DE19943318A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Erfassen der Position von Bahnpunkten einer Trajektorie - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Erfassen der Position von Bahnpunkten einer TrajektorieInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung (1) zum Erfassen der Position von Bahnpunkten (13) einer Trajektorie (2), die entlang eines Werkstücks (3) verläuft. Um das Erfassen der Position der Bahnpunkte zu vereinfachen und zu beschleunigen, wird vorgeschlagen, dass DOLLAR A - ein Werkzeug (6) wird mit Hilfe eines Roboters (4) in eine Arbeitsrichtung entlang zumindest eines Teils der Trajektorie (2) bewegt, wobei das Werkzeug (6) in Arbeitsrichtung nachgiebig ausgebildet ist; DOLLAR A - das Werkzeug (6) wird mit Hilfe eines an dem Roboter (5) befestigten Kraft-/Momentensensor-Elements (7) entlang der Trajektorie (2) manuell geführt; DOLLAR A - die Signale des Kraft-/Momentensensor-Elements (7) werden in Steuersignale zum Bewegen des Roboters (4) umgesetzt; und DOLLAR A - die Position des Werkzeugs (6) wird während der Bewegung entlang der Trajektorie (2) erfasst. DOLLAR A Gemäß einer Weiterbildung kann auch die Ausrichtung des Werkzeugs (6) in den Bahnpunkten erfasst werden.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum Erfassen der Position von Bahnpunkten einer
Trajektorie, die entlang eines Werkstücks verläuft.
Das Erfassen der Position von Bahnpunkten ist für eine
Vielzahl von Anwendungen interessant. So kann bspw. die
Außenkontur eines Werkstücks erfaßt werden, indem eine
Gitterstruktur über die Oberfläche des Werkstücks gelegt und
die Position der Bahnpunkte auf der Gitterstruktur erfasst
wird. Die Gitterlinien der Gitterstruktur stellen dabei die
Trajektorien dar, die entlang des Werkstücks verlaufen und auf
denen die Bahnpunkte erfasst werden. Aus der Gesamtheit der
auf diese Weise ermittelten Positionen der Bahnpunkte kann
dann ein Volumenmodell des Werkstücks erstellt werden.
Das Erfassen der Position von Bahnpunkten auf einer
Trajektorie ist aber auch für die Programmierung von Robotern,
insbesondere von Industrierobotern, mittels des sog. Teaching-
Verfahrens interessant. Die Programme für Roboter bestehen aus
einer Folge von Verfahrbefehlen zum Steuern der
Roboterbewegungen. Beim Teaching-Verfahren werden die
Verfahrbefehle mit den dazugehörigen Koordinaten nicht
unmittelbar programmiert. Die Koordinaten der Verfahrbefehle
werden vielmehr durch Nachfahren einer gewünschten
Roboterbewegung und durch Übernahme der Koordinaten an
ausgewählten Punkten auf der nachgefahrenen Roboterbahn
erfasst. Zum Nachfahren der gewünschten Roboterbewegung kann
der zu programmierende Roboter verwendet werden, der von einer
Bedienperson mit Hilfe einer externen Steuerung entsprechend
angesteuert wird.
Bei diesem bekannten Verfahren zum Erfassen der Position von
Bahnpunkten wird jeder zu erfassende Bahnpunkt gesondert
angefahren und die Position des Werkzeugs auf ein gesondertes
Signal der Bedienperson für jeden Bahnpunkt hin erfasst. Das
bekannte Verfahren ist deshalb sehr arbeits- und
zeitaufwendig.
Komplizierte, insbesondere gekrümmte, Bewegungsbahnen können
aus einer Folge von mehreren 100 Punkten zusammengesetzt sein.
Nicht selten müssen zur Programmierung von Industrierobotern
zum Abfahren von Trajektorien entlang komplizierter Form- oder
Gießteile, wie sie bspw. in der Kraftfahrzeugfertigung häufig
anzutreffen sind, die Positionen einiger 1000 Bahnpunkte
erfasst werden. Das Erfassen der Positionen der Bahnpunkte,
die Überprüfung der erfassten Bahnpunkte und die Umsetzung in
entsprechende Verfahrbefehle kann bei besonderes komplizierten
Trajektorien mehrere Wochen dauern. Als weiterer Nachteil
kommt die Fehleranfälligkeit des bekannten Verfahren hinzu.
