DE19846073A1 - Vorrichtung zum Spülen von Lackiereinrichtungen - Google Patents
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Abstract
Eine Vorrichtung zum Spülen von Lackiereinrichtungen, insbesondere von Farbnadelventilblöcken in automatischen Lackieranlagen für Kraftfahrzeuge, weist einen Kanal zur Aufnahme von Farbe und/oder Spülmedium und/oder Luft auf. Des weiteren weist die Vorrichtung wenigstens ein Ventilelement zur Einleitung von Farbe in den Kanal, wenigstens ein Ventilelement zur Einleitung von Spülmedium in den Kanal und wenigstens ein Ventilelement zur Einleitung von Luft in den Kanal auf. Die Ventilelemente zur Einleitung von Farbe weisen jeweils eine Ventilnadel auf, welche jeweils eine Bohrung des Kanals freigibt bzw. verschließt. Der Kanal ist an wenigstens einer derjenigen seiner Längsseiten, in denen sich die Bohrungen für die Ventilnadeln befinden, mit seiner Fläche an die Stirnseiten der Ventilnadeln wenigstens annähernd angepaßt. Die Ventilnadeln schließen mit ihren Stirnseiten im geschlossenen Zustrand wenigstens annähernd bündig bzw. eben die Fläche des Kanals ab.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spülen von
Lackiereinrichtungen, insbesondere von Färbnadelven
tilblöcken in automatischen Lackieranlagen für Kraft
fahrzeuge, nach der im Oberbegriff von Anspruch 1 nä
her definierten Art.
Solche Vorrichtungen sind aus dem allgemeinen Stand
der Technik bekannt. Sie haben die Aufgabe, die gesam
te Lackiereinrichtung, in welcher sich während eines
vorhergehenden Lackiervorgangs Farbe befunden hat, so
zu reinigen, daß bei einem nachfolgenden Lackiervor
gang, gegebenenfalls mit einer anderen Farbe, sich die
Farbe des letzten Lackiervorgangs nicht mehr in der
Lackiereinrichtung befindet. Bei einem Verzicht auf
eine solche Spülung wäre es möglich, daß sich zwei
völlig verschiedene Farben in der Lackiereinrichtung
vermischen, was ein sehr unbefriedigendes Ergebnis und
unter Umständen Ausschuß zur Folge hätte.
Die Farbnadelventilblöcke sind in diesem Zusammenhang
zum Einleiten von Farbe in die Lackiereinrichtung oder
zum Spülen einzelner Leitungsabschnitte der gesamten
Lackiereinrichtung vorgesehen. Sie müssen selbstver
ständlich mit der gleichen Sorgfalt wie die Leitungen
selbst gespült werden.
Bei den bekannten Vorrichtungen ist jedoch nachteilig,
daß sich insbesondere in dem gemeinsamen Kanal der
Farbnadelventilblöcke, welche nacheinander von Farbe,
Spülmedium und Luft durchströmt werden, auch nach sehr
gründlichem Spülen noch immer Farbreste befinden kön
nen. Diese Farbreste setzen sich insbesondere in dem
jenigen Bereich fest, in welchem die Ventilnadeln in
den gemeinsamen Kanal münden, da dort sehr viele durch
Hinterschneidungen oder andersartig gebildete Nischen
anzutreffen sind. Durch diese Farbreste kann es zu den
oben genannten Problemen bezüglich Farbvermischung und
eventuell entstehendem Ausschuß kommen. Um eine gründ
lichere Reinigung zu erreichen, wird bei solchen Vor
richtungen meist sehr viel Spülmedium verschwendet,
was neben hohen Kosten auch eine nicht unerhebliche
Umweltverschmutzung zur Folge hat.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Vorrichtung zum Spülen von Lackiereinrichtungen zu
schaffen, bei welcher nach einem Spülvorgang die Si
cherheit gegeben ist, daß sich vor dem Aufnehmen der
nächsten Farbe in der gesamten Lackiereinrichtung,
insbesondere in den Kanälen der Farbnadelventilblöcke,
keine Farbreste mehr befinden, wobei möglichst wenig
Spülmedium verbraucht werden soll.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in An
spruch 1 genannten Merkmale gelöst.
