DE19932872A1 - Speisebox für die Speiseverteilung - Google Patents
Speisebox für die SpeiseverteilungInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Speisebox für die Speiseverteilung mit mindestens einem wärmeisolierenden Außenbehälter (14), einer in den Außenbehälter einsetzbaren Essschale (16) und einem mit der Essschale thermisch verbindbaren Wärmespeicher (22). Um eine Qualitätseinbuße während der Verteilung der Speise zu vermeiden, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß der Wärmespeicher (22) als Latentwärmespeicher ausgebildet ist, der aus einem Gemisch aus mindestens zwei Speicherkomponenten besteht, von denen mindestens eine erste Speicherkomponente eine Umwandlungstemperatur oberhalb und mindestens eine zweite Speicherkomponente eine Umwandlungstemperatur unterhalb eines Garpunkts von 85 C aufweist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Speisebox für die Speise
verteilung mit einem wärmeisolierenden Außenbehälter,
einer in den Außenbehälter einsetzbaren Essschale und
einem mit der Essschale thermisch gekoppelten Wärme
speicher.
Speiseboxen dieser Art werden beispielsweise in Kran
kenhäusern, Altenheimen oder von Speisezubringerdien
sten für den Transport von warmen Speisen eingesetzt.
Der wärmeisolierte Außenbehälter und der Wärmespeicher
haben dabei die Aufgabe, die Speise während des Trans
ports auf der gewünschten Esstemperatur zu halten. Die
se Temperatur liegt in der Größenordnung von 65 bis
80°C. Für den Transport und die Aufbewahrung von Spei
sen ist es jedoch von Nachteil, wenn sie über längere
Zeit warmgehalten werden. Beim langen Warmhalten leidet
die Speise qualitativ. Dies rührt daher, daß Ge
schmacksstoffe, Vitamine unter erhöhter Temperatur ab
gebaut werden.
Andererseits müssen die Speisen gegart werden. Beim
Garprozeß muß eine bestimmte Mindesttemperatur von etwa
85°C erreicht werden. Für den Garprozeß ist immer eine
gewisse Zeit erforderlich. Er ist unbedingt notwendig,
um die Speisen genießbar zu machen.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zu
grunde, eine Speisebox zu entwickeln, mit der es mög
lich ist, die Qualität der transportierten und warmge
haltenen Speisen zu verbessern.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird die im Patentanspruch 1
angegebene Merkmalskombination vorgeschlagen. Vorteil
hafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Der erfindungsgemäßen Lösung liegt der Gedanke zugrun
de, daß die zu einem Bestimmungsort zu transportierende
Speise zunächst außerhalb der Speisebox vorgegart und
im vorgegarten Zustand in die Speisebox eingebracht
wird, daß die vorgegarte Speise in der Speisebox mit
Hilfe des Wärmespeichers bei einer Temperatur oberhalb
eines Garpunkts von 85°C fertiggegart und anschließend
mit Hilfe des Wärmespeichers bei einer Temperatur un
terhalb des Garpunkts bis zum Verbrauch über eine ge
wisse Zeit warmgehalten wird. Mit diesen Maßnahmen ist
es möglich, die Speisebox mit der vorgegarten Speise
noch während des Garprozesses zumindest teilweise zu
ihrem Bestimmungsort zu transportieren. Damit kann bei
definierter Garzeit die Warmhaltezeit der Speise ver
kürzt und die Qualität der Speise verbessert werden. Um
dies zu ermöglichen, wird der als Latentwärmespeicher
ausgebildete Wärmespeicher der Speisebox unter Einbrin
gung einer mindestens der freisetzbaren Latentwärme
entsprechenden Wärmemenge auf eine Temperatur oberhalb
des Garpunkts der Speise aufgeheizt, bevor die vorge
garte Speise eingefüllt wird. Als Latentwärmespeicher
wird bevorzugt ein Gemisch aus mindestens zwei Spei
cherkomponenten verwendet, von denen mindestens eine
erste eine Garkomponente bildende Speicherkomponente
eine Umwandlungstemperatur oberhalb und mindestens eine
zweite, eine Warmehaltekomponente bildende Speicherkom
ponente eine Umwandlungstemperatur unterhalb eines Gar
punkts von 85°C aufweist. Als besonders vorteilhaft
hat es sich erwiesen, wenn die Garkomponente eine Um
wandlungstemperatur von 85 bis 130°C aufweist, während
die Warmhaltekomponente eine Umwandlungstemperatur von
60 bis 80°C aufweisen sollte. Die Speicherkomponenten
sollten so ausgewählt werden, daß ihre Latentwärme min
destens 200 kJ/kg aufweist, wobei zweckmäßig ein Pha
senübergang von flüssig nach fest auftritt.
