DE19901840A1 - Elektrischer Stellantrieb für Kraftfahrzeugkomponenten und Verfahren zu dessen Steuerung - Google Patents
Elektrischer Stellantrieb für Kraftfahrzeugkomponenten und Verfahren zu dessen SteuerungInfo
- Publication number
- DE19901840A1 DE19901840A1 DE1999101840 DE19901840A DE19901840A1 DE 19901840 A1 DE19901840 A1 DE 19901840A1 DE 1999101840 DE1999101840 DE 1999101840 DE 19901840 A DE19901840 A DE 19901840A DE 19901840 A1 DE19901840 A1 DE 19901840A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- torque
- speed
- current
- control
- actual
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Ceased
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/08—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for dynamo-electric motors
- H02H7/085—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for dynamo-electric motors against excessive load
- H02H7/0851—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for dynamo-electric motors against excessive load for motors actuating a movable member between two end positions, e.g. detecting an end position or obstruction by overload signal
Landscapes
- Control Of Direct Current Motors (AREA)
Abstract
Bisherige Steuerungen für Stellantriebe weisen eine Abschaltung der Motorantriebsspannung bei Überschreitung eines vorgegebenen Maximalwertes des Motorstroms auf. Die Motordrehzahl wird dabei üblicherweise einzig zur Positionserfassung des vom Stellantrieb angetriebenen Teils verwendet. DOLLAR A Mittels einer Drehzahl- und/oder Drehmomentmeßeinrichtung (1, R) zur Erfassung der Ist-Drehzahl und/oder des Ist-Drehmomentes (n¶ist¶, i¶ist¶) des Stellantriebs wird eine Stromregelung gesteuert, die den Motorstrom in Abhängigkeit von den Abweichungen der Ist-Drehzahl und/oder des Ist-Drehmomentes (n¶ist¶, i¶ist¶) von vorgegebenen Sollwerten (n¶soll¶, i¶soll¶) regelt. Eine Unterlagerung der Drehzahlregelung durch eine Drehmomentregelung ermöglicht eine besonders schnelle Anpassung. Der Motorstrom wird dabei vorzugsweise pulsweitenmoduliert. DOLLAR A Verwendung zur Verbesserung der Laufgeräusche und zur positionsabhängigen Drehzahl- und/oder Drehmomentsteuerung.
Description
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Stellantrieb für Kraftfahrzeugkomponenten
und ein Verfahren zu dessen Steuerung. Elektrische Stellantriebe werden in
zunehmendem Maße für Kraftfahrzeugkomponenten eingesetzt, insbesondere als
elektrischer Fensterheber, Schiebedachversteller und Sitzverstellung. Denkbar wäre
in Zukunft auch der Einsatz z. B. in automatischen Türöffnern oder ähnlichem. Diese
Stellantriebe befinden sich im Fahrzeuginnenraum, so daß eine Laufunruhe dieser
Stellantriebe sowie der damit verbundenen Fahrzeugkomponenten im Fahrzeug
innenraum trotz Schwingungsdämpfungsmitteln wahrnehmbar ist. Die
Laufgeschwindigkeit dieser Antriebe ist zwischen Hoch- und Tieflauf deutlich
verschieden und somit akustisch und teilweise auch optisch wahrnehmbar. Zudem
beeinflussen Schwergängigkeiten den Scheibenlauf erheblich, was sich deutlich in
der Scheibengeschwindigkeit abbildet.
Die Steuerung der Stellantriebe weist dabei in neueren Systemen einen Einklemm
schutz auf, wie er bspw. der DE 44 20 359 entnommen werden kann. Zur Vermei
dung von Verletzungen werden dabei Maximalwerte des Antriebsdrehmomentes
vorgegeben und definiert, bei welchem Einklemmoment der Motor abschalten soll.
Dies erfolgt üblicherweise mittels einer Stromüberwachung, die bei einem Über
strom den Motor abschaltet oder in die entgegengesetzte Bewegungsrichtung
steuert. Die zum Anlauf des Stellantriebs erforderlichen Drehmomente bzw. Ströme
sind jedoch im allgemeinen sehr hoch, bspw. zum Magnetisieren des Läufers, so
daß beim Einschalten sehr schwer zwischen einem hohen Einschaltstrom oder
einem durch Einklemmen verursachten Überstrom unterschieden werden kann und
dieser Bereich folglich im allgemeinen für den Einklemmschutz ausgeblendet wird.
Die Abschaltung der Stellantriebe erfolgt meist durch Überstromerkennung, durch
Kontaktgeber an den Endpositionen oder beispielsweise auch Periodendauer
vergleich, wobei lange Perioden einen langsamen Motor und großes Drehmoment
bedeuten. Toleranzen bei den mechanischen Komponenten oder bei elektrischen
Betriebsgrößen, äußere Einflüsse, wie die Temperatur bspw. beim Einfrieren der
Scheibe, führen zu stark ändernden Laufeigenschaften, einer Verlangsamung oder
einem unruhigen Lauf.
Aufgabe der Erfindung ist, einen Stellantrieb sowie ein Steuerungsverfahren
anzugeben, mittels dem eine Anpassung an die aktuellen Betriebszustände möglich
und ein Ausgleich von Abweichungen möglich ist. Diese Aufgabe wird durch die
Hauptansprüche 1 und 7 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind den Unter
ansprüchen zu entnehmen.
Das Verfahren weist einen drehzahl- und/oder drehmomentgeregelten Betrieb auf.
Entsprechend weist die Vorrichtung zur Steuerung des Stellantriebs eine
Vorrichtung zur Erfassung der Istdrehzahl und/oder eine Vorrichtung zur Erfassung
des Istdrehmomentes sowie eine Stromregelung auf, die den Motorstrom in
Abhängigkeit von den Abweichungen von Soll-Drehzahl und/oder Soll-Drehmoment
regelt. Die Stromregelung zur Beeinflussung des Motorstroms kann technisch
unterschiedlich ausgestaltet sein. Vorzugsweise wird ein entsprechendes
pulsweitenmoduliertes Spannungssignal zugeführt. Das Pulsverhältnis wird
entsprechend angepaßt, sobald beispielsweise die Istdrehzahl von einer
vorgegebenen Solldrehzahl abweicht. Der Drehzahlregelung wird vorzugsweise die
Drehmonentregelung unterlagert, die zunächst das Pulsverhältnis bis zur Erreichung
einer erforderlichen Drehmomentänderung steuert und das Pulsverhältnis
nachfolgend entsprechend der Drehzahlregelung korrigiert wird. Die Drehzahl-
Drehmomentenregelung erlaubt außerdem eine aktive Steuerung des Motorbetriebs
in allen vier Quadranten des Drehzahl-Drehmomenten-Kennfeldes, also auch die
aktive Abbremsung mittels eines entgegen der aktuellen Drehzahl gerichteten
Drehmoments oder das Halten eines Haltemoments bei einer Drehzahl von Null. Die
Drehmomenterfassung und -regelung erfolgt vorzugsweise durch den Motorstrom
als elektrische dem Drehmoment proportionale Kenngröße.
