DE19828721A1 - Dichtungsstreifen - Google Patents

Dichtungsstreifen

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DE19828721A1
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Dieter Dipl Ing Jablonka
Norbert Dipl Ing Klingelhage
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Ewald Doerken AG
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Ewald Doerken AG
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    • E04BUILDING
    • E04DROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
    • E04D1/00Roof covering by making use of tiles, slates, shingles, or other small roofing elements
    • E04D1/36Devices for sealing the spaces or joints between roof-covering elements
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04DROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
    • E04D13/00Special arrangements or devices in connection with roof coverings; Protection against birds; Roof drainage ; Sky-lights
    • E04D13/17Ventilation of roof coverings not otherwise provided for
    • E04D13/174Ventilation of roof coverings not otherwise provided for on the ridge of the roof
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  • Structural Engineering (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft einen Dichtungsstreifen für eine First- und/oder Gratabdeckung, der einen Mittelbereich und zwei an den Mittelbereich anschließende Seitenbereiche auf­ weist sowie wasserdicht und diffusionsoffen sowie aufrollbar ist.
Dichtungsstreifen der oben beschriebenen Art dienen zur Abdichtung des Dachfirsts und zur Abdeckung von Graten auf Dächern von Gebäuden, die einem First vergleichbar sind. Sie werden mit dem Mittelbereich auf der Firstlatte fixiert, und die beidseitig in Längsrichtung, das heißt, parallel zum First anschließenden Seitenbereiche erstrecken sich von der Firstlatte bis über die erste Reihe von Dacheindeckungs­ platten. Sie überdecken dabei den zwischen der Firstlatte und der ersten Reihe der Dacheindeckungsplatten vorhandenen Zwischenraum. Die Dichtungsstreifen werden in fertig einge­ bautem Zustand von den Firstpfannen überdeckt. Sie dienen einerseits der Abdichtung des Firstbereichs gegen Staub, Regen und Schnee von außen und andererseits der Entlüftung des Daches.
Die Entlüftung wird dadurch gewährleistet, daß ausreichend wasserdampfdurchlässiges Material, sogenanntes diffusions­ offenes Material verwendet wird. Wasserdampf, der bei hoher Luftfeuchtigkeit und infolge von Temperaturstürzen unter der Dachabdeckung kondensieren könnte, diffundiert durch den Dichtungsstreifen nach außen; Staub, Regen oder Schnee drin­ gen jedoch umgekehrt nicht durch das feinfaserige Material.
Die Dichtungsfunktion wird dadurch gewährleistet, daß zu­ mindest in den Seitenbereichen des Dichtungsstreifens Mate­ rial verwandt wird, daß sich dauerhaft den Konturen der angrenzenden Dacheindeckung, also insbesondere den Dachein­ deckungsplatten, anpaßt. Ein Material, das Rückstellkräfte entwickelt, ist ungeeignet für diesen Zweck, weil es sich nicht an die Dacheindeckung anschmiegt und deshalb auch nicht abdichtet.
Aus dem Stand der Technik sind zahlreiche derartige Dich­ tungsstreifen bekannt. Das deutsche Gebrauchsmuster G 94 05 203 offenbart einen Dichtungsstreifen, der aus zwei ver­ schiedenen Materialien zusammengesetzt ist. Der Mittelbe­ reich besteht aus Gummi, das mit Perforationen versehen ist, und die Seitenbereiche bestehen aus dauerhaft verformbarem Metall. Nachteilig ist, daß eine dauerhafte und widerstands­ fähige Verbindung von Materialien in der Herstellung aufwen­ dig ist, und daß ein Recycling dieser Baumaterialien dadurch sehr erschwert wird, daß es sich nicht um sortenreine Stücke handelt, sondern daß Gummi und Metall voneinander getrennt, nämlich die Verbindungen gelöst werden müssen.
In dem deutschen Gebrauchsmuster DE 295 01 242 wird ein rollbarer Dichtungsstreifen beschrieben, der aus Metall hergestellt ist. Nachteilig dabei ist, daß die Entlüftungs­ funktion des Dichtungsstreifens durch Sicken bewirkt wird, die zwar eine Hinterlüftung der Dacheindeckung erlauben, doch durch die Staub und Schnee ohne weiteres und unter ungünstigen Umständen auch Wasser eindringen können.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Dichtungsstreifen für First- und/oder Gratabdeckungen bereit zustellen, der sowohl die Dichtungsfunktion als auch besonders die Entlüf­ tungsfunktion erfüllt und der insbesondere einfach und ko­ stengünstig hergestellt und recycelt werden kann.
