DE19941939A1 - Schutzeinrichtung für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Schutzeinrichtung für KraftfahrzeugeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Schutzeinrichtung für Kraftfahrzeuge mit einem in Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs ausfahrbaren Frontelement, mit einem das Frontelement in und gegen die Fahrtrichtung verfahrbaren Antrieb und mit wenigstens einem den Antrieb steuernden Sensor. Erfindungsgemäß ist das Frontelement ein Crashträger, ist der Crashträger hinter der Frontverkleidung des Kraftfahrzeugs angeordnet und weist der Crashträger zumindest abschnittsweise eine Bauhöhe auf, die den bei einem Aufprall relevanten Frontbereich des Kraftfahrzeugs weitgehend abdeckt.
Description
Die Erfindung betrifft Schutzeinrichtung für Kraftfahrzeuge mit
einem in Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs ausfahrbaren
Frontelement, mit einem das Frontelement in und gegen die
Fahrtrichtung verfahrbaren Antrieb und mit wenigstens einem den
Antrieb steuernden Sensor.
Eine solche Schutzeinrichtung für Kraftfahrzeuge ist aus der DE
41 13 031 A1 bekannt. Das dort beschriebene Stoßfängersystem für
ein Kraftfahrzeug weist als Frontelement einen federnd
gelagerten Stoßfänger auf. Die bei solchen Stoßfängersystemen
zum Einsatz kommenden Stoßfänger sind dabei regelmäßig
Rohbaubiegeträger oder separate Biegeträger als Anbauteil.
Solche Stoßfänger weisen den Nachteil auf, dass die Biegeträger
eine relativ geringe Bauhöhe aufweisen, um insbesondere die
Kühlung des Motors und ggf. des Klimaanlageaggregats nicht zu
beeinträchtigen. Aufgrund der geringen Bauhöhe der Biegeträger
wird beim Frontalaufprall des Kraftfahrzeugs nur ca. 20% der
gesamten getroffenen Fahrzeugangriffsfläche von dem Stoßfänger
abgedeckt, der weitgehend alleine für die Absorption der
Aufprallenergie verantwortlich ist.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schutzeinrichtung für
Kraftfahrzeuge der eingangs genannten Art zu schaffen, die das
Unfallverhalten des Kraftfahrzeuges verbessert und eine
Belastung der Insassen des Kraftfahrzeugs beim Aufprall auf ein
Hindernis reduziert und die optisch möglichst unauffällig ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Frontelement ein
Crashträger ist, dass der Crashträger hinter der
Frontverkleidung des Kraftfahrzeuges angeordnet ist und dass der
Crashträger zumindest abschnittsweise eine Bauhöhe aufweist, die
den bei einem Aufprall relevanten Frontbereich des
Kraftfahrzeugs weitgehend abdeckt.
Die erfindungsgemäße Schutzeinrichtung weist dabei den Vorteil
auf, dass durch den ausgefahrenen Crashträger eine größere
Deformationslänge des Fahrzeugvorbaus vorhanden ist und damit
eine hohe Energieaufnahme beim Aufprall des Kraftfahrzeuges auf
ein Hindernis gewährleistet ist. Dabei wird durch die zumindest
abschnittsweise, den Frontbereich des Kraftfahrzeugs weitgehend
abdeckende Bauhöhe des Crashträgers erreicht, dass die
Aufprallfläche des Crashträgers eine deutlich größere ist als
diejenige bekannter Biegeträger. Außerdem wird dadurch ein
mögliches Unterfahren von Hindernissen vermieden.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, dass durch die Anordnung
des Crashträgers hinter der Frontverkleidung des Kraftfahrzeuges
der Crashträger für eine das Kraftfahrzeug betrachtenden
Personen nicht sichtbar ist, und damit nicht störend auffällt.
Erfindungsgemäß wird auch erreicht, dass das Kraftfahrzeug im
Normalbetrieb einen gewohnten, kurzen Vorbau aufweist. Wird
allerdings der Crashträger mittels des Antriebes in
Fahrtrichtung derart verfahren, dass dies für eine das
Kraftfahrzeug betrachtende Person bemerkbar wird, so kann darin
eine optische Demonstration der Crashsicherheit des
Kraftfahrzeuges gesehen werden.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der
Crashträger Aussparungen und/oder Durchbrüche auf. Durch solche
Aussparungen und/oder Durchbrüche wird erreicht, dass
Kühlluftöffnungen für den in der Regel hinter dem Crashträger
angeordneten Motor vorhanden sind. Außerdem ist denkbar, dass an
den Aussparungen und/oder Druchbrüchen elektronische Baugruppen,
Leuchteneinheiten, Sensoren und dergl. anordenbar sind. Durch
solche Aussparungen und/oder Durchbrüche wird zusätzlich eine
Gewichtsreduzierung des Crashträgers erreicht.
