DE19830453A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Transport von Dampf durch mindestens einen runden Spinndüsenschacht - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Transport von Dampf durch mindestens einen runden Spinndüsenschacht

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DE19830453A1
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
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    • D01D4/00Spinnerette packs; Cleaning thereof
    • D01D4/04Cleaning spinnerettes or other parts of the spinnerette packs

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Abstract

Verfahren und Vorrichtung zum Transport von Dampf durch mindestens einen runden Spinndüsenschacht (5) mit unter der mindestens einen runden Spinndüsenplatte (10) angeordneten Absaugvorrichtung (14, 15) zum Verspinnen von PA 6 oder PA 6.6. DOLLAR A Bei dem Verfahren ist vorgesehen, daß der Dampf tangential in den oberen Teil des jeweiligen Spinndüsenschachtes (5) eingebracht und durch mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut (7), die außen um die jeweilige Spinndüseneinheit (6) angeordnet ist, nach unten geleitet wird. Der Dampf wird am unteren Ende der Spinndüseneinheit (6) gegen eine kreisförmige horizontal angeordnete Nut (8) geleitet und erfährt dort eine Änderung der Strömungsrichtung zur Spinndüsenplatte (10) hin. Der Dampf wird anschließend über die innere Kante (9) der kreisförmigen horizontal angeordneten Nut (8) über einen ersten Ringspalt (11) zur Spinndüsenplatte (10) geleitet und an der Spinndüsenplatte (10) horizontal über einen zweiten Ringspalt (12) durch die Absaugvorrichtung (14, 15) abgesaugt.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf eine Vorrichtung zum Transport von Dampf durch mindestens einen runden Spinndüsenschacht mit unter der mindestens einen runden Spinndüsenplatte angeordneter Absaugvorrichtung zum Verspinnen von PA 6 oder PA 6.6.
Verfahren und Vorrichtungen zum Transport von Dampf durch mindestens einen runden Spinndüsenschacht sind bekannt. In Franz Fourné, Synthetische Fasern, Carl Hanser Verlag München, Wien 1995, Seite 64, wird herausgestellt, daß es vorteilhaft ist, eine Spinndüsenbeschleierung mit Dampf, der in der Regel überhitzt ist, durchzuführen. Durch diese Maßnahme würden die Spinndüsenunterseiten zwei- bis viermal so lange sauber und brauchbar sein. Besonders vorteilhaft sei die Spinndüsenbeschleierung beim Spinnen von Polyamid- 6.6-Fäden.
In der EP-0 581 145 werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Fasern beschrieben, die während des Verspinnens störende Gase und/oder Dämpfe abgeben. Bei diesem Verfahren ist unter anderem vorgesehen, die bei diesem Verfahren anfallenden störenden Gase und/oder Dämpfe aus der Vorrichtung abzuziehen und einem Gasreinigungssystem zuzuführen.
Aus Rogowin, Chemiefasern, Chemie-Technologie, Georg Thieme Verlag Stuttgart, New York 1982, Seite 221, ist es bekannt, daß es sich bei der Polymerisationsreaktion von Caprolactam um eine Gleichgewichtsreaktion handelt, und daß das im Polymeren noch vorhandene Lactam, das bei 258°C siedet, die Spinnbedingungen erheblich verschlechtert. Dies beruht darauf, daß die Dämpfe des Lactams, wenn sie zusammen mit der Polymerschmelze aus den Spinndüsen austreten, zu Fadenbrüchen führen können. Ähnliche Nachteile sind auch bei dem Verspinnen von Polyamid-6.6-Fäden festzustellen.
