DE19854902A1 - Transformator mit von einer Gleichstromkomponente beaufschlagten Wicklung - Google Patents
Transformator mit von einer Gleichstromkomponente beaufschlagten WicklungInfo
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Abstract
In durch eine Gleichstromkomponente beaufschlagten Transformatoren wird der Eisenkern (1) in die Sättigung geführt. Daraus folgende Verlusterhöhungen werden erfindungsgemäß durch Querteilung eines Teils der Kernschenkelbleche (2) minimiert, wobei durch die nichtgeteilten durchgehenden Kernschenkelbleche (2) die erforderliche Festigkeit des Kernschenkels (4) gewährleistet ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Transformator, insbesondere
Giessharztransformator, mit einer von einer Gleichstromkom
ponente beaufschlagten Wicklung und mit einem aus Blechlamel
len geschichteten Eisenkern.
Werden Transformatoren beispielsweise in Frequenzumrichter
anlagen eingesetzt, so können sie durch Gleichstromkomponen
ten beaufschlagt werden, die 0,5 bis 1% des Nennstromes er
reichen. Dadurch wird der Eisenkern in die Sättigung geführt,
in deren Folge ein erheblicher Verlustanstieg und eine Über
hitzung von Eisenteilen im Kernbereich auftreten. Zur Minde
rung dieser Nachteile ist es bekannt, den Eisenkern in einen
oberen und einen unteren Teil mit einem dazwischen liegenden
durchgehenden Luftspalt zu teilen.
Diese Maßnahme erfordert aber erhebliche mechanische Vorkeh
rungen, weil die auftretenden Magnetkräfte die sich gegen
überliegenden Eisenkernteile aufeinanderzuziehen versuchen
und weil sich die Enden der Blechlamellen auffächern. Beides
muß durch aufwendige Abhilfemaßnahmen verhindert werden. Da
bei muß außerdem gewährleistet sein, daß weder einzelne
Blechlamellen noch die Kernteile als Ganzes Raum zum Schwin
gen haben.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für einen
Transformator eine Anordnung zu schaffen, mit der einerseits
eine Sättigung des Eisenkernes durch eine Gleichstromkompo
nente in einer Wicklung und andererseits der erhebliche Auf
wand zur mechanischen Sicherung eines durch einen Luftspalt
quergeteilten Eisenkerns vermeidbar ist.
Diese Aufgabe wird für einen Transformator der eingangs ge
nannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in seinem Ei
senkern 30% bis 70% der Blechlamellen in ihrem innerhalb
einer Wicklung liegenden Kernschenkel durch Querteilung einen
Luftspalt bilden.
Nach vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung ist vorge
sehen, daß etwa 50% der Blechlamellen in ihrem innerhalb der
Wicklung liegenden Kernschenkel einen Luftspalt bilden, in
dem abwechselnd durchgehende und durch Querteilung einen
Luftspalt bildenden Doppellagen von Blechlamellen aufeinan
derliegen, wobei der Luftspalt in Richtung der Längsachse des
Kernschenkels gemessen etwa 2 mm stark ist, oder daß die
Querteilung der Blechlamellen schräg erfolgt und daß der
Luftspalt gegen die Kernschenkellängsachse abwechselnd im
Uhrzeigersinn und im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt ist.
Gemäß zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung bestehen
kernschenkelparallele Zuganker oder Zugdeckplatten aus nicht
magnetischem Werkstoff, umfassen erforderliche Kernbandagen
außerhalb des Bereichs des Luftspaltes den Kernschenkel, und/
oder ist die Nenninduktion im Kernschenkel in Abhängigkeit
von der Frequenz einer an der Wicklung anliegenden Wechsels
pannung um so niedriger, je kleiner diese Frequenz ist. Dabei
ist die Nenninduktion im Kernschenkel im Bereich außerhalb
des Luftspaltes ≦ 1 Tesla.
Nach weiteren Ausgestaltungen der Erfindung weist der Kern
schenkel im Bereich der Luftspalte eine thermisch festere
Lackierung auf als in anderen Bereichen und sind die Blech
lamellen durch sie quer zur Schichtebene durchsetzende Iso
lierstoffbolzen gegen Verschiebungen gesichert.
