DE19929888A1 - Überführungsanordnung einer Papierbahn von der Bildungspartie zur Trockenpartie und Papiermaschine zur Anwendung der Anordnung - Google Patents
Überführungsanordnung einer Papierbahn von der Bildungspartie zur Trockenpartie und Papiermaschine zur Anwendung der AnordnungInfo
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Abstract
Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung zur Überführung einer Papierbahn von der Bahnbildungspartie (1) zur Pressenpartie (100) einer Papiermaschine. Die mit der Überführungsanordnung in der Bahnbildungspartie (1) gebildete Papierbahn (W) wird als geschlossene Führung zu einem wasseraufnehmenden Preßfilz (30) oder einem entsprechenden im wesentlichen nicht wasseraufnehmenden Überführungsband (30) der Pressenpartie (100) gebracht. In der Überführungsanordnung wird eine Pick-up-Saugwalze (13; 13B) verwendet, in deren Saugzonen (13a) die Bahn (W) vom Sieb (10; 10A) der Bildungspartie (1) abgenommen und als Saugwalzenüberführung zum Pressenfilz (30) oder einem entsprechenden Überführungsband (30B) überführt. Um die Pick-up-Saugwalze (13; 13B) läuft ein Obersieb (15) oder entsprechendes Überführungssieb (15A; 15B) oder -tuch der Bildungspartie (1). Die Bahn (W) wird an einer Pick-up-Stelle (P) abgenommen und getragen vom Bildungssieb (15) oder Überführungssieb (15A, 15B) oder einem ähnlichen Tuch über die Saugzone (13a) der Pick-up-Saugwalze (13) zum Überführungsspalt (N¶1¶) oder einer Überführungsstelle (NS) überführt, wo die Bahn (W) auf die obere Fläche des Preßfilzes (30) oder ähnlichen Überführungsbandes (30B) übertragen wird, an der die Bahn (W) als geschlossene Führung in die Pressenpartie (100) gebracht wird.
Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung zur Über
führung einer Papierbahn von der Bahnbildungspartie
zur Pressenpartie einer Papiermaschine, mit welcher
die in der Bahnbildungspartie gebildete Papierbahn als
geschlossene Führung zum wasseraufnehmenden Preßfilz
oder einem entsprechenden im wesentlichen nicht was
seraufnehmenden Überführungsband der Pressenpartie ge
bracht wird und in welcher eine Pick-up-Saugwalze ver
wendet wird, an deren Saugzone die Bahn vom Sieb der
Bildungspartie abgenommen und als Saugwalzenübertra
gung zum genannten Pressenfilz oder einem entsprechen
den Überführungsband überführt wird.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Papier
maschine, bestehend aus einer Bildungspartie, die ein
Untersieb und ein Obersieb aufweist, die untereinander
eine Zweisiebzone bilden, in der ein wesentlicher Teil
der Bahnbildung erfolgt, und die Papiermaschine eine
Pressenpartie und nach dieser eine Trockenpartie auf
weist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine neue Papierbahnüberführungsanordnung von der Bil
dungspartie zur Pressenpartie einer Papiermaschine und
eine die betreffende Überführungsanordnung anwendende
Papiermaschine zu schaffen.
Die höchsten Papiermaschinengeschwindigkeiten der
letzten Zeit haben ein Niveau von 1700 m/min erreicht,
und derzeit werden Papiermaschinen konstruiert, deren
Geschwindigkeiten im Bereich 2000 m/min und sogar dar
über liegen. Einer der Engpässe bei der Geschwindig
keitssteigerung lag in der Überführung der Bahn von
der Bildungspartie zur Pressenpartie und durch diese
weiter zur Trockenpartie, insbesondere bei der Her
stellung von dickeren Papiersorten, weil bei hohen
Bahngeschwindigkeiten auf die Bahn bedeutende dynami
sche Kräfte einwirken, die Bahnrisse verursachen kön
nen. Zum anderen verursacht die Steigerung der Bahnge
schwindigkeit große Anforderungen an die Entwässe
rungsleistung. Diese Anforderungen werden weiter durch
die aufgrund der hohen Bahngeschwindigkeit kurzen Pres
senspaltzeiten in der Pressenpartie noch erhöht.
Bei der Anwendung von bereits bekannten Pick-up-An
ordnungen wird die Bahn entweder von einem Langsieb,
vom Untersieb eines Hybridformers oder vom Tragsieb
eines Zweisiebformers mit einer Pick-up-Saugwalze zu
einem Pick-up-Tuch gebracht, an deren ausdrücklich Un
terseite die Bahn weiter in den ersten entwässernden
Pressenspalt der Pressenpartie geführt wird. Ein Nach
teil bei dieser Überführungsanordnung ist der, daß die
Bahn an die Unterseite des Tuchs kommt, wodurch die
Gefahr besteht, daß sie sich von dieser ablöst. Außer
dem, wo das Pick-up-Tuch allgemein in einer oder meh
reren entwässernden Pressenspalten als wasseraufneh
mende Komponente dient, bestehen Schwierigkeiten dar
in, durch das verhältnismäßig dichte und dicke
Pick-up-Tuch hindurch eine ausreichend effektive Saugwir
kung auf die Bahn zu richten, um diese in zuverlässi
ger Weise vom Bildungssieb abzuheben.
Zum die Erfindung betreffenden Stand der Technik wird
auf die von der Anmelderin unter dem Warenzeichen
Sym-Press II™ vermarkteten Pressenpartien hingewiesen, de
ren obere Geschwindigkeitsgrenze bei dickeren Sorten
in der Größenordnung 1700 m/min liegt.
Zum der Erfindung am nächsten liegenden Stand der
Technik wird auch auf folgende US-Patentschriften hin
gewiesen: 4,197,158; 4,879,001; 5,308,450 und
5,736,011.
