DE19918773A1 - Elektropneumatisch gesteuerte Antriebseinheit für ein Werkzeug - Google Patents
Elektropneumatisch gesteuerte Antriebseinheit für ein WerkzeugInfo
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Abstract
Die Anmeldung betrifft eine Antriebseinheit für ein oder mehrere Bohrspindeln (4) mit einem Gehäuseblock (2), in dem pneumatische Zylinder (12) für den Vorschub der einzelnen Bohrspindeln (4) angeordnet sind. Ein elektropneumatisches Steuerventil (28) für jeden pneumatischen Zylinder (12) ist auf den Gehäuseblock (2) aufgeschraubt und kommuniziert ohne Leitungsverbindung unmittelbar durch deckungsgleiche Anordnung der Austritte der Strömungskanäle (20/30, 22/32) mit dem zugehörigen Zylinder (12). In bevorzugter Ausführung sind auch die Druckluftversorgungskanäle (34) im Gehäuseblock (2) angeordnet und kommunizieren direkt mit den aufgeschraubten Steuerventilen (28). Die elektrische Versorgung (44) für die Steuerventile (28) ist modular ausgebildet und in eine durchgehende Vertiefung (42) im Gehäuseblock (2) untergebracht. Insgesamt ergibt sich eine kompakte und servicefreundliche Anordnung.
Description
Die Erfindung betrifft eine elektropneumatisch gesteuerte Antriebseinheit für
den steuerbaren Vorschub mindestens eines rotierbaren Werkzeuges nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Betroffen sind im wesentlichen
Antriebseinheiten für Bohrer, die kurz als Bohrgetriebe bezeichnet werden.
Bekannte Antriebseinheiten dieser Art sind bereits als fertige, modulartige
Blöcke ausgebildet, die mit einer entsprechend ausgerüsteten
Werkzeugmaschine verbindbar sind. Diese Blöcke enthalten eine oder mehrere
drehbar darin gelagerte Werkzeugspindeln, insbesondere Bohrspindeln, die an
ihrem einen Ende mit einer Werkzeugaufnahme bzw. einem speziellen
Bohrfutter versehen sind und an ihrem anderen Ende mit einer
Antriebsverbindung. Der Antrieb kann beispielsweise von einem externen
Motor aus mittels Zahnriemenübertragung erfolgen, so daß antriebsseitig auf
jeder Werkzeugspindel eine Zahnriemenscheibe vorgesehen ist. Bohrgetriebe
der hier betroffenen Art werden beispielsweise in Holzbearbeitungsmaschinen
verwendet, in denen an einem Werkstück, erforderlichenfalls auch von
verschiedenen Seiten gleichzeitig Bohrungen angebracht werden. Um diese
Bohrungen einzusenken, ist für die Werkzeug- bzw. Bohrspindel ein Vorschub
erforderlich. Es ist bereits bekannt, diesen Vorschub durch einen
pneumatischen Antrieb auszuführen, der durch elektropneumatische Ventile
gesteuert wird.
Zum Zweck des Vorschubes verläuft jede der Werkzeugspindeln in dem
Gehäuseblock, in dem sie gelagert ist, einen Zylinderraum, in dem ein hin und
her beweglicher Kolben angeordnet ist, der drehbar, aber axial unbeweglich
mit der Werkzeugspindel verbunden ist, die somit selbst als Kolbenstange
dient. Um einen Bewegungshub in beiden axialen Richtungen ausführen zu
können, ist eine solche Kolben-Zylinderanordnung doppelseitig beaufschlagbar,
d. h. die Zylinderräume zu beiden Seiten des Kolbens lassen sich wechselweise
mit Druckluft beaufschlagen, wobei der jeweils andere Zylinderraum entlüftet
werden muß. Zu diesem Zweck sind im Gehäuseblock auch bei bereits
bekannten Ausführungen in der Regel zwei Strömungskanäle vorgesehen, die
einerseits in die Zylinderräume zu beiden Seiten des Kolbens münden und
andererseits an geeigneter Stelle in der Oberfläche des Gehäuseblocks enden.
