DE19929133C2 - Kunststofffenster aus Flügel und Blendrahmen - Google Patents

Kunststofffenster aus Flügel und Blendrahmen

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DE19929133C2 DE19929133A DE19929133A DE19929133C2 DE 19929133 C2 DE19929133 C2 DE 19929133C2 DE 19929133 A DE19929133 A DE 19929133A DE 19929133 A DE19929133 A DE 19929133A DE 19929133 C2 DE19929133 C2 DE 19929133C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Kunststofffenster aus Flügel und Blend­ rahmen mit einem Fensterfalz zwischen einer äußeren Blendrah­ mendichtung und einer inneren Flügeldichtung, wobei durch den Fensterfalz Luft zwischen dem Flügel und dem Blendrahmen von außen nach innen und umgekehrt strömt.
In der DE 297 13 821 ist ein aus massiven Holzprofilen hergestelltes Fenster mit Blendrahmen und Flügelrahmen beschrieben, wobei zwischen Blendrahmen und Flügelrahmen eine umlaufende Dichtkammer gebildet ist, die mittels Dichtungen abgedichtet ist. Hierbei ist eine als Hohlprofilleiste ausgebildete Lüftungsleiste mindestens im Bereich eines Holmes des Blendrahmens innerhalb der zwischen Blendrahmen und Flügelrahmen gebildeten Dichtkammer vorgesehen und an dem Blendrahmen befestigt. Die Lüftungsleiste weist Lüftungsschlitze für einen Lüftungsweg durch die Hohlkammern des Lüftungsprofiles zum Herstellen eines Belüftungsweges von der Außenseite zur Raumseite des Fensters auf. Die Lüftungsleiste ist steif und aus Kunststoff gefertigt und weist einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf.
Hierbei handelt es sich um eine in einem Blendrahmen für Holzfenster eingefräste Lüfterleiste ohne Volumenstrombegrenzer.
Aus der DD 227 209 B1 ist eine Regelungsklappe zur Begrenzung des Luftvolumenstromes bekannt, die aus einer abgewinkelten, vor­ zugsweise gleichschenkeligen Klappe und aus einer Strömungsstol­ perkante besteht. Dabei ist die Klappe um eine waagerechte Achse frei drehbar gelagert. Außerdem liegt ein Klappenschenkel in Schließstellung nahezu waagerecht im Strömungskanal. Die Strö­ mungsstolperkante ist stromabwärts und senkrecht zur Strömungs­ richtung über die ganze Breite der Kanaloberseite befestigt. In der Schließstellung ist der Abstand zwischen der Hinterkante des stromabwärtsweisenden Schenkels und der Strömungsstolperkante kleiner als der Abstand zwischen der Hinterkante des stromabwärts­ weisenden Schenkels und der Kanaloberseite. Der Grenzwert des Volumendurchsatzes kann an der Klappe durch die Wahl der Schen­ kellänge, der Masse und des Abkantwinkels, am Anschlag durch die Wahl der Höhe und ganz allgemein durch die Wahl der Kanalbreite verändert werden.
In der DE 196 46 842 A1 ist ein Fenster beschrieben, welches aus Blendrahmen und Flügel besteht, wobei der Flügelrahmen eine um­ laufende Beschlagnut aufweist und wobei ein Luftdurchtrittspfad zwischen Fensteraußenseite und Fensterinnenseite zur Zwangsbe­ lüftung bei geschlossenem Fenster vorgesehen ist. Der Luftdurch­ trittspfad durch die Beschlagnut verläuft in einem horizontalen Flü­ gelrahmenschenkel, wobei die Beschlagnut einerseits über ihre Ausmündung und andererseits über mit ihrem Inneren in Verbindung stehende Durchbrüche mit weiteren Elementen des Luftdurchtritts­ pfads in Strömungsverbindung steht. In die Beschlagnut ist eine Lüftungsklappe eingebaut, die um eine längs der Beschlagnut ver­ laufende Drehachse pendelfähig gelagert und hinsichtlich ihrer Ge­ wichtsverteilung um die Pendelachse so ausgebildet ist, daß sie in ihrer Ruhestellung eine Luftzirkulation durch die Beschlagnut zuläßt, jedoch bei starker Zirkulation durch den Strömungsdruck in eine Stellung ausgelenkt wird, in welcher sie den freien Strömungsquer­ schnitt für die Zirkulation verengt oder verschließt.
