DE19924180A1 - Vorrichtung zur Behandlung eines endlosen Warenbahnstranges - Google Patents

Vorrichtung zur Behandlung eines endlosen Warenbahnstranges

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Abstract

Es wird eine Vorrichtung zur Behandlung, insbesondere zum Vorbehandeln, Abkochen, Bleichen, Beuchen, Färben und/oder Nachbehandeln, eines endlosen Warenbahnstranges in Form eines gewirkten oder gestrickten Schlauches beschrieben, wobei die Vorrichtung einen mit mindestens einer Beschickungsöffnung für das Ein- und Ausführen des Warenbahnstranges versehenen Autoklaven, eine dem Autoklaven zugeordnete und als Gasdüse ausgestaltete Transporteinrichtung für den Warenbahnstrang und ein Flottenzirkulationssystem für die Behandlungsflotte aufweist. In Transportrichtung des endlosen, schlauchförmigen Warenbahnstranges gesehen unmittelbar ist vor und/oder hinter der als Gasdüse ausgestalteten Transporteinrichtung eine Einspritzeinrichtung für die Behandlungsflotte angeordnet. Die Einspritzeinrichtung ist ferner mit dem Flottenzirkulationssystem verbunden.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behand­ lung, insbesondere zum Vorbehandeln, Abkochen, Bleichen, Beu­ chen, Färben und/oder Nachbehandeln, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
Um textile Warenbahnstränge zu behandeln, insbesondere vorzube­ handeln, abzukochen, zu bleichen, zu beuchen, zu färben und/oder nachzubehandeln, werden im Rahmen der Textilveredelung seit über 20 Jahren Vorrichtungen verwendet, die üblicherweise auch als Strangbehandlungsmaschinen oder -apparate bezeichnet werden und die zumindestens einen endlosen Warenbahnstrang auf­ nehmen können. Hierbei wird dieser Warenbahnstrang nach Be­ schicken der Strangbehandlungsaggregate dadurch erzeugt, daß der Anfang und das Ende des Warenbahnstranges zusammengenäht werden, so daß so eine endlose Warenbahnschlaufe gebildet wird, die dann für eine vorgegebene Behandlungszeit kontinuierlich durch Transport dieser Warenbahnschlaufe in der Vorrichtung mit der Behandlungsflotte in Kontakt gebracht wird. Um diesen Transport des endlosen Warenbahnstranges zu bewirken, weisen die bekannten Strangbehandlungsapparate neben einer Be­ schickungsöffnung für das Ein- und Ausführender Warenbahn eine Transporteinrichtung für den aus der Warenbahn erstellten Wa­ renbahnstrang auf, wobei diese Transporteinrichtung eine Gas­ düse umfaßt, die derart ausgebildet und relativ zum Warenbahn­ strang angeordnet ist, daß der Warenbahnstrang mittels dieser Gasdüse transportiert wird. Desweiteren besitzen die bekannten Strangbehandlungsmaschinen einen allseitig geschlossenen Auto­ klaven, wobei diesem Autoklaven ein Flottenzirkulationssystem für die jeweils verwendete Behandlungsflotte zugeordnet ist, derart, daß während der Behandlung nicht nur der endlose Waren­ bahnstrang innerhalb der Strangbehandlungsmaschine transpor­ tiert und verlegt sondern auch gleichzeitig die jeweilige Be­ handlungsflotte umgewälzt wird. Auf derartige bekannte Strang­ behandlungsmaschinen lassen sich dann Behandlungen insbesondere in einem Flottenverhältnis von 1 : 2 bis 1 : 5 durchführen, wobei das Flottenverhältnis das Verhältnis des jeweiligen Warenge­ wichtes zum Flottenvolumen darstellt. Derartige Kurzflottenbe­ handlungen erlauben dann ein besonders wirtschaftliches Vorbe­ handeln, Abkochen, Bleichen, Beuchen, Färben und/oder Nachbe­ handeln von insbesondere gewebten, gewirkten oder gestrickten Warenbahnsträngen.