Bei bekannten Ausführungen sind diese in die Oberfläche des Gehäusekanals
mündenden Enden der Strömungskanäle über flexible Druckluftleitungen mit
einem oder einer Gruppe von elektropneumatischen Ventilen verbunden, die an
anderer geeigneter Stelle an der Werkzeugmaschine vorgesehen sind. Da die
elektropneumatischen Ventile mit einem gesteuerten Betätigungsstrom versorgt
werden müssen, sind die zugehörigen elektrischen Schaltungen oft an anderer
Stelle der Maschine in einem Schaltkasten vorgesehen, von dem aus die
Stromversorgungsleitungen zu den Ventilen verlaufen. Diese bekannte
Ausführungsart hat den Vorteil, daß das sogenannte Bohrgetriebe selbst
verhältnismäßig klein gehalten werden kann, wodurch mehrere solcher
Getriebe vorteilhafterweise auf engem Raum je nach Bedarf des Bohrmusters
zusammengefügt werden können.
Es sind auch schon Ausführungen von Bohrgetrieben bekannt, bei denen man
versucht hat, die elektropneumatischen Steuerventile mit dem Bohrgetriebe zu
vereinigen, um so eine in sich geschlossene Antriebseinheit zu erhalten.
Hierfür war es erforderlich, die mit der Antriebseinheit verbundenen
Steuerventile entweder an Ort und Stelle über Druckluftleitungen mit den
Zylinderanschlüssen zu verbinden, oder zwischen Gehäuseblock der
Antriebseinheit und den Ventilen speziell gebohrte Verbindungsblöcke
anzubringen, über die die Druckluftanschlüsse der Antriebseinheit mit denen
der Steuerventile in Strömungsverbindung gebracht wurden. Diese Maßnahme
hat nicht nur die Antriebseinheit insgesamt verteuert, sondern auch ihre
Baugröße erhöht, so daß bei dichter Anordnung mehrerer Werkzeugspindeln
Probleme mit dem zur Verfügung stehenden Konstruktionsraum auftraten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine elektropneumatisch
gesteuerte Antriebseinheit nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 derart
weiterzubilden, daß einerseits zumindest die elektropneumatischen
Steuerventile unmittelbar mit ihr verbunden sind und andererseits möglichst
wenig Konstruktionsraum benötigt wird. Dabei soll die neue Ausbildung keine
speziellen Ventilkonstruktionen erfordern, so daß standardmäßige
elektropneumatische Ventile oder Ventilblöcke Verwendung finden können und
andererseits auch der Austausch der Ventile auf einfache Weise gewährleistet
bleibt.
Die Erfindung sieht dafür vor, daß jeder Werkzeugspindel zumindest ein
elektromagnetisch betätigtes, pneumatisches Steuerventil zugeordnet ist,
welches derart am Gehäuseblock befestigbar ist, daß sich zumindest seine für
die Kolbenbeaufschlagung erforderlichen Ein- und Ausgänge für Druckluft in
Deckung mit den Eingängen der Strömungskanäle im Gehäuseblock befinden
und mit diesen kommunizieren.
Es sind dementsprechend elektropneumatische Steuerventile einzusetzen, die
die entsprechenden Ein- und Ausgänge in ein und derselben Montagefläche
haben. Solche Ventile sind erhältlich. Andererseits sind die Austrittsöffnungen
für die Strömungskanäle im Gehäuseblock derart anzuordnen, daß die
entsprechenden Öffnungen des Ventiles unmittelbar mit ihnen in Deckung
bringbar sind, wobei die Ventile in dieser Aneinanderlage mit dem
Gehäuseblock verschraubbar sein müssen und andererseits auch gewährleistet
ist, daß erforderlichenfalls mehrere Steuerventile nebeneinander auf dem
Gehäuseblock anbringbar sind.