Um eine optimale Wärmeübertragung zu gewährleisten, ist
es von Vorteil, wenn die Dichte der Garkomponente in
festem Zustand größer als im flüssigen Zustand ist. Ei
ne weitere Verbesserung in dieser Hinsicht wird dadurch
erzielt, daß die Dichte der Garkomponente in festem Ag
gregatzustand größer ist als die Dichte der Warmhalte
komponenten in flüssigem Zustand. Dadurch kann sich die
Garkomponente beim Auskristallisieren innerhalb des
noch teilweise flüssigen Speichermaterials absetzen,
wodurch die Wärmeisolierung nach unten und die Wärme
übertragung nach oben in die Speise hinein verbessert
wird. Von besonderem Vorteil ist es, wenn die einzelnen
Speicherkomponenten ineinander unlöslich sind. In die
sem Falle kommt es zu einem definierten kurzzeitigen
Übergang zwischen der Gartemperatur und der Warmhalte
temperatur.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor,
daß die Garkomponente Erythrit enthält, während die
Warmhaltekomponente überwiegend aus Behensäure besteht.
Die Garzeit und die maximale Warmhaltezeit können da
durch gesteuert werden, daß das Mischungsverhältnis von
Erythrit und Behensäure im Latentwärmespeicher vorzugs
weise zwischen 1 : 3 und 3 : 1 definiert eingestellt wird.
Besonders gute Ergebnisse wurden mit einem Mischungs
verhältnis von 1 : 1 erzielt.
Zur Vermeidung einer Unterkühlung des Latentwärmespei
chers im Bereich der Umwandlungstemperatur kann dem La
tentwärmespeicher zusätzlich ein Keimbildner zugesetzt
werden, der beispielsweise aus CaCO3 oder aus Dodecan
diol besteht. Der Gewichtsanteil des Keimbildners im
Latentwärmespeicher beträgt zweckmäßig etwa 0,3 bis
3%.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung kann der Latentwärmespeicher ein Paraffinge
misch mit variablem Molekulargewicht enthalten, dessen
Gemischkomponenten teilweise eine Garkomponente mit ei
ner Umwandlungstemperatur oberhalb 85°C und teilweise
eine Warmhaltekomponente mit einer Umwandlungstempera
tur unterhalb 85°C aufweisen. Die Umwandlungstempera
tur des Paraffingemisches weist dabei zweckmäßig einen
im wesentlichen stetigen Verlauf zwischen 120°C und
60°C, vorzugsweise zwischen 100°C und 75°C auf.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Speisebox mit Ess
schale und in der Essschale integriertem Wär
mespeicher;
Fig. 2 einen Schnitt durch eine Speisebox mit Ess
schale und separatem Wärmespeicher;
Fig. 3 ein Meßdiagramm für den zeitabhängigen Tempe
raturverlauf eines in einer Speisebox angeord
neten Latentwärmespeichers aus einem Gemisch
aus Erythrit und Behensäure;
Fig. 4 ein Meßdiagramm entsprechend Fig. 3 für einen
Latentwärmespeicher aus einem Paraffingemisch
(Kurve 1) und Behensäure (Kurve 2).
