DE19837802C1 - Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines Hubschraubers - Google Patents
Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines HubschraubersInfo
- Publication number
- DE19837802C1 DE19837802C1 DE1998137802 DE19837802A DE19837802C1 DE 19837802 C1 DE19837802 C1 DE 19837802C1 DE 1998137802 DE1998137802 DE 1998137802 DE 19837802 A DE19837802 A DE 19837802A DE 19837802 C1 DE19837802 C1 DE 19837802C1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- rotor
- plate
- structural element
- blade
- rotor blade
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C27/00—Rotorcraft; Rotors peculiar thereto
- B64C27/32—Rotors
- B64C27/33—Rotors having flexing arms
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C27/00—Rotorcraft; Rotors peculiar thereto
- B64C27/32—Rotors
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C27/00—Rotorcraft; Rotors peculiar thereto
- B64C27/32—Rotors
- B64C27/46—Blades
- B64C27/473—Constructional features
- B64C27/48—Root attachment to rotor head
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Turbine Rotor Nozzle Sealing (AREA)
- Wind Motors (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines Hubschraubers, bestehend aus einem auftrieberzeugenden Blatt und mindestens einem zum Rotorkopf und in Rotorblattlängsrichtung angeordneten Strukturelement, wobei am Strukturelement ein schlag-, schwenk- und torsionsweicher Bereich ausgebildet ist. DOLLAR A Bei einem Hubschrauber mit lagerlosem Rotor ist es Aufgabe der Erfindung, den Schlaggelenkabstand beim Rotorblatt unter den vorhandenen Rotorblattbeanspruchungen deutlich zu verkürzen, um die Flugeigenschaft zu verbessern und die Vibrationen zu reduzieren. DOLLAR A Die Aufgabe wird gelöst nach den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1. Die gleiche Aufgabe wird in einer anderen Variante nach den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst. DOLLAR A Mit der Erfindung wird es möglich, den Schlaggelenkabstand bei einem Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor optimal auszubilden. Die Erfindung verbessert die Flugeigenschaften des Hubschraubers und reduziert Vibrationen am Hubschrauber.
Description
Die Erfindung betrifft ein Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines
Hubschraubers, bestehend aus einem auftrieberzeugenden Blatt und mindestens
einem zum Rotorkopf und in Rotorblattlängsrichtung angeordneten
Strukturelement, wobei am Strukturelement ein schlag-, schwenk- und
torsionsweicher Bereich ausgebildet ist.
Rotorblätter für Hubschrauber werden überwiegend aus Faserverbund- Werkstoff
hergestellt. Die Rotorblätter werden im Betrieb in verschiedenen Richtungen
ausgelenkt und dadurch stark belastet.
Das Rotorblatt bei einem lagerlosen Rotor besitzt am inneren Ende zum
Rotorkopf hin ein Strukturelement mit einem schlag- und schwenkweichen
Bereich sowie mit einem torsionsweichen Bereich, das Bewegungen in Schlag-
und Schwenkrichtung sowie die Winkelauslenkung um die Torsionsachse zuläßt.
Dieses Strukturelement wird im Fachgebiet auch als Flexbeam bezeichnet.
Schlag- und/oder schwenkweicher Bereich des Strukturelements werden auch
zusammenfassend als biegeweicher Bereich bezeichnet. In Richtung
Blattlängsachse hat das Strukturelement an seinem Ende zum Rotorkopf hin
einen Blattanschluß ausgebildet, der eine Verbindung zum Rotorkopf hin
ermöglicht. Der Übergang vom Blattanschluß in den biege- bzw. torsionsweichen
Bereich ist zu einem Hals (auch Blatthals genannt) ausgebildet.
Das Strukturelement überträgt das Antriebsmoment vom Rotorkopf und
überträgt die Fliehkräfte des Blattes auf den Rotorkopf.
Damit das Strukturelement separat gefertigt bzw. bei Beschädigung ausgetauscht
werden kann, wird oft eine Trennstelle zwischen Strukturelement und dem
auftrieberzeugenden Blattbereich eingebaut. Der auftrieberzeugende Blattbereich
erstreckt sich von dieser Trennstelle bis zum äußersten Ende des Rotorblattes
(Blattspitze genannt).