Durch die Erfassung des Motorstroms kann auch das Blockieren des Stellantriebs
bzw. der damit verbundenen Fahrzeugkomponenten frühzeitig erkannt, daß
maximale Drehmoment über die Regelung begrenzt oder bei einem entsprechenden
Stromanstieg frühzeitig abgeschaltet werden. Insbesondere das Begrenzen auf ein
bestimmtes Maximaldrehmoment ist zur Erfüllung der sicherheitstechnischen
Spezifikationen im Kraftfahrzeugbereich von besonderer Bedeutung. Während
herkömmliche Systeme beim Erreichen des maximalen Drehmomentes abschalten
müssen, kann mit einer Drehmonentregelung dieses gezielt gehalten und gesteuert
werden. Gerade auch das Anlaufdrehmoment kann begrenzt und z. B. rampenförmig
erhöht werden, wodurch der Antrieb sanft zum Anlaufen gebracht werden kann.
Dann tritt nur das vorgegebene Anlaufdrehmoment und damit eine definierbare
maximale Kraft auf, was zusätzlich die Mechanik schont. Der Motor läuft zwar
langsamer an, erzeugt aber dabei aber keine unzulässigen Drehmomente bzw.
Klemmkräfte mehr.
Durch Kopplung mit einem Positionszähler kann zusätzlich noch eine Abschaltung
bei Erreichen einer Endposition realisiert werden, so daß es in diesen Fällen nicht zu
einem großen Stromanstieg aufgrund des Blockieren kommen muß, oder
positionsabhängig die Drehzahl und oder das Drehmoment vorgegeben und
entsprechend geregelt werden. Gerade bei der Gefahr des Einklemmens ist die
Vorgabe einer Drehmomentenkennlinie oder positionsabhängig unterschiedlicher
Soll-Drehmomente vorteilhaft, weil in sicherheitsunkritischen Bereichen des
Verstellweges höhere Drehmomente vorgegeben werden können, im Einklemm
gefahrenbereich dagegen geringere.
Im Stand der Technik sind Getriebe im Einsatz, die eine sehr hohe Selbsthemmumg
aufweisen, um den Stellantrieb im Ruhezustand in einer gewünschten Position zu
halten. Durch die Selbsthemmung sinkt jedoch der Wirkungsgrad. Verwendet man
einen Stellantrieb mit Drehzahl- und Drehmomentsteuerung, so kann die Drehzahl
auf Null gehalten und ein Bewegungsänderungen entgegenwirkendes Haltemoment
erzeugt werden, beispielsweise bei einer versuchten Abwärtsbewegung einer
Scheibe eines elektrischen Fensterhebers der Stellantrieb pulsweitenmoduliert
derart bestromt werden, daß eine Bewegung der Scheibe nicht möglich ist bzw.
dieser entgegengewirkt wird.
Dabei kann bei Erreichen der vorgegebenen Position ein energiesparender Stand-by-
Betrieb des Stellantriebs eingenommen, in dem beispielsweise der Stellantrieb
selbst nicht mehr bestromt wird, wobei anhand einer von Null abweichenden Ist-
Drehzahl an der Drehzahlmeßeinrichtung (1) der Stellantrieb wieder aktiviert wird.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und Figuren
näher erläutert.
Kurze Beschreibung der Figuren;
Fig. 1 Schema der Drehzahl-Drehmoment-Regelung für einen Stellantrieb,
Fig. 2 Ist-Drehmoment gemessen in Form des Motorstroms und positions
abhängige Vorgabe der Sollwerte,
Fig. 3 Stromverlauf bei einem Einklemmfall,
Fig. 4 Stromverlauf bei kurzzeitigen Laststößen im Einklemmbereich ohne
Einklemmschutzreaktion,
Fig. 5 Stromverlauf und Soll-Drehmomentanpassung bei einer
mechanischen Störung des Stellantriebs,
Fig. 6a, b Positionsveränderung und Drehzahlverlauf bei geregeltem und
ungeregeltem Betrieb,
Fig. 7 Schaltungsskizze eines Stellantriebs mit Regelschaltung,
Fig. 8a, b Skizzierung der pulsweitenmodulierten Ansteuerung der Schaltmittel
und Stromverlauf in Abhängigkeit vom Pulsverhältnis.
Fig. 1 zeigt ein Schema des Drehzahl-Drehmomenten-Regelkreises für einen Stell
antrieb, bestehend aus einem Motor M, einer Drehzahlmeßeinrichtung 1, einem
Microcontroller 2 für die Regelung, einem inneren Regelkreis 3 mit der Dreh
moment-Regelung 4 und der Stromregelung 5, einem äußeren Regelkreis mit einer
Drehzahlregelung 6, einer Stromsollwertbegrenzung 7 und einer Positionserfassung
8.
Ausgangsgröße der Steuerung ist die vom Motor M erreichte Ist-Drehzahl nist, die von
der Drehzahlmeßeinrichtung 1, beispielsweise einem berührungslos arbeitenden
Hallsensor, erfaßt und in ein elektrisches Signal umgewandelt wird. Das Dreh
moment wird in Form des dazu proportionalen Iststromes Iist, beispielsweise über
einen nicht näher gezeigten Shuntwiderstand, erfaßt. Die gesamte Regelung kann in
Form separater Bauelemente oder in einem entsprechend programmierten Micro
controller 2 erfolgen. Das Schema der Regelung besteht aus einem äußeren
Regelkreis mit der Ist-Drehzahl nist als Regelgröße und der Soll-Drehzahl nsoll(x) als
Führungsgröße. Die Solldrehzahl nsoll(x) wird in diesem Ausführungsbeispiel dabei
positionsabhängig von der Positionserfassung 8 vorgegeben. Als Regeleinrichtung
wirkt die Drehzahlregelung 6, die entsprechend der Abweichung zwischen Ist- und
Soll-Drehzahl ein Korrektur-Drehmoment in Form eines Sollstromes isoll1 als
Stellgröße ermittelt. Dieser Sollstrom isoll1 wird in einer Stromsollwertbegrenzung 7
mit einem ebenfalls von der Positionserfassung 8 in Abhängigkeit von der aktuellen
Position x ermittelten Maximalstrom imax(x) verglichen und ein gegebenenfalls herab
gesetzter Sollstrom isoll2 bestimmt. Diese Begrenzung ist notwendig, um
Fehlsteuerungen beim Einklemmen zu vermeiden, denn zunächst wird die Drehzahl
absinken bzw. nicht erreicht und die Drehzahlregelung einen entsprechend hohen
Sollstrom vorgeben. Da aber eine Einklemmung vorliegt, z. B. im Einklemmbereich
einer Autofensterscheibe, erfolgt eine Begrenzung durch die Stromsollwert
begrenzung 7, die durch die Positionserfassung 8 positionsbezogen gesteuert
werden kann.