Durch die erfindungsgemäß an die Stirnseite der Ven
tilnadeln angepaßte Fläche der Längsseite des gemein
samen Kanals schließen die den Zugang von Farbe zu dem
Kanal freigebenden bzw. verschließenden Ventilnadeln
in ihrem geschlossenen Zustand genau eben mit der Ka
nalwand ab und es ergibt sich eine homogene Fläche, an
welcher sich keine Farbe absetzen kann. Dadurch kann
der Kanal in sehr kurzer Zeit gereinigt werden, was im
vorliegenden Fall abwechselnd durch Spülmedium und
Luft durchgeführt wird. Dadurch ist es vorteilhafter
weise möglich, nach einer nur sehr kurzen Pause die
nächste Farbe zu verwenden, ohne daß eine Vermischung
der Farbe des vorhergehenden Lackiervorgangs mit der
Farbe des nachfolgenden Lackiervorgangs eintritt. Die
schnelle Spülung des Kanals trägt darüber hinaus zu
einem geringen Verbrauch am Spülmedium und somit zu
einer Schonung der Umwelt bei.
In einer konstruktiv besonders vorteilhaften Ausfüh
rungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die
wenigstens eine Längsseite des Kanals als wenigstens
annähernd gerade und wenigstens annähernd vertikal zu
den Längsachsen der mit wenigstens annähernd geraden
Stirnseiten versehenen Ventilnadeln verlaufende Fläche
ausgebildet ist.
Eine besonders strömungsgünstige Ausführung des Kanals
kann sich ergeben, wenn in einer weiteren vorteilhaf
ten Ausführungsform der Erfindung der Kanal im Quer
schnitt rechteckig mit abgerundeten Ecken ausgeführt
ist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildun
gen ergeben sich aus den restlichen Unteransprüchen
sowie aus dem nachfolgend anhand der Zeichnung prin
zipmäßig dargestellten Ausführungsbeispiel.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Teil eines schematisiert dargestellten
Aufbaus einer automatischen Lackieranlage für
Kraftfahrzeuge;
Fig. 2 einen Farbwechselblock aus der in Fig. 1 dar
gestellten Lackieranlage;
Fig. 3 eine Ansicht des Farbwechselblocks aus Fig. 2
gemäß Pfeil III;
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV aus Fig. 3;
Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung des Totraums nach
der Linie V aus Fig. 2; und
Fig. 6 eine vergrößerte Darstellung des Kanals nach
der Linie VI aus Fig. 4.
Fig. 1 zeigt einen Teil einer Lackieranlage 1 für
nicht dargestellte Kraftfahrzeuge. Eingangsseitig
weist die Lackieranlage 1 einen sogenannten Farbwech
selblock 2 auf, welcher in Fig. 2 bis Fig. 4 im ein
zelnen dargestellt ist und daher an dieser Stelle
nicht näher beschrieben wird. Der Aufbau des Farbwech
selblocks 2 ist in Fig. 1 nur als schematisch anzuse
hen. Über eine Leitung 3 ist der Farbwechselblock 2
mit einem Ventilfunktionsblock 4 verbunden. Der Farb
wechselblock 2 und der Ventilfunktionsblock 4 können
zusammenfassend als Farbnadelventilblöcke bezeichnet
werden. In der Leitung 3 befinden sich weitere, nicht
dargestellte, Regelelemente, deren Aufbau und Funktion
jedoch im folgenden nicht näher beschrieben werden
soll.
Von dem Ventilfunktionsblock 4 führt eine Leitung 5
über weitere, nicht relevante Elemente zu einem Zer
stäuber 6, welcher für die Freigabe von Farbe und so
mit das Lackieren der Kraftfahrzeuge verantwortlich
ist. Die Farbe strömt somit aus dem Farbwechselblock 2
über die Leitung 3, den Ventilfunktionsblock 4 und der
Leitung 5 zu dem Zerstäuber 6. Der Ventilfunktions
block 4 dient zur Spülung der Leitung 5 der Lac
kiereinrichtung 1 zwischen zwei Lackiervorgängen.
Selbstverständlich können auch weitere Farbnadelven
tilblöcke in der Lackieranlage 1 vorgesehen sein. Vor
dem Zerstäuber 6 zweigt eine Leitung 7 zu einem Rück
führbehälter 8 ab.
Fig. 2 zeigt, stellvertretend für alle Farbnadelven
tilblöcke, den Farbwechselblock 2, welcher einen zen
tralen Kanal 9 aufweist. Der Kanal 9 ist in Fig. 2 nur
gestrichelt dargestellt. Zur Einleitung von Farbe in
den Kanal 9 dienen Ventilelemente 10, welche in zwei
gegenüberliegende Längsseiten 11 des Kanals 9 münden.