Der Blatthals des Strukturelements besitzt in der Regel den schlagweichen
Bereich, der ein Schlagen des Blattes in vertikaler Richtung ermöglicht. Somit
bildet der schlagweiche Bereich eine fiktive, horizontal orientierte Achse (auch
Schlaggelenk genannt), um welche das Rotorblatt Schlagbewegungen ausführt.
Der Abstand zwischen dieser fiktiven Achse d. h. dem sogenannten Schlaggelenk
bis zur Mittellängsachse des Rotormastes wird als Schlaggelenkabstand
bezeichnet. Bei einem lagerlosem Rotor ist dieser Schlaggelenkabstand relativ
groß. Der Schlaggelenkabstand beträgt etwa 9% der Gesamtlänge gemessen von
der Mittellängsachse des Rotormastes in radialer Richtung bis zur Blattspitze.
Dieser relativ hohe Schlaggelenkabstand beim lagerlosen Rotor ist verantwortlich
für eine relativ hohe Momentübertragung. Der relativ hohe Schlaggelenkabstand
ist nachteilig für die Flugeigenschaften des Hubschraubers. Blattanschluß und
Blatthals müssen entsprechend stark dimensioniert sein, um der damit
verbundenen Beanspruchung zu widerstehen.
Infolge der hohen Belastungen des Rotorblattes beim lagerlosen Rotor und der
damit zu gewährleistenden Festigkeit des Rotorblattes ist es äußerst schwierig,
den Schlaggelenkabstand zu reduzieren. Eine solche Materialreduktion am
Strukturelement könnte einerseits den Schlaggelenkabstand wesentlich
verbessern, andererseits würde sich jedoch die Lebensdauer reduzieren.
Im Stand der Technik ist ein lagerloser Rotor bekannt, der am Rotorkopf eine
Rotorkopfplatte befestigt hat. Die Rotorkopfplatte hat, entsprechend der Anzahl
der Rotorblätter, ausgebildete Blattanschlußarme, die jeweils mit einem
sogenannten Strukturgrundelement eines Rotorblattes verbunden sind. Das
Strukturgrundelement ist ein Teil eines Strukturelements und hat mindestens
einen schwenk- und torsionsweichen Bereich. In einem solchen Fall bilden ein
Blattanschlußarm der Rotorkopfplatte und ein Strukturgrundelement das
bekannte (zusammengesetzte) Strukturelement. Auch für diesen Fall existieren
die bekannten Nachteile.
Es ist also unerheblich, ob das Strukturelement einstückig ausgebildet ist oder ob
es in Richtung der Blattlängsachse aus mehreren nacheinander angeordneten
Teilstücken besteht (zusammengesetztes Strukturelement), die das
Strukturelement bilden.
Bei einem Hubschrauber mit lagerlosem Rotor ist es Aufgabe der Erfindung, den
Schlaggelenkabstand beim Rotorblatt unter den vorhandenen Rotorblattbe
anspruchungen deutlich zu verkürzen, um die Flugeigenschaften zu verbessern
und die Vibrationen zu reduzieren.
Die Aufgabe wird gelöst nach den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1.
In Ausgestaltung der Erfindung ist es vorteilhaft, die Platte im schlagweichen
Bereich des Strukturelements vom Rotorblatt zu verbinden. Vorteilhafterweise
wird damit die Einstellung eines Neigungswinkels β0 erreicht.
Die Verbindung der Platte mit dem Rotorblatt kann auch im torsionsweichen
Bereich des Strukturelements realisiert werden.
Die Platte ist vorteilhafterweise so ausgestaltet, daß sie radial nach außen in
Richtung zum Strukturelement erstreckende Blattanschlußarme ausgebildet hat,
die eine Verbindung mit dem jeweiligen Strukturelement ermöglichen.
Die Platte kann in ihrer Biegesteifigkeit variierbar sein. Sie ist damit auf
unterschiedliche Flugeigenschaften einstellbar. Vorteilhafterweise ist die Platte
biegeweich.
Die gleiche Aufgabe kann gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des
nebengeordneten Anspruchs 8 gelöst werden.