Wenn jedoch auf der zuvor beschriebenen Strangbehandlungsma­ schine die jeweils zu behandelnde Warenbahn in Form eines ge­ wirkten oder gestrickten Schlauches vorliegt, d. h. somit in ei­ ner Form, wie die Warenbahn von der jeweiligen Wirk- oder Strickmaschine kommt, kann die Behandlung auf der zuvor be­ schriebenen bekannten Strangbehandlungsmaschine erhebliche Pro­ bleme bereiten. Diese Probleme drücken sich dadurch aus, daß der in die Behandlungsvorrichtung eingebrachte endlose Waren­ bahnschlauch bei seinem Transport mittels der Gasdüse durch das hierdurch zugeführte Gas, bei dem es sich vorzugsweise um Luft und/oder um ein Luft-Dampf-Gemisch handelt, so weit aufgeblasen wird, daß ein störungsfreier Transport eines derartigen endlo­ sen Warenbahnschlauches nicht sichergestellt ist. Ein diesbe­ zügliches Aufblasen des Warenbahnschlauches, das auch in der textilen Fachsprache als "Ballooning" bezeichnet wird, führt dann zu einem ungleichmäßigen Transport und damit zu erhebli­ chen Störungen und Unegalitäten, so daß letztendlich auf den heute zur Verfügung stehenden Vorrichtungen ein endloser ge­ wirkter oder gestrickter Warenbahnschlauch unter Anwendung von Kurzflottenbehandlungstechnologien nicht einwandfrei behandelt werden kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der vorstehend genannten Art zur Verfügung zu stel­ len, mit der schlauchförmig gewirkte oder gestrickte Warenbahn­ stränge störungsfrei insbesondere auch unter Anwendung von Kurzflottentechnologien zu behandeln sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Behandlung, insbesondere zum Vorbehandeln, Abkochen, Bleichen, Beuchen, Färben und/oder Nachbehandeln, eines endlosen Warenbahnstranges in Form eines gewirkten oder gestrickten Schlauches, weist, wie die eingangs beschriebene bekannte Vorrichtung, einen mit mindestens einer Beschickungsöffnung für das Ein- und Ausführen des Warenbahn­ stranges versehenen Autoklaven auf. Hierbei ist dem Autoklaven mindestens eine als Gasdüse ausgestaltete Transporteinrichtung für den Warenbahnstrang zugeordnet, wobei der Autoklave deswei­ teren mit einem Flottenzirkulationssystem für die jeweils ver­ wendete Behandlungsflotte versehen ist. In Transportrichtung des endlosen Warenbahnstranges gesehen unmittelbar vor und/oder unmittelbar hinter der als Gasdüse ausgestalteten Transportein­ richtung ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine Ein­ spritzeinrichtung für die Behandlungsflotte angeordnet, wobei diese Einspritzeinrichtung für die Behandlungsflotte mit dem Flottenzirkulationssystem verbunden ist, so daß die während der Behandlung umgewälzte flüssige Behandlungsflotte teilweise oder vollständig über die Einspritzeinrichtung auf den kontinuier­ lich transportierten endlosen Warenbahnschlauch gerichtet wird. Hierdurch wird dann dieser Warenbahnschlauch ständig mit der flüssigen Behandlungsflotte genetzt.
Überraschend konnte festgestellt werden, daß bei der zuvor be­ schriebenen erfindungsgemäßen Vorrichtung das eingangs beim Stand der Technik erwähnte und auf den herkömmlichen Strangbe­ handlungsmaschinen auftretende Aufblasen des endlosen Waren­ bahnstranges nicht auftrat, so daß dementsprechend auf der er­ findungsgemäßen Vorrichtung gewirkte oder gestrickte endlose Schläuche von Warenbahnen störungsfrei behandelt werden können.
Dies trifft auch selbst dann zu, wenn die erfindungsgemäße Vor­ richtung zur Behandlung von relativ leichten, sehr dicht ge­ wirkten oder gestrickten Warenbahnschläuchen verwendet wird, so daß erstaunlicherweise selbst diese dicht eingestellten und re­ lativ leichten Warenbahnschläuche bei ihrer Behandlung auf der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht das eingangs beschriebene "Ballooning" zeigen.