Die vorstehende Aufgabe wird gelöst durch einen Dichtungs­ streifen mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Der erfindungsgemäße Dichtungsstreifen für eine First- und/oder Gratabdeckung, der einen Mittelbereich und zwei an den Mittelbereich anschließende Seitenbereiche aufweist und der wasserdicht, diffusionsoffen und aufrollbar ist, ist, aus einem Kunststoff-Vlies hergestellt, das zumindest in den Seitenbereichen, plastisch, also bleibend verformbar ist, so daß sich der Dichtungsstreifen den Konturen der Dachein­ deckung anpaßt.
Es ist zwar durchaus bekannt, die Mittelbereiche und auch Abschnitte der Seitenbereiche von Dichtungsstreifen aus Kunststoff, auch aus Kunststoffvlies herzustellen, doch wurde bisher stets ein zweites Material verwendet, um die abdichtende Wirkung des Dichtungsstreifens im Bereich der Dacheindeckungsplatten sicherzustellen.
Es hat sich herausgestellt, daß Kunststoffvliese verfügbar sind, die neben den sonst erforderlichen Eigenschaften eines Dichtungsstreifens die plastische Verformbarkeit aufweisen, die erforderlich ist, um sich den gewellten Konturen der Dacheindeckung anzupassen. Besonders bevorzugt werden Kunst­ stoffvliese, die eine plastische Dehnbarkeit von über 40%, vorzugsweise über 65% bezogen auf die ursprüngliche Fläche aufweisen.
Diese aufrollbaren Kunststoffvliese, die gleichzeitig aus­ reichend wasserdampfdurchlässig, also diffusionsoffen sind, eignen sich überraschenderweise nicht nur zur Verwendung im Mittelbereich und in den Abschnitten der Seitenbereiche, die die Hinterlüftung der Dacheindeckung bewirken sollen, son­ dern dasselbe Kunststoffvlies erfüllt genauso die Dichtungs­ funktion gegenüber Wasser, Staub, Schnee etc., die dem Dich­ tungsstreifen zugewiesen ist.
Der Dichtungsstreifen mit den Merkmalen des Hauptanspruches paßt sich nach dem Ausrollen auf dem First bzw. Grat an die gewellten Konturen der Dacheindeckung an. Er schmiegt sich durch dauerhafte Dehnung bzw. Verformung lückenlos in die Zwischenräume zwischen den einzelnen Platten der Dachein­ deckung. Das Kunststoffvlies gemäß Anspruch 1 weist keine Rück­ stellkräfte auf, die dazu führen könnten, daß sich während des Verlegens oder in der Zeit nach der Eindeckung Lücken zwischen den Platten der Dacheindeckung bilden.
Es hat sich herausgestellt, daß ein genadeltes Kunststoffv­ lies den verschiedenen Ansprüchen an die Hinterlüftung und die Abdichtung des Daches in besonderer Weise genügt, da seine plastische Verformbarkeit außerordentlich hoch ist.
Der Dichtungsstreifen kann aus einem einzigen Rohmaterial, z. B. Polyacryl-Vlies hergestellt sein. Es ist aber auch möglich, verschiedene Arten von Kunststoff-Vliesen zu kombi­ nieren. So weist beispielsweise eine bevorzugte Ausführungs­ form des Dichtungsstreifens einen Mittelbereich aus Polye­ ster-Vlies auf, an den Seitenbereiche aus Polyacryl-Vlies anschließen.
Bedenken bestanden bisher gegen die Verwendung von Kunst­ stoffvliesen als Dichtungsstreifen für die Dacheindeckung, weil Kunststoffe im Hinblick auf die hohe Lebensdauer von Dachziegeln nicht als ausreichend alterungsbeständig angese­ hen wurden. Es hat sich aber herausgestellt, daß, insbeson­ dere wenn Maßnahmen zur UV-Stabilisierung der Kunststoffe ergriffen wurden, Kunststoffe wie Polyacryl oder Mischungen aus Polyacryl und Polyester oder Polyacryl und Polypropylen den Anforderungen an die Lebensdauer von Dichtungsstreifen genügen. Die vorstehend beschriebenen Kunststoffe sind nicht nur ausreichend UV-beständig, sie sind auch verrottungsfest. Bei heute geltenden Standards wird eine Wetterbeständigkeit auf der achtstufigen Echtheitsskala von 7 bis 8 erreicht (1 = schlecht, 8 = sehr gut). Hierfür wird die Lichtechtheit nach ISO-105-B02 (vormals DIN 54 004) gemessen, und die Be­ witterungsechtheit wird bestimmt nach ISO-105-304 (vormals DIN 54 071).