Diese Lösung beinhaltet ein Strukturelement, welches von seinem Ende am
Rotorkopf bis mindestens in den schlagweichen Bereich hinein zumindest
zweigeteilt ist. Die durch die Teilung gebildeten Arme des Strukturelements sind
in Richtung der Längsachse des Rotormastes, d. h. in axialer Richtung, gestaffelt.
Das Strukturelement ist somit Y-förmig ausgebildet. Entsprechend einer
vorteilhaften Ausgestaltung ist das in axialer Richtung dem Rotorkopf
zugewandte Armelement mit dem Rotorkopf verbunden. Das in axialer Richtung
dem Rotorkopf abgewandte Armelement ist mit einer Grundplatte verbunden, die
in axialer Richtung freitragend oberhalb des Rotorkopfes koaxial positioniert ist.
Mit der Erfindung wird eine Verbesserung der Flugeigenschaft erreicht und
Vibrationen werden deutlich reduziert.
Ausführungsbeispiele zur Erfindung sind in nachfolgenden Zeichnungen
dargestellt und näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 schematisierte Seitenansicht einer Anordnung der Platte
gegenüber dem Rotorkopf und dem Rotorblatt beim
lagerlosen Rotor
Fig. 2 schematisierte Draufsicht zu Fig. 1
Fig. 3 Auslenkung des Rotorblatts ohne Auftrieb mit biegeweicher
Platte
Fig. 4 Auslenkung des Rotorblatts ohne Auftrieb mit biegesteifer
Platte
Fig. 5 Blattanschlußarme von Platte und Rotorkopfplatte
scherenförmig angeordnet
Fig. 5a Draufsicht zu Fig. 5
Fig. 6 axial angeordnetes Zwischenstück zwischen Platte und
Rotorkopfplatte
Fig. 6a Zwischenstück mit differierenden Durchmessern
Fig. 6b Zwischenstück aus Kreuzwicklungen in
Faserverbundwerkstoff
Fig. 7 Strukturelement mit zwei Armelementen
Der Rotormast 4 trägt gemäß Fig. 1 einen Rotorkopf 3. Der Rotormast 4
überträgt das Antriebsmoment, welches mittels Kraftübertragungsmittel vom
Antriebsaggregat des Hubschraubers auf den Rotormast 4 übertragen wird und
von dort weiter auf die Rotorblätter. Die Rotorblätter 8 sind am Rotorkopf 3
befestigt. Im allgemeinen besteht das einzelne Rotorblatt 8 aus einem
Strukturelement 7 und einem nachfolgend in Längsachse des Strukturelements 7
liegenden, auftrieberzeugenden Blatt 6. Das entspricht einer grundlegenden
Konstruktion eines Rotorblattes. Das Strukturelement 7 ist an seinem Ende zum
Rotorkopf 3 hin zu einem Blattanschluß ausgebildet, der den Anschluß an den
Rotorkopf 3 ermöglicht. Der Blattanschluß des Strukturelements ist in Form eines
Blatthalses in einen biege- und torsionsweichen Bereich übergeleitet. An einer
lösbaren Trennstelle ist das Strukturelement 7 mit dem auftrieberzeugenden Blatt
6 verbunden.
Fig. 1 zeigt insbesondere ein Strukturelement 7, welches aus 2 Teilstücken
zusammengesetzt ist. Das schränkt die Erfindung nicht ein. Ein Strukturelement 7
wird gebildet von einem Blattanschlußarm 2.3 einer Rotorkopfplatte 2 und einem
Strukturgrundelement 5. Der Blattanschlußarm 2.3 kann in einem solchen Fall
den schlagweichen Bereich und das Strukturgrundelement 5 den schwenk- und
torsionsweichen Bereich haben. Der schwenk- und torsionsweiche Bereich kann
aber auch bereits im Blattanschlußarm 2.3 enthalten sein. Die Rotorkopfplatte 2
ist mit dem Rotorkopf 3 mittels einer Verbindung V2 verbunden.
Wie Fig. 1 weiterhin zeigt, ist das Rotorblatt 8 mit Strukturelement 7 mittels
einer zusätzlichen Platte 1 positioniert. Nachfolgend wird dieses Merkmal
erläutert.