Wenn das bekannte Verfahren zum Teachen von Roboterprogrammen
eingesetzt wird, muss eine Bedienpersonen neben
Programmierkenntnissen auch Kenntnisse über die Anwendung
verfügen, die von dem Roboter ausgeführt wird. Mit Blick auf
die Kraftfahrzeugfertigung kann die Anwendung des Roboters
bspw. die Entgratung eines Werkstücks, insbesondere eines
Formteils oder Gießteils aus Metall, Kunststoff oder Gummi,
oder das Einlegen von Profilgummidichtungen in einen
Einlegesteg eines Werkstücks, insbesondere einer
Türverkleidung eines Kraftfahrzeugs, ausgeführt sein. Es ist
äußerst schwierig, auf dem Arbeitsmarkt Bedienpersonen zu
finden, die sowohl Programmierkenntnisse als auch Kenntnisse
über die Roboteranwendung verfügen. Selbst wenn sie gefunden
werden, sind sie relativ teuer.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, das
Erfassen der Position von Bahnpunkten einer Trajektorie, die
entlang eines Werkstücks verläuft, zu vereinfachen und
gleichzeitig zu beschleunigen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren der eingangs
genannten Art vorgeschlagen, das gekennzeichnet ist durch die
nachfolgenden Schritte
- - ein Werkzeug wird mit Hilfe eines Roboters in eine Arbeitsrichtung entlang zumindest eines Teils der Trajektorie bewegt, wobei das Werkzeug in Arbeitsrichtung nachgiebig ausgebildet ist;
- - das Werkzeug wird mit Hilfe eines an dem Roboter befestigten Kraft-/Momentensensor-Elements entlang der Trajektorie manuell geführt;
- - die Signale des Kraft-/Momentensensor-Elements werden in Steuersignale zum Bewegen des Roboters umgesetzt; und
- - die Position des Werkzeugs wird während der Bewegung entlang der Trajektorie erfasst.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das Werkzeug von
einer Bedienperson entlang der Trajektorie geführt. Dadurch
kann zum Bewegen des Werkzeugs auf der Trajektorie entlang
eines Werkstücks das Wissen der Bedienperson ausgenutzt
werden. Das Wissen der Bedienperson umfaßt z. B. den optimalen
Verlauf der Trajektorie und die optimale Ausrichtung des
Werkzeugs während der Bewegung entlang der Trajektorie.
Zum Bewegen des Werkzeugs entlang der Trajektorie wird ein
Roboter eingesetzt, an dem ein Kraft-/Momentensensor-Element
befestigt ist. Das hat den Vorteil, dass die Bedienperson
nicht die gesamte Kraft, die zum Bewegen des Werkzeugs entlang
der Trajektorie benötigt wird, selbst aufbringen muss. Die
Bedienperson übt eine Kraft auf das Kraft-/Momentensensor-
Element aus. Die Größe der Kraft ist abhängig von der
gewünschten Vorschubgeschwindigkeit. Die Richtung der Kraft
ist abhängig von der gewünschten Bewegungsrichtung des
Werkzeugs entlang der Trajektorie. Das Kraft-/Momentensensor-
Element erzeugt in Abhängigkeit von der Größe und der Richtung
der Kraft Signale, die in Steuersignale zum Bewegen des
Roboters umgesetzt werden. Das Werkzeug wird von der
Bedienperson also gewissermaßen servounterstützt entlang der
Trajektorie bewegt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren muß nicht mehr jeder
einzelne Bahnpunkt gesondert angefahren und erfasst werden.
Vielmehr kann während der Bewegung des Werkzeugs bspw. zu
diskreten Zeitpunkten die Position des Werkzeugs erfasst
werden. Das setzt jedoch voraus, dass die Position des
Werkzeugs zumindest näherungsweise der zu erfassenden Position
der Bahnpunkte der Trajektorie entspricht und dass die
Trajektorie einigermaßen gleichmäßig abgefahren werden kann.
Durch die in Arbeitsrichtung nachgiebige Lagerung des
Werkzeugs an dem Roboter kann das Werkzeug kleine Abweichungen
von der Trajektorie während der Bewegung entlang der
Trajektorie ausgleichen und ermöglicht eine besonders
gleichmäßige Bewegung des Werkzeugs. So entsprechen die
erfassten Positionen des Werkzeugs bis auf geringe
Abweichungen den Positionen der Bahnpunkte der Trajektorie.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann die Zeit zur
Programmierung von Robotern mittels des Teaching-Verfahrens
von bisher mehreren Wochen auf wenige Tage reduziert werden.
Beim Einrichten einer Vielzahl von Fertigungszellen mit
Robotern wird dadurch eine Realisierung von deutlich mehr
Fertigungszellen in derselben Zeit ermöglicht. Zudem wird das
Erfassen der Position von Bahnpunkten auf einer Trajektorie
wesentlich vereinfacht.
Das erfindungsgemäße Verfahren beruht insbesondere auf dem
Führen des Werkzeugs mittels des an dem Roboter befestigten
Kraft-/Momentensensor-Elements in Verbindung mit dem in
Arbeitsrichtung nachgiebig ausgebildeten Werkzeug. Diese
beiden Merkmale gemeinsam ermöglichen das Erfassen der
Position von Bahnpunkten einer Trajektorie auf einfache und
schnelle Weise.
