DE19837183A1 - Endloses Transportband zum Transportieren eines verstreckten Faserverbandes - Google Patents

Endloses Transportband zum Transportieren eines verstreckten Faserverbandes

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Abstract

Beschrieben wird ein endloses Transportband zum Transportieren eines verstreckten Faserverbandes durch eine Faserbündelungszone. Das Transportband ist mit einer Perforation für einen den Faserverband ansaugenden Saugluftstrom versehen. Innenseitig ist es zum Gleiten über eine Absaugeinrichtung mit einer ausreichend glatten Oberfläche versehen. Das Transportband kann als endlos gewebtes oder gestricktes Siebband oder alternativ als extrudiertes Kunststoffriemchen mit gestanzten Löchern hergestellt sein.

Description

Die Erfindung betrifft ein endloses Transportband zum Transpor­ tieren eines verstreckten Faserverbandes durch eine Faserbündelungszone, mit einer Perforation für einen den Faser­ verband ansaugenden Saugluftstrom sowie mit einer innenseitig ausreichend glatten Oberfläche zum Gleiten über eine Absaugein­ richtung.
Ein Transportband dieser Art ist durch die DE 43 23 472 C2 Stand der Technik. Es ist nach Art von Streckwerksriemchen von Spinn­ maschinen hergestellt, jedoch elastischer, beispielsweise da­ durch, daß es keine Gewebeeinlage aufweist. Außerdem ist es zum Ansaugen des Faserverbandes perforiert, wobei die Löcher in einer Lochreihe in Transportrichtung angeordnet sind. Das perforierte Riemchen gleitet über eine Saugeinrichtung und ist von einer Lieferwalze angetrieben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Transportband der eingangs genannten Art bereitzustellen, welches hinsichtlich der Faserbündelung beonders günstig ausgeführt ist.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Transportband bei einer Ausführung ein endlos gewebtes oder gestricktes Siebband und bei einer anderen Ausführung ein extrudiertes Kunststoffriemchen mit gestanzten Löchern ist.
Die Ausführung des Transportbandes als endlos gewebtes oder gestricktes Siebband hat den Vorteil, daß sich zum einen die Perforation gleichsam von selbst ergibt und das zum anderen die Perforation in Transportrichtung absolut gleiche Abstände von­ einander aufweist. Letzteres ist für das Erspinnen eines quali­ tativ guten Garnes in besonderem Maß wichtig.
Vorteilhaft stellt man das Siebband aus Kunststoffäden, bei­ spielsweise einem Polyamid, her. Dies hat den Vorteil, daß man die Kanten des Siebbandes verschweißen kann. Der Durchmesser der Kunststoffäden sollte dabei vorzugsweise unter 0,1 mm und die Maschenweite ebenfalls unter 0,1 mm liegen. Es hat sich gezeigt, daß die Spinnergebnisse umso besser werden, je engmaschiger das Siebband ist.
Wenn man das Transportband als extrudiertes Kunststoffriemchen ausführt, ist es erforderlich, die Löcher zu stanzen. Zur Ver­ ringerung des Aufwandes wird man sich dabei mit einer einzigen Lochreihe begnügen, die der Breite des Faserverbandes zugeordnet ist. Die Löcher sollten dabei einen Durchmesser von etwa 0,6 bis 1 mm haben.
Wenn das extrudierte Kunststoffriemchen nur innenseitig auf einer Gleitführung geführt und von außen her angetrieben wird, es ist günstig, zwei Lagen vorzusehen. Die innere Lage des Kunststoff­ riemchens sollte besonders reibungsarm sein, damit die innere Oberfläche gut über die Absaugeinrichtung gleiten kann. Vorteil­ haft kommt hier PTFE in Betracht. Die äußere Lage hingegen sollte relativ formstabil sein, damit sie dem aufzubringenden Frikti­ onsantrieb widersteht.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele.
Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer einem Streckwerk nachfolgenden Faserbündelungszone, in welcher ein erfindungsgemäßes endloses Transportband eingesetzt wird,
Fig. 2A eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1 auf ein auf einer Absaugeinrichtung geführtes Transportband, welches als gewebtes oder gestricktes Siebband ausgeführt ist,
Fig. 2B eine der Fig. 2A entsprechende Ansicht, wobei das Transportband als extrudiertes Kunststoffriemchen mit einer Reihe gestanzter Löcher ausgebildet ist,
Fig. 3 eine Seitenansicht auf ein Siebband gemäß Fig. 2A,
Fig. 4 eine Draufsicht auf ein Siebband der Fig. 3,
Fig. 5 in stark vergrößertem Maßstab einen Ausschnitt aus Fig. 4,
Fig. 6 eine Seitenansicht auf ein extrudiertes Kunststoffriem­ chen gemäß Fig. 2B,
Fig. 7 eine Draufsicht auf das Kunststoffriemchen nach Fig. 6,
Fig. 8 in stark vergrößertem Maßstab eine geschnittene Seiten­ ansicht gemäß Fig. 6, wobei das Riemchen aus zwei Lagen besteht.
In Fig. 1, die für sämtliche Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Transportbandes 13 gilt, ist von einem Streck­ werk 1 lediglich der Bereich seines Ausgangswalzen­ paares 2 dargestellt. Das Ausgangswalzenpaar 2 enthält einen in Maschinenlängsrichtung durchlaufenden angetriebenen Unterzylinder 3 sowie eine elastisch daran angedrückte Druckwalze 4. Das Faserband oder Vorgarn 5 wird in Transportrichtung A durch das Streckwerk 1 hindurchgeführt und dabei in bekannter Weise ver­ zogen.