Beim Öffnen des entsprechenden Ventilelements 10, was
zu einem späteren Zeitpunkt genauer beschrieben wird,
strömt Farbe in den Kanal 9 und verläßt diesen durch
die Leitung 3, welche in Fig. 2 nicht zu erkennen ist.
Die Ventilelemente 10 sind hierzu in ebenfalls nicht
dargestellter Weise mit verschiedenen Farbvorräten
verbunden und dienen nur dazu, diesen Farbvorräten den
Zugang zu dem Kanal 9 zu ermöglichen. Die Anzahl der
Ventilelemente 10, die einen Zugang zu dem Kanal 9
schaffen, ist völlig frei wählbar und legt somit die
Anzahl der mit der Lackiereinrichtung 1 verwendbare
Farben fest.
Wenn das Lackieren eines Kraftfahrzeuges mit einer
Farbe beendet werden soll, so verschließt das entspre
chende Ventilelement 10 den Zugang von Farbe zu dem
Kanal 9 und die restliche Farbe wird unter hohem Druck
in dem Kanal 9 eingeschlossen. Der Kanal 9 muß nunmehr
gespült werden, bevor mit dem Lackieren einer anderen
Farbe begonnen werden kann. Hierzu sind an einer
Stirnseite 12 des Kanals 9 ein Ventilelement 13 zur
Einleitung von Spülmedium in den Kanal 9 sowie ein
Ventilelement 14 zur Einleitung von Luft in den Kanal
9 angeordnet. Zwischen den Ventilelementen 13 und 14
befindet sich ein weiteres Ventilelement 15, welches
zur Freigabe der Spülung dient. Das Ventilelement 15
besitzt, wie auch die Ventilelemente 10, eine Ventil
nadel 16, die im Falle des Ventilelements 15 eine Boh
rung 17 an der Stirnseite 12 des Kanals 9 verschließt
bzw. öffnet.
Die Ventilelemente 13 und 14 sind in an sich bekannter
Weise als Käfigventile ausgebildet, welche wegen ihres
geringen Platzbedarfs verwendet werden. Hierbei ist
der nicht dargestellte Nadelsitz der ebenfalls nicht
dargestellten Ventilnadel ein Bestandteil des Farbkä
figs, der wiederum mit dem Ventilkörper verbunden ist.
Alle in der Lackieranlage 1 eingebauten Ventilelemente
arbeiten pneumatisch, das heißt, sie werden mit Luft
druck geöffnet bzw. geschlossen.
In Richtung der Ventilnadel 16 des Ventilelements 15
bzw. in Richtung der Bohrung 17 verlaufen von den Ven
tilelementen 13 und 14 ausgehend jeweils Kanäle 18 und
19. Somit ist durch die Ventilnadel 16 des Ventilele
ments 15 der Zugang von beiden Ventilelementen 13 und
14 zu dem Kanal 9 verschließbar. Das Ventilelement 13
zur Einleitung von Spülmedium und das Ventilelement 14
zur Einleitung von Luft in den Kanal 9 sind in Rich
tung der Bohrung 17 geneigt angeordnet. Dadurch ist
die von den Kanälen 18 und 19 über die Bohrung 17 in
den Kanal 9 eintretende Strömung bereits teilweise in
ihrer späteren Strömungsrichtung angeordnet und es
entstehen sehr geringe Strömungsverluste für in den
Kanal 9 einströmendes Spülmedium bzw. Luft. Des weite
ren entsteht durch diese Anordnung zwischen der Boh
rung 17 und den Ventilelementen 13 und 14 ein Y-
förmiger Totraum 20. Der Y-förmige Totraum 20 ist in
Fig. 5 in vergrößertem Maßstab dargestellt, wobei sich
die Ventilnadel 16 des Ventilelements 15 im zurückge
zogenen Zustand befindet.
