DE19902016C1 - Springrollo - Google Patents

Springrollo

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Abstract

Es handelt sich um ein Rollo mit einer drehbar gelagerten hohlen Rollowelle und einer im Innern der Rollowelle angeordneten Vorspannwelle. Die Vorspannwelle ist mit der Rollowelle unter Zwischenschaltung einer die Vorspannwelle umschließenden Vorspannfeder verbunden. Dabei ist die Rollowelle zum Aufwickeln und Abwickeln einer Rollobahn um die Vorspannwelle drehbar. Erfindungsgemäß sind die Vorspannwelle und die Vorspannfeder von einem in die Rollowelle einziehbaren Dämpfungsschlauch umfaßt. Die Rollowelle weist einen sich nahezu über die gesamte Länge der Rollowelle erstreckenden Längsschlitz auf. An den Dämpfungsschlauch ist eine durch den Längsschlitz hindurchgreifende Befestigungsfahne angeschlossen, an der die Rollobahn befestigt ist. Das erfindungsgemäß Rollo zeichnet sich durch einfache Fertigung und Montage aus, weil nur wenig Bauteile gefertigt und montiert werden müssen.

Description

Die Erfindung betrifft ein Springrollo mit einer drehbar gelagerten hohlen Rollowelle und einer im Innern der Rollowelle angeordneten Vorspannwelle, die mit der Rollowelle unter Zwischenschaltung einer die Vorspannwelle umschließenden Vorspannfeder verbunden ist, wobei die Rollowelle zum Auf- und Abwickeln einer Rollobahn um die Vorspannwelle drehbar ist.
Bei einem bekannten Springrollo der eingangs beschriebenen Ausführungsform ist die Vorspannfeder als Schraubenfeder ausgebildet, die auf die Vorspannwelle aufgeschoben wird. Die Vorspannfeder ist an einem Ende mit der Vorspannwelle und am anderen Ende mit der Rollowelle fest verbunden. Im Zuge des Abwickelns der auf der Rollowelle aufgewickelten Rollobahn wird die Vorspannfeder durch Drehung der Rollowelle relativ zur Vorspannwelle gespannt. Das Aufwickeln geschieht gleichsam automatisch durch Entlastung der vorgespannten Feder (vgl. GB-PS 927 567). Da bei den aus der Praxis bekannten Springrollos sowohl die Rollowelle als auch die Vorspannwelle und die Vorspannfeder regelmäßig aus Metall gefertigt sind, kommt es beim Auf- und Abwickeln der Rollobahn zu einer verhältnismäßig großen Geräuschentwicklung, insbesondere weil die Vorspannfeder im Zuge des Verdrillens Wellen bilden kann, die gegen die Vorspannwelle und die Rollowelle schlagen. Deshalb werden bei den bekannten Rollos regelmäßig Schutzschläuche oder dergleichen zwischen Vorspannwelle und Vorspannfeder eingezogen. Da sich die Vorspannwelle und die Vorspannfeder regelmäßig nicht über die gesamte Länge der Rollowelle erstrecken, ist zum Zentrieren der Vorspannwelle innerhalb der Rollowelle eine Zentrierscheibe oder dergleichen auf der Vorspannwelle befestigt. Zur Befestigung der Rollobahn an der Rollowelle ist bei Rollowellen mit einem großen Durchmesser in der Regel parallel zur Rolloachse eine Führungsnut eingebracht, in die ein Keder mit Kederfahne eingeführt werden kann. An der Kederfahne ist die Rollobahn befestigt, z. B. verklebt, vernäht oder verschweißt. Da sich eine solche Nut bei Rollowellen mit kleinem Durchmesser nicht einbringen läßt, wird in diesem Fall die Rollobahn unmittelbar an der Rollowelle befestigt. Insgesamt ist bei derartigen Rollos der Aufwand in fertigungstechnischer und montagetechnischer Hinsicht erheblich.
Außerdem kennt man ein Springrollo mit einer drehbar gelagerten hohlen Rollowelle und einer in Innern der Rollowelle angeordneten Vorspannfeder, deren Federwindungen zur Geräuschdämpfung in allen Torsionszuständen voneinander beabstandet bleiben. Dabei ist die Vorspannfeder von einem in die Rollowelle einziehbaren, schalldämpfenden Kunststoffschlauch umhüllt (vgl. DE 196 40 846 A1).