Die in den Fig. 1 und 2 gezeigten Speiseboxen weisen
einen aus einem Bodenteil 10 und einem Deckelteil 12
bestehenden wärmeisolierenden Außenbehälter 14, eine
Essschale 16 mit einer Speisemulde 18 zur Aufnahme ei
ner Speise 20 und einen Wärmespeicher 22 auf. Bei dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 weist der Wärmespeicher
22 eine einstückig mit der Essschale 16 verbundene,
hermetisch abschließbare Speicherkammer 24 auf, in der
das Speichermaterial 26 so angeordnet ist, daß es in
unmittelbarem thermischem Kontakt mit der Speisemulde
18 der Essschale 16 steht. Das Ausführungsbeispiel nach
Fig. 2 unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel nach
Fig. 1 dadurch, daß der Wärmespeicher 22 als von der
Essschale 16 getrennte Speicherzelle 27 ausgebildet
ist, die eine Speicherkammer 24 zur Aufnahme des Spei
chermaterials 26 sowie eine Wärmeübertragungsfläche 28
aufweist. Auf die Wärmeübertragungsfläche 28 ist eine
separate Essschale 16 unter Herstellung eines thermi
schen Kontakts aufstellbar.
Der Wärmespeicher 22 ist als Latentwärmespeicher ausge
bildet, dessen Speichermaterial 26 aus mehreren Spei
cherkomponenten mit unterschiedlichen Umwandlungstempe
ratur besteht. Damit wird erreicht, daß ein Teil der
freigegebenen Latentwärme bei einer Temperatur oberhalb
eines definierten Garpunkts von 85°C zum Nachgaren der
Speise verwendet werden kann, während ein anderer Teil
der freigesetzten Latentwärme bei einer Temperatur un
terhalb des Garpunkts zum Warmhalten benutzt wird.
Das in Fig. 1 gezeigte Diagramm wurde aufgenommen für
einen Latentwärmespeicher, dessen erste Speicherkompo
nente aus Erythrit mit einer Umwandlungstemperatur von
110°C und dessen zweite Speicherkomponente aus Behen
säure mit einer Umwandlungstemperatur von ca. 78°C be
steht, in einem Gewichtsverhältnis von 1 : 1. Dem Gemisch
war außerdem ein Keimbildner CaCO3 mit einem Gewichts
anteil von 1% beigemischt.
Das in einer Speisebox nach Fig. 1 befindliche Spei
chermaterial 26 wurde unter Einbringen von Wärme und
Aufschmelzen des Speichermaterials auf über 120°C auf
geheizt und nach dem Aufheizen in den wärmeisolierenden
Außenbehälter 14 der Speisebox eingestellt. Die Tempe
ratur wurde mit einem Temperaturfühler am Boden der
Speisemulde 18 der Essschale 16 gemessen und in Abhän
gigkeit von der Zeit aufgezeichnet (Kurve 1). Mit einem
weiteren Meßfühler wurde die Raumtemperatur gemessen
und zur Aufzeichnung gebracht (Kurve 2).
Aus Fig. 3 ist anhand der Meßkurve 1 zu ersehen, daß
nach der Abkühlung in dem Kurvenabschnitt a ein rascher
Temperaturabfall auf etwa 107°C erfolgt und daß im An
schluß daran nach einem kurzen Anstieg etwa über 30 Mi
nuten lang ein konstanter Temperaturverlauf bei 110°C
zu verzeichnen ist (Abschnitt b). Nach etwa einer hal
ben Stunde tritt ein erneuter rascher Temperaturabfall
von 110°C auf 74°C ein (Kurvenabschnitt c), der nach
einem kurzen Anstieg in ein mehr als eine Stunde dau
erndes Temperaturplateau von etwa 75°C übergeht
(Abschnitt d). Nach etwa 2¼ Stunden nimmt dann die Tem
peratur etwas schneller in Richtung Umgebungstemperatur
ab (Abschnitt e).
Der Kurvenabschnitt a bezieht sich auf eine sensible
Abkühlung der Schmelze bis zum Anfang der Auskristalli
sation des Bestandteils Erythrit. Die Unterkühlung zwi
schen den Kurven a und b ist auf eine verzögerte Kri
stallbildung zurückzuführen. Das Plateau im Abschnitt b
rührt von der Auskristallisation der Erythrit-Komponen
te. Das auskristallisierte Erythrit ist schwerer als
die verbleibende Schmelze und sinkt zum Behälterboden,
so daß der Wärmeübergang im Bereich der Meßstelle nicht
geändert wird. Nach vollständigem Auskristallisieren
des Erythrits erfolgt eine erneute sensible Abkühlung
des Speichermaterials, die rasch unter den Garpunkt von
85°C absinkt. Bei etwa 75°C setzt dann die Kristalli
sation der Behensäure ein, und zwar ebenfalls nach ei
ner kleinen Unterkühlung an der Übergangsstelle zwi
schen den Kurvenabschnitten c und d. Im Verlauf des
Auskristallisierens der Behensäure wächst der Latent
speicher 28 allmählich durch die sich bildenden Kri
stalle zu, so daß es auch im Bereich der Meßstelle zu
einer Änderung des Wärmeübergangs kommt. Dies ist ein
Grund dafür, daß das Plateau im Kurvenabschnitt d nicht
so scharf ausgeprägt ist wie im Bereich b. Der Übergang
zur sensiblen Abkühlung des Festmaterials im Bereich
des Kurvenabschnitts e ist deshalb eher glatt.
