DE19930652A1 - Umluftheizungsanlage für einen Saunaraum - Google Patents
Umluftheizungsanlage für einen SaunaraumInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Umluftheizungsanlage für einen Saunaraum, unabhängig von der Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Eine im Saunaraum (1) angeordnete elektrisch betriebene und regelbare Heizungsvorrichtung (2) ist mit einem Gebläse (3) integriert, und die Heizungsvorrichtung (2) ist im Saunaraum (1) derartig angeordnet, daß der Zwangsumlauf der Warmluft bei eingeschaltetem Gebläse (3) alle Teile des Saunaraumes (1) erfaßt. An definierten Orten im Saunaraum (1) sind Strömungsumleitelemente (8) derart angeordnet, daß vorbestimmte Teile des Saunaraumes (1) gleichmäßig mit Warmluft versorgt werden. Oberhalb der Heizungsvorrichtung (2) ist zur Durchführung eines Wasseraufgusses eine Steinbettung (10) angeordnet. DOLLAR A Die Umluftheizungsanlage weist eine Frischluftzuführung (5) mit regelbarer Dosiervorrichtung und eine automatisch gesteuerte Frischluft- und Frischwasserzuführung (5, 12, 13) zur Konstanthaltung der relativen Feuchtigkeit im Saunaraum (2) auf.
Description
Die Erfindung betrifft eine Umluftheizungsanlage für einen
Saunaraum, unabhängig von der Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Eine Saunaanlage stellt ein Heißluft-Feuchtigkeitsbad dar,
welches durch Anregung des Kreislaufs und des Stoffwechsels
der Steigerung des Wohlbefindens und damit der Gesundheit des
Menschen dient. Besonders Erkältungskrankheiten, Störungen des
vegetativen Nervensystems und rheumatische Erkrankungen können
positiv beeinflußt werden und insgesamt wird das Abwehrsystem
des Körpers gestärkt.
In der Sauna wird durch eine Heizungsanlage im Saunaraum eine
trockene Hitze von ca. 50°C bis ca. 85°C bei einer durch
schnittlichen relativen Feuchtigkeit der Luft von ca. 6%
erreicht. Durch periodische Wassergüsse auf heiße Steine wird
die relative Feuchtigkeit kurzfristig erhöht und damit der
Wärmeübergang auf den Körper gesteigert.
Die meisten Heizungsanlagen arbeiten mit einem natürlichen
Wärmeumlauf im Saunaraum. Die Heiße Luft steigt dabei von der
Heizungsanlage nach oben und wird von der nachströmenden
Heißluft bis an das Deckenende gefördert, senkt sich durch
Abkühlung ab und strömt entlang der rückwärtigen Saunawand
nach unten. Die abgekühlte Heißluft ist wesentlich schwerer
und fällt dadurch nach unten und wird von der Heizungsanlage
angesaugt, wodurch der Kreislauf geschlossen ist.
Hieraus wird leicht erkennbar, daß die Temperatur innerhalb
des Saunaraumes sehr unterschiedlich ist. So ist die Tempera
tur im Bereich der oberen Bänke sehr viel höher als im Bereich
der unteren Bänke. Entsprechende Temperaturgradienten sind
auch im Bereich von der hinteren Saunawand nach vorn vorhan
den.
Da der Umlauf der Heißluft im Saunaraum nur durch Temperatur
differenzen bedingt ist, geht die Heißluftumwälzung relativ
langsam vonstatten. Die Wärmeverluste sind dabei relativ hoch.
Aus der DE 42 14 769 A1 ist eine Saunaheizanlage bekannt,
welche aus einem Gehäuse und einem darin angeordneten Heiz
gerät mit einem vertikalen Luftdurchgang im Gehäuse besteht.
Die Heizanlage ist vorzugsweise außerhalb der Sauna instal
liert und ist mit einem Absaugrohr im Bodenbereich und einer
Heißlufteinführung im oberen Bereich des Saunaraumes mit
diesem verbunden. Eine solche Heizanlage eignet sich nur für
sehr kleine Saunaräume. Sie weist aber einige Nachteile auf.
So sind besondere Isolierungen für den Heizkörper erforder
lich, um größere Wärmeverluste zu vermeiden. Ein Wasseraufguß
und damit eine Veränderung der relativen Feuchtigkeit mit
einer vorteilhaften Veränderung des Wärmeübergangs lassen sich
damit nicht durchführen. Desgleichen können auch keine Essen
zen und Duftstoffe eingesetzt werden. Wesentliche Funktionen
einer Saunaheizanlage sind damit nicht durchführbar.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, diese genann
ten Nachteile zu vermeiden und im Saunaraum eine bessere
Temperaturverteilung, Energieeinsparungen und eine bessere
Durchmischung zwischen Frischluft und Warmluft zu erreichen.