Erfindungsgemäß ausgeführte und gestaltete Transformatoren
sind sehr vorteilhaft, weil in ihrem Eisenkern auch beim Auf
treten von Gleichkomponenten in einer Wicklung eine Sättigung
beispielsweise bei einem Gleichstrom von bis zu 1% IN nicht
auftritt und weil außerdem über die üblichen Spanneinrichtun
gen des Eisenkernes hinausgehende Vorkehrungen zur Gewährlei
tung der mechanischen Festigkeit der Anordnung nicht erfor
derlich sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer
Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 Kern und Wicklungen eines Transformators und
Fig. 2 eine Einzelheit bei II in größerem Maßstab und als
Schnitt X-X.
Ein Transformator beispielsweise zum Einsatz in einer Fre
quenzumrichteranlage hat einen dreischenkligen Eisenkern 1.
Der Eisenkern 1 ist aus einer Vielzahl von Blechlamellen 2
aus Transformatorblech geschichtet und trägt auf jedem der
durch Joche 3 verbundenen Kernschenkel 4 einen Wicklungssatz
5 aus mindestens je einer Wicklung für die Unterspannung und
für die Oberspannung. Der Wicklungssatz 5 auf dem in der Fig.
1 rechten Kernschenkel 4 ist im Halbschnitt dargestellt, um
die Ansicht auf eine Einzelheit II freizugeben.
Auf den äußeren Lagen der Blechlamellen 2 der Kernschenkel 4
liegen nicht dargestellte Zuganker oder Zugdeckplatten aus
nichtmagnetischem Werkstoff. Die Zuganker bzw. die Zugdeck
platten werden durch ebenfalls nicht dargestellte Kernbanda
gen so fest auf den Kernschenkel 4 gepreßt, daß jede Blechla
melle 2 schon durch die Reibkraft an ihren jeweils benachbar
ten Blechlamellen 2 fixiert ist. Zusätzlich sind jedoch alle
Abschnitte des Eisenkernes 1 in nicht dargestellter Art und
Weise von Isolierstoffbolzen durchsetzt, die schon während
der Schichtung und der Montage des Eisenkernes 1 die Blechla
mellen 2 gegen Verschiebungen sichern.
Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, sind ein Teil der
Blechlamellen 2 wie im Transformatorenbau üblich einstückig,
d. h., sie erstrecken sich durchgehend vom unteren bis zum
oberen Joch 3. Der andere Teil der Blechlamellen 2 ist jedoch
geteilt und bildet so Luftspalte 6, die eine deutliche Erhö
hung der Induktion in dem den Luftspalten 6 benachbarten Be
reichen der durchgehenden Blechlamellen 2 erzwingen. Bei in
Doppellagen von 0,35 mm starken Blechlamellen 2 beschichteten
Kernschenkel 4 hat sich erfindungsgemäß eine Spaltlänge von 2
mm gemessen in Richtung der Kernschenkellängsachse als zweck
mäßig erwiesen. Die Induktion in jeweils zwei aufeinanderlie
genden durchgehenden Blechlamellen 2 ist hierbei im Bereich
neben den Luftspalten 6 verdoppelt, wenn auf beiden Seiten
der durchgehenden Blechlamellen 2 je zwei Blechlamellen 2
quergeteilt sind und einen Luftspalt 6 bilden.
Dadurch wird der den Luftspalt 6 benachbarte Abschnitt des
Kernschenkels 4 stärker aufgeheizt als der übrige Eisenkern
1. Zur sicheren Vermeidung von Korrosion an den Blechlamellen
2 ist daher der jeweils Luftspalten 6 benachbarte Bereich mit
einer thermisch festeren Lackierung versehen, als der übrige
Eisenkern 1.