Der innere Regelkreis 3 besteht aus dem Ist-Drehmoment in Form des Iststromes iist
als Regelgröße und dem Korrekur-Drehmoment des äußeren Regelkreises in Form
des Sollstromes isoll2 als Führungsgröße, der Drehmomentregelung 4 als Regel
einrichtung und dem Pulsverhältnis als Stellgröße, daß entsprechend der
Abweichung von Ist- und Solldrehmoment bzw. Soll- und Iststrom isoll2-iist verändert
wird, und dem von den über die Steuerung 5 und die Schaltmittel angesteuerten
Stellantrieb in der Regelstrecke, wobei über die Steuerung 5 das oder die Schalt
mittel entsprechend dem veränderbaren Pulsverhältnis als Stellgröße angesteuert
werden. Der innere Regelkreis 3 weist dabei eine nur durch die elektrischen Größen
Induktivität und Widerstand des Motors bestimmte Zeitverzögerung τ1 auf, so daß
dieser innere Regelkreis 3 sehr schnell angepaßt werden kann. Demgegenüber
weist der äußere Regelkreis eine deutlich größere Zeitverzögerung τ2 auf, die
insbesondere durch die Transformation elektrischer in mechanische Energie bedingt
ist, bis also aus einem Stromanstieg eine entsprechende Drehzahlerhöhung bewirkt
wird. In den äußeren Regelkreis fließen neben dem Trägheitsmoment des bewegten
Systems, also dem Läufer, dem Getriebe und dem davon bewegten Kraft
fahrzeugkomfortelement, bspw. der Fensterscheibe oder dem Schiebedach auch die
äußeren Lastmomenten, wie Reibung, insbesondere auch lokaler Schwergängigkeit
etc. ein. Zu schnelle Anpassungen der Stellgröße würden auch zur Instabilität des
Regelkreises führen.
Fig. 2 zeigt nun anhand eines Beispiels eines Schließvorgangs einer Fenster
scheibe den geregelten Verlauf des Motorstroms I über die Zeit t bzw. die Position
x. Wird zum Zeitpunkt t0 der Motor im Ruhezustand bestromt, könnte der Iststrom I
zunächst nur begrenzt durch den Innenwiderstand der Wicklungen stark ansteigen
und ein unzulässig hohes Anlaufmoment erzeugen. Andererseits wird für die Über
windung des Ruhezustands und der Haftreibung selbstverständlich auch ein höheres
Drehmoment benötigt als zum Weiterbewegen einer sich bereits bewegenden
Scheibe. Dementsprechend wird das Strommaximum für einen ersten Zeitbereich
bis t1 relativ hoch gehalten, wobei der Iststrom entsprechend durch pulsweiten
modulierte Steuerung der Schaltmittel entsprechend begrenzt wird. Überwindet der
Motor zunächst die Masseträgheit des Läufers, kommt es zunächst zu einem
starken Abfall des Drehmoments, bis nach Überwindung des durch
Fertigungstoleranzen bedingten Spiels der mechanischen Komponenten das
normale Lastmoment bestehend aus der Masseträgheit der bewegten Teile und der
Reibung erreicht wird. Beispielsweise kann das Soll-Drehmoment bzw. analog dazu
der Maximalstrom Imax(x) treppenförmig angepaßt werden, wobei bis t2 zunächst noch
ein mittlerer Wert gehalten wird. Einerseits bewegt sich eine Fensterscheibe einen
Teil des Weges verdeckt innerhalb der Tür, andererseits sind die Größen besonders
sicherheitsgefährdeter Einklemmobjekte, wie bspw. der Arm oder Kopf oft deutlich
kleiner als der Gesamtweg der Scheibe, so daß durchaus ein Teil des Verstellweges
keine Einklemmgefahr besteht. Im einklemmgegefährdeten Wegbereich, der anhand
des Scheibenhochlaufs in Fig. 2a skizziert wurde, also ab t2, bspw. im oberen Drittel
eines Scheibenweges, wird das Solldrehmoment auf den untersten Wert Imax0
herabgesetzt, der als beim Einklemmen maximal zulässige Wert im Fahrzeug
komfortbereich z. B. nach verschiedenen Richtlinien f ← 100N bei einer Federrate
von 10 N/mm vorgegeben ist. Besonders vorteilhaft gestaltet sich diese Steuerung
bei harten Einklemmkörpern (z. B. 65 N/mm), da die Stromregelung sehr schnell
reagiert. Bisherige Systeme haben in diesem Bereich immer sehr große
Schwierigkeiten. Durch diese Steuerung des Stellantriebs kann man die
Drehmomente bzw. Klemmkräfte auch deutlich senken, falls nötig. Da der Stell
antrieb in diesem Bereich bereits eine gegebenenfalls auch mit sehr geringen
Antriebsmomenten aufrechterhaltbare Drehzahl erreicht hat, kann hier eine sehr
hohe Sicherheit gegen Einklemmen erreicht werden.
Erreicht die Scheibe ab t3 den oberen Endbereich, so wird der Maximalstrom wieder
erhöht, um ein dichtes Verschließen der Scheibe mit der gummiartigen Dichtlippe zu
erreichen. Kommt der Motor jedoch zum Blockieren und steigt mit sinkender
Drehzahl der Strom nunmehr wiederum extrem an, greift bereits die Strom
begrenzung ein und reduziert das maximale Anpreßmoment. Selbstverständlich
kann das Drehmoment auch bereits frühzeitig auf Null oder als Bremsmoment einen
negativen Wert geregelt werden, bevor es zum Blockieren kommt.
