DE19901873A1 - Aufhängung eines Tellerbesens an einem Kehrfahrzeug - Google Patents

Aufhängung eines Tellerbesens an einem Kehrfahrzeug

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Abstract

Die Aufhängung eines Tellerbesens an einem Kehrfahrzeug besteht aus einer an dem Fahrzeugrahmen gehalterten Tragachse oder einer Tragplatte, an der der um zwei sich kreuzende Achsen lenkbare Tellerbesen gehalten ist, der gegen Federkraft aus seiner um die beiden Achsen geneigten Betriebsstellung herausdrückbar ist. Eine den Tellerbesen mit Antriebsmotor lagernde Lagerplatte ist an einem Ende der Tragachse befestigt, deren anderes Ende durch eine Gummifeder an der Tragplatte oder einem Halteteil befestigt ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Aufhängung eines Tellerbesens an einem Kehrfahrzeug, vorzugsweise mit einem an dem Fahrzeugrahmen um eine vertikale Achse schwenkbaren, im wesentlichen horizontalen Schwenkarm, an dem ein Außenrohr­ stück mit vertikaler Achse befestigt ist, in dem undrehbar ein Innenrohrstück axial verschieblich geführt und durch einen Pneumatikzylinder aus- und einfahrbar ist, und mit einer an dem Fahrzeugrahmen gehalterten Tragachse oder mit einer vor­ zugsweise an dem unteren Ende des Innenrohrs befestigten Tragplatte, an der der um zwei sich kreuzende Achsen schwenkbare Tellerbesen gehalten ist, der gegen Federkraft aus seiner um die beiden Achsen geneigten Betriebsstellung heraus­ drückbar ist.
Aus DE 40 01 088 C2 ist eine Aufhängung dieser Art bekannt, bei der die den Tel­ lerbesen mit Antriebsmotor lagernden Lagerplatte an einer Querschwinge befestigt ist, die um eine in Fahrzeuglängsrichtung weisende Achse an einer Schwinge schwenkbar gelagert ist, die ihrerseits um eine quer zu dem Fahrzeug verlaufende Achse schwenkbar an der durch den Pneumatikzylinder heb- und absenkbaren Tragplatte angelenkt ist. Beide Schwingen sind durch federnde Elemente in ihren ausgeschwenkten Stellungen gegen Anschläge gehalten, so daß sie bei vertikaler Verstellung in Folge von Bodenunebenheiten auf der Straßenoberfläche im wesent­ lichen ihre Neigungswinkel beibehalten.
Die bekannte Aufhängung ist verhältnismäßig aufwendig, weil zwei relativ zueinan­ der und zu der Tragplatte um horizontale und sich kreuzende Achsen gegen die Kraft zweier Federelemente verschwenkbare Schwingen vorgesehen werden müs­ sen, deren Schwenkwinkel durch besondere Anschläge begrenzt sind.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Aufhängung der eingangs angegebenen Art zu schaffen, die sich durch eine einfachere Konstruktion auszeichnet. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die den Tellerbesen mit Antriebsmotor lagernde Lagerplatte an einem Ende einer Tragachse befestigt ist, deren anderes Ende durch eine Gummifeder an der Tragplatte befestigt ist. Zweckmäßigerweise ist die Kolbenstange des Pneumatikzylinders über einen Ge­ lenkkopf beweglich mit der Tragachse verbunden.
Die erfindungsgemäße Aufhängung weist als federndes Element nur eine einzige Gummifeder (sog. Silentbuchse) auf, in deren Innenbuchse die Tragachse des Tellerbesens gehalten wird, so daß der Tellerbesen federnd um zwei einander kreuzende Achsen kardanisch und radial verschwenkbar ist, von denen eine etwa in Fahrzeuglängsrichtung weist, und die andere quer zu dem Fahrzeug verläuft. Weiterhin kann bei der erfindungsgemäßen Aufhängung auf besondere schwenk­ bar gelagerte Schwingen, besondere jede Schwenkrichtung abfedernde Elemente und Anschläge verzichtet werden, weil die Gummifeder bei guten federnden Eigen­ schaften eine ausreichende Steifigkeit aufweist.
Um beispielsweise bei dem Fahren einer Linkskurve die Bodenberührung des Tel­ lerbesens entsprechend verlagern zu können, ist zwischen der mit der Tragachse fest verbundenen Lagerplatte und der Tragplatte ein zweiter Pneumatikzylinder an­ geordnet, durch den der Tellerbesen um seine Tragachse verdrehbar ist.
Zweckmäßigerweise ist das Lagergehäuse, in dem die Gummifeder gelagert ist, mit der Tragplatte so verbunden, daß die Tragachse spitzwinklig zur Lagerplatte ver­ läuft. Der Winkel zwischen der Lagerplatte und der Innenbuchse der Gummifeder und der Tragachse mit Tragplatte beträgt etwa 3 bis 8 Grad (vorzugsweise ca. 5 Grad).
Zweckmäßigerweise kann der zweite Pneumatikzylinder die den Tellerbesen tra­ gende Tragachse um etwa 4 bis 8 Grad und vorzugsweise um etwa 6 Grad verdre­ hen.
Der den Tellerbesen um seine Tragachse verdrehende zweite Pneumatikzylinder ist vorzugsweise ein Balgzylinder.
Bei der erfindungsgemäßen Aufhängung ist der Tellerbesen durch die sich im we­ sentlichen im entspannten Zustand befindliche Gummifeder in ihrer Betriebsstellung gehalten. In den über den Tragarm mit dem Fahrzeug verbundenen Innenrohr be­ findet sich ein doppelt wirkender Pneumatikzylinder, der über die Kolbenstange die Tragachse entlasten soll, die durch einen Gelenkkopf beweglich gelagert wird, da­ mit dieser mit der gewünschten Kraft über den Boden streicht.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
Fig. 1 eine Ansicht des Außenrohrstücks und der Tragplatte längs der Li­ nie I-I in Fig. 3,
