DE19916219C2 - Tintendrucker mit einem zumindest einen Düsenkopf tragenden, hin- und her bewegbaren Schlitten - Google Patents

Tintendrucker mit einem zumindest einen Düsenkopf tragenden, hin- und her bewegbaren Schlitten

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DE19916219C2 DE1999116219 DE19916219A DE19916219C2 DE 19916219 C2 DE19916219 C2 DE 19916219C2 DE 1999116219 DE1999116219 DE 1999116219 DE 19916219 A DE19916219 A DE 19916219A DE 19916219 C2 DE19916219 C2 DE 19916219C2
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Description

Die Erfindung betrifft einen Tintendrucker mit einem, zumindest einen Düsenkopf tra­ genden, hin und her bewegbaren Schlitten, mit einem ortsfesten Tintentank und ei­ nem über eine Pumpe angeschlossenen Schlittentank, der die Düsenköpfe speist, wobei der Schlittentank über die Pumpe unmittelbar an den ortsfesten Tintentank angeschlossen ist und wobei mittels im Schlittentank angeordneter Tintenniveau- Sensoren der Pumpenmotor ein- oder ausschaltbar ist, so dass Tinte auf Anforde­ rung des Schlittentanks von dem ortsfesten Tintentank in den Schlittentank geregelt förderbar ist.
Die Tintenzufuhr von einem Tintenbehälter zu dem Düsenkopf bzw. zu mehreren Dü­ senköpfen auf dem Schlitten wird bekannterweise unterschiedlich gestaltet.
Es sind auf dem Schlitten mitgeführte Tinten-Kartuschen üblich, die jedoch je nach Tintenvorrat eine große Masse bilden und daher hohe Beschleunigungskräfte erfor­ dern. Solche Kräfte führen zu einem hohen Verschleiß der Antriebsteile. Alternativ könnte eine kleinere Tintenmenge vorgesehen werden, die jedoch die Druckleistung vermindert und ein kurzfristiges Austauschen der leeren Tinten-Kartusche erzwingt.
Der eingangs bezeichnete Tintendrucker ist aus DE 34 28 434 A1 bekannt. Dabei wird das Tintenniveau im Tintentank mittels zwei einfachen Elektroden, die sich auf unterschiedlichen Höhen befinden, gemessen. Dieses als Zweipunkt-Regelung be­ kannte Mess-Prinzip ist jedoch sehr ungenau. Insbesondere ist ein solches Mess- Prinzip nicht für sehr kleine Tintenmengen geeignet. Sehr kleine Tintenmengen sind jedoch für einen auf dem Schlitten des Düsenkopfes befindlichen Tintentank vorteil­ haft.
Es ist ferner aus der DE 27 28 283 C2 eine einzige Tintenkammer innerhalb einer flexi­ blen Gummiblase bekannt, die Mulden bildet. Die Mulden sind durch einen Steg ge­ trennt. In die Mulden ragen Elektroden, von denen zwei zur Erfassung eines flüssigkeits­ spezifischen Vergleichswiderstands dienen und eine weitere Elektrode zur Erfassung des sich in Abhängigkeit vom Pegelstand der Schreibflüssigkeit verändernden Widerstandes vorgesehen ist. Mit Hilfe der Elektroden kann aber nur eine Messung des Widerstandes erfolgen, wobei zur Erzeugung und Auswertung der Meßsignale eine verhältnismäßig aufwendige Schaltungsanordnung notwendig ist.
In der US 5 136 305 ist ein mit Schaum gefüllter Tintenbehälter beschrieben. Inner­ halb des Schaums befindet sich ein Thermistor. Dieser Thermistor wird als Heizele­ ment oder als Temperatursensor eingesetzt. Die thermischen Eigenschaften von Schaum, der mit Tinte gefüllt ist, ändern sich im Lauf der Zeit. Dadurch werden nur Eigenschaften, wie z. B. der Tintengehalt des Schaums gemessen. Der Thermistor bildet dabei nur einen Schutz gegen Überfüllung des Schaums mit Tinte.
