DE19930652A1 - Umluftheizungsanlage für einen Saunaraum - Google Patents

Umluftheizungsanlage für einen Saunaraum

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Matthias Schneider
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    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • A61H33/00—Bathing devices for special therapeutic or hygienic purposes
    • A61H33/06—Artificial hot-air or cold-air baths; Steam or gas baths or douches, e.g. sauna or Finnish baths
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Umluftheizungsanlage für einen Saunaraum, unabhängig von der Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Eine im Saunaraum (1) angeordnete elektrisch betriebene und regelbare Heizungsvorrichtung (2) ist mit einem Gebläse (3) integriert, und die Heizungsvorrichtung (2) ist im Saunaraum (1) derartig angeordnet, daß der Zwangsumlauf der Warmluft bei eingeschaltetem Gebläse (3) alle Teile des Saunaraumes (1) erfaßt. An definierten Orten im Saunaraum (1) sind Strömungsumleitelemente (8) derart angeordnet, daß vorbestimmte Teile des Saunaraumes (1) gleichmäßig mit Warmluft versorgt werden. Oberhalb der Heizungsvorrichtung (2) ist zur Durchführung eines Wasseraufgusses eine Steinbettung (10) angeordnet. DOLLAR A Die Umluftheizungsanlage weist eine Frischluftzuführung (5) mit regelbarer Dosiervorrichtung und eine automatisch gesteuerte Frischluft- und Frischwasserzuführung (5, 12, 13) zur Konstanthaltung der relativen Feuchtigkeit im Saunaraum (2) auf.