Fig. 2 einen Schnitt durch das Außenrohrstück mit dem in diesem axial verschieblich geführten Innenrohrstück,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch das Außenrohrstück und das Innenrohr­ stück sowie die Lagerung des Tellerbesens an der Tragplatte,
Fig. 4 den in Fig. 3 eingekreisten Teil in vergrößerter Darstellung,
Fig. 5 den Tellerbesen in seiner angehobenen Fahrstellung,
Fig. 6 eine Ansicht des Tellerbesens in Richtung seiner Tragachse und
Fig. 7 den Tellerbesen in einer bei Linkskurvenfahrt um seine Tragachse verschwenkten Stellung.
Das Außenrohrstück 1 ist in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise in einem rahmenar­ tig gebogenen Blech 2 gehaltert und über einen horizontalen Tragarm 3 mit einer Buchse 4 verbunden, die drehbar auf einem mit dem Fahrzeugrahmen verbunde­ nen und in nicht dargestellten vertikalen Lagerzapfen gelagert ist.
In dem Außenrohrstück 1 ist undrehbar aber längsverschieblich ein Innenrohrstück 18 mit quadratischem Querschnitt gelagert, das auf seinen Seiten jeweils zwei in axialer Richtung in Abstand voneinander angeordnete Lagerzapfen trägt, auf denen Rollen 5 drehbar gelagert sind, die auf prismatischen Führungsschienen 6 laufen, die einander gegenüberliegend an der Innenwandung des Außenrohrstücks 1 befe­ stigt sind. An der oberen Deckplatte 7 des Außenrohrstücks 1 ist der doppelt wir­ kende Pneumatikzylinder 8 befestigt, der in nicht dargestellter Weise mit einem Kolben versehen ist, dessen Kolbenstange 9, die mit dem Innenrohrstück 18 ver­ bundene Tragplatte 25 die mit einer Öffnung durchsetzt ist, durch ein Gelenkauge 10, das mit der Tragachse 12, 15 gelenkig verbunden ist, die Lagerplatte 26 mit Antriebsmotor 14 und Tellerbesen 13 in axialer Richtung bewegt und den Tellerbe­ sen kardanisch schwenkt.
Mit der Tragplatte 25 ist durch eine Schweißnaht das Lagergehäuse 17 verbunden, dessen Bohrung spitzwinklig in der dargestellten Weise zur Tragplatte 25 geneigt ist, in der die Außenbuchse der Gummifeder 16 gehaltert ist. Mit der Innenbuchse der Gummifeder 16 ist die Tragachse 12, 15 verspannt, so daß diese unverdrehbar und unverschieblich mit der Innenbuchse der Gummifeder 16 verbunden ist. Die Tragachse 12, 15 besteht aus der Gummifeder, die mit dem Halteteil 15 durch ko­ nische Scheiben 23 fest verpreßt ist und dem verlängertem Rohrstück 12, das mit dem Halteteil 15 verschweißt ist. An dem freien Ende des Rohrstückes ist eine La­ gerplatte 26 befestigt, an die der Antriebsmotor 14 für den Tellerbesen 13 an­ geflanscht ist. Die Abtriebswelle des Motors 14 durchsetzt die Lagerplatte 26 in ei­ nem Durchbruch. Auf der Abtriebswelle des Motors 14 ist in üblicher Weise der Tellerbesen 13 befestigt.
Die spitzwinkelige Neigung der Tragachse 12, 15 und der Drehwinkel des Tellerbe­ sens entsprechen einer leichten Grundeinstellung, die auf die Einsatzverhältnisse angepaßt ist.
In Fahrstellung wird die Tragachse 12, 15 in der aus Fig. 5 ersichtlichen Weise über den Pneumatikzylinder 8 in eine zu der Tragplatte 25 etwa parallele Stellung ange­ hoben, so daß das Kehrfahrzeug ohne Bodenberührung des Tellerbesens verfah­ ren werden kann.
Während des Kehrbetriebes entlastet der Pneumatikzylinder 8 über die Tragachse 12, 15 den Tellerbesen 13 und damit auch die Gummifeder 16.
Durch Betätigung des Pneumatikzylinders 8 kann der Tellerbesen über seine Trag­ achse in Richtung des Doppelpfeils A verschwenkt werden.
Wird der Tellerbesen 13 über dem Pneumatikzylinder 8 in seine aus Fig. 5 ersichtli­ che angehobene Stellung verfahren, gleitet ein in der Wand des Außenrohrstücks 1 radial gegen Federkraft verschieblicher Bolzen 21 über die Schrägfläche eines an der Wand des Innenrohrstücks 18 befestigten keilförmigen Raststücks 20, bis der Bolzen 21 hinter der Widerlagerfläche des Raststücks 20 einfällt. Der Bolzen 21 kann durch Betätigung des Handgriffs 22 gelöst werden, durch den sich der feder­ belastete Bolzen 21 aus seiner Raststellung herausziehen läßt.
Mit der Tragplatte 25 sind Führungsstücke 24 verbunden, die die seitliche Führung für die Tragachse 12, 15 bilden und deren seitliches Auslenken verhindern, so daß die Tragachse 12, 15 nur in einer vertikalen Ebene schwingen kann.
An der Tragplatte 25 und der Lagerplatte 26 befinden sich seitliche Fortsätze 25, 26, zwischen denen ein Pneumatikzylinder (Balgzylinder) 27 eingespannt ist, mit dem sich der Tellerbesen 13 in der aus den Fig. 6 und 7 ersichtlichen Weise in Richtung des Doppelpfeils B um die Tragachse 12, 15 verschwenken läßt, um den Tellerbesen den veränderten Verhältnissen beispielsweise bei Linkskurvenfahrt anpassen zu können.
Stückliste
1
Außenrohrstück
2
Halteblech
3
Tragarm
4
Buchse
5
Laufrollen
6
Führungsschienen
7
Deckplatte
8
Pneumatikzylinder
9
Kolbenstange
10
Gelenkauge
11
12
Rohrstück (Tragachse)
13
Tellerbesen
14
Antriebsmotor
15
Halteteil (Tragachse)
16
Gummifeder (Silentbuchse)
17
Lagergehäuse
18
Innenrohrstück
19
Mutter
20
Raststück (Keil für TB-Verriegelung)
21
Bolzen (Federriegel)
22
Handgriff (Federriegel)
23
konische Scheiben
24
Führungsstück
25
Tragplatte
26
Lagerplatte
27
Pneumatikzylinder (Balgzylinder)