Es ist auch von auf dem Markt befindlichen Tintendruckern bekannt, mittels eines ortsfesten Vorratstanks und einer Pumpe Tinte in einen Zwischentank auf dem Schlitten zu fördern. In dem Zwischentank befindet sich ein kleines Tintenvolumen in einer Kammer, die nach einer Seite eine Schwelle aufweist, über die überflüssige Tinte überlaufen kann, wodurch das Tintenniveau konstant gehalten werden soll. Die Überlauftinte muß jedoch als Abfalltinte angesehen werden. Es muß grundsätzlich immer mehr Tinte zugeführt werden als für das Schreiben verbraucht wird. Insgesamt betrachtet entsteht somit ein hoher Tintenverbrauch mit allen Nachteilen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung eines Puffervorratsbe­ hälters bei geringem Tintenverbrauch im Verhältnis zur Schreibleistung dem Düsen­ kopf die gerade benötigte Tintenmenge (mit einem Zuschlag) zur Verfügung zu stel­ len und dafür eine momentan ausreichend genaue Messung des Tinteniveaus zu erzielen.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Schlittentank eine Tintenkammer (A) für die Tintenaufnahme, eine kommunizierende Tintenkam­ mer (B) für eine Ersatzmessung und eine abgedichtet getrennte Tintenkammer (C) für Referenzmessmittel aufweist. Es wird jetzt nur noch Tinte in den Schlittentank zeitlich geregelt gepumpt wie der Verbrauch von Tinte zum Schreiben "vor Ort" er­ folgt. Die Menge kann in Relation zum Schreibverbrauch gering gehalten werden, so daß das Problem hoher Beschleunigungskräfte bzw. des davon abhängigen Ver­ schleißes nicht mehr besteht. Abfalltinte entsteht nicht oder nur in geringem Maß. Ein Puffervorratsbehälter wird nicht mehr benötigt. Die Aufteilung gestattet die Anwen­ dung spezieller Sensoren mit gewünschten Wirkungen.
Eine bevorzugte Ausführungsform besteht darin, daß der Schlittentank eine erste Tintenkammer für die Tintenaufnahme und eine durch eine teilweise schließende Schottwand getrennte zweite Tintenkammer mit jeweils einem auf unterschiedlicher Höhe angeordneten Sensor bildet und daß eine abgedichtet getrennte Referenzsen­ sor-Kammer in der Nähe angeordnet ist. Die Schottwand beruhigt den Tintenspiegel und läßt durch die schlanke Ausbildung der Kammer Wellen erst gar nicht entstehen, wobei die Schottwand mit ihrer Fläche senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schlit­ tens steht.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Sensoren und der Referenz­ sensor jeweils aus einem (Tintenniveau-) Thermistor bestehen. Derartige Thermisto­ ren sind Halbleiter mit temperaturabhängigem Innenwiderstand. Je nachdem, ob die Thermistoren von Luft oder Wasser umgeben sind, findet eine schwächere oder stär­ kere Kühlung statt. Da der Innenwiderstand stark temperaturabhängig ist, kann von dessen aktuellem Wert auf das Tintenniveau geschlossen werden.
Aus den voranstehenden Merkmalen folgt ein weiterer Vorteil, indem der Tintenni­ veau-Thermistor in der ersten Tintenkammer als Not-Aus-Thermistor geschaltet ist.
Für den Fall, daß nämlich der in der zweiten Tintenkammer arbeitende Thermistor defekt sein sollte, schaltet der höher angeordnete Thermistor die Pumpe aus und der Tintendrucker arbeitet ungestört weiter.
Nach einer anderen Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Schottwand, die die erste Tintenkammer von der zweiten Tintenkammer trennt, zum Deckel des Schlittentank­ gehäuses hin gerichtet einen Schottwand-Luftspalt bildet. Dadurch kann ein Luft­ druckausgleich zwischen der ersten und der zweiten Tintenkammer stattfinden.
Die unerwünschte Wellenbildung des Tintenspiegels wird ferner dadurch zumindest gedämpft, wenn nicht ganz verhindert, daß ein schmaler Schottwand-Schlitz, der ei­ ne dämpfende Flüssigverbindung zwischen der ersten Tintenkammer und der zwei­ ten Tintenkammer bildet und in Bewegungsrichtung des Schlittens verläuft, vorgese­ hen ist. Dadurch kann ein gedämpfter Niveauausgleich der Tintenmengen in der er­ sten und in der zweiten Tintenkammer stattfinden.