An einer der Stirnseite 12 des Kanals 9 gegenüberlie
genden Stirnseite 21 befindet sich ein weiteres Ven
tilelement 22, welches für die Entsorgung der über
schüssigen Farbe, des Spülmediums und der Luft aus dem
Kanal 9 verantwortlich ist. Zum Spülen des Kanals 9
wird zunächst das Ventilelement 22 und nach einer Zeit
von ca. 0,5 s das dem Ventilelement 22 gegenüberlie
gende Ventilelement 15 geöffnet. Die bis zu diesem
Zeitpunkt unter hohem Druck in dem Kanal 9 einge
schlossene Farbe des vorhergehenden Lackiervorgangs
dehnt sich zunächst um einen gewissen Betrag aus, da
ihr Druck höher als derjenige ist, der von dem Spülme
dium bzw. der Luft aufgebracht werden kann. Durch den
Totraum 20 kann sich die Farbe jedoch nur bis zu einem
gewissen Punkt in die Kanäle 18 und 19 der Ventilele
mente 13 und 14 ausdehnen, wodurch eine Verschmutzung
der Ventilelemente 13 und 14 verhindert wird. Nun be
ginnt der Spülvorgang und es werden abwechselnd über
die Ventilelemente 13 und 14 Spülmedium und Luft in
den Kanal 9 eingeleitet, über das Ventilelement 22 so
wie eine nicht dargestellte an dem Ventilelement 22
angeschlossene Leitung abgeführt und anschließend ent
sorgt.
In Fig. 3 sind weitere Ventilelemente 23, 24 und 25 zu
erkennen, welche ebenfalls dem Farbwechselblock 2 zu
gehören. Die Ventilelemente 23 und 24 dienen dabei zum
Spülen der Leitung 3 in ähnlicher Weise wie die Ventil
elemente 13 und 14 zur Spülung des Kanals 9. Analog
zu dem Ventilelement 15 ist auch das Ventilelement 25
zwischen den Ventilelementen 23 und 24 angeordnet, es
dient jedoch ausschließlich der Spülfreigabe. Auch
hier ergibt sich zwischen den Ventilelementen 23, 24
und 25 ein nicht dargestellter Totraum, der wie oben
beschrieben die Verschmutzung der Ventilelemente 23
und 24 verhindert. Aus Gründen des nicht vorhandenen
Bauraums sind die Ventilelemente 23 und 24 allerdings
einander gegenüber angeordnet und der Totraum weist
keine Y-Form auf.
Bei den Ventilelementen 23, 24 und 25 handelt es sich
wie bei den Ventilelementen 13 und 14 um Ventilelemen
te, die in an sich bekannter Weise als Käfigventile
ausgebildet sind und die pneumatisch zu öffnen sind.
In Fig. 4 ist ein Schnitt durch den Farbwechselblock 2
dargestellt. Hierbei ist die Ausbildung des Kanals 9
erkennbar, welcher an seinen beiden Längsseiten 11, an
welchen die Ventilnadeln 16 der Ventilelemente 10 über
Bohrungen 26 in den Kanal 9 münden, gerade und verti
kal zu den Längsachsen 27 der Ventilnadeln 16 der Ven
tilelemente 10 ausgerichtet ist. Durch diese Anpassung
der Längsseiten 11 des Kanals 9 an die gerade bzw.
eben ausgebildete Vorderseite bzw. Stirnseite der Ven
tilnadeln 16 entsteht an den Längsseiten 11 eine völ
lig ebene und homogene Fläche, welche verhindert, daß
sich zwischen den Bohrungen 26 und den Ventilnadeln 16
Farbe absetzen kann. Vielmehr kann durch das oben be
schriebene Einleiten von Spülmittel und Luft der Kanal
9 sehr gründlich und mit sehr wenig Spülmedium gerei
nigt werden.
Der Kanal 9 ist aus zwei halbschalenförmigen Elementen
28 gebildet, in welchen sich Ventilsitze 29 für die
Ventilnadeln 16 befinden. Die Ventilsitze 29 sind da
bei einzeln hergestellte Teile, welche in die halb
schalenförmigen Elemente 28 eingepreßt und somit je
derzeit auswechselbar sind. Jede der Ventilnadeln 16
der Ventilelemente 10 ist an ihrem dem Kanal 9 zuge
wandten Bereich mit einer Ringnut 30 und einem sich in
der Ringnut 30 befindlichen Dichtungsring 31 versehen,
wodurch eine zusätzliche Abdichtung der Ventilelemente
10 gegenüber dem Kanal 9 geschaffen wird. Wie Fig. 2
zu entnehmen ist, sind auch die Ventilnadeln 16 der
Ventilelemente 15 und 22 mit der Ringnut 30 und dem
darin sich befindlichen Dichtungsring 31 versehen.