Für die Relativbewegung zwischen dem Werkzeug und dem
Werkstück wird der Roboter zu Hilfe genommen. Dabei ist es
unerheblich ob das Werkstück ortsfest angeordnet ist und das
Werkzeug von dem Roboter bewegt wird oder ob das Werkzeug
ortsfest angeordnet ist und das Werkstück von dem Roboter
bewegt wird.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der vorliegenden
Erfindung wird vorgeschlagen, dass auch die Ausrichtung des
Werkzeugs während der Bewegung entlang der Trajektorie in den
Bahnpunkten erfasst wird. Vorteilhafterweise wird die Position
und/oder die Ausrichtung des Werkzeugs relativ zu dem
Werkstück erfasst. Unter Berücksichtigung dieser zusätzlichen
Funktionen kann die Programmierung von Robotern mittels des
Teaching-Verfahrens mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens
weiter vereinfacht und beschleunigt werden. Es kann die Lage,
d. h. die Position und die Ausrichtung, eines Werkzeugs
relativ zu einem Werkstück erfasst werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird vorgeschlagen, dass durch an dem Roboter
angeordnete Betätigungsmittel der Beginn und das Ende eines
Aufzeichnungszeitraums bestimmt wird, in dem während der
Bewegung des Werkzeugs entlang der Trajektorie die Position
und/oder die Ausrichtung des Werkzeugs erfasst wird. Die
Betätigungsmittel sind vorzugsweise in der Nähe des Kraft-/
Momentensensor-Elements angeordnet, so dass eine Bedienperson
mit einer Hand sowohl das Werkzeug entlang der Trajektorie
führen als auch die Betätigungsmittel betätigen kann. Mit
Hilfe der Betätigungsmittel kann die Position von Bahnpunkten
auch lediglich in einem bestimmten Bahnabschnitt, der während
des Aufzeichnungszeitraums abgefahren wird, erfasst werden.
Falls bspw. die Positionen der Bahnpunkte in einem bestimmten
Bahnabschnitt falsch aufgenommen wurden, kann dieser
Bahnabschnitt gezielt nachgefahren und die Positionen der
Bahnpunkte der Trajektorie in diesem Bahnabschnitt gezielt
erneut erfasst werden, ohne dass die gesamte Trajektorie noch
einmal abgefahren werden muss. Im Extremfalls kann der Beginn
und das Ende des Aufzeichnungszeitraums so gewählt werden,
dass die Trajektorie in diesem Aufzeichnungszeitraum lediglich
einen Bahnpunkt aufweist, dessen Position erfasst wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Position und/oder die
Ausrichtung des Werkzeugs in einem bestimmten Zeittakt erfasst
wird. Als Zeittakt wird vorzugsweise der Robotertakt gewählt,
bspw. ein 12 ms-Takt.
Vorteilhafterweise werden die erfassten Positionen der
Bahnpunkte und/oder die erfassten Ausrichtungen des Werkzeugs
abgespeichert. Die abgespeicherten Positionen und
Ausrichtungen können dann jederzeit zur Erstellung von
Verfahrbefehlen eines Roboterprogramms aufgerufen werden. Auf
diese Weise können die einmal erfassten Werte zur Erstellung
mehrerer Roboterprogramme herangezogen werden. Aus den
abgespeicherten Positionen und Ausrichtungen können bestimmte
Werte gezielt herausgegriffen und in ein Roboterprogramm
übertragen werden.
Die abgespeicherten Positionen der Bahnpunkte und/oder die
abgespeicherten Ausrichtungen des Werkzeugs werden
vorzugsweise zur Programmierung eines Roboters zum
programmgesteuerten Abfahren der Trajektorie entlang des
Werkstücks herangezogen.
Selbstverständlich kann auch das gesamte fertige
Roboterprogramm abgespeichert werden. Das erfindungsgemäße
Verfahren wird also vorzugsweise nur einmal je Trajektorie zur
Erstellung eines Roboterprogramms durchlaufen. Das erstellte
Roboterprogramm kann dann zum programmgesteuerten Nachfahren
weiterer Trajektorien entlang der erfassten Bahnpunkte und mit
der erfassten Ausrichtung des Werkzeugs relativ zu dem
Werkstück herangezogen werden. Beim programmgesteuerten
Nachfahren der Trajektorien kann die Vorschubgeschwindigkeit
des Werkzeugs beliebig variiert werden. Ebenso kann die
aufgezeichnete Trajektorie beliebig skaliert, rotiert,
gespiegelt oder in anderer Weise variiert werden.
