DE19940436A1 - Arbeitsgerät zur Bearbeitung von Oberflächen - Google Patents

Arbeitsgerät zur Bearbeitung von Oberflächen

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    • A47LDOMESTIC WASHING OR CLEANING; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
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Abstract

Ein Arbeitsgerät zur Behandlung von Oberflächen, insbesondere ein Fußbodenwischer, ein Reinigungsschwamm, ein Fensterreinigungsgerät oder eine Farbauftragsvorrichtung, besitzt einen Träger, an dem ein Arbeitsteil auswechselbar angebracht werden kann. Dabei ist vorgesehen, daß das Arbeitsteil magnetisch an dem Träger gehalten ist, wobei insbesondere das Arbeitsteil zumindest abschnittsweise mit einer metallenen oder Metall enthaltenden Beschichtung versehen sein kann.

Description

Die Erfindung betrifft ein Arbeitsgerät zur Bearbeitung von Oberflächen, insbesondere Fußbodenwischer, Reinigungs­ schwämme, Fensterreinigungsgeräte oder Farbauftragsvorrich­ tungen, mit einem Träger, an dem ein Arbeitsteil auswech­ selbar anbringbar ist.
Entsprechende Arbeitsgeräte finden in verschiedenen Ausge­ staltungen und auf unterschiedlichen Gebieten Anwendung. Einerseits kann es sich um sogenannte textile Reinigungsge­ räte wie Fußbodenwischer, Fensterreinigungsgeräte, Mops etc., andererseits jedoch auch um Farbauftragsvorrichtun­ gen, beispielsweise Farbroller, Farbstempel oder Farbauf­ tragsschwämme handeln. In allen Fällen ist ein Träger mit einem Stiel oder Handgriff verbunden und trägt ein Arbeits­ teil, das über die zu bearbeitende, zu reinigende oder mit Farbe zu versehende Oberfläche geführt wird. Das Arbeits­ teil kann als Vlies, Schwamm, Tuch, Pad oder Filz ausgebil­ det sein. Im folgenden soll beispielhaft von einem Fußbo­ denwischer ausgegangen werden, jedoch ist die Erfindung darauf nicht beschränkt.
Ein Fußbodenwischer besitzt in der Regel einen plattenför­ migen, steifen Träger, auf dessen Oberseite ein Stiel ge­ lenkig montiert ist. An der Unterseite des Trägers ist das Arbeitsteil in Form eines Wischbezuges anbringbar. Der Wischbezug kann entweder elastische Haltebänder besitzen, die um den Träger herumlegbar sind. Die Anbringung der Hal­ tebänder ist aufwendig und darüber hinaus hat sich gezeigt, daß im Laufe der Betriebsdauer eine sichere und genaue Hal­ terung des Wischbezuges mit den Haltebändern nicht gewähr­ leistet ist. Alternativ ist es auch bekannt, auf der Ober­ seite des Wischbezuges zwei Taschen auszubilden, in die der Träger einführbar ist. Um den Wischbezug sicher zu halten, steht dieser unter einer Vorspannung, womit der Nachteil verbunden ist, daß er im Laufe der Zeit ausleiert und damit unbrauchbar wird. Um den Träger in die Taschen des Wischbe­ zuges einzuführen, muß der Träger entweder in sich flexibel sein, wodurch die Gesamtstabilität des Fußbodenwischers herabgesetzt ist, oder er ist aus zwei schwenkbar miteinan­ der verbundenen Trägerteilen aufgebaut, die in einer Strecklage miteinander verrastbar sind. Ein derartiger, in sich klappbarer Träger ist jedoch konstruktiv sehr aufwen­ dig und somit teuer.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Arbeitsgerät der genannten Art zu schaffen, bei dem das Arbeitsteil in einfacher Weise auswechselbar und sicher an dem Träger ge­ halten ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Arbeitsgerät dadurch gelöst, daß das Arbeitsteil magnetisch an dem Trä­ ger gehalten ist. Aufgrund der zwischen dem Träger und dem Arbeitsteil wirksamen magnetischen Haltekräfte läßt sich das Arbeitsteil in einfacher Weise an dem Träger anbringen und bei Bedarf von diesem abnehmen, ohne daß der Träger in irgendwelche Taschen eingeführt oder Haltebänder um den Träger herumgelegt werden müssen. Auf diese Weise ist die Handhabung deutlich vereinfacht, da der Wischbezug nicht nur in einer einzigen vorbestimmten Ausrichtung am Träger anbringbar ist, sondern der Benutzer zur Aufnahme des Wischbezugs lediglich den Träger in beliebiger Ausrichtung dem Wischbezug nähern muß, wodurch dieser infolge der Mag­ netkräfte am Träger festgelegt wird.
Um zwischen dem Träger und dem Arbeitsteil die magnetische Haltekraft wirksam werden zu lassen, muß der Träger und/oder das Arbeitsteil mit Magneten versehen sein. In bevor­ zugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß an dem Träger zumindest ein Magnet angebracht ist, der auf das Arbeitsteil bzw. den Wischbezug die notwendige Haltekraft ausübt. Das Arbeitsteil kann ebenfalls magnetisch ausgebil­ det sein, vorzugsweise sind an dem Arbeitsteil jedoch me­ tallene oder Metall enthaltende Teile vorhanden, die mit dem Magneten des Trägers zusammenwirken.
Vorzugsweise sind die Magnete auf derjenigen Oberfläche des Trägers angebracht, die mit dem Arbeitsteil in direkte An­ lage kommt. Auf diese Weise ist eine hohe Magnetkraft si­ chergestellt. Wenn der Träger aus Kunststoff besteht und insbesondere bei einem entsprechenden plattenförmigen Trä­ ger kann jedoch auch vorgesehen sein, die Magnete in das Kunststoff-Material des Trägers vollständig einzubetten, so daß die Magnete vor äußeren mechanischen Beanspruchungen geschützt sind. Darüber hinaus können die Magnete auf diese Weise vor Korrosion geschützt werden und es ist desweiteren vermieden, daß die relativ harten Magneten mit dem weichen Wischbezug in direkten Kontakt kommen und diesen infolge Reibung im Laufe der Zeit beschädigen.