Claims (7)

1. Aufhängung eines Tellerbesens (13) an einem Kehrfahrzeug, vorzugsweise
mit einem an den Fahrzeugrahmen um eine vertikale Achse verschwenkba­ ren, im wesentlichen horizontalen Schwenkarm (3), an dem ein Außenrohr­ stück (1) mit vertikaler Achse befestigt ist, in dem undrehbar ein Innenrohr­ stück (18) axial verschieblich geführt und durch einen Pneumatikzylinder (8) aus- und einfahrbar ist, und
mit einer an dem Fahrzeugrahmen gehalterten Tragachse oder mit einer vor­ zugsweise an dem unteren Ende des Innenrohrstücks (18) befestigten Trag­ platte (25), an der der um zwei sich kreuzende Achsen schwenkbare Teller­ besen (13) gehalten ist, der gegen Federkraft aus seiner um die beiden Ach­ sen geneigten Betriebsstellung herausdrückbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine den Tellerbesen (13) mit Antriebsmotor (14) lagernde Lagerplatte (26) an einem Ende einer Tragachse (12, 15) befestigt ist, deren anderes En­ de durch eine Gummifeder (16) an der Tragplatte (25) oder einem Halteteil befestigt ist.
2. Aufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstan­ ge (9) des Pneumatikzylinders (8) beweglich z. B. durch einen Gelenkkopf (10) mit der Tragachse (12, 15) verbunden ist.
3. Aufhängung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen seitlichen Fortsätzen der Tragplatte (25) und der Lagerplatte (26) ein Pneu­ matikzylinder (27) eingespannt, durch den der Tellerbesen (13) um seine Trag­ achse (12, 15) verdrehbar ist.
4. Aufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenbuchse der Gummifeder (16) spitzwinkelig mit der Tragplatte (25) durch ein Lagergehäuse (17) verbunden ist.
5. Aufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen der Mittellinie der Innenbuchse der entspannten Gum­ mifeder (16) und der Tragplatte (25) etwa 3 bis 8 Grad und vorzugsweise etwa 5 Grad beträgt.
6. Aufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Pneumatikzylinder (27) die den Tellerbesen (13) tragende Trag­ achse (12, 15) um etwa 4 bis 8 Grad und vorzugsweise um etwa 6 Grad ver­ drehen kann.
7. Aufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der den Tellerbesen (13) um seine Tragachse (12, 15) verdrehende zweite Pneumatikzylinder ein Balgzylinder (27) ist.
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DE102013106183B3 (de) * 2013-06-13 2014-12-04 Eberhard Brunn Vorrichtung zum Befestigen von Kehrmaschinen-Tellerbesen

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