In der DE 297 17 061 U1 ist eine Belüftungsvorrichtung beschrieben, bei der die Luft zwischen einem Deckenteil und einem Bodenteil von außen nach innen strömt und innerhalb des Lüftungsweges Stege am Deckenteil und am Bodenteil angeordnet sind. Am Bodenteil ist eine zwischen zwei Endpositionen bewegbare Klappe als Regelelement vorgesehen, wobei die Endpositionen durch am Bodenteil und/oder Belüftungsprofil vorgesehene Anschläge gebildet sind und die Klappe in ihrer einen Endposition einen maximalen Querschnitt und in ihrer anderen Endposition einen minimalen Querschnitt des Luftdurchgangsweges freigibt. Die Klappe ist mit ihrem unteren Randbereich um eine quer zum Luftdurchgangsweg verlaufende Schwenkachse zwischen ihren Endpositionen schwenkbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Raumlüftung dahin­ gehend weiterzuentwickeln, daß sich zwischen etwa 8 und etwa 60 Pa ein ausgeglichener Volumenstrom einstellt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in dem Fensterfalz wenigstens ein Falzlüfter vorgesehen ist, der eine Luftführungskammer und einen Volumenstrombegrenzer aufweist, daß der Falzlüfter am Blendrahmen befestigt ist und daß der Volumenstrombegrenzer wenigstens eine schwenkbeweglich an den Aufkantungen gelagerte Klappe aufweist, mit der wenigstens ein Kontergewicht in Form einer von der Klappe abstehenden Platte verbunden ist.
Der Falzlüfter stellt die Lüftungswege von der Außenseite zur Raumseite und umgekehrt her. Es besteht auch die Möglichkeit, zwei gleiche Falzlüfter unmittelbar nebeneinander in dem Fensterfalz an­ zuordnen.
Die Luftführung erfolgt zwischen Blendrahmen und Falzlüfterboden. Die Seiten des Falzlüfters sind vom inneren Flügelüberschlag bis einschließlich Lüfterklappen geschlossen. Die Luft wird über die nach außen zeigende Öffnung des Falzlüfters und über die Seiten­ teile zwischen Lüfterklappen und äußeren Blendrahmenüberschlag über den Volumenstrombegrenzer nach innen geleitet und zwischen Flügel- und Blendrahmen, wo im Bereich des Lüfters eine Schein­ dichtung eingesetzt ist, ins Rauminnere geführt.
Von außen kann die Zuluft direkt über den Fensterfalz zwischen Flügel und Blendrahmen über eine Scheindichtung zum Falzlüfter geführt werden.
Vorteilhafter ist es aber, die Zuluft über den äußeren, unteren verti­ kalen Bereich des Fensters, zwischen Flügel und Blendrahmen über eine Scheindichtung einzuleiten. Die Luft steigt über den Flügel- Blendrahmen-Falzbereich nach oben und gelangt über die oberen Falzecken zum Falzlüfter. Bei dieser Lösung bleibt außen vor dem Falzlüfter die normale Dichtung erhalten. Durch diesen verlängerten Lüftungsweg wird die Zuluft bereits erwärmt und hat ebenfalls durch den langen Weg eine günstige Auswirkung auf den Schallschutz.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann das Kunststofffenster so ausgebildet sein, daß der Falzlüfter eine ebene Bodenplatte oder eine nach unten außen abgebogene Bodenplatte aufweist und die Bodenplatte am Blendrahmen mit einem leichten Gefälle nach unten außen angeordnet ist und über den Beschlagnut bis in den Entwäs­ serungsbereich des umlaufenden Schrägfalzes führt.
Der Falzlüfter kann in verschiedenen Größen hergestellt werden. Auch ist es möglich, mehrere Falzlüfter nebeneinander anzuordnen. Er besteht aus einer ebenen Bodenplatte oder einer nach unten au­ ßen gewölbten Bodenplatte, welche durch die Seitenteile und Ab­ standsfüße eine leichte Neigung nach unten außen erhält. Die Bo­ denplatte des Falzlüfters ist nicht bis nach außen durchgehend, sie endet im Entwässerungsbereich. Evtl. anfallendes Kondenswasser wird somit sicher abgeleitet.