In der Regel sind es zwei Strömungskanäle, die einen pneumatischen Zylinder
im Gehäuseblock versorgen, von denen je einer in einen der beiden
Zylinderräume zu beiden Seiten des Kolbens mündet. Diese beiden
Strömungskanäle sind durch das Steuerventil wechselweise mit Druckluft
beaufschlagbar, während der jeweils andere Strömungskanal auf Entlüftung
geschaltet ist.
Bekannte Ausführungen sehen spezielle Entlüftungsleitungen vor, die mit
mehreren Ventilen verbunden sind. Eine bevorzugte Ausführung der
vorliegenden Erfindung besteht darin, daß die Steuerventile insbesondere an
der ihrer Verbindungsfläche mit dem Gehäuseblock entgegengesetzten Seite
unmittelbar mit Entlüftungsöffnungen versehen sind, die in die Umgebung
münden. Hierdurch und durch die zusätzlich kurze Verbindung zwischen
Ventil und Zylinderraum ergibt sich eine schnelle Entlüftung des Zylinders
ohne große Strömungswiderstände. Es ist bei dieser Ausführung auch nicht
erforderlich, im Ventil geschaltete Entlüftungswege rückwirkend wieder mit
einer gemeinsamen Entlüftungsleitung zu verbinden.
Anders verhält es sich mit der Druckluftversorgung der Steuerventile. Diese
kann grundsätzlich durch eine die Ventile verbindende äußere Druckluftleitung
erfolgen. In bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist nun aber gerade
die Druckluftversorgung in die Gehäuseblöcke hinein verlegt. Auch dieses
Merkmal ist als solches gegenüber dem Stand der Technik neu. Durch die
Gehäuseblöcke verläuft ein Druckluftversorgungskanal. Er ist derart
angeordnet, daß bei Zusammenfügen mehrerer Gehäuseblöcke zu einer
größeren Einheit der Druckluftversorgungskanal eines Gehäuseblockes mit
demjenigen eines anderen Gehäuseblockes in Deckung gelangt. Man erhält so
einen durchgehenden Kanal, der an seinem einen Ende mit einer
Druckluftversorgungsleitung verbunden und an seinem anderen Ende
verschlossen werden kann. Dieser durchgehende Druckluftversorgungskanal ist
innerhalb des Gehäuseblockes mit Abzweigbohrungen versehen, die in die
Montagefläche für die Steuerventile münden und dort unmittelbar mit der
Drucklufteintrittsöffnung eines Steuerventils zur Deckung gelangen. Es ist
daher auch für eine zusammengesetzte Anordnung aus mehreren
Antriebseinheiten für den pneumatischen Teil nur eine einzige
Druckluftversorgungsleitung erforderlich. Wie oben erwähnt, entfallen auch
Entlüftungsleitungen, da in bevorzugter Ausführung die Ventile unmittelbar
entlüften.
Zweckmäßigerweise sind die elektropneumatischen Steuerventile im
wesentlichen parallel zueinander liegend mit einer Seite des Gehäuseblockes
verschraubt.
Verschraubt mit dem Gehäuseblock ist in bevorzugter Ausführungsform der
Ventilkörper des elektropneumatischen Steuerventiles. Sein elektromagnetischer
Antrieb ragt in bevorzugter Gestaltung über eine sich an die Montagefläche
anschließende Vertiefung bzw. einen Rücksprung im Gehäuseblock hinaus, in
dem eine elektrische Leiterplatine für die Ventilsteuerung und die
Stromversorgung angeordnet ist. Diese Vertiefung kann zwar zum Schutz der
Platine mit einem Deckel verschlossen sein, es ergibt sich von dort aber ein
kürzester Leitungsweg für die Stromversorgung des Magnetantriebes eines
Steuerventiles. Gewünschtenfalls kann dies sogar durch unmittelbare
Steckverbindung erfolgen.