Fig. 3 zeigt demgegenüber einen simulierten Scheibenhochlauf, bei dem es ab t5
zu einem Einklemmen kommt. Deutlich erkennbar ist, daß zunächst der Motorstrom
I auf den niedrigen Maximalstrom Imax0 begrenzt bleibt, indem das Pulsverhältnis
entsprechend angepaßt wird. Die Einklemmkraft bleibt also auf den Imax0
entsprechenden maximalen Drehmomentwert, bspw. 50 N beschränkt. Liegt dieser
Maximalstrom für eine gewisse Zeit dauerhaft an, wobei die Zeitdauer bspw. frei von
z. B. 0 ms bis 100 ms bestimmt werden kann, wird der Motor zu t6 abgeschaltet.
Grundsätzlich kann selbstverständlich nachfolgend auch in die entgegengesetzte
Drehrichtung bestromt werden, was in Fig. 3 jedoch nicht dargestellt wurde.
Grundsätzlich denkbar wäre auch eine Schwelle, die sich stufenlos bis zu einem
Maximalwert erhöht, wenn Zweifel an einer Einklemmung aus irgend einem Grund
bestehen, und dann abschaltet.
In Fig. 4 ist im Vergleich dazu zu erkennen, daß auf sehr kurze Störungen in t7,
bspw. bedingt durch Erschütterungen durch die Zeitverzögerung der Regelkreise
keine Reaktion erfolgt oder darauf durch entsprechende Strom- und damit Dreh
momentbegrenzung ohne sofortige Abschaltung reagiert wird. Dies bedeutet auch,
daß die Maximalwerte des Stroms oder Drehmoments niedriger angesetzt werden
können als bei herkömmlichen Stellantrieben mit Einklemmerkennung und sofor
tiger Abschaltung bei Überschreiten der Stromschwelle, da ein Halten eines maxi
malen Drehmoments oder Stromes für eine Zeit, wie in Fig. 3 zwischen t5 und t6,
nicht möglich ist. Folglich müssen die Maximalschwellen zu Lasten der Sicherheit
auf höhere Werte gelegt werden, in denen kurze Störungen kaum Einfluß haben.
In Fig. 5 ist demgegenüber noch eine andere Variante dargestellt, wie mit
Störungen im Strom- und damit Drehmomentenverlauf umgegangen werden kann.
In Fig. 5 wird zu t8 das erste Mal Imax0 für eine kurze Zeitspanne überschritten.
Daraufhin kann die Regelung auch reagieren, indem die Maximalstromschwelle
geringfügig, z. B. auch stufenlos, angehoben wird. Bspw. kann auch die Form und
Anstiegsgeschwindigkeit der Störung bewertet werden. Es ist also möglich, eine
sehr früh ansprechende untere Maximalstromschwelle und eine demgegenüber
erhöhte obere Maximalstromschwelle, mehrere Schwellen oder eine stufenlose
Anpassung vorzusehen, wobei die untere Maximalstromschwelle beispielsweise der
Überwindung von Schwergängigkeiten und der Aufrechterhaltung der Motor
bewegung mit einer bestimmten Drehzahl dient. Wird die Maximalstromschwelle
dann beim Erreichen der unteren angehoben, kann beobachtet werden, wie der
Motorstrom darauf reagiert. Fällt er umgehend oder nach einem kurzen Anstieg
wieder ab, handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Schwergängigkeit oder
eine Störung durch Fahrbahnunebenheiten, die damit überwunden wurde. Bei einem
Einklemmfall jedoch wird das Drehmoment und damit der Strom auf den
nunmehrigen Maximalstromwert ansteigen und dort verharren. Aus der Reaktion des
Motorstroms auf eine Anpassung der Maximalstromschwelle können also
zusätzliche Informationen gewonnen werden. Handelte es sich um eine lokale
Schwergängigkeit, kann beim nächsten Hochlauf durch Kopplung mit der
Positionserfassung eine entsprechend anpaßte Maximalstromwertkurve vorgegeben
werden, d. h. beispielsweise zwischen t8 und t10 die als Maximalstrom die obere
Schwelle abgespeichert und dann bereits automatisch voreingestellt werden. Es ist
einzig eine Frage des Speicherbedarfs, für welche und wie große Wegabschnitte
unterschiedliche Soll-Drehzahlen und/oder Soll-Drehmomente vorgegeben werden.
Die Fig. 6a und b zeigen die Positionsveränderung x(t) und Drehzahlverlauf n(t)
bei geregeltem Betrieb (f1) und ungeregeltem Betrieb (f2) eines Stellantriebs, um
die vorteilhaften Auswirkungen der Drehzahl- und/oder Drehmomentregelung
insbesondere auch auf Kraftfahrzeugkomfortkomponenten zu verdeutlichen. Im
Idealfall kann durch den geregelten Betrieb eine nahezu lineare Positions
veränderung x(t) (vgl. Fig. 6a) erreicht werden. Im Gegensatz dazu weist der
ungeregelte Betrieb mit herkömmlichen Stellantrieben starke Unregelmäßigkeiten
auf. Dies kann auch sehr gut anhand des Drehzahlverlaufs n(t) gemäß Fig. 6b
nachvollzogen werden. Hier wird idealisiert ein trapezförmiger Verlauf mit einer
Hochlauf- und Auslaufsrampe dargestellt. Relativ konstante Drehzahl und lineare
Positionsveränderung sind im Kraftfahrzeugkomfortbereich besonders wichtig, da
gerade den Komfortkomponenten ein ästhetischer Aspekt zukommt und daher
Laufruhe und Getäuscharmut in Zukunft von besonderem Interesse sind. Besonders
bei heutigen Fensterhebern ist der Unterschied zwischen Hoch- und Tieflauf deutlich
hörbar. Durch Drehzahl- und Drehmonentregelung können daher auch Laufunruhen
ausgeglichen und unangenehm empfundene Laufgeräusche vermieden werden, wie
bspw. ein deutlicher Drehzahlabfall an einer Schwergängigkeit und ein an
schließendes Wiederbeschleunigen. Zudem sind auch Betriebsspannungsschwan
kungen in einem großen Bereich ausgleichbar, wenn zum Beispiel der Motor auf 8 V
ausgelegt wird könnte die Boardspannung z. B. im Bereich von 9-15 V schwanken
ohne das sich das auf die Drehzahl auswirkt, da dies von der Steuerung ausgeregelt
werden kann.
