DE19830453A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Transport von Dampf durch mindestens einen runden Spinndüsenschacht - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Transport von Dampf durch mindestens einen runden SpinndüsenschachtInfo
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Abstract
Verfahren und Vorrichtung zum Transport von Dampf durch mindestens einen runden Spinndüsenschacht (5) mit unter der mindestens einen runden Spinndüsenplatte (10) angeordneten Absaugvorrichtung (14, 15) zum Verspinnen von PA 6 oder PA 6.6. DOLLAR A Bei dem Verfahren ist vorgesehen, daß der Dampf tangential in den oberen Teil des jeweiligen Spinndüsenschachtes (5) eingebracht und durch mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut (7), die außen um die jeweilige Spinndüseneinheit (6) angeordnet ist, nach unten geleitet wird. Der Dampf wird am unteren Ende der Spinndüseneinheit (6) gegen eine kreisförmige horizontal angeordnete Nut (8) geleitet und erfährt dort eine Änderung der Strömungsrichtung zur Spinndüsenplatte (10) hin. Der Dampf wird anschließend über die innere Kante (9) der kreisförmigen horizontal angeordneten Nut (8) über einen ersten Ringspalt (11) zur Spinndüsenplatte (10) geleitet und an der Spinndüsenplatte (10) horizontal über einen zweiten Ringspalt (12) durch die Absaugvorrichtung (14, 15) abgesaugt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf eine Vorrichtung
zum Transport von Dampf durch mindestens einen runden Spinndüsenschacht
mit unter der mindestens einen runden Spinndüsenplatte angeordneter
Absaugvorrichtung zum Verspinnen von PA 6 oder PA 6.6.
Verfahren und Vorrichtungen zum Transport von Dampf durch mindestens
einen runden Spinndüsenschacht sind bekannt. In Franz Fourné,
Synthetische Fasern, Carl Hanser Verlag München, Wien 1995, Seite 64,
wird herausgestellt, daß es vorteilhaft ist, eine
Spinndüsenbeschleierung mit Dampf, der in der Regel überhitzt ist,
durchzuführen. Durch diese Maßnahme würden die Spinndüsenunterseiten
zwei- bis viermal so lange sauber und brauchbar sein. Besonders
vorteilhaft sei die Spinndüsenbeschleierung beim Spinnen von Polyamid-
6.6-Fäden.
In der EP-0 581 145 werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Herstellung von Fasern beschrieben, die während des Verspinnens
störende Gase und/oder Dämpfe abgeben. Bei diesem Verfahren ist unter
anderem vorgesehen, die bei diesem Verfahren anfallenden störenden Gase
und/oder Dämpfe aus der Vorrichtung abzuziehen und einem
Gasreinigungssystem zuzuführen.
Aus Rogowin, Chemiefasern, Chemie-Technologie, Georg Thieme Verlag
Stuttgart, New York 1982, Seite 221, ist es bekannt, daß es sich bei
der Polymerisationsreaktion von Caprolactam um eine
Gleichgewichtsreaktion handelt, und daß das im Polymeren noch
vorhandene Lactam, das bei 258°C siedet, die Spinnbedingungen
erheblich verschlechtert. Dies beruht darauf, daß die Dämpfe des
Lactams, wenn sie zusammen mit der Polymerschmelze aus den Spinndüsen
austreten, zu Fadenbrüchen führen können. Ähnliche Nachteile sind auch
bei dem Verspinnen von Polyamid-6.6-Fäden festzustellen.