Schließlich ist eine Vorrichtung zum Aufwickeln einer Markise bekannt, welche unter Bildung einer Schlaufe an ihrem einen Ende ein Aufwickelrohr umfaßt. Auf das Aufwickelrohr wird ein druckübertragendes Rohr mit einem Längsschlitz aufgeschoben, wobei die Markise durch den Längsschlitz hindurchgreift (vgl. DE 195 30 310 A1).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Springrollo der eingangs beschriebenen Ausführungsform zu schaffen, das einfach und kostengünstig herzustellen und zu montieren ist und sich im Rahmen der Erfindung zugleich durch niedrige Geräuschentwicklung bei der Betätigung auszeichnet.
Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß die Vor­ spannwelle und die Vorspannfeder von einem in die Rollo­ welle einziehbaren Dämpfungsschlauch umfaßt sind, daß die Rollowelle einen sich nahezu über die gesamte Länge der Rollowelle erstreckenden Längsschlitz aufweist und daß an den Dämpfungsschlauch eine durch den Längsschlitz hindurch­ greifende Befestigungsfahne angeschlossen ist, an der die Rollobahn befestigt ist. - Der Dämpfungsschlauch mit der daran angeschlossenen Befestigungsfahne erfüllt im Rahmen der Erfindung gleichsam doppelte Funktion. Denn zum einen wird die Geräuschentwicklung im Zuge des Auf- und Abwickelns der Rollobahn reduziert, zum anderen läßt sich das erfindungsgemäße Rollo einfach montieren, weil der Dämpfungsschlauch gemeinsam mit der Befestigungsfahne und der daran befestigten Rollobahn in einem Arbeitsschritt in die Rollowelle eingebracht werden kann. Dieses ist deshalb möglich, weil der Dämpfungsschlauch nicht mehr zwischen Vorspannfeder und Vorspannwelle, sondern zwischen Vorspann­ feder und Rollowelle angeordnet ist, und weil die Rollowelle einen sich nahezu über die gesamte Länge der Rollowelle erstreckenden Längsschlitz aufweist. Auch eine Zentrierscheibe ist nicht mehr erforderlich, weil deren Funktion ebenfalls von dem Dämpfungsschlauch übernommen wird. Darüber hinaus läßt sich die vorgeschlagene Lösung auch bei Rollowellen mit kleinem Durchmesser realisieren, so daß ein Verkleben der Rollobahn mit der Rollowelle nicht länger notwendig ist. Denn der Längsschlitz läßt sich, anders als die Führungsnut der bekannten Rollowellen, auf einfache Weise auch bei Rollowellen mit kleinem Durchmesser realisieren. Folglich lassen sich auch bei Rollowellen mit kleinem Durchmesser die Rollobahnen von der Rollowelle auf einfache Weise trennen und wieder befestigen. Im Ergebnis zeichnet sich das erfindungsgemäße Rollo sowohl durch die einfache Fertigung als auch durch die einfache Montage aus, weil nur wenig Bauteile gefertigt und montiert werden müssen. Da es sich bei den Rollos um Massenartikel handelt, die insbesondere in Fahrzeugen, z. B. Kraftfahrzeugen und Eisenbahnwagen verwendet werden, fallen erheblich geringere Fertigungs- und Montagekosten an.
Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind im folgenden aufgeführt. So ist vorgesehen, daß der Dämpfungsschlauch als offener Dämpfungsschlauch mit einem sich über die gesamte Länge des Dämpfungsschlauches erstreckenden Öffnungsschlitz ausgebildet ist. Auf diese Weise läßt sich der Dämpfungsschlauch besonders einfach in die Rollowelle einziehen. Auch das Einziehen der Vorspannwelle mit der Vorspannfeder in die Rollowelle bei bereits eingezogenem Dämpfungsschlauch ist problemlos möglich. In zweckmäßiger Weise ist der Öffnungsschlitz in dem der Befestigungsfahne gegenüberliegenden Bereich des Dämpfungsschlauches angeord­ net. Der Dämpfungsschlauch und die Befestigungsfahne sind aus Kunststoff, z. B. im Wege der Kunststoffextrusion, ein­ teilig gefertigt. Nach bevorzugter Ausführungsform sind der Dämpfungsschlauch und die Befestigungsfahne aus unter­ schiedlichen Kunststoffen, z. B. im Wege der Kunststoff- Koextrusion, einteilig gefertigt. So besteht die Befesti­ gungsfahne zweckmäßigerweise aus Hart-PVC, während der Dämpfungsschlauch selbst aus Weich-PVC gefertigt ist.