Es ist ferner allgemein bekannt, beim Verspinnen von Polyamid-6- oder Polyamid-6.6-Fäden runde Spinnköpfe mit runden Spinndüsenplatten einzusetzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Transport von Dampf durch mindestens einen runden Spinndüsenschacht mit unter der mindestens einen runden Spinndüsenplatte angeordneter Absaugvorrichtung zum Verspinnen von PA 6 oder PA 6.6 zu schaffen, bei dem sichergestellt ist, daß die Außenseite der jeweiligen Spinndüseneinheit möglichst homogen mit dem Dampf beaufschlagt wird und ferner eine homogene Spinndüsenbeschleierung an den jeweiligen Spinndüsenunterseiten realisiert wird. Gleichzeitig soll sichergestellt sein, daß die störenden Lactamdämpfe bzw. ausdampfenden Verbindungen nahezu vollständig zusammen mit dem Dampf unmittelbar an den Unterseiten der Spinndüsen aus der Apparatur abgezogen werden können. Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Transport von Dampf durch mindestens einen runden Spinndüsenschacht mit unter der mindestens einen runden Spinndüsenplatte angeordneter Absaugvorrichtung zum Verspinnen von PA 6 oder PA 6.6 gelöst, bei dem der Dampf tangential in den oberen Teil des jeweiligen
Spinndüsenschachtes eingebracht und durch mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut, die außen um die jeweilige Spinndüseneinheit angeordnet ist, nach unten geleitet wird, und bei dem der Dampf am unteren Ende der Spinndüseneinheit gegen eine kreisförmig horizontal angeordnete Nut geleitet wird und dort eine Änderung der Strömungsrichtung zur Spinndüsenplatte hin erfährt, bei dem der Dampf über die innere Kante der kreisförmigen horizontal angeordneten Nut über einen ersten Ringspalt zur Spinndüsenplatte geleitet und an der Spinndüsenplatte horizontal über einen zweiten Ringspalt durch die Absaugvorrichtung abgesaugt wird. Unter Dampf ist hierbei Wasserdampf oder der Dampf von rückstandslos verdampfbaren wässrigen Lösungen zu verstehen. Unter PA 6 ist das Polymer aus ε-Caprolactam und unter PA 6.6 das Polymer aus Hexamethylendiamin und Adipinsäure zu verstehen. Jeder Spinndüsenschacht ist als Hohlzylinder ausgebildet. In jedem Spinndüsenschacht ist die ebenfalls zylindrische Spinndüseneinheit angeordnet, die in ihrem unteren Teil jeweils eine runde Spinndüsenplatte fixiert. In der Regel ist es vorteilhaft, zwei schraubenförmig verlaufende Nuten anzuordnen, so daß der Dampf an der jeweiligen Spinndüseneinheit in zwei Teilströmen nach unten geleitet wird. Dabei sollten die schraubenförmig verlaufenden Nuten versetzt zueinander angeordnet sein. Die mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut kann beispielsweise als Rundnut, Rechtecknut, Dreiecksnut oder Polygonnut gestaltet sein. Es hat sich in vorteilhafter Weise gezeigt, daß bei dem Verfahren zum Transport von Dampf eine gleichmäßige Beaufschlagung der Außenseite der jeweiligen Spinndüseneinheit mit Dampf erfolgt. Der größte Teil des Dampfes strömt tangential durch die mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut vom oberen Teil der Spinndüseneinheit zum unteren Teil der Spinndüseneinheit, was die gleichmäßige Einstellung der erforderlichen Temperatur in der Spinndüseneinheit erleichtert. Durch das Auftreffen des Dampfes am unteren Ende der Spinndüseneinheit gegen die kreisförmige horizontal angeordnete Nut wird die Strömungsrichtung zur Spinndüsenplatte hin umgelenkt, und es erfolgt eine homogene Beaufschlagung der Unterseite der Spinndüsenplatte mit Dampf über die innere Kante der kreisförmigen horizontal angeordneten Nut. Die kreisförmige horizontal angeordnete Nut sollte in vorteilhafter Weise an der Innenseite kantenlos gestaltet sein und somit den Querschnitt einer Wanne aufweisen. Diese innere Kante der kreisförmigen horizontal angeordneten Nut bildet direkt unterhalb der Spinndüsenplatte einen ersten Ringspalt aus, der ein relativ kraftvolles Beaufschlagen der Unterseite der jeweiligen Spinndüsenplatte mit Dampf ermöglicht. Sind mehrere