Es ist ferner allgemein bekannt, beim Verspinnen von Polyamid-6- oder
Polyamid-6.6-Fäden runde Spinnköpfe mit runden Spinndüsenplatten
einzusetzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Transport
von Dampf durch mindestens einen runden Spinndüsenschacht mit unter der
mindestens einen runden Spinndüsenplatte angeordneter Absaugvorrichtung
zum Verspinnen von PA 6 oder PA 6.6 zu schaffen, bei dem sichergestellt
ist, daß die Außenseite der jeweiligen Spinndüseneinheit möglichst
homogen mit dem Dampf beaufschlagt wird und ferner eine homogene
Spinndüsenbeschleierung an den jeweiligen Spinndüsenunterseiten
realisiert wird. Gleichzeitig soll sichergestellt sein, daß die
störenden Lactamdämpfe bzw. ausdampfenden Verbindungen nahezu
vollständig zusammen mit dem Dampf unmittelbar an den Unterseiten der
Spinndüsen aus der Apparatur abgezogen werden können. Der Erfindung
liegt ferner die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens zu schaffen.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch ein Verfahren zum
Transport von Dampf durch mindestens einen runden Spinndüsenschacht mit
unter der mindestens einen runden Spinndüsenplatte angeordneter
Absaugvorrichtung zum Verspinnen von PA 6 oder PA 6.6 gelöst, bei dem
der Dampf tangential in den oberen Teil des jeweiligen
Spinndüsenschachtes eingebracht und durch mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut, die außen um die jeweilige Spinndüseneinheit angeordnet ist, nach unten geleitet wird, und bei dem der Dampf am unteren Ende der Spinndüseneinheit gegen eine kreisförmig horizontal angeordnete Nut geleitet wird und dort eine Änderung der Strömungsrichtung zur Spinndüsenplatte hin erfährt, bei dem der Dampf über die innere Kante der kreisförmigen horizontal angeordneten Nut über einen ersten Ringspalt zur Spinndüsenplatte geleitet und an der Spinndüsenplatte horizontal über einen zweiten Ringspalt durch die Absaugvorrichtung abgesaugt wird. Unter Dampf ist hierbei Wasserdampf oder der Dampf von rückstandslos verdampfbaren wässrigen Lösungen zu verstehen. Unter PA 6 ist das Polymer aus ε-Caprolactam und unter PA 6.6 das Polymer aus Hexamethylendiamin und Adipinsäure zu verstehen. Jeder Spinndüsenschacht ist als Hohlzylinder ausgebildet. In jedem Spinndüsenschacht ist die ebenfalls zylindrische Spinndüseneinheit angeordnet, die in ihrem unteren Teil jeweils eine runde Spinndüsenplatte fixiert. In der Regel ist es vorteilhaft, zwei schraubenförmig verlaufende Nuten anzuordnen, so daß der Dampf an der jeweiligen Spinndüseneinheit in zwei Teilströmen nach unten geleitet wird. Dabei sollten die schraubenförmig verlaufenden Nuten versetzt zueinander angeordnet sein. Die mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut kann beispielsweise als Rundnut, Rechtecknut, Dreiecksnut oder Polygonnut gestaltet sein. Es hat sich in vorteilhafter Weise gezeigt, daß bei dem Verfahren zum Transport von Dampf eine gleichmäßige Beaufschlagung der Außenseite der jeweiligen Spinndüseneinheit mit Dampf erfolgt. Der größte Teil des Dampfes strömt tangential durch die mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut vom oberen Teil der Spinndüseneinheit zum unteren Teil der Spinndüseneinheit, was die gleichmäßige Einstellung der erforderlichen Temperatur in der Spinndüseneinheit erleichtert. Durch das Auftreffen des Dampfes am unteren Ende der Spinndüseneinheit gegen die kreisförmige horizontal angeordnete Nut wird die Strömungsrichtung zur Spinndüsenplatte hin umgelenkt, und es erfolgt eine homogene Beaufschlagung der Unterseite der Spinndüsenplatte mit Dampf über die innere Kante der kreisförmigen horizontal angeordneten Nut. Die kreisförmige horizontal angeordnete Nut sollte in vorteilhafter Weise an der Innenseite kantenlos gestaltet sein und somit den Querschnitt einer Wanne aufweisen. Diese innere Kante der kreisförmigen horizontal angeordneten Nut bildet direkt unterhalb der Spinndüsenplatte einen ersten Ringspalt aus, der ein relativ kraftvolles Beaufschlagen der Unterseite der jeweiligen Spinndüsenplatte mit Dampf ermöglicht. Sind mehrere