DE19923035A1 - Lackabstreifdüse - Google Patents
LackabstreifdüseInfo
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Abstract
Gezeigt ist eine Lackabstreifdüse (1, 2) für die Drahtlackierung, mit einem Tragrohr (3, 4) und einem Kern (5, 6) aus verschleißfestem Material mit einem Loch (7), wobei der Kern (5, 6) vorzugsweise an der Auslaufseite des Tragrohres (3, 4) angeordnet ist. Die Besonderheit besteht darin, daß das Tragrohr (3, 4) aus Kunststoffmaterial ist und auslaufseitig einen angespritzten, nach innen weisenden Kragen (8, 9) aufweist. Der Kern (5, 6) wird in einem Preßsitz (10, 11) im Tragrohr (3, 4) gehalten. Bei Vertikal-Lackierung ist die Düse quergeteilt und besteht aus zwei ineinander gesteckten Teilen (13, 14), die mit einer Fügeverbindung (12) miteinander verriegelt sind. Ein Zentrierring (17) erleichtert das Einführen des Drahtes (28).
Description
Die Erfindung betrifft eine Lackabstreifdüse für die
Drahtlackierung, mit einem Tragrohr und einem Kern aus
verschleißfestem Material mit einem Loch, wobei der Kern
vorzugsweise an der Auslaufseite des Tragrohres angeordnet ist.
Lackabstreifdüsen der eingangs genannten Art dienen in der
Lackdraht-Industrie dazu, den zunächst mit einer viel zu dicken
Lackschicht belegten Draht, meist Kupferdraht, durch die
Lackabstreifdüse zu führen, die mit einem Kaliberabschnitt im
Kern, den überschüssigen Lackanteil abstreift. Die gewünschte
Auftragsdicke der Lackschicht kann z. B. 0,02 mm betragen.
Derartige Lackabstreifdüsen sind aus der Praxis bekannt,
sie haben vorzugsweise ein Tragrohr aus Edelstahl und einen
Kern aus Hartmetall. Der Kern ist in einer Tasche am
auslaufseitigen Ende des Tragrohres angeordnet und stützt sich
mit seiner einlaufseitigen ringförmigen Stirnseite an einer
Ringfläche im Tragrohr ab. Auslaufseitig ist der Kern meistens
an seinem Außenumfang gefast und das ihn umfassende Tragrohr
wird nach Einsetzen des Kerns in die Tasche im Bereich der Fase
eingezogen oder achsial gestaucht. Für einen optimalen
Lacktransport durch das Tragrohr bildet man den
Rohrinnenquerschnitt oft konisch aus, mit dem großen
Durchmesser einlaufseitig und dem kleinen Durchmesser an der
Seite des Kerns. Die Länge des Tragrohres kann zwischen 30 mm
und ca. 10 mm betragen, wobei das Tragrohr bei der zuletzt
genannten Länge fast nur noch eine Art Fassung für den Kern
darstellt. Zur Befestigung des Tragrohres in einem Geschirr
dient entweder eine Taille außen ungefähr auf dessen Längsmitte
oder ein Kugelbauch an ähnlicher Stelle, je nach Art der
Maschine (vertikal oder horizontal).
Die Fertigung der Tragrohre ist wegen der vergleichsweise
komplexen Form recht aufwendig und kostspielig.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine
Lackabstreifdüse vorzuschlagen, deren Tragrohr einfacher und
kostengünstiger herzustellen ist.
Die Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß das
Tragrohr aus Kunststoffmaterial ist und auslaufseitig einen
angespritzten, nach innen weisenden Kragen aufweist.