Eine bessere und gleichmäßigere Temperaturverteilung begün
stigt auch das Temperaturempfinden, wodurch das Wohlempfinden
der badenden Personen gesteigert wird.
Die Lösung dieser Aufgaben erfolgt dadurch, daß bei einer
Umluftheizungsanlage für einen Saunaraum eine im Saunaraum
angeordnete elektrisch betriebene und regelbare Heizungsvor
richtung mit einem Gebläse integriert ist, und der Heizungs
körper im Saunaraum derartig angeordnet ist, daß der Zwangsum
lauf der Warmluft bei eingeschaltetem Gebläse alle Teile des
Raumes gleichmäßig erfaßt.
Die Anordnung des Heizkörpers mit Gebläse im Saunaraum gewähr
leistet einen Zwangsumlauf der Heißluft und damit eine bessere
und gleichmäßigere Temperaturverteilung und ermöglicht ferner
die Durchführung von Wasseraufgüssen auch unter Anwendung von
Essenzen und Duftstoffen.
Zur weiteren Verbesserung der Temperaturverteilung der Heiß
luft im Saunaraum sind nach der Erfindung an definierten Orten
im Saunaraum Strömungsumleitelemente angeordnet, derart, daß
vorbestimmte Teile des Saunaraumes gleichmäßig mit Warmluft
versorgt werden.
Zur Durchführung eines Dampfaufgusses ist oberhalb der Hei
zungsvorrichtung eine Steinbettung angeordnet.
In Weiterbildung der Erfindung weist die Heizungsvorrichtung
eine Frischluftzuführung mit regelbarer Dosiervorrichtung auf,
so daß die Durchmischung mit Frischluft automatisiert und
damit wesentlich verfeinert und verbessert werden kann.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Heizungsvorrichtung mit
einer Thermosstatsteuerung versehen, welche eine automatisch
gesteuerte Frischluft- und Frischwasserzuführung zur Konstant
haltung der relativen Feuchtigkeit bei einer definierten
Heißlufttemperatur aufweist.
Damit können die entscheidenden Größen einer Sauna fest vorge
geben und eingehalten werden. Diese Möglichkeit, mit der zu
fallsbedingte Änderungen der genannten Größen absolut aus
geschlossen werden, ist besonders für Personen wichtig, welche
unter Kreislauferkrankungen oder dergleichen leiden und die
nur unter festen, stabilen und kontrollierten Bedingung eine
Sgung aufsuchen dürfen. Damit wird mit Hilfe der Erfindung ein
Saunabad auch solchen Personen erschlossen.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert, in
der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben ist.
Die Figur zeigt eine schematische Schnittzeichnung eines
Saunaraumes 1, in dem eine Saunaheizvorrichtung 2 angeordnet
ist. Diese Heizvorrichtung 2 wird mittels Heizspiralen 4
elektrisch betrieben. Durch einen integrierten Lüfter 3 wird
durch einen Frischluft-Ansaugstutzen 5 Außenluft und durch den
inneren Ansaugstützen 11 abgekühlte Luft aus dem Saunaraum 1
angesaugt, durch die Heizspiralen 4 erhitzt und durch den
Kamin 9 der Heizvorrichtung 2 in den Saunaraum 1 geblasen. Die
verbrauchte Luft aus dem Saunaraum 1 wird durch die Ablaßöff
nung 7 nach außen gegeben. Die Ansaugöffnungen 5 und 11 sowie
auch die Ablaßöffnung 7 können mit einem steuerbaren Ventil
und jeweils mit einem Kleinlüfter ausgerüstet sein, so daß der
Zu- bzw. Abfluß vollständig geregelt werden kann.
Das Saunaheizgerät 2 weist eine thermosstatische Steuerung 6
auf, mit deren Hilfe die Temperatur der Heißluft im Saunaraum
1 und seine relative Luftfeuchte in vorgegebener Weise gere
gelt werden kann.
Zur gleichmäßigen Verteilung der Heißluft durch einen vor
gegebenen Strömungsverlauf im Saunaraum dienen auch Strömungs
umlenkkörper 8, wodurch erreicht wird, daß die in unterschied
lichen Ebenen angeordneten Bänke und Liegen 4 der gleichen
Temperatur unterworfen sind.