Besonders bevorzugt werden Dichtungsstreifen aus plastisch verformbarem Kunststoffvlies mit einem Flächengewicht zwi­ schen ca. 50 g/m2 und ca. 300 g/m2, vorzugsweise ca. 80 bis 150 g/m2. Diese Kunststoffvliese sind leicht und trotzdem ausreichend fest. Sie weisen eine gute plastische Verform­ barkeit auf. Dichtungsstreifen aus Kunststoffvliesen mit diesen Flächengewichten lassen sich ohne weiteres rollen oder falten. Sie sind also einfach und unkompliziert hand­ habbar.
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn der Dichtungsstreifen aus hydrophobiertem Kunststoff hergestellt ist. Das Hydrophobieren erfolgt beispielsweise durch teil­ weises oder vollständiges Tränken des Kunststoffvlieses mit Fluorcarbonharzen. Durch das Tränken des Vlieses entsteht eine wasserabweisende Struktur. Diese wasserabweisende Struktur des Dichtungsstreifens bewirkt, daß einerseits Regen aber auch kondensierende Feuchtigkeit aus der umgeben­ den Luft leichter abperlt, und daß andererseits der kapilla­ re Feuchtigkeitstransport von der Vlieskante nach oben ver­ hindert wird. Eine Hydrophobierung verbessert damit die dichtende Wirkung des Dichtungsstreifens, ohne die Entlüf­ tungsfunktion zu beeinträchtigen.
Die vorstehenden Ausführungen betreffen vor allem die Ge­ brauchseigenschaften des erfindungsgemäßen Dichtungsstrei­ fens. Vorteilhafte Weiterbildungen betreffen aber auch die Verarbeitungseigenschaften des Dichtungsstreifens.
Es ist von Vorteil, wenn der Mittelbereich des Dichtungs­ streifens zumindest abschnittsweise verfestigt ist, nämlich vorzugsweise in Form eines sich streifenförmig in Längs­ richtung des Dichtungsstreifens erstreckenden Abschnitts. Verfestigen bedeutet in diesem Zusammenhang, daß das Kunst­ stoffvlies entweder bei gleicher Dicke Abschnitte größerer Dichte, das heißt, größeren Flächengewichtes aufweist, oder daß bei gleichem Flächengewicht das Kunststoffvlies ab­ schnittsweise stärker verdichtet ist bzw., daß die einzelnen Fasern des genadelten Vlieses miteinander verklebt, ver­ schweißt oder verschmolzen sind. Das Verfestigen erfolgt bevorzugt durch Verschmelzen bzw. Aneinanderschmelzen der Fasern, insbesondere durch thermisches Verschmelzen der Fasern, beispielsweise durch Einsatz temperierbarer Präge­ walzen. Aber auch durch eine Ultraschall-Behandlung des Kunststoffvlieses können Fasern miteinander verschmolzen werden.
Das Verfestigen des Mittelbereiches kann, wie erwähnt, ent­ weder abschnittsweise, besonders in den Bereichen erfolgen, in denen der Dichtungsstreifen an der Dachkonstruktion be­ festigt wird. Es ist aber genauso möglich, den Mittelbereich insgesamt zu verfestigen.
Für die Funktionsfähigkeit der Dachkonstruktion ist die Luftdurchlässigkeit einer First- bzw. Gratabdeckung von entscheidender Bedeutung. Die Mindestlüftungsquerschnitte werden durch die Fachregeln des Zentralverbands des Deut­ schen Dachdeckerhandwerks vorgegeben. Durch die besondere Art der Verfestigung des Vlieses werden diese Anforderungen erfüllt.