Zweckmäßig haben die inneren Stützfüße die Ausbildung einer Glasleistenrastung.
Des weiteren empfiehlt sich, daß der Falzlüfter seitliche Aufkantun­ gen sowie eine Mittelkonsole aufweist, welche über den Glasleistennut und die Blendrahmenkante greifen, wobei die Fensterdichtung und die Lüfterdichtung bei den seitlichen Aufkantungen innen anein­ anderstoßen.
Die Seiten- und Mittelteile des Falzlüfters greifen über die Glaslei­ stenaufnahme, welche mit einer Nutbrücke geschlossen werden kann.
Die Abstandsfüße haben einen Schraubkanal, wodurch der Falzlüfter befestigt werden kann. Im Bereich der Glasleistenrastung können an den Seiten- und Mittelteilen auch Rastfüße angebracht werden, die das Verrasten der Falzlüfter wie eine Glasleiste ermöglichen.
Zweckmäßig stehen die Bodenplatte und die seitlichen Aufkantungen auf der Raumseite über den Blendrahmen vor.
Darüber hinaus kann vorgesehen sein, daß bei Vorhandensein von zwei gleichen Falzlüftern nebeneinander die Volumenstrombegren­ zer wenigstens je eine schwenkbeweglich an den Aufkantungen und an einer Mittelkonsole zwischen beiden Falzlüftern schwenkbeweg­ lich an den Aufkantungen gelagerte Klappe aufweisen, mit der wenigstens ein Kontergewicht in Form einer von der Klappe abste­ henden Platte verbunden ist.
Im äußeren Bereich des Falzlüfters ist ein Volumenstrombegrenzer in Form einer oder mehrerer Klappen mit Kontergewichten ausge­ stattet. Dabei können die Klappen und Kontergewichte unterschied­ lich groß und schwer sein, wodurch die Zuluft je nach Windlast ge­ regelt wird. Die Klappen haben vorzugsweise eine nach außen ge­ wölbte Form. Sie sind oben drehbar gelagert und hängen ohne Kon­ tergewichte senkrecht nach unten.
Durch das Kontergewicht, welches das gleiche Gewicht der Klappe hat und auf der Innenseite der Klappe in etwa 90 Grad Stellung an geordnet ist, öffnet sich die Lüftungsklappe auf etwa 45 Grad, so daß die Luft bei geringen Druckunterschieden und Windbewegungen nach innen strömen kann. Bei größeren Druckunterschieden und stärkerer Windlast schließt die Klappe nach und nach. So gibt es z. B. bei Sturm keine Beeinträchtigung der Bewohner. Durch unter­ schiedliche Kontergewichte an den verschiedenen Klappen kann der Falzlüfter auf einen gezielten Luftdurchgang eingestellt werden.
Die Klappen des Falzlüfters liegen im geschlossenen Zustand des Falzlüfters an der Bodenplatte an.
Zweckmäßig ist der Falzlüfter mit Volumenstrombegrenzer als Spritzteil aus thermoplastischen Kunststoffen hergestellt.
Außerdem empfiehlt es sich, daß die das Kontergewicht bildende Platte als Anströmfläche ausgebildet ist und bei Strömen von Luft durch den Falzlüfter auf der Unterseite der Platte Überdruck und auf der Oberseite der Platte Unterdruck besteht.
Zweckmäßig ist der Falzlüfter zwischen einer Mitteldichtung ange­ ordnet, die auf der Länge des Falzlüfters getrennt ist.
In der freien Lüftung schließt der Lüfter bei starkem Wind auf der Luvseite, so daß nur eine geringe Luftmenge durchfließt, bleibt aber auf der Leeseite dagegen offen, wodurch immer eine leichte Luftzir­ kulation gewährleistet wird.
Der Falzlüfter kann mühelos ausgebaut, z. B. in der Spülmaschine gereinigt und wieder eingebaut werden.