Darüber hinaus weist die erfindungsgemäße Vorrichtung noch wei­ tere Vorteile auf. Bedingt dadurch, daß es bei der erfindungs­ gemäßen Vorrichtung nicht zu einem "Ballooning" des jeweils zu behandelnden Warenbahnschlauches kommt, läßt sich auf der er­ findungsgemäßen Vorrichtung die jeweilige Behandlung mit beson­ ders gutem und reproduzierbarem Effekt durchführen. Unegale Be­ handlungsergebnisse werden somit auf der erfindungsgemäßen Vor­ richtung selbst dann vermieden, wenn dort Behandlungen durchge­ führt werden, die bei einem relativ geringen Flottenverhältnis, d. h. insbesondere bei einem Flottenverhältnis zwischen 1 : 1,5 bis 1 : 4,5, durchgeführt werden. Bedingt dadurch, daß die erfin­ dungsgemäße Vorrichtung auch ein teilweise Aufblasen des Waren­ bahnschlauches durch die Anordnung der Einspritzeinrichtungen verhindert, wird der jeweils zu behandelnde Warenbahnschlauch auf der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer konstanten, eingestellten Transportgeschwindigkeit kontinuierlich transpor­ tiert, was wiederum zur Vergleichmäßigung der jeweiligen Be­ handlung und zur Verkürzung der Behandlungszeit führt. Aufgrund des Fehlens des Auftretens des "Balloonings" und des hierauf zurückzuführenden Stauchens und Hängenbleibens der Warenbahn­ schlaufe, die, wie bereits vorstehend wiederholt ausgeführt ist, überraschenderweise bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht auftreten, wird auch erklärlich, warum der auf der erfin­ dungsgemäßen Vorrichtung behandelte endlose Warenbahnschlauch auch keine Kneifen und Falten oder sonstige Schleifstellen auf­ weist, was beim Stand der Technik häufig der Fall ist. Von da­ her verhindert die erfindungsgemäße Vorrichtung besonders wirk­ sam eine Beschädigung, insbesondere auch eine irreversible Be­ schädigung, der hierauf behandelten Warenbahnen. Bedingt da­ durch, daß ein reproduzierbarer und sicherer Transport des Wa­ renbahnschlauches auf der erfindungsgemäßen Vorrichtung gewähr­ leistet wird, kann es bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht zu solchen kostspieligen Produktionsausfällen oder Fehl­ produktionen kommen, wie dies bei den bekannten Strangbehand­ lungsmaschinen vielfach der Fall ist. Insbesondere dann zeigen sich die Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Ver­ gleich zu herkömmlichen Vorrichtungen, wenn auf der erfindungs­ gemäßen Vorrichtung gleichzeitig mehrere, insbesondere zwei bis acht, endlose Warenbahnschläuche behandelt werden, da selbst bei großen, für den Transport dieser Vielzahl von Warenbahn­ schläuchen erforderlichen Gasmengen bei keinem Warenbahn­ schlauch das zuvor beschriebene "Ballooning" auftritt.
Besonders geeignet ist es, wenn die erfindungsgemäße Vorrich­ tung derart ausgestaltet ist, daß die Einspritzeinrichtung in Transportrichtung des endlosen, schlauchförmigen Warenbahn­ stranges gesehen unmittelbar hinter der Gasdüse angeordnet ist.
