DE19915751A1 - Fahrbare Gleisstopfmaschine - Google Patents

Fahrbare Gleisstopfmaschine

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    • E01B27/12Packing sleepers, with or without concurrent work on the track; Compacting track-carrying ballast
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Abstract

Es wird eine fahrbare Gleisstopfmaschine angegeben, die mehrere in den Schotter eintauchbare und über Antriebe beistellbare und auch vibrierbare Stopfwerkzeuge mit mindestens je einem Stopfpickel zum Unterstopfen der Schwellen in den schienennahen Schwellenzonen besitzt. Um eine gleichmäßige, ebene Auflage und einen festen Halt der Schwellen zu erzielen, sind zusätzliche Stopfpickel - mit den schienennahen Stopfpickeln fluchtend - in der Mittenzone der Schwellen positioniert, um die Schwellenmitte zu unterstopfen.

Description

Die Erfindung betrifft eine fahrbare Gleisstopfmaschine, mit mehreren in den Schotter des Gleisunterbaus eintauchbaren und über Antriebe beistellbaren und vibrierbaren Stopfwerkzeugen mit mindestens je einem Stopfpickel zum Unter­ stopfen der Schwellen in den schienennahen Zonen.
Eine derartige Gleisstopfmaschine ist beispielsweise aus der EP 0 455 179 be­ kannt, bei der die schienennahen Stopfpickel, die außerhalb des Schienenzwischen­ raums arbeiten, quer zu den Schienen nach außen verstellbar angeordnet ist, und beispielsweise auch Weichenbereiche stopfen zu können, bei denen Gleise vom regulären Gleisprofil quer nach außen abzweigen. Da nur in den schienennahen Zonen der Schwellen Stopfpickel positioniert sind, werden auch nur diese Zonen unterstopft, die Mittenzone der Schwellen bleibt nachteiligerweise unbearbeitet, wodurch Hohlräume und Lockerungen der Schwellen im Mittenbereich entstehen können.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine fahrbare Gleisstopfmaschine der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß auch der Schotter im Bereich der Mittenzone der Schwellen beim Unterstopfen verfestigt wird.
Diese Aufgabe wird bei der fahrbaren Gleisstopfmaschine der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zusätzliche mittlere Stopfpickel parallel zu der Mittenzone der Schwellen zum Unterstopfen der Schwellen-Mittenzonen vorgesehen sind.
Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, daß auch im mittleren Bereich der Schwelle - im Anschluß an die schienennahen Stopfpickel - zusätzliche mittlere Stopfpickel angeordnet sind, die zu den schienennahen Stopfpickeln einen vor­ gegebenen Abstand aufweisen, und die zusammen mit den schienennahen Stopf­ pickeln längs einer oder zweier beabstandeter paralleler Geraden fluchten, die senkrecht zu den Schienen, also parallel zu den Schwellen verlaufen. Erfindungs­ gemäß ist es somit möglich, Schotter auch im mittleren Bereich der Schwellen unter die Schwellen zu stopfen, wodurch sich insgesamt ein verbesserter Halt der Schwellen im Schotter ergibt.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung arbeiten die mittleren Stopfpickel, welche die Mittenzone der Schwellen und der Stopfen gegenüber den schienennahen Stopfpickeln mit einem reduzierten Stopfdruck, der bevorzugt zwischen 30 bis 70%, besonders bevorzugt zwischen 40 bis 60% des Stopfdruckes der schienennahen Stopfpickel beträgt. Diese Ausführungsform der Erfindung besitzt den besonderen Vorteil, daß einerseits die Mittenzone unterstopft, und dadurch verfestigt wird, daß andererseits jedoch die Mittenzone der Schwelle sich nicht wegen zu hohen Stopfdruckes nach oben durchbiegt und die Schwellen dadurch wieder lockert. Die Hohlräume zwischen den Schottersteinen unterhalb der Mittenzone werden verdichtet, die unerwünschte Aufwölbung der Schwelle nach oben unterbleibt jedoch erfindungsgemäß. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Stopfwerkzeuge jeweils mit zwei Stopf­ pickeln versehen, Stopfwerkzeuge sind jeweils spiegelbildlich zu der betreffenden Schwelle auf beiden Seiten der jeweiligen Schwelle positioniert, so daß die Schwel­ len von zwei Seiten her symmetrisch unterstopft werden.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind kopfseitige Stopfpickel vorgesehen, deren Arbeitsspitzen parallel zu den Schienen angeordnet sind, und die die Schwellenköpfe in Richtung der Schwellenlängsachse unter­ stopfen. Erfindungsgemäß arbeiten diese kopfseitigen Stopfpickel, deren Position in geringem vorgegebenen Abstand von den Schwellenköpfen liegt, mit einem Stopfdruck, der zwischen 70 und 95%, bevorzugt zwischen 80 und 90% des Stopfdruckes der schienennahen Stopfpickel beträgt. Diese Verringerung des Stopfdruckes an den Kopfseiten der Schwellen und in der Mittenzone der Schwel­ len hat zur Folge, daß die Schwellen über ihre gesamte Länge unterstopft sind und dabei im wesentlichen plan im Schotterbett liegen ohne durch lokale Druckerhöhun­ gen sich nach oben auszuwölben. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale der Unteransprüche gekennzeichnet.