Die Kurve 2 zeigt, daß die Umgebungstemperatur über die
gesamte Meßdauer etwa bei 25°C lag. Die schwankende
Raumtemperatur hatte keinen meßbaren Einfluß auf die
Abkühlkurve des Speichermaterials.
In dem Diagramm nach Fig. 4 zeigt die Meßkurve 1 die
Abkühlkurve eines aus einem Paraffingemisch bestehenden
Latentwärmespeicher, dessen Mischungskomponenten unter
schiedliche Molekulargewichte aufweisen. Um eine leich
tere Interpretation des Temperaturverlaufs zu ermögli
chen, ist als Vergleichskurve 2 der Temperaturverlauf
eines aus Behensäure bestehenden Latentwärmespeichers
eingezeichnet. Die Kurve 3 zeigt den Temperaturverlauf
der Raumtemperatur über die Meßzeit.
Zur Aufnahme der beiden Meßkurven 1 und 2 wurde die
Essschale 16 mit ihrer Speicherkammer 24 etwa 30 Minu
ten lang auf eine Temperatur oberhalb des Schmelzpunkts
des Latentwärmespeichers aufgeheizt, bis das gesamte
Speichermaterial geschmolzen war. Nach dem Aufheizen
wurde die Speicherkammer 24 in den wärmeisolierenden
Außenbehälter 14 der Speisebox eingestellt. Die Tempe
ratur wurde mit einem Temperaturfühler am Boden der
Speisemulde 18 der Essschale 16 gemessen und in Abhän
gigkeit von der Zeit aufgezeichnet.
Bei der Kurve 1 (Paraffingemisch) erfolgt zunächst eine
steile Abkühlung bis zum Kristallisationspunkt bei ca.
98°C. Von da an beginnt die Auskristallisation der
Paraffinkomponenten unter Freisetzung der Latentwärme.
Der Temperaturabfall über der Zeit wird flacher
(Abschnitt b). Der Garpunkt von 85°C wird nach etwa
1,3 Stunden unterschritten. Im Kurvenabschnitt c er
folgt schließlich die sensible Abkühlung des vollstän
dig erstarrten Speichermaterials.
Die Abkühlkurve 2 der Behensäure zeigt deutlich die zu
nächst sensible und daher rasche Abkühlung des Spei
chermaterials im Kurvenzweig a, der nach einer Unter
kühlung bei ca. 75°C übergeht in den Kurvenabschnitt b
mit über längere Zeit etwa konstanter Temperatur, der
Umwandlungstemperatur der Behensäure. Nach vollständi
ger Auskristallisation der Behensäure nimmt die Tempe
ratur in dem sensiblen Abschnitt c mit nahezu der glei
chen Steigung ab wie im Falle des Paraffins (Kurve 1).
Die Diagramme nach Fig. 3 und 4 (jeweils Kurve 1) zei
gen, daß das untersuchte Speichergemisch geeignet ist,
um eine in der Essschale befindliche Speise in einer
ersten Phase nachzugaren und über eine zweite, längere
Phase hinweg warmzuhalten.
Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfin
dung bezieht sich auf eine Speisebox für die Speisever
teilung mit mindestens einem wärmeisolierenden Außenbe
hälter 14, einer in den Außenbehälter einsetzbaren Ess
schale 16 und einem mit der Essschale thermisch ver
bindbaren Wärmespeicher 22. Um eine Qualitätseinbuße
während der Verteilung der Speise zu vermeiden, wird
gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß der Wärmespei
cher 22 als Latentwärmespeicher ausgebildet ist, der
aus einem Gemisch aus mindestens zwei Speicherkomponen
ten besteht, von denen mindestens eine erste Speicher
komponente eine Umwandlungstemperatur oberhalb und min
destens eine zweite Speicherkomponente eine Umwand
lungstemperatur unterhalb eines Garpunkts von 85°C
aufweist.
Claims (37)
1. Speisebox für die Speiseverteilung mit einem wär
meisolierenden Außenbehälter (14), einer in den Au
ßenbehälter einsetzbaren Essschale (16) und einem
mit der Essschale thermisch gekoppelten Wärmespei
cher, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmespeicher
als Latentwärmespeicher ausgebildet ist, der aus
einem Gemisch aus mindestens zwei Speicherkomponen
ten besteht, von denen mindestens eine erste Spei
cherkomponente eine Umwandlungstemperatur oberhalb
und mindestens eine zweite Speicherkomponente eine
Umwandlungstemperatur unterhalb eines Garpunkts von
85°C aufweist.
2. Speisebox nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Speicherkomponente eine Umwand
lungstemperatur von 85 bis 130°C aufweist.
3. Speisebox nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zweite Speicherkomponente eine
Umwandlungstemperatur von 60 bis 80°C aufweist.
4. Speisebox nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Speichermaterial eine La
tentwärme von mindestens 150 kJ/kg aufweist.
5. Speisebox nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dichte der festen Speicher
komponente größer als die der zugehörigen flüssigen
Speicherkomponente ist.
6. Speisebox nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dichte der ersten Speicher
komponente im festen Aggregatzustand größer ist als
die Dichte der zweiten Speicherkomponente im flüs
sigen Aggregatzustand.
7. Speisebox nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die erste Speicherkomponente in
der zweiten Speicherkomponente unlöslich ist.
8. Speisebox nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die erste Speicherkomponente
Erythrit enthält.
9. Speisebox nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweite Speicherkomponente
Behensäure enthält.
10. Speisebox nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Latentwärmespeicher Erythrit
und Behensäure in einem Gewichtsverhältnis von 1 : 3
bis 3 : 1, vorzugsweise von 1 : 1 enthält.
11. Speisebox nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß dem Latentwärmespeicher
zusätzlich ein Keimbildner zugesetzt ist.
12. Speisebox nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Keimbildner aus CaCO3 besteht.
13. Speisebox nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Keimbildner aus Dodecandiol besteht.
14. Speisebox nach einem der Ansprüche 11 bis 13, da
durch gekennzeichnet, daß der Gewichtsanteil des
Keimbildners im Latentwärmespeicher 0,3 bis 3% be
trägt.
15. Speisebox nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Latentwärmespeicher als
Wachsgemisch, vorzugsweise als Paraffingemisch be
stehend aus mindestens einer ersten Mischungskompo
nente mit einer Schmelztemperatur oberhalb 85°C
und aus mindestens einer zweiten Mischungskomponen
te mit einer Schmelztemperatur unterhalb 85°C aus
gebildet ist.
16. Speisebox nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Mischungskomponente im festen Aggre
gatzustand eine größere Dichte aufweist als die
zweite Mischungskomponente im flüssigen Aggregatzu
stand.
17. Speisebox nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schmelztemperatur der Mischungs
komponenten des Wachs- oder Paraffingemisches einen
im wesentlichen stetigen Temperaturverlauf zwischen
120 und 60°C, vorzugsweise zwischen 100 und 75°C
aufweist.
18. Mischung zur Speicherung von latenter Wärme, ge
kennzeichnet durch mindestens eine erste, als Gar
komponente ausgebildete Speicherkomponente mit ei
ner Umwandlungstemperatur oberhalb eines Garpunkts
von 85°C und einer als Warmhaltekomponente ausge
bildeten Speicherkomponente mit einer Umwand
lungstemperatur unterhalb des Garpunkts.
19. Mischung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß die Garkomponente eine Umwandlungstemperatur
von 85 bis 130°C aufweist.
20. Mischung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Warmhaltekomponente eine Umwand
lungstemperatur von 60 bis 80°C aufweist.