Bei unterschiedlich geformten und dimensionierten Gasdüsen, die abhängig von der jeweils zu behandelnden Warenbahn und der je­ weils durchzuführenden Behandlung ausgewählt werden, hat sich überraschend gezeigt, daß insbesondere wirksam das "Ballooning" auch bei stark schäumenden Behandlungsflotten und bei extrem kurzen Flottenverhältnissen dann auf der erfindungsgemäßen Vor­ richtung vermieden wird, wenn vorzugsweise die Einspritzein­ richtung in einem Abstand von der Gasdüse vor und insbesondere hinter der Gasdüse angeordnet ist, der insbesondere dem 0,1fa­ chen bis 3fachen Wert der Quadratwurzel der Fläche der Aus­ trittsöffnung der Gasdüse entspricht. Weist beispielsweise die jeweils verwendete Gasdüse in ihrer Austrittsöffnung eine Flä­ che von 150 cm2 auf, so bietet es sich insbesondere an, hier die Einspritzeinrichtung mit einem Abstand zwischen 1,22 cm bis 36,7 cm von der Austrittsöffnung vor oder hinter der Gasdüse vorzusehen.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der zuvor beschriebenen Ausfüh­ rungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, daß in Transportrichtung des schlauchförmigen endlosen Warenbahnstran­ ges gesehen hinter der Einspritzeinrichtung, die vorzugsweise hinter der Gasdüse angeordnet ist, noch eine weitere Flottenzu­ führung positioniert ist. Wird bei dieser Ausführungsform in Weiterbildung dann die weitere Flottenzuführung als Düse ausge­ staltet, so trägt diese weitere Flottenzuführung wirksam mit dazu bei, daß der Kontakt der jeweiligen Behandlungsflotte mit dem schlauchförmigen endlosen Warenbahnstrang intensiviert und desweiteren durch diese zusätzliche Flottenzuführung der Trans­ port des Warenbahnschlauches unterstützt wird, so daß ein be­ sonders schnelles und gleichmäßiges Behandlungsergebnis bei ei­ nem sehr schonenden Fördern des endlosen Warenbahnschlauches herbeigeführt wird.
Bei einer anderen, konstruktiv besonders vorteilhaften Ausge­ staltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist diese einen gemeinsamen Düsenkasten auf, wobei in diesem gemeinsamen Düsen­ kasten in Transportrichtung des schlauchförmigen endlosen Wa­ renbahnstranges gesehen zunächst die Gasdüse, hiernach die Ein­ spritzeinrichtung und darauf folgend die weitere Flottenzufüh­ rung, insbesondere die als Düse ausgestaltete weitere Flotten­ vorrichtung, vorgesehen ist.
Zusätzlich zu der zuvor beschriebenen weiteren Flottenzuführung oder anstelle dieser weiteren Flottenzuführung kann die erfin­ dungsgemäße Vorrichtung so weitergebildet sein, daß vor der Gasdüse in Transportrichtung des schlauchförmigen endlosen Wa­ renbahnstranges gesehen eine den Warenbahnstrang umlenkende Walze, insbesondere eine Haspel, angeordnet ist. Hierbei wird durch die Walze, insbesondere durch die Haspel, der Transport des endlosen Warenbahnschlauches während der Behandlung weiter unterstützt, wobei diese Walze bzw. Haspel weiter sicherstellt, daß der Warenbahnstrang besonders gleichmäßig der Gasdüse zuge­ führt wird.
Insbesondere ist die erfindungsgemäße Vorrichtung so ausgestal­ tet, daß das Flottenzirkulationssystem die über eine Pumpe und/oder einen Wärmetauscher mit dem Autoklaven verbundene Ein­ spritzeinrichtung umfaßt. Um hierbei eine besonders individu­ elle Einstellung des Transportes des endlosen Warenbahn­ schlauches sicherzustellen, sieht eine weitere, besonders vor­ teilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung vor, daß der Einspritzeinrichtung und/oder der weiteren Flottenzu­ führung eine Steuereinrichtung zur Regelung der jeweils zuge­ führten Flottenmenge zugeordnet ist, so daß abhängig von der jeweils zu behandelnden Ware, d. h. insbesondere von ihrem Wa­ renbahngewicht und der Dichtigkeit des Warenbahnschlauches, eine vorgegebene, einstellbare Flottenmenge der Einspritzein­ richtung und/oder der weiteren Flottenzuführung reproduzierbar zuführbar ist.
Vorteilhafterweise ist diese Steuereinrichtung, die im einfach­ sten Fall als Ventil oder als Ventilgruppe ausgestaltet ist, stromab der Pumpe angeordnet.