schraubenförmig verlaufende Nuten angeordnet, so wird die jeweilige Spinndüsenplatte an mehreren Stellen mit Dampf aus einzelnen Teilströmen in vorteilhafter Weise beaufschlagt. Direkt unterhalb des ersten Ringspalts ist beispielsweise im Abstand von 5 bis 25 mm ein zweiter Ringspalt angeordnet, der bereits einen Teil der Absaugvorrichtung darstellt und der durch einen kreisförmigen horizontal angeordneten Kragen gebildet wird. Der an der Spinndüsenplatte befindliche Dampf wird somit direkt über den zweiten Ringspalt in möglichst geringer Entfernung zur Unterseite der Spinndüsenplatte abgesaugt. Auf diese Weise werden die nachteiligen Lactamdämpfe bzw. ausdampfenden Verbindungen zusammen mit dem Dampf aus der Apparatur ausgetragen und somit vermieden, daß diese in den unterhalb der Absaugvorrichtung angeordneten Blasschacht gelangen und das eigentliche Verspinnen nachteilig beeinflussen. Die mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut, die außen um die Spinndüseneinheit angeordnet ist, kann beispielsweise direkt in den Düsenschacht eingearbeitet werden, wobei dann dafür zu sorgen ist, daß die Außenseite der Spinndüseneinheit eine glatte Mantelfläche aufweist. Die Absaugvorrichtung ist in vorteilhafter Weise fest oder lösbar an mindestens einer Stelle mit der heißen Spinndüseneinheit verbunden, wobei der Vorteil darin liegt, daß der Absaugkanal der Absaugvorrichtung, ausgehend von der Spinndüseneinheit, durch Wärmeleitung aufgeheizt wird, so daß eine Ablagerung der Lactamdämpfe bzw. ausdampfenden Verbindungen im Absaugkanal vermieden wird.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß der Dampf durch mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut geleitet wird, die außen an der Spinndüseneinheit angeordnet ist. Die Anordnung der mindestens einen schraubenförmig verlaufenden Nut kann auf diese Weise relativ einfach gestaltet werden. Gleichzeitig ist gewährleistet, daß die mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut auf relativ einfache Weise durch einen kurzzeitigen Ausbau der Spinndüseneinheit gereinigt werden kann. Wäre die mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut beispielsweise in den Spinndüsenschacht eingearbeitet, so wäre eine Reinigung der mindestens einen schraubenförmig verlaufenden Nut nur mit einem größeren Aufwand möglich.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Dampf durch mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut geleitet wird, die durch ein Trapezgewinde gebildet wird. Das Trapezgewinde sollte dabei in besonders vorteilhafter Weise als Flachtrapezgewinde ausgebildet sein. Trapezgewinde weisen in der Regel keine sehr scharfen Ecken und Kanten auf, was sich vorteilhaft auf den Transport des Dampfes in der mindestens einen schraubenförmig verlaufenden Nut auswirkt. Gleichzeitig wird die Verschmutzung der mindestens einen schraubenförmig verlaufenden Nut relativ gering gehalten. Sofern vorgesehen ist, mehrere schraubenförmig verlaufende Nuten anzuordnen, so ist vorteilhaft, das Trapezgewinde mehrgängig auszubilden. Dies hat den Vorteil, daß der durch die schraubenförmig verlaufenden Nuten nach unten an der Spinndüseneinheit geführte Dampf in Form von Teilströmen an mehreren Stellen auf die kreisförmige horizontal angeordnete Nut unterhalb der Spinndüsenplatte auftrifft, was eine gleichmäßige Beaufschlagung der Spinndüsenplatte mit dem Dampf erleichtert. In der Regel reicht es dabei in vorteilhafter Weise aus, daß Trapezgewinde zweigängig auszubilden, so daß der Dampf in zwei Teilströme aufgeteilt wird.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Dampf nach dem Passieren der inneren Kante der kreisförmigen horizontal angeordneten Nut über eine nach innen schräg nach unten verlaufende Ringfläche zur Spinndüsenplatte geleitet wird. Die schräg nach unten verlaufende Ringfläche bildet dabei die Form eines Kanals, was sich vorteilhaft auf die Strömung an der Spinndüsen­ platte auswirkt, die dann weitgehend parallel zur Spinndüsenplatte verläuft.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Strömungsrichtung des Dampfes in der Absaugvorrichtung über Leitbleche eingestellt wird. Dabei ist vorteilhaft, daß der lactamhaltige Dampf bzw. die ausdampfenden Verbindungen im Absaugkanal der Absaugvorrichtung auf relativ einfache Weise einer Abgassammelleitung zugeführt werden kann, besonders dann, wenn in einer Apparatur mehrere Spinnköpfe nebeneinander angeordnet sind.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ferner durch die Schaffung einer Vorrichtung gelöst, bestehend aus