Eine praktische Bauweise für die Befestigung der Sensoren wird ferner dadurch ge­ schaffen, daß die (Tintenniveau-) Thermistoren vom Deckel aus, eines in Deckel und Schlittentankgehäuses gegliederten Schlittentanks, sich etwa stabförmig nach unten erstrecken.
Nach weiteren Merkmalen ist vorgesehen, dass die (Tintenniveau-) Thermistoren etwa stabförmig hängend oder stehend in den Tintenkammern bzw. in der Referenz­ sensor-Kammer angeordnet sind.
Die elektrische Verbindung zu der Steuerungselektronik wird nach weiteren Merk­ malen dadurch vorbereitet, daß die (Tintenniveau-) Thermistoren mittels Anschluß­ drähten, die durch Kanülen verlaufen, im Deckel mittels Lötstellen angeschlossen sind.
Die weitergehende Verbindung zur Steuerungselektronik ist vorteilhaft dahingehend ausgebildet, daß die Anschlußdrähte für die (Tintenniveau-) Thermistoren in Bohrun­ gen einer Folienleiterplatte enden und eingelötet sind. Dadurch kann durch eine Flachbandsteckverbindung der Anschluß an die Steuerungsleiterplatte der Drucker­ steuerung erfolgen.
Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, daß an der Oberseite des Schlittentanks Tin­ tenzuführungs-Öffnungen und die Öffnung der Tintenentnahme-Bohrung vorgesehen sind, wobei zumindest das Entnahmerohr als Kegelverbindung unmittelbar am Dec­ kel mitangespritzt ist.
Weiterhin wird vorgeschlagen, daß das Schlittentankgehäuse und der Deckel lösbar miteinander verriegelbar sind, wobei die Tintenzuführungs-Öffnungen und die Tin­ tenentnahme-Öffnungen miteinander verbindbar sind.
Eine weitere Maßnahme betrifft die Tintenreinigung, falls die Tinte z. B. durch lang­ zeitiges Nichtbetreiben des Druckers sich in ihrer Zusammensetzung verändert ha­ ben sollte. Hierzu ist vorgesehen, daß an einem Tintenentnahmerohr ein Filterrohr­ abschnitt im Bereich eines Wannenboden-Ringwulstes angeordnet ist.
Vorteilhaft ist ferner eine Maßnahme zur Verhinderung eines Überdrucks bzw. eines Unterdrucks im Schlittentank, wozu vorgeschlagen wird, daß am Deckel eine Tank­ belüftungs-Öffnung mit einem Schlauchanschluß und einem nach innen gerichteten Rohrstummel vorgesehen ist.
Ein weiterer Vorteil betrifft ebenfalls die Reinheit der Tinte. Ablagerungen an den Thermistoren können dadurch verhindert werden, daß die Thermistoren mittels Stä­ ben befestigt sind, welche an ihren unteren Enden eine Kegelform aufweisen.
Das Anwendungsfeld des Tintendruckers kann ferner auf Farbtintendrucker erweitert werden, indem für einen Mehrfarben-Tintendrucker pro Tintenfarbe eine Tintenkam­ mer mit jeweils zwei Tintenniveau-Thermistoren und nur ein einziger Referenz- Thermistor für alle Tintenniveau-Thermistoren aller Tintenkammern vorgesehen sind.
Nach anderen Merkmalen ist vorgesehen, daß sämtliche Tintenniveau-Thermistoren und der Referenz-Thermistor in einer Widerstandsmeßbrücke zusammengeschaltet sind. Dadurch können auch Fehlersituationen erfaßt werden.
Die Widerstandsmeßbrücke kann dann derart aufgebaut sein, daß der Tintenniveau- Thermistor, der Not-Aus-Thermistor und der Referenz-Thermistor parallel zwischen der Brückenspannung und der Groundspannung geschaltet sind. Dieser Aufbau ver­ stimmt die Widerstandsmeßbrücke einseitig, so daß bei Unterbrechung der Leitung zwischen einer Auswerteschaltung und den Thermistoren dennoch ein eindeutiges Signal der Spannung erhalten wird.
