DE19929678B4 - Bremszylinder für eine hydraulische Bremse - Google Patents

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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bremszylinder (100; 200) für keine hydraulische Bremse mit einem Zylinder (101; 201), in dem ein Kolben (108; 208) in axialer Richtung des Zylinders (101; 201) verschiebbar angeordnet ist, und einem Druckraum (106; 206), wobei der Kolben (108; 208) in dem Zylinder (101; 201) durch Veränderung des Volumens des Druckraums (106; 206) verschiebbar ist. DOLLAR A Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bremszylinder anzugeben, der für eine hydraulische Felgenbremse mit einem geschlossenen System geeignet ist, und bei dem gleichzeitig die relative Lage des freien Endes des Kolbens bezüglich des Zylinders unabhängig von dem anderen Bremszylinder einstellbar ist. DOLLAR A Zur Lösung der Aufgabe weist der Bremszylinder (100; 200) eine Verstellvorrichtung (120; 220) auf, mit der die relative Lage des freien Endes des Kolbens (108; 208) in axialer Richtung bezüglich des Zylinders (101; 201) derart verstellbar ist, daß das Volumen des Druckraums (106; 206) im wesentlichen unverändert bleibt.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bremszylinder für eine hydraulische Bremse gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 bzw. eine hydraulische Bremse mit derartigen Bremszylindern. Insbesondere betrifft die Erfindung einen Bremszylinder für eine hydraulische Felgenbremse oder Scheibenbremse für Fahrräder.
  • Ein Bremszylinder gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist aus der EP 0 143 934 B1 bekannt.
  • Um die Lage des freien Endes des Kolbens innerhalb des Zylinders relativ zu dem Bremszylinder und somit relativ zu der Felge einzustellen, ist es bei derartigen Felgenbremsen bekannt, mittels einer Schraube an dem Geberzylinder hydraulische Flüssigkeit in den Druckraum des Bremszylinders einzuführen. Dabei verschiebt sich der Kolben entgegen der Wirkung einer Federanordnung in Richtung der Felge. Durch Lösen der Schraube am Geberzylinder wird hydraulische Flüssigkeit aus dem Druckraum abgezogen. Infolgedessen bewegt sich der Kolben durch die Kraft der Federeinrichtung wieder von der Felge weg zurück.
  • Unter freiem Ende des Kolbens ist das Ende des Kolbens zu verstehen, das bei einem an einem Fahrrad montierten Bremszylinder der Felge des Fahrrads gegenüberliegt und bei Betätigung des Bremszylinders die Verlagerung eines Bremsbelags in Richtung der Felge bewirkt.
  • Bei einer hydraulischen Felgenbremse werden üblicherweise zwei Bremszylinder mit einer Hydraulikleitung derart miteinander verbunden, daß durch die Betätigung des Bremshebels beide Bremszylinder gleichermaßen betätigt werden und die jeweiligen Kolben aus den Zylindern gleichermaßen ausrücken. Dementsprechend bewirkt die Verstellung der Einstellschraube am Geberzylinder die gleichzeitige Verstellung der Ruhelage der Kolben von beiden Bremszylindern. Es besteht aber der Bedarf, die Einstellung der Ruhestellung für eine optimale Anpassung der Bremse an die Felge für jeden Bremszylinder einzeln einzustellen.
  • Es ist beispielsweise bei Scheibenbremsen bekannt, statt eines geschlossenen Systems ein offenes System zu verwenden. Ein offenes System bedeutet ein System mit einem Ausgleichsbehälter, der in Ruhestellung des Bremshebels mit dem Druckraum des Bremssattels in Verbindung steht. Wird durch Verstellung des Kolbens in dem Bremssattel das Volumen des Druckraums verändert, kann ein entsprechender Ausgleich mit Hydraulikflüssigkeit durch den Ausgleichsbehälter erfolgen. Bei Betätigung der Bremse wird die Verbindung des Druckraums mit dem Ausgleichsbehälter unterbunden. Ein offenes System hat jedoch den Nachteil, daß es durch die Notwendigkeit eines Ausgleichsbehälters relativ aufwendig und damit bei der Herstellung teuer ist. Daher werden bei hydraulischen Felgenbremsen üblicherweise geschlossene Systeme ohne Ausgleichsbehälter eingesetzt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bremszylinder anzugeben, der für eine hydraulische Bremse mit einem geschlossenen System geeignet ist, und bei dem die relative Lage des freien Endes des Kolbens bezüglich des Zylinders unabhängig von dem anderen Bremszylinder einstellbar ist.