Das Kunststoffmaterial, z. B. Polyamid hat eine ausreichende
Festigkeit und Formstabilität und ist auch gegen die üblichen
Lacklösemittel resistent. Der Kern wird von der Einlaufseite
der Düse eingeschoben und kann durch den angespritzten Kragen
nicht durchgezogen werden. Das Anspritzen der Lippe bietet den
Vorzug der größeren Zuverlässigkeit gegenüber einer
nachträglichen Warmumformung. Die Erfindung bietet zudem den
Vorteil, daß es einer nachträglichen Umformung des Tragrohres
nicht mehr bedarf.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung ist darin zu sehen,
daß der Kern mit einem Preßsitz einlaufseitig des Kragens in dem
Tragrohr befestigt ist. Durch den niedrigen E-Modul der
Kunststoffe - im Vergleich zu Stahl - kann der Kern von Hand
von der Einlaufseite her eingeschoben werden bis an den
angespritzten Kragen, ohne daß die Gefahr bestünde, daß der
Kern dabei zerplatzt.
Eine Weiterbildung der Erfindung hat ihre Besonderheit darin,
daß das Tragrohr quergeteilt ist und mit einer Fügeverbindung
zwischen den beiden Teilen des Tragrohrs zusammengehalten wird.
Diese Weiterbildung soll insbesondere bei größeren Lackdüsen
Anwendung finden, bei denen der Durchtrittsquerschnitt des
Tragrohres kleiner ist als der Außendurchmesser des Kerns. In
dem zweiteiligen Tragrohr wird die Tasche für den Kern nach Art
eines Schuhkartons zusammengesetzt. Vorzugsweise bildet die
Tasche für den Kern eine Art Kopf an der Lackabstreifdüse, in
den ein Hals, der etwa den Durchmesser des Kerns hat,
eingesteckt wird.
In bevorzugter Ausgestaltung der geteilten Düse wird
vorgeschlagen, daß die Fügeverbindung aus zwei achsial
ineinander zu steckenden Teilen besteht, von denen eines im
Bereich der Fügeverbindung eine vorstehende Lippe und das
andere an entsprechender Stelle einen entsprechenden Einschnitt
aufweist. Das erlaubt eine einfache Montage der Teile des
Tragrohrs durch eine Verbindung an der Nahtstelle zwischen
Form- und Reibschluß.
Um eine sichere Verbindung von hoher Belastbarkeit der
Fügestelle zu gewährleisten, wird nach einem ergänzenden Merkmal
vorgeschlagen, daß die Lippe und oder der Einschnitt umlaufend
ausgebildet sind. Es können auch mehrere Lippen und zugehörige
Einschnitte im Bereich der Fügestelle vorgesehen sein.
Bei einstückig ausgebildeteten Lackabstreifdüsen, wird zur
Vereinfachung der Montage vorgeschlagen, daß der Preßsitz mit
Ausnahme des auslaufseitig angeordneten Kragens die engste
Stelle des Tragrohres oder des Teiles des Tragrohres bildet.
Das erlaubt einen einfachen Zugang zu der Stelle des Preßsitzes
für den einzufügenden Kern.
Um das Einführen des Drahtes in die Lackabstreifdüsen zu
erleichtern wird zur Verbesserung der erfindungsgemäßen Düsen
vorgeschlagen, daß einlaufseitig des Kerns im Tragrohr ein
trichterförmiger Zentrierring vorgesehen ist, der sich an der
Innenwandung des Rohres abstützt und den Rand des Kernes an
dessen einlaufseitiger Stirnseite abdeckt.
In Weiterführung der vorgenannten Verbesserung soll der
Zentrierring mit einem Preßsitz in dem Tragrohr gehalten
werden.
Schließlich kann die Befestigung des Kerns in dem Tragrohr
dadurch erfolgen, daß der Zentrierring eingeklebt ist.
Die Erfindung wird im einzelnen anhand der Zeichnung erläutert.