Bei den bekannten Rollos ist zumindest auf einer Stirnseite der Rollowelle eine Lagerbuchse drehfest aufgesteckt, welche auf der Vorspannwelle drehbar gelagert ist. Erfin­ dungsgemäß ist vorgesehen, daß die Vorspannfeder einen ersten Federausleger aufweist, der in eine Federausnehmung der Lagerbuchse greift. Bei dieser Federausnehmung kann es sich z. B. um eine Bohrung handeln, in die der Federausleger gesteckt wird. Ferner ist vorgesehen, daß die Vorspannfeder an ihren dem ersten Federausleger abgewandten Ende einen zweiten Federausleger aufweist, der in eine stirnseitig an der Vorspannwelle angeordnete Federausnehmung greift. In zweckmäßiger Weise handelt es sich bei der Federausnehmung der Vorspannwelle um eine radiale Nut. Der zweite Federaus­ leger wird von dem entsprechend gekröpften Ende der Vor­ spannfeder gebildet. Die Vorspannfeder läßt sich auf diese Weise besonders einfach mit der Vorspannwelle wie auch mit der Rollowelle verbinden und wieder lösen. Dieses ist nicht nur im Zuge der Montage, sondern ebenfalls im Zuge der Demontage, z. B. bei eventuellen Reparaturen, vorteilhaft.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung, dem selbstän­ dige Bedeutung zukommt, ist vorgesehen, daß die Vorspann­ feder mit einer in axialer Richtung wirkenden Vorspannung in die Rollowelle eingesetzt ist. Die Vorspannwelle weist einen radial vorstehenden Arretierungszapfen auf, der im Anlieferungszustand des Rollos durch die vorgespannte Vorspannfeder in eine Arretierungsausnehmung der Lager­ buchse eingedrückt ist. Die mit einem Vorspannwellen- Lagerzapfen über das zugeordnete Wellenende der Rollowelle vorkragende Vorspannwelle ist im Einbauzustand des Rollos um einen den Arretierungszapfen aus der Arretierungsausneh­ mung herausdrückendes Maß in die Rollowelle zurückgedrückt. Dabei ist der vorkragende Vorspannwellen-Lagerzapfen im Einbauzustand drehfest in einer entsprechenden Aufnahme, z. B. in einem Eisenbahnwagen, eingesetzt. Durch die vorge­ spannte Vorspannfeder wird die Möglichkeit der Wellen­ bildung der Vorspannfeder im Zuge des Auf- und Abwickelns der Rollobahn weiter verringert. Außerdem wird das Einsetzen der Rollowelle in entsprechende Aufnahmen des Fahrzeugs erheblich vereinfacht. Denn der vorkragende Vor­ spannwellen-Lagerzapfen der Vorspannwelle läßt sich gegen die Wirkung der Vorspannfeder im Zuge des Einsetzens des Rollos in die Rollowelle eindrücken. Auf diese Weise wird die Gesamtlänge des Rollos verringert und das Rollo läßt sich problemlos in die entsprechenden Aufnahmen einsetzen.