Der Fensterfalzlüfter kann aus zwei Einzellüftern von je 125 mm Breite bestehen. Die Lüftungsklappen sind mit unterschiedlichen Kontergewichten ausgestattet, wodurch die einzelnen Lüfter ent­ sprechend den Windgeschwindigkeiten bei etwa 20 bis 30 Pa rea­ gieren.
Folgende Prüfungstandwerte wurden realisiert:
8 Pa Luftdurchgang 4,3 m3/h
10 Pa Luftdurchgang 4,8 m3/h
15 Pa Luftdurchgang 6,1 m3/h
20 Pa Luftdurchgang 5,6 m3/h
30 Pa Luftdurchgang 4,1 m3/h
40 Pa Luftdurchgang 4,8 m3/h
50 Pa Luftdurchgang 5,4 m3/h
60 Pa Luftdurchgang 6,0 m3/h
Der ausgeglichene Volumenstrom zwischen 8 und 60 Pa stellt die besonders günstige Wirkungsweise des erfindungsgemäß ausgebil­ deten Fensterfalzlüfters deutlich heraus. Im Jahresdurchschnitt tre­ ten zu über 99% Windgeschwindigkeiten unter 10 m/s = ca. 60 Pa (Windstärke zwischen 5 und 6 nach Beaufort) auf.
Der Fensterfalzlüfter ist so konzipiert, daß die Abluft kontrolliert über den Beschlag hinweg bis in den Schrägfalz geführt wird. Evtl. ausfallendes Kondenswasser wird somit sicher in den Entwässe­ rungsbereich geleitet und über die normale Falzentwässerung nach außen geführt.
In Verbindung mit Abluftanlagen und bei der Schachtlüftung arbeitet der Fensterfalzlüfter als Zuluftaggregat. Mit dem Fensterfalzlüfter, der nur im oberen Bereich der Fenster eingebaut wird, ist eine kon­ trollierte Zuluft gewährleistet. Die von außen zugeführte Frischluft steigt zwischen Flügel und Blendrahmen bereits vorgewärmt nach oben über den Lüfter ins Rauminnere.
Zugerscheinungen treten nicht auf, weil die Zuluft über den Fenster­ falzlüfter und über die obere Flügeldichtungsebene direkt unter die Decke geleitet wird. Dort vermischt sich die zugeleitete Frischluft mit der ungenutzten wärmeren Raumluft. Somit werden die Räume effektiv und energiesparend belüftet.
Der Fensterfalzlüfter ist ohne Lüftungsfräs- und Bohrarbeiten schnell zu montieren. Er kann auch in bereits eingebaute Fenster problemlos nachgerüstet werden.
Die Luftschalldämmung nach DIN 52210 ist bei dem erfindungsge­ mäß ausgebildeten Fensterfalzlüfter wie folgt:
Verglasung 4/16/4 Luft Schalldämmung Rw = 34 dB
Verglasung 4/16/4 Argon/SF 6 Schalldämmung Rw = 37 dB
Verglasung 8/12/9 GH Argon/SF 6 Schalldämmung Rw = 42 dB
Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele des näheren erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht auf ein Fenster,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II der Fig. 1 gemäß einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2a eine Einzelheit der Fig. 2,
Fig. 2b eine Einzelheit der Fig. 2,
Fig. 3 eine Einzelheit aus Fig. 2,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines Falzlüfters,
Fig. 5 eine Glasleistenrastung,
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie II-II der Fig. 1 gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel,
Fig. 7 eine Teildarstellung aus Fig. 6 und
Fig. 8 einen Falzlüfter.
Das in Fig. 1 dargestellte Fenster besteht aus einem Blendrahmen 21 und einem Flügel 20. Im unteren Bereich des Fensters sind zu beiden Seiten Öffnungen 13 und 14 vorgesehen, durch die Luft von außen in das Fenster eintreten kann. Im oberen Bereich des Fen­ sters ist ein Falzlüfter 1 angeordnet, durch den die Zuluft aus dem Fenster in das Rauminnere bzw. als Abluft in umgekehrter Richtung nach außen gelangt.