Dabei zeigen
Fig. 1 Eine Lackabstreifdüse für die horizontale
Draht-Lackierung;
Fig. 2 eine Lackabstreifdüse für die vertikale
Drahtlackierung
Fig. 1 zeigt eine Lackabstreifdüse 1 für die horizontale
Drahtlackierung mit einem Tragrohr 3 aus Kunststoffmaterial und
einem Kern 5 aus Hartmetall. Das Tragrohr 3 hat einen
Kugelbauch 22, mit dem es sich an einem nicht gezeigten Gatter
abstützt. Durch die kugelige Ausbildung kann ein dick mit Lack
belegter Draht, der in Richtung des Pfeiles 30 durch die
Lackabstreifdüse gezogen wird, die Schwenklage der Düse 1 in
gewissen Grenzen bestimmen, ohne daß es zu Beschädigungen des
Drahtes oder der diesen umgebenden Lackschicht kommen kann. Der
Draht 28 nimmt große Mengen Lack mit in die Düse und der Kern 5
streift den überschüssigen Lack ab. Das Tragrohr 3 hat
eingangsseitig einen kurzen konischen Abschnitt 24, an den sich
ein die Länge der Düse 1 im wesentlichen ausmachender
zylindrischer Abschnitt 25 anschließt. Am Ende dieses
zylindrischen Abschnittes 25 ist ein Zentrierring 17 mit einem
Preßsitz befestigt, der den eigentlichen Kern nach hinten
abstützt und das Einführen des Drahtes 28 bei der Beschickung
der Maschine erleichtert. Der Kern 5, der mit seinem Loch 7 das
Kaliber für die Lackschicht bildet und der vorzugsweise aus
Hartmetall oder evtl. aus Diamant besteht, schließt die
Lackabstreifdüse 1 auslaufseitig ab. Der Kern 5 wird von einem
angespritzten Kragen 8 gehalten, der nach innen weist und
zusätzlich zu einem Preßsitz 10 zwischen dem Kern 5 und dem
zugehörigen Endabschnitt des Tragrohres 3 ein Durchziehen des
Kerns 5 verhindert. Der Preßsitz 10 hat die Aufgabe, ein
Verschieben des Kerns 5 im Tragrohr 3 generell zu verhindern,
während der Kragen 8 ein Durchrutschen des Kernes 5 in
Richtung des Pfeiles 30 verhindert.
Der Kern 5 wird von der Einlaufseite her in das Tragrohr 3
eingeführt und abschließend in den press gepaßten Sitz im
Kunststoff-Tragrohr eingedrückt. Wegen der Zuführrichtung 30
bildet der Preßsitz 10 am auslaufseitigen Ende des Tragrohres
die engste Stelle im Tragrohr 3 auf dem Weg des Kernes 5 bei
dessen Einführung.
Die in Fig. 2 gezeigte Lackabstreifdüse 2 umfaßt ein Tragrohr 4
und einen Kern 6. Das Tragrohr 4 besteht aus zwei Teilen 13,
14, wobei das einlaufseitige Teil 14 an seinem auslaufseitigen
Ende eine Taille 23 aufweist, auf die das kopfartige Teil 13
aufgesteckt wird. Das einlaufseitige Teil 14 des Tragrohres 4
hat eine lange, bis in den Bereich der Taille 23 ragende
konische Bohrung 26, die im Bereich der Taille 23 in ein
Reststück Bohrung mit zylindrischer Form mündet. Der Kern 6 hat
wiederum einlaufseitig einen konischen Abschnitt in einem
Winkelbereich von 40 bis 90°, der in ein das Kaliber für den
Draht 29 bildendes Loch 21 mündet. Der Kern 6 ist mit einer
Preßpassung 11 in den kopfartigen Teil 13 der Düse 2 gehalten
und wird in Richtung 31 des durchlaufenden Drahtes 29 durch
einen angespritzten, nach innen weisenden Kragen an der
Auslaufseite des Teiles 13 in seiner Position gesichert. Der
Kern wird in Richtung des Pfeiles 31 in das kopfartige Teil 13
eingeführt. Der Einführweg ist wesentlich kürzer als bei der in
Fig. 1 gezeigten Düse.
Die Teile 13 und 14 sind durch eine Fügeverbindung 12
dauerhaft miteinander verbunden. Die Fügeverbindung 12 ist eine
Steckverbindung, bei der die Taille 23 am Teil 14 wie ein Stück
Hals in das kopfförmige Teil 13 eingeschoben wird. Zur
Verriegelung ist im Bereich der Steckverbindung am
auslaufseitigen Ende der Taille 23 eine nach außen weisende
umlaufende Lippe 15 angeformt, die in einen Einschnitt 16 am
kopfförmigen Teil 13 der Lackabstreifdüse 2 ausgebildet ist.