Zur Lösung der Aufgabe wird des weiteren eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art vorgeschlagen, die gekennzeichnet ist
durch
- - einen Roboter zum Bewegen eines Werkzeugs in eine Arbeitsrichtung entlang zumindest eines Teils der Trajektorie, wobei das Werkzeug in Arbeitsrichtung nachgiebig ausgebildet ist;
- - ein an dem Roboter befestigtes Kraft-/Momentensensor- Element zum manuellen Führen des Werkzeugs entlang der Trajektorie,
- - Mittel zum Umsetzen der Signale des Kraft-/ Momentensensor-Elements in Steuersignale zum Bewegen des Roboters; und
- - Mittel zum Erfassen der Position des Werkzeugs während der Bewegung entlang der Trajektorie.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der vorliegenden
Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Roboter Mittel zum
Erfassen der Ausrichtung des Werkzeugs in den Bahnpunkten
während der Bewegung entlang der Trajektorie aufweist.
Die Position der Bahnpunkte und die Ausrichtung des Werkzeugs
in den Bahnpunkten kann in absoluten Werten erfasst werden.
Alternativ wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
vorgeschlagen, dass die Mittel zum Erfassen der Position und
die Mittel zum Erfassen der Ausrichtung die Position bzw. die
Ausrichtung des Werkzeugs relativ zu dem Werkstück erfassen.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der
vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Roboter
einen gelenkig bewegbaren Roboterarm aufweist, an dessen
distalem Ende das Werkzeug angeordnet ist, wobei das Kraft-/
Momentensensor-Element zwischen dem distalen Ende des
Roboterarms und dem Werkzeug angeordnet ist. Das Werkzeug
eines derart ausgebildeten Roboters kann von einer
Bedienperson besonders sicher und genau entlang der
Trajektorie geführt werden.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Roboter
Betätigungsmittel zur Signalisierung des Beginns und des Endes
eines Aufzeichnungszeitraums zum Erfassen der Position
und/oder Ausrichtung des Werkzeugs während der Bewegung
entlang der Trajektorie aufweist. Die Betätigungsmittel sind
vorzugsweise an ergonomisch günstiger Stelle in der Nähe des
Kraft-/Momentensensor-Elements an dem Roboter angeordnet, so
dass die Bedienperson mit einer Hand das Werkzeug führen und
die Betätigungsmittel betätigen kann.
Vorteilhafterweise erfassen die Mittel zum Erfassen der
Position und/oder die Mittel zum Erfassen der Ausrichtung des
Werkzeugs während der Bewegung entlang der Trajektorie die
Position bzw. die Ausrichtung des Werkzeugs in einem
bestimmten Zeittakt. Der Zeittakt entspricht bspw. dem
Robotertakt, z. B. 12 msec.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Kraft-/Momentensensor-
Element ein einerseits an dem distalen Ende des Roboterarms
und andererseits an dem Werkzeug befestigtes Trageelement und
ein über einen Kraft-/Momentensensor an dem Trageelement
befestigtes Bewegungselement aufweist. Die Bedienperson
umgreift mit der Hand das Bewegungselement und übt Kräfte auf
das Bewegungselement aus. Der Kraft-/Momentensensor nimmt die
Größe und die Richtung der Kräfte auf und erzeugt
entsprechende Signale, die in Steuersignale für den Roboter
umgewandelt werden. Die Steuersignale werden an Stelleinheiten
des Roboters weitergeleitet und bewirken eine Bewegung des an
dem Roboter befestigten Werkzeugs in die von der Bedienperson
gewünschten Richtung.
Das Kraft-/Momentensensor-Element liefert vorteilhafterweise
Kraft-Vektoren in drei zueinander orthogonale Richtungen (x,
y, z) und Momenten-Vektoren in drei Richtungen (a, b, c) um
die drei zueinander orthogonalen Richtungen (z, y, x). Mit
einem derartigen Kraft-/Momentensensor-Element ist es möglich
die Lage, d. h. die Position und die Ausrichtung, eines
Manipulators im dreidimensionalen Raum, d. h. in sechs
Freiheitsgraden, zu erfassen.
Das Werkzeug ist vorteilhafterweise an dem Roboter in
Arbeitsrichtung federnd nachgiebig befestigt. Dadurch kann es
beim Abfahren der Trajektorie geringe Abweichungen von der
Trajektorie ausgleichen. Das Werkzeug wird idealerweise mit
einem definierten Anpreßdruck entlang der Trajektorie auf dem
Werkstück geführt. Falls das Werkzeug etwas zu dicht an dem
Werkstück geführt wird, gibt es nach, wodurch eine
Beschädigung des Werkzeugs verhindert wird. Falls das Werkzeug
etwas zu weit weg von dem Werkstück geführt wird, wird es von
der Federkraft auf das Werkstück gedrückt, wodurch verhindert
wird, dass es von dem Werkstück abhebt und eine Bearbeitung
des Werkstücks nicht gegeben ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann in Verbindung mit
unterschiedlichen Anwendung eingesetzt werden. Interessant ist
insbesondere für solche Anwendungen, bei denen der Verlauf
einer Trajektorie im dreidimensionalen Raum erfasst werden
soll, um entsprechende Verfahrbefehle für ein Roboterprogramm
zu generieren (Teaching-Verfahren).