Mit der Rotation des Rotorblattes 8 entsteht aus Fliehkraft und Auftrieb
bekannterweise eine resultierende Kraft, welche ein bisher nicht im Winkel α
fixiertes Rotorblatt um den Winkel α gegenüber der Horizontalen h leicht anhebt.
Das Rotorblatt 8 bewegt sich nicht mehr in einer horizontalen Ebene h, sondern
folgt bei der Rotation der Kontur eines fiktiven Kegelmantels.
Aufbauend auf diesem Sachverhalt ist die Verbindung zwischen Rotorblatt 8 und
der Platte 1 besonders vorteilhaft.
Die Verbindung der Platte 1 mit dem Rotorblatt 8 ermöglicht nämlich bereits im
Stillstand des Rotorblattes einen Neigungswinkel β0 für jeweils einen
Blattanschlußarm 2.1, 2.2, 2.3, 2.4 der Rotorkopfplatte 2. Es gilt βo ≧ 00. Da im
vorliegenden Fall das Strukturelement 7 aus den beiden Teilstücken
Blattanschlußarm 2.3 und Strukturgrundelement 5 besteht, erfolgt eine
Verbindung V1 von Blattanschlußarm 1.3 der Platte 1 mit Strukturgrundelement 5
und mit Blattanschlußarm 2.3 der Rotorkopfplatte 2.
Mit dieser Maßnahme wird bei Blattrotation die Beanspruchung des fiktiven
Schlaggelenks S reduziert. S kennzeichnet den Ort des Gelenks, nicht die Lage.
Im vorliegenden Beispiel nach Fig. 1 kann das Schlaggelenk S vorzugsweise im
Blattanschlußarm 2.3 der Rotorkopfplatte 2 liegen.
Bemerkenswert bezüglich der Platte 1 ist, daß die Platte 1 in axialer Richtung
freitragend oberhalb des Rotorkopfes 3 koaxial positioniert ist.
Wie im weiteren Fig. 2 erkennen läßt, besitzt die Platte 1 beispielsweise vier
Blattanschlußarme 1.1, 1.2, 1.3 und 1.4. Sie kann als "Sternplatte" ausgebildet
sein. Die Anzahl der Blattanschlußarme der Platte 1 richtet sich nach der Anzahl
der vorhandenen Rotorblätter 8. Eine Verbindung V1 zwischen einem
Blattanschlußarm der Platte 1 sowie einem Blattanschlußarm der Rotorkopfplatte
2 und dem Strukturgrundelement 5 erfolgt beispielsweise durch die
Bolzenverbindung V10 und V11, die die Verbindung V1 bilden.
Vorteilhafterweise wird das Rotorblatt 8 im schlagweichen Bereich des
Strukturelements 7 mit der Platte 1 verbunden. Unter bestimmten, gewünschten
konstruktiven Belangen ist es auch möglich das Rotorblatt bis über den
torsionsweichen Bereich des Strukturelements 7 mit der Platte 1 zu verbinden.
Die Platte 1 besteht vorzugsweise aus einem Faserverbundwerkstoff mit
einstückig angeformten, sich radial nach außen erstreckenden
Blattanschlußarmen 1.1, 1.2, 1.3, 1.4.
Mit der Platte 1 und ihrer Anordnung zu den Rotorblättern wird es möglich, das
mit dem Rotorkopf 3 zu verbindende Strukturelement 7 in seiner bisher üblichen
Materialstärke zu reduzieren, da es andererseits durch die Verbindung mit der
Platte 1 zusätzlich gegen mechanische Beanspruchung unterstützt wird. Somit
wird es zulässig beispielsweise den Blatthals des Strukturelements dünner zu
gestalten bzw. den Blattanschlußarm der Rotorkopfplatte kostengünstiger zu
konstruieren. Damit kann der biegeweiche Bereich im Strukturelement 7 näher in
Richtung Rotormast 4 geführt werden, so daß sich der Schlaggelenkabstand
deutlich verkürzt. Er erreicht den optimal anzustrebenden Wert.