Zum Abgleich der Schaltung ist dann noch vorgesehen, daß einem Tintenniveau- Thermistor und nebeneinanderliegendem Not-Aus-Thermistor und Referenz- Thermistor jeweils gegenüber der Versorgungspannung ein Widerstand vorgeschal­ tet ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, die im folgen­ den näher erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Schlittentank senkrecht zur Bewegungs­ richtung des (nicht näher dargestellten) Schlittens,
Fig. 2 eine Querschnitt durch den Schlittentank gemäß Fig. 1, jedoch in Be­ wegungsrichtung gesehen,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Schlittentank in perspektivischer Ansicht,
Fig. 4 eine Draufsicht auf das Schlittentankgehäuse, in perspektivischer Darstellung, ohne den Deckel,
Fig. 5A einen Querschnitt durch den Schlittentank in der Ebene des Entnah­ merohrs bzw. der Tintenzuführungs-Öffnung,
Fig. 5B eine zu Fig. 5A gehörende Draufsicht,
Fig. 6 einen Teilquerschnitt durch den Deckel-Bereich des Schlittentanks in einem etwas größeren Maßstab,
Fig. 7 einen Teilquerschnitt durch den Bodenbereich des Schlittentanks und
Fig. 8 ein Blockschaltbild einer Regelkreisschaltung für die Thermistoren.
Der Schlittentank 1 (Fig. 1) wird auf einem Schlitten in der Ebene der Darstellung bewegt. Der Schlittentank 1 besteht aus einem Schlittentankgehäuse 1a und einem Deckel 10. An den Schlittentank 1 ist zumindest ein Düsenkopf angeschlossen, der mit Tinte versorgt wird. Eine Tintenversorgung, bestehend aus einem ortsfesten, sich im Druckergestell befindlichen Tintentank und einer Pumpe fördert die Tinte in den Schlittentank. Hierzu ist der Schlittentank 1 über die Pumpe unmittelbar an den orts­ festen Tintentank angeschlossen und der Pumpenmotor ist mittels im Schlittentank 1 angeordneter Tintenniveau-Sensoren ein- oder ausschaltbar, so daß Tinte auf Anfor­ derung des Schlittentanks 1 von dem ortsfesten Tintentank in den Schlittentank ge­ regelt förderbar ist und dem Düsenkopf oder den Düsenköpfen zugeführt wird.
Der Schlittentank 1 weist (Fig. 6) eine Tintenkammer (A) für die Tintenaufnahme- Messung, eine Tintenkammer (B) für eine Tinten-Ersatzmessung und eine Tinten­ kammer (C) für Referenzmeßmittel auf.
Der praktische Aufbau des Schlittentanks 1 ergibt sich aus Fig. 1. Dort ist der Schlittentank 1 mit einer ersten Tintenkammer 2 für die Tintenaufnahme und eine durch eine teilweise schließende Schottwand 3 getrennten zweiten Tintenkammer 7 mit jeweils einem auf unterschiedlicher Höhe angeordneten Sensor ausgebildet und außerdem ist eine nicht von Tinte beaufschlagte, abgedichtet getrennte Referenz­ sensor-Kammer 5 dicht nebengeordnet räumlich angeschlossen.
Die Schottwand 3 ist mit einem Schottwand-Luftspalt 3a zum Deckel 10 angeordnet. Dadurch kann ein Luftdruckausgleich zwischen den Tintenkammern 2 und 7 stattfin­ den.
Zur Bildung der Referenzsensor-Kammer 5 ist eine Trennwand 4 vorgesehen, die zum Deckel 10 hin abgedichtet ist und nur einen Referenz-Thermistor 33 als Sensor enthält. Ebenso bestehen die Sensoren der Tintenkammern 2 und 7 aus Thermisto­ ren 31 und 32. Im oberen Bereich des Schlittentankgehäuses 1a ist ein Wannen­ flansch 6 gebildet, um den Deckel 10 mit geeigneten Mitteln lösbar zu verbinden.