Bei der Montage lassen sich die beiden Teile 13, 14 durch
kurzfristige elastische Verformung dauerhaft miteinander
verbinden. Gleichzeitig wird der Kern 6 axial verspannt.
Die Verwendung eines quergeteilten Tragrohres 4 erlaubt den
Einsatz eines großen Düsenkerns bei einer schlanken Taille,
ohne daß es eines Arbeitsschrittes "Verankerung des Kerns" in
seiner Tasche bei einer Zuführung von der Stirnseite 32 in ein
Tragrohr ohne den nach innen weisenden angespritzten Kragen 9
bedUrfte. Das fertig gespritzte Tragrohr mit nach innen
weisendem angespritztem Kragen ist eine technisch sichere und
optisch ansprechende Gestaltung des den Kern aufnehmenden
Abschnittes des Tragrohres.
Alle beschriebenen oder bildlich dargestellten Merkmale bilden
für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den
Gegenstand der Erfindung, auch unabhängig von ihrer
Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
Claims (10)
1. Lackabstreifdüse (1, 2) für die Drahtlackierung, mit einem
Tragrohr (3, 4) und einem Kern (5, 6) aus verschleißfestem
Material mit einem Loch (7), wobei der Kern (5, 6) vorzugsweise
an der Auslaufseite des Tragrohres (3, 4) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Tragrohr (3, 4) aus Kunststoffmaterial ist und auslaufseitig
einen angespritzten, nach innen weisenden Kragen (8, 9)
aufweist.
2. Lackabstreifdüse nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet,
daß der Kern (5, 6) mit einem Preßsitz (10, 11) einlaufseitig
des Kragens (8, 9) in dem Tragrohr (3, 4) befestigt ist.
3. Lackabstreifdüse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Tragrohr (4) quergeteilt ist und mit
einer Fügeverbindung (12) zwischen den beiden Teilen (13, 14)
des Tragrohrs (4) versehen ist.
4. Lackabstreifdüse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fügeverbindung (12) aus zwei achsial ineinander zu
steckenden Teilen (13, 14) besteht, von denen eines im Bereich
der Fügeverbindung (12) eine vorstehende Lippe (15) und das
andere an entsprechender Stelle einen entsprechenden
Einschnitt (16) aufweist.
5. Lackabstreifdüse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lippe (15) und/oder der Einschnitt (16) umlaufend
ausgebildet sind.
6. Lackabstreifdüse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Preßsitz (12) mit Ausnahme des
auslaufseitig angeordneten Kragens (9) die engste Stelle des
Tragrohres (3) oder des zugehörigen Teiles (13) des
Tragrohres (4) bildet.
7. Lackabstreifdüse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß einlaufseitig des Kerns (5) im Tragrohr () ein
trichterförmiger Zentrierring (17) vorgesehen ist, der sich an
der Innenwandung (18) des Rohres (3) abstützt und den Rand des
Kernes (5) an dessen einlaufseitiger Stirnseite (19) abdeckt.
8. Lackabstreifdüse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zentrierring (17) mit einem Preßsitz in dem Tragrohr (3)
gehalten wird.
9. Lackabstreifdüse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zentrierring (17) eingeklebt ist.
10. Lackabstreifdüse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zentrierring mit dem Tragrohr verrastet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999123035 DE19923035A1 (de) | 1999-05-19 | 1999-05-19 | Lackabstreifdüse |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1999123035 DE19923035A1 (de) | 1999-05-19 | 1999-05-19 | Lackabstreifdüse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19923035A1 true DE19923035A1 (de) | 2000-11-23 |
Family
ID=7908554
Family Applications (1)
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| DE1999123035 Withdrawn DE19923035A1 (de) | 1999-05-19 | 1999-05-19 | Lackabstreifdüse |
Country Status (1)
| Country | Link |
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