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Werkzeug als ein
Entgratungswerkzeug zum Entgraten eines Werkstücks,
insbesondere eines Formteils oder Gießteils aus Metall,
Kunststoff oder Gummi, ausgebildet ist. Vorzugsweise ist das
Werkzeug als ein an dem Roboter federnd gelagertes
Entgratungsmesser ausgebildet. Ein derartiges
Entgratungswerkzeug ist bspw. aus der internationalen
Patentanmeldung PCT/DE 99/01167 bekannt. Das Entgratungsmesser
ist in einem um eine zentrische Achse drehbaren Tragarm für
das Werkzeug befestigt. Der Tragarm wird von zwei auf
entgegengesetzten Seiten des Tragarms auf diesen einwirkende
Federanordnungen beaufschlagt und bei einer Auslenkung in die
Ausgangsposition zurückgeführt. Der Schneidwinkel, d. h. die
Ausrichtung des Entgratungsmessers relativ zu dem Werkstück,
stellt sich über die Anpreßkraft, mit der das
Entgratungsmesser auf das Werkstück gedrückt wird, automatisch
ein. Aufgrund der federnden Lagerung des Entgratungsmessers
kann es auch bei relativ großen Kräften oder Momenten, die in
den Grob-Bahnpunkten zwischen dem Manipulator und dem
Werkstück wirken, nicht beschädigt werden oder gar abbrechen.
Alternativ wird vorgeschlagen, dass das Entgratungswerkzeug
als ein an dem Roboter drehbar gelagerter Fadenfräser
ausgebildet ist. Ein derartiges Entgratungswerkzeug ist bspw.
aus der internationalen Patentanmeldung PCT/DE 97/01928
bekannt. Der Fadenfräser weist einen an dem Roboterkopf
drehbar gelagerten Schaft auf. Entlang des Schafts sind
koaxial zur Schaftachse verlaufende, linienförmige, relativ
zum Schaft festgelegte Werkzeugelemente angeordnet, die sich
bei rotierendem Schaft in radialer Richtung unter Einwirkung
der Fliehkraft ausbauchen können. An dem Schaft ist ein oberer
und ein unterer Träger befestigt, von denen zumindest einer an
dem Schaft verschiebbar gelagert ist. Zwischen dem oberen und
dem unteren Träger wirkt eine Federanordnung konzentrisch zu
dem Schaft. Aufgrund der nachgiebigen Werkzeugelemente des
Fadenfräsers kann er auch bei relativ großen Kräften oder
Momenten, die in den Grob-Bahnpunkten zwischen dem Manipulator
und dem Werkstück wirken, nicht beschädigt werden oder gar
abbrechen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Werkzeug
als ein an dem Roboter federnd gelagerter Profilgummi-
Einlegekopf zum Einlegen von Profilgummidichtungen in einen
Einlegesteg eines Werkstücks, insbesondere einer
Türverkleidung eines Kraftfahrzeugs, ausgebildet ist. Ein
derartiger Profilgummi-Einlegekopf ist bspw. aus der
europäischen Patentanmeldung EP 0 894 563 A bekannt. Der
Profilgummi-Einlegekopf ist über eine Führungsschiene und
einen Führungsdorn mit Druckfeder an dem Roboterkopf federnd
gelagert. Das Einlegen der Profilgummidichtung erfolgt
selbsttätig sowie zugfrei und schubfrei. Aufgrund der
federnden Lagerung des Einlegekopfes kann es auch bei relativ
großen Kräften oder Momenten, die in den Grob-Bahnpunkten
zwischen dem Manipulator und dem Werkstück wirken, nicht zu
einer Beschädigung des Einlegekopfes kommen.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
wird im Folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Erfassen der
Position von Bahnpunkten einer Trajektorie, die
entlang eines Werkstücks verläuft, gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform;
Fig. 2 einen Ausschnitt aus Fig. 1, der das distale Ende
eines Roboterarms eines Roboters und das Werkstück
zeigt; und
Fig. 3 das distale Ende des Roboterarms aus Fig. 2,
teilweise im Schnitt.
In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Erfassen
der Position von Bahnpunkten einer Trajektorie gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform in ihrer Gesamtheit mit dem
Bezugszeichen 1 gekennzeichnet. Die Trajektorie 2 verläuft
durch Bahnpunkte entlang der Oberfläche eines Werkstücks 3. In
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Werkstück 3 als
ein Formteil oder Gießteil aus Metall, Kunststoff oder Gummi
ausgebildet, und die Trajektorie 2 repräsentiert einen Grat
auf dem Werkstück 3.
Die Vorrichtung 1 weist einen Roboter 4 mit einem
mehrgliedrigen Roboterarm auf. An dem distalen Ende 5 des
Roboterarms ist ein Werkzeug 6 mittels einer Werkzeughalterung
11 befestigt. Das Werkzeug 6 wird auf der Trajektorie 2
entlang der Oberfläche des Werkstücks 3 geführt.
In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Werkzeug 6 als
ein Entgratungsmesser ausgebildet, das in Arbeitsrichtung
federnd nachgiebig in der Werkzeughalterung 11 gehalten ist.
Das Werkzeug 6 kann insbesondere auch als ein Fadenfräser oder
ein Profilgummi-Einlegekopf oder als ein Tastkopf zum
Vermessen eines Werkstücks ausgebildet sein.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das Werkzeug 6 von
einer Bedienperson (nicht dargestellt) entlang der Trajektorie
2 geführt. Dadurch kann zum Bewegen des Werkzeugs 6 auf der
Trajektorie 2 entlang des Werkstücks 3 das Wissen der
Bedienperson ausgenutzt werden. Das Wissen der Bedienperson
umfaßt z. B. den optimalen Verlauf der Trajektorie 2 und die
optimale Ausrichtung des Werkzeugs 6 während der Bewegung des
entlang der Trajektorie 2.
Zum Bewegen des Werkzeugs 6 entlang der Trajektorie 2 wird der
Roboter 4 eingesetzt, an dem ein Kraft-/Momentensensor-
Element 7 zwischen dem distalen Ende 5 des Roboterarms und der
Werkzeughalterung 11 befestigt ist. Das Kraft-/
Momentensensor-Element 7 ist in den Fig. 1 und 2 nur
symbolisch dargestellt. Der genaue Aufbau des Kraft-/
Momentensensor-Elements 7 kann der Fig. 3 entnommen werden.
Das Kraft-/Momentensensor-Element 7 weist ein rohrförmiges
Trageelement 8 auf, das einerseits an dem distalen Ende 5 des
Roboterarms und andererseits an der Werkzeughalterung 11
befestigt ist. An einer Stirnseite im Inneren des
Trageelements 8 ist ein Kraft-/Momentensensor 10 angeordnet.
Ein Bewegungselement 9 ragt durch Öffnungen in dem
Trageelement 8 in das Innere des Trageelements 8 und ist über
den Kraft-/Momentensensor 10 an dem Trageelement 8 befestigt.
Das Bewegungselement 9 ist relativ zu dem Trageelement 8 in
sechs Freiheitsgraden x, y, z, a, b, c frei bewegbar.
Die Bedienperson übt eine Kraft auf das Bewegungselement 9 des
Kraft-/Momentensensor-Elements 7 aus. Die Größe der Kraft ist
abhängig von der gewünschten Vorschubgeschwindigkeit des
Werkzeugs 6 auf der Oberfläche des Werkstücks 3. Die Richtung
der Kraft ist abhängig von der gewünschten Bewegungsrichtung
des Werkzeugs 6. Das Kraft-/Momentensensor-Element 7 erzeugt
in Abhängigkeit von der Größe und der Richtung der Kraft
Signale, die in Steuersignale zum Bewegen des Roboters 4
umgesetzt werden. Das Werkzeug 6 wird von der Bedienperson
also gewissermaßen servounterstützt entlang der Trajektorie 2
bewegt. Das hat den Vorteil, dass die Bedienperson nicht die
gesamte Kraft, die zum Bewegen des Werkzeugs 6 entlang der
Trajektorie 2 benötigt wird, selbst aufbringen muss, sondern
lediglich mit einer wesentlich geringeren Kraft auf das
Bewegungselement 9 des Kraft-/Momentensensor-Elements 7
einwirken muss.
Während der Bewegung des Werkzeugs 6 werden bspw. zu diskreten
Zeitpunkten die Positionen des Werkzeugs 6 erfasst. Durch
Betätigungsmittel 12, die an dem Kraft-/Momentensensor-
Element angeordnet sind, kann der Beginn und das Ende eines
Aufzeichnungszeitraums bestimmt werden, in dem während der
Bewegung des Werkzeugs 6 entlang der Trajektorie 2 die
Position und/oder die Ausrichtung des Werkzeugs 6 erfasst
wird. Die Betätigungsmittel 12 können von der Bedienperson
nach Bedarf betätigt werden.