Wird bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform zusätzlich noch die weitere Flottenzuführung an das Flottenzirkulations­ system angeschlossen und weist zusätzlich diese Ausführungsform noch die vorstehend beschriebene Steuereinrichtung auf, so las­ sen sich individuell und gezielt der Einspritzeinrichtung und der weiteren Flottenzuführung Flottenteilmengen zuführen, so daß dementsprechend der Transport des Warenbahnschlauches auf die jeweilige Warenbahnqualität einstellen.
Um bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sicherzustellen, daß eine Temperaturkonstanz im Autoklaven herbeigeführt wird, wo­ durch die diesbezügliche Behandlung entsprechend vergleich­ mäßigt wird, sieht eine weitere Ausgestaltung der erfindungsge­ mäßen Vorrichtung vor, daß hierbei der Gasdüse ein Ventilator zugeordnet ist, der saugseitig mit dem Autoklaven verbunden ist.
Grundsätzlich kann der Autoklave bei der erfindungsgemäßen Vor­ richtung beliebig gestaltet sein, wobei es sich jedoch als be­ sonders vorteilhaft erwiesen hat, wenn der Autoklave als zylin­ drischer Druckautoklave ausgebildet ist, so daß in einer derar­ tig ausgestalteten Vorrichtung auch Behandlungen durchgeführt werden können, die bei Temperaturen bis zu 150°C ablaufen.
Um ein geordnetes Ablegen des endlosen Warenbahnschlauches, der in der Regel eine Länge zwischen etwa 200 m und etwa 1.200 m einnimmt, innerhalb des zylindrischen Autoklaven sicherzustel­ len, sieht eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung vor, daß innerhalb des zylindrischen Autoklaven mindestens ein Warenbahnspeicher angeordnet ist, der mit Ab­ stand von der Autoklavenwandung positioniert ist. In diesen Wa­ renbahnspeicher, der in seiner Form vorzugsweise der Form einer J-Box angenähert ist, wird dann der endlose Warenbahnschlauch ständig während seines Transportes abgelegt, wobei zur Verrin­ gerung des Flottenverhältnisses vorzugsweise bodenseitig am Au­ toklaven das Flottenzirkulationssystem vorgesehen ist, so daß die jeweilige Behandlungsflotte von dem Warenbahnschlauch ab­ tropfen und sich im Bodenbereich des Autoklaven ansammeln kann und von dort in das Flottenzirkulationssystem eingespeist wird.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigt die einzige Figur der Zeichnung eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Schnitt, wobei der Verti­ kalschnitt so gelegt ist, daß der Transport des Warenbahn­ schlauches erkennbar ist. In der Zeichnung sind keine Schnitt­ flächen gekennzeichnet.
Die insgesamt mit 1 bezeichnete Vorrichtung weist einen zylin­ drischen Autoklaven 2 auf, wobei kopfseitig innerhalb des druckdichten Autoklaven 2 ein insgesamt mit 3 bezeichneter Dü­ senkasten angeordnet ist.
In Transportrichtung (Pfeil 4) des endlosen Warenbahnschlauches 5 gesehen umfaßt der Düsenkasten 3 eine Gasdüse 6, eine Ein­ spritzeinrichtung 7 für Behandlungsflotte sowie eine weitere Flottenzuführung 8, wobei die Einspritzeinrichtung 7 und die weitere Flottenzuführung 8 zusammen mit einem Wärmetauscher 9, einer Flottenpumpe 10 und Rohrleitungen 11, 11a und 11b das Flottenzirkulationssystem bilden.
Die Gasdüse 6 ist mit einem außerhalb des Autoklaven vorgese­ henen Ventilators 12 über entsprechende Rohrleitungen verbun­ den, wobei die der Gasdüse 6 zugeführte Luft bzw. zugeführtes Luft-Dampf-Gemisch über den Ventilator 12 aus dem Autoklaven 2 gesaugt wird, derart, daß dieses Gas ständig umgewälzt wird.
In Transportrichtung 4 des Warenbahnschlauches 5 gesehen vor dem Düsenkasten 3 ist in einem Dom 13 eine den Warenbahn­ schlauch 5 umlenkende Haspel 14 angeordnet, wobei die Haspel 14 den durch die Gasdüse 6 bewirkten Transport des Warenbahn­ schlauches 5 während der Behandlung unterstützt.