schraubenförmig verlaufende Nuten angeordnet, so wird die jeweilige Spinndüsenplatte an mehreren Stellen mit Dampf aus einzelnen Teilströmen in vorteilhafter Weise beaufschlagt. Direkt unterhalb des ersten Ringspalts ist beispielsweise im Abstand von 5 bis 25 mm ein zweiter Ringspalt angeordnet, der bereits einen Teil der Absaugvorrichtung darstellt und der durch einen kreisförmigen horizontal angeordneten Kragen gebildet wird. Der an der Spinndüsenplatte befindliche Dampf wird somit direkt über den zweiten Ringspalt in möglichst geringer Entfernung zur Unterseite der Spinndüsenplatte abgesaugt. Auf diese Weise werden die nachteiligen Lactamdämpfe bzw. ausdampfenden Verbindungen zusammen mit dem Dampf aus der Apparatur ausgetragen und somit vermieden, daß diese in den unterhalb der Absaugvorrichtung angeordneten Blasschacht gelangen und das eigentliche Verspinnen nachteilig beeinflussen. Die mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut, die außen um die Spinndüseneinheit angeordnet ist, kann beispielsweise direkt in den Düsenschacht eingearbeitet werden, wobei dann dafür zu sorgen ist, daß die Außenseite der Spinndüseneinheit eine glatte Mantelfläche aufweist. Die Absaugvorrichtung ist in vorteilhafter Weise fest oder lösbar an mindestens einer Stelle mit der heißen Spinndüseneinheit verbunden, wobei der Vorteil darin liegt, daß der Absaugkanal der Absaugvorrichtung, ausgehend von der Spinndüseneinheit, durch Wärmeleitung aufgeheizt wird, so daß eine Ablagerung der Lactamdämpfe bzw. ausdampfenden Verbindungen im Absaugkanal vermieden wird.
Spinndüsenschachtes eingebracht und durch mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut, die außen um die jeweilige Spinndüseneinheit angeordnet ist, nach unten geleitet wird, und bei dem der Dampf am unteren Ende der Spinndüseneinheit gegen eine kreisförmig horizontal angeordnete Nut geleitet wird und dort eine Änderung der Strömungsrichtung zur Spinndüsenplatte hin erfährt, bei dem der Dampf über die innere Kante der kreisförmigen horizontal angeordneten Nut über einen ersten Ringspalt zur Spinndüsenplatte geleitet und an der Spinndüsenplatte horizontal über einen zweiten Ringspalt durch die Absaugvorrichtung abgesaugt wird. Unter Dampf ist hierbei Wasserdampf oder der Dampf von rückstandslos verdampfbaren wässrigen Lösungen zu verstehen. Unter PA 6 ist das Polymer aus ε-Caprolactam und unter PA 6.6 das Polymer aus Hexamethylendiamin und Adipinsäure zu verstehen. Jeder Spinndüsenschacht ist als Hohlzylinder ausgebildet. In jedem Spinndüsenschacht ist die ebenfalls zylindrische Spinndüseneinheit angeordnet, die in ihrem unteren Teil jeweils eine runde Spinndüsenplatte fixiert. In der Regel ist es vorteilhaft, zwei schraubenförmig verlaufende Nuten anzuordnen, so daß der Dampf an der jeweiligen Spinndüseneinheit in zwei Teilströmen nach unten geleitet wird. Dabei sollten die schraubenförmig verlaufenden Nuten versetzt zueinander angeordnet sein. Die mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut kann beispielsweise als Rundnut, Rechtecknut, Dreiecksnut oder Polygonnut gestaltet sein. Es hat sich in vorteilhafter Weise gezeigt, daß bei dem Verfahren zum Transport von Dampf eine gleichmäßige Beaufschlagung der Außenseite der jeweiligen Spinndüseneinheit mit Dampf erfolgt. Der größte Teil des Dampfes strömt tangential durch die mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut vom oberen Teil der Spinndüseneinheit zum unteren Teil der Spinndüseneinheit, was die gleichmäßige Einstellung der erforderlichen Temperatur in der Spinndüseneinheit erleichtert. Durch das Auftreffen des Dampfes am unteren Ende der Spinndüseneinheit gegen die kreisförmige horizontal angeordnete Nut wird die Strömungsrichtung zur Spinndüsenplatte hin umgelenkt, und es erfolgt eine homogene Beaufschlagung der Unterseite der Spinndüsenplatte mit Dampf über die innere Kante der kreisförmigen horizontal angeordneten Nut. Die kreisförmige horizontal angeordnete Nut sollte in vorteilhafter Weise an der Innenseite kantenlos gestaltet sein und somit den Querschnitt einer