Die Erfindung betrifft ein endloses Transportband zum Transpor
tieren eines verstreckten Faserverbandes durch eine
Faserbündelungszone, mit einer Perforation für einen den Faser
verband ansaugenden Saugluftstrom sowie mit einer innenseitig
ausreichend glatten Oberfläche zum Gleiten über eine Absaugein
richtung.
Ein Transportband dieser Art ist durch die DE 43 23 472 C2 Stand
der Technik. Es ist nach Art von Streckwerksriemchen von Spinn
maschinen hergestellt, jedoch elastischer, beispielsweise da
durch, daß es keine Gewebeeinlage aufweist. Außerdem ist es zum
Ansaugen des Faserverbandes perforiert, wobei die Löcher in einer
Lochreihe in Transportrichtung angeordnet sind. Das perforierte
Riemchen gleitet über eine Saugeinrichtung und ist von einer
Lieferwalze angetrieben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Transportband der
eingangs genannten Art bereitzustellen, welches hinsichtlich der
Faserbündelung beonders günstig ausgeführt ist.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Transportband bei einer
Ausführung ein endlos gewebtes oder gestricktes Siebband und bei
einer anderen Ausführung ein extrudiertes Kunststoffriemchen mit
gestanzten Löchern ist.
Die Ausführung des Transportbandes als endlos gewebtes oder
gestricktes Siebband hat den Vorteil, daß sich zum einen die
Perforation gleichsam von selbst ergibt und das zum anderen die
Perforation in Transportrichtung absolut gleiche Abstände von
einander aufweist. Letzteres ist für das Erspinnen eines quali
tativ guten Garnes in besonderem Maß wichtig.
Vorteilhaft stellt man das Siebband aus Kunststoffäden, bei
spielsweise einem Polyamid, her. Dies hat den Vorteil, daß man
die Kanten des Siebbandes verschweißen kann. Der Durchmesser der
Kunststoffäden sollte dabei vorzugsweise unter 0,1 mm und die
Maschenweite ebenfalls unter 0,1 mm liegen. Es hat sich gezeigt,
daß die Spinnergebnisse umso besser werden, je engmaschiger das
Siebband ist.
Wenn man das Transportband als extrudiertes Kunststoffriemchen
ausführt, ist es erforderlich, die Löcher zu stanzen. Zur Ver
ringerung des Aufwandes wird man sich dabei mit einer einzigen
Lochreihe begnügen, die der Breite des Faserverbandes zugeordnet
ist. Die Löcher sollten dabei einen Durchmesser von etwa 0,6 bis
1 mm haben.
Wenn das extrudierte Kunststoffriemchen nur innenseitig auf einer
Gleitführung geführt und von außen her angetrieben wird, es ist
günstig, zwei Lagen vorzusehen. Die innere Lage des Kunststoff
riemchens sollte besonders reibungsarm sein, damit die innere
Oberfläche gut über die Absaugeinrichtung gleiten kann. Vorteil
haft kommt hier PTFE in Betracht. Die äußere Lage hingegen sollte
relativ formstabil sein, damit sie dem aufzubringenden Frikti
onsantrieb widersteht.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele.
Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer einem
Streckwerk nachfolgenden Faserbündelungszone, in welcher ein
erfindungsgemäßes endloses Transportband eingesetzt wird,
Fig. 2A eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1 auf
ein auf einer Absaugeinrichtung geführtes Transportband, welches
als gewebtes oder gestricktes Siebband ausgeführt ist,
Fig. 2B eine der Fig. 2A entsprechende Ansicht, wobei das
Transportband als extrudiertes Kunststoffriemchen mit einer Reihe
gestanzter Löcher ausgebildet ist,
Fig. 3 eine Seitenansicht auf ein Siebband gemäß Fig. 2A,
Fig. 4 eine Draufsicht auf ein Siebband der Fig. 3,
Fig. 5 in stark vergrößertem Maßstab einen Ausschnitt aus
Fig. 4,
Fig. 6 eine Seitenansicht auf ein extrudiertes Kunststoffriem
chen gemäß Fig. 2B,
Fig. 7 eine Draufsicht auf das Kunststoffriemchen nach Fig. 6,
Fig. 8 in stark vergrößertem Maßstab eine geschnittene Seiten
ansicht gemäß Fig. 6, wobei das Riemchen aus zwei Lagen besteht.
In Fig. 1, die für sämtliche Ausführungsbeispiele eines
erfindungsgemäßen Transportbandes 13 gilt, ist von einem Streck
werk 1 lediglich der Bereich seines Ausgangswalzen
paares 2 dargestellt. Das Ausgangswalzenpaar 2 enthält einen in
Maschinenlängsrichtung durchlaufenden angetriebenen Unterzylinder
3 sowie eine elastisch daran angedrückte Druckwalze 4. Das
Faserband oder Vorgarn 5 wird in Transportrichtung A durch das
Streckwerk 1 hindurchgeführt und dabei in bekannter Weise ver
zogen.
Ab dem Ausgangswalzenpaar 2 liegt ein fertig verstreckter Faser
verband 6 vor, welcher jedoch noch eine Faserbündelungszone 7
durchläuft. In dieser Faserbündelungszone 7 soll der Faserverband
6 dadurch verdichtet werden, daß Randfasern um den Kern des
Faserverbandes 6 geschlungen werden. Dadurch erhält man für den
zu erspinnenden Faden 10 eine bessere Substanzausnutzung, die mit
einer höheren Reißfestigkeit und einer geringeren Haarigkeit
einhergeht.