Der vorliegenden Erfindung am nächsten kommt von den
oben genannten Schriften das letztgenannte US-Patent,
dessen Inhaber die Voith Sulzer Paper Technology North
America, Inc ist. Mit diesem Patent wird ein Papierma
schinennaßende vorgestellt, das einen Stoffauflauf in
Spezialkonstruktion und nach diesem einen Zweisiebfor
mer aufweist, von dessen im wesentlichen waagerechten
Zug eines Obersiebes die Bahn an die obere Fläche ei
nes Tuches der Pressenpartie gebracht wird. Die Über
führungsanordnung der vorliegenden Erfindung unter
scheidet sich deutlich von dem letztgenannten Patent
und die Erfindung weist nicht die in dem o.g.
US-Patent erläuterten mit dem Stoffauflauf verbundenen
Einschränkungen auf. In dem o.g. US-Patent wird auch
keine genauere Ausführung der Pressenpartie vorge
stellt.
Ein Nachteil bei bisher bekannten Papieren besteht in
der Einseitigkeit der Papierbahn, die im allgemeinen
auf der unsymmetrischen Entwässerung in der Formerpar
tie der Papiermaschine beruht.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine neue Überführungsanordnung und eine diese anwen
dende Papiermaschine zu schaffen derart, daß die wei
ter oben berührten Nachteile zumindest zum größten
Teil eliminiert werden können.
Eine besondere Aufgabe der Erfindung besteht darin,
eine betreffende Überführungsanordnung zu schaffen,
die ein Pressenkonzept ermöglicht, bei dem die Über
führungsanordnung der Wahl des Konzepts keine Grenzen
setzt derart, daß mit der Pressenpartie die im Former
erfolgte Wirkung der unsymmetrischen Entwässerung kom
pensiert werden kann, indem größeres Gewicht auf die
Entwässerung in entgegengesetzter Richtung gelegt wird
als bei der Entwässerung in der Formerpartie.
Eine zusätzliche Aufgabe der Erfindung besteht darin,
eine neue betreffende Papierbahnüberführungsanordnung
und eine diese anwendende Papiermaschine zu schaffen,
die sich gut für die Anwendung bei Modernisierungen
von Papiermaschinen eignet, bei denen im allgemeinen
die Geschwindigkeit der Papiermaschine erhöht und mög
licherweise die Qualität gewechselt wird oder die neu
en Komponenten so konstruiert werden, daß mit der Pa
piermaschine je nach der jeweiligen Marktsituation
wechselnd verschiedene Qualitäten hergestellt werden
können.
Zur Lösung der genannten und weiter unten deutlich
werdenden Aufgaben geht die erfindungsgemäße Überfüh
rungsanordnung zumindest von der Erkenntnis aus, daß
ein Obersieb oder entsprechendes Überführungssieb
oder -tuch der Bildungspartie um die genannte
Pick-up-Saugwalze angeordnet ist diese zu umlaufen, daß die
Bahn an einer Pick-up-Stelle abgenommen und getragen
von dem genannten Bildungssieb oder Überführungssieb
oder einem ähnlichen Tuch über die Saugzone der
Pick-up-Saugwalze zum Überführungsspalt oder einer Überfüh
rungsstelle überführt wird, wo die Bahn auf die obere
Fläche des genannten Preßfilzes oder eines ähnlichen
Überführungsbandes übertragen wird, an der die Bahn
als geschlossene Führung in die Pressenpartie gebracht
wird.
Für die erfindungsgemäße Papiermaschine ist wiederum
kennzeichnend, daß das Obersieb der genannten Bil
dungspartie zusammen mit dem Untersieb zur Pick-up-Stelle
geführt wird, wo das genannte Obersieb mit ei
ner Pick-up-Saugwalze durch Ablenkung vom Untersieb
gelöst wird und daß die Papierbahn von der Pick-up-Stelle
der Bildungspartie unter Anwendung der erfin
dungsgemäßen Überführungsanordnung zur Überführungs
stelle der Trockenpartie geführt wird.
Bei der erfindungsgemäßen Überführungsanordnung kann
die Bahn an die obere Fläche des in die Pressenpartie
führenden Pick-up-Filzes oder -Tuches überführt werden
derart, daß keine Gefahr besteht, daß die Bahn sich
vom betreffenden Filz ablöst, wie dies insbesondere
bei der Herstellung von dickeren Papiersorten mit bis
her bekannten entsprechenden Überführungsanordnungen
der Fall war, bei denen die Bahn ausdrücklich an der
unteren Seite des Pick-up-Tuches in die Pressenpartie
gebracht wird.
Ein zusätzlicher Vorteil der Erfindung besteht darin,
daß bei Anwendung der erfindungsgemäßen Überführungs
anordnung die Konstruktion der Pressenpartie und ihre
Entwässerungsrichtungen unter Berücksichtigung der in
der Bildungspartie erfolgten Entwässerung und deren
eventuelle Asymmetrie zweckmäßiger als bisher gewählt
werden können.
Da bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
die Bahnüberführung im Überführungsspalt am Obersieb
der Formerpartie unter Anwendung der innerhalb des ge
nannten Obersiebes vorhandenen Überführungssaugwalze
erfolgt, kann durch das verhältnismäßig durchlässige
Bildungs- oder spezielle Überführungssieb hindurch auf
die Bahn eine effektive Saug- und Haltewirkung gerich
tet werden derart, daß die Richtung der Bahn ohne Ri
siko bedeutend verändert werden kann derart, daß die
Bahn auch bei hohen Bahngeschwindigkeiten sich vom
Obersieb nicht ablöst, bevor sie zuverlässig an der
oberen Fläche des zur Pressenpartie führenden Tuches
liegt.
Bei einer sekundären Ausführungsform der Erfindung
kann bei Langsiebformern ein spezielles offenes Über
führungssieb verwendet werden, das ausgeführt wird, um
die Pick-up-Walze zu laufen. Dabei liegt ein Vorteil
darin, daß das betreffende Überführungssieb hinsicht
lich seiner Eigenschaften genau entsprechend der Über
führungsaufgabe ausgewählt wird und bei der Wahl des
Überführungssiebes die von einem Bildungssieb gefor
derten Sondereigenschaften nicht berücksichtigt zu
werden brauchen. Bei dieser Ausführungsform der Erfin
dung kann der eigentliche als Überführungsspalt dienen
de Walzenspalt durch eine gemeinsame Überführungszone
ersetzt werden, in welcher ein ausreichend hoher Druck
unter Ausnutzung der Spannspannung des Überführungs
siebes erzielt werden kann, weil das Überführungssieb
ausgeführt werden kann, bei der Ausführung seiner Spe
zialaufgabe hohe Spannspannungen auszuhalten.