Description

Die Erfindung betrifft eine Umluftheizungsanlage für einen Saunaraum, unabhängig von der Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Eine Saunaanlage stellt ein Heißluft-Feuchtigkeitsbad dar, welches durch Anregung des Kreislaufs und des Stoffwechsels der Steigerung des Wohlbefindens und damit der Gesundheit des Menschen dient. Besonders Erkältungskrankheiten, Störungen des vegetativen Nervensystems und rheumatische Erkrankungen können positiv beeinflußt werden und insgesamt wird das Abwehrsystem des Körpers gestärkt.
In der Sauna wird durch eine Heizungsanlage im Saunaraum eine trockene Hitze von ca. 50°C bis ca. 85°C bei einer durch­ schnittlichen relativen Feuchtigkeit der Luft von ca. 6% erreicht. Durch periodische Wassergüsse auf heiße Steine wird die relative Feuchtigkeit kurzfristig erhöht und damit der Wärmeübergang auf den Körper gesteigert.
Die meisten Heizungsanlagen arbeiten mit einem natürlichen Wärmeumlauf im Saunaraum. Die Heiße Luft steigt dabei von der Heizungsanlage nach oben und wird von der nachströmenden Heißluft bis an das Deckenende gefördert, senkt sich durch Abkühlung ab und strömt entlang der rückwärtigen Saunawand nach unten. Die abgekühlte Heißluft ist wesentlich schwerer und fällt dadurch nach unten und wird von der Heizungsanlage angesaugt, wodurch der Kreislauf geschlossen ist.
Hieraus wird leicht erkennbar, daß die Temperatur innerhalb des Saunaraumes sehr unterschiedlich ist. So ist die Tempera­ tur im Bereich der oberen Bänke sehr viel höher als im Bereich der unteren Bänke. Entsprechende Temperaturgradienten sind auch im Bereich von der hinteren Saunawand nach vorn vorhan­ den.
Da der Umlauf der Heißluft im Saunaraum nur durch Temperatur­ differenzen bedingt ist, geht die Heißluftumwälzung relativ langsam vonstatten. Die Wärmeverluste sind dabei relativ hoch.
Aus der DE 42 14 769 A1 ist eine Saunaheizanlage bekannt, welche aus einem Gehäuse und einem darin angeordneten Heiz­ gerät mit einem vertikalen Luftdurchgang im Gehäuse besteht. Die Heizanlage ist vorzugsweise außerhalb der Sauna instal­ liert und ist mit einem Absaugrohr im Bodenbereich und einer Heißlufteinführung im oberen Bereich des Saunaraumes mit diesem verbunden. Eine solche Heizanlage eignet sich nur für sehr kleine Saunaräume. Sie weist aber einige Nachteile auf. So sind besondere Isolierungen für den Heizkörper erforder­ lich, um größere Wärmeverluste zu vermeiden. Ein Wasseraufguß und damit eine Veränderung der relativen Feuchtigkeit mit einer vorteilhaften Veränderung des Wärmeübergangs lassen sich damit nicht durchführen. Desgleichen können auch keine Essen­ zen und Duftstoffe eingesetzt werden. Wesentliche Funktionen einer Saunaheizanlage sind damit nicht durchführbar.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, diese genann­ ten Nachteile zu vermeiden und im Saunaraum eine bessere Temperaturverteilung, Energieeinsparungen und eine bessere Durchmischung zwischen Frischluft und Warmluft zu erreichen. Eine bessere und gleichmäßigere Temperaturverteilung begün­ stigt auch das Temperaturempfinden, wodurch das Wohlempfinden der badenden Personen gesteigert wird.
Die Lösung dieser Aufgaben erfolgt dadurch, daß bei einer Umluftheizungsanlage für einen Saunaraum eine im Saunaraum angeordnete elektrisch betriebene und regelbare Heizungsvor­ richtung mit einem Gebläse integriert ist, und der Heizungs­ körper im Saunaraum derartig angeordnet ist, daß der Zwangsum­ lauf der Warmluft bei eingeschaltetem Gebläse alle Teile des Raumes gleichmäßig erfaßt.
Die Anordnung des Heizkörpers mit Gebläse im Saunaraum gewähr­ leistet einen Zwangsumlauf der Heißluft und damit eine bessere und gleichmäßigere Temperaturverteilung und ermöglicht ferner die Durchführung von Wasseraufgüssen auch unter Anwendung von Essenzen und Duftstoffen.
Zur weiteren Verbesserung der Temperaturverteilung der Heiß­ luft im Saunaraum sind nach der Erfindung an definierten Orten im Saunaraum Strömungsumleitelemente angeordnet, derart, daß vorbestimmte Teile des Saunaraumes gleichmäßig mit Warmluft versorgt werden.
Zur Durchführung eines Dampfaufgusses ist oberhalb der Hei­ zungsvorrichtung eine Steinbettung angeordnet.
In Weiterbildung der Erfindung weist die Heizungsvorrichtung eine Frischluftzuführung mit regelbarer Dosiervorrichtung auf, so daß die Durchmischung mit Frischluft automatisiert und damit wesentlich verfeinert und verbessert werden kann.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Heizungsvorrichtung mit einer Thermosstatsteuerung versehen, welche eine automatisch gesteuerte Frischluft- und Frischwasserzuführung zur Konstant­ haltung der relativen Feuchtigkeit bei einer definierten Heißlufttemperatur aufweist.
Damit können die entscheidenden Größen einer Sauna fest vorge­ geben und eingehalten werden. Diese Möglichkeit, mit der zu­ fallsbedingte Änderungen der genannten Größen absolut aus­ geschlossen werden, ist besonders für Personen wichtig, welche unter Kreislauferkrankungen oder dergleichen leiden und die nur unter festen, stabilen und kontrollierten Bedingung eine Sgung aufsuchen dürfen. Damit wird mit Hilfe der Erfindung ein Saunabad auch solchen Personen erschlossen.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben ist. Die Figur zeigt eine schematische Schnittzeichnung eines Saunaraumes 1, in dem eine Saunaheizvorrichtung 2 angeordnet ist. Diese Heizvorrichtung 2 wird mittels Heizspiralen 4 elektrisch betrieben. Durch einen integrierten Lüfter 3 wird durch einen Frischluft-Ansaugstutzen 5 Außenluft und durch den inneren Ansaugstützen 11 abgekühlte Luft aus dem Saunaraum 1 angesaugt, durch die Heizspiralen 4 erhitzt und durch den Kamin 9 der Heizvorrichtung 2 in den Saunaraum 1 geblasen. Die verbrauchte Luft aus dem Saunaraum 1 wird durch die Ablaßöff­ nung 7 nach außen gegeben. Die Ansaugöffnungen 5 und 11 sowie auch die Ablaßöffnung 7 können mit einem steuerbaren Ventil und jeweils mit einem Kleinlüfter ausgerüstet sein, so daß der Zu- bzw. Abfluß vollständig geregelt werden kann.
Das Saunaheizgerät 2 weist eine thermosstatische Steuerung 6 auf, mit deren Hilfe die Temperatur der Heißluft im Saunaraum 1 und seine relative Luftfeuchte in vorgegebener Weise gere­ gelt werden kann.
Zur gleichmäßigen Verteilung der Heißluft durch einen vor­ gegebenen Strömungsverlauf im Saunaraum dienen auch Strömungs­ umlenkkörper 8, wodurch erreicht wird, daß die in unterschied­ lichen Ebenen angeordneten Bänke und Liegen 4 der gleichen Temperatur unterworfen sind.
Durch einen Wassertank 12 über der Heizvorrichtung 2 läßt sich auch der von Zeit zu Zeit durchzuführende Wasseraufguß automa­ tisieren. Hierzu ist ein steuerbares Öffnungs- und Schließven­ til 13 in einer Leitung angeordnet, welche den Wassertank 12 mit dem Kamin 9 der Heizvorrichtung 2 verbindet.
Die thermosstatische Steuerung 6 ermöglicht die Einhaltung einer vorgegebenen Temperatur in der Saunaanlage 1, die Einhaltung und zu einem bestimmten Zeitpunkt definierte Änderung einer vorgegebenen relativen Luftfeuchtigkeit. Sie ermöglicht ferner Wasseraufgüsse in vorbestimmter Menge zu einer vorgegebenen Zeit. Damit kann der gesamte Ablauf eines Saunabades vorbestimmt und geregelt werden. Durch die Steue­ rung nach der Erfindung kann die erforderliche Heizungsnergie maximal genutzt werden, da die Mischung der Zuluft oder Frischluft mit der inneren Umwälzluft und die auszustoßende Abluft genau dosierbar ist. Darüberhinaus erfolgt die Luftver­ teilung im Saunaraum 1 gleichmäßig, so daß nur ein geringer Temperaturgradient vorhanden ist.

