DE19942600A1 - Blasformmaschine zum Herstellen von hohlkörperförmigen Artikeln aus thermoplastischem Kunststoff - Google Patents
Blasformmaschine zum Herstellen von hohlkörperförmigen Artikeln aus thermoplastischem KunststoffInfo
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Abstract
Eine Blasformmaschine zum Herstellen von hohlkörperförmigen Artikeln aus thermoplastischem Kunststoff nach dem 3D-Einlegeverfahren oder dem Saugblasverfahren, umfassend ein aus zwei jeweils auf einer Formaufspann- bzw. Schließplatte angeordneten Formhälften bestehendes Werkzeug mit einer vertikalen Trennaht, das in eine Offenstellung und in eine zum Blasformen verriegelbare Schließstellung bringbar ist, und mindestens einen einen Vorformlingsschlauch bereitstellenden Extrusions- bzw. Coextrusionskopf, der von einem Extruder mit dem Kunststoffmaterial gespeist wird, ermöglicht die Herstellung der Blasform-Artikel mit erheblich verringertem Aufwand, wenn die eine Formaufspannplatte stationär und die andere Formaufspannplatte beweglich ausgebildet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Blasformmaschine zum Herstellen von hohlkörperförmigen
Artikeln aus thermoplastischem Kunststoff nach dem 3D-Einlegeverfahren oder dem
Saugblasverfahren, umfassend ein aus zwei jeweils auf einer Formaufspann- bzw.
Schließplatte angeordneten Formhälften bestehendes Werkzeug mit einer vertikalen
Trennnaht, das in eine Offenstellung und in eine zum Blasformen verriegelbare
Schließstellung bringbar ist, und mindestens einen einen Vorformlingsschlauch
bereitstellenden Extrusions- bzw. Coextrusionskopf, der von einem Extruder mit dem
Kunststoffmaterial gespeist wird.
Derartige Blasformmaschinen zur Artikel-Herstellung nach der 3D-Technik oder dem
sogenannten Saugblasen sind hinlänglich bekannt. Mit der 3D-Technik (vgl. z. B. den
Sonderdruck aus der Zeitschrift Kunststoffe, 83. Jahrgang 1993/9, "Abfallarmes
Blasformen komplexer Formteile") läßt sich eine Schweißnaht vermeiden und der
Materialeinsatz reduzieren. Der Schließkraftbedarf ist aufgrund der kleineren
Quetschkantenlänge geringer als beim konventionellen Blasformen. Eine 3D-Blas
formmaschine kann daher mit einem konstruktiv weniger aufwendigen Schließsystem
und einer kleineren, preiswerteren Hydraulik ausgerüstet werden.
Beim Saugblasverfahren wird der Vorformlingsschlauch durch das geschlossene
Blaswerkzeug gesaugt, das aus den Formhälften mit der Artikelkavität sowie
Schieberelementen besteht, die unabhängig voneinander hydraulisch betätigt werden
und die Kavität an der Ober- und Unterseite schließen können. An der
Werkzeugunterseite ist eine Saugvorrichtung angeordnet. Da der Schlauch in das
geschlossene Blaswerkzeug eingesaugt wird, können keine unerwünschten
Abquetschungen auftreten, und Saugblasartikel besitzen daher folglich auch keine
Schweißnähte. Die Schließkraft wird hier lediglich zum Zuhalten des Blaswerkzeuges
gegen die durch den Blasdruck aufgebauten Kräfte benötigt.