Befindet es sich in der Einbauposition, so wird der Lager­ zapfen der Vorspannwelle durch die Wirkung der Vorspann­ feder wieder zurückgedrückt, so daß er in die entsprechende Aufnahme greift. Durch das Zusammenwirken von Arretierungs­ zapfen und Arretierungsausnehmung wird im Anlieferungs­ zustand verhindert, daß sich die Rollobahn von der Rollo­ welle abwickelt, da eine Relativbewegung zwischen Vorspannwelle und Rollowelle nicht möglich ist. Erst im Einbauzustand wird der Arretierungszapfen aus der Arretie­ rungsausnehmung herausgedrückt und die Rollowelle freigege­ ben. Ferner ist vorgesehen, daß die Rollowelle an ihrem dem Vorspannwellen-Lagerzapfen der Vorspannwelle gegenüberlie­ genden Wellenende unmittelbar oder unter Zwischenschaltung eines in die Rollowelle eingesetzten Rollowellen- Lagerzapfens in einer Lagerausnehmung oder -buchse drehbar gelagert ist. Dieser Rollowellen-Lagerzapfen ist folglich drehfest mit der Rollowelle verbunden und drehbar in der Lagerausnehmung oder -buchse gelagert. Ist kein Rollowellen-Lagerzapfen vorgesehen, so läßt sich die Rollowelle direkt in eine entsprechende Lagerausnehmung oder -buchse einsetzen und innerhalb dieser Lagerausnehmung oder -buchse drehen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläu­ tert. Es zeigen in schematischer Darstellung
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Rollo im Einbauzustand,
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Gegenstand nach Fig. 1,
Fig. 3 die Vorspannfeder eines erfindungsgemäßen Rollos,
Fig. 4 den Gegenstand nach Fig. 3 aus Richtung des Pfeils A,
Fig. 5 den Gegenstand nach Fig. 3 aus Richtung des Pfeils B,
Fig. 6 den Gegenstand nach Fig. 3 aus Richtung des Pfeils C,
Fig. 7 ausschnittsweise den Gegenstand nach Fig. 1 ohne Rollobahn und Dämpfungsschlauch, und
Fig. 8 den Gegenstand nach Fig. 7 im Anlieferungs­ zustand.
Die Figuren zeigen ein Rollo 1 mit einer drehbar gelagerten hohlen Rollowelle 2 und einer im Innern der Rollowelle 2 angeordneten Vorspannwelle 3. Die Vorspannwelle 3 ist mit der Rollowelle 2 unter Zwischenschaltung einer, die Vor­ spannwelle 3 umschließenden Vorspannfeder 4 verbunden. Die Rollowelle 2 ist zum Auf- und Abwickeln einer Rollobahn 5 um die Vorspannwelle 3 drehbar gelagert. Die Vorspannwelle 3 und die Vorspannfeder 4 sind von einem in die Rollowelle 2 einziehbaren Dämpfungsschlauch 6 umfaßt und die Rollo­ welle 2 weist einen sich nahezu über die gesamte Länge der Rollowelle 2 erstreckenden Längsschlitz 7 auf. An den Dämpfungsschlauch 6 ist eine durch den Längsschlitz 7 hindurchgreifende Befestigungsfahne 8 angeschlossen. An dieser Befestigungsfahne 8 ist die Rollobahn 5 befestigt.
Dieses ist insbesondere bei einer vergleichenden Betrach­ tung der Fig. 1 und. 2 erkennbar. Dabei ist der Dämpfungsschlauch 6 als offener Dämpfungsschlauch mit einem sich über die gesamte Länge des Dämpfungsschlauches 6 erstreckenden Öffnungsschlitz 9 ausgebildet. Der Öffnungs­ schlitz 9 ist im Ausführungsbeispiel in dem der Befesti­ gungsfahne 8 gegenüberliegenden Bereich des Dämpfungsschlauches 6 angeordnet. Der Dämpfungsschlauch 6 und die Befestigungsfahne 8 sind aus unterschiedlichen Kunststoffen im Wege der Kunststoff-Koextrusion einteilig gefertigt. Im Ausführungsbeispiel ist der Dämpfungsschlauch 6 aus Weich-PVC gefertigt, während die Befestigungsfahne 8 aus Hart-PVC besteht. In die der Vorspannwelle 3 zugeordne­ ten Stirnseite der Rollowelle 2 ist eine Lagerbuchse 10 drehfest eingesetzt. Diese Lagerbuchse 10 ist auf der Vorspannwelle 3 drehbar gelagert. Folglich läßt sich die Rollowelle 2 mit der Lagerbuchse 10 um die Vorspannwelle 3 drehen und auf diese Weise die Rollobahn 5 auf- und abwickeln. Die Vorspannfeder 4 weist an ihrem einen Ende einen ersten Federausleger 11 auf, der in eine Federausneh­ mung 12 der Lagerbuchse 10 greift. Dazu wird auf die Fig. 3 bis 5 verwiesen. Die Federausnehmung 12 ist als Bohrung ausgebildet und in den Figuren lediglich angedeu­ tet. Fig. 6 zeigt, daß die Vorspannfeder 4 an ihrem dem ersten Federausleger 11 abgewandten Ende einen zweiten Federausleger 13 aufweist, der in eine stirnseitig an der Vorspannwelle 3 angeordnete Federausnehmung 14 greift. Bei dieser Federausnehmung 14 der Vorspannwelle 3 handelt es sich um eine radiale Nut 14. Der zweite Federausleger 13 wird dabei von dem entsprechend gekröpften Ende der Vorspannfeder 4 gebildet.