Das Schlittentankgehäuse 1a besitzt ferner einen Schottwand-Schlitz 8 (Fig. 2), der sich auf die ganze Höhe der Schottwand 3 erstreckt, um zwischen den Tintenkam­ mern 2 und 7 einen gedämpften Niveauausgleich zu schaffen. Sowohl die Schott­ wand 3 als auch der Schottwand-Schlitz 8 tragen zu einer Beruhigung der Tintenbe­ wegung bei, die durch die Beschleunigung des Schlittens während des Druckens verursacht wird.
Im Deckel 10 (Fig. 1) sind die Thermistoren 31, 32 und 33 jeweils als Stäbe 11, 12 und 13 ausgeführt und befestigt. Der Stab 11 endet mit seinem Stabkopf 11h (vgl. Fig. 6) etwa innerhalb eines Deckel-Ringwalles 11g. Wie der Stab 11 ist auch der Stab 12 mit einer Versiegelung der Drahtdurchführung 12e bzw. einer Versiegelung der Drahtdurchführung 12f elektrisch isoliert eingebaut. Der Stab 13 für den Refe­ renz-Thermistor 33 besitzt (wie auch die Stäbe 11 und 12) eine Kegelform 13a, um dort Ablagerungen oder Tintensäcke zu vermeiden. Diese könnten die Wärmeleitung der Sensoren beeinflussen und damit das Meßergebnis der Thermistoren 31, 32, 33.
Die Tintenniveau-Thermistoren 31, 32 und 33 sind mittels Anschlußdrähten 33a und 33b, die durch Kanülen 13b und 13c verlaufen, im Deckel 10 mittels Lötstellen 22a und 22b angeschlossen. Die Anschlußdrähte 33a und 33b für die Tintenniveau- Thermistoren 31, 32 und 33 enden in Bohrungen einer Folienleiterplatte und werden über ein Flachbandkabel 21 zu einer Steuerungsleiterplatte geführt.
Für den Deckel 10 ist im Schlittentank-Gehäuse 1a eine Deckelnut 14 vorgesehen, in der eine ringförmige Dichtung 51 liegt, die beim Zusammenschrauben oder Zusam­ menschweißen des Deckels 10 mit dem Schlittentank-Gehäuse 1a dichtend zusam­ mengedrückt wird. An den Deckel 10 sind Entnahmerohre 15 (vgl. Fig. 5A) ange­ spritzt, die Schlauchanschlüsse 15a und 15b bilden und ins Innere des Schlittentank- Gehäuses 1a mit Saugrohren 15c und 15d (vgl. Fig. 7) reichen, wobei im Bodenbe­ reich des Schlittentank-Gehäuses 1a Saugrohransätze 15e und 15f geformt sind, deren Funktion nachstehend noch genauer erklärt wird.
An der Oberseite des Schlittentanks 1 sind ferner Tintenzuführungs-Öffnungen 16 aus einem Rohr 16b mit Tintenzuführungs-Schlauchanschlüssen 16a gebildet, wobei am Deckel 10 kegelförmige Gegenöffnungen vorhanden sind.
In der Deckfläche des Deckels 10 ist eine Tankbelüftungsöffnung 17 vorgesehen, die außen einen Schlauchanschluß 17a an einem Rohrstummel 17b bildet. Am entfern­ ten Ende des hier nicht dargestellten Verbindungsschlauches befindet sich ein Ventil, das beim Transport des Tintendruckers verschlossen wird. Der Rohrstummel 17b ist nach innen gerichtet und schräg angeschnitten (Fig. 2). Durch die Form des Rohr­ stummels 17 wird erreicht, daß Tintentropfen, die an die Tankbelüftungsöffnung 17 geschleudert werden, wieder abtropfen und keine Ablagerungen bilden.
Fig. 3 zeigt bei aufgesetztem Deckel 10 das Schlittentankgehäuse 1a, die An­ schlußdrähte 33a und 33b, die in dem Flachbandkabel 21 weitergeführt sind, sodann innerhalb des Deckel-Ringwalls 11g die Schlauchanschlüsse 15a und 15b sowie die Tintenzuführungs-Öffnung 16, die Tankbelüftungs-Öffnung 17 und ein Flanschloch 18.
Fig. 4 gestattet die Einsicht in das Schlittentankgehäuse 1a bei abgenommenem Deckel 10, wobei von oben die Schottwand 3 und der Schottwand-Schlitz 8 zu sehen sind.