  • - einer mit mindestens einem zylindrischen Spinndüsenschacht tangential verbundenen Zufuhrleitung für Dampf,
  • - einer Spinndüseneinheit pro Spinndüsenschacht mit jeweils einer runden Spinndüsenplatte und mindestens einer um die Spinndüseneinheit angeordneten schraubenförmig verlaufenden Nut,
  • - einer unter einer jeden Spinndüseneinheit unmittelbar unter der mindestens einen um die Spinndüseneinheit angeordneten schraubenförmig verlaufenden Nut horizontal angeordneten kreisförmigen Nut,
  • - einer unter der mindestens einen Spinndüse angeordneten Absaugvorrichtung, die unter jedem Spinnkopf einen kreisförmigen horizontal angeordneten Kragen aufweist.
Der kreisförmige horizontal angeordnete Kragen bildet den zweiten Ringspalt, über welchen der lactamhaltige Dampf bzw. die ausdampfenden Verbindungen durch die Absaugvorrichtung abgesaugt werden. Gleichzeitig ist in vorteilhafter Weise sichergestellt, daß die Spinndüseneinheit außen gleichmäßig mit Dampf beaufschlagt wird und die vorhandenen Spinndüsenplatten gleichmäßig mit Dampf beaufschlagt werden, wodurch sich die Betriebszeiten der Spinndüsenplatten in vorteilhafter Weise verlängern lassen. Die Absaugvorrichtung ist fest oder lösbar an mindestens einer Stelle mit mindestens einer Spinndüseneinheit verbunden, wodurch in vorteilhafter Weise sichergestellt ist, daß der Absaugkanal der Absaugvorrichtung durch Wärmeleitung beheizt wird.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut außen an der jeweiligen Spinndüseneinheit angeordnet ist. Dies kann auf relativ einfache und vorteilhafte Weise erfolgen, da die Spinndüseneinheit relativ leicht zugänglich ist.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist außen auf der Spinndüseneinheit mindestens ein Trapezgewinde angeordnet. Dabei ist es vorteilhaft, mehrgängige Flachtrapezgewinde einzusetzen, wobei sich ein zweigängiges Flachtrapezgewinde besonders bewährt hat.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß an die kreisförmig horizontal angeordnete Nut eine nach innen schräg nach unten verlaufende Ringfläche benachbart angeordnet ist. Die nach unten verlaufende Ringfläche bildet strömungstechnisch eine Lavaldüse aus, so daß die Strömungsbedingungen optimiert werden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Absaugvorrichtung lösbar mit dem Spinnkopf verbunden ist. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Absaugvorrichtung über federbelastete Scharniere fixiert ist und unterhalb der Spinndüseneinheit weggeklappt werden kann. Es ist jedoch auch möglich, die Absaugvorrichtung über Gelenke schwenkbar zu lagern. Ist die Absaugvorrichtung lösbar mit dem Spinnkopf verbunden, so ist vorteilhaft, daß die einzelnen Spinndüsen für Wartungszwecke zugänglich sind. Gleichzeitig ist während des Verspinnens eine Beheizung des Absaugkanals durch Wärmeleitung in vorteilhafter Weise möglich.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind in der Absaugvorrichtung Leitbleche für den Dampf angeordnet. Durch die Leitbleche kann der Dampf in die gewünschte Richtung umgelenkt werden und somit auf relativ einfache Weise einer Abgassammelleitung zugeführt werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung (Fig. 1-3) näher und beispielhaft erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Spinnkopf mit unter einer Spinndüsenplatte angeordneter Absaugvorrichtung im Querschnitt.