Alternativ zu der vorbeschriebenen Lösung kann auch eine zweite Lage Material auf den Mittelbereich aufgebracht wer­ den. Beispielsweise kann ein Verstärkungsband in Form eines Vlieses, eines Gewebes oder einer Folie auf den Mittelbe­ reich aufgebracht werden, das sich streifenförmig in Längs­ richtung des Dichtungsstreifens erstreckt. Auch diese Maß­ nahme kann sich auf einzelne Abschnitte des Mittelbereiches beschränken oder sich über den gesamten Mittelbereich er­ strecken. Es wird bevorzugt, wenn dieses Verstärkungsband aus demselben Material besteht wie der Dichtungsstreifen selbst, um das Recyceln des Dichtungsstreifens zu verein­ fachen.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, unter dem Kunststoff- Vlies des Mittelbereiches ein Kunststoff-Netz oder -Gewebe anzuordnen, das den Mittelbereich unterspannt. Dieses Kunst­ stoff-Netz oder -Gewebe verleiht dem Dichtungsstreifen eine verbesserte Zugfestigkeit und verhindert beim Anheften des Dichtungsstreifens auf dem First ein Ausreißen des Kunst­ stoff-Vlieses im Mittelbereich.
Gemäß einer weiteren, vorteilhaften Weiterbildung ist der erfindungsgemäße Dichtungsstreifen im Mittelbereich und/oder in den Randbereichen auf seiner Unterseite mindestens ab­ schnittsweise selbstklebend ausgerüstet, z. B. mit Kleb­ stoffstreifen aus Butylkautschuk. Die Unterseite des Dich­ tungsstreifens ist die Seite, die dem abzudichtenden Dach zugewandt ist. Ein selbstklebender Mittelbereich ist be­ sonders beim Verlegen des Dichtungsstreifens hilfreich, um das erste Fixieren des Streifens auf der Dachkonstruktion zu vereinfachen. Es wird jedoch bevorzugt, auch die Unterseite der Seitenbereiche, insbesondere deren Ränder, selbstklebend auszurüsten, um sicherzustellen, daß sich die Seitenbereiche glatt und ohne zu verrutschen auf die Dacheindeckung aufle­ gen. Die Klebstoffschicht wirkt zusätzlich abdichtend.
Eine andere bevorzugte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, den Mittelbereich durch zwei verfestigte Seitenstrei­ fen von den seitenbereichen abzugrenzen. Das Verfestigen der Seitenstreifen des Mittelbereiches geschieht so, wie vor­ stehend zum Verfestigen des Mittelbereiches beschrieben. Der Mittelbereich und die beiden daran anschließenden Seiten­ bereiche sind in Längsrichtung des Dichtungsstreifens, also parallel zum Verlauf des Firsts bzw. Grats, nebeneinander angeordnet. Die verfestigten Seitenstreifen zwischen Seiten- und Mittelbereich bewirken, daß sich beim Verlegen Knickkan­ ten an den Seitenstreifen bilden, so daß sich der Dichtungs­ streifen, unterstützt durch leichten Andruck von Hand, nahe­ zu von allein so ausrichtet, daß der Mittelbereich über der Firstlatte liegt, während die Seitenbereiche sich bis über die angrenzenden Bereiche der ersten Reihe der Dachein­ deckungsplatten erstrecken.
Eine besonders bevorzugte Weiterbildung des Dichtungsstrei­ fens besteht darin, daß auch die Seitenbereiche verfestigte Abschnitte aufweisen. Diese verfestigten Abschnitte er­ strecken sich vorzugsweise im wesentlichen in Querrichtung des Dichtungsstreifens, das heißt, quer zum Verlauf der First­ linie bzw. der Längsrichtung des Dichtungsstreifens.
Diese verfestigten Abschnitte dienen unter anderem dazu, daß die Seitenbereiche des Dichtungsstreifens eine mechanische Verfestigung erhalten und dennoch vollständig und faltenfrei auf der Dacheindeckung aufliegen.
Besonders bevorzugt wird es, wenn die verfestigten Abschnit­ te sich vom Mittelbereich zu den Außenkanten der Seiten­ bereiche hin verjüngen. Dadurch wird die glatte und falten­ freie Auflage des Dichtungsstreifens wirkungsvoll sicher­ gestellt. Andererseits bleiben gerade die Ränder der Seiten­ bereiche, in denen die größte plastische Verformung statt­ findet, unbeeinträchtigt.