Gemäß den Fig. 5A und Fig. 5B sind das Schlittentankgehäuse 1a und der Deckel 10 lösbar miteinander verbunden, z. B. verriegelbar, wobei an der Oberseite des Schlit­ tentanks 1 die Tintenzuführungs-Öffnungen 16 und eine Öffnung des Entnahmerohrs 15 vorgesehen sind. Zumindest das Entnahmerohr 15 ist als eine Kegelverbindung unmittelbar am Deckel 10 mitangespritzt.
Neben der Schottwand 3 im Schliffentankgehäuse 1a verläuft das Rohr 16b für die Tintenzuführungs-Öffnung 16 und benachbart das Entnahmerohr 15 und unterhalb des Deckel-Ringwalls 11 liegt die Dichtung 51. Auf dem Schlauchanschluß 15a ist ein Kegelverbinder 71 aufgesetzt, auf dessen Kegelverbinder-Wulst 71a sich eine Buchse 41 aufstützt, die mittels einer Schraube 42 befestigt ist und der ihre Lage be­ grenzt. An den Kegelverbinder 71 schließt sich ein Druckkopf-Schlauch 72 an.
Gemäß Fig. 5B ist neben der Tintenzuführungs-Öffnung 16 der Schlauchanschluß 15b sichtbar sowie der Kegelverbinder 71 und die Tankbelüftungs-Öffnung 17 inner­ halb des Deckel-Ringwalls 11g.
Fig. 6 zeigt im vergrößerten Maßstab die Schmelzversiegelung und die Herstellung der Drahtdurchführungen. Die drei Schritte des Herstellverfahrens sind wie folgt aus zuführen: Im Zustand vor dem Verschweißen wird ein Anschlußdraht 33a oder 33b mit dem zugehörigen Sensor eingefädelt. Im zweiten Schritt wird ein Schweißwerk­ zeug mit einer beheizten Elektrode 91 auf die Drahtdurchführung aufgesetzt und da­ bei werden der Deckel-Ringwall 11g und der Stabkopf 11h durch den axialen Hub der Schweißelektrode 91 im Schmelzzustand in die ringförmigen Hohlräume 12b und 12c eingedrückt. Diese Bereiche ergeben sodann die Versiegelungen 12e und 12f. Die Schweißelektrode kann jetzt wieder entfernt werden. Im dritten Schritt wird eine Folienleiterplatte aufgesetzt und die Anschlußdrähte 33a und 33b mit Folienleiter­ platten zu Lötstellen 22a und 22b verlötet.
Fig. 7 zeigt den Bodenbereich des Schlittentankgehäuses 1a. Am unteren Ende des Entnahmerohres 15, das ein Saugrohr 15c bzw. 15d mit jeweils einem Saugrohr- Ansatz 15e bzw. 15f bildet, ist ein Filterrohrabschnitt 81 eingesetzt, der sich über einen Wannenboden Spalt 82 hinweg bis zu einem Wannenboden-Ringwulst 9 er­ streckt. Durch diesen Filterrohrabschnitt 81 gelangen Ablagerungen 83 nicht in das Entnahmerohr 15 und werden nicht weiter transportiert, sondern dort, wie gezeich­ net, abgeschieden.
In Fig. 8 ist ein Blockschaltbild einer Regelkreis-Schaltung in Form einer Wider­ standsbrücke dargestellt. Die Widerstandsbrücke besteht aus den Festwiderständen R1 und den stark temperaturabhängigen Widerständen der Thermistoren 31, 32 und 33, mit Rth und Rthref bezeichnet. Aufgrund der Versorgungsspannung Vcc erwär­ men sich durch den Strom die Widerstände Rth und Rthref. Der Widerstand Rthref ist der Referenz-Thermistor 33, der sich immer in Luft in der separaten, abgedichteten Referenzsensor-Kammer 5 befindet und die Umgebungstemperatur mißt. Die mit Rth bezeichneten Widerstände sind die je nach Tinten-Niveau 61 in Luft oder in Tinte befindlichen Tintenniveau-Thermistoren 31 und 32. Beim Ansteigen des Tinten- Niveaus 61 taucht der Widerstand Rth in die Tinte und kühlt sich aufgrund der besse­ ren Wärmeabfuhr gegenüber dem Widerstand Rthref ab, und der Widerstandswert erhöht sich. Es ergibt sich eine Brückenspannung ungleich Null.