Fig. 2 zeigt eine Variante des Spinnkopfs mit unter einer Spinndüsenplatte angeordneter Absaugvorrichtung im Querschnitt.
Fig. 3 zeigt die Draufsicht auf den Abgaskanal mit angeordneten Leitblechen.
In Fig. 1 ist ein Spinnkopf mit unter der Spinndüsenplatte (10) angeordneter Absaugvorrichtung (14, 15) im Querschnitt dargestellt. Im Spinndüsenschacht (5), der am Spinnbalken (1) angeordnet ist, ist eine zylindrische Spinndüseneinheit (6) angeordnet. Die Spinndüseneinheit (6) weist in ihrem unteren Teil eine runde Spinndüsenplatte (10) auf. Der Dampf gelangt über die Zufuhrleitung (3), die im Heizraum (2) der Apparatur verläuft, aus dem Dampfauslaß (4) tangential in den oberen Teil des Spinndüsenschachtes (5). Von dort gelangt der Dampf über die schraubenförmig verlaufende Nut (7) an der Außenseite der Spinndüseneinheit (6) nach unten. Die schraubenförmig verlaufende Nut (7) wird durch ein außen auf der Spinndüseneinheit (6) angeordnetes Trapezgewinde gebildet. Am unteren Ende der Spinndüseneinheit (6) wird der Dampf gegen eine kreisförmige horizontal angeordnete Nut (8) geleitet und erfährt dort eine Änderung der Strömungsrichtung zur Spinndüsenplatte (10) hin. Der Dampf gelangt schließlich über die innere Kante (9) der kreisförmigen horizontal angeordneten Nut (8) über einen ersten Ringspalt (11) zur Spinndüsenplatte (10). Der Dampf wird anschließend von der Spinndüsenplatte (10) aus horizontal über einen zweiten Ringspalt (12) durch die Absaugvorrichtung (14, 15) abgesaugt. Die Absaugvorrichtung (14, 15) wird im wesentlichen durch den Absaugkanal (14) und durch die Isolierung (15) gebildet. Der zweite Ringspalt (12) wird durch den kreisförmig angeordneten Kragen (13) gebildet, der ein Teil der Isolierung (15) und somit ein Teil der Absaugvorrichtung (14, 15) darstellt. Der lactamhaltige Dampf bzw. die ausdampfenden Verbindungen werden über den Absaugkanal (14) aus der Apparatur abgeführt, wodurch vermieden wird, daß diese in den Blaskanal (16) gelangen und sich dort nachteilig auf das Verspinnen von PA-6- oder PA-6.6-Fäden auswirken.
In Fig. 2 ist eine Alternative des Spinnkopfs mit unter der Spinndüsenplatte (10) angeordneter Absaugvorrichtung (14, 15) dargestellt. Der Dampf wird nach dem Passieren der inneren Kante (9) über eine nach innen schräg nach unten verlaufende Ringfläche (17) zur Spinndüsenplatte (10) geleitet. Die nach innen schräg nach unten verlaufende Ringfläche (17) bildet einen Kanal aus, was zur Strömungsoptimierung beiträgt.