Die Leiterplatinen sind vorteilhafterweise ebenfalls modular ausgebildet und in
dem Rücksprung des Gehäuseblockes derart angeordnet, daß sie bei
Zusammenfügen mehrerer Gehäuseblöcke eine durchgehende Platinenreihe
bilden, die im wesentlichen parallel zu der Reihe der elektropneumatischen
Steuerventile verläuft.
Entsprechend erfolgt die Stromversorgung vorteilhafterweise über eine
durchgehende Leitung, die mittels Steckverbindung mit den einzelnen Platinen
verbunden werden kann. Soweit machbar, kann die Stromversorgung für die
Ventilbetätigung einerseits und andererseits die Übertragung der Steuersignale
für das einzelne Ventil und die Stromversorgung für die Elektronik über ein
Zweidrahtsystem erfolgen. In der Regel werden jedoch zwei
Zweidrahtleitungen vorgesehen, von denen die eine für die Stromversorgung
der Ventilmagnete und die andere für die Stromversorgung für die Elektronik
und die Steuersignale dient, für welche im Falle einer Zweidrahtversorgung,
über die die Signale für mehrere Ventile laufen müssen, ein Bus-System
vorgesehen ist, dessen Decoder-Chips auf den einzelnen Platinen angeordnet
sind. Gängig ist beispielsweise ein ASI-Bus, der vier unterschiedliche Signale
per Decoder-Chip empfangen und trennen kann. Wenn nicht mehr als vier
Werkzeugspindeln im Gehäuseblock einer Antriebseinheit enthalten sind, kann
gemäß der Erfindung ein einziger auf einer Platine angeordneter Decoder-Chip
die Signale für ein bis vier elektropneumatische Steuerventile verarbeiten.
Einsetzbar ist für die Übertragung der Steuersignale aber auch beispielsweise
ein Can-Bus, welcher in USA gebräuchlich ist und in der Automobil- und
Flugzeugtechnik viel verwendet wird. Ferner verwendbar sind der Profi-Bus
DP und der Interbus S. Diese Bus-Systeme können bis zu 16 Signale
übertragen.
Zur Verbindung zwischen den Zweidrahtversorgungen und den Leiterplatinen
sind gebräuchliche Steckverbinder verwendbar, die mittels Schneidklemmen an
das durchgehende Versorgungskabel angeklemmt und mit ihrem Ende mit der
Platine verbindbar sind.
Im folgenden wird die Erfindung unter Verweis auf die Figuren der
beigefügten Zeichnungen noch zusätzlich erläutert. Darin stellen dar:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Antriebseinheit und
Fig. 2 eine Draufsicht auf die zusammengefügte Anordnung einer
Antriebseinheit mit zwei Werkzeugspindeln und eine
Antriebseinheit mit drei Werkzeugspindeln.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine Antriebseinheit für ein oder mehrere
Bohrspindeln, wobei der Schnitt in die Längsachse einer der Bohrspindeln
gelegt ist. Die Antriebseinheit weist einen Gehäuseblock 2 auf, in dem die
dargestellte Bohrspindel 4 mit (nicht dargestellten) Lagern drehbar gelagert ist.
Der mit dem Gehäuseblock 2 über Schrauben 6 verbundene Deckel 8 dient
beispielsweise der Aufnahme eines solchen Lagers. An ihrem auf die
zeichnerische Darstellung bezogenen rechten Ende ist die Bohrspindel 4 mit
einem Bohrfutter 10 zur Aufnahme eines (nicht gezeigten) Bohrers versehen.
An ihrem entgegengesetzten Ende ist die Bohrspindel 4 beispielsweise mit
einer (nicht dargestellten) Zahnriemenscheibe für den Rotationsantrieb
versehen. Innerhalb des Gehäuseblockes 2 ist die Bohrspindel 4 von einem
Zylinderraum 12 umgeben, der an seinen beiden axialen Enden gegenüber der
Bohrspindel abgedichtet ist. Die Bohrspindel 4 ist dafür ausgebildet, ein axiales
Bewegungsspiel innerhalb des Zylinderraumes 12 auszuführen. Zu diesem
Zweck ist sie im Zylinderraum 12 mit einem (nicht dargestellten) Kolben
versehen, der axial unbeweglich aber drehbar mit der Bohrspindel 4 verbunden
ist, die ihrerseits damit als Kolbenstange dient.
