DE19816913C2 - Fenster, insbesondere Holz- oder Kunststoffenster - Google Patents

Fenster, insbesondere Holz- oder Kunststoffenster

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    • E06B3/301Coverings, e.g. protecting against weather, for decorative purposes consisting of prefabricated profiled members or glass

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Fenster, insbesondere ein Holz- oder Kunststoffenster, mit einem Blendrahmen und einem zu diesem beweglichen Flügelrahmen, der an seiner Außenseite einen Flügelfalz ausbildet und eine Glasscheibe faßt, die in ihm zwischen dem Flügelfalz und einer umlaufenden Halteleiste unter Zwischenschaltung von Dichtmitteln gehaltert ist.
Solche Fenster, bei denen es sich sowohl um Flügel-, wie auch um Schiebefenster handeln kann, werden nahezu auf allen Anwendungsgebieten eingesetzt. Dabei zeigt sich allerdings, daß die Witterungsbeständigkeit der bei Kunststoffenstern eingesetzten Kunststoffprofile doch nur recht begrenzt ist, so daß Kunststoffenster infolge des Witterungsangriffs nach einer gewissen Zeitdauer verwittern. Daneben erweist sich das Putzen und Saubermachen von Kunststoffenstern, insbesondere wenn diese schon über längere Zeit eingesetzt sind, als nicht mehr immer zufriedenstellend durchführbar, so daß es bei längerer Einsatzdauer solcher Fenster und beim Auftreten erster Witterungsschäden an den Fensterrahmen, abhängig vom eingesetzten Kunststoff, durchaus zu unerwünschten Veränderungen im optischen Farbeindruck kommen kann, die auch durch Putzen nicht mehr behoben werden können.
Demgegenüber sind Holzfenster sogar noch witterungsunbeständiger und werden nach längerer Einsatzdauer von der Witterung auf ihrer Außenseite stark angegriffen, wodurch nicht nur optische, sondern auch funktionsmäßige Beeinträchtigungen eintreten können.
Aus der DE 41 12 826 A1 ist eine Fensteranordnung bekannt, bei der ein Fensterflügel mit einer aufgebrachten Verglasung eingesetzt wird, die das tragende Element des Fensterflügels bildet und deren Rand an der Außenseite des Flügelrahmens liegt. Dadurch wird eine flächenbündige Anordnung der Flügelverglasung mit den umgebenden Rahmenteilen erreicht, wobei die Verglasung als tragendes Element des Fensterflügels eingesetzt wird, dessen Außenseite ausschließlich von ihr gebildet wird, und insgesamt der Flügelrahmen besonders schmal baut. Dadurch, daß die Außenseite des Fensterflügels ausschließlich von der Verglasung gebildet wird, sind dort keine Kunststoffteile des Fensters den Außeneinflüssen und der Verwitterung ausgesetzt, weshalb auch an die Stabilität und die Wetterbeständigkeit des ansonsten verwendeten Kunststoffs relativ geringe Anforderungen gestellt werden können. Diese Fensteranordnung weicht jedoch von der Konstruktion bekannter Fensteranordnungen ab und kann bei üblichen Fenstern nicht eingesetzt werden, bei denen auch der Flügelrahmen die Verglasung so faßt, daß er an seiner Außenseite einen Flügelfalz ausbildet, zwischen dem und einer geeigneten Halteleiste die Verglasung gehaltert ist, wobei hier sehr wohl die Frage des Einflusses der Witterung auf die Fensterelemente von der Außenseite des Fensters her besteht.
In der DE 295 11 282 U1 wird in Verbindung mit einer Fensteranordnung eine Vielzahl von Möglichkeiten beschrieben, wie man Fensterrahmen witterungsgünstig abdecken kann, wobei speziell eine Beflockung der Fenster auf der Sichtseite, eine Beplankung mit Holz, ein Schutz über speziell angebrachte Aluminiumprofile und schließlich sogar noch eine Abdeckung mit Naturstein, Kunststein, Ton oder Steinimitaten vorgeschlagen wird.