  • Die Aufgabe wird mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Gemäß den Merkmalen von Anspruch 1 weist der Bremszylinder eine Verstellvorrichtung auf, mit der die relative Lage des freien Endes des Kolbens in axialer Richtung in dem Zylinder derart verstellbar ist, daß das Volumen des Druckraums im wesentlichen unverändert bleibt. Das hat den Vorteil, daß bei der Verstellung des freien Endes des Kolbens in axialer Richtung bezüglich des Zylinders kein Austausch von hydraulischer Flüssigkeit mit dem System erfolgt. Daher kann die Verstellung des freien Endes des Kolbens bei einem einzelnen Bremszylinder unabhängig von einem Ausgleichsbehälter erfolgen.
  • Gemäß den Ansprüchen 2 bis 9 ist eine vorteilhafte Ausgestaltung des Bremszylinders von Anspruch 1 angegeben. Die Verstellung des freien Endes des Kolbens erfolgt gemäß den Ansprüchen 2 bis 9 mittels eines Verstellkolbens, der den Kolben (und somit auch das freie Ende des Kolbens) mitsamt Druckraum in dem Zylinder in axialer Richtung verschiebt. Dadurch wird die relative Lage des freien Endes des Kolbens bezüglich des Zylinders geändert, wobei gleichzeitig das Volumen des Druckraums unverändert bleibt.
  • Vorteilhafterweise ist der Verstellkolben in einen Bereich des Zylinders eingeschraubt. Das hat den Vorteil, daß die Verstellung des freien Endes des Kolbens genau und zuverlässig erfolgen kann.
  • Vorteilhafterweise ist der Abstand zwischen dem Zufluß in den Druckraum und dem Verstellkolben in einer von dem Zufluß am weitesten entfernt liegenden Stellung größer als der maximal mögliche Verstellweg des Verstellkolbens. Dadurch wird jederzeit der mögliche Austausch hydraulischer Flüssigkeit zwischen dem Zufluß und dem Druckraum gewährleistet.
  • Vorteilhafterweise weist der Verstellkolben einen Sicherungsring auf, der den maximal möglichen Verstellweg des Verstellkolbens begrenzt.
  • In den Ansprüchen 10 bis 17 ist ein Bremszylinder gemäß einem zweiten vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung angegeben. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Kolben in der Länge verstellbar ausgebildet. Das hat den Vorteil, daß Lage und Größe des Druckraums beim Verstellen des Abstands zwischen freiem Ende des Kolbens und Felge nicht geändert werden müssen, weil der relative Abstand zwischen freiem Ende des Kolbens und Felge bzw. Bremsbelag und Felge allein durch Verstellung der Länge des Kolbens eingestellt werden kann.
  • Das Prinzip der Erfindung kann vorteilhafterweise auch bei Scheibenbremsen eingesetzt werden, die üblicherweise ein offenes System aufweisen. Erfindungsgemäß kann dann auch bei Scheibenbremsen ein geschlossenes System ohne Ausgleichsbehälter verwendet werden, weil bei der erfindungsgemäßen Verstellung der relativen Lage des Kolbens in einem Zylinder das Volumen des Druckraums nicht geändert wird. Das kann einerseits durch gemeinsame Verlagerung des Druckraums mit dem Kolben und andererseits durch Änderung der Länge des Kolbens erfolgen.
  • Die Erfindung kann besonders vorteilhaft in Kombination mit der in der deutschen Patentanmeldung 198 56 804.5 beschriebenen Erfindung der Anmelderin eingesetzt werden. Gemäß der in der deutschen Patentanmeldung 198 56 804.5 beschriebenen Erfindung wird insbesondere ein Bremszylinder für eine hydraulische Fahrradfelgenbremse bzw. eine Felgenbremse angegeben, der bzw. die ein Merkmal oder eine beliebige Kombination der folgenden Merkmale aufweist:
    • 1) Der Bremszylinder ist schwenkbar an der Fahrradvordergabel oder dem Fahrradhinterbau angebracht.