Durch einen Wassertank 12 über der Heizvorrichtung 2 läßt sich
auch der von Zeit zu Zeit durchzuführende Wasseraufguß automa
tisieren. Hierzu ist ein steuerbares Öffnungs- und Schließven
til 13 in einer Leitung angeordnet, welche den Wassertank 12
mit dem Kamin 9 der Heizvorrichtung 2 verbindet.
Die thermosstatische Steuerung 6 ermöglicht die Einhaltung
einer vorgegebenen Temperatur in der Saunaanlage 1, die
Einhaltung und zu einem bestimmten Zeitpunkt definierte
Änderung einer vorgegebenen relativen Luftfeuchtigkeit. Sie
ermöglicht ferner Wasseraufgüsse in vorbestimmter Menge zu
einer vorgegebenen Zeit. Damit kann der gesamte Ablauf eines
Saunabades vorbestimmt und geregelt werden. Durch die Steue
rung nach der Erfindung kann die erforderliche Heizungsnergie
maximal genutzt werden, da die Mischung der Zuluft oder
Frischluft mit der inneren Umwälzluft und die auszustoßende
Abluft genau dosierbar ist. Darüberhinaus erfolgt die Luftver
teilung im Saunaraum 1 gleichmäßig, so daß nur ein geringer
Temperaturgradient vorhanden ist.
Claims (5)
1. Umluftheizungsanlage für einen Saunaraum, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine im Saunaraum (1) angeordnete elektrisch
betriebene und regelbare Heizungsvorrichtung (2) mit einem
Gebläse (3) integriert ist, und die Heizungsvorrichtung (2)
im Saunarauiu (1) derartig angeordnet ist, daß der Zwangsum
lauf der Warmluft bei eingeschaltetem Gebläse (3) alle
Teile des Saunaraumes (1) erfaßt.
2. Umluftheizungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß an definierten Orten im Saunaraum (1) Strömungsum
leitelemente (8) angeordnet sind, derart, daß vorbestimmte
Teile des Saunaraumes (1) gleichmäßig mit Warmluft versorgt
werden.
3. Umluftheizungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß oberhalb der Heizungsvorrichtung (2) zur
Durchführung eines Wasseraufgusses eine Steinbettung (10)
angeordnet ist.
4. Umluftheizungsanlage nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß diese eine Frischluftzuführung (5) mit
regelbarer Dosiervorrichtung aufweist.
5. Umluftheizungsanlage nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizungsvorrich
tung (2) mit einer Thermosstatsteuerung (6) versehen ist,
welche eine automatisch gesteuerte Frischluft- und Frisch
wasserzuführung (5, 12, 13) zur Konstanthaltung der relativen
Feuchtigkeit im Saunaraum (2) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999130652 DE19930652A1 (de) | 1999-07-02 | 1999-07-02 | Umluftheizungsanlage für einen Saunaraum |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19930652A1 true DE19930652A1 (de) | 2001-01-04 |
Family
ID=7913496
Family Applications (1)
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| DE1999130652 Withdrawn DE19930652A1 (de) | 1999-07-02 | 1999-07-02 | Umluftheizungsanlage für einen Saunaraum |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19930652A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2004084791A1 (de) * | 2003-03-28 | 2004-10-07 | Paul Haslauer | Verfahren zum betrieb einer warm- oder heissluftkabine sowie warmluftkabine zur durchführung des verfahrens |
| WO2006135308A1 (en) * | 2005-06-13 | 2006-12-21 | Ulf Salomonsson Produktion Ab | A device for active temperature equilisation in a sauna room |
| EP2092926A1 (de) | 2008-01-24 | 2009-08-26 | Franz Hirz | Zusatzvorrichtung für ein Heizgerät |
-
1999
- 1999-07-02 DE DE1999130652 patent/DE19930652A1/de not_active Withdrawn
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2004084791A1 (de) * | 2003-03-28 | 2004-10-07 | Paul Haslauer | Verfahren zum betrieb einer warm- oder heissluftkabine sowie warmluftkabine zur durchführung des verfahrens |
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| CN101080211B (zh) * | 2005-06-13 | 2010-12-15 | 乌尔夫·萨罗蒙森生产股份公司 | 一种用于桑拿室中主动温度平衡的装置 |
| US7904974B2 (en) | 2005-06-13 | 2011-03-15 | Ulf Salomonsson Produktion Ab | Device for active temperature equalization in a sauna room |
| RU2420255C2 (ru) * | 2005-06-13 | 2011-06-10 | Ульф Саломонссон Продукшн Аб | Устройство для активного выравнивания температуры в помещении сауны |
| EP2092926A1 (de) | 2008-01-24 | 2009-08-26 | Franz Hirz | Zusatzvorrichtung für ein Heizgerät |
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