Ab dem Ausgangswalzenpaar 2 liegt ein fertig verstreckter Faser­ verband 6 vor, welcher jedoch noch eine Faserbündelungszone 7 durchläuft. In dieser Faserbündelungszone 7 soll der Faserverband 6 dadurch verdichtet werden, daß Randfasern um den Kern des Faserverbandes 6 geschlungen werden. Dadurch erhält man für den zu erspinnenden Faden 10 eine bessere Substanzausnutzung, die mit einer höheren Reißfestigkeit und einer geringeren Haarigkeit einhergeht.
Die Faserbündelungszone 7 befindet sich zwischen der Klemmstelle 8 des Ausgangswalzenpaares 2 sowie einer nachfolgenden Klemm­ stelle 9, ab welcher der Faden 10 seinen Spinndrall erhält und in Lieferrichtung B einem nicht dargestellten Drallorgan, bei­ spielsweise einer Ringspindel, zugeführt wird.
Der Faserbündelungszone 7 ist eine Absaugeinrichtung 11 zugeord­ net, die im wesentlichen aus einem Hohlprofil 12 besteht. Die Oberfläche des Hohlprofiles 12 dient als Gleitführung für ein perforiertes Transportband 13, welches endlos ausgebildet ist und um die Absaugeinrichtung 11 herumläuft. Dieses Transportband 13 dient dem Transport des zu bündelnden Faserverbandes 6 durch die Faserbündelungszone 7 hindurch.
Auf der dem Faserverband 6 abgewandten Seite besitzt das Hohl­ profil 12 einen sich in Transportrichtung A erstreckenden Saugschlitz 14 für einen anzusaugenden Saugluftstrom. Der Saug­ schlitz 14 ist etwas breiter als der Faserverband 6 und kann sich in Transportrichtung A etwas verjüngen, entsprechend der zuneh­ menden Verdichtung des Faserverbandes 6. Der Saugschlitz 14 reicht bis an die Klemmstelle 9. Gegebenenfalls kann er in Transportrichtung leicht schräg angeordnet sein.
Auf das Hohlprofil 12 drückt eine Klemmwalze 15, die somit mit der Absaugeinrichtung 11 die Klemmstelle 9 bildet. Die Klemmwalze 15 treibt dabei das Transportband 13 in Transportrichtung A an, wobei das Transportband 13 mit seiner innenseitigen Oberfläche auf dem Hohlprofil 12 durchgehend geführt ist. Die Absaug­ einrichtung 11 selbst ist über einen Saugluftanschluß 16 an eine nicht dargestellte Unterdruckquelle angeschlossen.
Die Klemmwalze 15, deren Umfangsgeschwindigkeit praktisch derje­ nigen der Druckwalze 4 entspricht, ist vom Streckwerk 1 über eine Übertragungswalze 17 in nicht näher dargestellter Weise ange­ trieben. Sowohl die Druckwalze 4 als auch die Klemmwalze 15 sind in einer Wippe 18 angeordnet, die um eine Schwenkachse 19 verschwenkbar ist. Die Wippe 18 hängt an einer Belastungsfeder 2l, welche sowohl die Druckwalze 4 als auch die Klemmwalze 15 in den jeweiligen Klemmstellen 8 und 9 belastet. Die Belastungsfeder 20 ihrerseits ist in einem Belastungsträger 21 des Streckwerks 1 angeordnet.
In Fig. 1 ist noch eine Stanze 22 für die Lagerung des. Unterzy­ linders 3 erkennbar sowie eine Auflage 23, mit welcher das Hohlprofil 12 in einer Führung der Stanze 22 aufliegt.
Die Fig. 2A und 2B unterscheiden sich voneinander lediglich dadurch, daß zwei unterschiedliche Ausführungen eines Transport­ bandes 13 vorgesehen sind. Da im übrigen die Bezugs­ zeichen mit denjenigen der Fig. 1 identisch sind, brauchen die Fig. 2A und 2B insoweit nicht besonders beschrieben zu werden.
Das Transportband 13 nach Fig. 2A besteht aus einem gewebten oder gestrickten engmaschigen Siebband 24, bei welchem sich die Perforation gleichsam von selbst ergibt.
Das Transportband 13 nach Fig. 2B besteht aus einem extrudierten Kunststoffriemchen 25 mit lediglich einer mittigen Lochreihe 26 aus gestanzten Löchern 27.
Das gemäß der Anordnung nach Fig. 1 und 2A verwendete Siebband 24 ist in den Fig. 3 bis 5 ausführlicher dargestellt. Insbe­ sondere aus der Fig. 5 erkennt man die einzelnen Kunststoffäden 28, die jeweils einen Durchmesser in der Größenordnung von 0,06 bis 0,2 mm haben. Bei einem solchen Gewebe oder Gestricke sollte die Maschenweite 29 unter 0,3 mm, vorzugsweise unter 0,1 mm liegen. Wenn die Kunststoffäden 28 beispielsweise aus einem verformbaren Polyamid hergestellt werden, lassen sich die Kanten 30 und 31 verschweißen. Bei einem derartigen Siebband 24 ist die innere Oberfläche 34 von Haus aus ausreichend glatt, so daß das Siebband 24 über die Absaugeinrichtung 11 geführt werden kann.
Das extrudierte Kunststoffriemchen 25 gemäß Fig. 1 und 2B ist in den Fig. 6 bis 8 näher dargestellt. Wie insbesondere aus Fig. 8 ersichtlich ist, besteht das Kunststoffriemchen 25 aus zwei Lagen 32 und 33. Die innere Lage 32 soll eine ausreichend glatte Oberfläche 34 besitzen und besteht beispielsweise aus Polytetrafluorethylen (PTFE). Die äußere Lage hingegen soll ausreichend formstabil sein, damit der Antrieb durch die genannte Klemmwalze 15 von außen erfolgen kann.