Fig. 3 zeigt schematisch beim lagerlosen Rotor eine Seitenansicht zu einer
Auslenkung zweier gegenüberliegender Rotorblätter ohne Auftrieb. Die dabei
eingesetzte Platte 1 ist biegeweich. Fig. 3 verdeutlicht ein Schlagen zweier
Rotorblätter 8 in angegebener Pfeilrichtung. Die durch Fliehkraft und
Schlagwinkel vorgegebene Winkelstellung der Rotorblätter wird durch
Einzelbiegung sowohl von Platte 1 als auch von der Rotorkopfplatte 2 übertragen.
Der Blattanschluß kann somit "weicher" d. h. elastischer gemacht werden. Die
Zwangsverformungen erzeugen kleinere Materialspannungen als dies bei der
bekannten Konstruktion der Fall ist. Es kann folglich nach der Erfindung das
Rotorblatt im Bereich des Strukturelements 7 leichter gebaut werden.
Die Platte 1 hat den Vorteil, daß die Fliehkraft eines Rotorblattes 8 teilweise über
die Platte 1 aufgefangen und übertragen wird. Die Gesamtheit der an der Platte 1
angreifenden Fliehkräfte, beispielsweise eines vierblättrigen Rotors, brauchen
nicht abgesetzt zu werden.
Die Querkraft aus Auftrieb kann auch durch einen vorgegebenen, fixierten
Neigungswinkel β0 für das Strukturelement auf Zugkraft umgelenkt werden.
Somit kann der Schub aus Querkraft (nachteilig bei Faserverbundwerkstoff)
deutlich gemindert werden.
Da die Platte 1 lösbar mit den Rotorblättern 8 verbunden ist, kann sie gegen eine
Platte veränderter Steifigkeit getauscht werden. Es besteht somit die Möglichkeit
entsprechend den gewünschten Flugeigenschaften eines Hubschraubers, die
Platte 1 am Rotor zu tauschen.
Fig. 4 zeigt gegenüber Fig. 3 die Möglichkeit, durch Wechsel der
Materialeigenschaft zwischen der Platte 1 und der Rotorkopfplatte 3 ein
Verhalten des Rotors zu erzeugen, welches in dem weiten Bereich zwischen
lagerlosem Rotor und Gimbal-Rotor beliebig variiert werden kann. Diese
Möglichkeit ist realisierbar indem beispielsweise die Platte 1 biegesteifer als
Rotorkopfplatte 2 konstruiert wird. Fig. 4 zeigt hierzu eine Ansicht einer
Rotorblattauslenkung ohne Auftrieb.
In einer weiteren Ausgestaltung gemäß Fig. 5 sind schematisch die
Blattanschlußarme der Platte 1 und der Rotorkopfplatte 2 zueinander
scherenförmig angeordnet, ohne sich zu berühren (Fig. 5a). In einem solchen
Fall ist die erzielbare geringere Bauhöhe zwischen Platte 1 und Rotorkopfplatte 2
von Vorteil.
Entsprechend einer weiteren Ausgestaltung nach Fig. 6 ist zwischen
Rotorkopfplatte 2 und Platte 1 formschlüssig ein elastisches Zwischenstück 9 als
sogenannte "Mastspitze" angeordnet. Das Zwischenstück 9 ist mittels der
Verbindungen V2 und V3 befestigt. Dieses elastische Zwischenstück 9 erfüllt eine
passive Funktion gegenüber der Platte 1. Je nach Grad der Elastizität des
Zwischenstücks 9 kann Einfluß auf das Biegeverhalten der Platte 1 genommen
werden. Beispielsweise bei einer biegeweichen Platte 1 können durch Einstecken
des Zwischenstückes 9 zeiteffektiv und kostengünstig die biegeweichen
Eigenschaften der Platte verändert werden, d. h. die Platte kann in ihrem
Verhalten biegesteifer gemacht werden. Somit ist mittels Zwischenstück 9 die
Steifigkeit der Platte 1 sehr schnell veränderbar, d. h. die Flugeigenschaften sind
ohne großem Aufwand veränderbar.