Die Vorspannfeder 4 ist mit einer in axialer Richtung wirkenden Vorspannung in die Rollowelle 2 eingesetzt. Die Vorspannwelle 3 weist einen radial vorstehenden Arretie­ rungszapfen 15 auf, der im Anlieferungszustand des Rollos 1 durch die vorgespannte Vorspannfeder 4 in eine Arretie­ rungsausnehmung 16 der Lagerbuchse 10 eingedrückt ist. Dieser Anlieferungszustand ist in Fig. 8 dargestellt. Durch das Ineinandergreifen von Arretierungszapfen 15 und Arretierungsausnehmung 16 wird verhindert, daß die Rollo­ welle 2 im Anlieferungszustand eine Drehbewegung um die Vorspannwelle 3 ausführt und sich die Rollobahn 5 unbeab­ sichtigt abwickelt. Ferner ist in Fig. 7 erkennbar, daß die Vorspannwelle 3 mit einem Vorspannwellen-Lagerzapfen 17 über das zugeordnete Wellenende der Rollowelle 2 vorkragt. Dieser Vorspannwellen-Lagerzapfen 17 bzw. die vorkragende Vorspannwelle 3 werden im Einbauzustand des Rollos 1 um ein den Arretierungszapfen 15 aus der Arretierungsausnehmung 16 herausdrückendes Maß in die Rollowelle 2 zurückgedrückt. Dieser Einbauzustand ist in Fig. 7 dargestellt. Dabei greift der Arretierungszapfen 15 nicht länger in die Arretierungsausnehmung 16 der Lagerbuchse 10. Folglich läßt sich die Rollowelle 2 im Einbauzustand um die Vorspannwelle 3 drehen, ohne daß die Drehbewegung durch das Ineinander­ greifen von Arretierungszapfen 15 und Arretierungsausneh­ mung 16 behindert wird. Ferner ist bei einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 7 und 8 erkennbar, daß der Vorspann­ wellen-Lagerzapfen 17 durch die vorgespannte Vorspannfeder 4 in eine Lagerausnehmung 18 gedrückt wird, die sich ober­ halb eines Fensters eines Eisenbahnwagens befindet. Dabei greift der Vorspannwellen-Lagerzapfen 17 drehfest in die Lagerausnehmung 18 ein, so daß sich die Vorspannwelle 3 beim Auf- oder Abwickeln der Rollobahn 5 nicht mit der Rollowelle 2 dreht.
Im rechten Bereich der Fig. 1 ist erkennbar, daß die Rollo­ welle 2 an ihrem dem Vorspannwellen-Lagerzapfen 17 gegen­ überliegenden Wellenende unter Zwischenschaltung eines in die Rollowelle 2 eingesetzten Rollowellen-Lagerzapfens 19 in einer Lagerausnehmung 20 drehbar gelagert ist. Der Rollowellen-Lagerzapfen 19 ist drehfest mit der Rollowelle 2 verbunden, so daß sich die Rollowelle 2 mit dem Rollo­ wellen-Lagerzapfen 19 in der Lagerausnehmung 20 zum Auf- oder Abwickeln der Rollobahn 5 dreht. Im Gegensatz dazu ist der Vorspannwellen-Lagerzapfen 17 der Vorspannwelle 3, der im linken Bereich der Fig. 1 dargestellt ist, drehfest in der entsprechenden Lagerausnehmung 18 befestigt und die Rollowelle 2 dreht sich mit der Lagerbuchse 10 um die Vorspannwelle 3 und den Vorspannwellen-Lagerzapfen 17. Im übrigen ist in Fig. 1 angedeutet, daß sich die Vorspann­ welle 3 und die Vorspannfeder 4 nicht über den gesamten Bereich der Rollowelle 2 erstrecken, sondern lediglich über eine Länge von etwa 2/3 der Länge der Rollowelle 2.