21. Mischung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, da
durch gekennzeichnet, daß die Dichte der festen
Garkomponente größer ist als die der flüssigen Gar
komponente.
22. Mischung nach einem der Ansprüche 18 bis 21, da
durch gekennzeichnet, daß die Dichte der Garkompo
nente im festen Aggregatzustand größer ist als die
Dichte der flüssigen Warmhaltekomponente.
23. Mischung nach einem der Ansprüche 18 bis 22, da
durch gekennzeichnet, daß die Garkomponente in der
Warmhaltekomponente unlöslich ist.
24. Mischung nach einem der Ansprüche 18 bis 23, da
durch gekennzeichnet, daß die Garkomponente
Erythrit enthält.
25. Mischung nach einem der Ansprüche 18 bis 24, da
durch gekennzeichnet, daß die Warmhaltekomponente
Behensäure enthält.
26. Mischung nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Latentwärmespeicher Erythrit
und Behensäure in einem Mischungsverhältnis von 1 : 3
bis 3 : 1, vorzugsweise von 1 : 1 enthält.
27. Mischung nach einem der Ansprüche 18 bis 26, ge
kennzeichnet durch einen zusätzlichen Keimbildner.
28. Mischung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet,
daß der Keimbildner aus CaCO3 besteht.
29. Mischung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet,
daß der Keimbildner aus Dodecandiol besteht.
30. Mischung nach einem der Ansprüche 27 bis 29, da
durch gekennzeichnet, daß der Gewichtsanteil des
Keimbildners 0,3 bis 3% beträgt.
31. Mischung nach einem der Ansprüche 18 bis 23, ge
kennzeichnet durch ein vorzugsweise als Paraffinge
misch ausgebildetes Wachsgemisch, bestehend aus
Garkomponenten mit einer Umwandlungstemperatur
oberhalb 85°C und aus Warmhaltekomponenten mit ei
ner Umwandlungstemperatur unterhalb 85°C.
32. Mischung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet,
daß die Garkomponenten im festen Aggregatzustand
eine größere Dichte aufweisen als die Warmhaltekom
ponenten im flüssigen Aggregatzustand.
33. Mischung nach Anspruch 31 oder 32, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schmelztemperatur des Wachs- oder
Paraffingemischs einen im wesentlichen stetigen
Verlauf zwischen 120°C und 60°C, vorzugsweise
zwischen 100°C und 75°C aufweist.
34. Verfahren zum Garen und Warmhalten von Speisen, die
unter Verwendung von Speiseboxen mit einem Wärme
speicher zur Verteilung gebracht werden, dadurch
gekennzeichnet, daß die Speise zunächst außerhalb
der Speisebox vorgegart wird und sodann im vorge
garten Zustand in die Speisebox eingebracht wird,
daß die vorgegarte Speise in der Speisebox mit Hil
fe des Wärmespeichers bei einer Temperatur oberhalb
eines Garpunkts von 85°C fertiggegart wird und an
schließend mit Hilfe des Wärmespeichers bei einer
Temperatur unterhalb des Garpunkts über eine gewis
se Zeit warmgehalten wird.
35. Verfahren nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet,
daß die Speisebox mit der vorgegarten Speise wäh
rend des Garprozesses zu einem Bestimmungsort
transportiert wird.
36. Verfahren nach Anspruch 34 oder 35, dadurch gekenn
zeichnet, daß der als Latentwärmespeicher ausgebil
dete Wärmespeicher vor dem Einfüllen der vorgegar
ten Speise unter Einbringung einer mindestens der
freisetzbaren Latentwärme entsprechenden Wärmemenge
auf eine Temperatur oberhalb des Garpunkts aufge
heizt wird.
37. Verfahren nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Latentwärmespeicher mit mindestens zwei
Speicherkomponenten verwendet wird, von denen min
destens eine erste Speicherkomponente eine Umwand
lungstemperatur oberhalb und mindestens eine zweite
Speicherkomponente eine Umwandlungstemperatur un
terhalb eines Garpunkts von 85°C aufweist.
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|---|---|---|---|
| DE19932872A DE19932872A1 (de) | 1999-07-16 | 1999-07-16 | Speisebox für die Speiseverteilung |
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