Die vorstehend beschriebene, vorteilhafte Wirkung wird eben­ falls erreicht, wenn rechteckige verfestigte Abschnitte sich nicht parallel sondern von den Außenkanten zum Mittelbereich hin konvergieren (V-förmige Anordnung). Auch hier bleiben die Ränder der Seitenbereiche im wesentlichen unbeeinträch­ tigt. Sie können sich unbehindert plastisch verformen. Die abdichtende Wirkung des Dichtungsstreifens wird durch das Einfügen verfestigter Abschnitte in den Seitenbereichen nicht beeinträchtigt. Die verfestigten Abschnitte können aber auch eine andere Formgebung aufweisen, beispielsweise sind rechteckige Abschnitte für besondere Anwendungsfälle geeignet.
Die verfestigten Abschnitte erstrecken sich in Querrichtung mindestens über einen Abschnitt des jeweiligen Seitenbe­ reichs. Es können auch mehrere verfestigte Abschnitte im Abstand nebeneinander angeordnet werden. Diese Anordnung ist beispielsweise dann geeignet, wenn die Dacheindeckung eine Rundung aufweist. Die Seitenbereiche passen sich dieser Rundung dann ohne weiteres an. Da sich die meisten Dächer jedoch als geneigte Ebene darstellen, wird es bevorzugt, wenn sich die verfestigten Abschnitte über die gesamte Brei­ te des Seitenbereichs erstrecken.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die verfestigten Abschnitte in Abständen von ca. 1 cm bis ca. 10 cm, vorzugs­ weise ca. 2 cm bis ca. 7 cm angeordnet sind. In solchen Abständen werden die Seitenbereiche ausreichend stabili­ siert, ohne daß die plastische Verformbarkeit der Seiten­ bereiche, insbesondere an deren Rändern, beeinträchtigt wird. Dermaßen stabilisierte Seitenbereiche passen sich ohne weiteres an die gewellten Formen der Dacheindeckung an, ohne daß es beim Verlegen des Dichtungsstreifens zu Faltenbildun­ gen kommt.
Obschon bevorzugt wird, daß der Dichtungsstreifen aus­ schließlich aus plastisch verformbarem Kunststoffvlies be­ steht, kann es in besonderen Fällen angebracht sein, die Ränder der Seitenbereiche durch anderes, plastisch verform­ bares Material zu verstärken. Vor allem dann, wenn mit star­ ker Windbelastung zu rechnen ist, kann es vorteilhaft sein, den erfindungsgemäßen Dichtungsstreifen an den Rändern mit plastisch verformbaren Metallbändern bzw. -streifen oder mit Streckmetall zu beschweren oder zu versteifen.
Schließlich wird besonders bevorzugt, daß die Fasern, aus denen das Kunststoffvlies des Dichtungsstreifens hergestellt ist, in der Farbe der Dacheindeckung durchgefärbt sind. Der Dichtungsstreifen fügt sich so unauffällig in die Dachein­ deckung ein, die dann ein einheitliches Erscheinungsbild abgibt.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Dichtungs­ streifens wird nachfolgend anhand der Zeichnungen im Detail beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1a eine Draufsicht auf einen Dichtungsstreifen und
Fig. 1b einen Schnitt durch den Dichtungsstreifen von Fig. 1a;
Fig. 2 eine schematische Schnittdarstellung einer alterna­ tiven Ausführungsform des Dichtungsstreifens.
Fig. 1a zeigt einen Dichtungsstreifen 2, der zur First- und/oder Gratabdeckung geeignet ist. Der Dichtungsstreifen 2 ist durchgehend aus genadeltem Polyacryl-Vlies hergestellt. Das Polyacryl-Vlies (PAN-Vlies) weist ein Flächengewicht von ca. 150 g/m2 auf. Es ist wasserabweisend sowie diffusions­ offen und damit wasserdampfdurchlässig. Das PAN-Vlies ist UV-stabilisiert und verrottungsfest. Das PAN-Vlies läßt sich, bezogen auf die Ausgangsfläche um mindestens 40% aus­ dehnen, ohne daß Rückstellkräfte entwickelt werden. Die plastische Dehnbarkeit des PAN-Vlieses beträgt also über 40%.