Bei einer weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der
Crashträger über die gesamte Fahrzeugbreite ausgebildet. Ein
solcher Crashträger weist den Vorteil auf, dass eine sichere
Energieabsorption beim Aufprall des Kraftfahrzeuges über die
gesamte Fahrzeugbreite gewährleistet ist.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist der Crashträger mit der
Frontverkleidung des Kraftfahrzeuges verfahrbar. Ein solches
gemeinsames Verfahren des Crashträgers und der Frontverkleidung
ist deshalb vorteilhaft, weil nur ein gemeinsamer Antrieb zum
Verfahren des Crashträgers und der Frontverkleidung benötigt
wird. Dabei ist auch schon ein geringfügiges Ausfahren des
Crashträgers in die Fahrtrichtung des Kraftfahrzeuges mit der
Frontverkleidung für eine das Kraftfahrzeug betrachtende
Personen bemerkbar.
Eine andere Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass zwischen
der Frontverkleidung und dem Crashträger ein Pralldämpfer
vorhanden ist. Durch das Vorhandensein eines solchen
Pralldämpfers wird erreicht, dass ein geringfügiges Aufprallen
des Kraftfahrzeuges durch den Pralldämpfer abgedämpft wird. Das
Kraftfahrzeug erhält dadurch eine sog. Softnose.
Nach einer Variante der Erfindung erfasst der wenigstens eine
Sensor die Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs. Damit kann
beispielsweise ein geschwindigkeitsabhängiges Ausfahren des
Crashträgers erfolgen. Allerdings ist auch die Verwendung von
anderen Sensoren, beispielsweise Abstandssensoren, Pre-Crash-
Sensoren oder Neigungssensoren denkbar.
Der Antrieb kann ein mechanischer, hydraulischer, pneumatischer
oder pyrotechnischer Antrieb sein. Gerade solche Antriebe sind
in verschiedener Ausführungsform bekannt, und im Kraftfahrzeug
bau auf einfache Weise zu realisieren. Durch eine Verriegelung
des Antriebs in ausgefahrener Stellung des Frontelement kann
auch der Antrieb energieabsorbierend wirken.
Der Antrieb kann durch eine Pre-Crash-Sensorik angesteuert
werden, so daß das Frontelement bereits vor einem Aufprall in
eine für den Energieabbau günstige Position vorverschiebbar ist.
In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist der Crashträger
auch in den Längsseiten des Kraftfahrzeuges vorhanden. Dadurch
wird vorteilhafterweise ein besseres Crashverhalten des
Kraftfahrzeuges, auch bei Seitenaufprall, erreicht.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den
Ansprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung von
bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung, die anhand der
Zeichnungen dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt ein Kraftfahrzeug mit ausgefahrenem Stoßfänger,
Fig. 2 zeigt das gleiche Kraftfahrzeug wie Fig. 1, jedoch
mit Stoßfänger und Schürze im ausgefahrenen Zustand,
Fig. 3, 4
und 5 zeigen verschiedene Ausgestaltungen des Crashträgers,
und
Fig. 6 zeigt eine Crashträgeranordnung in Draufsicht.
Die Fig. 1 und 2 zeigen ein Kraftfahrzeug 1 mit jeweils einer
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung. Das
Kraftfahrzeug 1 weist eine Frontverkleidung 2 auf, die im
Wesentlichen aus einem Kühlergrill 3, einem Stoßfängerbereich 4
und einer Schürze 5 besteht. Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 1 wird der Stoßfängerbereich 4 des Kraftfahrzeugs 1 mit
einem in Fig. 1 und Fig. 2 nicht dargestellten Crashträger,
der hinter der Frontverkleidung 2 angeordnet ist, verfahren. Die
Fig. 1 zeigt den vom Stoßfängerbereich 4 verdeckten Crashträger
in ausgefahrenem Zustand.
Im Gegensatz zur Fig. 1 zeigt die Fig. 2 das Kraftfahrzeug 1,
bei dem der Stoßfängerbereich 4 sowie die Schürze 5 mit dem
verdeckten Crashträger ausgefahren sind.
Der in den Fig. 1 und 2 verdeckte Crashträger 6 ist in der
Fig. 3 dargestellt. Der Crashträger 6 weist dabei einen
Durchbruch 7 auf. Durch solch einen Durchbruch 7 wird
gewährleistet, dass der hinter dem Durchbruch 7 liegende, in den
Fig. 3 bis 5 nicht dargestellte Motor des Kraftfahrzeugs 1
mit genügend Frischluft zur Kühlung versorgt wird. Außerdem sind
in Fig. 3 bis Fig. 5 zwei Aufnahmeelemente 8 gezeigt, an die
der Crashträger 6 mit dem in den Fig. 3 bis 5 nicht
dargestellten, verfahrbaren Antrieb verbunden ist.
Die Fig. 4 weist im Vergleich zu der Fig. 3 zusätzlich zwei
Scheinwerferaussparungen 9 auf, an denen die entsprechenden
Leuchteneinheiten angebracht werden können.
Der in Fig. 5 beispielhaft gezeigte Crashträger 6 weist vier
Aussparungen 10 auf, insbesondere zur Aufnahme von Sensoren.