Ein Wischbezug besteht in der Regel aus einer textilen Trä­ gerschicht, auf der zumindest einseitig Wischfasern oder -fäden hervorstehen. Insbesondere auf der den Wischfasern oder -fäden abgewandten Oberfläche der textilen Träger­ schicht kann das Arbeitsteil zumindest abschnittsweise oder auch vollflächig mit einer metallenen oder Metall enthal­ tenden Beschichtung versehen sein. Eine derartige Beschich­ tung kann aufgeklebt, aufgespritzt oder in sonstiger Weise befestigt werden. Das Aufspritzen eignet sich insbesondere dann, wenn die Beschichtung von einem Kunststoff-Material gebildet ist, das metallene Anteile insbesondere in Pulver­ form enthält. Insbesondere bei einem zweiseitig mit Wisch­ fasern oder -fäden versehenen Wischbezug können die metal­ lenen Teile, Beschichtungen oder Fäden bzw. Garne auch in­ nerhalb des Wischbezugs angeordnet und beispielsweise in die Trägerschicht eingearbeitet sein.
Wesentlich für die Funktion des Arbeitsteil insbesondere eines Wischbezuges dürfte sein, daß dieser trotz der Be­ schichtung seine Flexibilität beibehält, damit er gegebe­ nenfalls in üblicher Weise von Hand oder auch mit Pressvor­ richtungen ausgewrungen werden kann. Das Aufbringen einer flachen, im wesentlichen absatzfreien Beschichtung gewähr­ leistet den effektiven Einsatz von bekannten Pressvorrich­ tungen, wobei gegenüber den bekannten Wischbezügen mit auf­ genähten Taschen oder Haltebändern nunmehr erfindungsgemäß keine Nähte oder Säume notwendig sind, wodurch oberfläch­ liche Wülste vermieden sind und eine gleichmäßige Dicke des Wischbezugs gegeben ist.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Arbeitsteil zumindest an einer Seitenkante des Trä­ gers, jedoch insbesondere an allen Seitenkanten des Trägers über diesen hervorsteht. Dieser überstehende Randbereich des Wischbezugs führt bei einem Fußbodenwischer dazu, daß sich die Randbereiche bei der Reinigung von Ecken und Kan­ ten aufstellen, so daß sich auch der Übergang zwischen ei­ nem Fußboden und einer Wand gut reinigen läßt. Bei Reini­ gung des Fußbodens liegen auch die überstehenden Randbe­ reich infolge ihres Eigengewichts auf der Fußbodenoberflä­ che auf, wobei sie eventuelle Unebenheiten des Fußbodens gut ausgleichen können, da auf ihrer Rückseite kein starrer Träger angeordnet ist.
Eine ausreichende Flexibilität der Beschichtung ist gewähr­ leistet, wenn als Beschichtung eine dünne Folie verwendet wird. Dabei kann es sich entweder um eine Metallfolie oder alternativ auch um eine Magnetfolie handeln.
In Weiterbildung der Erfindung kann die Flexibilität des Arbeitsteils auch dadurch erreicht werden, daß die Be­ schichtung in einem Punkt- oder Linienraster aufgebracht ist, d. h. keine vollflächige Beschichtung des Arbeitsteils bildet, sondern daß zwischen Beschichtungspunkten oder -li­ nien ausreichend Freiräume vorhanden sind, die eine Verfor­ mung des Arbeitsteils ermöglichen, ohne zu einer Beschädi­ gung der Beschichtung zu führen.
Alternativ oder zusätzlich dazu kann darüber hinaus vorge­ sehen sein, daß in das Arbeitsteil zumindest in Teilflächen Garne aus metallenem Werkstoff eingearbeitet sind, was in herkömmlicher Weise durch Einnähen, Steppen, Ketteln oder Einweben erfolgen kann. Auch hierbei ist vorgesehen, daß das Arbeitsteil eine ausreichende Flexibilität behält.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Fußbodenwischers,
Fig. 2 den Schnitt II-II in Fig. 1 mit abge­ nommenem Wischbezug und
Fig. 3 eine Aufsicht auf die Beschichtung des Arbeitsteils.
Fig. 1 zeigt einen Fußbodenwischer 10 herkömmlichen Auf­ baus mit einem Träger 11 in Form einer eigenstabilen Kunst­ stoffplatte, auf deren Oberseite über ein Gelenk 16 ein nur angedeuteter Stiel 12 gelenkig montiert ist. Auf der Unter­ seite der Trägerplatte 11 ist ein Wischbezug 13 in lösbarer Weise angebracht, der größer als die untere Fläche der Trä­ gerplatte 11 ist und an allen Seitenkanten über die Träger­ platte 11 hinausragt.
Wie Fig. 2 zeigt, umfaßt der Wischbezug 13b eine textile Trägerschicht 13a, die auf ihrer Unterseite eine Vielzahl von vorstehenden Reinigungsfasern oder -fäden 13 trägt. Auf die Ober- bzw. Rückseite der textilen Trägerschicht 13a ist in einem aus Fig. 3 ersichtlichen Punktraster eine Be­ schichtung 15 aus einem mit Metallpulver durchmischten Kunststoff-Material aufgebracht, die aufgespritzt, aufge­ klebt oder aufgegossen sein kann.
Auf der dem Wischbezug 13 zugewandten Unterseite der Trä­ gerplatte 11 ist ein Magnet 14 bzw. eine Magnetschicht an­ geordnet, die bei Annäherung an die Oberseite des Wischbe­ zuges 13 mit der punktweisen Beschichtung 15 in Wechselwir­ kung tritt, wodurch der Wischbezug 13 fest an der Träger­ platte 11 gehalten ist.
Um den Wischbezug 13 auszuwechseln oder zwecks Reinigung von der Trägerplatte 11 abzunehmen, läßt sich die Magnet­ verbindung in einfacher Weise lösen, indem der Wischbezug 13 mit der Hand oder mit dem Fuß festgehalten und die Trä­ gerplatte 11 abgezogen wird.

