überweisungen an andere Bestimmungsziele durchgeführt
werden.
Wird die Signatur mit einer Chipkarte berechnet, besteht die
unmittelbare Gefahr, daß ein Virenprogramm heimlich über das
Netz empfangene Daten signieren Läßt und die erschlichene
Signatur überträgt, ohne das der Benutzer dies bemerkt.
Aus der WO 99/08415 ist eine Einrichtung zum sicheren Erstellen
von elektronischen Unterschriften vorbekannt. Bei der dortigen
Lehre erfolgt das Erstellen der Unterschrift bzw. das Zurück
senden der unterschriebenen Daten an einen PC erst nach einer
aktiven Bestätigung durch den Benutzer, wobei hierdurch
sichergestellt ist, daß der Bestätigungsvorgang nicht durch den
PC in irgendeiner Weise fremdgesteuert erfolgen kann. An einem
externen Peripheriegerät ist der Benutzer der Einrichtung in
die Lage versetzt zu überprüfen, welche Daten in die notwendige
Chipkarte zum Unterschreiben eingelesen werden. Die Chipkarte
selbst enthält jedoch den eigentlichen Algorithmus und den
geheimen Schlüssel, mit deren Hilfe die Verschlüsselung, d. h.
die entsprechende Rechenoperation ausgeführt werden kann.
Hierin besteht jedoch ein Sicherheitsrisiko durch Fremdmani
pulationen an einer solchen Chipkarte.
Nach der DE 42 31 913 A1 ist ein Verfahren zum identifika
tionsmäßigen Kennzeichnen und Anwenden eines einer Person
zugeordneten Gegenstands in fälschungssicherer Weise bekannt,
wobei es dort primär um das Erfassen und Speichern von Finger
abdruckmerkmalen geht.
Letztendlich zeigt die EP 0 244 498 A1 eine Anordnung zur
Ermittlung der Berechtigung von Personen durch Überprüfung
ihrer Fingerabdrücke. Gemäß der dortigen Technik wird von einem
tragbaren Datenträger in Form einer Plastikkarte ausgegangen,
die mehrere Magnetspuren zur Aufnahme von Daten aufweist. Die
gespeicherten Daten können aus dem Korrelationsgrad zwischen
einem Fingerabdruck der berechtigten Person und einem gespei
cherten und ausgewählten Referenzsignalbild und der Kennziffer
dieses Referenzsignalbilds bestehen.
Ein Fingerabdruckerfassungsterminal mit einem entsprechenden
Sensor enthält einen Speicher, in dem die ausgewählten
Referenzsignalbilder abgelegt sind. Der Sensor vergleicht den
aktuellen Fingerabdruck einer zu überprüfenden Person mit dem
entsprechenden, auf der Plastikkarte gezeichneteten und im
Terminal gespeicherten Referenzsignalbild.
Der so ermittelte Vergleichskorrelationsgrad wird mit dem auf
der Plastikkarte gespeicherten Korrelationsgrad verglichen und
in Abhängigkeit davon ein entsprechendes Entscheidungssignal
ausgelöst. Zur Erhöhung der Sicherheit sind die Daten auf der
Plastikkarte so aufgezeichnet, daß aus diesen allein kein
eindeutiger Rückschluß auf die Identität der Person möglich
ist. Ungeachtet dessen sind jedoch Manipulationen der ent
sprechenden Daten denkbar, so daß auch bei der EP 0 244 498 A1
ein Sicherheitsrisiko verbleibt.
Aus dem Vorgenannten ist es daher Aufgabe der Erfindung, eine
Vorrichtung zur Erzeugung kryptografischer Signaturen anzu
geben, welche eine bidirektionale Datenschnittstelle zum Aus
tausch von Daten mit einem Personal-Computer oder dergleichen
Einrichtung umfaßt und die mit einem Bedienelement zum Frei
geben einer Signaturberechnungsoperation sowie mit einer
Datenanzeigeeinheit für die Darstellung der zu signierenden
Daten versehen ist, wobei die Vorrichtung leicht handhabbar
sein soll und die Möglichkeit gegeben ist, den Signaturberech
nungsprozeß manipulationssicher und geschützt durchzuführen.
Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt mit einer Vor
richtung gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1, wobei die
Unteransprüche zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen
darstellen.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel wird die Signatur nicht auf dem
PC, sondern in einem externen Gerät erzeugt, das in der Lage
ist, die zu signierenden Daten sichtbar zu machen, und nur nach
einer expliziten Bestätigung die Signatur berechnet.
Im obigen Beispiel bedeutet dies, daß bei einer Banküberweisung
die relevanten Daten der Transaktion auf dem Gerät angezeigt
werden und die Signatur nur dann vom Benutzer ausgelöst wird,
wenn die Daten als korrekt verifiziert wurden.
Die Vorrichtung ist durch Virusprogramme auf dem PC nicht
angreifbar, da der im Gerät ausgeführte Programmcode nicht
durch die zur Signatur übertragenen Daten beeinflußbar ist. Es
können mit dem Gerät nicht unbemerkt Signaturen angefertigt
werden, da zum Start der Signaturberechnung mindestens ein
Tastendruck oder die Eingabe einer Geheimzahl durch den
Benutzer erforderlich ist.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Erzeugung kryptografischer Signaturen,
umfassend eine bidirektionale Datenschnittstelle zum Austausch
von Daten mit einem Personal-Computer oder dergleichen Ein
richtung sowie mit einem Bedienelement zum Freigeben einer
Signaturberechnungsoperation und einer Datenanzeigeeinheit für
die Darstellung der zu signierenden Daten,
gekennzeichnet durch
einen integrierten Prozessor zur unmittelbaren Ausführung der
Signaturberechnungsoperationen, wobei die Datenanzeigeeinheit
ebenfalls baulich mit der Vorrichtung verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
eine Authentizitätsprüfungseinrichtung in Form eines Finger
abdruckscanners.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Bedieneinheit eine Tastatur zur Eingabe einer Personal
Identification Number (PIN) aufweist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29724819U DE29724819U1 (de) | 1997-12-08 | 1997-12-08 | Vorrichtung zum Erzeugen kryptografischer Signaturen |
| DE1997154101 DE19754101C2 (de) | 1997-12-11 | 1997-12-11 | Vorrichtung zum Erzeugen kryptografischer Signaturen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997154101 DE19754101C2 (de) | 1997-12-11 | 1997-12-11 | Vorrichtung zum Erzeugen kryptografischer Signaturen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19754101A1 DE19754101A1 (de) | 1999-07-22 |
| DE19754101C2 true DE19754101C2 (de) | 2000-05-04 |
Family
ID=7850925
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997154101 Revoked DE19754101C2 (de) | 1997-12-08 | 1997-12-11 | Vorrichtung zum Erzeugen kryptografischer Signaturen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19754101C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10059066A1 (de) * | 2000-11-28 | 2002-06-13 | Net Design Gmbh Netzwerkentwic | Vorrichtung zum digitalen Signieren von in digitaler Form vorliegender Information |
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|---|---|---|---|---|
| DE10152462A1 (de) * | 2001-10-24 | 2003-06-18 | Giesecke & Devrient Gmbh | Signatur eines Dokuments |
| DE102006062046A1 (de) * | 2006-12-29 | 2008-07-03 | Nec Europe Ltd. | Verfahren und System zur Erhöhung der Sicherheit bei der Erstellung elektronischer Signaturen mittels Chipkarte |
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| WO1999008415A2 (de) * | 1997-08-06 | 1999-02-18 | Infineon Technologies Ag | Einrichtung zum sicheren erstellen von elektronischen unterschriften |
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1997
- 1997-12-11 DE DE1997154101 patent/DE19754101C2/de not_active Revoked
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19754101A1 (de) | 1999-07-22 |
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| 8381 | Inventor (new situation) |
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