Im folgenden wird die Erfindung unter Hinweis auf ei
nige in den Figuren der beigefügten Zeichnung darge
stellte bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung
ausführlich beschrieben, auf welche die Erfindung je
doch nicht begrenzt ist.
Es zeigt:
Fig. 1 eine bevorzugte Ausführung der erfindungsgemä
ßen Überführungsanordnung und eine erfindungs
gemäße Pressenpartie;
Fig. 2 eine besonders kompakte Ausführung der Erfin
dung als Seitenansicht;
Fig. 3 eine bevorzugte dritte Ausführungsform der Er
findung;
Fig. 4 schematisch eine Variante der erfindungsgemä
ßen Überführungsanordnung derart, daß die zur
Überführungsanordnung gehörende Pressenpartie
nicht dargestellt ist; und
Fig. 5 eine Variante der Überführungsanordnung nach
Fig. 4, bei der ein eigentlicher Walzenspalt
des Überführungsspalts nicht verwendet wird.
Ein wesentliches Merkmal der in Fig. 1 bis 3 gezeigten
Überführungsanordnung einer Bahn W von der Bildungs
partie 1 zur Pressenpartie 100 gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht
darin, daß innerhalb der Schleife des Obersiebs 15 der
Zweisiebformationspartie im Bereich zwischen einer
Leitwalze 11 und einer Siebzugwalze 12 eine Pick-up-Saug
walze 13 angebracht ist. Im Bereich der Saugzone
13a der Pick-up-Walze 13 lösen sich das Obersieb 15
und durch die Unterdruckwirkung der Saugzone 13a auch
die Bahn W vom Untersieb 10 an der Pick-up-Stelle P.
In der Mitte des schräg nach unten führenden Zuges der
Walzen 11, 12 etwas vor der Pick-up-Stelle P befindet
sich ein Saugkasten, z. B. ein sog. HI-VAC™-Kasten, mit
dem der Trockengehalt k0 der Papierbahn W in einen Be
reich von k0≈15 bis 20% gebracht wird derart, daß
während des Pick-up-Vorgangs die Bahnüberführung in
die Saugzone 13a der Pick-up-Walze 13 und über diese
mit dickeren Papiersorten in zuverlässiger Weise er
folgt.
In Fig. 1 bis 5 ist die Bildungspartie 1 der Papierma
schine nicht genauer dargestellt, aber in der Erfin
dung können verschiedene Formerkonzepte angewendet
werden, wie z. B. ein neues von der Anmelderin unter
dem Warenzeichen Opti-Former™ vermarktetes Formerkon
zept, hinsichtlich dessen Einzelheiten auf die
FI-Patentanmeldung 981098 der Anmelderin hingewiesen
wird.
Erfindungsgemäß bildet die Preßsaugwalze 38 gegen die
innerhalb der Obersiebschleife 15 vorhandene Pick-up-Walze
13 einen Überführungsspalt N1. Bei Anwendung der
Erfindung kann der normale Obersiebzug des Formers um
die Pick-up-Saugwalze 15 herum verlängert werden.
Durch den Überführungsspalt N1 läuft ein Unterfilz 30,
an ausdrücklich dessen Oberseite die Bahn W durch die
Wirkung der Saugzone 38a der Saugwalze 38 überführt
wird. Die Saugzonen 13a, 38a der Walzen 13, 38 gehen
im Bereich des Überführungsspalts N1 überlappend etwas
aufeinander. Nach dem Überführungsspalt N1 wird das
Obersieb 15 geführt von seiner Leitwalze 16 von der
Bahn W abgenommen und das Obersieb 15 geht in seinen
Rücklauf, indem es im Bereich der Walzen 13, 16 seine
Richtung um 180° ändert. Ein wesentlicher Teil dieser
Richtungsänderung findet in der Saugzone 13a der
Pick-up-Walze 13 im Zwischenraum Pick-up-Walze P und Über
führungsspalt N1 statt. In Fig. 1 beträgt hat die
Saugzone 13a der Pick-up-Walze 13 eine Weite von ca.
80° bis 120° und der Saugsektor 38a der Pressenwalze
38 eine Weite von ca. 60° bis 90°.
Der Überführungsspalt N1 ist verhältnismäßig leicht
belastet, aber in seinem Bereich findet auch in gewis
sem Umfang Entwässerung statt derart, daß nach der
Saugzone 38a; 38A der Überführungssaugwalze 38 der
Trockengehalt der Bahn W in einer Größenordnung von k1
≈18 bis 28% liegt. Der relativ kleine Liniendruck im
Überführungsspalt N1 ist auch deswegen begründet, daß
der Überführungsspalt N1 zwischen zwei Saugwalzen 13,
38 gebildet wird, welche Saugwalzen 13, 38 wegen ihrer
Konstruktion ohne Sondervorkehrungen keine besonders
hohen Linienbelastungen aushalten. Ein besonderer Vor
teil der Erfindung besteht darin, daß die Bahn W nach
dem Überführungsspalt N1 ausdrücklich an der Oberseite
des Untersiebes 30 zuverlässig überführt und die Bahn
W auf dieser in die nächsten Pressenspalte geführt
werden kann. In dem Überführungsspalt N1 des erfin
dungsgemäßen Pick-up-Systems herrscht eine relativ
leichte Belastung derart, daß der Liniendruck des
Spaltes N1 im allgemeinen in einem Bereich von PN1≈10
bis 80 kN/m, vorzugsweise im Bereich PN1≈20 bis 50
kN/m liegt. Die in den Saugzonen 13a, 38a herrschenden
Unterdrücke liegen im allgemeinen in einem Bereich von
-1 bis -50 kPa, vorzugsweise im Bereich -3 bis -20
kPa. Die Durchmesser der von dem Überführungsspalt N1
gebildeten Saugwalzen 13, 38 sind ausreichend groß und
liegen im allgemeinen in einem Bereich von 800 bis
1600 mm.