Eine Schließeinheit für eine im konventionellen Blasformverfahren betriebene
Maschine ist durch die DE 37 22 340 A1 bekanntgeworden. Sie weist einen aus
mindestens einer Zugstange, einer Druckstange sowie zwei diese an ihren Enden
miteinander verbindenden Jochen bestehenden Rahmen auf, bei dem die Zug- und
Druckstangen parallel und die Joche quer zur Verschieberichtung der die Formhälften
tragenden Formaufspannplatten verlaufen. Um eine beim Schließkraftaufbau
nachteilige Beaufschlagung des von der Krafteinleitung her gesehen hinteren Joches
zu vermeiden, ist eine aufwendige Konstruktion erforderlich, um die Führung und den
Gleichlauf der durch einen Kraftantrieb zueinander gegenläufig bewegbaren Formhälf
ten nicht unnötig zu belasten und unsymmetrische Schließkraftdeformationen zu
vermeiden.
Die - wie auch beim Saugblasen und der 3D-Technik erforderliche - Gleichlaufvorrich
tung dient dazu, daß die beiden Formaufspannplatten der Schließeinheit und damit
auch die von diesen getragenen Formhälften des Formwerkzeuges bei Betätigung des
den Schließmotor bildenden Kraftantriebs, z. B. eine hydraulische oder pneumatische
Kolben-Zylinder-Einheit, zueinander gegenläufig synchron relativ zu einer
vorgegebenen Kalibrierposition bewegt werden können. Vor allem beim
konventionellen Blasformen wird die Schließeinheit außerdem in bekannter Weise mit
Hilfe eines besonderen Transportsystems zwischen zwei verschiedenen Arbeitsstatio
nen, einer Schlauchextrusions- und einer Blasstation, hin- und herbewegt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Blasformmaschine der eingangs
genannten Art zu schaffen, die mit erheblich verringertem Aufwand das Herstellen der
Hohlkörper-Artikel ermöglicht.
Diese Aufgabe wird in verblüffend einfacher Weise erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die eine Formaufspannplatte stationär und die andere Formaufspannplatte
beweglich ausgebildet ist. Es läßt sich damit eine für das abfallarme Blasformen
(Saugblasverfahren, 3D-Schlauchmanipulation) geeignete Schließeinheit erreichen,
die keine Gleichlaufvorrichtung mehr erfordert, und zwischen den beiden mit einer
vertikalen Trennaht angeordneten Formaufspannplatten braucht keine weitere
mechanische Verbindung (z. B. Holme) mehr vorgesehen zu werden. Die benötigte
Zuhaltekraft läßt sich in einfacher Weise durch gegebenenfalls lediglich an einer
Formaufspannplatte angeordneten hydraulischen, elektromechanischen oder
pneumatischen Verriegelungseinheiten, alternativ durch einen direkt auf die
bewegliche Platte wirkenden Schließantrieb aufbringen. Gleichzeitig bietet sich eine
hohe Flexibilität der Formöffnungsweiten, wobei im Gegensatz zu allen bekannten
Schließeinheiten wegen der stationären, d. h. in Schließrichtung nicht beweglichen
Formaufspannplatte lediglich noch 50% Masse bewegt werden muß. Hierdurch ergibt
sich eine entsprechende Energieeinsparung und weiterhin ein geringerer Verschleiß
an den Antriebs- und Führungselementen. Die Maschine läßt sich insgesamt mit
weniger Bauteilen verwirklichen.
Es empfiehlt sich, daß die bewegliche Formaufspannplatte auf Linearführungen
angeordnet ist, die unterhalb des Formaufspannbereiches verlaufen und ein
problemloses Verschieben der beweglichen Formaufspannsplatte in die Offen- bzw.
Schließstellung erlauben. Als Antrieb der zweiten, beweglichen Formaufspannplatte
zum Öffnen und Schließen der Blasform können elektromechanische (z. B. Spindel,
Zahnriemen, Zahnstange, oder dergleichen) oder elektrohydraulische Einrichtungen
zum Einsatz kommen.
Wenn die Linearführungen nach einer Ausgestaltung der Erfindung vorteilhaft im
Maschinengrundrahmen integriert sind, reduziert sich die Bauhöhe der Blasformma
schine.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprü
chen und der nachfolgenden Beschreibung, in der in der einzigen Zeichnungsfigur in
sehr schematischer Weise ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung
dargestellt ist.