Wie sich aus Fig. 2 ergibt, ist zwischen einem Blendrahmen 21 und einem Flügel 20 ein Fensterfalz 22 gebildet. Ein Falzlüfter 1 ist über Schraubstützfüße 4 an dem Blendrahmen 21 befestigt. Am äußeren Ende hat der Falzlüfter 1 einen Volumenstrombegrenzer 24. Dieser besteht aus einer nach außen gebogenen Klappe 8 und einem nach innen von der Klappe 8 im Winkel von etwa 90° abstehenden Platte 10. Der Volumenstrombegrenzer 24 ist im Lager 9 drehbeweglich gelagert. Der Falzlüfter 1 hat eine Bodenplatte 1a, die eben ausgeführt ist und gegen die die Klappe 8 im geschlossenen Zustand des Falzlüfters anliegt.
Die Offenstellung des Volumenstrombegrenzers 24 ist in Fig. 2 in ausgezogenen Linien dargestellt, während die Schließstellung des Volumenstrombegrenzers 24 in gestrichelten Linien dargestellt ist.
Zwischen dem Flügel 20 und dem Blendrahmen 21 ist eine Schein­ dichtung 12 vorgesehen. Im Bereich der Scheindichtung 12 ist zwi­ schen dem Flügel 20 und dem Blendrahmen 21 eine Öffnung 25 ge­ bildet, durch die Luft strömen kann. Außerhalb der Scheindichtung 12 ist zwischen dem Flügel 20 und dem Blendrahmen 21 eine Fen­ sterdichtung 18 vorgesehen, wie aus Fig. 2a ersichtlich ist.
In der geöffneten Stellung des Volumenstrombegrenzers ist zwi­ schen der Klappe 8 und der Bodenplatte 1a ein Spalt 23 für den Luftdurchtritt gebildet.
Auf der gegenüberliegenden Seite ist am Flügel 20 eine Lüfterdich­ tung 19 vorgesehen, die als Scheindichtung ausgeführt ist. Im Be­ reich der Lüfterdichtung 19 befindet sich das Ausgangsende des Falzlüfters 1, welches mit Stiften 11 in dem Spalt zwischen dem Flügel 20 und dem Blendrahmen 21 greift. Hinter der Blendrahmen­ kante 17 befindet sich ein Glasleistennut 3. Im Blendrahmen 21 ist ein Schrägfalz 16 und im Flügel 20 ein Beschlagnut 15.
Außerhalb der Lüfterdichtung 19 ist zwischen dem Blendrahmen und dem Flügel eine Fensterdichtung 18 vorgesehen, wie sich aus Fig. 2b ergibt.
Fig. 3 zeigt, wie der Falzlüfter 1 mit Stützfüßen 2 in den Blendrah­ men 21 greift.
In Fig. 4 ist der Falzlüfter 1 im einzelnen dargestellt. Der Falzlüfter 1 hat einen ebenen Boden 1a, der an beiden Enden durch Aufkan­ tungen 6 und 7 begrenzt ist. In der Mitte zwischen den beiden Auf­ kantungen 6, 7 ist eine Mittelkonsole 7a vorgesehen. Die Aufkantun­ gen 6, 7 und die Mittelkonsole 7a haben raumseitig Ausnehmungen 26. Im Bereich der Ausnehmungen 26 sind Stützfüße 2 vorgesehen.
Raumseitig enden die Aufkantungen 6, 7 und die Mittelkonsole 7a in senkrechtstehende Stifte 11.
An den Aufkantungen 6, 7 und der Mittelkonsole 7a sind Schraubstützfüße 4 vorgesehen, mit deren Hilfe der Falzlüfter am Blendrahmen befestigt wird.
Am anderen Ende des Falzlüfters 1 ist ein Volumenstrombegrenzer 24 angeordnet und mit Lagerstiften 9 an den Aufkantungen 6, 7 und an der Mittelkonsole 7a schwenkbeweglich gelagert. Die Klappe 8 des Volumenstrombegrenzers 24 ist nach außen gebogen und er­ streckt sich über die gesamte Länge zwischen der Aufkantung 6 und der Mittelkonsole 7a sowie der Mittelkonsole 7a und der Aufkantung 7. An der Klappe 8 ist eine Platte 10 angebracht, die mit der Klappe 8 einen Winkel von etwa 90° einschließt. Die Platte 10 bildet das Kontergewicht, damit sichergestellt ist, daß der Spalt 23 zwischen der Klappe 8 und der Bodenplatte 1a für übliche Belüftung offen ist. Die beiden in Fig. 4 dargestellten Platten haben unterschiedliche Größe und unterschiedliches Gewicht, so daß eine genaue Einstel­ lung des Falzlüfters 1 möglich ist.