Fig. 7 zeigt nun eine Schaltungsskizze eines Stellantriebs mit einer Regelschaltung
zur Steuerung des Motors M mittels einer sogenannten H-Brücke bestehend aus
jeweils zwei beidseitig eines Wicklungsanschlusses des Motors M vorgesehenen
elektronischen Schaltmitteln S1 . . . S4, die von einem Steuerkreis 5 pulsweiten
moduliert mit einer Pulsfrequenz mit nichthörbaren Bereich, bspw. bei 20 kHz
angesteuert werden. Die Schaltmittel S1 und S2 können dabei jeweils im Wechsel
den Motor M mit einer Betriebsspannung UB, die Schaltmittel S3 und S4 jeweils mit
einem Richtung Bezugspotential (Masse ┴) gelegten Verbindungspunkt verbinden,
wobei zur Bestromung des Motors jeweils entweder die Schaltmittel S1 und S4
oder S2 und S3 geschlossen sind, wobei die Stromrichtung die gewünschte
Drehrichtung angibt. Wird die Bestromung abgeschaltet oder umgepolt, kommt es
zu einem zeitlich begrenzten Nachlaufen in die alte Drehrichtung aufgrund der
Masseträgheit, bei dem eine Generatorspannung induziert wird. Zum Abschalten
kann daher der Motor M über die Schaltmittel S3 und S4 oder jeweils eine der
inhärent vorhandenen Dioden DI kurzgeschlossen werden.
Der innere Aufbau der Schaltmittel S1 bis S4 ist in Fig. 7a dargestellt und anstelle
dessen in Fig. 7 ein funktionales Sinnbild skizziert, da die Ausgestaltung dieser
elektronischen Schaltmittel selbstverständlich variabel ist. Der besondere Vorteil
der Verwendung eines MOSFETs gemäß Fig. 7a liegt neben dem geringen
Durchlaßwiderstand und der stromlosen Steuerspannung darin, daß durch eine
einfache Substratanbindung an Source eine für die in dieser Anmeldung nicht näher
beschriebene Nachlauferkennung wichtige inhärente Diode DI entsteht, die
bezüglich Betriebsspannung UB und Bezugspotential ┴ jeweils in Sperrichtung
gepolt ist, beim Nachlaufen aber eine dazu für jeweils eine Diode in
Durchlaßrichtung gepolte Generatorspannung entsteht.
Der Widerstand R, der zwischen dem Verbindungspunkt der Schaltmittel S3 und S4
und dem Bezugspotential (Masse ┴) angeordnet ist, dient zur Strommessung und
damit als Ist-Drehmomentmeßeinrichtung. Der darüber auftretende Spannungsabfall
wird der Drehmonentregelung 4 zugeführt.
Der Motorstrom I wird außerdem richtungsbezogen erfaßt, beispielsweise indem
zwischen Stellantrieb und Schaltmitteln ein Shuntwiderstand Rs vorgesehen ist,
wobei aus der Stromrichtung in der Positionserfassung 8 die Drehrichtung abgeleitet
wird. Die Positionserfassung 8 ist außerdem mit dem Drehzahlsensor 1 verbunden,
der in Analogie zur Fig. 1 die Ist-Drehzahl nist erfaßt. Die Positionserfassung 8
kann aus Drehzahl und Drehrichtung die Position ableiten und für eine
positionsabhängige Vorgabe von Soll-Drehzahl und Soll-Drehmoment verwenden.
Dazu wird dem Microcontroller µC, der die Funktionen Drehzahlregelung 6 und
Strombegrenzung 7 beinhaltet, neben der soll-Drehzahl auch die Position x zur
Verfügung gestellt und der aktuelle Soll-Strom isoll als drehmomentproportionale
Größe abgeleitet.
Dieser Soll-Strom wird der Stromregelung 4 zugeführt, die aus Ist-Strom und Soll-
Strom das erforderliche Pulsverhältnis zur pulsweitenmodulierten Steuerung der
Schaltmittel ableitet und an die Steuerung 5 der Schaltmittel S1 bis S4 übergibt, die
entsprechend dieses Schaltmittel ansteuert. Die Stromregelung 4 und die
Steuerung 5 der Schaltmittel kann dabei mit dem Microcontroller µC über
Verbindungsleitungen verbunden oder die Funktionen der Elemente 4, 5, 6, 7 in
diesen aufgenommen werden. Die Taktung der Elemente entsprechend der Puls
frequenz kann dann über den Microcontrollertakt erfolgen.
Fig. 8a und b verdeutlicht die puslweitenmodulierte Steuerung der Schaltmittel,
wobei hier das Steuersignal 4.S der Stromregelung gezeigt wird. Das Pulsverhältnis
T1/T2 kann dabei in Abhängigkeit von der erforderlichen Drehzahl- und/oder
Drehmomentkorrektur angepaßt werden. Während T1 werden dabei bei einer
H-Brückenschaltung gemäß Fig. 7 die Schaltmittel in eine Drehrichtung und zu T2 in
die andere Drehrichtung gesteuert, so daß bei einem Pulsverhältnis von 50% kein
Drehmoment entsteht, wie dies anhand des Stromes in Fig. 8b erkannt werden
kann. Der Strom schwankt in diesem Fall um die Nullage. Verändert man das
Pulsverhältnis, indem T1 < T2 wird, steigt der Strom im Mittel an, bei T1 < T2 sinkt er
ins negative ab. Entsprechend würde ein positives oder negatives Drehmoment
entstehen und der Motor neben dem Drehmoment auch seine Drehzahl oder auch
Drehrichtung ändern.
Claims (16)
1. Elektrischer Stellantrieb (M) für Kraftfahrzeugkomfortkomponenten, ins
besondere elektrische Fensterheber, Schiebedachversteller und Sitz
verstellungen, in einem einen Motorstrom führenden Stromkreis, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Drehzahl- und/oder Drehmomentmeßeinrichtung
(1, R) zur Erfassung der Ist-Drehzahl und/oder des Ist-Drehmomentes (nist, iist) des
Stellantriebs sowie eine Stromregelung vorgesehen ist, die den Motorstrom in
Abhängigkeit von den Abweichungen der Ist-Drehzahl und/oder des Ist-
Drehmomentes (nist, iist) von vorgegebenen Sollwerten (nsoll, isoll) regelt.