Wanne aufweisen. Diese innere Kante der kreisförmigen horizontal angeordneten Nut bildet direkt unterhalb der Spinndüsenplatte einen ersten Ringspalt aus, der ein relativ kraftvolles Beaufschlagen der Unterseite der jeweiligen Spinndüsenplatte mit Dampf ermöglicht. Sind mehrere schraubenförmig verlaufende Nuten angeordnet, so wird die jeweilige Spinndüsenplatte an mehreren Stellen mit Dampf aus einzelnen Teilströmen in vorteilhafter Weise beaufschlagt. Direkt unterhalb des ersten Ringspalts ist beispielsweise im Abstand von 5 bis 25 mm ein zweiter Ringspalt angeordnet, der bereits einen Teil der Absaugvorrichtung darstellt und der durch einen kreisförmigen horizontal angeordneten Kragen gebildet wird. Der an der Spinndüsenplatte befindliche Dampf wird somit direkt über den zweiten Ringspalt in möglichst geringer Entfernung zur Unterseite der Spinndüsenplatte abgesaugt. Auf diese Weise werden die nachteiligen Lactamdämpfe bzw. ausdampfenden Verbindungen zusammen mit dem Dampf aus der Apparatur ausgetragen und somit vermieden, daß diese in den unterhalb der Absaugvorrichtung angeordneten Blasschacht gelangen und das eigentliche Verspinnen nachteilig beeinflussen. Die mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut, die außen um die Spinndüseneinheit angeordnet ist, kann beispielsweise direkt in den Düsenschacht eingearbeitet werden, wobei dann dafür zu sorgen ist, daß die Außenseite der Spinndüseneinheit eine glatte Mantelfläche aufweist. Die Absaugvorrichtung ist in vorteilhafter Weise fest oder lösbar an mindestens einer Stelle mit der heißen Spinndüseneinheit verbunden, wobei der Vorteil darin liegt, daß der Absaugkanal der Absaugvorrichtung, ausgehend von der Spinndüseneinheit, durch Wärmeleitung aufgeheizt wird, so daß eine Ablagerung der Lactamdämpfe bzw. ausdampfenden Verbindungen im Absaugkanal vermieden wird.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß der
Dampf durch mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut geleitet
wird, die außen an der Spinndüseneinheit angeordnet ist. Die Anordnung
der mindestens einen schraubenförmig verlaufenden Nut kann auf diese
Weise relativ einfach gestaltet werden. Gleichzeitig ist gewährleistet,
daß die mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut auf relativ
einfache Weise durch einen kurzzeitigen Ausbau der Spinndüseneinheit
gereinigt werden kann. Wäre die mindestens eine schraubenförmig
verlaufende Nut beispielsweise in den Spinndüsenschacht eingearbeitet,
so wäre eine Reinigung der mindestens einen schraubenförmig
verlaufenden Nut nur mit einem größeren Aufwand möglich.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der
Dampf durch mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut geleitet
wird, die durch ein Trapezgewinde gebildet wird. Das Trapezgewinde
sollte dabei in besonders vorteilhafter Weise als Flachtrapezgewinde
ausgebildet sein. Trapezgewinde weisen in der Regel keine sehr scharfen
Ecken und Kanten auf, was sich vorteilhaft auf den Transport des
Dampfes in der mindestens einen schraubenförmig verlaufenden Nut
auswirkt. Gleichzeitig wird die Verschmutzung der mindestens einen
schraubenförmig verlaufenden Nut relativ gering gehalten. Sofern
vorgesehen ist, mehrere schraubenförmig verlaufende Nuten anzuordnen,
so ist vorteilhaft, das Trapezgewinde mehrgängig auszubilden. Dies hat
den Vorteil, daß der durch die schraubenförmig verlaufenden Nuten nach
unten an der Spinndüseneinheit geführte Dampf in Form von Teilströmen
an mehreren Stellen auf die kreisförmige horizontal angeordnete Nut
unterhalb der Spinndüsenplatte auftrifft, was eine gleichmäßige
Beaufschlagung der Spinndüsenplatte mit dem Dampf erleichtert. In der
Regel reicht es dabei in vorteilhafter Weise aus, daß Trapezgewinde
zweigängig auszubilden, so daß der Dampf in zwei Teilströme aufgeteilt
wird.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß der Dampf nach dem Passieren der inneren Kante der
kreisförmigen horizontal angeordneten Nut über eine nach innen schräg
nach unten verlaufende Ringfläche zur Spinndüsenplatte geleitet wird.