Wenn die Pick-up-Anordnung bei einem Bahnabriß offen
ist und die Zugwalze 12 des Untersiebs 10 in Richtung
des Pfeils A in der Abbildung nach links versetzt ist,
läßt sich Ausschußbahn in voller Breite in den darun
ter vorhandenen Stoffauflöser (nicht gezeigt) führen,
was durch den Pfeil WB dargestellt ist.
Nach Fig. 1 wird die Bahn W ausdrücklich an der Ober
seite des Untertuchs 30 in den nächsten Walzenspalt N2
gebracht. Durch den Walzenspalt N2 läuft ein obersei
tiger Preßfilz 20, der von seiner Leitwalze 23 geführt
wird. Der zweite Walzenspalt N2 wird zwischen einer
unterseitigen Pressenwalze 31 mit Rillenoberfläche 31'
und einer oberseitigen Preßsaugwalze 21 gebildet. Nach
dem zweiten Walzenspalt N2 löst sich die Bahn W vom
Unterfilz 30 und durch die Unterdruckwirkung der Saug
zone 21a der Walze 21 folgt sie dem Oberfilz 20, womit
sie in den ersten Langspalt NP1 überführt wird. Dieser
erste Langspalt NP1 wird zusammen mit der Saugwalze 21
von einer mit elastischem Schlauchmantel 27 versehenen
Schuhwalze 25 großen Durchmessers D0 gebildet. Im Be
reich des ersten Langspalts NP1 befindet sich inner
halb des Schlauchmantels eine hydraulisch belastete
Preßschuhreihe 29a. Der elastische Schlauchmantel 27
der Schuhwalze 25 hat eine glatte Außenfläche, mit
welcher der Schlauchmantel 27 die Bahn W nach der
Langspaltzone NP1 in die zweite Langspaltzone NP2 über
führt. Die zweite Langspaltzone NP2 wird zwischen ei
ner durchbiegungsgeregelten Walze 26 und der Preß
schuhreihe 29b der Schuhwalze 25 gebildet. In der
Preßwalze 26 innerhalb des steifen Mantels befindet
sich im Bereich der Langspaltzone NP2 eine hydrauli
sche Preßschuhreihe 26a zur Durchbiegungsregelung und
möglicherweise zur Spaltbelastung. Durch den zweiten
Langspalt NP2 läuft ein Oberfilz 50, von dem sich die
Bahn W nach der Langspaltzone NP2 ablöst, wobei sie
dem glatten Mantel 27 der Schlauchwalze 25 bis zur
Überführungsstelle S folgt, von wo die Bahn W als kur
zer Zug W0 mit einer Papierleitwalze 51 überführt
wird, um weiter in die Trockenpartie (nicht gezeigt)
gebracht zu werden.
In Fig. 2 ist eine Papiermaschine gezeigt, deren Pres
senpartie besonders kompakt ist und die Bahn W eine
völlig geschlossene Führung von der Pick-up-Stelle P
zur Überführungsstelle S hat, wo die Bahn W auf ein
Trockensieb 40 der auf die Pressenpartie folgenden
Trockenpartie 110 in der Saugzone 41a der Überfüh
rungswalze 41 und auf dem Trockensieb 40 von einem
Blassaugkasten 42 getragen weiter über einen ersten
Kontakttrockenzylinder 43 der Trockenpartie überführt
wird. Die in Fig. 2 gezeigte Pressenpartie ist sehr
kompakt und ihre Gesamtlänge L liegt im allgemeinen in
einem Bereich von L≈8 bis 12 m. Die in Fig. 2 ebenso
wie in Fig. 3 gezeigte Pressenpartie ist auch verhält
nismäßig flach, womit ihre Ständerkonstruktionen eben
falls eine entsprechend relativ kleine Höhe aufweisen
und somit stabil ohne übermäßige Neigung zur Vibration
ausgeführt werden können.
Die Pick-up-Anordnung nach Fig. 2 und der Überfüh
rungsspalt N1 zwischen den Walzen 13, 38 ist ähnlich
wie der oben erläuterte. Über die weite Saugzone 38A
der Überführungswalze 38, deren Sektorbreite ca. 160°
beträgt, läuft ein Unterfilz 30, der in einigen Fällen
durch ein entsprechendes mit glatter Oberfläche verse
henes und im wesentlichen nicht wasseraufnehmendes
Überführungsband 30B ersetzt werden kann. Am hinteren
Ende der Saugzone 38A der Saugwalze 38 befindet sich
eine erste Langspaltzone NP1, durch welche ein Ober
filz 20 läuft. Die Bahn W wird zwischen Filzen 20, 30
von der ersten Langspaltzone NP1 zu einer zweiten
Langspaltzone überführt, die sich an einer mit elasti
schem Schlauchmantel 27 versehenen Schuhwalze 25A be
findet. Der Schlauchmantel 27' der Schuhwalze 25A hat
vorzugsweise eine gerillte Oberfläche derart, daß er
Wasser aufnehmen kann. An der Schuhwalze 25A befindet
sich an der ersten Langspaltzone NP1 eine Preßschuhrei
he 29a und dementsprechend befindet sich an der zwei
ten Langspaltzone NP2 eine Preßschuhreihe 29b, deren
Preßschuhreihen einen gegenseitigen Winkelabstand von
ca. 90° aufweisen derart, daß die Bahn W im wesentli
chen vertikal in die erste Langspaltzone NP1 kommt und
daß die Bahn W die zweite Langspaltzone NP2 zwischen
Tüchern 20, 30 im wesentlichen horizontal verläßt. Als
Unterwalze der zweiten Langspaltzone NP2 dient eine
durchbiegungskompensierte Walze 37A mit gerillter
Oberfläche, an der sich im Bereich der Spaltzone NP2
ein Durchbiegungsregelungs- und Belastungsschuhsystem
39 befindet. Nach dem Spalt NP2 befindet sich inner
halb der Schleife des Oberfilzes 20 ein Wassersammel
becken 52, in welches eine bedeutende Menge Wasser aus
dem mit gerillter Oberfläche versehenen Mantels 27'
der Schlauchwalze 25A geschleudert wird. Mit der Saug
zone 33a der Überführungssaugwalze 33 wird gesichert,
daß die Bahn W der oberen Fläche des Unterfilzes 30
folgt, von welcher der Oberfilz 20 mit seiner Leitwal
ze 23 abgenommen wird. Danach erfolgt die Überführung
der Bahn W in der Saugzone 41a der Überführungssaug
walze 41 auf das Trockensieb 40 in oben erläuterter
Weise.