In die Enden des Zylinderraumes 12 und somit in die zu beiden Seiten des
(nicht dargestellten) Kolbens befindlichen Zylinderkammern münden die
Öffnungen 14 von Strömungskanälen 16 und 18. Die Eingänge 20 und 22 der
Strömungskanäle 16 und 18 münden ihrerseits in eine Montagefläche 24 des
Gehäuseblockes 2. Auf dieser Montagefläche 24 sind mittels Schrauben 26 drei
elektropneumatische Steuerventile 28 unmittelbar angebracht, von denen in
Fig. 1 nur eines in nicht geschnittener Darstellung gezeigt ist.
Gestrichelt dargestellt sind andeutungsweise die Ein- bzw. Ausgänge 30 und 32
des Steuerventils 28, die sich mit den Eingängen 20 und 22 der
Strömungskanäle 16 und 18 in unmittelbarer Deckung befinden.
Im Gehäuseblock 2 ist ferner in einer Richtung senkrecht zur Zeichenebene
verlaufend ein Druckluftversorgungskanal 34 angeordnet, der am Ende des
Gehäuseblockes mit einer Druckluftzufuhrleitung verbunden werden kann.
Dieser Druckluftversorgungskanal 34 ist mit Abzweigkanälen 36 versehen, von
denen einer im Schnitt in Fig. 1 zu sehen ist. Dieser Abzweigkanal 36 befindet
sich in der Montagefläche 24 in unmittelbarer Deckung mit einem
Druckluftversorgungseintritt 38 im Steuerventil 28, der ebenfalls nur
gestrichelt angedeutet ist. Der Abzweigkanal 36 und die Eingänge 20 und 22
der Strömungskanale 16 und 18 sind der Einfachheit halber in der
zeichnerischen Darstellung der Fig. 1 in die gleiche Ebene gelegt worden. Dies
muß nicht so sein, sie können vielmehr in Richtung senkrecht zur
Zeichenebene versetzt angeordnet sein.
An den eigentlichen Ventilkörper des Steuerventils 28 schließt sich nach rechts
in der zeichnerischen Darstellung dessen Magnetantrieb 40 an. Wie aus Fig. 1
erkennbar ist, ragt das Steuerventil 28 mit seinem Magnetantrieb 40 über eine
Vertiefung 42 im Gehäuseblock 2. In dieser Vertiefung 42 ist eine Leiterplatine
44 angeordnet, auf der sich die elektronische Schaltung für die Ansteuerung
des Steuerventiles 28 und die Stromversorgung für dessen Magnetantrieb 40
befinden. Die die Leiterplatine 44 enthaltende Vertiefung 42 ist mit einer
Abdeckung 46 versehen (siehe hierzu auch Fig. 2). Wie weiterhin aus Fig. 2
zu erkennen ist, verlaufen über die Abdeckung 46 der die Leiterplatine 24
enthaltenden Vertiefung 42 zwei Flachkabel 48 und 50. Auf die Flachkabel 48
und 50 sind zur elektrischen Verbindungsherstellung Schneidklemmen 48 bzw.
54 aufgeklemmt, deren Endkontakte 56 und 58 jeweils in eine Leiterplatine 44
eingesteckt oder eingelötet sind. Das Flachkabel 48 dient beispielsweise der
Stromversorgung für die Magnetantriebe 40 und das Flachkabel 50 der
Übertragung der Spannung für die Elektronik und der Steuersignale, die in
einem (nicht dargestellten) auf der Leiterplatine 44 angeordneten Bus
(Decoder-Chip) identifiziert und getrennt werden.