Der Dom 13 weist desweiteren eine Beschickungs- bzw. Entla­ dungsöffnung 15 auf.
Den Rohrleitungen 11, 11a und 11b des Flottenzirkulationssy­ stems ist eine als Ventilgruppe 16 und 17 ausgebildete Steuer­ einrichtung zugeordnet, wobei über die Ventile 16 bzw. 17 die Flottenmenge individuell zu regeln ist, die der Einspritzein­ richtung 7 bzw. der weiteren Flottenzuführung 8 zugeführt wird.
Der Autoklave 2 ist desweiteren mit einem Warenspeicher 18 ver­ sehen, wobei der Warenspeicher 18 innerhalb des Autoklaven und mit Abstand von der Autoklavenwandung positioniert ist.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung 1 wird wie folgt be­ trieben:
Zunächst wird eine vorgegebene Länge eines gewirkten oder ge­ strickten Warenbahnschlauches 5 über die Beschickungsöffnung 15 in die Vorrichtung 1 eingebracht, wobei durch Verbinden des An­ fanges mit dem Ende des Warenbahnschlauches 5 ein endloser Wa­ renbahnschlauch erstellt wird, wie dieser in der Figur abgebil­ det ist. Hiernach wird der Autoklave 2 mit einer vorgegebenen Behandlungsflotte gefüllt, derart, daß sich ein Flottenverhält­ nis vorzugsweise zwischen 1 : 1,5 und etwa 1 : 4 einstellt.
Um den endlosen Warenbahnschlauch 5 nunmehr innerhalb des Auto­ klavens 2 in Pfeilrichtung 4 zu transportieren, werden gleich­ zeitig die motorgetriebene Haspel 14, die Gasdüse 6, die Ein­ spritzeinrichtung 7 und die weitere Flottenzuführung 8 akti­ viert. Dies bedeutet, daß über den Ventilator 12 Gas (Luft oder Luft-Dampf-Gemisch) aus dem Autoklaven 2 gesaugt und der Gas­ düse 6 zugeführt wird, während die Einspritzeinrichtung 7 und die weitere Flottenzuführung 8 über die Pumpe 10, den Wärmetau­ scher 9 sowie über die Rohrleitungen 11, 11a und 11b mit flüs­ siger Behandlungsflotte versorgt werden. Durch Einstellung der Ventile 16 und 17 ist es möglich, eine gezielte, vorher aus­ wählbare Flottenteilmenge der Einspritzeinrichtung 7 und der weiteren Flottenzuführung 8 zuzuführen. Hierbei wird die Flot­ tengesamtmenge durch die einstellbare Förderleistung der Pumpe 10 desweiteren bestimmt. Der so über die Haspel 14 und die Gas­ düse 6 transportierte Warenbahnschlauch 5 wird desweiteren über die Einspritzeinrichtung 7 und die weitere Flottenzuführung 8 mit Flotte benetzt und hierdurch auch weiter zusätzlich trans­ portiert, wobei der so genetzte Warenbahnstrang dann in Trans­ portrichtung des Warenbahnstranges gesehen hinter dem Düsenka­ sten 3 in dem Warenbahnspeicher 18 abgelegt wird. Während des Verweilens im Warenbahnspeicher 18 wird die vom Warenbahn­ schlauch 5 abtropfende Behandlungsflotte bodenseitig im Auto­ klaven angesammelt und gelangt von dort über die Pumpe 10, den Wärmetauscher 9, die Ventilgruppe 16, 17 und die Rohrleitungen 11, 11a und 11b zu der Einspritzeinrichtung 7 und/oder der wei­ teren Flottenzuführung 8.
Nach Erreichen einer vorgegebenen Behandlungszeit und ggf. ei­ nem erwünschten Spülen wird die Behandlungsflotte bzw. die Spülflotte abgepumpt. Der so behandelte Warenbahnschlauch wird an der Verbindung des Endes mit dem Anfang aufgetrennt, so daß aus dem endlosen Warenbahnschlauch wieder ein in seiner Länge begrenzter endlicher Warenbahnschlauch entsteht, der über die Endladungsöffnung 15 aus dem Autoklaven 2 entfernt werden kann.
