DE19903113A1 - Vorrichtung zum Verdichten eines verstreckten Faserverbandes - Google Patents

Vorrichtung zum Verdichten eines verstreckten Faserverbandes

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Abstract

Dem Ausgangswalzenpaar eines Streckwerks einer Spinnmaschine folgt eine Verdichtungszone, in der ein verstreckter Faserverband verdichtet wird. Die Verdichtungszone enthält eine mit einem Saugschlitz versehene Gleitfläche, die als Führung für ein umlaufendes luftdurchlässiges Transportband dient. Das Transportband transportiert den Faserverband über den Saugschlitz bis zu einer Klemmwalze, die den Faserverband und das Transportband gegen die Gleitfläche drückt. Auf Grund der Perforation des Transportbandes besteht die Gefahr, dass sich Faserflug oder sonstige Verunreinigungen zwischen der Gleitfläche und der ihr zugeordneten Auflageflächen des Transportbandes festsetzen. Aus diesem Grund ist vorgesehen, dass die Gleitfläche wenigstens eine scharfe Kante aufweist, die sich quer zur Transportrichtung erstreckt und die die Auflagefläche abschabt. Vorzugsweise liegt die scharfe Kante in dem den Saugschlitz abdeckenden Bereich der Auflagefläche.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verdichten eines verstreckten Faserverbandes, mit einer eine stationäre Gleitfläche enthaltenden Saugeinrichtung, mit einem in der Gleitfläche befindlichen, sich im Wesentlichen in Transportrichtung erstreckenden Saugschlitz sowie mit einem umlaufenden, mit einer Auflagefläche über die Gleitfläche gleitenden, den Saugschlitz abdeckenden und den Faserverband über den Saugschlitz führenden luftdurchlässigen Transportband.
Eine Vorrichtung dieser Art ist beispielsweise durch die DE 197 41 441 C1 Stand der Technik. Bei dieser Vorrichtung soll der Saugschlitz in nicht näher beschriebener Weise als sogenannte NACA-Düse ausgebildet sein. Dadurch soll infolge der bei Luftdurchsatz entstehenden Turbulenzen an den nicht vermeidbaren Kanten ein Selbstreinigungseffekt erzielt werden.
Die genannte Druckschrift geht nicht auf die Gefahr ein, dass sich zwischen der stationären Gleitfläche und der bewegten Auflagefläche des Transportriemens Faserflug und Schmutz ansetzen können. Die Verschmutzung kommt beispielsweise dadurch zustande, dass einzelne Fasern des zu verdichtenden Faserverbandes, insbesondere die kürzeren Fasern, mit ihrem vorderen Ende im Bereich des Saugschlitzes durch die Perforation des Transport­ bandes hindurch nach innen gelangen. Diese Fasern ragen dann teilweise in den Saugschlitz hinein, und zwar so lange, bis der Saugschlitz passiert ist. Im günstigsten Fall kann am Ende des Saugschlitzes die betreffende Faser abgeschnitten und das abgeschnittene Ende abgesaugt werden. Im ungünstigen Fall jedoch wird das Faserende lediglich umgeschlagen, so dass es nicht abgesaugt wird, sondern mit dem Transportband weiter­ transportiert wird und dabei teilweise zwischen der Auflagefläche und der Gleitfläche liegt. Zu irgendeinem Zeitpunkt kann dann diese Faser reißen und sich staubförmig irgendwo an der Auflagefläche oder der Gleitfläche festsetzen, insbesondere bei honigtauhaltigen klebrigen Fasern. Dies führt mit der Zeit dazu, dass die Verdichtungswirkung von Spinnstelle zu Spinnstelle unterschiedlich wird, so dass an den Klemmstellen unterschiedlich verdichtete Faserverbände abgeliefert werden.