Im folgenden wird eine Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Frontansicht eines Stopfaggregats einer bekannten Gleisstopf­ maschine, gesehen in Schienenrichtung;
Fig. 2 eine Seitenansicht des bekannten Stopfaggregats der Fig. 1, gesehen in Schwellenlängsrichtung;
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Position der Stopfpickel des Stopf­ aggregats gemäß den Fig. 1 und 2 relativ zu den Schwellen eines Glei­ ses; und
Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende schematische Darstellung der Position der Stopfpickel einer erfindungsgemäßen Gleisstopfmaschine, gesehen in Aufsicht, relativ zu den Schwellen des Gleises.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Frontansicht und eine Seitenansicht eines Teils eines Stopfaggregats einer bekannten Gleisstopfmaschine. Fig. 3 zeigt eine schematische Aufsicht auf zwei Schwellen eines Gleises, wobei die Position der Stopfpickel relativ zu den Schwellen der bekannten Gleisstopfmaschine dargestellt ist. Darge­ stellt sind Schwellen 1, die in vorgegebenem Abstand quer zu den beiden Schienen 4 eines Gleises liegen, wobei die Schienen 4 im Bereich der beiden Kopfabschnitte der Schwellen in vorgegebenem Spurabstand verlaufen. Wie insbesondere der Fig. 1 entnehmbar ist, besitzt der dargestellte Teil des Stopfaggregats 12 vier Stopf­ werkzeuge 14, die fluchtend längs einer geraden Linie quer zu den Schienen 4 angeordnet sind und jeweils zwei Stopfpickel 16 aufweisen, deren Arbeitsspitzen 17 gegen den Schotter (nicht dargestellt) gerichtet sind. Den vier Stopfwerkzeugen 14 liegen - in vorgegebenem, in Schienenrichtung gemessenen Abstand - ent­ sprechende Stopfwerkzeuge gegenüber und sind ebenfalls auf einer Geraden quer zu den Schienen positioniert. Wie Fig. 2 entnehmbar ist, besitzen die Stopfwerk­ zeuge einen solchen Abstand voneinander, daß die Arbeitsspitzen 17 der Stopf­ pickel 16 - bei entsprechender Halteposition der Gleisstopfmaschine - in geringem Abstand von einer Schwelle 1 auf beiden Seiten der Schwelle 1 in den Schotter absenkbar sind und diese Schwelle dann mit Schotter unterstopfen. Die Stopfpickel 16 der Stopfwerkzeuge 14 werden über Antriebe beigestellt und in eine Stopfbe­ wegung gebracht. Die Antriebe beaufschlagen die Stopfpickel 16 außerdem mit einer Vibrierbewegung, um die Stopfwirkung zu erhöhen.
Wie insbesondere den Fig. 1 und 3 entnehmbar ist, sind die Stopfpickel in gerin­ gem Querschnitt von den Schienen 4, also schienennah angeordnet. Im Bereich der Mittenzone 3 sind - bei dieser bekannten Gleisstopfmaschine - keine Stopfpickel vorhanden.
Fig. 4 zeigt eine der Fig. 3 entsprechende schematische Darstellung der Position der Stopfpickel 16 einer erfindungsgemäßen Gleisstopfmaschine. Quer zu den Schienen 4, also in Schwellenlängsrichtung sind zusätzlich zu den schienennahen Stopfpickeln 16 in der Mittenzone 3 der Schwellen 1 noch mittlere Stopfpickel 18 angeordnet, die hinsichtlich ihrer Position mit den schienennahen Stopfpickeln 16 in einer geraden Flucht. In vorgegebenem Abstand, der in Schienenlängsrichtung gemessen ist, befinden sich neben den Stopfpickeln 16, 18 spiegelbildlich zur Schwelle ein identischer Stopfpickel 16, 18, so daß die einzelne Schwelle jeweils von beiden Seiten mittels der Stopfpickel 16, 18 mit Schotter unterstopft wird. An den Köpfen 2 befinden sich - parallel zu den Schienen ausgerichtet - in der darge­ stellten Ausführungsform ebenfalls jeweils zwei Stopfpickel 20, welche die ent­ sprechende Schwelle von der Kopfseite her unterstopfen. Außerdem sind - mit den schienennahen Stopfpickeln 16 und den mittleren Stopfpickeln 18 fluchtend jeweils im Kopfbereich noch randseitige Stopfpickel 22 vorgesehen. Erfindungsgemäß sind also über die gesamte Länge der Schwellen auf beiden Seiten der Schwellen Stopfpickel 16, 18, 22 vorgesehen. In einer bevorzugten Ausführungsform sind auch noch kopfseitige Stopfpickel 20 an den Kopfseiten der Schwellen angeordnet.
Die mittleren Stopfpickel 18, welche die Mittenzone der Schwellen unterstopfen, arbeiten erfindungsgemäß mit einem Stopfdruck, der etwa 30 bis 70%, besonders bevorzugt 40 bis 60% des Stopfdrucks der schienennahen Stopfpickel 16 beträgt. Die randseitigen Stopfpickel 22, die fluchtend mit den schienennahen Stopfpickeln 16 und den mittleren Stopfpickeln 18 angeordnet sind, arbeiten bevorzugt mit einem Stopfdruck, der bei 70 bis 90% des Stopfdruckes der schienennahen Stopfpickel 16 liegt. Die kopfseitigen Stopfpickel 20 arbeiten mit einem Stopf­ druck, der bevorzugt 70 bis 90% des Stopfdrucks der schienennahen Stopfpickel 16 beträgt, und die mittleren Stopfpickel 18 arbeiten bevorzugt bei einem Stopf­ druck von 40 bis 60%, besonders bevorzugt von etwa 50% des Stopfdruckes der schienennahen Stopfpickel 16.