In Fig. 5 ist eine Glasleistenrasterung 2c dargestellt.
In Fig. 6 ist zwischen dem Blendrahmen 21 und dem Flügel 20 der Fensterfalz 22 gebildet. Im Bereich des Fensterfalzes 22 ist ein Falzlüfter 1 angeordnet und am Blendrahmen 21 befestigt. Die Bodenplatte 1a des Falzlüfters ist am Ausgangsende eben, aber am Eingangsende nach unten außen abgebogen. Die Blendrahmenkante 17 greift in eine Ausnehmung 27 des Falzlüfters 1. Das von Stiften 11 gebildete innere Ende des Falzlüfters 1 liegt in einem Spalt zwischen dem Blendrahmen 21 und dem Flügel 20 gegenüber einer Lüfterdichtung 19.
Am Eingangsende 23 ist ein Volumenstrombegrenzer 24 vorgesehen, der in einem Lager des Falzlüfters 1 schwenkbeweglich gelagert ist. Der Volumenstrombegrenzer 24 hat eine Klappe 8, die nach außen gebogen ist, und eine etwa in einem Winkel von 90° von der Klappe 8 abstehende Platte, die als Kontergewicht wirkt. Die Offenstellung des Volumenstrombegrenzers ist in ausgezogenen Linien der Klappe 8 und der Platte 10 dargestellt, während die Schließstellung des Volumenstrombegrenzers 24 gestrichelt dargestellt ist.
Im äußeren Bereich des Fensterfalzes 22 befindet sich der Entwässerungsbereich 16, während sich der Beschlagnut 15 unterhalb des Falzlüfters 1 befindet.
Fig. 7 zeigt den unteren Bereich des Blendrahmens 21 und den oberen Bereich des Flügels 20 in einem Bereich außerhalb des Falzlüfters 1. In diesem Bereich befinden sich die Mitteldichtung 18a und die Flügeldichtung 18.
Der in Fig. 8 dargestellte Falzlüfter 1 hat einen Boden 1a und an beiden Enden des Bodens 1a Aufkantungen 6, 7. Die Aufkantungen 6, 7 haben Ausnehmungen 27, in die die Blendrahmenkante 17 ein­ greift. Außerdem sind an den beiden Aufkantungen 6, 7 Schraubstützfüße 4 vorgesehen, mit deren Hilfe der Falzlüfter 1 am Blendrahmen 21 befestigt ist. Auf der Einströmseite ist ein Volu­ menstrombegrenzer 24 vorgesehen, der aus einer nach außen ge­ wölbten Klappe 8 und einer von der Klappe 8 im Winkel von etwa 90° abstehenden Platte 10 besteht, die als Kontergewicht wirkt. Dieser Volumenstrombegrenzer 24 ist in den Aufkantungen 6, 7 schwenkbe­ weglich gelagert, so daß je nach Stellung des Volumenstrombe­ grenzers der Falzlüfter 1 geöffnet oder geschlossen ist.
Wenn außen höherer Druck als innen herrscht, so strömt Luft auf dem gestrichelten Weg von der Außenseite (B1) durch den Falzlüfter 1 zur Raumseite (B2). Bei der Ausführung gemäß Fig. 2 bedeutet das, daß Luft von außen durch den Spalt 25 zwischen dem Flügel 20 und dem Blendrahmen 21 sowie durch den Spalt 23 zwischen der Klappe 8 und der Bodenplatte 1a sowie durch den Spalt im Bereich der Lüfterdichtung 19 nach innen strömt.
Das gleiche gilt auch für die in Fig. 6 dargestellte Ausführungs­ form. Hier strömt Luft von der Außenseite (B1) auf dem gestrichelten Weg durch den Spalt 25 zwischen dem Flügel 20 und dem Blendrahmen 21 sowie durch den Lüftereingang 23 und den Falzlüfter 1 durch den Spalt im Bereich der Lüfterdichtung 19 nach innen (B2).