Nach Fig. 6a wird eine Elastizität des Zwischenstückes 9 vorzugsweise durch
dessen radial unterschiedliche Durchmesser erreicht. Nach Fig. 6b wird ein
Zwischenstück 9 aus Kreuzwicklungen in Faserverbundwerkstoff gezeigt.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe kann bei gleichem
Erfindungsgegenstand auch mit den Merkmalen einer anderen Variante gelöst
werden.
Fig. 7 zeigt, daß das Strukturelement 7 mindestens bis zum biegeweichen
Bereich in mindestens zwei Armelemente 7.1, 7.2 aufgespalten ist. Die
Armelemente 7.1, 7.2 sind in axialer Richtung zur Längsachse L des Rotormastes
4 gestaffelt. Die Teilung des Strukturelements 7 kann bei Bedarf auch in radialer
Richtung bis in den torsionsweichen Bereich fortgesetzt sein. Das in axialer
Richtung dem Rotorkopf 3 zugewandte Armelement 7.2 ist mit dem Rotorkopf 3
verbunden. Das in axialer Richtung dem Rotorkopf 3 abgewandte Armelement
7.1 übernimmt die Funktion eines Blattanschlußarmes und ist mit einer
Grundplatte G verbunden, die ebenfalls freitragend, aber beispielsweise ohne
zusätzliche Blattanschlußarme ausgebildet ist. Die Grundplatte G ist mittels einer
Verbindung V3 mit dem Armelement 7.1 verbunden.
Die Armelemente der restlichen Rotorblätter sind ebenfalls mit der Grundplatte G
verbunden.
Claims (10)
1. Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines Hubschraubers,
bestehend aus einem auftrieberzeugenden Blatt und mindestens
einem zum Rotorkopf und in Rotorblattlängsrichtung angeordneten
Strukturelement, wobei am Strukturelement ein schlag-, schwenk-
und torsionsweicher Bereich ausgebildet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Rotorblatt (8) im Bereich des
Strukturelements (7) mit einer Platte (1) verbunden ist, die in
axialer Richtung (L) freitragend oberhalb des Rotorkopfes (3)
koaxial positioniert ist.
2. Rotorblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rotorblatt (8) im schlagweichen Bereich des Strukturelements (7)
mit der Platte (1) verbunden ist.
3. Rotorblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rotorblatt (8) im torsionsweichen Bereich des Strukturelements (7)
mit der Platte (1) verbunden ist.
4. Rotorblatt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Platte (1) einen radial nach außen in
Richtung zum Strukturelement (7) erstreckenden Blattanschlußarm
(1.1, 1.2, 1.3, 1.4) ausgebildet hat, der eine Verbindung (V1) mit
dem Strukturelement (7) bildet.
5. Rotorblatt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Verbindung zwischen Platte (1) und
Strukturelement (7) so erfolgt, daß der Blattanschlußarm (2.1, 2.2,
2.3, 2.4) der Rotorkopfplatte (2) in einem Neigungswinkel (β0)
gegenüber einer Horizontalen (h) gehalten ist.
6. Rotorblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Platte (1) biegeweich ist.
7. Rotorblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Platte (1) in ihrer Biegesteifigkeit variierbar ist.
8. Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines Hubschraubers,
bestehend aus einem auftrieberzeugenden Blatt und mindestens
einem zum Rotorkopf und in Rotorblattlängsrichtung angeordneten
Strukturelement, wobei am Strukturelement ein schlag-, schwenk-
und torsionsweicher Bereich ausgebildet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Strukturelement (7) von dem Rotorkopf
(3) zugewandten Ende bis mindestens in den schlagweichen
Bereich hinein zumindest zweigeteilt ist, wobei die durch eine
Teilung gebildeten Arme (7.1, 7.2) des Strukturelements (7) in
Richtung der Längsachse (L) des Rotormastes (4) gestaffelt sind.
9. Rotorblatt nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das in
axialer Richtung (L) dem Rotorkopf (3) zugewandte Armelement
(7.2) mit dem Rotorkopf (3) verbunden ist.