    • 2) Die Schwenkachse steht weitgehend parallel zum Gabelrohr bzw. der Sitzstrebe.
    • 3) Das Schwenken erfolgt um die Längsachse des Gabelrohrs bzw. der Sitzstrebe.
    • 4) Die Schwenkachse ist im wesentlichen senkrecht zu dem Bremsbelag.
    • 5) Die Schwenkachse liegt innerhalb des Bremszylinders.
    • 6) Die Schwenkachse liegt außerhalb des Bremszylinders.
    • 7) Der Bremszylinder ist in Fahrtrichtung gesehen vor dem tragenden Teil angebracht.
    • 8) Der Bremszylinder stützt die Anpresskräfte und Hauptbremskräfte im Kraftfluß formschlüssig ab.
    • 9) Das Auschwenken eines oder beider Bremszylinder gewährleistet einen schnellen Laufradausbau.
    • 10) Die Bremskräfte in Rückwärtsrichtung werden über eine lösbare Arretierung abgestützt.
    • 11) Die Freiheitsgrade im Anbau sind auf einen sinnvollen Bereich begrenzt.
  • Die in der deutschen Patentanmeldung 198 56 804.5 beschriebene Erfindung hat folgende Vorteile:
    • – Sowohl der Bremszylinder als auch die Felgenbremse insgesamt sind einfach aufgebaut und weisen wenige Teile auf.
    • – Weiterhin ist die Herstellung kostengünstig und es wird ein kleiner Bauraum benötigt.
    • – Die erfindungsgemäße Konstruktion führt zu einem niedrigen Gewicht.
    • – Der Bremszylinder und seine Befestigung läßt sich optisch gut integrieren.
    • – Die Laufradmontage und -demontage ist schnell und einfach.
    • – Die Bremsbelagjustage muß bei dem Wiedereinbau des Laufrads nicht neu erfolgen, sondern bleibt erhalten.
    • – Der Anbau der Felgenbremse bzw. der Bremszylinder erfolgt einfach, schnell, und eindeutig. Eine aufwendige Einjustierung entfällt.
  • Durch die Kombination der vorliegenden Erfindung mit der in der deutschen Patentanmeldung 198 56 804.5 beschriebenen Erfindung ergibt sich zusätzlich der weitere Vorteil, daß die Bremsbelagjustage besonders einfach und unabhängig von der Justage des Bremszylinders erfolgen kann. Insbesondere kann der Abstand des freien Endes des Kolbens bzw. des Bremsbelags von der Felge des Fahrrads durch die Ausbildung der schwenkbaren Befestigung gemäß der deutschen Patentanmeldung 198 56 804.5 grob vorgegeben und durch die individuelle Verstellung der relativen Lage des freien Endes des Kolbens bezüglich des Zylinders des Bremszylinders gemäß der vorliegenden Erfindung fein eingestellt werden. Durch die Kombination ergibt sich insgesamt ein einfacher Aufbau des Bremszylinders mit wenigen Teilen. Insbesondere läßt sich die Montage des Bremszylinders am Fahrrad genau, einfach und schnell bewerkstelligen.
  • Im folgenden wird die Erfindung beispielhaft anhand der in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele näher beschrieben:
  • 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Felgenbremse gemäß der vorliegenden Erfindung mit erfindungsgemäßen Bremszylindern, die teilweise im Querschnitt dargestellt sind.
  • 2 zeigt einen Bremszylinder von 1 in einem größeren Maßstab.
  • 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des Bremszylinders von 1.