Claims (13)

1. Arbeitsgerät zur Bearbeitung von Oberflächen, insbe­ sondere Fußbodenwischer, Reinigungsschwamm, Fenster­ reinigungsgerät oder Farbauftragsvorrichtung, mit ei­ nem Träger (11), an dem ein Arbeitsteil (13) auswech­ selbar anbringbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsteil (13) magnetisch an dem Träger (11) gehal­ ten ist.
2. Arbeitsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Träger (11) zumindest ein Magnet (14) ange­ bracht ist, der mit an dem Arbeitsteil (13) vorhande­ nen metallenen oder Metall enthaltenden Teilen (15) zusammenwirkt.
3. Arbeitsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Arbeitsteil (13) zumindest ab­ schnittsweise mit einer metallenen oder Metall enthal­ tenden Beschichtung (15) versehen ist.
4. Arbeitsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsteil (13) vollflächig mit der Beschich­ tung versehen ist.
5. Arbeitsgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Beschichtung in einem Punkt- oder Linienraster aufgebracht ist.
6. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung von einem Kunst­ stoff gebildet ist, der metallene Anteile insbesondere in Pulverform enthält.
7. Arbeitsgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Beschichtung von einer Folie gebil­ det ist.
8. Arbeitsgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie eine Magnetfolie ist.
9. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in das Arbeitsteil (13) Metall­ garne eingearbeitet sind.
10. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger eine Platte oder ein Griffteil ist.
11. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da­ durch gekennzeichnet, daß das Arbeitsteil ein Vlies, ein Schwamm, ein Tuch, ein Pad oder ein Filz ist.
12. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, da­ durch gekennzeichnet, daß das Arbeitsteil (13) zumin­ dest an einer Seitenkante des Trägers (11) über diesen hervorsteht.
13. Arbeitsgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsteil (13) allseitig über den Träger (11) hervorsteht.
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