Bezugszeichenliste
1
Falzlüfter
1
a Bodenplatte
2
Stützfuß
2
c Glasleistenrastung
3
Glasleistennut
4
Schraubstützfuß
5
-
6
Aufkantung
7
Aufkantung
7
a Mittelkonsole
8
Klappe
9
Achse
10
Kontergewicht*
11
Stift
12
Scheindichtung
13
Öffnung
14
Öffnung
15
Beschlagnut
16
Schrägfalz
17
Blendrahmenkante
18
Fensterdichtung
19
Lüfterdichtung
20
Flügel
21
Blendrahmen
22
Fensterfalz
23
-
24
Volumenstrombegrenzer
25
Spalt
26
Ausnehmung
27
Ausnehmung
B1 Außenseite
B2 Raumseite

Claims (11)

1. Kunststofffenster aus Flügel und Blendrahmen mit einem Fen­ sterfalz zwischen einer äußeren Blendrahmendichtung und einer inneren Flügeldichtung, wobei durch den Fensterfalz Luft zwi­ schen dem Flügel und dem Blendrahmen von außen nach innen und umgekehrt strömt, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Fensterfalz (22) wenigstens ein Falzlüfter (1) vorgesehen ist, der eine Luftführungskammer und einen Volumenstrombegrenzer (24) aufweist, daß der Falzlüfter (1) am Blendrahmen (21) be­ festigt ist und daß der Volumenstrombegrenzer (24) wenigstens eine schwenkbeweglich an den Aufkantungen (6, 7) gelagerte Klappe (8) aufweist, mit der wenigstens ein Kontergewicht in Form einer von der Klappe (8) abstehenden Platte (10) verbun­ den ist.
2. Kunststofffenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Falzlüfter (1) eine ebene Bodenplatte (1a) oder eine nach unten außen abgebogene Bodenplatte (1a) aufweist und die Bodenplatte (1a) am Blendrahmen (21) mit einem leichten Gefälle nach unten außen angeordnet ist und über den Be­ schlagnut (15) bis in den Entwässerungsbereich des umlau­ fenden Schrägfalzes (16) führt.
3. Kunststofffenster nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die inneren Stützfüße (2) die Ausbildung einer Glasleistenrastung (2c) haben.
4. Kunststofffenster nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Falzlüfter (1) seitliche Aufkantungen (6, 7) sowie eine Mittelkonsole (7a) aufweist, welche über den Glasleistennut (3) und die Blendrahmenkante (17) greifen, wo­ bei die Fensterdichtung (18) und die Lüfterdichtung (19) bei den seitlichen Aufkantungen (6, 7) innen aneinanderstoßen.
5. Kunststofffenster nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte (1a) und die seitlichen Aufkantungen (6, 7) auf der Raumseite über den Blendrahmen (21) vorstehen.
6. Kunststofffenster nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Vorhandensein von zwei gleichen Falzlüftern (1) nebeneinander die Volumenstrombegrenzer (24) wenigstens je eine schwenkbeweglich an den Aufkantungen (6, 7) und an einer Mittelkonsole (7a) zwischen beiden Falz­ lüftern (1) schwenkbeweglich an den Aufkantungen (6, 7) gelagerte Klappe (8) aufweisen, mit der wenigstens ein Kon­ tergewicht in Form einer von der Klappe (8) abstehenden Platte (10) verbunden ist.
7. Kunststofffenster nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (8) nach außen gewölbt ist.
8. Kunststofffenster nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (8) im geschlossenen Zustand des Falzlüfters (1) an der Bodenplatte (1a) anliegt.
9. Kunststofffenster nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Falzlüfter (1) mit Volumenstrombe­ grenzer (24) als Spritzteil aus thermoplastischen Kunststoffen hergestellt ist.
10. Kunststofffenster nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die das Kontergewicht bildende Platte (10) als Anströmfläche ausgebildet ist und bei Strömen von Luft durch den Falzlüfter (1) auf der Unterseite der Platte (10) Überdruck und auf der Oberseite der Platte (10) Unterdruck besteht.
11. Kunststofffenster nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Falzlüfter (1) zwischen einer Mittel­ dichtung (18a) angeordnet ist, die auf der Länge des Falzlüfters (1) getrennt ist.
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