Durch die in Arbeitsrichtung nachgiebige Lagerung des
Werkzeugs 6 an der Werkzeughalterung 11 bzw. an dem distalen
Ende 5 des Roboterarms kann das Werkzeug 6 kleine Abweichungen
von der Trajektorie 2 während der Bewegung entlang der
Trajektorie 2 ausgleichen und ermöglicht eine besonders
gleichmäßige Bewegung des Werkzeugs 6. So entsprechen die
erfassten Positionen des Werkzeugs 6 bis auf geringe
Abweichungen den zu erfassenden Positionen der Bahnpunkte der
Trajektorie 2.
Das erfindungsgemäße Verfahren beruht insbesondere auf dem
Führen des Werkzeugs 6 mittels des an dem Roboter 4
befestigten Kraft-/Momentensensor-Elements 7 in Verbindung
mit dem in Arbeitsrichtung nachgiebig ausgebildeten Werkzeug
6. Diese beiden Merkmale gemeinsam ermöglichen das Erfassen
der Position von Bahnpunkten einer Trajektorie 2 auf einfache
und schnelle Weise.
Für die Relativbewegung zwischen dem Werkzeug 6 und dem
Werkstück 3 wird der Roboter 4 zu Hilfe genommen. Dabei ist es
unerheblich ob das Werkstück 3 ortsfest angeordnet ist und das
Werkzeug 6 von dem Roboter 4 bewegt wird oder ob das Werkzeug
6 ortsfest angeordnet ist und das Werkstück 3 von dem Roboter
4 bewegt wird.
Neben der Position des Manipulators 5 wird von der
erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 auch die Ausrichtung des
Werkzeugs 6 relativ zu dem Werkstück 3 erfasst. Die
Ausrichtung des Werkzeugs 6 entspricht bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel dem Schneidwinkel alfa des
Entgratungsmessers.
Die erfassten Positionen und Ausrichtungen des Werkzeugs 6
können zur Generierung von Verfahrbefehlen eines
Roboterprogramms herangezogen werden. Eine derartige
Programmierung wird auch als Teaching-Verfahren bezeichnet.
Für die Entgratung weiterer Werkstücke 3 muss der Roboter 4
also nicht mehr im Teaching-Verfahren betrieben werden,
sondern kann die programmierte Trajektorie 2 mit der
programmierten Ausrichtung des Werkzeugs 6 von dem
Roboterprogramm gesteuert abfahren.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann die Zeit zur
Programmierung von Robotern 4 mittels des Teaching-Verfahrens
von bisher mehreren Wochen auf wenige Tage reduziert werden.
Beim Einrichten einer Vielzahl von Fertigungszellen mit
Robotern 4 wird dadurch eine Realisierung von deutlich mehr
Fertigungszellen in derselben Zeit ermöglicht. Zudem wird das
Erfassen der Position von Bahnpunkten auf einer Trajektorie 2
wesentlich vereinfacht.
Claims (20)
1. Verfahren zum Erfassen der Position von Bahnpunkten einer
Trajektorie (2), die entlang eines Werkstücks (3)
verläuft, gekennzeichnet durch die nachfolgenden
Schritte:
- - ein Werkzeug (6) wird mit Hilfe eines Roboters (4) in eine Arbeitsrichtung entlang zumindest eines Teils der Trajektorie (2) bewegt, wobei das Werkzeug (6) in Arbeitsrichtung nachgiebig ausgebildet ist;
- - das Werkzeug (6) wird mit Hilfe eines an dem Roboter (4) befestigten Kraft-/Momentensensor-Elements (7) entlang der Trajektorie (2) manuell geführt;
- - die Signale des Kraft-/Momentensensor-Elements (7) werden in Steuersignale zum Bewegen des Roboters (4) umgesetzt; und
- - die Position des Werkzeugs (6) wird während der Bewegung entlang der Trajektorie (2) erfasst.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Ausrichtung des Werkzeugs (6) während der Bewegung
entlang der Trajektorie (2) in den Bahnpunkten erfasst
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Position und/oder die Ausrichtung des Werkzeugs
(6) relativ zu dem Werkstück (3) erfasst wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass durch an dem Roboter (4) angeordnete
Betätigungsmittel (12) der Beginn und das Ende eines
Aufzeichnungszeitraums bestimmt wird, in dem während der
Bewegung des Werkzeugs (6) entlang der Trajektorie (2)
die Position und/oder die Ausrichtung des Werkzeugs (6)
erfasst wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass die Position und/oder die
Ausrichtung des Werkzeugs (6) in einem bestimmten
Zeittakt erfasst wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die erfassten Positionen und/oder
Ausrichtungen des Werkzeugs (6) abgespeichert werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die abgespeicherten Positionen der Bahnpunkte und/oder
die abgespeicherten Ausrichtungen des Werkzeugs (6) zur
Programmierung eines Roboters (4) zum programmgesteuerten
Abfahren der Trajektorie (2) entlang des Werkstücks (3)
herangezogen werden.