Durch die Luftspalte 6 wird verhindert, daß der Eisenkern 1
aus den Jochen 3 und den Kernschenkeln 4 durch eine auftre
tende Gleichstromkomponente insgesamt in eine induktive Sät
tigung geführt wird. Dadurch werden auch die Folgen der Sät
tigung vermieden, die vor allem in einem erheblichen Verlust
anstieg und einer kräftigen Überhitzung von Eisenteilen im
Kernbereich bestehen. Gleichzeitig wird aber durch die stüt
zende Wirkung der zwischen benachbarten Luftspalten 6 durch
gehenden Blechlamellen 2 die erforderliche Festigkeit des
Kernschenkels 4 gewährleistet.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die quergeteilten
Blechlamellen 2 rechtwinklig zur Kernschenkelachse geteilt,
so daß auch die Luftspalte 6 rechtwinklig zur Kernschenkel
achse liegen. Dies führt bei gleich viel durchgehenden und
geteilten Blechlamellen 2 in einem Kernschenkel 4 zu einer
sicher ausreichenden Festigkeit. Werden jedoch deutlich mehr
als die Hälfte der Blechlamellen 2 geteilt, so ist es zweck
mäßig deren Querteilung und damit die gebildeten Luftspalte 6
unter einen spitzen Winkel zur Kernschenkellängsachse zu le
gen. Um auch dabei die mechanische Festigkeit und Steifig
keit für den Kernschenkel 4 weiter zu erhöhen, sind die Luft
spalte 6 abwechselnd im Uhrzeigersinn und im Gegenuhrzeiger
sinn gegen die Kernschenkellängsachse verdreht.
Claims (10)
1. Transformator, insbesondere Giessharztransformator, mit
einer von einer Gleichstromkomponente beaufschlagten Wicklung
(5) und mit einem aus Blechlamellen (2) geschichteten Eisen
kern (1), dadurch gekennzeichnet,
daß 30% bis -0% der Blechlamellen (2) in ihrem innerhalb
der Wicklung (5) liegenden Kernschenkel (4) durch Querteilung
einen Luftspalt (6) bilden.
2. Transformator nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß etwa 50%
der Blechlamellen (2) in ihrem innerhalb der Wicklung (5)
liegenden Kernschenkel (4) einen Luftspalt (6) bilden, in dem
abwechselnd durchgehende und durch Querteilung einen Luft
spalt (6) bildende Doppellagen von Blechlamellen (2) aufein
anderliegen.
3. Transformator nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Luft
spalt (6) in Richtung der Längsachse des Kernschenkels (4)
gemessen etwa 2 mm stark ist.
4. Transformator nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Quer
teilung der Blechlamellen (2) schräg erfolgt und daß der
Luftspalt (6) gegen die Kernschenkellängsachse abwechselnd im
Uhrzeigersinn und im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt ist.
5. Transformator nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß kernschen
kelparallele Zuganker oder Zugdeckplatten aus nichtmagneti
schem Werkstoff bestehen.
6. Transformator nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß erforder
liche Kernbandagen außerhalb des Bereichs des Luftspaltes (6)
den Kernschenkel (4) umfassen.
7. Transformator nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Nenn
induktion im Kernschenkel (4) in Abhängigkeit von der Fre
quenz einer an der Wicklung (5) anliegenden Wechselspannung
um so niedriger ist, je kleiner diese Frequenz ist.
8. Transformator nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Nenn
induktion im Kernschenkel (4) im Bereich außerhalb des Luft
spaltes (6) ≦ 1 Tesla ist.
9. Transformator nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kern
schenkel (4) im Bereich des Luftspaltes (6) eine thermisch
festere Lackierung aufweist als in anderen Bereichen.
10. Transformator nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Blech
lamellen (2) durch sie quer zur Schichtebene durchsetzende
Isolierstoffbolzen gegen Verschiebungen gesichert sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998154902 DE19854902A1 (de) | 1998-11-27 | 1998-11-27 | Transformator mit von einer Gleichstromkomponente beaufschlagten Wicklung |
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| DE1998154902 DE19854902A1 (de) | 1998-11-27 | 1998-11-27 | Transformator mit von einer Gleichstromkomponente beaufschlagten Wicklung |
Publications (1)
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| DE19854902A1 true DE19854902A1 (de) | 2000-02-17 |
Family
ID=7889305
Family Applications (1)
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19854902A1 (de) |
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1998
- 1998-11-27 DE DE1998154902 patent/DE19854902A1/de not_active Ceased
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAV | Applicant agreed to the publication of the unexamined application as to paragraph 31 lit. 2 z1 | ||
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection |