DE19903113A1 - Vorrichtung zum Verdichten eines verstreckten Faserverbandes - Google Patents
Vorrichtung zum Verdichten eines verstreckten FaserverbandesInfo
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Abstract
Dem Ausgangswalzenpaar eines Streckwerks einer Spinnmaschine folgt eine Verdichtungszone, in der ein verstreckter Faserverband verdichtet wird. Die Verdichtungszone enthält eine mit einem Saugschlitz versehene Gleitfläche, die als Führung für ein umlaufendes luftdurchlässiges Transportband dient. Das Transportband transportiert den Faserverband über den Saugschlitz bis zu einer Klemmwalze, die den Faserverband und das Transportband gegen die Gleitfläche drückt. Auf Grund der Perforation des Transportbandes besteht die Gefahr, dass sich Faserflug oder sonstige Verunreinigungen zwischen der Gleitfläche und der ihr zugeordneten Auflageflächen des Transportbandes festsetzen. Aus diesem Grund ist vorgesehen, dass die Gleitfläche wenigstens eine scharfe Kante aufweist, die sich quer zur Transportrichtung erstreckt und die die Auflagefläche abschabt. Vorzugsweise liegt die scharfe Kante in dem den Saugschlitz abdeckenden Bereich der Auflagefläche.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verdichten eines
verstreckten Faserverbandes, mit einer eine stationäre
Gleitfläche enthaltenden Saugeinrichtung, mit einem in der
Gleitfläche befindlichen, sich im Wesentlichen in
Transportrichtung erstreckenden Saugschlitz sowie mit einem
umlaufenden, mit einer Auflagefläche über die Gleitfläche
gleitenden, den Saugschlitz abdeckenden und den Faserverband über
den Saugschlitz führenden luftdurchlässigen Transportband.
Eine Vorrichtung dieser Art ist beispielsweise durch die
DE 197 41 441 C1 Stand der Technik. Bei dieser Vorrichtung soll
der Saugschlitz in nicht näher beschriebener Weise als sogenannte
NACA-Düse ausgebildet sein. Dadurch soll infolge der bei
Luftdurchsatz entstehenden Turbulenzen an den nicht vermeidbaren
Kanten ein Selbstreinigungseffekt erzielt werden.
Die genannte Druckschrift geht nicht auf die Gefahr ein, dass
sich zwischen der stationären Gleitfläche und der bewegten
Auflagefläche des Transportriemens Faserflug und Schmutz ansetzen
können. Die Verschmutzung kommt beispielsweise dadurch zustande,
dass einzelne Fasern des zu verdichtenden Faserverbandes,
insbesondere die kürzeren Fasern, mit ihrem vorderen Ende im
Bereich des Saugschlitzes durch die Perforation des Transport
bandes hindurch nach innen gelangen. Diese Fasern ragen dann
teilweise in den Saugschlitz hinein, und zwar so lange, bis der
Saugschlitz passiert ist. Im günstigsten Fall kann am Ende des
Saugschlitzes die betreffende Faser abgeschnitten und das
abgeschnittene Ende abgesaugt werden. Im ungünstigen Fall jedoch
wird das Faserende lediglich umgeschlagen, so dass es nicht
abgesaugt wird, sondern mit dem Transportband weiter
transportiert wird und dabei teilweise zwischen der Auflagefläche
und der Gleitfläche liegt. Zu irgendeinem Zeitpunkt kann dann
diese Faser reißen und sich staubförmig irgendwo an der
Auflagefläche oder der Gleitfläche festsetzen, insbesondere bei
honigtauhaltigen klebrigen Fasern. Dies führt mit der Zeit dazu,
dass die Verdichtungswirkung von Spinnstelle zu Spinnstelle
unterschiedlich wird, so dass an den Klemmstellen unterschiedlich
verdichtete Faserverbände abgeliefert werden.
Das Verdichten eines verstreckten Faserverbandes, und zwar in
einem Bereich, wohin die Spinndrehung noch nicht zurückreicht,
dient dem Zweck, den Faserverband in seinem Querschnitt zu
bündeln und insgesamt weniger haarig zu machen. Es entsteht dann
nach dem Erteilen der Spinndrehung ein glatteres Garn mit höherer
Festigkeit. Wenn aber nur an einer Spinnstelle auf Grund einer
beeinträchtigten Verdichtungszone die erwünschte Verdichtung
nicht eintritt, dann entsteht im späteren Gewebe ein sogenannter
Moiré-Effekt, der die Ware zum Ausschuss macht. Es muss daher
sichergestellt werden, dass die Verdichtungswirkung an den
einzelnen Verdichtungszonen der Spinnstellen stets erhalten
bleibt.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zu Grunde, sicherzustellen,
dass sich die Perforation des Transportbandes nicht zusetzen kann
und dass im Bereich zwischen der Auflagefläche und der
stationären Gleitfläche sich keine Ablagerungen bilden können.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Gleitfläche mit
wenigstens einer sich quer zur Transportrichtung erstreckenden,
die Auflagefläche wenigstens in ihrem den Saugschlitz abdeckenden
Bereich abschabenden scharfen Kante versehen ist.
Mittels der scharfen Kante werden Fasern, deren umgeschlagenes
Ende in den Saugschlitz hineinragt, abgetrennt, so dass sie
abgesaugt werden können. Das Prinzip besteht also darin, dass an
einer ganz bestimmten Stelle, insbesondere am Ende des
Saugschlitzes, die Auflagefläche des Transportbandes von unten
her abgeschabt wird. Eine derartige Kante kann grundsätzlich an
jeder beliebigen Stelle der Auflagefläche des Transportbandes
angreifen, jedoch ist es zweckmäßig, das Ende des Saugschlitzes
als diese Kante auszubilden, da an dieser Stelle die genannten
Probleme am größten sind. Durch eine den Saugschlitz begrenzende
Kante kann ein in den Saugschlitz hineinragendes Faserstück
abrasiert und anschließend abgesaugt werden. Die gekürzte, am
Transportband verbleibende Faser findet dann wieder zum
Faserverband zurück und wird mit diesem nach Verlassen der
Klemmstelle weiter abgeführt.
Der Saugschlitz kann vorteilhaft als allseits geschlossenes
Fenster mit umlaufender Kante ausgebildet sein. Die schneiden
artige Kante umhüllt somit das gesamte Fenster und bearbeitet wie
ein Rasierapparat die Auflagefläche des Transportbandes von
unten. Es kann dann nicht vorkommen, dass an dieser Stelle eine
Faser nicht abgeschnitten wird und eventuell noch weiter durch
die Perforation hindurchgezogen wird, was die Sache verschlimmern
würde.
Alternativ oder zusätzlich kann eine Kante im Abstand vom
Saugschlitz an einer gesonderten Saugöffnung angebracht werden
und sich vorzugsweise über die gesamte Breite des Transportbandes
erstrecken. In diesem Fall wird die Auflagefläche nicht nur in
ihrem den Saugschlitz abdeckenden Bereich abgeschabt, sondern
über die gesamte Arbeitsbreite sauber gehalten. Die Wirkung lässt
sich verbessern, wenn dabei die Kante zur Transportrichtung
schräg verläuft, weil dadurch die Schneidwirkung erhöht wird. Die
gesonderte Absaugung sorgt dafür, dass abgeschnittene Faserenden
sofort abgeführt werden. Der Absaugeffekt kann erhöht werden,
wenn die Auflagefläche im Bereich der gesonderten Saugöffnung
unterstützungsfrei ist, wenn also die Auflagefläche des
Transportbandes an dieser Stelle nicht an der Gleitfläche
aufliegt. Wenn der Saugöffnung auf der der Auflagefläche
abgewandten Seite des Transportbandes zusätzlich eine Saugdüse
zugeordnet wird, kann das perforierte Transportband im Bereich
der Kante von beiden Seiten abgesaugt werden.
Selbstverständlich muss darauf geachtet werden, dass die scharfe
Kante auf Grund seiner Materialbeschaffenheit genügend hart ist,
damit sie nicht verschleißt. Wenn das Material, wegen der
geforderten Gleiteigenschaften der stationären Gleitfläche,
dieser Vorstellung nicht entspricht, ist es zweckmäßig, mit einer
geeigneten Beschichtung zu arbeiten. Wenn der durch die
Beschichtung gebildete Überzug sehr dünn ist, wird die Schärfe
der Kante praktisch nicht beeinträchtigt.
Anstelle einer Beschichtung kann vorgesehen sein, dass die
Gleitfläche mit einem elastischen strumpfartigen Überzug versehen
ist, der mit wenigstens einer Aussparung zum Bilden der
wenigstens einen Kante versehen ist. Ein solcher strumpfartiger
Überzug muss aus genügend festem, jedoch dünnem Material
bestehen. Die Aussparung befindet sich dabei zweckmäßig im
Bereich des Saugschlitzes, der hier wieder als Fenster
ausgebildet ist. Der Umfang der Aussparung ist dabei vorteilhaft
etwas kleiner als der Umfang des Saugschlitzes, so dass der
Saugschlitz allseits von einer scharfen Kante begrenzt ist.
Alternativ kann die Gleitfläche von einer dünnen Metallfolie
umhüllt sein, die mit wenigstens einer Aussparung zum Bilden der
wenigstens einen Kante versehen ist. Diese Metallfolie kann
aufgeklebt oder aufgeklipst sein. Sie sollte eine Stärke von
nicht mehr als 0,2 bis 0,5 mm haben, so dass die Kante
entsprechend scharf ist. Die Aussparung wird wieder so gewählt,
dass sie auf dem Saugschlitz liegt, diesen jedoch rundum
fensterartig etwas verkleinert. Insbesondere das Ende des
Saugschlitzes soll durch die Metallfolie etwas verkleinert
werden, weil an dieser Stelle die scharfe Kante besonders wirksam
ist.
Die Metallfolie kann offene Stoßstellen aufweisen, die sich im
Bereich einer Eindellung der Gleitfläche befinden. Die
Metallfolie kann dann als offenes Blechband hergestellt werden,
welches dem Umfang der stationären Gleitfläche entspricht. An der
Eindellung hebt dann die Metallfolie von der Auflagefläche etwas
ab, so dass das Transportband an dieser Stelle keiner
nennenswerten Reibung unterworfen ist. An einer solchen
Eindellung sind die Stoßstellen der Metallfolie unschädlich.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele.
Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht auf den Bereich
einer Verdichtungszone,
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1 auf
die Verdichtungszone,
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung die Verdichtungszone der
Fig. 1,
Fig. 4 in stark vergrößerter Darstellung den Bereich des
Saugschlitzes der Fig. 3,
Fig. 5 eine Ansicht ähnlich Fig. 3 mit einer stationären
Gleitfläche, welche mit einem strumpfartigen Überzug versehen
ist,
Fig. 6 eine Ansicht ähnlich Fig. 3 und 5 mit einer
stationären Gleitfläche, die von einer Metallfolie umhüllt ist,
Fig. 7 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles VII auf die
Verdichtungszone der Fig. 6,
Fig. 8 eine Ansicht ähnlich Fig. 3 auf eine stationäre
Gleitfläche, die im Abstand vom Saugschlitz mit einer
zusätzlichen Kante versehen ist,
Fig. 9 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IX auf die
zusätzliche Kante der Fig. 8.
Vom Streckwerk 1 einer Spinnstelle einer Ringspinnmaschine sind
in Fig. 1 lediglich das Ausgangswalzenpaar 2 und das voran
gehende Riemchenwalzenpaar 3 dargestellt. Das Ausgangswalzenpaar
2 enthält einen angetriebenen Unterzylinder 4, der sich über
mehrere Spinnstellen erstreckt, sowie eine jeder Spinnstelle
zugeordnete Druckwalze 5. In ähnlicher Weise enthält das
Riemchenwalzenpaar 3 einen angetriebenen Unterzylinder 6 sowie
pro Spinnstelle eine Druckwalze 7. Ferner erkennt man ein
Unterriemchen 8 und ein Oberriemchen 9.
Im Streckwerk 1 wird ein Faserband oder Vorgarn 10 in bekannter
Weise in Transportrichtung A transportiert und dabei bis zur
gewünschten Feinheit verzogen. Im Anschluss an das
Ausgangswalzenpaar 2 liegt dann ein verstreckter, aber noch
spinndrehungsfreier Faserverband 11 vor, siehe auch Fig. 2.
Dem Streckwerk 1 folgt eine Verdichtungszone 12, der eine
Vorrichtung 13 zum Verdichten des Faserverbandes 11 zugeordnet
ist. Wie aus Fig. 2 hervorgeht, enthält die Vorrichtung 13 ein
Hohlprofil 14, welches sich über mehrere Spinnstellen 15, 16 . . .
erstreckt. Die Außenkontur des Hohlprofils 14 ist eine stationäre
Gleitfläche 17, welcher pro Spinnstelle 15, 16 jeweils ein
Transportband 18 zugeordnet ist.
Das der Verdichtungszone 12 zugehörige Transportband 18 ist
luftdurchlässig ausgebildet und besteht vorzugsweise aus einem
engmaschigen Gewebe aus Polyamid-Fäden. Das Transportband 18
transportiert den zu verdichtenden Faserverband 11 durch die
Verdichtungszone 12 hindurch und über einen Saugschlitz 19 der
Gleitfläche 17. Der Saugschlitz 19 ist etwas breiter als der
fertig verdichtete Faserverband 11 und ist in Transportrichtung A
leicht schräg angeordnet, so dass der Faserverband 11 beim
Verdichten einen leichten Falschdrall erhält. Der Saugschlitz 19
erstreckt sich bis zu einer Klemmstelle 20, die zwischen einer
Klemmwalze 21 und der Gleitfläche 17 des Hohlprofils 14 gebildet
wird und die die Verdichtungszone 12 auslaufseitig begrenzt. Die
Klemmwalze 21 drückt den Faserverband 11 und das Transportband 18
gegen die Gleitfläche 17.
Nach der Klemmstelle 20 liegt ein Faden 22 vor, in welchen die
Spinndrehung eingebracht wird. Die Klemmwalze 21 dient als
Drallsperre für die Spinndrehung, so dass der Faserverband 11 in
der Verdichtungszone 12 spinndrehungsfrei ist. Nach der
Klemmstelle 20 wird der Faden 22 in Lieferrichtung B einer nicht
dargestellten Ringspindel zugeführt.
Das Hohlprofil 14 enthält pro Maschinensektion eine Öffnung 23,
die über ein Saugrohr 24 mit einer nicht dargestellten
Unterdruckquelle verbunden und somit Bestandteil einer
Saugeinrichtung 25 ist. Dadurch wirkt durch das perforierte
Transportband 18 hindurch ein Saugzug auf den zu verdichtenden
Faserverband 11.
Die Klemmwalze 21 ist an einen Antrieb angeschlossen, der über
eine nur strichpunktiert angedeutete Übertragungswalze 26 von der
Druckwalze 5 des Ausgangswalzenpaares 2 abgeleitet wird. Die
Umfangsgeschwindigkeit der Klemmwalze 21 ist dabei geringfügig
größer als die Umfangsgeschwindigkeit des Ausgangswalzenpaares 2.
Das Transportband 18 ist auf seiner dem Faserverband 11
abgewandten Seite mit einer Auflagefläche 27 versehen, welche auf
der stationären Gleitfläche 17 gleitet. Dabei besteht die Gefahr,
dass sich zwischen der Auflagefläche 27 und der Gleitfläche 17
Faserflug und Schmutz ansetzen. Es können nämlich die vorderen
Enden einzelner Fasern, insbesondere der kürzeren Fasern, durch
die Perforation des Transportbandes 18 hindurch in den
Saugschlitz 19 nach innen hineinragen. Werden derartige Fasern am
Ende des Saugschlitzes 19 umgeschlagen, dann gelangen sie in den
Bereich zwischen der Auflagefläche 27 des Transportbandes 18 und
der stationären Gleitfläche 17. Dies führt mit der Zeit zur
Beeinträchtigung der Verdichtungswirkung der betreffenden
Verdichtungszone 12.
Zur Abhilfe dieses nachteiligen Umstandes ist der Saugschlitz 19
an seinem Ende mit einer scharfen Kante 28 begrenzt. Die Kante 28
erstreckt sich quer zur Transportrichtung A und ist in der Lage,
durch die Perforation des Transportbandes 18 in den Saugschlitz
19 hineinragende Faserenden abzutrennen, so dass diese über das
Saugrohr 24 abgesaugt werden können. Die Auflagefläche 27 des
Transportbandes 18 wird somit im Bereich der Kante 28 des
Saugschlitzes 19 von unten abgeschabt. Die im Faserverband 11
verbleibenden Restfasern werden mit dem Faserverband 11 über die
Klemmstelle 20 dann in gewünschter Weise der Ringspindel
zugeführt.
In der Fig. 3, die ein vergrößerter Ausschnitt aus der Fig. 1
ist, ist der Bereich der scharfen Kante 28 deutlicher zu
erkennen. Man sieht, dass diese Kante 28 den Saugschlitz 19 in
Transportrichtung A begrenzt.
Der Vorgang wird anhand der stark vergrößerten Fig. 4, die
wiederum einen Ausschnitt aus Fig. 3 darstellt, näher erläutert:
Man erkennt das mit einer Perforation versehene Transportband 18,
welches den zu verdichtenden Faserverband 11 in Transportrichtung
A über die Verdichtungszone 12 bis zur Klemmstelle 20 transpor
tiert. Ab der Klemmstelle 20 beginnt dann die Spinndrehung des
Fadens 22. Es ist eine Faser 29 eingezeichnet, welche mit ihrem
Kopfende die Perforation des Transportbandes 18 durchdrungen hat
und teilweise in den Saugschlitz 19 hineinragt. Dieser Teil der
Faser 29 wird an der scharfen Kante 28 abrasiert, so dass er
abgesaugt werden kann. Der Rest der Faser 29 wird beim Weiter
transport wieder nach oben aus der Perforation herausgezogen und
gelangt ordnungsgemäß in den Faden 22. Wie mit verdickten
Konturen angedeutet ist, muss zumindest die Kante 28 mit einer
geeigneten verschleißfesten Beschichtung versehen sein.
Vorzugsweise ist die gesamte Gleitfläche 17 beschichtet.
Gemäß der Ausgestaltung nach Fig. 5 ist die Gleitfläche 17 mit
einem elastischen strumpfartigen Überzug 30 versehen, der aus
genügend festem und dünnem Material besteht. Der Überzug 30 weist
eine Aussparung 31 im Bereich des Saugschlitzes 19 auf und bildet
zumindest am Ende des Saugschlitzes 19 eine scharfe Kante 32, die
den Saugschlitz 19 auslaufseitig etwas verkleinert. Diese Kante
32 kann gegebenenfalls den Saugschlitz 19 fensterartig umgeben.
Die durch den strumpfartigen Überzug 30 gebildete Kante 32 hat
den gleichen Zweck wie die Kante 28 bei den bisher beschriebenen
Figuren.
Bei der Ausführung nach Fig. 6 und 7 ist die Gleitfläche 17
von einer dünnen Metallfolie 33 umhüllt, die eine Stärke von etwa
0,2 bis 0,5 mm hat. Die Metallfolie 33 ist mit einer der Kontur
des Saugschlitzes 19 angepassten fensterartigen Aussparung 35
versehen und bildet rundum eine Kante 36, da die Aussparung 35
etwas kleiner ist als der Umfang des Saugschlitzes 19.
Insbesondere am Auslauf des Saugschlitzes 19 ist die Kante 36
deutlich ausgeprägt. Diese Kante 36 bearbeitet in bereits
beschriebener Weise etwaige in den Saugschlitz 19 hineinragende
Faserenden, die dann abgeschnitten und abgesaugt werden. Somit
wird wirksam verhindert, dass sich umgeschlagene Faserenden
zwischen der Auflagefläche 27 des Transportbandes 18 und der
stationären Gleitfläche 17 festsetzen.
Aus Fertigungsgründen ist die Metallfolie 33 zweckmäßig als
offenes Blechband ausgeführt, welches im Abstand vom Saugschlitz
19 zwei Stoßstellen 37 und 38 aufweist. Diese Stoßstellen 37, 38
befinden sich im Bereich einer Eindellung 39 der Gleitfläche 17,
so dass sie nicht mit der Auflagefläche 27 in Berührung kommen.
Bei der Ausführung nach Fig. 8 und 9 liegt wieder eine scharfe
Kante 28 vor, die bereits anhand der Fig. 1 bis 4 beschrieben
wurde und die den Saugschlitz 19 in Transportrichtung A
auslaufseitig begrenzt. Zusätzlich ist aber im Abstand vom
Saugschlitz 19 eine zusätzliche Kante 40 vorgesehen, welche sich
über die gesamte Breite der Auflagefläche 27 des Transportbandes
18 erstreckt. Dies ist gut aus der Fig. 9 zu erkennen, die eine
Ansicht von unten auf die Fig. 8 zeigt.
Die zusätzliche Kante 40 verläuft schräg zur Transportrichtung A
bzw. zur Gegenrichtung C des an dieser Stelle zurücklaufenden
Trums des Transportbandes 18. Dies erhöht die Schneidwirkung. An
der Kante 40 werden auch die Bereiche der Auflagefläche 27
abgeschabt, welche von der schmaleren Kante 28 nicht bearbeitet
werden. Der Kante 40 ist eine gesonderte Saugöffnung 41
zugeordnet, an welcher abrasierte Faserenden sofort abgesaugt
werden. Die Auflagefläche 27 ist im Bereich der Saugöffnung 41
ohne jegliche Unterstützung, was die Saugwirkung erhöht.
Zusätzlich kann der Saugöffnung 41 auf der der Auflagefläche 27
abgewandten Seite des Transportbandes 18 eine Saugdüse 42
zugeordnet sein, so dass das Transportband 18 an dieser Stelle
von beiden Seiten abgesaugt wird.
Selbstverständlich ist die Ausführung nach Fig. 8 und 9 so zu
verstehen, dass auch hier entweder eine nicht dargestellte
Beschichtung, ein strumpfartiger elastischer Überzug 30 oder eine
dünne Metallfolie 33 in nicht dargestellter Weise vorgesehen sein
können.
Claims (11)
1. Vorrichtung zum Verdichten eines verstreckten Faserverbandes,
mit einer eine stationäre Gleitfläche enthaltenden
Saugeinrichtung, mit einem in der Gleitfläche befindlichen, sich
im Wesentlichen in Transportrichtung erstreckenden Saugschlitz
sowie mit einem umlaufenden, mit einer Auflagefläche über die
Gleitfläche gleitenden, den Saugschlitz abdeckenden und den
Faserverband über den Saugschlitz führenden luftdurchlässigen
Transportband, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (17)
mit wenigstens einer sich quer zur Transportrichtung (A)
erstreckenden, die Auflagefläche (27) wenigstens in ihrem den
Saugschlitz (19) abdeckenden Bereich abschabenden scharfen Kante
(28; 32; 36; 40) versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Kante (28) den Saugschlitz (19) in Transportrichtung (A)
begrenzt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Saugschlitz (19) als allseits geschlossenes Fenster (34)
mit umlaufender Kante (36) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die Kante (40) im Abstand vom Saugschlitz
(19) an einer gesonderten Saugöffnung (41) angebracht ist und
sich vorzugsweise über die gesamte Breite des Transportbandes
(18) erstreckt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
Kante (40) schräg zur Transportrichtung (A) verläuft.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Auflagefläche (27) im Bereich der Saugöffnung (41)
unterstützungsfrei ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass der Saugöffnung (41) auf der der
Auflagefläche (27) abgewandten Seite des Transportbandes (18)
eine Saugdüse (42) zugeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (17) mit einer
verschleißfesten Beschichtung versehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (17) mit einem elastischen
strumpfartigen Überzug (30) versehen ist, der mit wenigstens
einer Aussparung (31) zum Bilden der wenigstens einen Kante (32)
versehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (17) von einer dünnen
Metallfolie (33) umhüllt ist, die mit wenigstens einer Aussparung
(35) zum Bilden der wenigstens einen Kante (36) versehen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass
die Metallfolie (33) offene Stoßstellen (37, 38) aufweist, die
sich im Bereich einer Eindellung (39) der Gleitfläche (17)
befinden.
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| US (1) | US6223514B1 (de) |
| DE (1) | DE19903113A1 (de) |
Cited By (10)
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