Die Pressenpartie nach Fig. 2 ist besonders kompakt
derart, daß sie z. B. bei Modernisierungen gut an der
Stelle der vorherigen Pressenpartie und der Pick-up-An
ordnung hineinpaßt, da bei Modernisierungen im all
gemeinen die Geschwindigkeit der Papiermaschine we
sentlich erhöht wird und/oder die Sorte z. B. auf eine
dickere Sorte gewechselt wird.
In Fig. 3 weist der Überführungsspalt N1 zwei Tücher
auf, wobei das Obersieb 15 als Obertuch und als Unter
tuch der Preßfilz 30A dient, der durch zwei Langs
paltzonen NP1 und NP2 läuft. Nach Fig. 3 werden die
Langspalte NP1 und NP2 an einer oberseitigen Schuhwalze
25B großen Durchmessers D0 gebildet. In dem mit ge
rillter Oberfläche versehenen Schlauchmantel 27' der
Schuhwalze 25B an deren unterer Hälfte, vorzugsweise
im mittleren Bereich des ersten und zweiten unteren
Viertels, befinden sich Schuhanordnungen 29a und 29b.
Als Unterwalzen der Langspalte NP1 und NP2 dienen mit
gerillter Oberfläche 37a versehene Pressenwalzen 35a
und 36a, die auch Saugwalzen sein können. Nach dem in
nerhalb des Unterfilzes 30A befindlichen Langspalt NP2
sichert die Saugzone 39a der Überführungssaugwalze 39,
daß die Bahn W dem Unterfilz 30A folgt und sich vom
Oberfilz 20A trennt.
In Fig. 3 kann der wasseraufnehmende Unterfilz 30A im
Ausnahmefall durch ein mit glatter Oberfläche versehe
nes im wesentlichen nicht wasseraufnehmendes Überfüh
rungsband 30B ersetzt werden, wobei in den Walzen 38
und 39 keine Saugzonen 38a und 39a erforderlich sind,
weil die Bahn W nach den Langspalten NP1, NP2 dem mit
glatter Oberfläche versehenen Überführungsband 30B
folgt. In diesem Fall kann nach dem Langspalt NP2 des
sen Oberfilz 20A unmittelbar nach der Spaltzone NP2
von der Bahn W getrennt werden. Ein Vorteil bei der
Anwendung des Überführungsbandes 30B besteht darin,
daß eine Wiederbefeuchtung der Bahn W verhindert wird,
aber ein Nachteil ist die unsymmetrische Entwässerung,
weil das Wasser nur durch die Oberseite der Bahn W
entfernt wird.
Als Pressenwalzen 25, 26, 35, 35a, 26a können durch
biegungskompensierte oder durchbiegungsgeregelte Wal
zen, wie z. B. SymZLRoll™ der Anmelderin verwendet wer
den, die gegebenenfalls auch mit Saugzone ausgerüstet
werden können.
Was die Dimensionierung der in Fig. 1 bis 3 gezeigten
Pressenpartie und die einzelnen Betriebsparameter be
trifft, wird zusätzlich folgendes festgestellt. Die
Länge L der Pressenpartie von der Pick-up-Stelle P zur
Stelle S, wo die Bahn W auf das Trockensieb 40 über
führt wird, liegt im allgemeinen in einem Bereich von
L≈10 bis 15 m, was bedeutet, daß die erfindungsgemä
ße auch mit zwei Langspaltzonen versehene Pressenpar
tie rund 30% kürzer ist als eine mit zwei separaten
Langspalten versehene Pressenpartie, wie z. B. die
Pressenpartie SymBelt™Press der Anmelderin.
Der Durchmesser D0 der Schuhwalze 25, 25A, 25B der in
Fig. 1 bis 3 gezeigten Pressenpartien liegt im allge
meinen in einem Bereich von D0 ≈ 1200 bis 1600 mm. Die
Durchmesser der Pressenwalzen 21, 25, 26, 37A, 38 und
der Unterwalzen 35a, 36a liegen im allgemeinen im Be
reich D0≈600 bis 1200 mm. Was die Liniendrücke der
Langspalte NP1 und NP2 betrifft, werden diese im allge
meinen innerhalb des Bereichs Pex≈300 bis 1200 kN/m
gewählt. Die in Laufrichtung der Maschine verlaufende
Länge der Zonen der in Fig. 1 bis 3 gezeigten Langs
palte NP1, NP2 liegt im allgemeinen in einem Bereich
von 100 bis 300 mm und der gegenseitige Abstand der
Langspalte NP1, NP2 gerechnet als Zentralwinkelsektor
der Schuhwalze 25, 25A, 25B liegt im Bereich 60° bis
90°.
Für die in Fig. 3 gezeigte Geometrie der beiden Langs
palte NP1 und NP2 ist auch charakteristisch, daß die
Langspalte NP1, NP2 in Bezug auf die vertikale Mittel
linie K-K der Schlauchwalze 25B großen Durchmessers D0
zu beiden Seiten im wesentlichen symmetrisch angeord
net sind. Für die in Fig. 3 gezeigte Kombination der
drei Pressenwalzen 35B, 35a, 36a ist im wesentlichen
charakteristisch, daß sie eine Zentralwalze 25B großen
Durchmessers D0 aufweist, an der symmetrisch zur durch
die Mittelachse der genannten Walze gelegte Vertikal
mittelebene K-K zwei weitere Pressenwalzen 35a, 36a
der Walzenkombination angebracht sind. Mit dieser be
sonders kompakten Walzengeometrie wird erreicht, daß
die großen Belastungskräfte der Langspalte NP1, NP2 in
horizontaler Richtung kompensiert werden, weil die
einzelnen horizontalen Komponenten der durch die Bela
stungsdrücke der Langspalte NP1, NP2 entstehenden Kräf
te sich zumindest zu einem großen Teil gegeneinander
aufheben, was die Ständerkonstruktionen und die ein
zelnen Lagerungen der Pressenwalzen leichter macht und
vereinfacht.