Die schräg nach unten verlaufende Ringfläche bildet dabei die Form
eines Kanals, was sich vorteilhaft auf die Strömung an der Spinndüsen
platte auswirkt, die dann weitgehend parallel zur Spinndüsenplatte
verläuft.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß die Strömungsrichtung des Dampfes in der
Absaugvorrichtung über Leitbleche eingestellt wird. Dabei ist
vorteilhaft, daß der lactamhaltige Dampf bzw. die ausdampfenden
Verbindungen im Absaugkanal der Absaugvorrichtung auf relativ einfache
Weise einer Abgassammelleitung zugeführt werden kann, besonders dann,
wenn in einer Apparatur mehrere Spinnköpfe nebeneinander angeordnet
sind.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ferner durch die
Schaffung einer Vorrichtung gelöst, bestehend aus
- - einer mit mindestens einem zylindrischen Spinndüsenschacht tangential verbundenen Zufuhrleitung für Dampf,
- - einer Spinndüseneinheit pro Spinndüsenschacht mit jeweils einer runden Spinndüsenplatte und mindestens einer um die Spinndüseneinheit angeordneten schraubenförmig verlaufenden Nut,
- - einer unter einer jeden Spinndüseneinheit unmittelbar unter der mindestens einen um die Spinndüseneinheit angeordneten schraubenförmig verlaufenden Nut horizontal angeordneten kreisförmigen Nut,
- - einer unter der mindestens einen Spinndüse angeordneten Absaugvorrichtung, die unter jedem Spinnkopf einen kreisförmigen horizontal angeordneten Kragen aufweist.
Der kreisförmige horizontal angeordnete Kragen bildet den zweiten
Ringspalt, über welchen der lactamhaltige Dampf bzw. die ausdampfenden
Verbindungen durch die Absaugvorrichtung abgesaugt werden. Gleichzeitig
ist in vorteilhafter Weise sichergestellt, daß die Spinndüseneinheit
außen gleichmäßig mit Dampf beaufschlagt wird und die vorhandenen
Spinndüsenplatten gleichmäßig mit Dampf beaufschlagt werden, wodurch
sich die Betriebszeiten der Spinndüsenplatten in vorteilhafter Weise
verlängern lassen. Die Absaugvorrichtung ist fest oder lösbar an
mindestens einer Stelle mit mindestens einer Spinndüseneinheit
verbunden, wodurch in vorteilhafter Weise sichergestellt ist, daß der
Absaugkanal der Absaugvorrichtung durch Wärmeleitung beheizt wird.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die
mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut außen an der jeweiligen
Spinndüseneinheit angeordnet ist. Dies kann auf relativ einfache und
vorteilhafte Weise erfolgen, da die Spinndüseneinheit relativ leicht
zugänglich ist.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist außen auf der
Spinndüseneinheit mindestens ein Trapezgewinde angeordnet. Dabei ist es
vorteilhaft, mehrgängige Flachtrapezgewinde einzusetzen, wobei sich ein
zweigängiges Flachtrapezgewinde besonders bewährt hat.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß an die
kreisförmig horizontal angeordnete Nut eine nach innen schräg nach
unten verlaufende Ringfläche benachbart angeordnet ist. Die nach unten
verlaufende Ringfläche bildet strömungstechnisch eine Lavaldüse aus, so
daß die Strömungsbedingungen optimiert werden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die
Absaugvorrichtung lösbar mit dem Spinnkopf verbunden ist. Dabei ist es
besonders vorteilhaft, wenn die Absaugvorrichtung über federbelastete
Scharniere fixiert ist und unterhalb der Spinndüseneinheit weggeklappt
werden kann. Es ist jedoch auch möglich, die Absaugvorrichtung über
Gelenke schwenkbar zu lagern. Ist die Absaugvorrichtung lösbar mit dem
Spinnkopf verbunden, so ist vorteilhaft, daß die einzelnen Spinndüsen
für Wartungszwecke zugänglich sind. Gleichzeitig ist während des
Verspinnens eine Beheizung des Absaugkanals durch Wärmeleitung in
vorteilhafter Weise möglich.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind in der
Absaugvorrichtung Leitbleche für den Dampf angeordnet. Durch die
Leitbleche kann der Dampf in die gewünschte Richtung umgelenkt werden
und somit auf relativ einfache Weise einer Abgassammelleitung zugeführt
werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung (Fig. 1-3) näher
und beispielhaft erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Spinnkopf mit unter einer Spinndüsenplatte
angeordneter Absaugvorrichtung im Querschnitt.