  • 4 zeigt einen Querschnitt eines Bremszylinders gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
  • 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Felgenbremse gemäß der vorliegenden Erfindung mit erfindungsgemäßen Bremszylindern 100, 100', die beidseitig einer Felge 10 angeordnet sind. Die zueinander symmetrischen Bremszylinder 100, 100' werden anhand des links dargestellten Bremszylinders 100 in Zusammenhang mit 2 näher beschrieben. Zur Betätigung der Bremse wird über einen Schlauch 20 Hydraulikflüssigkeit in den linken Bremszylinder 100 zugeführt. Gleichzeitig wird über einen nicht dargestellten zweiten Anschluß zum Druckraum 106 und einen Verbindungsschlauch 21 dem rechten Bremszylinder 100' Hydraulikflüssigkeit zugeführt. Die Zufuhr der Hydraulikflüssigkeit geschieht auf bekannte Weise über einen Bremshebel, der einen Geberzylinder betätigt, der Hydraulikflüssigkeit in den Schlauch 20 drückt.
  • 2 zeigt einen erfindungsgemäßen Bremszylinder 100. Der Bremszylinder 100 weist einen Zylinder 101 mit einer durchgehenden Bohrung auf, deren Durchmesser in einem ersten Abschnitt 1011 kleiner als in einem zweiten Abschnitt 1012 ist. Der erste Abschnitt 1011 weist ein Innengewinde auf. In der Innenbohrung des Zylinders 101 sind von links nach rechts ein Verstellkolben 109, ein Druckraum 106 und ein Kolben 108 angeordnet.
  • Der Verstellkolben 109'' weist auf der linken Seite einen Abschnitt kleineren Durchmessers auf, der mit einem Außengewinde 111 versehen ist, und einen zweiten in 2 rechts von dem ersten Abschnitt angeordneten Abschnitt größeren Durchmessers auf, in dem eine Nut für eine Dichtung 105 vorgesehen ist, die den Druckraum 106 abdichtet. Der Verstellkolben 109 ist mit dem Außengewinde 111 in das Innengewinde des Zylinders 101 eingeschraubt. Zur Verdrehung des Verstellkolbens 109 ist ein Innensechskant 110 in der Stirnfläche des Verstellkolbens 109 vorgesehen. Der Sicherungsring 112 begrenzt den möglichen Verstellweg des Verstellkolbens 109 in der Innenbohrung dadurch, daß er bei der maximal möglichen Verstellung an dem Innengewinde in dem Abschnitt 1011 des Zylinders 101 anstößt. Rechts neben dem Verstellkolben ist der Druckraum 106 angeordnet, der im Betrieb mit Hydraulikflüssigkeit gefüllt ist. Der Druckraum 106 ist über einen Zufluß 107 mit dem Schlauch 20 verbunden. Rechts neben dem Druckraum 106 ist der Kolben 108 angeordnet. Der Kolben 108 weist eine umlaufende Nut für eine Dichtung 104 zur Abdichtung des Druckraums 106 auf. Der Kolben 108 weist des weiteren eine Innenbohrung auf, in der der Bolzen 115 und die Feder 113 aufgenommen sind. Die Feder 113 stützt sich auf der linken Seite an einer Scheibe 114 ab, die in einem ersten Abschnitt der Bohrung, die einen größeren Durchmesser aufweist, in den Kolben 108 eingesetzt und verstemmt ist. Auf der rechten Seite stützt sich die Feder 113 an einem Kopf 119 des Bolzens 115 ab. Der Bolzen 115 ist in dem Verstellkolben 109 mit einer Preßpassung 116 befestigt.
  • Der Kolben weist einen Befestigungskopf 117 auf, an dem der Bremsbelag 103 befestigt ist. Um den Eintritt von Schmutz in den Zylinder 101 zu verhindern, ist ein Abstreifer 102 im Bereich der Öffnung des Zylinders 101 vorgesehen.
  • Bei Betätigung des nicht dargestellten Bremshebels wird ein Kolben in einem nicht dargestellten Geberzylinder betätigt, der Hydraulikflüssigkeit in den Schlauch 20 preßt. Dadurch wird über den Zufluß 107 Hydraulikflüssigkeit in den Druckraum 106 eingebracht. In Folge dieser Druckerhöhung verschiebt sich der Kolben 108 in dem Zylinder 101 entgegen der Wirkung der Feder 113 nach rechts, so daß der Belag 103 an der Felge 10 anliegt und eine Bremswirkung erfolgen kann. Über den Verbindungsschlauch 21 wird entsprechend Hydraulikflüssigkeit dem Bremszylinder 100' zugeführt und der Kolben dieses Bremszylinders entsprechend betätigt. Läßt der Druck der Hydraulikflüssigkeit durch Loslassen des Bremshebels nach, wird der Kolben 108 durch die Feder 113 zurück in die Ausgangsstellung geschoben und die Hydraulikflüssigkeit zurück in den Schlauch 20 gedrückt.