Im Gegensatz zu dieser üblichen Funktion einer Widerstandsmeßbrücke ist ein zu­ sätzlicher Widerstand Rkorr eingeführt, der die Wider­ standsmeßbrücke einseitig verstimmt. Für den Fall, daß die Leitung zwischen einer Auswerteschaltung (einschließlich der Widerstände R1 und Rkorr) und den Tinteni­ veau-Thermistoren 31 und 32 in der ersten Tintenkammer 2 und der zweiten Tinten­ kammer 7 unterbrochen ist, ergibt sich dennoch ein eindeutiges Signal U, das den Zustand "genügend Tinte in den Tintenkammern 2 und 7" anzeigt. Durch diese Schaltung kann im Fehlerfall verhindert werden, daß zuviel Tinte in die Tintenkam­ mern 2 und 7 gepumpt wird und die Kammern überlaufen könnten.
Die Funktionsweise ist daher wie folgt:
Die durch die Pumpe geförderte Tinte erreicht den Schlittentank 1 durch eine Flüs­ sigverbindung über die Tintenführungs-Öffnung 16 und strömt durch das Rohr 16b in die erste Tintenkammer 2 bis auf ein Tinten-Niveau 61. Bei Erreichen des Tintenni­ veau-Thermistors 31 sinkt dessen Temperatur, weil dessen Wärmeableitung in einer Flüssigkeit höher ist als in Luft. Die Temperatursenkung erzeugt eine Widerstand­ sänderung, die ein Signal an die Steuerung sendet, um den Pumpenmotor abzu­ schalten. Während des Druckes wird über die Schlauchanschlüsse 15a, 15b durch einen Düsenkopf Tinte abgesaugt, wodurch das Tinten-Niveau 61 absinkt. Sobald das Tinten-Niveau 61 unterhalb den Tintenniveau-Thermistor 31 gesunken ist, er­ wärmt sich dieser wieder, wodurch wiederum eine Widerstandsänderung bewirkt wird. Diese löst das Signal für das Einschalten des Pumpenmotors aus.
Für den Fall eines Defektes am Tintenniveau-Thermistor 31 befindet sich in der er­ sten Tintenkammer 2 der weitere Tintenniveau-Thermistor 32, der um einen Abstand . h höher liegt. Sofern also das Tinten-Niveau 61 im Niveauregelkreis höher steigt als vorgesehen, erreicht die Tinte nach einer gewissen Pumpzeit den Not-Aus- Thermistor 32, der innerhalb der Schaltung unmittelbar auf den Pumpenmotor wirkt und diesen abschaltet. Der Referenz-Thermistor 33 befindet sich in einer separaten, abgedichteten Referenzsensor-Kammer 5, in unmittelbarer Nähe zum Tintenvorrat, so daß Temperaturschwankungen, die im Tintendrucker entstehen, sich möglichst wenig auf das Meßergebnis auswirken, da praktisch die Umgebungstemperatur der Tinte als Bezugsgröße für die Temperaturbestimmung einbezogen wird.

Claims (19)

1. Tintendrucker mit einem, zumindest einen Düsenkopf tragenden, hin und her bewegbaren Schlitten, mit einem ortsfesten Tintentank und einem über eine Pumpe angeschlossenen Schlittentank, der die Düsenköpfe speist, wobei der Schlittentank über die Pumpe unmittelbar an den ortsfesten Tintentank angeschlossen ist und wobei mittels im Schlittentank angeordneter Tintenni­ veau-Sensoren der Pumpenmotor ein- oder ausschaltbar ist, so daß Tinte auf Anforderung des Schlittentanks von dem ortsfesten Tintentank in den Schlit­ tentank geregelt förderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlittentank (1) eine Tintenkammer (A) für die Tintenaufnahme- Messung, eine kommunizierende Tintenkammer (B) für eine Ersatzmessung und eine abgedichtet getrennte Tintenkammer (C) für Referenzmeßmittel auf­ weist.