Fig. 2 zeigt eine Variante des Spinnkopfs mit unter einer
Spinndüsenplatte angeordneter Absaugvorrichtung im Querschnitt.
Fig. 3 zeigt die Draufsicht auf den Abgaskanal mit angeordneten
Leitblechen.
In Fig. 1 ist ein Spinnkopf mit unter der Spinndüsenplatte (10)
angeordneter Absaugvorrichtung (14, 15) im Querschnitt dargestellt. Im
Spinndüsenschacht (5), der am Spinnbalken (1) angeordnet ist, ist eine
zylindrische Spinndüseneinheit (6) angeordnet. Die Spinndüseneinheit (6)
weist in ihrem unteren Teil eine runde Spinndüsenplatte (10) auf. Der
Dampf gelangt über die Zufuhrleitung (3), die im Heizraum (2) der
Apparatur verläuft, aus dem Dampfauslaß (4) tangential in den oberen
Teil des Spinndüsenschachtes (5). Von dort gelangt der Dampf über die
schraubenförmig verlaufende Nut (7) an der Außenseite der
Spinndüseneinheit (6) nach unten. Die schraubenförmig verlaufende Nut
(7) wird durch ein außen auf der Spinndüseneinheit (6) angeordnetes
Trapezgewinde gebildet. Am unteren Ende der Spinndüseneinheit (6) wird
der Dampf gegen eine kreisförmige horizontal angeordnete Nut (8)
geleitet und erfährt dort eine Änderung der Strömungsrichtung zur
Spinndüsenplatte (10) hin. Der Dampf gelangt schließlich über die
innere Kante (9) der kreisförmigen horizontal angeordneten Nut (8) über
einen ersten Ringspalt (11) zur Spinndüsenplatte (10). Der Dampf wird
anschließend von der Spinndüsenplatte (10) aus horizontal über einen
zweiten Ringspalt (12) durch die Absaugvorrichtung (14, 15) abgesaugt.
Die Absaugvorrichtung (14, 15) wird im wesentlichen durch den
Absaugkanal (14) und durch die Isolierung (15) gebildet. Der zweite
Ringspalt (12) wird durch den kreisförmig angeordneten Kragen (13)
gebildet, der ein Teil der Isolierung (15) und somit ein Teil der
Absaugvorrichtung (14, 15) darstellt. Der lactamhaltige Dampf bzw. die
ausdampfenden Verbindungen werden über den Absaugkanal (14) aus der
Apparatur abgeführt, wodurch vermieden wird, daß diese in den Blaskanal
(16) gelangen und sich dort nachteilig auf das Verspinnen von PA-6- oder
PA-6.6-Fäden auswirken.
In Fig. 2 ist eine Alternative des Spinnkopfs mit unter der
Spinndüsenplatte (10) angeordneter Absaugvorrichtung (14, 15)
dargestellt. Der Dampf wird nach dem Passieren der inneren Kante (9)
über eine nach innen schräg nach unten verlaufende Ringfläche (17) zur
Spinndüsenplatte (10) geleitet. Die nach innen schräg nach unten
verlaufende Ringfläche (17) bildet einen Kanal aus, was zur
Strömungsoptimierung beiträgt.