  • Für eine optimale Bremswirkung ist es erforderlich, den Abstand zwischen dem Bremsbelag 103 und der Felge 10 einzustellen. Beispielsweise bei Abnutzung des Bremsbelags 103 ist es erforderlich, die Grundstellung des Kolbens 108 nach rechts zu verschieben. Das kann bei dem erfindungsgemäßen Bremszylinder einfach dadurch geschehen, daß der Verstellkolben 109 über das Gewinde 111 in der Innenbohrung des Zylinders 101 verdreht und damit in axialer Richtung bewegt wird. Der Verstellkolben 109 verschiebt den Kolben 108 insbesondere mittels des Bolzens 115 nach rechts. Die Spannung der Feder 113 verändert sich dabei nicht. Im Grunde werden alle Teile in der Innenbohrung in dem Zylinder 101 relativ zu dem Zylinder 101 in axialer Richtung verschoben.
  • Um eine sichere Funktion der Bremse jederzeit zu gewährleisten, ist es wichtig, daß die Verstellung nicht so weit erfolgt, daß der Verstellkolben 109 den Zufluß 107 in den Druckraum 106 verschließt. Daher ist der Sicherungsring 112 derart angeordnet, daß er die Verstellmöglichkeit des Verstellkolbens 109 derart begrenzt, daß er immer links von dem Zufluß 107 angeordnet ist.
  • 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Bremszylinders gemäß 1. Die perspektivische Ansicht zeigt eine besonders vorteilhafte Befestigungsvorrichtung 300 für den Bremszylinder gemäß der deutschen Patentanmeldung 198 56 804.5 der Anmelderin. Der Bremszylinder ist gemäß der in der deutschen Patentanmeldung 198 56 804.5 offenbarten Erfindung an einem Rahmenteil mit den Ansätzen 302 durch einen Bolzen schwenkbar befestigbar. Um die Schwenkbewegung schnell durchführen zu können, ist ein Schnellspannhebel 301 vorgesehen.
  • Zur Erläuterung der Vorteile der schwenkbaren Befestigung soll die gesamte Offenbarung der deutschen Patentanmeldung 198 56 804.5 durch Bezugnahme hier aufgenommen sein.
  • 4 zeigt einen Schnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Bremszylinders. Der Bremszylinder weist einen Zylinder 201 mit einer Bohrung auf, in der ein Kolben 208 verschiebbar angeordnet ist. Links neben dem Kolben 208 ist ein Druckraum 206 vorgesehen, der über einen Zufluß 207 mit einem nicht dargestellten Schlauch 20 verbunden ist, der mit dem nicht dargestellten Geberzylinder verbunden ist. Der Kolben 208 weist ein Kolbeninnenteil 2081 und ein Kolbenaußenteil 2082 auf. Das Kolbenaußenteil 2082 weist eine Bohrung mit einem Innengewinde auf. Das Kolbeninnenteil 2081 weist ein Außengewinde auf, das in das Innengewinde des Kolbenaußenteils 2082 eingreift. Durch Verdrehung des Kolbeninnenteils 2081 gegenüber dem Kolbenaußenteil 2082 ist es somit möglich, die Länge des Kolbens 208 zu verändern. Das Kolbeninnenteil 2081 weist eine nicht kreisförmige Innenbohrung auf, in der ein Bolzen 215 mit einem Kopf drehfest angeordnet ist. Der Kopf weist eine dem Querschnitt der Bohrung entsprechenden Querschnitt auf. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Querschnitt des Kolbeninnenteils sechseckig und der Kopf des Bolzens ein herkömmlicher Sechskant. An dem Kopf des Bolzens 215 ist die Feder 213 abgestützt. Auf der dem Druckraum 206 benachbarten Seite des Kolbeninnenteils 2081 weist das Kolbeninnenteil 2081 eine kurze größere Bohrung auf, in die eine Scheibe 214 eingesetzt und verstemmt ist. An der Scheibe 214 stützt sich die Feder 213 ab. Der Bolzen geht durch eine Öffnung in der den Druckraum 206 abschließenden rechten Wand des Bremszylinders 200 hindurch. Die Dichtung 205 dichtet den Druckraum 206 gegenüber der Umgebung ab. Das Kolbeninnenteil 2081 weist eine Nut auf, in der die Dichtung 204 zur Abdichtung des Druckraums 206 angeordnet ist. Um eine Verschmutzung des Inneren des Zylinders 201 zu vermeiden, ist ein Abstreifer 202 an der Öffnung des Zylinders 201 vorgesehen.