Claims (10)

1. Fahrbare Gleisstopfmaschine, mit mehreren in den Schotter des Gleis­ unterbaus eintauchbaren und über Antriebe beistellbaren und vibrierbaren Stopf­ werkzeugen mit mindestens je einem Stopfpickel zum Unterstopfen der Schwellen in den schienennahen Zonen, gekennzeichnet durch zusätzliche mittlere Stopfpickel (18) parallel zu der Mitten­ zone (3) der Schwellen (1) zum Unterstopfen der Schwellen-Mittenzonen.
2. Fahrbare Gleisstopfmachine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stopfwerkzeuge (14) jeweils zwei Stopfpickel (16) aufweisen, und daß die Stopfwerkzeuge (14) auf beiden Seiten der jeweiligen Schwelle einander gegenüberliegend positioniert sind.
3. Fahrbare Gleisstopfmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Schwellenkopf kopfseitige Stopfpickel (20) parallel zu den Schienen (4) angeordnet sind.
4. Fahrbare Gleisstopfmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Stopfpickel (16, 18, 20, 22) mit unterschiedlichem Stopfdruck in den Schotter eintauchen.
5. Fahrbare Gleisstopfmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mittleren Stopfpickel (18), welche die Schwellen­ mitte (2) unterstopfen, gegenüber den schienennahen Stopfpickeln (16) mit einem reduzierten Stopfdruck arbeiten.
6. Fahrbare Gleissstopfmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Stopfdruck der mittleren Stopfpickel (18) etwa 20 bis 70%, bevorzugt 40 bis 60% des Stopfdruckes der schienennahen Stopf­ picke (16) beträgt.
7. Fahrbare Gleisstopfmaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stopfdruck der kopfseitigen Stopfpickel (20) etwa 70 bis 95%, bevorzugt etwa 80% des Stopfdruckes der schienennahen Stopfpickel (16) beträgt.
8. Fahrbare Gleisstopfmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Maß an Vibration der verschiedenen Stopfpickel voneinander abweicht.
9. Fahrbare Gleisstopfmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß fluchtend mit den schienennahen Stopfpickeln (16) und den mittleren Stopfpickeln (18) im Kopfbereich der Schwellen (1) randseitige Stopfpickel (22) angeordnet sind.
10. Fahrbare Gleisbaumaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die randseitigen Stopfpickel (22) mit einem Stopf­ druck arbeiten, der zwischen 70 und 95% des Stopfdruckes der schienennahen Stopfpickel (16) liegt.
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