Von einer als solche hinlänglich bekannten Blasformmaschine (3D-Technik oder
Saugblasen) zum Herstellen von Gegenständen aus thermoplastischem Kunststoff ist
in der Figur als Einzelheit schematisch deren Schließeinheit 1 gezeigt. Diese besteht
aus einer stationären, feststehenden Formaufspannplatte 2 und einer beweglichen
Formaufspannplatte 3; jede dieser Formaufspannplatten 2, 3 trägt eine Formhälfte 4a
bzw. 4b, die ein die Artikelkavität aufweisendes Blasformwerkzeug mit einer vertikalen
Trennnaht bilden. Die feststehende Formaufspann- bzw. Schließplatte 2 ist wie die
bewegliche Formaufspannplatte 3 auf einem Maschinen-Grundrahmen 5 angeordnet,
der mit einer Linearführung 6 für die mit einem nicht dargestellten Antrieb aus der
gezeigten Offenstellung der Formhälften 4a, 4b in die geschlossene Blasstellung
bewegliche Formaufspannplatte 3 versehen ist. Die Verfahrbarkeit der in
Schließrichtung und umgekehrt beweglichen Formaufspannplatte 3 wird durch den
Doppelpfeil 7 verdeutlicht.
Die Schließeinheit 1 mit der nur einen beweglichen Formaufspannplatte 3 benötigt
insbesondere keine Gleichlaufvorrichtung und ebenso keine weitere mechanische
Verbindung, wie Holme, zwischen den beiden Formaufspannplatten 2, 3. Neben den
eingangs schon genannten Vorzügen bietet die feststehende, stationäre
Formaufspannplatte 2 darüber hinaus zudem den Vorteil, daß sich Zusatzinstalla
tionen wie Pneumatik, Elektrik, Hydraulik, Wasser usw. ohne Erfordernis einer Mög
lichkeit zur Abwicklung der Schlauch- bzw. Kabelanschlüsse dieser Installa
tions-Bauteile anbringen lassen.
Claims (3)
1. Blasformmaschine zum Herstellen von hohlkörperförmigen Artikeln aus
thermoplastischem Kunststoff nach dem 3D-Einlegeverfahren oder dem
Saugblasverfahren, umfassend ein aus zwei jeweils auf einer
Formaufspann- bzw. Schließplatte angeordneten Formhälften bestehendes
Werkzeug mit einer vertikalen Trennnaht, das in eine Offenstellung und in
eine zum Blasformen verriegelbare Schließstellung bringbar ist, und
mindestens einen einen Vorformlingsschlauch bereitstellenden Extrusions-
bzw. Coextrusionskopf, der von einem Extruder mit dem Kunststoffmaterial
gespeist wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die eine Formaufspannplatte (2) stationär und die andere Formauf
spannplatte (3) beweglich ausgebildet ist.
2. Blasformmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die bewegliche Formaufspannplatte (3) auf Linearführungen (6)
angeordnet ist.
3. Blasformmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Linearführungen (6) im Maschinengrundrahmen (5) integriert sind.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19942600A DE19942600B4 (de) | 1999-09-07 | 1999-09-07 | Verwendung einer stationären und einer beweglichen Formaufspannplatte bei einer Saugblasmaschine zum Herstellen von hohlkörperförmigen Artikeln aus thermoplastischem Kunststoff |
| EP00115112A EP1083038A3 (de) | 1999-09-07 | 2000-07-12 | Blasformmaschine zum Herstellen von hohlkörperförmigen Artikeln aus thermoplastischem Kunststoff |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19942600B4 DE19942600B4 (de) | 2008-03-06 |
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Family Applications (1)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE19942600B4 (de) | 2008-03-06 |
| EP1083038A2 (de) | 2001-03-14 |
| EP1083038A3 (de) | 2003-02-05 |
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