8. Vorrichtung (1) zum Erfassen der Position von Bahnpunkten
einer Trajektorie (2), die entlang eines Werkstücks (3)
verläuft, gekennzeichnet durch
- - einen Roboter (4) zum Bewegen eines Werkzeugs (6) in eine Arbeitsrichtung entlang zumindest eines Teils der Trajektorie (2), wobei das Werkzeug (6) in Arbeitsrichtung nachgiebig ausgebildet ist;
- - ein an dem Roboter (4) befestigtes Kraft-/ Momentensensor-Element (7) zum manuellen Führen des Werkzeugs (6) entlang der Trajektorie (2),
- - Mittel zum Umsetzen der Signale des Kraft-/ Momentensensor-Elements (7) in Steuersignale zum Bewegen des Roboters (4); und
- - Mittel zum Erfassen der Position des Werkzeugs (6) während der Bewegung entlang der Trajektorie (2).
9. Vorrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass der Roboter (4) Mittel zum Erfassen der Ausrichtung
des Werkzeugs (6) in den Bahnpunkten während der Bewegung
entlang der Trajektorie (2) aufweist.
10. Vorrichtung (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erfassen der Position
und die Mittel zum Erfassen der Ausrichtung die Position
bzw. die Ausrichtung des Werkzeugs (6) relativ zu dem
Werkstück erfassen.
11. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Roboter (4) einen
gelenkig bewegbaren Roboterarm aufweist, an dessen
distalem Ende (5) das Werkzeug (6) angeordnet ist, wobei
das Kraft-/Momentensensor-Element (7) zwischen dem
distalen Ende (5) des Roboterarms und dem Werkzeug (6)
angeordnet ist.
12. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Roboter (4)
Betätigungsmittel (12) zur Signalisierung des Beginns und
des Endes eines Aufzeichnungszeitraums zum Erfassen der
Position und/oder Ausrichtung des Werkzeugs (6) während
der Bewegung entlang der Trajektorie (2) aufweist.
13. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erfassen der
Position und/oder die Mittel zum Erfassen der Ausrichtung
des Werkzeugs (6) während der Bewegung entlang der
Trajektorie (2) die Position bzw. die Ausrichtung des
Werkzeugs (6) in einem bestimmten Zeittakt erfassen.
14. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kraft-/Momentensensor-
Element (7) ein einerseits an dem distalen Ende (5) des
Roboterarms und andererseits an dem Werkzeug (6)
befestigtes Trageelement (8) und ein über einen Kraft-/
Momentensensor (10) an dem Trageelement (8) befestigtes
Bewegungselement (9) aufweist.
15. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kraft-/Momentensensor-
Element (7) Kraft-Vektoren in drei zueinander orthogonale
Richtungen (x, y, z) und Momenten-Vektoren in drei
Richtungen (a, b, c) um die drei zueinander orthogonalen
Richtungen (z, y, x) liefert.
16. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (6) an dem
Roboter (4) in Arbeitsrichtung federnd nachgiebig
befestigt ist.
17. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (6) als ein
Entgratungswerkzeug zum Entgraten eines Werkstücks (3),
insbesondere eines Formteils oder Gießteils aus Metall,
Kunststoff oder Gummi, ausgebildet ist.
18. Vorrichtung (1) nach Anspruch 16 und 17, dadurch
gekennzeichnet, dass das Werkzeug (6) als ein an dem
Roboter (4) federnd gelagertes Entgratungsmesser
ausgebildet ist.
19. Vorrichtung (1) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,
dass das Entgratungswerkzeug als ein an dem Roboter (4)
drehbar gelagerter Fadenfräser ausgebildet ist.
20. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (6) als ein an
dem Roboter (4) federnd gelagerter Profilgummi-
Einlegekopf zum Einlegen von Profilgummidichtungen in
einen Einlegesteg eines Werkstücks (3), insbesondere
einer Türverkleidung eines Kraftfahrzeugs, ausgebildet
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999143318 DE19943318A1 (de) | 1999-09-10 | 1999-09-10 | Verfahren und Vorrichtung zum Erfassen der Position von Bahnpunkten einer Trajektorie |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999143318 DE19943318A1 (de) | 1999-09-10 | 1999-09-10 | Verfahren und Vorrichtung zum Erfassen der Position von Bahnpunkten einer Trajektorie |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19943318A1 true DE19943318A1 (de) | 2001-03-22 |
Family
ID=7921498
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999143318 Ceased DE19943318A1 (de) | 1999-09-10 | 1999-09-10 | Verfahren und Vorrichtung zum Erfassen der Position von Bahnpunkten einer Trajektorie |
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