Die Fensteranordnung aus der DE 40 04 698 C1 stellt darauf ab, daß eine Sprosse oder ein Rahmenschenkel eines Blendrahmens zum Schutz gegen die Witterung mit einer Leiste aus einem Glasstreifen bedeckt wird, die über ein dauerelastisches Verbindungsmittel an seiner Außenfläche befestigt ist. Dabei ist die Glasleiste plattenförmig ausgebildet und weist auf ihrer Außenseite wieder eine flächige, ebene Ausgestaltung auf, die ebenfalls zur Außenseite der Verglasung ausgerichtet liegen kann. In diesem Fall ist bei dem bekannten Fenster die Verglasung wiederum so angeordnet, daß sie im wesentlichen die Außenfläche des Blendrahmens darstellt, der höchstens mittels einer ihn ebenso wie den Umfangsrand der Verglasung auf der Außenseite umfassenden Dichtung abgedeckt wird, so daß auf der Außenseite des Fensters noch nicht einmal durchgehend Glas als Abdeckmaterial vorliegt.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe stellt darauf ab, eine Fensteranordnung des einleitend genannte grundsätzlichen Aufbaus zur Verfügung zu stellen, die bei vorzüglichem Witterungsschutz und ohne wesentliche Beeinträchtigung des optischen Gesamteindrucks der Außenseite des Fensters selbst über besonders lange Einsatzzeiten hinweg auch eine vielseitig variierbare, optisch gefällige Gestaltung der Außenseite von Flügel- und Blendrahmen gestattet.
Erreicht wird dies durch ein Fenster der eingangs genannten Art, bei dem der Blend- und Flügelrahmen jeweils einen Rahmenkörper aufweisen, der auf seiner Außenseite mit einer profilierten Formglasschicht als Glasauflage versehen ist.
Dadurch, daß sowohl der Flügelrahmen, wie auch der Blendrahmen bei dem erfindungsgemäßen Fenster außen mit einer auf den jeweiligen Rahmenkörper aufgebrachten profilierten Formglasschicht als Glasauflage versehen sind, wird nicht nur ein vorzüglicher und dauerhafter Witterungsschutz durch Glas erreicht, sondern auch noch durch die vorgesehene profilierte Formgebung die Möglichkeit zu einem vielseitig ausgestaltbaren optischen Gesamteindruck geschaffen, der sich wohltuend von den nur ebenen Außenflächen von Fenstern oder gar ganzer Wandteile abhebt, wie dies im Stand der Technik so häufig eingesetzt wird. Zudem muß die Verglasung bei dem erfindungsgemäßen Fenster nicht als ein eigenständig tragfähiges Strukturteil des Fensters ausgebildet sein, das die tragende Funktion für den gesamten Fensterflügel übernehmen muß.
Bevorzugt wird diese Formglasschicht auf eine entsprechend komplementäre Formgebung der Rahmenkörper aufgebracht.
Bei dem erfindungsgemäßen Fenster kann die Formglasschicht am Rahmenkörper auf jede geeignete Weise, insbesondere durch Verkleben oder mittels einer formschlüssigen Verbindung, befestigt werden.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Fensters bestehen die Rahmenkörper aus Kunststoff und die Glasauflagen sind dadurch an den Rahmenkörpern befestigt, daß diese vor dem Aufbringen der Glasauflagen an ihren Außenflächen durch Erwärmung aufgeweicht wurden.
Bei der Erfindung können die Rahmenkörper aus allen geeigneten Werkstoffen bestehen, insbesondere werden sie jedoch aus Kunststoff-Strangprofilen oder aus Holz-Formleisten gewählt.
Vorteilhafterweise kann bei dem erfindungsgemäßen Fenster auch das die Glasoberfläche ausbildende Glas eingefärbt sein, wobei hier jede gewünschte Einfärbungsmöglichkeit besteht, so daß durch eine entsprechende Einfärbung optisch auch z. B. der Eindruck von Holz, Kunststoff, Metallen o. ä. hervorgerufen werden kann.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Fensters besteht auch darin, daß die Glasoberfläche mit einer ganz dünnen Schutzfolie überzogen oder überdeckt ist, die, erneut bevorzugt, aus transparentem und/oder elastischem Kunststoff bestehen kann. Dadurch kann vorteilhafterweise ein zusätzlicher Schutz für die Glasoberfläche oder ein unerwünschtes Verkratzen oder Ankratzen derselben vermieden werden, was insbesondere dann wichtig ist, wenn der optische Gesamteindruck der Glasoberfläche des gesamten Fensterrahmens durch örtliche Kratzer merklich gestört würde.