Das Verdichten eines verstreckten Faserverbandes, und zwar in einem Bereich, wohin die Spinndrehung noch nicht zurückreicht, dient dem Zweck, den Faserverband in seinem Querschnitt zu bündeln und insgesamt weniger haarig zu machen. Es entsteht dann nach dem Erteilen der Spinndrehung ein glatteres Garn mit höherer Festigkeit. Wenn aber nur an einer Spinnstelle auf Grund einer beeinträchtigten Verdichtungszone die erwünschte Verdichtung nicht eintritt, dann entsteht im späteren Gewebe ein sogenannter Moiré-Effekt, der die Ware zum Ausschuss macht. Es muss daher sichergestellt werden, dass die Verdichtungswirkung an den einzelnen Verdichtungszonen der Spinnstellen stets erhalten bleibt.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zu Grunde, sicherzustellen, dass sich die Perforation des Transportbandes nicht zusetzen kann und dass im Bereich zwischen der Auflagefläche und der stationären Gleitfläche sich keine Ablagerungen bilden können.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Gleitfläche mit wenigstens einer sich quer zur Transportrichtung erstreckenden, die Auflagefläche wenigstens in ihrem den Saugschlitz abdeckenden Bereich abschabenden scharfen Kante versehen ist.
Mittels der scharfen Kante werden Fasern, deren umgeschlagenes Ende in den Saugschlitz hineinragt, abgetrennt, so dass sie abgesaugt werden können. Das Prinzip besteht also darin, dass an einer ganz bestimmten Stelle, insbesondere am Ende des Saugschlitzes, die Auflagefläche des Transportbandes von unten her abgeschabt wird. Eine derartige Kante kann grundsätzlich an jeder beliebigen Stelle der Auflagefläche des Transportbandes angreifen, jedoch ist es zweckmäßig, das Ende des Saugschlitzes als diese Kante auszubilden, da an dieser Stelle die genannten Probleme am größten sind. Durch eine den Saugschlitz begrenzende Kante kann ein in den Saugschlitz hineinragendes Faserstück abrasiert und anschließend abgesaugt werden. Die gekürzte, am Transportband verbleibende Faser findet dann wieder zum Faserverband zurück und wird mit diesem nach Verlassen der Klemmstelle weiter abgeführt.
Der Saugschlitz kann vorteilhaft als allseits geschlossenes Fenster mit umlaufender Kante ausgebildet sein. Die schneiden­ artige Kante umhüllt somit das gesamte Fenster und bearbeitet wie ein Rasierapparat die Auflagefläche des Transportbandes von unten. Es kann dann nicht vorkommen, dass an dieser Stelle eine Faser nicht abgeschnitten wird und eventuell noch weiter durch die Perforation hindurchgezogen wird, was die Sache verschlimmern würde.
Alternativ oder zusätzlich kann eine Kante im Abstand vom Saugschlitz an einer gesonderten Saugöffnung angebracht werden und sich vorzugsweise über die gesamte Breite des Transportbandes erstrecken. In diesem Fall wird die Auflagefläche nicht nur in ihrem den Saugschlitz abdeckenden Bereich abgeschabt, sondern über die gesamte Arbeitsbreite sauber gehalten. Die Wirkung lässt sich verbessern, wenn dabei die Kante zur Transportrichtung schräg verläuft, weil dadurch die Schneidwirkung erhöht wird. Die gesonderte Absaugung sorgt dafür, dass abgeschnittene Faserenden sofort abgeführt werden. Der Absaugeffekt kann erhöht werden, wenn die Auflagefläche im Bereich der gesonderten Saugöffnung unterstützungsfrei ist, wenn also die Auflagefläche des Transportbandes an dieser Stelle nicht an der Gleitfläche aufliegt. Wenn der Saugöffnung auf der der Auflagefläche abgewandten Seite des Transportbandes zusätzlich eine Saugdüse zugeordnet wird, kann das perforierte Transportband im Bereich der Kante von beiden Seiten abgesaugt werden.
Selbstverständlich muss darauf geachtet werden, dass die scharfe Kante auf Grund seiner Materialbeschaffenheit genügend hart ist, damit sie nicht verschleißt. Wenn das Material, wegen der geforderten Gleiteigenschaften der stationären Gleitfläche, dieser Vorstellung nicht entspricht, ist es zweckmäßig, mit einer geeigneten Beschichtung zu arbeiten. Wenn der durch die Beschichtung gebildete Überzug sehr dünn ist, wird die Schärfe der Kante praktisch nicht beeinträchtigt.
Anstelle einer Beschichtung kann vorgesehen sein, dass die Gleitfläche mit einem elastischen strumpfartigen Überzug versehen ist, der mit wenigstens einer Aussparung zum Bilden der wenigstens einen Kante versehen ist. Ein solcher strumpfartiger Überzug muss aus genügend festem, jedoch dünnem Material bestehen. Die Aussparung befindet sich dabei zweckmäßig im Bereich des Saugschlitzes, der hier wieder als Fenster ausgebildet ist. Der Umfang der Aussparung ist dabei vorteilhaft etwas kleiner als der Umfang des Saugschlitzes, so dass der Saugschlitz allseits von einer scharfen Kante begrenzt ist.
Alternativ kann die Gleitfläche von einer dünnen Metallfolie umhüllt sein, die mit wenigstens einer Aussparung zum Bilden der wenigstens einen Kante versehen ist. Diese Metallfolie kann aufgeklebt oder aufgeklipst sein. Sie sollte eine Stärke von nicht mehr als 0,2 bis 0,5 mm haben, so dass die Kante entsprechend scharf ist. Die Aussparung wird wieder so gewählt, dass sie auf dem Saugschlitz liegt, diesen jedoch rundum fensterartig etwas verkleinert. Insbesondere das Ende des Saugschlitzes soll durch die Metallfolie etwas verkleinert werden, weil an dieser Stelle die scharfe Kante besonders wirksam ist.
Die Metallfolie kann offene Stoßstellen aufweisen, die sich im Bereich einer Eindellung der Gleitfläche befinden. Die Metallfolie kann dann als offenes Blechband hergestellt werden, welches dem Umfang der stationären Gleitfläche entspricht. An der Eindellung hebt dann die Metallfolie von der Auflagefläche etwas ab, so dass das Transportband an dieser Stelle keiner nennenswerten Reibung unterworfen ist. An einer solchen Eindellung sind die Stoßstellen der Metallfolie unschädlich.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele.
Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht auf den Bereich einer Verdichtungszone,
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1 auf die Verdichtungszone,
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung die Verdichtungszone der Fig. 1,
Fig. 4 in stark vergrößerter Darstellung den Bereich des Saugschlitzes der Fig. 3,
Fig. 5 eine Ansicht ähnlich Fig. 3 mit einer stationären Gleitfläche, welche mit einem strumpfartigen Überzug versehen ist,
Fig. 6 eine Ansicht ähnlich Fig. 3 und 5 mit einer stationären Gleitfläche, die von einer Metallfolie umhüllt ist,
Fig. 7 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles VII auf die Verdichtungszone der Fig. 6,
Fig. 8 eine Ansicht ähnlich Fig. 3 auf eine stationäre Gleitfläche, die im Abstand vom Saugschlitz mit einer zusätzlichen Kante versehen ist,
Fig. 9 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IX auf die zusätzliche Kante der Fig. 8.
Vom Streckwerk 1 einer Spinnstelle einer Ringspinnmaschine sind in Fig. 1 lediglich das Ausgangswalzenpaar 2 und das voran­ gehende Riemchenwalzenpaar 3 dargestellt. Das Ausgangswalzenpaar 2 enthält einen angetriebenen Unterzylinder 4, der sich über mehrere Spinnstellen erstreckt, sowie eine jeder Spinnstelle zugeordnete Druckwalze 5. In ähnlicher Weise enthält das Riemchenwalzenpaar 3 einen angetriebenen Unterzylinder 6 sowie pro Spinnstelle eine Druckwalze 7. Ferner erkennt man ein Unterriemchen 8 und ein Oberriemchen 9.
Im Streckwerk 1 wird ein Faserband oder Vorgarn 10 in bekannter Weise in Transportrichtung A transportiert und dabei bis zur gewünschten Feinheit verzogen. Im Anschluss an das Ausgangswalzenpaar 2 liegt dann ein verstreckter, aber noch spinndrehungsfreier Faserverband 11 vor, siehe auch Fig. 2.
Dem Streckwerk 1 folgt eine Verdichtungszone 12, der eine Vorrichtung 13 zum Verdichten des Faserverbandes 11 zugeordnet ist. Wie aus Fig. 2 hervorgeht, enthält die Vorrichtung 13 ein Hohlprofil 14, welches sich über mehrere Spinnstellen 15, 16 . . . erstreckt. Die Außenkontur des Hohlprofils 14 ist eine stationäre Gleitfläche 17, welcher pro Spinnstelle 15, 16 jeweils ein Transportband 18 zugeordnet ist.
Das der Verdichtungszone 12 zugehörige Transportband 18 ist luftdurchlässig ausgebildet und besteht vorzugsweise aus einem engmaschigen Gewebe aus Polyamid-Fäden. Das Transportband 18 transportiert den zu verdichtenden Faserverband 11 durch die Verdichtungszone 12 hindurch und über einen Saugschlitz 19 der Gleitfläche 17. Der Saugschlitz 19 ist etwas breiter als der fertig verdichtete Faserverband 11 und ist in Transportrichtung A leicht schräg angeordnet, so dass der Faserverband 11 beim Verdichten einen leichten Falschdrall erhält. Der Saugschlitz 19 erstreckt sich bis zu einer Klemmstelle 20, die zwischen einer Klemmwalze 21 und der Gleitfläche 17 des Hohlprofils 14 gebildet wird und die die Verdichtungszone 12 auslaufseitig begrenzt. Die Klemmwalze 21 drückt den Faserverband 11 und das Transportband 18 gegen die Gleitfläche 17.
Nach der Klemmstelle 20 liegt ein Faden 22 vor, in welchen die Spinndrehung eingebracht wird. Die Klemmwalze 21 dient als Drallsperre für die Spinndrehung, so dass der Faserverband 11 in der Verdichtungszone 12 spinndrehungsfrei ist. Nach der Klemmstelle 20 wird der Faden 22 in Lieferrichtung B einer nicht dargestellten Ringspindel zugeführt.
Das Hohlprofil 14 enthält pro Maschinensektion eine Öffnung 23, die über ein Saugrohr 24 mit einer nicht dargestellten Unterdruckquelle verbunden und somit Bestandteil einer Saugeinrichtung 25 ist. Dadurch wirkt durch das perforierte Transportband 18 hindurch ein Saugzug auf den zu verdichtenden Faserverband 11.
Die Klemmwalze 21 ist an einen Antrieb angeschlossen, der über eine nur strichpunktiert angedeutete Übertragungswalze 26 von der Druckwalze 5 des Ausgangswalzenpaares 2 abgeleitet wird. Die Umfangsgeschwindigkeit der Klemmwalze 21 ist dabei geringfügig größer als die Umfangsgeschwindigkeit des Ausgangswalzenpaares 2.
Das Transportband 18 ist auf seiner dem Faserverband 11 abgewandten Seite mit einer Auflagefläche 27 versehen, welche auf der stationären Gleitfläche 17 gleitet. Dabei besteht die Gefahr, dass sich zwischen der Auflagefläche 27 und der Gleitfläche 17 Faserflug und Schmutz ansetzen. Es können nämlich die vorderen Enden einzelner Fasern, insbesondere der kürzeren Fasern, durch die Perforation des Transportbandes 18 hindurch in den Saugschlitz 19 nach innen hineinragen. Werden derartige Fasern am Ende des Saugschlitzes 19 umgeschlagen, dann gelangen sie in den Bereich zwischen der Auflagefläche 27 des Transportbandes 18 und der stationären Gleitfläche 17. Dies führt mit der Zeit zur Beeinträchtigung der Verdichtungswirkung der betreffenden Verdichtungszone 12.
Zur Abhilfe dieses nachteiligen Umstandes ist der Saugschlitz 19 an seinem Ende mit einer scharfen Kante 28 begrenzt. Die Kante 28 erstreckt sich quer zur Transportrichtung A und ist in der Lage, durch die Perforation des Transportbandes 18 in den Saugschlitz 19 hineinragende Faserenden abzutrennen, so dass diese über das Saugrohr 24 abgesaugt werden können. Die Auflagefläche 27 des Transportbandes 18 wird somit im Bereich der Kante 28 des Saugschlitzes 19 von unten abgeschabt. Die im Faserverband 11 verbleibenden Restfasern werden mit dem Faserverband 11 über die Klemmstelle 20 dann in gewünschter Weise der Ringspindel zugeführt.
In der Fig. 3, die ein vergrößerter Ausschnitt aus der Fig. 1 ist, ist der Bereich der scharfen Kante 28 deutlicher zu erkennen. Man sieht, dass diese Kante 28 den Saugschlitz 19 in Transportrichtung A begrenzt.
Der Vorgang wird anhand der stark vergrößerten Fig. 4, die wiederum einen Ausschnitt aus Fig. 3 darstellt, näher erläutert:
Man erkennt das mit einer Perforation versehene Transportband 18, welches den zu verdichtenden Faserverband 11 in Transportrichtung A über die Verdichtungszone 12 bis zur Klemmstelle 20 transpor­ tiert. Ab der Klemmstelle 20 beginnt dann die Spinndrehung des Fadens 22. Es ist eine Faser 29 eingezeichnet, welche mit ihrem Kopfende die Perforation des Transportbandes 18 durchdrungen hat und teilweise in den Saugschlitz 19 hineinragt. Dieser Teil der Faser 29 wird an der scharfen Kante 28 abrasiert, so dass er abgesaugt werden kann. Der Rest der Faser 29 wird beim Weiter­ transport wieder nach oben aus der Perforation herausgezogen und gelangt ordnungsgemäß in den Faden 22. Wie mit verdickten Konturen angedeutet ist, muss zumindest die Kante 28 mit einer geeigneten verschleißfesten Beschichtung versehen sein. Vorzugsweise ist die gesamte Gleitfläche 17 beschichtet.
Gemäß der Ausgestaltung nach Fig. 5 ist die Gleitfläche 17 mit einem elastischen strumpfartigen Überzug 30 versehen, der aus genügend festem und dünnem Material besteht. Der Überzug 30 weist eine Aussparung 31 im Bereich des Saugschlitzes 19 auf und bildet zumindest am Ende des Saugschlitzes 19 eine scharfe Kante 32, die den Saugschlitz 19 auslaufseitig etwas verkleinert. Diese Kante 32 kann gegebenenfalls den Saugschlitz 19 fensterartig umgeben. Die durch den strumpfartigen Überzug 30 gebildete Kante 32 hat den gleichen Zweck wie die Kante 28 bei den bisher beschriebenen Figuren.
Bei der Ausführung nach Fig. 6 und 7 ist die Gleitfläche 17 von einer dünnen Metallfolie 33 umhüllt, die eine Stärke von etwa 0,2 bis 0,5 mm hat. Die Metallfolie 33 ist mit einer der Kontur des Saugschlitzes 19 angepassten fensterartigen Aussparung 35 versehen und bildet rundum eine Kante 36, da die Aussparung 35 etwas kleiner ist als der Umfang des Saugschlitzes 19. Insbesondere am Auslauf des Saugschlitzes 19 ist die Kante 36 deutlich ausgeprägt. Diese Kante 36 bearbeitet in bereits beschriebener Weise etwaige in den Saugschlitz 19 hineinragende Faserenden, die dann abgeschnitten und abgesaugt werden. Somit wird wirksam verhindert, dass sich umgeschlagene Faserenden zwischen der Auflagefläche 27 des Transportbandes 18 und der stationären Gleitfläche 17 festsetzen.
Aus Fertigungsgründen ist die Metallfolie 33 zweckmäßig als offenes Blechband ausgeführt, welches im Abstand vom Saugschlitz 19 zwei Stoßstellen 37 und 38 aufweist. Diese Stoßstellen 37, 38 befinden sich im Bereich einer Eindellung 39 der Gleitfläche 17, so dass sie nicht mit der Auflagefläche 27 in Berührung kommen.
Bei der Ausführung nach Fig. 8 und 9 liegt wieder eine scharfe Kante 28 vor, die bereits anhand der Fig. 1 bis 4 beschrieben wurde und die den Saugschlitz 19 in Transportrichtung A auslaufseitig begrenzt. Zusätzlich ist aber im Abstand vom Saugschlitz 19 eine zusätzliche Kante 40 vorgesehen, welche sich über die gesamte Breite der Auflagefläche 27 des Transportbandes 18 erstreckt. Dies ist gut aus der Fig. 9 zu erkennen, die eine Ansicht von unten auf die Fig. 8 zeigt.
Die zusätzliche Kante 40 verläuft schräg zur Transportrichtung A bzw. zur Gegenrichtung C des an dieser Stelle zurücklaufenden Trums des Transportbandes 18. Dies erhöht die Schneidwirkung. An der Kante 40 werden auch die Bereiche der Auflagefläche 27 abgeschabt, welche von der schmaleren Kante 28 nicht bearbeitet werden. Der Kante 40 ist eine gesonderte Saugöffnung 41 zugeordnet, an welcher abrasierte Faserenden sofort abgesaugt werden. Die Auflagefläche 27 ist im Bereich der Saugöffnung 41 ohne jegliche Unterstützung, was die Saugwirkung erhöht. Zusätzlich kann der Saugöffnung 41 auf der der Auflagefläche 27 abgewandten Seite des Transportbandes 18 eine Saugdüse 42 zugeordnet sein, so dass das Transportband 18 an dieser Stelle von beiden Seiten abgesaugt wird.
Selbstverständlich ist die Ausführung nach Fig. 8 und 9 so zu verstehen, dass auch hier entweder eine nicht dargestellte Beschichtung, ein strumpfartiger elastischer Überzug 30 oder eine dünne Metallfolie 33 in nicht dargestellter Weise vorgesehen sein können.

Claims (11)

1. Vorrichtung zum Verdichten eines verstreckten Faserverbandes, mit einer eine stationäre Gleitfläche enthaltenden Saugeinrichtung, mit einem in der Gleitfläche befindlichen, sich im Wesentlichen in Transportrichtung erstreckenden Saugschlitz sowie mit einem umlaufenden, mit einer Auflagefläche über die Gleitfläche gleitenden, den Saugschlitz abdeckenden und den Faserverband über den Saugschlitz führenden luftdurchlässigen Transportband, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (17) mit wenigstens einer sich quer zur Transportrichtung (A) erstreckenden, die Auflagefläche (27) wenigstens in ihrem den Saugschlitz (19) abdeckenden Bereich abschabenden scharfen Kante (28; 32; 36; 40) versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kante (28) den Saugschlitz (19) in Transportrichtung (A) begrenzt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugschlitz (19) als allseits geschlossenes Fenster (34) mit umlaufender Kante (36) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kante (40) im Abstand vom Saugschlitz (19) an einer gesonderten Saugöffnung (41) angebracht ist und sich vorzugsweise über die gesamte Breite des Transportbandes (18) erstreckt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kante (40) schräg zur Transportrichtung (A) verläuft.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (27) im Bereich der Saugöffnung (41) unterstützungsfrei ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugöffnung (41) auf der der Auflagefläche (27) abgewandten Seite des Transportbandes (18) eine Saugdüse (42) zugeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (17) mit einer verschleißfesten Beschichtung versehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (17) mit einem elastischen strumpfartigen Überzug (30) versehen ist, der mit wenigstens einer Aussparung (31) zum Bilden der wenigstens einen Kante (32) versehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (17) von einer dünnen Metallfolie (33) umhüllt ist, die mit wenigstens einer Aussparung (35) zum Bilden der wenigstens einen Kante (36) versehen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallfolie (33) offene Stoßstellen (37, 38) aufweist, die sich im Bereich einer Eindellung (39) der Gleitfläche (17) befinden.
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