DE19907100A1 - Vorrichtung zum Positionieren eines Werkzeuges oder Werkstückes an einer Werkzeugmaschine - Google Patents
Vorrichtung zum Positionieren eines Werkzeuges oder Werkstückes an einer WerkzeugmaschineInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung zum Positionieren eines Werkzeuges oder Werkstückes (7) an einer Werkzeugmaschine (1), insbesondere einer Elektrode (7) an einer Funkenerosionsmaschine, weist einen Halter (2) auf, der mit der Werkzeugmaschine (1) verbunden ist. Dieser Halter (2) enthält Aufnahmeeinrichtungen (5) für dem Werkstück (7) zugeordnete Zentrierstifte (4). Diese Aufnahmeeinrichtungen bestehen aus zwei sich unter einem vorgegebenen Winkel schneidenden Zentriernuten (5), in die die Zentrierstifte (4) eingreifen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung der im Oberbegriff des
Anspruchs 1 genannten Art zum Positionieren eines Werkzeuges
oder Werkstückes an einer Werkzeugmaschine, insbesondere einer
Elektrode an einer Funkenerosionsmaschine.
Mit derartigen Vorrichtungen können z. B. Werkzeugelektroden
sehr exakt mit hoher Wiederholgenauigkeit an einer Funkenero
sionsmaschine positioniert und befestigt werden.
Bei einer derartigen Vorrichtung, wie sie z. B. in der
Zeitschrift "Werkstattechnik" 79 (1989) auf der Seite A13
dargestellt ist, sind an der Elektrode zwei Zylinderstifte in
Form von Paßstiften angeordnet. Diese Paßstifte greifen in
Paßbohrungen des Halters ein, der bestimmungsgemäß in ein
herkömmliches Spannfutter eingesetzt ist. Die beiden Paßstifte
und die dazugehörigen Paßbohrungen sorgen für die Reproduzier
barkeit der Zuordnung von dem Halter, der mit der Werkzeug
maschine verbunden ist, und dem Träger, der das Werkzeug oder
Werkstück aufnimmt. Maßgeblich für die erzielbare Wiederhol
barkeit bzw. Wiederholgenauigkeit der Positionierung ist ei
nerseits die Paßgenauigkeit, d. h. die Abstimmung der Durch
messer von Paßstiften und Paßbohrungen aufeinander, sowie
andererseits deren Anordnung am Halter bzw. Träger.
Eine derartige Positioniervorrichtung erlaubt ein hohes Maß an
Wiederholgenauigkeit, sofern die Fertigung mit der erforderli
chen hohen Präzision durchgeführt wird. Wegen dieser Genau
igkeitsanforderungen ist eine derartige Vorrichtung äußerst
kostenintensiv.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, lediglich eines der zu
positionierenden Teile mit hochgenauen Kupplungselementen
auszustatten und das andere Teil mit Kupplungselementen zu
versehen, die weniger präzise gefertigt sind. Beispielsweise
ist gemäß der DE 42 13 770 C1 eine Vorrichtung zum Positionie
ren eines Werkzeuges oder Werkstückes an einer Werkzeugmaschi
ne, insbesondere einer Elektrode an einer Funkenerosionsma
schine, vorgeschlagen worden, die von diesem Konzept Gebrauch
macht. Diese Vorrichtung besteht wenigstens aus einem Halter,
der mit der Werkzeugmaschine verbunden ist, und einem das
Werkzeug oder Werkstück aufnehmenden Träger, der am Halter
hinsichtlich seiner Relativlage durch zwei Zylinderstifte mit
hoher Wiederholgenauigkeit positionierbar ist. Dabei weist der
Halter einen ersten Referenzanschlag für eine erste Richtung,
der in Linienberührung mit dem ersten Zylinderstift des Trä
gers ist, und einen zweiten Referenzanschlag sowohl für die
erste als auch eine zweite Richtung, der in zweifacher Linien
berührung mit dem zweiten Zylinderstift des Trägers ist, auf.