Die dünne Schutzfolie kann aus jedem geeigneten Werkstoff bestehen, ganz besonders bevorzugt besteht sie jedoch aus einem transparenten Kunststoff großer Elastizität, der eine gute Absorption für mechanische Stoßbeanspruchungen von der Wetterseite her auf den Rahmen abgibt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung im Prinzip beispielshalber noch näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Blend- und einen Flügelrahmen auf der Unterseite eines Fensters in dessen geschlossenem Zustand, mit einer aus einer Formglasschicht bestehenden Glasauflage auf der Außenseite der Rahmenkörper;
Fig. 2 einen Querschnitt wie Fig. 1, hier jedoch mit einem aus Glas bestehenden Formabschnitt der Rahmenkörper auf deren Außenseite, und
In Fig. 1 ist eine Schnittdarstellung durch den unteren Bereich einer Anordnung aus einem Blendrahmen 1 und einem Flügelrahmen 2, der eine Glasscheibe 3 hält, gezeigt, wobei sich das Fenster in der gezeigten Stellung im Schließzustand befindet.
Der Flügelrahmen 2 ist (in der Figur nicht dargestellt) seitlich am Blendrahmen 1 verschwenkbar angelenkt, so daß er aus der in Fig. 1 gezeigten Schließstellung des Fensters in Richtung des Pfeiles V vom Blendrahmen 1 durch Verschwenkung entfernt werden kann.
Bei der Darstellung nach Fig. 1 sind der Einfachheit halber die zwischen Blend- und Flügelrahmen bei Fenstern eingesetzten Fensterdichtungen in der zeichnerischen Darstellung ebenso weggelassen wie die Dichtungen, mit denen die Glasscheibe 3 gegenüber den sie halternden Elementen abgedichtet wird. Die Anbringung sowie die Ausgestaltung solcher Dichtungen sind dem Fachmann bestens geläufig, worauf verwiesen wird. Die in der Schließstellung (Fig. 1) zwischen dem Blendrahmen 1 und dem Flügelrahmen 2 noch vorhandenen Spalte sind an geeigneter Stelle durch solche (nicht dargestellten) Dichtungen abgedichtet.
Am Flügelrahmen 2 ist die von diesem gehalterte Glasscheibe 3 im Randbereich an ihrer einen Seite mittels einer umlaufenden Halteleiste 6 (unter Zwischenschaltung nicht gezeigter Dichtungen) gehaltert und stützt sich auf ihrer gegenüberliegenden Seite gegen einen dort ausgebildeten Flügelfalz des Flügelrahmens 2 (wiederum unter Zwischenschaltung nicht dargestellter Dichtungen) ab.
Sowohl der Blendrahmen 1 wie auch der Flügelrahmen 2 bestehen bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel jeweils aus einem Rahmenkörper 7 bzw. 4 in Form eines Hohlkammer- Strangprofils aus einem geeigneten Kunststoff. Auf der "Außenseite" des Blendrahmens 1 und des Flügelrahmens 2, also auf der Seite, die auf der Außenseite des mit einem solchen Fenster zu verschließenden Raumes liegt, somit, bezogen auf die Glasscheibe 3, auf der der Halteleiste 6 gegenüberliegenden Seite derselben (in der Darstellung der Fig. 1: auf der linken Seite), sind die Rahmenkörper 4 und 7 jeweils mit einer dünnen Glasauflage 5 bzw. 8 überdeckt, wobei die Oberflächen 5' und 8' dieser Glasauflagen 5 und 8 die auf dieser "Außenseite" des Fensters abschließenden Oberfläche des Blendrahmens 1 und des Flügelrahmens 2 ausbilden.
Die in Fig. 1 dargestellten Glasauflagen 5 und 8 sind in geeigneter Weite als Glas-Formkörper hergestellt, deren jeder jeweils auf der Außenseite des zugehörigen Rahmenkörpers 4 bzw. 7 des Flügelrahmens 2 bzw. des Blendrahmens 1 in geeigneter Weise, z. B. durch Klebung, befestigt ist. Es besteht auch die Möglichkeit, die Formglasschichten der Glasauflagen 5 und 8 auf die entsprechenden Rahmenkörper 4 und 7 aus Kunststoff aufzubringen, wenn diese vorher auf ihren Außenflächen durch eine Wärmebehandlung etwas aufgeweicht wurden, so daß beim anschließenden Aufdrücken die Glasauflagen 5 bzw. 8 durch den anschließend härtenden Kunststoff befestigt werden. Als Befestigungsmöglichkeit ist aber auch denkbar, daß die Glasauflagen 5, 8 so ausgebildet werden, daß sie durch geeignete Formausbildungen in Verbindung mit den Rahmenkörpern 4, 7 beim Aufstecken einen Formschluß ergeben.