In Fig. 4 und 5 ist eine sekundäre, jedoch im weiteren
Sinne in den Rahmen der erfinderischen Idee gehörende
Überführungsanordnung der Bahn W vom Bildungssieb 10A
auf die obere Fläche des ersten Unterfilzes 30 der
Pressenpartie 100 veranschaulicht. Das Sieb 10A der
Bildungspartie ist in Fig. 4 und 5 entweder das Sieb
eines Langsiebformers oder das Sieb eines Hybridfor
mers oder im Sonderfall auch das Untersieb eines Zwei
siebformers. Nach Fig. 4 und 5 ist überhaupt kein
Obersieb 15 vorhanden, oder wenn es vorhanden ist,
wird es nicht wie bei den weiter oben in Verbindung
mit Fig. 1 bis 3 erläuterten bevorzugten Ausführungs
formen um die Pick-up-Saugwalze 13 der Erfindung ge
führt, sondern um eine entsprechende Saugwalze 13; 13B
ist ein besonderes Überführungssieb 15A; 15B oder ein
entsprechendes offenes Überführungstuch geführt, wel
ches die Bahn W vom Bildungssieb 10A an der Pick-up-Stelle
P mit der Saugzone 13a der Saugwalze 13; 13B an
der Oberfläche des Siebes 15A; 15B oder eines Tuches
in den Überführungsspalt N1; NS führt, der in der in
Fig. 4 weiter oben erläuterten Weise zwischen der
Saugwalze 13 und der Pressensaugwalze 38 gebildet
wird. In Fig. 4 wird die Bahn W nach dem Überführungs
spalt N1 durch die Unterdruckwirkung der Saugzone 38a
der Walze 38 auf die obere Fläche des Unterfilzes der
Pressenpartie 30 übertragen.
In Fig. 5 ist eine im weiteren Sinne in den Rahmen der
erfinderischen Idee gehörende Bahnüberführungsanord
nung gezeigt. Bei dieser Bahnüberführungsanordnung ist
kein eigentlicher Walzenspalt N1 des Überführungsspal
tes gezeigt, sondern ist ein wie in Fig. 4 erläuterter
Weise um die Pick-up-Saugwalze 13B laufendes Überfüh
rungssieb 15B oder ähnliches offenes Tuch vorgesehen,
das die Bahn W nach der Saugzone 13a der Pick-up-Saug
walze 13B als vertikalen Zug an das Untertuch 30
bringt, wohin die Bahn W an der Überführungsstelle NS
überführt wird, welche der Tangentialbereich des Sie
bes 15B oder Tuches oder ein kleiner Umlenksektor a
ist. Die Sektorbreite der genannten Überführungszone a
liegt im allgemeinen in einem Bereich von a≈5° bis
20°. An dieser Überführungsstelle NS wird die Bahn W
durch die Unterdruckwirkung der Saugzone 38b der Über
führungssaugwalze 38B auf den Unterfilz 30 übertragen,
wonach die Bahn W der oberen Fläche des Unterfilzes 30
folgt, der sie in die Pressenpartie 100 bringt. An den
Saugwalzen 13B, 38B ist ein deutlicher gegenseitiger
Höhenunterschied H vorhanden, der im allgemeinen in
einem Bereich von H 0,5 bis 4 mm liegt. Der genannte
Höhenunterschied H liegt vorzugsweise in der gleichen
Größenordnung wie die Durchmesser der Saugwalzen 13b,
38B. Das Sieb 15B oder ähnliche Tuch kann recht grob
sein derart, daß durch dieses in der Saugzone 13a der
Pick-up-Walze 13B eine effektive Saugwirkung gerichtet
werden kann derart, daß die Bahn W dem Überführungs
sieb 15B oder entsprechenden offenen Tuch zuverlässig
folgt und an dessen Oberfläche auf das Untertuch 30
überführt wird, obwohl als Überführungsspalt gar kein
Walzenspalt vorhanden ist.
In Fig. 5 kann die Spannspannung T des Überführungs
siebes 15 besonders groß vorgesehen werden, unter dem
Gesichtspunkt, daß im Umlenksektor a der Überführungs
stelle NS ein ausreichend hoher Preßdruck zwischen den
Tüchern 15B und 30 erreicht wird derart, daß die Bahn
W zuverlässig auf das Tuch 30 übertragen wird. Der
Preßdruck PS an der betreffenden Überführungsstelle NS
ist bekanntlich PS=T/R, wobei T die Spannspannung
des Überführungssiebs 15B ist und R der Radius der
Überführungssaugwalze 38B ist.
In Fig. 4 und 5 wird die Bahn W an der Oberfläche des
Unterfilzes 30 oder eines ähnlichen Überführungsbandes
30B in die Pressenpartie überführt, die mit Bezugsnum
mer 100 gekennzeichnet ist. Die Pressenpartie 100 ist
in Fig. 4 und 5 zur Vereinfachung nicht dargestellt
und sie kann z. B. eine Pressenpartie 100 der Art sein,
wie sie weiter oben in Verbindung mit Fig. 1, 2 oder
3 erläutert wurde, oder sie kann eine Pressenpartie an
derer Art sein, in der vorzugsweise mindestens zwei
Langspaltzonen vorhanden sind und deren Konstruktion
zur Lösung der Aufgaben der Erfindung möglichst kom
pakt ist und für die Bahn W eine geschlossene Führung
bis hin zum Sieb 40 der Trockenpartie 110 geschaffen
wurde.
Zusätzlich bietet die Erfindung die Möglichkeit, das
Konzept der Pressenpartie 100 so zu wählen, daß in ih
ren einzelnen Pressenspalten die Entwässerungsrichtun
gen und deren Anteile durch die Ober- und Unterseite
der Bahn derart gewählt werden können, daß in der For
merpartie 1 eventuell in der Bahn W entstehende Unsym
metrien noch kompensiert werden können und zusätzlich
eine zuverlässige Führung der Bahn W und im übrigen
ein vorteilhaftes Gesamtkonzept erzielt wird.
Die erfindungsgemäße Pressenpartie eignet sich beson
ders gut für Modernisierungen von Pressenpartien zur
Steigerung der Papiermaschinengeschwindigkeit oder zum
Sortenwechsel, weil auf der Länge der alten Pressen
partie eine neue Pressenpartie eingepaßt werden kann,
deren Entwässerungsleistung wesentlich größer ist als
die der vorherigen, z. B. drei oder vier aufeinander
folgende Walzenspalte umfassenden Pressenpartie.
Claims (13)
1. Überführungsanordnung zum Überführen einer Papier
bahn von der Bahnbildungspartie (1) zur Pressen
partie (100) einer Papiermaschine, mit welcher die
in der Bahnbildungspartie (1) gebildete Papierbahn
(W) als geschlossene Führung zu einem wasserauf
nehmenden Preßfilz (30) oder einem entsprechenden
im wesentlichen nicht wasseraufnehmenden Überfüh
rungsband (30B) der Pressenpartie (100) gebracht
wird und in welcher eine Pick-up-Saugwalze
(13; 13B) verwendet wird, in deren Saugzone (13a)
die Bahn (W) vom Sieb (10; 10A) der Bildungspartie
(1) abgenommen und als Saugwalzenübertragung zum
genannten Pressenfilz (30) oder einem entsprechen
den Überführungsband (30B) überführt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Obersieb (15) oder entsprechendes Überfüh
rungssieb (15A; 15B) oder -tuch der Bildungspartie
(1) um die genannte Pick-up-Saugwalze (13; 13B) an
geordnet ist diese zu umlaufen, daß die Bahn (W)
an einer Pick-up-Stelle (P) abgenommen und getra
gen von dem genannten Bildungssieb (15) oder Über
führungssieb (15A, 15B) oder einem ähnlichen Tuch
über die Saugzone (13a) der Pick-up-Saugwalze (13)
zum Überführungsspalt (N1) oder einer Überfüh
rungsstelle (NS) überführt wird, wo die Bahn (W)
auf die obere Fläche des genannten Preßfilzes (30)
oder eines ähnlichen Überführungsbandes (30B)
übertragen wird, an der die Bahn (W) als geschlos
sene Führung in die Pressenpartie (100) gebracht
wird.
2. Überführungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der genannte Überführungsspalt (N1) ausgeführt
ist, zwischen einer innerhalb des genannten Preß
filzes (30) vorhandenen Preßsaugwalze (38) und der
genannten Pick-up-Saugwalze (13) gebildet zu wer
den derart, daß in dem genannten Überführungsspalt
(N1), der verhältnismäßig leicht belastet ist, die
Bahn (W) vom Bildungssieb (15) oder einem entspre
chenden Überführungssieb (15; 15A; 15B) durch die
Unterdruckwirkung der Saugzone (38a) der genannten
Überführungssaugwalze (38) auf die obere Fläche
des genannten Preßfilzes (30) überführt ist, wel
cher Preßfilz (30) in dem ersten eigentlichen ent
wässernden Pressenspalt (N2; NP1) oder den Pressen
spalten (N2; NP1; NP1; NP2) als Preßtuch dient.
3. Überführungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der genannte Überführungsspalt (N1) leicht bela
stet ist derart, daß in diesem keine wesentliche
Wassermenge entfernt wird und daß der Liniendruck
des genannten Überführungsspalts (N1) im Bereich
PN1≈10 bis 80 kN/m liegt und/oder daß die Unter
drücke der genannten Pick-up-Saugwalze (13) und
der Saugzonen (13a, 38a) der innerhalb des Unter
preßfilzes (30) befindlichen Preßsaugwalze (38) im
Bereich -1 bis -50 kPa ausgeführt sind.
4. Überführungsanordnung nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
nach der genannten Pick-up-Saugwalze (13B) das
obere Bildungssieb (15) oder spezielle Überfüh
rungssieb (15B) einen nach oben gerichteten gera
den Lauf aufweist, nach dem sich eine Überfüh
rungsstelle (NS) der Bahn (W) befindet, an der die
Bahn (W) auf die obere Fläche des unteren Preßfil
zes (30) oder auf ein entsprechendes Überführungs
band (30B) vom genannten oberen Bildungssieb (15)
oder Überführungssieb (15B) überführt wird (Fig. 5).
5. Überführungsanordnung nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
der genannte untere Preßfilz (30) durch einen er
sten eigentlichen entwässernden Preßspalt (N2) als
dessen Unterpreßfilz geführt wird, daß durch den
letztgenannten Pressenspalt (N2) ein Oberfilz (20)
geführt wird, der die Bahn (W) durch eine Saugzone
(21a) der Preßsaugwalze (21) in den nächsten Pres
senspalt (NP1) bringt.
6. Überführungsanordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
als zweiter entwässernder Spalt der Pressenpartie
(100) ein Langspalt (NP1) dient, der zwischen der
Oberwalze (21) des ersten eigentlichen entwässern
den Pressenspalts (N2) und einer mit Schlauchman
tel (27) versehenen Schuhwalze (25) ausgebildet
ist, daß die Bahn (W) an der glatten Oberfläche
des Schlauchmantels (27) der genannten Schuhwalze
(25) weiter in den nächsten Pressenspalt gebracht
wird, als welcher vorzugsweise ein zweiter an der
genannten Schuhwalze (25) vorhandener Langspalt
(NP2) dient, durch den ein wasseraufnehmender
Preßfilz (50) geführt wird (Fig. 1).
7. Überführungsanordnung nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Pressenpartie aus einer geschlossenen Walzen
kombination (13, 38, 25A, 37A) gebildet wird, deren
erster eigentlich entwässernder Pressenspalt nach
dem Überführungsspalt (N1) von einem an der ge
nannten Überführungssaugwalze (38) vorgesehenen
Langspalt (NP1) gebildet wird, als dessen zweite
Walze eine Schlauchwalze (25A) dient, die vorzugs
weise einen Schlauchmantel mit gerillter Oberflä
che (27') aufweist, und durch welchen Langspalt
(NP1) der genannte untere Preßfilz (30) oder ein
entsprechendes Überführungsband (30B) sowie ein
oberseitiger wasseraufnehmender Preßfilz (20) lau
fen (Fig. 2).
8. Überführungsanordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
an der genannten Schlauchwalze (25A) eine zweite
Langspaltzone (NP2) ausgebildet ist, durch die der
genannte oberseitige wasseraufnehmende Preßfilz
(20) und der genannte unterseitige Preßfilz (30)
oder ein entsprechendes Überführungsband (30B)
laufen, mit dem die Bahn als geschlossene Führung
durch Saugwalzenüberführung (33, 33a, 41, 41a) an das
Trockensieb (40) der auf die Pressenpartie folgen
den Trockenpartie (110) gebracht wird.
9. Überführungsanordnung nach einem der Ansprüche 1
bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
durch den Überführungsspalt (N1) der Pressenpartie
oder eine entsprechende Überführungsstelle (NS)
diese zu durchlaufen ein wasseraufnehmender Unter
filz (30A) oder ein Überführungsband (30B) vorge
sehen ist, das im wesentlichen als horizontaler
Zug zwei aufeinander folgende Langspaltzonen (NP1,
NP2) durchläuft und mit dem Unterfilz (30A) oder
dem Überführungsband (30B) die Bahn (W) in ge
schlossener Führung als Saugwalzenüberführung
(41, 41a) an das Trockensieb (40) der nach der
Pressenpartie (100) folgenden Trockenpartie (110)
überführt wird.
10. Überführungsanordnung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die genannten Langspalte (NP1, NP2) an den Preß
schuhsystemen (29a, 29b) der Schuhwalze (25B) gro
ßen Durchmessers (D0) zusammen mit zwei Gegenpreß
walzen (35a, 36a) gebildet werden.
11. Überführungsanordnung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein wasseraufnehmender Oberfilz (20A) vorgesehen
ist, die genannten Langspalte (NP1, NP2) zu durch
laufen, von welchem Oberfilz die Bahn (W) in der
Saugzone (39a) der Saugwalze (39) abgenommen wird,
daß die genannten Langspalte (NP1, NP2) zwischen
einer innerhalb der genannten Oberfilzschleife
(20A) vorhandenen mit Schlauchmantel (27') verse
henen Schuhwalze (25B) und als Unterwalzen dienen
den Preßwalzen (35a, 36a) gebildet sind, und daß
die genannten Langspaltzonen (NP1, NP2) vorzugswei
se an der unteren Hälfte der genannten Schuhwalze
(25B) im wesentlichen symmetrisch zu der durch die
Mittelachse der genannten Schuhwalze (25B) geleg
ten Vertikalebene (K-K) angeordnet sind (Fig. 3).
12. Papiermaschine, bestehend aus einer Bildungspartie
(1), die ein Untersieb (10) und ein Obersieb (15)
aufweist, die untereinander eine Zweisiebzone bil
den, in der ein wesentlicher Teil der Bahnbildung
erfolgt, und die Papiermaschine eine Pressenpartie
(100) und nach dieser eine Trockenpartie (110)
aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Obersieb (15) der genannten Bildungspartie (1)
zusammen mit dem Untersieb (10) zu einer Pick-up-Stelle
(P) geführt wird, wo das genannte Obersieb
(15) mit einer Pick-up-Saugwalze (13) durch Ablen
kung vom Untersieb (10) gelöst wird und daß die
Papierbahn (W) von der Pick-up-Stelle (P) der Bil
dungspartie (1) unter Anwendung einer Überfüh
rungsanordnung gemäß den vorherigen Patentansprü
chen 1 bis 12 zur Überführungsstelle (S) der Troc
kenpartie (110) geführt wird.
13. Papiermaschine nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Länge L der Pressenpartie (100) der Papierma
schine von der Pick-up-Stelle (P) der Bildungspar
tie (1) bis zur Überführungsstelle (S) der Troc
kenpartie (110) im Bereich L ≈ 10 bis 15 m liegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FI981503A FI107945B (fi) | 1998-06-30 | 1998-06-30 | Paperirainan vientijärjestely muodostusosalta puristinosalle sekä sitä soveltava paperikone |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19929888A Withdrawn DE19929888A1 (de) | 1998-06-30 | 1999-06-29 | Überführungsanordnung einer Papierbahn von der Bildungspartie zur Trockenpartie und Papiermaschine zur Anwendung der Anordnung |
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| FI (1) | FI107945B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10055509A1 (de) * | 2000-11-09 | 2002-05-23 | Voith Paper Patent Gmbh | Saugwalze |
| WO2018206216A1 (de) * | 2017-05-10 | 2018-11-15 | Voith Patent Gmbh | Vorrichtung und verfahren zur herstellung einer faserstoffbahn |
| DE102022108709A1 (de) | 2022-04-11 | 2023-10-12 | Voith Patent Gmbh | Verfahren zum Einstellen |
-
1998
- 1998-06-30 FI FI981503A patent/FI107945B/fi active
-
1999
- 1999-06-29 DE DE19929888A patent/DE19929888A1/de not_active Withdrawn
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| EP1205601A3 (de) * | 2000-11-09 | 2003-05-02 | Voith Paper Patent GmbH | Saugwalze |
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| CN110612370A (zh) * | 2017-05-10 | 2019-12-24 | 福伊特专利有限公司 | 用于制造纤维料幅的制造装置和方法 |
| CN110612370B (zh) * | 2017-05-10 | 2022-01-28 | 福伊特专利有限公司 | 用于制造纤维料幅的制造装置和方法 |
| DE102022108709A1 (de) | 2022-04-11 | 2023-10-12 | Voith Patent Gmbh | Verfahren zum Einstellen |
| WO2023198541A1 (de) | 2022-04-11 | 2023-10-19 | Voith Patent Gmbh | Verfahren zum einstellen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FI981503A7 (fi) | 1999-12-31 |
| FI981503A0 (fi) | 1998-06-30 |
| FI107945B (fi) | 2001-10-31 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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