Claims (5)

1. Umluftheizungsanlage für einen Saunaraum, dadurch gekenn­ zeichnet, daß eine im Saunaraum (1) angeordnete elektrisch betriebene und regelbare Heizungsvorrichtung (2) mit einem Gebläse (3) integriert ist, und die Heizungsvorrichtung (2) im Saunarauiu (1) derartig angeordnet ist, daß der Zwangsum­ lauf der Warmluft bei eingeschaltetem Gebläse (3) alle Teile des Saunaraumes (1) erfaßt.
2. Umluftheizungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß an definierten Orten im Saunaraum (1) Strömungsum­ leitelemente (8) angeordnet sind, derart, daß vorbestimmte Teile des Saunaraumes (1) gleichmäßig mit Warmluft versorgt werden.
3. Umluftheizungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß oberhalb der Heizungsvorrichtung (2) zur Durchführung eines Wasseraufgusses eine Steinbettung (10) angeordnet ist.
4. Umluftheizungsanlage nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß diese eine Frischluftzuführung (5) mit regelbarer Dosiervorrichtung aufweist.
5. Umluftheizungsanlage nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizungsvorrich­ tung (2) mit einer Thermosstatsteuerung (6) versehen ist, welche eine automatisch gesteuerte Frischluft- und Frisch­ wasserzuführung (5, 12, 13) zur Konstanthaltung der relativen Feuchtigkeit im Saunaraum (2) aufweist.
DE1999130652 1999-07-02 1999-07-02 Umluftheizungsanlage für einen Saunaraum Withdrawn DE19930652A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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