  • Ein Verstellrad 209 ist an dem Bolzen 215 mit einer Preßpassung 216 drehfest befestigt und somit drehfest mit dem Kolbeninnenteil 2081 verbunden. Das Kolbenaußenteil 2082 weist einen Befestigungskopf 217 zur Befestigung des nicht dargestellten Bremsbelags auf. Der Bremsbelag greift mit seinen äußeren Enden in Fortsätze 2013 des Bremszylinders ein. Dadurch ist der Bremsbelag drehfest gegenüber dem Bremszylinder 200 angeordnet. Der Befestigungskopf 217 weist eine Fläche 218 auf, die das Kolbenaußenteil 2082 gegen Verdrehung gegenüber dem Bremsbelag und damit gegenüber dem Zylinder 201 sichert. Durch Verdrehen des Verstellrads 209 kann somit das drehfest mit dem Verstellrad verbundene Kolbeninnenteil 2081 gegenüber dem mit dem Bremszylinder 200 im wesentlichen drehfest angeordneten Kolbenaußenteil 2082 verdreht werden. Dadurch verändert sich die Länge des Kolbens 208 und der Abstand des Bremsbelags von der Felge. Da sich die Lage des Kolbens 208 relativ zu dem Druckraum 206 nicht ändert, bleibt das Volumen des Druckraums 206 unverändert.
  • Die Ausführungsbeispiele dieser Erfindung wurden an Hand einer hydraulischen Felgenbremse beschrieben. Die dargelegten Prinzipien können gleichermaßen auch bei hydraulischen Scheibenbremsen eingesetzt werden.
  • Die Erfindung betrifft somit auch einen Bremszylinder für eine hydraulische Felgenbremse oder Scheibenbremse mit einem Druckraum und einem Zylinder, in dem ein Kolben verschiebbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckraum gemeinsam mit dem Kolben verschiebbar ist.
  • Die Erfindung betrifft somit ebensfalls auch einen Bremszylinder für eine hydraulische Felgenbremse oder Scheibenbremse mit einem Zylinder, in dem ein Kolben verschiebbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Kolbens verstellbar ist.

Claims (20)

  1. Bremszylinder (100; 200) für eine hydraulische Fahrradbremse mit einem Zylinder (101; 201), in dem ein Kolben (108; 208) in axialer Richtung des Zylinders (101; 201) verschiebbar angeordnet ist, und einem Druckraum (106; 206), wobei der Kolben (108; 208) in dem Zylinder (101; 201) durch Veränderung des Volumens des Druckraums (106; 206) verschiebbar ist, gekennzeichnet durch eine Verstellvorrichtung (120; 220), mit der die relative Lage des freien Endes des Kolbens (108; 208) in axialer Richtung bezüglich des Zylinders (101; 201) derart verstellbar ist, daß das Volumen des Druckraums (106; 206) im wesentlichen unverändert bleibt.
  2. Bremszylinder (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch Betätigung der Verstelleinrichtung (120) der Kolben (108) gemeinsam mit dem Druckraum (106) in dem Zylinder (101) in axialer Richtung verschiebbar ist.
  3. Bremszylinder (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellvorrichtung (120) einen Verstellkolben (109) aufweist, der in dem Zylinder (101) derart verschiebbar angeordnet ist, daß sich der Druckraum (106) zwischen dem Kolben (108) und dem Verstellkolben (109) befindet.
  4. Bremszylinder (100) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (101) einen Abschnitt (1011) mit einem Innengewinde aufweist, in den der Verstellkolben (109) mit einem Außengewinde (111) eingeschraubt ist.