2. Tintendrucker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlittentank (1) eine erste Tintenkammer (2) für die Tintenaufnahme und eine durch eine teilweise schließende Schottwand (3) getrennte zweite Tintenkammer (7) mit jeweils einem auf unterschiedlicher Höhe angeordneten Sensor bildet und daß eine abgedichtet getrennte Referenzsensor-Kammer (5) in der Nähe angeordnet ist.
3. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoren und der Referenzsensor jeweils aus einem (Tintenniveau-) Thermistor (31, 32, 33) bestehen.
4. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tintenniveau-Thermistor in der ersten Tintenkammer (2) als Not-Aus- Thermistor (32) geschaltet ist.
5. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schottwand (3), die die erste Tintenkammer (2) von der zweiten Tin­ tenkammer (7) trennt, zum Deckel (10) des Schlittentankgehäuses (1a) hin ge­ richtet einen Schottwand-Luftspalt (3a) bildet.
6. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein schmaler Schottwand-Schlitz (8), der eine dämpfende Flüssigverbin­ dung zwischen der ersten Tintenkammer (2) und der zweiten Tintenkammer (7) bildet und in Bewegungsrichtung des Schlittens verläuft, vorgesehen ist.
7. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Tintenniveau-Thermistoren (31, 32, 33) vom Deckel (10) aus, eines in einen Deckel (10) und ein Schlittentankgehäuse (1a) gegliederten Schlit­ tentanks (1), sich etwa stabförmig nach unten erstrecken.
8. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die (Tintenniveau-) Thermistoren (31, 32, 33) etwa stabförmig hängend oder stehend in den Tintenkammern (2; 7) bzw. in der Referenzsensor- Kammer (5) angeordnet sind.
9. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die (Tintenniveau-) Thermistoren (31, 32, 33) mittels Anschlußdrähten (33a, 33b), die durch Kanülen (13b, 13c) verlaufen, im Deckel (10) mittels Löt­ stellen (22a, 22b) angeschlossen sind.
10. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußdrähte (33a, 33b) für die (Tintenniveau-) Thermistoren (31, 32, 33) in Bohrungen einer Folienleiterplatte enden und eingelötet sind.
11. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an der Oberseite des Schlittentanks (1) Tintenzuführungs-Öffnungen (16) und die Öffnung des Tintenentnahmerohrs (15) vorgesehen sind, wobei zu­ mindest das Tintenentnahmerohr (15) als Kegelverbindung unmittelbar am Deckel (10) mitangespritzt ist.
12. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlittentankgehäuse (1a) und der Deckel (10) lösbar miteinander verriegelbar sind.
13. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Tintenentnahmerohr (15) ein Filterrohrabschnitt (81) im Bereich eines Wannenboden-Ringwulstes (9) angeordnet ist.
14. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß am Deckel (10) eine Tankbelüftungs-Öffnung (17) mit einem Schlauchan­ schluß (17a) und einem nach innen gerichteten Rohrstummel (17b) vorgese­ hen ist.
15. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Thermistoren (31, 32, 33) mittels Stäben (11; 12; 13) befestigt sind, wel­ che an ihren unteren Enden eine Kegelform (13a) aufweisen.
16. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß für einen Mehrfarben-Tintendrucker pro Tintenfarbe eine Tintenkammer mit jeweils zwei Tintenniveau-Thermistoren (31, 32) und nur ein einziger Refe­ renz-Thermistor (33) für alle Tintenniveau-Thermistoren aller Tintenkammern vorgesehen sind.
17. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Tintenniveau-Thermistoren (31, 32) und der Referenz- Thermistor (33) in einer Widerstandsmeßbrücke zusammengeschaltet sind.
18. Tintendrucker nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Tintenniveau-Thermistor (31), der Not-Aus-Thermistor (32) und der Referenz-Thermistor (33) parallel zwischen der Brückenspannung (U) und der Groundspannung (GND) geschaltet sind.
19. Tintendrucker nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß einem Tintenniveau-Thermistor (31) und nebeneinanderliegendem Not- Aus-Thermistor (32) und Referenz-Thermistor (33) jeweils gegenüber der Ver­ sorgungspannung (Vcc) ein Widerstand (R1) vorgeschaltet ist.
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