Des weiteren ist in einer Ausnehmung des Halters eine Spann
backe verschieblich gelagert, und sie liegt unter Vorspannung
einer Feder an einem Widerlager des Trägers an. Für die ange
strebte Wiederholgenauigkeit ist es lediglich erforderlich,
die beiden Zylinderstifte hochpräzise zu positionieren.
Aber auch diese Vorrichtung ist hinsichtlich ihrer Fertigung
relativ aufwendig, insbesondere im Hinblick auf die verschieb
liche Lagerung der Spannbacke.
Der vorliegenden Erfindung lag deshalb das Problem zugrunde,
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zur Verfügung zu
stellen, die die geschilderten Nachteile nicht mehr aufweist.
Insbesondere sollte eine hochpräzise und sicher reproduzier
bare Zuordnung zwischen dem Werkzeug oder Werkstück und dem
entsprechenden Halter realisiert werden, wobei hinsichtlich
der Lage Positionselemente des Werkstückes in Form von Zylin
derstiften relativ geringe Anforderungen zu stellen sind.
Gelöst wird dieses Problem mit einer Vorrichtung, die die
Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.
Vorteilhafte Ausgestaltungsformen der erfindungsgemäßen Vor
richtung sind mit den Merkmalen der Unteransprüche beschrie
ben.
Die Erfindung basiert auf der Idee, an dem Halter zwei sich
unter einem Winkel schneidende Zentriernuten vorzusehen, die
hochpräzise angeordnet sind, und in welche die dem Werkstück
zugeordneten Zentrierstifte eingreifen. Dabei ist es für die
Anordnung dieser Zentrierstifte lediglich notwendig, daß diese
nicht auf einer Linie liegen, sondern in Dreiecksform ange
bracht sind, wobei die Relativzuordnung der drei Zentrier
stifte zum Werkstück weniger präzise erfolgen kann. Die Drei
ecksform der Anordnung der Zentrierstifte ergibt in Verbindung
mit den beiden Zentriernuten eine eindeutige Relativzuordnung
zwischen Halter und Werkstück. Zwei der Zentrierstifte greifen
in die erst Zentriernut ein, längs derer das Werkstück soweit
verschiebbar ist, bis der dritte Zentrierstift in die zweite
Zentriernut eingreift.
Obwohl an sich der Winkel, unter dem sich die beiden Zentrier
nuten schneiden, wie auch die Position des Schnittpunktes in
Bezug auf den Halter, an sich weitgehend beliebig ausgelegt
sein kann, ist es im Sinne höchster Präzision von Vorteil,
wenn sich die beiden Nuten im rechten Winkel und bevorzugt im
Mittelpunkt (Flächenschwerpunkt) des Halters schneiden.
In diesem Sinne ist auch die bevorzugte Anbringung der Zen
trierstifte auf dem Werkstück unter Bildung eines gleich
schenklig rechtwinkligen, bevorzugt gleichseitig rechtwinkli
gen Dreiecks zu betrachten. Im Zusammenhang mit der rechtwink
ligen Anordnung der Zentriernuten ergibt sich eine optimale
Positioniergenauigkeit.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind
die Zentrierstifte zylinderförmig und die Zentriernuten U-
förmig ausgestaltet. Einerseits ermöglicht dies, geometrisch
einfache und zum Teil standardmäßig erhältliche Bauteile zu
verwenden. Darüber hinaus ist stets eine Linienanlage der
Zentrierstifte an den Seitenflächen der Zentriernuten sicher
gestellt, die für die extrem hohe Positionier- und Wiederhol
genauigkeit maßgeblich ist.
Vorteilhafterweise kann die Befestigung des Werkstückes an der
Maschine bzw. dem Halter mittels einer Zentralschraube erfol
gen. Hierzu sind beispielsweise im Mittelpunkt des Halters
eine Bohrung und in dem Werkstück entsprechend ein Befesti
gungsgewinde angeordnet.
Für einen Spüleinsatz kann diese Zentralschraube auch axial
durchbohrt sein.