Aus der Draufsicht der Fig. 2 ist erkennbar, daß dort zwei Antriebseinheiten,
nämlich eine mit zwei Bohrspindeln (links) und eine weitere mit drei
Bohrspindeln (rechts) zusammengefügt sind. Die an sich in der Draufsicht
sichtbaren Bohrfutter sind in Fig. 2 weggelassen.
In der Draufsicht der Steuerventile 28 in Fig. 2 sind auch noch deren
Entlüftungsöffnungen 60 und 62 jeweils zu erkennen, die bei entsprechender
Ventilschaltung zur unmittelbaren Entlüftung der Strömungskanäle 16 bzw. 18
dienen.
Aus der zeichnerischen Darstellung, insbesondere der Fig. 1, ist deutlich
erkennbar, wie die Steuerventile 28 unmittelbar an den Gehäuseblock 2
angeschraubt sind, wodurch sich einerseits eine sehr kompakte Bauweise und
andererseits kürzeste Strömungswege zum und vom Zylinderraum 12 ergeben,
wobei insbesondere ein sehr kurzer Strömungsweg zu den
Entlüftungsöffnungen 60 an der Oberseite der Steuerventile 28 gegeben ist.
Der im Gehäuseblock 2 untergebrachte gemeinsame Druckluftversorgungskanal
34 sorgt zusätzlich dafür, daß die Steuerventile 28 selbst von außen mit
keinerlei Leitungsanschluß versehen werden müssen. Sie werden lediglich auf
die Montagefläche 24 des Gehäuseblockes 2 aufgeschraubt, wodurch sämtliche
erforderlichen Luftverbindungen hergestellt werden. Ein Austausch der Ventile
ist dementsprechend einfach.
Besonders vorteilhaft ist auch die Anordnung der Leiterplatinen 44 in vertiefter
Lage unterhalb der Magnetantriebe 40 der Steuerventile 28. Hierdurch wird
nicht nur eine zusätzliche räumliche Ausladung der Konstruktion vermieden, es
ist ein kürzester Leitungsweg von der Leiterplatine 44 zum Magnetantrieb 40
gegeben, der gewünschtenfalls durch eine Steck- oder auch Lötverbindung
realisiert werden kann. Auch die gesamte elektrische Versorgung der
Leiterplatinen 44 und somit der Antriebseinheiten erfolgt auf einfachste Weise
lediglich durch zwei durchlaufende, zweiadrige Flachkabel, die an gewünschter
Stelle durch Schneidklemmen angezapft und über eine Steck- oder
Lötverbindung mit der Leiterplatine 44 verbunden werden können. Wie aus
Fig. 2 erkennbar ist, ragen die Verbinder 52 sogar in den Zwischenraum
zwischen den Steuerventilen, und durch ihre versetzte Anordnung mit den
Verbindern 54 ist eine überlappende Anordnung und ebenfalls Raumersparnis
möglich. Die Verbinder 52 und 54 ragen überdies nicht über die Oberseite der
Steuerventile 28 hinaus, sie bleiben mit ihrer Oberfläche vielmehr erheblich
unterhalb der Oberseite der Ventile, wodurch eine zweckmäßige
Bauteilverjüngung zu den Bohrfuttern hin erreicht wird. Die Antriebseinheiten
gemäß der Erfindung lassen sich problemlos und raumsparend zu
Mehrfachanordnungen miteinander verbinden. Die pneumatische und
elektrische Energieversorgung solcher Mehrfachanordnungen ist dabei auf
einfachste und raumsparendste Weise gelöst.