In Fig. 3 ist der Absaugkanal (14) mit den im Absaugkanal (14) angeordneten Leitblechen (17) dargestellt. Die Bleche (17) sind dabei so angeordnet, daß der in den Absaugkanal (14) eintretende lactamhaltige Dampf bzw. die ausdampfenden Verbindungen in jeweils gewünschter Weise umgelenkt und einer Sammelleitung (nicht dargestellt) zugeführt werden kann. Die Anordnung von Leitblechen (17) ist besonders dann vorteilhaft, wenn mehrere Spinnköpfe nebeneinander angeordnet sind und eine einzige gemeinsame Sammelleitung für den abgesaugten Dampf vorgesehen ist.

Claims (11)

1. Verfahren zum Transport von Dampf durch mindestens einen runden Spinndüsenschacht (5) mit unter der mindestens einen runden Spinndüsenplatte (10) angeordneter Absaugvorrichtung (14, 15) zum Verspinnen von PA 6 oder PA 6.6, bei dem der Dampf tangential in den oberen Teil des jeweiligen Spinndüsenschachtes (5) eingebracht und durch mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut (7), die außen um die jeweilige Spinndüseneinheit (6) angeordnet ist, nach unten geleitet wird, und bei dem der Dampf am unteren Ende der Spinndüseneinheit (6) gegen eine kreisförmige horizontal angeordnete Nut (8) geleitet wird und dort eine Änderung der Strömungsrichtung zur Spinndüse (10) hin erfährt, bei dem der Dampf über die innere Kante (9) der kreisförmigen horizontal angeordneten Nut (8) über einen ersten Ringspalt (11) zur Spinndüse (10) geleitet und an der Spinndüse (10) horizontal über einen zweiten Ringspalt (12) durch die Absaugvorrichtung (14, 15) abgesaugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Dampf durch mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut (7) geleitet wird, die außen an der Spinndüseneinheit (6) angeordnet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem der Dampf durch mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut (7) geleitet wird, die durch ein Trapezgewinde gebildet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Dampf nach dem Passieren der inneren Kante (9) über eine nach innen schräg nach unten verlaufende Ringfläche (17) zur Spinndüsenplatte (10) geleitet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die Strömungsrichtung des Dampfes in der Absaugvorrichtung (14) über Leitbleche (17) eingestellt wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bestehend aus
  • - einer mit mindestens einem zylindrischen Spinndüsenschacht (5) tangential verbundenen Zufuhrleitung (3) für Dampf,
  • - einer Spinndüseneinheit (6) pro Spinndüsenschacht (5) mit jeweils einer runden Spinndüsenplatte (10) und mindestens einer um die Spinndüseneinheit (6) angeordneten schraubenförmig verlaufenden Nut (7),
  • - einer unter einer jeden Spinndüseneinheit (6) unmittelbar unter der mindestens einen um die Spinndüseneinheit (6) angeordneten schraubenförmig verlaufenden Nut (7) horizontal angeordneten kreisförmigen Nut (8),
  • - einer unter der mindestens einen Spinndüsenplatte (10) angeordneten Absaugvorrichtung (14, 15), die unter jedem Spinnkopf einen kreisförmigen horizontal angeordneten Kragen (13) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der die mindestens eine schraubenförmig verlaufende Nut (7) außen an der jeweiligen Spinndüseneinheit (6) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei der außen auf der Spinndüseneinheit (6) mindestens ein Trapezgewinde angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei der an die kreisförmig horizontal angeordnete Nut (8) eine nach innen schräg nach unten verlaufende Ringfläche (17) benachbart angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, bei der die Absaugvorrichtung (15) lösbar mit dem Spinnkopf verbunden ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, bei der in der Absaugvorrichtung (14, 15) Leitbleche (17) für den Dampf angeordnet sind.
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