10. Rotorblatt nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das in
axialer Richtung (L) dem Rotorkopf (3) abgewandte Armelement
(7.1) mit einer Grundplatte (G) verbunden ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998137802 DE19837802C1 (de) | 1998-08-20 | 1998-08-20 | Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines Hubschraubers |
| EP19990111384 EP0980824B1 (de) | 1998-08-20 | 1999-06-11 | Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines Hubschraubers |
| DE59914139T DE59914139D1 (de) | 1998-08-20 | 1999-06-11 | Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines Hubschraubers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998137802 DE19837802C1 (de) | 1998-08-20 | 1998-08-20 | Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines Hubschraubers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19837802C1 true DE19837802C1 (de) | 1999-10-28 |
Family
ID=7878148
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998137802 Expired - Fee Related DE19837802C1 (de) | 1998-08-20 | 1998-08-20 | Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines Hubschraubers |
| DE59914139T Expired - Lifetime DE59914139D1 (de) | 1998-08-20 | 1999-06-11 | Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines Hubschraubers |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE59914139T Expired - Lifetime DE59914139D1 (de) | 1998-08-20 | 1999-06-11 | Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines Hubschraubers |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0980824B1 (de) |
| DE (2) | DE19837802C1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2004089746A1 (de) | 2003-04-08 | 2004-10-21 | Eurocopter Deutschland Gmbh | Gelenkloser rotor sowie drehflügelflugzeug mit einem solchen rotor |
| DE102023117893A1 (de) | 2023-07-06 | 2025-01-09 | Moritz Büsing | Luftfahrzeug-Rotorsystem mit Schlagbewegungskopplung |
| RU233163U1 (ru) * | 2024-11-27 | 2025-04-07 | Акционерное общество "ГАРУДА АЭРО" (АО "ГАРУДА АЭРО") | Узел крепления лопасти несущего винта вертолета |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN104163242B (zh) * | 2014-08-18 | 2016-09-14 | 国网湖北电力中超建设管理公司 | 一种多旋翼飞行器三叶桨夹具 |
| CN105923156B (zh) * | 2016-06-15 | 2018-05-01 | 江富余 | 直升机v型旋翼装置 |
| CN110356542B (zh) * | 2019-07-23 | 2024-08-16 | 安徽劲旋风航空科技有限公司 | 一种具有可调式高效气动力螺旋桨 |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2611245A1 (de) * | 1975-03-26 | 1976-10-21 | Aerospatiale | Rotor fuer drehfluegelflugzeuge |
| DE2916727A1 (de) * | 1977-03-23 | 1980-11-06 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Rotor eines drehfluegelflugzeugs |
| DE3439257A1 (de) * | 1984-10-26 | 1986-05-07 | Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH, 8012 Ottobrunn | Rotor, insbesondere eines drehfluegelflugzeugs |
| DE3510073A1 (de) * | 1985-03-20 | 1986-09-25 | Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH, 8012 Ottobrunn | Rotor mit gabelfoermigen rotornabenarmen |
| DE2953675C2 (de) * | 1978-06-02 | 1986-10-23 | Société Nationale Industrielle Aérospatiale, Paris | Rotor für ein Drehflügelflugzeug |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1682893A (en) * | 1926-01-25 | 1928-09-04 | Cierva Juan De La | Aircraft with rotative wings |
-
1998
- 1998-08-20 DE DE1998137802 patent/DE19837802C1/de not_active Expired - Fee Related
-
1999
- 1999-06-11 DE DE59914139T patent/DE59914139D1/de not_active Expired - Lifetime
- 1999-06-11 EP EP19990111384 patent/EP0980824B1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2611245A1 (de) * | 1975-03-26 | 1976-10-21 | Aerospatiale | Rotor fuer drehfluegelflugzeuge |
| DE2916727A1 (de) * | 1977-03-23 | 1980-11-06 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Rotor eines drehfluegelflugzeugs |