  5. Bremszylinder (100) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellkolben (109) einen Innensechskant (110) aufweist, um den Verstellkolben (109) zur Verstellung in dem Zylinder (101) zu drehen.
  6. Bremszylinder (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellkolben (109) und der Kolben (108) über eine Federanordnung miteinander verbunden sind.
  7. Bremszylinder (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen dem Zufluß (107) für hydraulische Flüssigkeit in den Druckraum (106) und dem Verstellkolben (109) in einer von dem Zufluß (107) am weitesten entfernt liegenden Stellung größer als der maximal mögliche Verstellweg des Verstellkolbens (109) ist.
  8. Bremszylinder (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellkolben (109) einen Sicherungsring (112) zur Begrenzung des Verstellwegs aufweist.
  9. Bremszylinder (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellkolben (109) mit einer Dichtung (105) gegenüber dem Druckraum (106) und der Kolben (108) mit einer Dichtung (104) gegenüber dem Druckraum (106) abgedichtet ist.
  10. Bremszylinder (200) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (208) in der Länge verstellbar ausgebildet ist.
  11. Bremszylinder (200) nach Anspruch 1 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (208) ein mit der Verstelleinrichtung (220) drehfest angeordnetes Teil und ein mit dem Zylinder (201) im wesentlichen drehfest angeordnetes Teil aufweist.
  12. Bremszylinder (200) nach Anspruch 1, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (208) ein Kolbeninnenteil (2081) und ein Kolbenaußenteil (2082) aufweist, die über ein Gewinde (211) zueinander verdrehbar angeordnet sind, und daß die Verstellvorrichtung (220) ein Verstellrad (209) aufweist, das mit dem Kolbeninnenteil (2081) drehfest verbunden ist, wobei das Kolbenaußenteil (2082) in dem Zylinder (201) gegenüber dem Zylinder (201) im wesentlichen drehfest angeordnet ist.
  13. Bremszylinder (200) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellrad (209) vorzugsweise über eine Preßpassung (216) drehfest mit einem Bolzen (215) verbunden ist, wobei der Bolzen (215) einen nicht runden Kopf (210) aufweist, der in eine Öffnung des Kolbeninnenteils (2081), die vorzugsweise einen dem Querschnitt des Kopfs entsprechenden Querschnitt aufweist, derart eingreift, daß eine drehschlüssige Verbindung zwischen dem Verstellrad (209) und dem Kolbeninnenteil (2081) hergestellt ist.
  14. Bremszylinder (200) nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Kolbenaußenteil (2082) einen Befestigungskopf (217) zur Aufnahme eines Bremsbelags aufweist, der im wesentlichen drehfest zu dem Zylinder (201) angeordnet ist, wobei der Befestigungskopf (217) eine Fläche (218) zur Verdrehsicherung des Kolbenaußenteils (2082) gegenüber dem Belag aufweist.
  15. Bremszylinder (200) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsbelag in Endbereichen zwischen Fortsätzen (213) des Zylinders (201) angeordnet ist.
  16. Bremszylinder (100; 200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (108; 208) entgegen der Kraft einer Feder (113; 213) in dem Zylinder (101; 201) in axialer Richtung verschiebbar angeordnet ist.
  17. Bremszylinder (100; 200) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (108; 208) einen Hohlraum aufweist, in dem ein Bolzen (115; 215), der in axialer Richtung fest mit der Verstellvorrichtung (120; 220) verbunden ist, aufgenommen ist, wobei die Feder (113; 213) mit ihrem druckraumseitigen Ende am Kolben (108; 208) und mit ihrem anderen Ende an einem Kopf (119; 219) des Bolzens (115; 215) abgestützt ist.
  18. Bremszylinder (100; 200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Abstützung der Feder (113; 213) am Kolben (108; 208) mittels einer Scheibe (114; 214) erfolgt.
  19. Hydraulische Felgenbremse mit mindestens einem und vorzugsweise zwei Bremszylindern (100; 200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
  20. Hydraulische Scheibenbremse mit einem Bremszylinder (100; 200) nach einem der Ansprüche 1 bis 18.
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