Wie aus der Figur erkennbar ist, ist die weitere Flottenzufüh­ rung dem Düsenkasten 3 so zugeordnet, daß die weitere Flotten­ zuführung 8 getrennt unterhalb des Düsenkastens 3 im Mündungs­ bereich desselben positioniert ist, so daß die diesbezügliche Behandlungsflotte erst mit dem Warenbahnschlauch in Kontakt ge­ langt, wenn dieser den Düsenkasten 3 verläßt.

Claims (14)

1. Vorrichtung zur Behandlung, insbesondere zum Vorbehandeln, Abkochen, Bleichen, Beuchen, Färben und/oder Nachbehandeln, ei­ nes endlosen Warenbahnstranges in Form eines gewirkten oder ge­ strickten Schlauches, wobei die Vorrichtung einen mit minde­ stens einer Beschickungsöffnung für das Ein- und Ausführen des Warenbahnstranges versehenen Autoklaven, eine dem Autoklaven zugeordnete und als Gasdüse ausgestaltete Transporteinrichtung für den Warenbahnstrang und ein Flottenzirkulationssystem für die Behandlungsflotte aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in Transportrichtung (4) des endlosen, schlauchförmigen Waren­ bahnstranges (5) gesehen unmittelbar vor und/oder hinter der als Gasdüse (6) ausgestalteten Transporteinrichtung eine Ein­ spritzeinrichtung (7) für die Behandlungsflotte angeordnet ist und daß die Einspritzeinrichtung (7) mit dem Flottenzirkula­ tionssystem (9, 10, 11, 11a, 11b) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspritzeinrichtung (7) in Transportrichtung (4) des endlosen, schlauchförmigen Warenbahnstranges (5) gesehen unmittelbar hin­ ter der Gasdüse (6) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspritzeinrichtung (7) in einem Abstand von der Gas­ düse (6) angeordnet ist, der dem 0,1fachen bis 3fachen Wert der Quadratwurzel der Fläche der Austrittsöffnung der Gasdüse (6) entspricht.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in Transportrichtung (4) des schlauchförmi­ gen, endlosen Warenbahnstranges (5) gesehen hinter der Ein­ spritzeinrichtung (7) noch eine weitere Flottenzuführung (8) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Flottenzuführung (8) als Düse ausgestaltet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in einem gemeinsamen Düsenkasten (3) in Transportrichtung (4) des schlauchförmigen, endlosen Warenbahn­ stranges (5) gesehen zunächst die Gasdüse (6), hiernach die Einspritzeinrichtung (7) und darauf folgend die weitere Flot­ tenzuführung (8) vorgesehen sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Gasdüse (6) in Transportrichtung (4) des schlauchförmigen, endlosen Warenbahnstranges (5) gese­ hen eine den Warenbahnstrang (5) umlenkende Walze, insbesondere eine Haspel (14), angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Flottenzirkulationssystem (9, 10, 11, 11a, 11b) die über eine Pumpe (10) und/oder einen Wärmetauscher (9) mit dem Autoklaven (2) verbundene Einspritzeinrichtung (7) umfaßt.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Einspritzeinrichtung (7) und/oder der weiteren Flottenzuführung (8) eine Steuereinrichtung (16, 17) zur Regelung der jeweils zugeführten Flottenmenge zugeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (16, 17) stromab der Pumpe (10) angeord­ net ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Flottenzirkulationssystem (9, 10, 11, 11a, 11b) die weitere Flottenzuführung (8) umfaßt.
12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasdüse (6) ein Ventilator (12) zuge­ ordnet ist, der saugseitig mit dem Autoklaven (2) verbunden ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Autoklave (2) als zylindrischer Druck­ autoklave ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des zylindrischen Autoklaven (2) mindestens ein Warenbahnspeicher (18) angeordnet ist, der mit Abstand von der Autoklavenwandung positioniert ist.
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