2. Elektrischer Stellantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Regelschaltung verbunden ist mit einem Positionszähler (8), der mit der Ist-
Drehzahlmeßeinrichtung (1) verbunden ist und ausgehend von einer definierten
Anfangsposition und der Ist-Drehzahl (nist) die jeweils aktuelle Position (x)
ermittelt,
in der Regelschaltung in Abhängigkeit von der Position (x) und/oder Bewegungsrichtung unterschiedliche Sollwerte der Drehzahl und/oder des Drehmomentes (nsoll(x), isoll(x)) abgelegt sind und die Regelschaltung die Ist-Drehzahl und/oder das Ist-Drehmoment (nist, iist) ent sprechend dieser Sollwerte (nsoll(x), isoll(x)) abhängig von der aktuellen Position (x) und/oder Bewegungsrichtung steuert.
in der Regelschaltung in Abhängigkeit von der Position (x) und/oder Bewegungsrichtung unterschiedliche Sollwerte der Drehzahl und/oder des Drehmomentes (nsoll(x), isoll(x)) abgelegt sind und die Regelschaltung die Ist-Drehzahl und/oder das Ist-Drehmoment (nist, iist) ent sprechend dieser Sollwerte (nsoll(x), isoll(x)) abhängig von der aktuellen Position (x) und/oder Bewegungsrichtung steuert.
3. Elektrischer Stellantrieb nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drehzahlregelung als ein äußerer Regelkreis (τ2)
vorgesehen ist, dem die Drehmomentregelung als innerer Regelkreis (τ1)
unterlagert ist, indem
- a) der äußere Regelkreis besteht aus der Ist-Drehzahl (nist) als Regelgröße und der Soll-Drehzahl (nsoll) als Führungsgröße, der Drehzahlregelung als Regel einrichtung und einem Korrektur-Drehmoment (isoll) als Stellgröße, welches entsprechend der Abweichung zwischen Ist- und Soll-Drehzahl (nsoll) ermittelt wird,
- b) der innere Regelkreis besteht aus dem Ist-Drehmoment (iist) als Regelgröße und dem Korrekur-Drehmoment (isoll) des äußeren Regelkreises als Führungsgröße, der Drehmonentregelung (4) als Regeleinrichtung und dem Pulsverhältnis (T1/T2) als Stellgröße, daß entsprechend der Abweichung von Ist- und Soll drehmoment verändert wird, und dem vom Schaltmittel (5, S1, S2, S3, S4) ange steuerten Stellantrieb (M) in der Regelstrecke, wobei das Schaltmittel (5, S1, S2, S3, S4) entsprechend dem veränderbaren Pulsverhältnis (T1/T2) als Stellgröße angesteuert wird.
4. Elektrischer Stellantrieb einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stromregelung des Motorstroms pulsweitenmoduliert
mit einer Pulsfrequenz im nichthörbaren Bereich, vorzugsweise größer 20 kHz,
durch zumindest ein elektronisches Schaltmittel (S1, S2, S3, S4) im
Laststromkreis erfolgt, welche mit einem der Abweichung entsprechend ent
gegenwirkenden Pulsverhältnis (T1/T2) ansteuert werden.
5. Elektrischer Stellantrieb nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zumindest ein Shuntwiderstand (R, RS) vorgesehen ist, an
dem der durch den Stellantrieb (M) fließende Motorstrom erfaßt und der
Regelschaltung als drehmomentabhängige Größe zugeführt wird.
6. Elektrischer Stellantrieb nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zumindest ein Sensor vorzugsweise als Hallsensor als
Drehzahlmeßeinrichtung (1) vorgesehen ist, dessen Signal zumindest der
Regelschaltung, vorzugsweise auch dem Positionszähler (8) zugeführt wird.
7. Verfahren zur Steuerung eines elektrischen Stellantriebs von Kraftfahrzeug
komfortkomponenten nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die
Istdrehzahl und oder der dem Drehmoment proportionale Iststrom (nist, iist) des
Stellantriebs automatisch mittels des Pulsverhältnisses (T1/T2) auf eine
vorgegebene Solldrehzahl und/oder einen Sollstrom (nsoll, isoll) geregelt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem der Drehzahlregelung eine Drehmoment
regelung unterlagert wird, indem die Drehzahlregelung (6) ein zur Korrektur von
Abweichungen der Istdrehzahl von der vorgegebenen Solldrehzahl erforderlicher
Sollstrom (isoll) bestimmt und dieser Sollstrom (isoll) der Drehmomentregelung (4)
zuführt, die das Pulsverhältnis des Schaltmittels entsprechend ändert, bis
zunächst das erforderliche Sollstrom (isoll) erreicht ist und nachfolgend die
nunmehr auf die Soll-Drehzahl ansteigende Ist-Drehzahl (iist) zu einer
Rückführung des Drehmoments führt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, bei dem ausgehend von einer
Anfangsposition und der Ist-Drehzahl (nist) die jeweils aktuelle Position (x)
abgeleitet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem in Abhängigkeit von der jeweils aktuellen
Position (x) Soll-Drehzahl und/oder Sollstrom (nsoll(x), isoll(x)) angepaßt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem die Ist-Drehzahl (nist) zunächst innerhalb
eines vorgegebenen ersten Streckenabschnitts näherungsweise linear auf eine
Solldrehzahl geregelt wird, innerhalb eines vorgegebenen zweiten Strecken
abschnitts konstant gehalten und in einem dritten Streckenabschnitt
näherungsweise linear auf Null geregelt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem ein weiterer Streckenabschnitt
vorgesehen ist, insbesondere der in dem eine Gefahr des Einklemmens besteht,
in dem die Soll-Drehzahl gegenüber dem im zweiten Streckenabschnitt
niedriger ist.
13. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem das Iststrom (iist,) in einem ersten
Streckenabschnitt (t0-t1) auf eine ersten Maximalwert begrenzt und in einem
zweiten Streckenabschnitt (t1-t2) auf einen zweiten Maximalwert begrenzt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 12, bei dem aus der Dauer (t5-t6)
des Anliegens eines einen vorgegebenen Maximalwert (imax0) des Stromes
übersteigenden Motorstroms ein Blockieren des Stellantriebs sowie der damit
verbundenen Fahrzeugkomponenten erkannt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem der Stellantrieb (M) in einer vorgebbaren
Position automatisch gehalten wird, indem die eine Solldrehzahl von Null
vorgegeben und mittels des Pulsverhältnisses (T1/T2) der Iststrom (iist) so
geregelt wird, daß ein Bewegungsänderungen entgegenwirkendes Haltemoment
erzeugt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, bei dem bei Erreichen der vorgegebenen Position
ein energiesparender Stand-by-Betrieb des Stellantriebs eingenommen und
anhand einer von Null abweichenden Ist-Drehzahl an der Drehzahlmeß
einrichtung (1) der Stellantrieb wieder aktiviert wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999101840 DE19901840A1 (de) | 1999-01-19 | 1999-01-19 | Elektrischer Stellantrieb für Kraftfahrzeugkomponenten und Verfahren zu dessen Steuerung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999101840 DE19901840A1 (de) | 1999-01-19 | 1999-01-19 | Elektrischer Stellantrieb für Kraftfahrzeugkomponenten und Verfahren zu dessen Steuerung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19901840A1 true DE19901840A1 (de) | 2000-05-25 |
Family
ID=7894665
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999101840 Ceased DE19901840A1 (de) | 1999-01-19 | 1999-01-19 | Elektrischer Stellantrieb für Kraftfahrzeugkomponenten und Verfahren zu dessen Steuerung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19901840A1 (de) |
Cited By (14)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002023709A1 (en) * | 2000-09-18 | 2002-03-21 | Telair International Ab | A method and a device for controlling the operation of an actuator unit |
| US6407522B1 (en) | 2000-09-18 | 2002-06-18 | Telair International Ab | Method and a device for controlling the operation of an actuator unit |
| DE10147559A1 (de) * | 2001-09-26 | 2003-04-10 | Wanzl Metallwarenfabrik Kg | Antriebsanordnung |
| DE10157282A1 (de) * | 2001-11-22 | 2003-06-12 | Stg Sicherheitstechnik Gmbh | Vorrichtung zum Öffnen und Schließen eines Fensters |
| DE10207899A1 (de) * | 2002-02-20 | 2003-08-28 | Volkswagen Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Reduzierung von Stromspitzen in Kraftfahrzeugbordnetzen |
| EP1727270A1 (de) * | 2005-05-27 | 2006-11-29 | Siemens Schweiz AG | Stellenantrieb mit einem Elektromotor und einer Reglereinrichtung zur Regelung der Drehzahl des Elektromotors |
| WO2007093419A1 (de) * | 2006-02-17 | 2007-08-23 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co. Kommanditgesellschaft, Coburg | Einklemmschutz sowie verfahren zur steuerung einer motorisch angetriebenen verstellvorrichtung für eine verstellvorrichtung |
| FR2904485A1 (fr) * | 2006-07-26 | 2008-02-01 | Peugeot Citroen Automobiles Sa | Systeme de detection de la presence d'un obstacle sur le parcours d'un ouvrant de vehicule automobile, actionne par un moteur electrique. |
| EP1860265A3 (de) * | 2006-05-24 | 2008-12-31 | Brose Schliesssysteme GmbH & Co. KG | Steuerungsvorrichtung und Verstellsystem eines Kraftfahrzeuges |
| EP1332538B1 (de) * | 2000-10-27 | 2009-09-09 | Robert Bosch Gmbh | Verfahren zum steuern eines verstellvorgangs eines teils |
| DE102010055650A1 (de) * | 2010-12-22 | 2012-06-28 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co. Kommanditgesellschaft, Hallstadt | Verfahren und Einrichtung zum Steuern einer Verstelleinrichtung eines Kraftfahrzeugs |
| EP2610692A3 (de) * | 2011-12-29 | 2016-03-09 | Mototech Co. Ltd | System und Verfahren zur Steuerung eines motorisch getriebenen Heber für Kofferraum |
| DE102017206572A1 (de) * | 2017-04-19 | 2018-10-25 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co. Kommanditgesellschaft, Bamberg | Verfahren zum Betrieb eines elektromotorischen Verstellantriebs |
| US10471811B2 (en) | 2014-11-27 | 2019-11-12 | Audi Ag | Method for operating a moving device |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3221093A1 (de) * | 1982-06-04 | 1983-12-08 | Brown, Boveri & Cie Ag, 6800 Mannheim | Anordnung fuer eine getaktete spannungsverstellung |
| DE4318128C2 (de) * | 1993-06-01 | 1995-04-13 | Kostal Leopold Gmbh & Co Kg | Verfahren zur elektronischen Überwachung und Steuerung des Öffnungs- und Schließvorganges von elektrisch betriebenen Aggregaten |
| US5764008A (en) * | 1995-03-03 | 1998-06-09 | Webasto Karosseriesysteme Gmbh | Drive device for closing parts in motor vehicles |
-
1999
- 1999-01-19 DE DE1999101840 patent/DE19901840A1/de not_active Ceased
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3221093A1 (de) * | 1982-06-04 | 1983-12-08 | Brown, Boveri & Cie Ag, 6800 Mannheim | Anordnung fuer eine getaktete spannungsverstellung |
| DE4318128C2 (de) * | 1993-06-01 | 1995-04-13 | Kostal Leopold Gmbh & Co Kg | Verfahren zur elektronischen Überwachung und Steuerung des Öffnungs- und Schließvorganges von elektrisch betriebenen Aggregaten |
| US5764008A (en) * | 1995-03-03 | 1998-06-09 | Webasto Karosseriesysteme Gmbh | Drive device for closing parts in motor vehicles |
Cited By (22)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002023709A1 (en) * | 2000-09-18 | 2002-03-21 | Telair International Ab | A method and a device for controlling the operation of an actuator unit |
| US6407522B1 (en) | 2000-09-18 | 2002-06-18 | Telair International Ab | Method and a device for controlling the operation of an actuator unit |
| AU2001290417B2 (en) * | 2000-09-18 | 2006-02-02 | Telair International Ab | A method and a device for controlling the operation of an actuator unit |
| EP1332538B1 (de) * | 2000-10-27 | 2009-09-09 | Robert Bosch Gmbh | Verfahren zum steuern eines verstellvorgangs eines teils |
| DE10147559A1 (de) * | 2001-09-26 | 2003-04-10 | Wanzl Metallwarenfabrik Kg | Antriebsanordnung |
| DE10157282A1 (de) * | 2001-11-22 | 2003-06-12 | Stg Sicherheitstechnik Gmbh | Vorrichtung zum Öffnen und Schließen eines Fensters |