Ist es aus Platzgründen nicht möglich, das Werkstück bzw. die
Elektrode mit Zentrierstiften zu versehen, können die Zen
trierstifte auf einer Adapterplatte angeordnet sein, die mit
dem Werkstück verbunden ist.
Dabei ist es möglich, in der Adapterplatte deckungsgleich mit
Bohrungen im Halter radial angeordnete Befestigungsgewinde
vorzusehen, in die entsprechende Befestigungsschrauben zur
Befestigung der Adapterplatte/Werkstück-Anordnung eingreifen.
Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand von zwei
Ausführungsbeispielen in den Zeichnungen schematisch veran
schaulicht und im einzelnen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf den Halter gemäß eines ersten
Ausführungsbeispiels;
Fig. 2 eine Querschnittsansicht durch den in Fig. 1 gezeig
ten Halter entlang der X-Achse;
Fig. 3 eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbei
spiels, wobei das mit einer Adapterplatte versehene
Werkstück dem Halter zugeordnet dargestellt ist; und
Fig. 4 eine Schnittansicht sowie eine Draufsicht auf das in
Fig. 2 gezeigte Werkstück.
Anhand der Fig. 1 bis 4 werden nunmehr zwei Ausführungsbei
spiele beschrieben, wobei gleichen Bezugsziffern gleiche Teile
bezeichnen, sofern nichts anderes angegeben ist.
In den Fig. 1, 2 und 4 ist ein erstes Ausführungsbeispiel
einer Vorrichtung zum Positionieren eines Werkstückes 7 bzw.
einer Elektrode 7 an einer Werkzeugmachine 1 dargestellt.
Wie in den Figuren gezeigt, besteht die Vorrichtung aus einem
Halter 2, der mit der Werkzeugmaschine 1 verbunden ist und in
dem entsprechend den Achsen X und Y hochpräzise, rechtwinklig
angeordnete Zentriernuten 5 eingearbeitet sind.
In dem zu positionierenden Werkstück bzw. Elektrode 7 sind
drei Zentrierstifte 4 in Dreiecksform, nämlich gleichschenklig
rechtwinklig angebracht. Dadurch ist es möglich, diese Zen
trierstifte 4 zwar auf die Zentriernuten 5 abgestimmt anzuord
nen, ohne aber auf einen bestimmten Abstand zum Mittelpunkt
bzw. zur Z-Achse achten zu müssen.
Wie in Fig. 2 gezeigt, ist im Mittelpunkt des Halters 2 eine
Bohrung und in dem Werkstück 7 entsprechend ein Befestigungs
gewinde 10 angeordnet. Zur Befestigung des Werkstückes 7 dient
in diesem Fall eine Zentralschraube 3, deren Kopf an einer
Schulter im Halter 2 anliegt und deren Gewinde in das Befesti
gungsgewinde 10 des Werkstückes 7 eingreift.
Wird nun das Werkstück bzw. die Elektrode 7 mittels der Zen
trierstifte 4 in die Zentriernuten 5 des Halters eingeführt,
erfolgt eine Zwangszentrierung und Linienanlage der Zen
trierstifte 4 an den Seitenflächen der Zentriernuten 5 mit
extrem hoher Positionier- und Wiederholgenauigkeit.
Wie bereits oben ausgeführt, erfolgt die Befestigung und das
Anlegen des Werkstückes bzw. der Elektrode 7 an die Z-Anlage
des Halters 2 durch die Zentralschraube 3, die in das Befesti
gungsgewinde eingreift. Diese Zentralschraube 3 ist für einen
Spüleinsatz axial durchbohrt und eignet sich deshalb für die
Aufnahme eines hier nicht dargestellten Spülkopfs.
Wie aus den Fig. 1 und 4 deutlich entnehmbar, ist es aufgrund
der Anordnung der Zentriernuten 5 und der darin eingreifenden
Zentrierstifte 4 sichergestellt, daß das Werkstück bzw. die
Elektrode 7 stets hochgenau positioniert werden kann, da die
Zentrierstifte 4 jeweils immer in eine der Zentriernuten 5
paßgenau eingreifen, und zwar unabhängig von der axialen Posi
tion des jeweiligen Zentrierstifts 4 in Bezug auf die ent
sprechende Zentriernut 5.