Claims (10)

1. Endloses Transportband zum Transportieren eines verstreckten Faserverbandes durch eine Faserbündelungszone, mit einer Perfo­ ration für einen den Faserverband ansaugenden Saugluftstrom sowie mit einer innenseitig ausreichend glatten Oberfläche zum Gleiten über eine Absaugeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß das Transportband (13) ein endlos gewebtes oder gestricktes Siebband (24) ist.
2. Transportband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Siebband (24) aus Kunststoffäden (28), vorzugsweise Polyamidfäden hergestellt ist.
3. Transportband nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffäden (28) einen Durchmesser von etwa 0,06 bis 0,2 mm haben und daß die Maschenweite (29) unter 0,3 mm liegt.
4. Transportband nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffäden einen Durchmesser von weniger als 0,1 mm haben und daß die Maschenweite (29) unter 0,1 mm liegt.
5. Transportband nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanten (30, 31) des Siebbandes (24) verschweißt sind.
6. Endloses Transportband zum Transportieren eines verstreckten Faserverbandes durch eine Faserbündelungszone, mit einer Perfo­ ration für einen den Faserverband ansaugenden Saugluftstrom sowie mit einer innenseitig ausreichend glatten Oberfläche zum Gleiten über eine Absaugeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß das Transportband (13) ein extrudiertes Kunststoffriemchen (25) mit gestanzten Löchern (27) ist.
7. Transportband nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (27) als mittige Lochreihe (26) angeordnet sind.
8. Transportband nach AnsPruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (27) einen Durchmesser von etwa 0,6 bis 1 mm haben.
9. Transportband nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunststoffriemchen (25) aus zwei Lagen (32, 33) besteht, von denen die innere Lage (32) besonders reibungsarm und die äußere Lage (33) relativ formstabil ist.
10. Transportband nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Lage (32) aus PTFE besteht.
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