Claims (9)

1. Springrollo (1) mit einer drehbar gelagerten hohlen Rollowelle (2) und einer im Innern der Rollowelle (2) angeordneten Vorspannwelle (3), die mit der Rollowelle (2) unter Zwischenschaltung einer die Vorspannwelle (3) umschließenden Vorspannfeder (4) verbunden ist, wobei die Rollowelle (2) zum Auf- und Abwickeln einer Rollobahn (5) um die Vorspannwelle (3) drehbar ist, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Vorspannwelle (3) und die Vorspannfeder (4) von einem in die Rollowelle (2) einziehbaren Dämpfungsschlauch (6) umfaßt sind, daß die Rollowelle (2) einen sich nahezu über die gesamte Länge der Rollowelle (2) erstreckenden Längsschlitz (7) aufweist, und daß an den Dämpfungsschlauch (6) eine durch den Längsschlitz (7) hindurchgreifende Befestigungsfahne (8) angeschlossen ist, an der die Rollo­ bahn (5) befestigt ist.
2. Springrollo (1) nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Dämpfungsschlauch (6) als offener Dämpfungsschlauch mit einem sich über die gesamte Länge des Dämpfungsschlauches (6) erstreckenden Öffnungsschlitz (9) ausgebildet ist.
3. Springrollo (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich­ net, daß der Öffnungsschlitz (9) in dem der Befestigungs­ fahne (8) gegenüberliegenden Bereich des Dämpfungs­ schlauches (6) angeordnet ist.
4. Springrollo (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpfungsschlauch (6) und die Befestigungsfahne (8) aus Kunststoff, vorzugsweise im Wege der Kunststoffextrusion, einteilig gefertigt sind.
5. Springrollo (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpfungsschlauch (6) und die Befestigungsfahne (8) aus unterschiedlichen Kunst­ stoffen, vorzugsweise im Wege der Kunststoff-Koextrusion, einteilig gefertigt sind.
6. Springrollo (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei zumindest in eine Stirnseite der Rollowelle (2) eine Lager­ buchse (10) drehfest eingesetzt ist, welche auf der Vorspannwelle (3) drehbar gelagert ist, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Vorspannfeder (4) einen ersten Feder­ ausleger (11) aufweist, der in eine Federausnehmung (12) der Lagerbuchse (10) greift.
7. Springrollo (1) nach Anspruch 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Vorspannfeder (4) an ihrem dem ersten Federausleger (11) abgewandten Ende einen zweiten Federaus­ leger (13) aufweist, der in eine stirnseitig an der Vorspannwelle (3) angeordnete Federausnehmung (14) greift.
8. Springrollo (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Vorspannfeder (4) mit einer in axialer Richtung wirkenden Vorspannung in die Rollowelle (2) eingesetzt ist, daß die Vorspannwelle (3) einen radial vorstehenden Arretierungszapfen (15) aufweist, der im Anlieferungszustand des Rollos (1) durch die vorgespannte Vorspannfeder (4) in eine Arretierungsausnehmung (16) der Lagerbuchse (10) eingedrückt ist, und daß die mit einem Vorspannwellen-Lagerzapfen (17) über das zugeordnete Wellenende der Rollowelle (2) vorkragende Vorspannwelle (3) im Einbauzustand des Rollos (1) um ein den Arretierungs­ zapfen (15) aus der Arretierungsausnehmung (16) heraus­ drückendes Maß in die Rollowelle (2) zurückgedrückt ist.
9. Springrollo (1) nach Anspruch 8, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Rollowelle (2) an ihren dem Vorspannwellen-Lagerzapfen (17) der Vorspannwelle (3) gegenüberliegenden Wellenende unmittelbar oder unter Zwischenschaltung eines in die Rollowelle (2) eingesetzten Rollowellen-Lagerzapfens (19) in einer Lagerausnehmung oder -buchse (20) drehbar gelagert ist.
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