Claims (11)
1. Elektropneumatisch gesteuerte Antriebseinheit für den steuerbaren
Vorschub mindestens eines rotierbaren Werkzeuges mit
- - einem maschinenfest in einer Arbeitsmaschine anbringbaren Gehäuseblock,
- - mindestens einer in diesem Gehäuseblock rotierbar geführten Werkzeugspindel, deren eines Ende mit einem Rotationsantrieb verbindbar ist und deren anderes Ende mit Mitteln zur Aufnahme des Werkzeuges versehen ist,
- - einem die Werkzeugspindel innerhalb des Gehäuseblockes umgebenden Zylinderraum,
- - einem innerhalb des Zylinderraumes axial unbeweglich auf der als Kolbenstange dienenden Werkzeugspindel angebrachten Kolben und
- - im Gehäuseblock angeordneten und mit dem Zylinderraum kommunizierenden Strömungskanälen, die mit einer elektromagnetisch gesteuerten Druckluftversorgung verbindbar sind, zum wechselseitigen Beaufschlagen des Kolbens mit Druckluft für das Erzeugen eines axialen Hubspieles der Werkzeugspindel,
2. Antriebseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Gehäuseblock (2) ein bis zwölf Werkzeugspindeln (4) enthält.
3. Antriebseinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
im Gehäuseblock (2) ein Druckluftversorgungskanal (34) vorgesehen ist
und daß der Druckluftversorgungseingang (38) eines
elektromagnetischen Steuerventiles (28) sich in Deckung mit einem
Abzweigkanal (36) des Druckluftversorgungskanales (34) befindet und
mit diesem kommuniziert.
4. Antriebseinheit nach mindestens einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß für jeden Zylinderraum (12) im Gehäuseblock (2)
zwei Strömungskanäle (16, 18) vorgesehen sind, von denen je einer in
eine der beiden Zylinderkammern zu beiden Seiten des Kolbens mündet
und je nach beabsichtigter Bewegungsrichtung des Kolbens durch ein
Steuerventil (28) wechselweise als Druckluftbeaufschlagungskanal für
die betreffende Zylinderkammer oder als Entlüftungskanal für die
Zylinderkammer schaltbar ist.
5. Antriebseinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß für die
Entlüftung jeder der beiden Zylinderkammern eine durch das
Steuerventil (28) mit dem zugehörigen Strömungskanal (16, 18)
verbindbare Entlüftungsöffnung (60, 62) direkt am Steuerventil (28)
vorgesehen ist, die unmittelbar mit der Umgebung kommuniziert.
6. Antriebseinheit nach mindestens einem der Ansprüche 1-5, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere Gehäuseblöcke (2) zu einer größeren
Einheit zusammenfügbar sind.
7. Antriebseinheit nach mindestens einem der Ansprüche 3-6, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Druckluftversorgungskanäle (34)
zusammengefügter Gehäuseblöcke (2) miteinander in Deckung befinden.
8. Antriebseinheit nach mindestens einem der Ansprüche 1-7, dadurch
gekennzeichnet, daß am Gehäuseblock (2) eine Leiterplatine (44) mit
einer elektronischen Steuerschaltung und Stromversorgung für den
Magnetantrieb (40) jedes elektropneumatischen Steuerventiles (28)
angebracht ist, und daß mehrere Leiterplatinen (44) über eine
gemeinsame oder getrennte Leitungen (48, 50) für die
Ventilansteuerung und die Stromversorgung des Magnetantriebes (40)
mittels Schneidklemmen (52, 54) zusammenschaltbar sind.
9. Antriebseinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Leitung (50) für die Ventilansteuerung die insbesondere
Zweidrahtleitung eines Bus-Systems ist, dessen Decoder (Chips) auf den
Platinen (44) angeordnet sind.
10. Antriebseinheit nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Strömventile mit ihrem Ventilkörper mit dem Gehäuseblock (2)
verschraubt sind und daß ihre Magnetantriebe (40) über die
Leiterplatine (44) ragen, zur kurzen Leitungsverbindung für ihre
Stromversorgung.
11. Antriebseinheit nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Werkzeugspindeln (4) Bohrspindeln zur
Aufnahme von Bohrern sind.
Priority Applications (1)
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| DE19918773A DE19918773A1 (de) | 1998-04-29 | 1999-04-24 | Elektropneumatisch gesteuerte Antriebseinheit für ein Werkzeug |
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Publications (1)
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