Fig. 6 zeigt eine vergrößerte Darstellung des Kanals 9
aus Fig. 4. Dabei ist die gerade, mit den Ventilnadeln
16 eben abschließende, Fläche des Kanals 9 an beiden
seiner Längsseiten 11 noch besser zu erkennen. Der Ka
nal 9 ist somit im Querschnitt rechteckig ausgebildet,
wobei seine vier Ecken 32 derart abgerundet sind, daß
sich zwischen den Längsseiten 11 Halbkreise bilden.
Fig. 5 ist auch zu entnehmen, daß der Kanal 9 durch
zwei Nuten 33 gebildet ist, welche sich jeweils in den
halbschalenförmigen Elementen 28 befinden.
Die halbschalenförmigen Elemente 28, die Ventilsitze
29 und die Ventilnadeln 16 bestehen in der vorliegen
den Ausführungsform aus Werkzeugstahl, beispielsweise
aus V2A oder V4A, was den genannten Teilen eine gute
Verschleißfestigkeit gibt.
Der oben beschriebene Aufbau des Farbwechselblocks 2
ist selbstverständlich auch auf die unter Bezugnahme
auf Fig. 1 beschriebenen weiteren Farbnadelventilblöc
ke, beispielsweise den Ventilfunktionsblock 4, anwend
bar. Auch der Ventilfunktionsblock 4 weist dabei den
gleichen, an seiner Längsseite 11 mit einer geraden
Fläche versehenen Kanal 9 auf, welcher ebenfalls von
in Richtung des Zerstäubers 6 fließender Farbe durch
strömt wird. Der Unterschied zu dem Farbwechselblock 2
besteht hauptsächlich darin, daß der Ventilfunktions
block 4 nur ein Ventilelement zur Einleitung bzw.
Freigabe von Farbe aufweist.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Spülen von Lackiereinrichtungen,
insbesondere von Farbnadelventilblöcken in automa
tischen Lackieranlagen für Kraftfahrzeuge, mit ei
nem Kanal zur Aufnahme von Farbe und/oder Spülme
dium und/oder Luft, mit wenigstens einem Ventil
element zur Einleitung von Farbe in den Kanal, mit
wenigstens einem Ventilelement zur Einleitung von
Spülmedium in den Kanal und mit wenigstens einem
Ventilelement zur Einleitung von Luft in den Ka
nal, wobei die Ventilelemente zur Einleitung von
Farbe jeweils eine Ventilnadel aufweisen, welche
jeweils eine Bohrung des Kanals freigibt bzw. ver
schließt,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Kanal (9) an wenigstens einer derjenigen sei
ner Längsseiten (11), in denen sich die Bohrungen
(26) für die Ventilnadeln (16) befinden, mit sei
ner Fläche an die Stirnseiten der Ventilnadeln
(16) wenigstens annähernd angepaßt ist, und daß
die Ventilnadeln (16) mit ihren Stirnseiten im ge
schlossenen Zustand wenigstens annähernd bündig
bzw. eben die Fläche des Kanals (9) abschließen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die wenigstens eine Längsseite (11) des Kanals
(9) als wenigstens annähernd gerade und wenigstens
annähernd vertikal zu den Längsachsen (27) der mit
wenigstens annähernd geraden Stirnseiten versehe
nen Ventilnadeln (16) verlaufende Fläche ausgebil
det ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Kanal (9) im Querschnitt rechteckig mit abge
rundeten Ecken (32) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Kanal (9) durch zwei halbschalenförmige Ele
mente (28) gebildet ist, welche jeweils eine Nut
(33) aufweisen, die jeweils eine Hälfte des Kanals
(9) bildet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die halbschalenförmigen Elemente (28) mit einem
austauschbaren Ventilsitz (29) für jedes Ventil
element (10) zur Einleitung von Farbe in den Kanal
(9) versehen sind, in welchem sich jeweils die
Bohrung (26) für die Ventilnadeln (16) befindet.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Ventilnadeln (16) in ihrem dem Kanal (9) zuge
wandten Bereich mit einer Ringnut (30) und einem
sich in der Ringnut (30) befindlichen Dichtungs
ring (31) versehen sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die halbschalenförmigen Elemente (28), die Ventil
sitze (29) und die Ventilnadeln (16) aus Werkzeug
stahl bestehen.
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