Der Dichtungsstreifen 2 ist in der gängigsten Ausführungs­ form ca. 300 mm breit und wird in Längen von z. B. 5, 10 oder 20 m aufgerollt oder gefaltet in den Handel gebracht. Der ca. 300 mm breite Dichtungsstreifen 2 weist drei etwa gleich breite, in Längsrichtung parallel angeordnete Berei­ che auf, einen Mittelbereich 4 und zwei jeweils anschließend an den Mittelbereich 4 angeordnete Seitenbereiche 6, 6a. Der Mittelbereich 4 und die Seitenbereiche 6, 6a sind durch­ gehend einstückig aus demselben, vorstehend beschriebenen und insbesondere plastisch verformbaren Material, einem PAN- Vlies, gefertigt. Das PAN-Vlies ist derart plastisch ver­ formbar, daß es sich den Konturen der Dacheindeckung anpaßt. Dies gilt vor allem für die Seitenbereiche 6, 6a, die auf die Dacheindeckungsplatten beiderseits einer First- und Gratlatte aufgelegt werden und sich dabei den Konturen der Dacheindeckungsplatten dauerhaft und bleibend anpassen.
In dem schraffiert dargestellten Abschnitt 8 ist das Materi­ al des Mittelbereichs 4 verfestigt. Die Verfestigung erfolgt durch thermisches Verschweißen der Vliesfasern. Der Ab­ schnitt 8 erstreckt sich entlang der punktiert dargestellten Symmetrieachse Z über die gesamte Länge des Mittelbereiches 4. Er ist so angeordnet, daß die Befestigung des Dichtungs­ streifens 2 an der Dachkonstruktion, beispielsweise durch Nageln, Heften oder Schrauben, in diesem Abschnitt 8 er­ folgt. Der verfestigte Abschnitt 8 bietet einen erhöhten Widerstand gegenüber mechanischer Beanspruchung und ins­ besondere eine Sicherung gegen ein etwaiges Ausreißen des Vlieses beim Befestigen an der Dachkonstruktion. Das Ver­ festigen schränkt zwar die plastische Verformbarkeit gering­ fügig ein, doch ist dies im Mittelbereich 4 nicht von Bedeu­ tung, da es hier vor allem auf die Entlüftungsfunktion und das sichere Befestigen des Dichtungsstreifens 2 ankommt.
Derselbe Effekt kann auch erreicht werden, wenn in dem Vlies lediglich punktförmig verfestigte Abschnitte angeordnet werden oder wenn ein Verstärkungsband, beispielsweise eine zweite Lage Vlies, ein Gewebe oder eine Folie im Mittel­ bereich 4 angebracht wird.
Der Mittelbereich 4 wird gegenüber den Seitenbereichen 6, 6a durch parallel zur Symmetrieachse Z verlaufende Seitenstrei­ fen 10 begrenzt, die ebenfalls durch thermische Verfestigung des Grundmaterials entstehen. Das Verfestigen der Seiten­ streifen 10 bewirkt die Bildung von Knickkanten, so daß sich der Dichtungsstreifen 2 auf dem First leicht so verlegen und ausrichten läßt, daß der Mittelbereich 4 auf der Firstlatte aufliegt und daß sich die Seitenbereiche 6, 6a bis über den angrenzenden Bereich der ersten Reihe der Dacheindeckungs­ platten erstrecken. Der Dichtungsstreifen 2 wird dabei gleichmäßig an die aus ebenen oder welligen Flächen, Ab­ stufungen, Kehlen etc. bestehende Oberfläche der Dachein­ deckungsplatten angelegt.
Die Seitenbereiche 6, 6a sind ebenfalls mit verfestigten Abschnitten versehen, die - zur Erhaltung einer uneinge­ schränkten Verformbarkeit um zur Längsrichtung der Dachein­ deckungsplatten parallele Achsen - quer zur Längsrichtung des Dichtungsstreifens 2 angeordnet sind. Je nach den An­ forderungen, die an den Dichtungsstreifen 2 gestellt werden, erstrecken sie sich als streifenförmig verfestigte Abschnit­ te 12 über die gesamte Breite B der Seitenbereiche 6, 6a oder sie nehmen wie die mit Abstand nebeneinander angeordne­ ten ebenfalls streifenförmigen verfestigten Abschnitte 14 nur einen Teil der Breite B der Seitenbereiche 6, 6a ein.