| DE2953675C2 (de) * | 1978-06-02 | 1986-10-23 | Société Nationale Industrielle Aérospatiale, Paris | Rotor für ein Drehflügelflugzeug |
| DE3439257A1 (de) * | 1984-10-26 | 1986-05-07 | Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH, 8012 Ottobrunn | Rotor, insbesondere eines drehfluegelflugzeugs |
| DE3510073A1 (de) * | 1985-03-20 | 1986-09-25 | Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH, 8012 Ottobrunn | Rotor mit gabelfoermigen rotornabenarmen |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2004089746A1 (de) | 2003-04-08 | 2004-10-21 | Eurocopter Deutschland Gmbh | Gelenkloser rotor sowie drehflügelflugzeug mit einem solchen rotor |
| US7270516B2 (en) | 2003-04-08 | 2007-09-18 | Eurocopter Deutschland Gmbh | Non-articulated rotor and rotorcraft comprising a rotor of this type |
| CN100436257C (zh) * | 2003-04-08 | 2008-11-26 | 欧洲直升机德国有限责任公司 | 无关节旋翼以及具有这种类型旋翼的旋翼飞机 |
| DE102023117893A1 (de) | 2023-07-06 | 2025-01-09 | Moritz Büsing | Luftfahrzeug-Rotorsystem mit Schlagbewegungskopplung |
| RU233163U1 (ru) * | 2024-11-27 | 2025-04-07 | Акционерное общество "ГАРУДА АЭРО" (АО "ГАРУДА АЭРО") | Узел крепления лопасти несущего винта вертолета |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0980824B1 (de) | 2007-01-10 |
| EP0980824A3 (de) | 2001-05-16 |
| DE59914139D1 (de) | 2007-02-22 |
| EP0980824A2 (de) | 2000-02-23 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69002579T2 (de) | Visko-elastische Drehvorrichtung für die Blattrückholung und schwenkdämpfung eines Drehflügelflugzeugblattes, und Rotorkopf. | |
| DE60002808T2 (de) | Propellerrotornabe | |
| DE2829605A1 (de) | Rotornabe | |
| DE2755557C2 (de) | Rotorkopf für einen Hubschrauberrotor | |
| DE2903524C2 (de) | Schlag- und schwenkgelenkloser Anschluß von Rotorblättern eines Drehflügelflugzeuges | |
| DE2922469A1 (de) | Rotor fuer ein drehfluegelflugzeug | |
| DE69210977T2 (de) | Gelenkrotorkopf eines Drehflügelflugzeuges | |
| CH710046A2 (de) | Rotorblattkopplungsvorrichtung eines Rotorkopfs für einen Drehflügler. | |
| DE2758086C2 (de) | Rotor für ein Drehflügelflugzeug mit gelenklosem Blattanschluß | |
| EP0019047B1 (de) | Schlag-, schwenk- und blattverstellgelenkloser Mehrblattrotor für ein Drehflügelflugzeug | |
| DE3111016A1 (de) | Blatthalterung fuer den rotorkopf eines drehfluegelflugzeugs | |
| EP1613534B1 (de) | Rotor sowie drehflügelflugzeug mit einem derartigen rotor | |
| DE69204585T2 (de) | Rotorkopf eines Drehflügelflugzeuges, ohne Schwenkgelenke und mit Blattverstell- und Schlaggelenken. | |
| DE19837802C1 (de) | Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines Hubschraubers | |
| DE2541998C2 (de) | Hubschrauberrotornabe mit schlag- und schwenkgelenklosem Blattanschluß | |
| EP1613533B1 (de) | Gelenkloser rotor sowie drehfl gelflugzeug mit einem solchen rotor | |
| DE2733101B2 (de) | Schlag- und schwenkgelenklose Rotorblattlagerung | |
| DE69507103T2 (de) | Verbesserungen zu Blattverstell-Steuervorrichtungen für gelenklose Rotoren | |
| DE2638167C3 (de) | Rotor für Drehflügelflugzeuge | |
| DE69509732T2 (de) | Gelenkloser Rotor mit Zwischenringen für die Steuerung der Blattverstellung | |
| EP1070662B1 (de) | Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines Hubschraubers | |
| DE19915085C2 (de) | Rotorblatt für einen lagerlosen Rotor eines Hubschraubers | |
| DE10316093B4 (de) | Rotor für ein Drehflügelflugzeug sowie Verfahren zur Blattwinkelverstellung eines Rotors | |
| DE2701519C3 (de) | Rotor für ein Drehflügelflugzeug | |
| DE3121412A1 (de) | Gelenk- und lagerloser rotor |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20130301 |