Die Glasauflagen 5 und 8 können durchsichtig oder undurchsichtig und auch farbig oder farblos ausgebildet sein. Zudem müssen ihre nach außen gewandten Oberflächen 5' bzw. 8' nicht unbedingt glatt sein, sie können auch, falls gewünscht, mit einer geeigneten Formgebung versehen werden.
Was die Ausgestaltung der Rahmenkörper 4 und 7 betrifft, so können diese neben der bereits erwähnten Ausführung als Kunststoff-Strangprofile (Kunststoffhohlkammerprofile) sehr wohl auch aus anderen Werkstoffen bestehen, etwa aus einem geeigneten Kunststoff-Hartschaum (dann nicht mehr in Form von Hohlkammerprofilen, sondern in Form von massiven Formprofilen) oder auch aus geeigneten Holz-Formleisten.
In Fig. 2 ist eine Schnittdarstellung (entsprechend der Schnittdarstellung aus Fig. 1) für eine andere Ausführungsform einer solchen Fensteranordnung gezeigt, bei der nicht dünne Glasauflagen auf die Außenseite eines entsprechend geformten Rahmenkörpers aufgebracht werden, sondern bei denen jeder Rahmenkörper selbst aus zwei Formabschnitten besteht:
So besteht der Blendrahmen 1 auf seiner der "Außenseite" abgewandten Innenseite aus einem Rahmen-Formabschnitt 17, der sich mit einem auf der Außenseite liegenden Rahmen-Formabschnitt 18 aus Glas zusammen zur Ausbildung des Rahmenkörpers für den Blendrahmen 1 ergänzt.
Entsprechend besteht auch der Flügelrahmen 2 aus einem Rahmen-Formabschnitt 14 auf seiner Innenseite, an den sich auf der Außenseite ein Rahmen-Formabschnitt 15 aus Glas anschließt. Die Oberflächen 15' und 18' der Formabschnitte 15 und 18 von Flügelrahmen 2 und Blendrahmen 1 bilden wieder die Außenoberfläche der beiden Rahmen 1, 2.
Es besteht neben alledem auch noch die zusätzliche Möglichkeit, die die Glasoberfläche bildenden Teile mit einer dünnen, einseitig klebenden Schutzfolie, etwa aus transparentem Kunststoff, zu überdecken.

Claims (11)

1. Fenster, insbesondere Holz- oder Kunststoffenster, mit einem Blendrahmen (1) und einem relativ zu diesem beweglichen Flügelrahmen (2), der an seiner Außenseite einen Flügelfalz ausbildet und eine Glasscheibe (3) faßt, die in ihm zwischen dem Flügelfalz und einer umlaufenden Halteleiste (6) unter Zwischenschaltung von Dichtmitteln gehaltert ist, wobei Blend- (1) und Flügelrahmen (2) jeweils einen Rahmenkörper (4, 7) aufweisen, der auf seiner Außenseite mit einer profilierten Formglasschicht als Glasauflage (5, 8) versehen ist.
2. Fenster nach Anspruch 1, bei dem die Formglasschicht (5, 8) auf eine entsprechend komplementäre Formgebung der Rahmenkörper (4, 7) aufgebracht ist.
3. Fenster nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Formglasschicht (5, 8) am zugehörigen Rahmenkörper (4, 7) durch Klebung befestigt ist.
4. Fenster nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Rahmenkörper (4, 7) aus Kunststoff bestehen und die Glasauflagen (5, 8) dadurch an den Rahmenkörpern (4, 7) befestigt sind, daß diese vor dem Aufbringen der Glasauflagen (5, 8) an ihren Außenflächen durch Erwärmung aufgeweicht wurden.
5. Fenster nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Glasauflagen (5, 8) mittels formschlüssiger Verbindung an den Rahmenkörpern (4, 7) befestigt sind.
6. Fenster nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis 5, bei dem die Glasauflagen (5, 8) jeweils von einem aus Glas bestehenden Formabschnitt (15, 18) des zugehörigen Rahmenkörpers (4, 7) bestehen.
7. Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem die Rahmenkörper (4, 7) aus Kunststoff- Strangprofilen oder aus Holz-Formleisten bestehen.
8. Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem das die Glasoberfläche ausbildende Glas eingefärbt ist.
9. Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem die Glasoberfläche mit einer dünnen Schutzfolie (32) überzogen oder überdeckt ist.
10. Fenster nach Anspruch 9, bei dem die dünne Schutzfolie (32) aus transparentem Kunststoff besteht.
11. Fenster nach Anspruch 10, bei dem der Kunststoff der Schutzfolie (32) ein elastischer Kunststoff ist.
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