Besonders bevorzugt werden verfestigte Abschnitte 16, die sich ausgehend vom Mittelbereich 4 bzw. von den verfestigten Seitenstreifen 10 hin zur Außenkante 18 des Dichtungsstrei­ fens 2 verjüngen. Die trapezförmige Ausbildung der verfe­ stigten Abschnitte 16 hat mehrere Vorteile. Zum einen wird der Seitenbereich 6 im Bereich der Außenkante 18 nur wenig verfestigt, so daß gerade dort eine ungehinderte Anpassung an das wellige Profil der Dacheindeckung erfolgen kann. Zum anderen passen sich Seitenbereiche mit trapezförmig ver­ festigten Abschnitten 16 auch schwierigen Konturen an. Ein solchermaßen ausgestalteter Dichtungsstreifen 2 läßt sich leicht geschwungenen, gebogenen oder gerundeten Dachformen anpassen.
Als außerordentlich vorteilhaft haben sich verfestigte Ab­ schnitte 17 erwiesen, die von den Rändern der Seitenbereiche 6, 6a jeweils paarweise zum Mittelbereich 4 hin konvergie­ rend angeordnet sind.
Die verfestigten Abschnitte 12, 14, 16 und 17 in den Seiten­ bereichen 6, 6a des Dichtungsstreifens bewirken dabei, daß sich der Dichtungsstreifen 2 glatt und faltenfrei über den Firstbereich legt und daß der Dichtungsstreifen 2 beim Ver­ legen nicht ohne weiteres durch Windeinflüsse oder dgl. vom First abhebt. Der Abstand dieser verfestigten Abschnitte 12, 14 und 16 voneinander in Längsrichtung des Dichtungsstrei­ fens 2 kann im Prinzip beliebig gewählt werden. Bevorzugt werden Abstände im Bereich von ca. 1 bis ca. 10 cm; als besonders geeignet haben sich Abstände von ca. 2 bis ca. 7 cm erwiesen.
Fig. 1b zeigt, daß der Dichtungsstreifen 2 auf der der Dach­ konstruktion zugewandten Unterseite abschnittsweise selbst­ klebend ausgerüstet ist. Über die gesamte Länge des Dich­ tungsstreifens 2 angebrachte Klebstoffstreifen 20 aus Butyl­ kautschuk oder einem anderen Klebstoff sind im Mittelbe­ reich 4 etwa entlang der Symmetrieachse Z und in der Nähe der Außenkanten 18 der Seitenbereiche 6, 6a angeordnet. Der Klebstoff ist mit einer Trennlage 22 abgedeckt, um ein pro­ blemloses Aufrollen der Vliesrolle zu gewährleisten.
Fig. 2 zeigt eine alternative Ausführungsform des Dichtungs­ streifens. Der Mittelbereich 4 besteht aus einem Polyester- Vlies, das nur geringe plastische Verformbarkeit aufweist. Die Seitenbereiche 6, 6a bestehen aus Polyacryl-Vlies mit hoher plastischer Verformbarkeit. Unter dem Mittelbereich 4 ist ein Kunststoff-Netz 24 angeordnet. Das Kunststoff-Netz 24 überlappt mit den Polyacryl-Vliesen der Seitenbereiche 6, 6a. Es ist mit den Seitenbereichen und dem Polyester-Vlies des Mittelbereiches 4 abschnittsweise an Verbindungsstellen 26 verklebt oder verpreßt bzw. verschmolzen. Auch mecha­ nische Verbindungen wie vernähen oder heften sind geeignet, um einen einstückigen Dichtungsstreifen 2 herzustellen. Durch das Verkleben bzw. Verschmelzen der Kunststoff-Vliese der Seitenbereiche 6, 6a und des Mittelbereiches 4 entsteht ein einstückiger Dichtungsstreifen 2, der in diesem Fall zusätzlich durch das Kunststoff-Netz 24 unterstützt und verfestigt ist. Das Kunststoff-Netz 24, das bei ausgerolltem Dichtungsstreifen 2 auf dem Dachstuhl unter dem Kunststoff- Vlies des Mittelbereiches 4 angeordnet ist, ist ein guter Anker für Heftnägel, mit denen der Dichtungsstreifen 2 am First des Dachstuhls vorläufig angeheftet wird, bevor die Seitenbereiche 6, 6a in ihrer endgültigen Lage ausgerichtet werden. Die Seitenbereiche 6, 6a sind in ihren Randbereichen mit einer durch eine Schutzfolie abgedeckten Klebstoff­ schicht 20 versehen, die zum Ausrichten und Fixieren der Seitenbereiche 6, 6a auf dem Dach dient.