In Fig. 3 ist der Absaugkanal (14) mit den im Absaugkanal (14)
angeordneten Leitblechen (17) dargestellt. Die Bleche (17) sind dabei
so angeordnet, daß der in den Absaugkanal (14) eintretende
lactamhaltige Dampf bzw. die ausdampfenden Verbindungen in jeweils
gewünschter Weise umgelenkt und einer Sammelleitung (nicht dargestellt)
zugeführt werden kann. Die Anordnung von Leitblechen (17) ist besonders
dann vorteilhaft, wenn mehrere Spinnköpfe nebeneinander angeordnet sind
und eine einzige gemeinsame Sammelleitung für den abgesaugten Dampf
vorgesehen ist.
Claims (11)
1. Verfahren zum Transport von Dampf durch mindestens einen runden
Spinndüsenschacht (5) mit unter der mindestens einen runden
Spinndüsenplatte (10) angeordneter Absaugvorrichtung (14, 15) zum
Verspinnen von PA 6 oder PA 6.6, bei dem der Dampf tangential in
den oberen Teil des jeweiligen Spinndüsenschachtes (5) eingebracht
und durch mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut (7), die
außen um die jeweilige Spinndüseneinheit (6) angeordnet ist, nach
unten geleitet wird, und bei dem der Dampf am unteren Ende der
Spinndüseneinheit (6) gegen eine kreisförmige horizontal
angeordnete Nut (8) geleitet wird und dort eine Änderung der
Strömungsrichtung zur Spinndüse (10) hin erfährt, bei dem der
Dampf über die innere Kante (9) der kreisförmigen horizontal
angeordneten Nut (8) über einen ersten Ringspalt (11) zur
Spinndüse (10) geleitet und an der Spinndüse (10) horizontal über
einen zweiten Ringspalt (12) durch die Absaugvorrichtung (14, 15)
abgesaugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Dampf durch mindestens eine
schraubenförmig verlaufende Nut (7) geleitet wird, die außen an
der Spinndüseneinheit (6) angeordnet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem der Dampf durch mindestens eine
schraubenförmig verlaufende Nut (7) geleitet wird, die durch ein
Trapezgewinde gebildet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Dampf nach
dem Passieren der inneren Kante (9) über eine nach innen schräg
nach unten verlaufende Ringfläche (17) zur Spinndüsenplatte (10)
geleitet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die
Strömungsrichtung des Dampfes in der Absaugvorrichtung (14) über
Leitbleche (17) eingestellt wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 5, bestehend aus
- - einer mit mindestens einem zylindrischen Spinndüsenschacht (5) tangential verbundenen Zufuhrleitung (3) für Dampf,
- - einer Spinndüseneinheit (6) pro Spinndüsenschacht (5) mit jeweils einer runden Spinndüsenplatte (10) und mindestens einer um die Spinndüseneinheit (6) angeordneten schraubenförmig verlaufenden Nut (7),
- - einer unter einer jeden Spinndüseneinheit (6) unmittelbar unter der mindestens einen um die Spinndüseneinheit (6) angeordneten schraubenförmig verlaufenden Nut (7) horizontal angeordneten kreisförmigen Nut (8),
- - einer unter der mindestens einen Spinndüsenplatte (10) angeordneten Absaugvorrichtung (14, 15), die unter jedem Spinnkopf einen kreisförmigen horizontal angeordneten Kragen (13) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der die mindestens eine
schraubenförmig verlaufende Nut (7) außen an der jeweiligen
Spinndüseneinheit (6) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei der außen auf der
Spinndüseneinheit (6) mindestens ein Trapezgewinde angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei der an die
kreisförmig horizontal angeordnete Nut (8) eine nach innen schräg
nach unten verlaufende Ringfläche (17) benachbart angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, bei der die
Absaugvorrichtung (15) lösbar mit dem Spinnkopf verbunden ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, bei der in der
Absaugvorrichtung (14, 15) Leitbleche (17) für den Dampf
angeordnet sind.
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