Die Faserbündelungszone 7 befindet sich zwischen der Klemmstelle
8 des Ausgangswalzenpaares 2 sowie einer nachfolgenden Klemm
stelle 9, ab welcher der Faden 10 seinen Spinndrall erhält und in
Lieferrichtung B einem nicht dargestellten Drallorgan, bei
spielsweise einer Ringspindel, zugeführt wird.
Der Faserbündelungszone 7 ist eine Absaugeinrichtung 11 zugeord
net, die im wesentlichen aus einem Hohlprofil 12 besteht. Die
Oberfläche des Hohlprofiles 12 dient als Gleitführung für ein
perforiertes Transportband 13, welches endlos ausgebildet ist und
um die Absaugeinrichtung 11 herumläuft. Dieses Transportband 13
dient dem Transport des zu bündelnden Faserverbandes 6 durch die
Faserbündelungszone 7 hindurch.
Auf der dem Faserverband 6 abgewandten Seite besitzt das Hohl
profil 12 einen sich in Transportrichtung A erstreckenden
Saugschlitz 14 für einen anzusaugenden Saugluftstrom. Der Saug
schlitz 14 ist etwas breiter als der Faserverband 6 und kann sich
in Transportrichtung A etwas verjüngen, entsprechend der zuneh
menden Verdichtung des Faserverbandes 6. Der Saugschlitz 14
reicht bis an die Klemmstelle 9. Gegebenenfalls kann er in
Transportrichtung leicht schräg angeordnet sein.
Auf das Hohlprofil 12 drückt eine Klemmwalze 15, die somit mit
der Absaugeinrichtung 11 die Klemmstelle 9 bildet. Die Klemmwalze
15 treibt dabei das Transportband 13 in Transportrichtung A an,
wobei das Transportband 13 mit seiner innenseitigen Oberfläche
auf dem Hohlprofil 12 durchgehend geführt ist. Die Absaug
einrichtung 11 selbst ist über einen Saugluftanschluß 16 an eine
nicht dargestellte Unterdruckquelle angeschlossen.
Die Klemmwalze 15, deren Umfangsgeschwindigkeit praktisch derje
nigen der Druckwalze 4 entspricht, ist vom Streckwerk 1 über eine
Übertragungswalze 17 in nicht näher dargestellter Weise ange
trieben. Sowohl die Druckwalze 4 als auch die Klemmwalze 15 sind
in einer Wippe 18 angeordnet, die um eine Schwenkachse 19
verschwenkbar ist. Die Wippe 18 hängt an einer Belastungsfeder
2l, welche sowohl die Druckwalze 4 als auch die Klemmwalze 15 in
den jeweiligen Klemmstellen 8 und 9 belastet. Die Belastungsfeder
20 ihrerseits ist in einem Belastungsträger 21 des Streckwerks 1
angeordnet.
In Fig. 1 ist noch eine Stanze 22 für die Lagerung des. Unterzy
linders 3 erkennbar sowie eine Auflage 23, mit welcher das
Hohlprofil 12 in einer Führung der Stanze 22 aufliegt.
Die Fig. 2A und 2B unterscheiden sich voneinander lediglich
dadurch, daß zwei unterschiedliche Ausführungen eines Transport
bandes 13 vorgesehen sind. Da im übrigen die Bezugs
zeichen mit denjenigen der Fig. 1 identisch sind, brauchen die
Fig. 2A und 2B insoweit nicht besonders beschrieben zu werden.
Das Transportband 13 nach Fig. 2A besteht aus einem gewebten
oder gestrickten engmaschigen Siebband 24, bei welchem sich die
Perforation gleichsam von selbst ergibt.
Das Transportband 13 nach Fig. 2B besteht aus einem extrudierten
Kunststoffriemchen 25 mit lediglich einer mittigen Lochreihe 26
aus gestanzten Löchern 27.
Das gemäß der Anordnung nach Fig. 1 und 2A verwendete Siebband
24 ist in den Fig. 3 bis 5 ausführlicher dargestellt. Insbe
sondere aus der Fig. 5 erkennt man die einzelnen Kunststoffäden
28, die jeweils einen Durchmesser in der Größenordnung von 0,06
bis 0,2 mm haben. Bei einem solchen Gewebe oder Gestricke sollte
die Maschenweite 29 unter 0,3 mm, vorzugsweise unter 0,1 mm
liegen. Wenn die Kunststoffäden 28 beispielsweise aus einem
verformbaren Polyamid hergestellt werden, lassen sich die Kanten
30 und 31 verschweißen. Bei einem derartigen Siebband 24 ist die
innere Oberfläche 34 von Haus aus ausreichend glatt, so daß das
Siebband 24 über die Absaugeinrichtung 11 geführt werden kann.
Das extrudierte Kunststoffriemchen 25 gemäß Fig. 1 und 2B ist
in den Fig. 6 bis 8 näher dargestellt. Wie insbesondere aus
Fig. 8 ersichtlich ist, besteht das Kunststoffriemchen 25 aus
zwei Lagen 32 und 33. Die innere Lage 32 soll eine ausreichend
glatte Oberfläche 34 besitzen und besteht beispielsweise aus
Polytetrafluorethylen (PTFE). Die äußere Lage hingegen soll
ausreichend formstabil sein, damit der Antrieb durch die genannte
Klemmwalze 15 von außen erfolgen kann.