Die in Fig. 6 gezeigte beispielhafte erfindungsgemäße
Schutzeinrichtung zeigt in Draufsicht einen Motor 11, der von
zwei Längsträgern 12 sowie dem Crashträger 6 umgeben ist. Der
Crashträger 6 ist mit den Längsträgern 12 über den schematisch
dargestellten Antrieb 13 derart verbunden, dass der Crashträger
6 bezüglich der Längsachse des Längsträgers 12 in Richtung des
Doppelpfeils 14 verfahrbar angeordnet ist. Die Steuerung des
Antriebs 13 erfolgt über den die Geschwindigkeit des Fahrzeuges
erfassenden Sensor 15. Der Sensor 15 ist dabei zur Erfassung der
Fahrzeuggeschwindigkeit mit beispielsweise dem Tachometer des
Fahrzeuges verbunden. Der Antrieb 13 kann beispielsweise ein
mechanischer, hydraulischer, pneumatischer oder auch
pyrotechnischer Antrieb sein. Der Crashträger 6 weist
verschiedene Durchbrüche 7 auf, welche zum einen der Kühlung des
Motors 11 oder zum anderen der Anbringung von Leuchteneinheiten
bzw. Sensoren dienen können. Auf der dem Motor 11 abgewandten
Seite des Crashträgers 6 ist die Frontverkleidung 2 angeordnet.
Über dem Antrieb 13 kann nun der Crashträger 6 in Richtung
Frontverkleidung 2 verfahren werden, wodurch der
Deformationsbereich im Falle eines Aufpralls des Kraftfahrzeuges
1 vergrößert und eine bessere Absorption der Aufprallenergie
gewährleistet wird. Dabei ist denkbar, dass die Frontverkleidung
2 derart an den Crashträger 6 gekoppelt ist, dass beim Verfahren
des Crashträgers 6 mittels des Antriebes 13 die Frontverkleidung
2 und/oder die Schürze 5 mitverfährt.
Über einen Pre-crash-Sensor, der die Fahrzeugsituation vor einem
eventuellen Aufprall erfasst, kann der Crashträger durch einen
regelbaren Antrieb bereits vor dem Fahrzeugaufprall in eine
günstigere Aufprallposition und bei nicht eintretendem
Fahrzeugaufprall auch wieder in die ursprüngliche Lage verfahren
werden.
Durch den Durchbruch 7, durch welchen eine Kühlung des Motors 11
gewährleistet wird, ist es möglich, den Crashträger 6 mit einer
Bauhöhe zu gestalten, die bei einem Aufprall des Kraftfahrzeuges
1 den aufprallrelevanten Frontbereich des Kraftfahrzeuges 1
weitgehend abdeckt. Hierdurch wird zum einen erreicht, dass die
Aufprallenergie gleichmäßiger abgefangen wird, zum anderen
vermieden, dass das Kraftfahrzeug 1 ein Hindernis unterfährt.
Dennoch ist sichergestellt, dass der Motor 11 ausreichend
gekühlt wird.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der
Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln, als auch
in beliebiger Kombination miteinander, erfindungswesentlich
sein.
Claims (9)
1. Schutzeinrichtung für Kraftfahrzeuge mit einem in
Fahrtrichtung des Kraftfahrzeuges (1) ausfahrbaren
Frontelement, mit einem das Frontelement in und gegen die
Fahrtrichtung verfahrbaren Antrieb (13) und mit wenigstens
einem den Antrieb (13) steuerenden Sensor (15), dadurch
gekennzeichnet, dass das Frontelement ein Crashträger (6)
ist, dass der Crashträger (6) hinter der Frontverkleidung
(2) des Kraftfahrzeuges (1) angeordnet ist und dass der
Crashträger (6) zumindest abschnittsweise eine Bauhöhe
aufweist, die den bei einem Aufprall relevanten
Frontbereich des Kraftfahrzeuges (1) weitgehend abdeckt.
2. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Crashträger (6) Aussparungen (9) und/oder
Durchbrüche (7) aufweist.
3. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Crashträger (6) über die gesamte Fahrzeugbreite
ausgebildet ist.
4. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass Crashträger (6) unabhängig von der Frontverkleidung
(2) verfahrbar ist.
5. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Crashträger (6) mit der Frontverkleidung (2)
verfahrbar ist.
6. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Frontverkleidung (2) und dem Crashträger
(6) ein Pralldämpfer vorhanden ist.
7. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der wenigstens eine Sensor (15) ein die
Gefahrensituation erfassender Pre-crash-Sensor ist.
8. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Antrieb (13) ein mechanischer, hydraulischer,
pneumatischer oder pyrotechnischer Antrieb ist.
9. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Crashträger (6) auch an den Längsseiten des
Kraftfahrzeuges (1) vorhanden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999141939 DE19941939A1 (de) | 1999-09-03 | 1999-09-03 | Schutzeinrichtung für Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19941939A1 true DE19941939A1 (de) | 2001-03-22 |
Family
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8130 | Withdrawal |