| DE10157282B4 (de) * | 2001-11-22 | 2005-11-17 | Stg-Sicherheitstechnik Gmbh | Vorrichtung zum Öffnen und Schließen eines Fensters |
| DE10207899A1 (de) * | 2002-02-20 | 2003-08-28 | Volkswagen Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Reduzierung von Stromspitzen in Kraftfahrzeugbordnetzen |
| EP1727270A1 (de) * | 2005-05-27 | 2006-11-29 | Siemens Schweiz AG | Stellenantrieb mit einem Elektromotor und einer Reglereinrichtung zur Regelung der Drehzahl des Elektromotors |
| WO2007093419A1 (de) * | 2006-02-17 | 2007-08-23 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co. Kommanditgesellschaft, Coburg | Einklemmschutz sowie verfahren zur steuerung einer motorisch angetriebenen verstellvorrichtung für eine verstellvorrichtung |
| EP1860265A3 (de) * | 2006-05-24 | 2008-12-31 | Brose Schliesssysteme GmbH & Co. KG | Steuerungsvorrichtung und Verstellsystem eines Kraftfahrzeuges |
| EP2275634A1 (de) * | 2006-05-24 | 2011-01-19 | Brose Schliesssysteme GmbH & Co. KG | Steuerungsvorrichtung und Verstellsystem eines Kraftfahrzeugs |
| FR2904485A1 (fr) * | 2006-07-26 | 2008-02-01 | Peugeot Citroen Automobiles Sa | Systeme de detection de la presence d'un obstacle sur le parcours d'un ouvrant de vehicule automobile, actionne par un moteur electrique. |
| DE102010055650A1 (de) * | 2010-12-22 | 2012-06-28 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co. Kommanditgesellschaft, Hallstadt | Verfahren und Einrichtung zum Steuern einer Verstelleinrichtung eines Kraftfahrzeugs |
| WO2012084109A1 (de) | 2010-12-22 | 2012-06-28 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co. Kommanditgesellschaft, Hallstadt | Verfahren und einrichtung zum steuern einer verstelleinrichtung eines kraftfahrzeugs |
| CN103270661A (zh) * | 2010-12-22 | 2013-08-28 | 博泽哈尔施塔特汽车零件两合公司 | 用于控制机动车辆的调整装置的方法和装置 |
| CN103270661B (zh) * | 2010-12-22 | 2015-08-19 | 博泽哈尔施塔特汽车零件两合公司 | 用于控制机动车辆的调整装置的方法和装置 |
| EP2993751A1 (de) | 2010-12-22 | 2016-03-09 | Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Hallstadt | Verfahren und einrichtung zum steuern einer verstelleinrichtung eines kraftfahrzeugs |
| US9388762B2 (en) | 2010-12-22 | 2016-07-12 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co. Kommanditgesellschaft | Method and device for controlling an adjusting device of a motor vehicle |
| EP2610692A3 (de) * | 2011-12-29 | 2016-03-09 | Mototech Co. Ltd | System und Verfahren zur Steuerung eines motorisch getriebenen Heber für Kofferraum |
| US10471811B2 (en) | 2014-11-27 | 2019-11-12 | Audi Ag | Method for operating a moving device |
| DE102017206572A1 (de) * | 2017-04-19 | 2018-10-25 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co. Kommanditgesellschaft, Bamberg | Verfahren zum Betrieb eines elektromotorischen Verstellantriebs |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0966782B1 (de) | Verfahren zur elektrischen steuerung und regelung der bewegung von elektrisch betriebenen aggregaten | |
| DE19901840A1 (de) | Elektrischer Stellantrieb für Kraftfahrzeugkomponenten und Verfahren zu dessen Steuerung | |
| EP0654882B1 (de) | Verfahren zur Überwachung von beweglichen Elementen | |
| DE19710338C5 (de) | Verfahren zur Steuerung des Schließvorgangs von Schließvorrichtungen mit mindestens einem elektromotorisch bewegten Teil | |
| EP1332538B1 (de) | Verfahren zum steuern eines verstellvorgangs eines teils | |
| EP2656466B1 (de) | Verfahren und einrichtung zum steuern einer verstelleinrichtung eines kraftfahrzeugs | |
| EP0919018A1 (de) | Verfahren zum berührungslosen anfahren der unteren anschlagsposition einer fremdkraftbetätigten fensterscheibe eines kraftfahrzeugs | |
| EP0917674A1 (de) | Verfahren zur steuerung der bewegung einer fensterscheibe einer kraftfahrzeugtür | |
| WO1998002631A1 (de) | Verfahren zur begrenzung der überschusskraft eines elektrisch gesteuerten, fremdkraftbetätigten aggregats beim anfahren seiner oberen oder unteren anschlagposition, insbesondere beim anfahren der schliessposition eines fensterhebers eines kraftfahrzeugs | |
| EP0910883B1 (de) | Verfahren zur steuerung des schliessvorgangs von schliessvorrichtungen mit mindestens einem elektromotorisch bewegten teil | |
| DE102009014808A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Ansteuern eines eine Ansprechverzögerung aufweisenden Steuerelements einer Antriebseinrichtung | |
| WO2010124927A2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum erkennen einer einklemmsituation | |
| EP2760129B1 (de) | Stellvorrichtung für ein bewegbares Fahrzeugteil | |
| DE19944964A1 (de) | Verfahren zum Steuern und Regeln eines Verstellantriebs in Kraftfahrzeugen | |
| DE102004011015A1 (de) | Verfahren zum Überwachen der Verstellbewegung eines von einer Antriebseinrichtung angetriebenen Bauteils | |
| DE102017128542A1 (de) | Verfahren zum Erkennen einer Endposition eines Stellantriebs | |
| DE102020213733A1 (de) | Verfahren zur Verstellung eines motorisch verstellbaren Kraftfahrzeugteils und zugehörige Stellvorrichtung | |
| DE10082533B4 (de) | Verfahren zur Einstellung einer Ist-Geschwindigkeit der Hubbewegung einer Fensterscheibe | |
| EP1203443A2 (de) | Verfahren zur steuerung eines elektrischen antriebsmotors eines kraftfahreug-verstellantriebes | |
| WO2003038968A1 (de) | Verfahren zur überwachung des reversiervorgangs von elektrisch betätigbaren aggregaten | |
| EP1727270B1 (de) | Stellenantrieb mit einem Elektromotor und einer Reglereinrichtung zur Regelung der Drehzahl des Elektromotors | |
| EP1146405B1 (de) | Regelverfahren | |
| EP1761986B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur blockiererkennung eines gleichstrommotors | |
| DE202004009921U1 (de) | Steuerungsvorrichtung einer Verstelleinrichtung eines Kraftfahrzeugs | |
| DE102013206914A1 (de) | Verfahren zur Steuerung eines elektromotorischen Stellantriebs einer Stellvorrichtung eines Fahrzeugs |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAV | Applicant agreed to the publication of the unexamined application as to paragraph 31 lit. 2 z1 | ||
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: CONTI TEMIC MICROELECTRONIC GMBH, 90411 NUERNBERG, |
|
| R002 | Refusal decision in examination/registration proceedings | ||
| R003 | Refusal decision now final |
Effective date: 20120524 |