Claims (21)

1. Dichtungsstreifen für eine First- und/oder Gratab­ deckung, der einen Mittelbereich (4) und zwei an den Mit­ telbereich (4) anschließende Seitenbereiche (6, 6a) aufweist und der wasserdicht sowie diffusionsoffen und aufrollbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittel­ bereich (4) und die anschließenden Seitenbereiche (6, 6a) des Dichtungsstreifens (2) aus einem Kunststoff- Vlies hergestellt ist, derart, daß mindestens die Sei­ tenbereiche (6, 6a) plastisch verformbar sind, so daß sich der Dichtungsstreifen (2) an die Konturen der Dacheindeckung anpaßt.
2. Dichtungsstreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß das Kunststoffvlies ein genadeltes Vlies ist.
3. Dichtungsstreifen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Kunststoffvlies aus Polyacryl oder aus einer Mischung aus Polyacryl und einem weite­ ren Kunststoff, vorzugsweise Polyester oder Polypropy­ len ist.
4. Dichtungsstreifen nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelbereich (4) und die Seitenbereiche (6, 6a) jeweils aus unter­ schiedlichen Kunststoff-Vliesen bestehen.
5. Dichtungsstreifen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich­ net, daß der Mittelbereich (4) aus einem Polyester- Vlies besteht, an das Seitenbereiche (6, 6a) aus Poly­ acryl-Vlies anschließen.
6. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunststoffvlies ein Flächengewicht zwischen 50 g/m2 und 300 g/m2, vor­ zugsweise ca. 80 bis 150 g/m2 aufweist.
7. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunststoffvlies hydrophobiert ist.
8. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunststoffvlies UV-stabilisiert ist.
9. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelbereich (4) des Dichtungsstreifens (2) mindestens abschnittsweise, vorzugsweise in Form eines sich streifenförmig in Längsrichtung des Dichtungsstreifens (2) erstreckenden Abschnitts 8, verfestigt ist.
10. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelbereich (4) des Dichtungsstreifens (2) mindestens abschnittsweise mit einem sich in Längsrichtung des Dichtungsstreifens (2) erstreckenden Verstärkungsband, vorzugsweise einem Vlies, einem Gewebe oder einer Folie versehen ist.
11. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunststoff-Vlies des Mittelbereiches (4) durch ein Kunststoff-Netz oder -Gewebe unterlegt ist.
12. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelbereich (4) und/oder die Randbereiche des Dichtungsstreifens (2) auf der Unterseite mindestens abschnittsweise selbst­ klebend ausgerüstet, z. B. mit Klebstoffstreifen (20) aus Butylkautschuk versehen sind.
13. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelbereich (4) durch zwei verfestigte Seitenstreifen (10) von den Seitenbereichen (6, 6a) abgegrenzt ist.
14. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenbereiche (6, 6a) des Dichtungsstreifens (2) in Abschnitten (12, 14, 16, 17) verfestigt und die verfestigten Abschnitte (12, 14, 16, 17) vorzugsweise in Querrichtung des Dich­ tungsstreifens (2) angeordnet sind.
15. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß sich die verfestigten Abschnitte (16) vom Mittelbereich (4) zu den Außenkan­ ten (18) der Seitenbereiche (6, 6a) verjüngen.
16. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die verfestigten Ab­ schnitte (12, 14, 17) Streifen von z. B. rechteckiger Form bilden.
17. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die verfestigten Ab­ schnitte (17) vom Rand der Seitenbereiche (6, 6a) zum Mittelbereich (4) hin konvergierend, insbesondere V-förmig angeordnet sind.
18. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die verfestigten Ab­ schnitte (12) sich jeweils über die gesamte Breite (B) der Seitenbereiche (6, 6a) erstrecken.
19. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die verfestigten Ab­ schnitte (12, 14, 16, 17) bezogen auf die Längsrichtung des Dichtungsstreifens (2) im Abstand von ca. 1 cm bis ca. 10 cm, vorzugsweise im Abstand von ca. 2 cm bis ca. 7 cm angeordnet sind.
20. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkanten (18) der Seitenbereiche (6, 6a) mindestens abschnittsweise durch ein plastisch verformbares Metallband oder Streckmetall verstärkt sind.
21. Dichtungsstreifen nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunststoffvlies aus Fasern hergestellt ist, die in der Farbe der Da­ cheindeckung durchgefärbt sind.
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