Wie in Fig. 1 weiter zu sehen ist, weist der Halter 2 vier
Bohrungen 6 für eine radiale Befestigung des Werkstückes bzw.
der Elektrode 7 auf. Diese Bohrungen 6 werden dann benötigt,
wenn an dem Werkstück bzw. der Elektrode 7 aus Platzgründen
keine Zentrierstifte 4 unmittelbar angebracht werden können.
In diesem Fall erfolgt die Positionierung des Werkstückes bzw.
der Elektrode 7 an der Werkzeugmaschine 1 über eine Adapter
platte 8. In der Adapterplatte 8 sind deckungsgleich zu den
oben genannten Bohrungen 6 des Halters 2 radial angeordnete
Befestigungsgewinde 9 sowie die drei Zentrierstifte 4 ange
bracht.
Diese drei Zentrierstifte 4 der Adapterplatte 8 greifen dann
in gleicher Weise wie die Zentrierstifte 4 des ersten Aus
führungsbeispiels in die Zentriernuten 5 des Halters 2 ein.
Um die Adapterplatten/Werkstück-Anordnung an dem Halter zu
befestigen, werden durch die Bohrungen 6 des Halters Befesti
gungsschrauben 11 eingeführt, deren Gewinde dann in die Be
festigungsgewinde 9 der Adapterplatte 8 eingreifen.
Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Zentriernuten 5
sich nicht unbedingt unter einem rechten Winkel schneiden
müssen, sondern unter an sich beliebig wählbaren Winkeln. Es
muß lediglich dabei sichergestellt werden, daß die Zentrier
stifte 4 auf diese Zentriernuten 5 entsprechend abgestimmt
an dem Werkstück bzw. der Elektrode 7 oder der Adapterplatte 8
anordenbar sind.
1
Werkzeugmaschine
2
Halter
3
Zentralschraube
4
Zentrierstift
5
Zentriernut
6
Bohrungen für radiale Befestigung der Elektrode
7
Elektrode/Werkstück
8
Adapterplatte
9
Befestigungsgewinde
10
Zentralgewinde
11
Befestigungsschrauben radial
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Positionieren eines Werkzeuges oder Werk
stückes an einer Werkzeugmaschine, insbesondere einer
Elektrode an einer Funkenerosionsmaschine, bestehend wenig
stens aus einem Halter, der mit der Werkzeugmaschine verbun
den ist und Aufnahmeeinrichtungen für Zentrierstifte auf
weist, die dem Werkzeug oder Werkstück zugeordnet sind, wo
durch das Werkzeug oder Werkstück am Halter hinsichtlich sei
ner Relativlage mit hoher Wiederholgenauigkeit positionierbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, daß drei Zentrierstifte (4) in Drei
ecksform angeordnet sind und daß die Aufnahmeeinrichtungen
aus zwei, sich unter einem Winkel schneidende Zentriernuten
(5) bestehen, in die die Zentrierstifte (4) eingreifen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zentriernuten (5) sich unter
einem rechten Winkel, vorzugsweise im Flächenmittelpunkt des
Halters (2) schneiden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierstifte (4) unter Bil
dung eines gleichschenklig rechtwinkligen, vorzugsweise eines
gleichseitig rechtwinkligen Dreiecks angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierstifte (4) zylinder
förmig und die Zentriernuten (5) U-förmig ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück (7) am Halter (2)
mittels einer Zentralschraube (3) befestigt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zentralschraube (3) für einen
Spüleinsatz axial durchbohrt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierstifte (4) auf einer
Adapterplatte (8) angeordnet sind, die mit dem Werkstück (7)
verbunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Adapterplatte (8) und
deckungsgleich mit Bohrungen (6) im Halter (2) radial ange
ordnete Befestigungsgewinde (9) vorhanden sind, in die ent
sprechende Befestigungsschrauben (11) zur Befestigung der
Adapterplatten/Werkstück-Anordnung eingreifen.
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