DE19943449C1 - Abzugsvorrichtung für eine Extrudiervorrichtung und Verfahren zum Betreiben einer Abzugsvorrichtung - Google Patents

Abzugsvorrichtung für eine Extrudiervorrichtung und Verfahren zum Betreiben einer Abzugsvorrichtung

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Abzugsvorrichtung (1) für eine Extrudiervorrichtung zum Abziehen und Transportieren eines extrudierten Profils in eine Transportrichtung (R), mit mindestens einer angetriebenen Abzugskette (2), einer Vielzahl von Stollen (3), die in Transportrichtung (R) hintereinander auf der Abzugskette (2) angeordnet sind und die das abzuziehende und zu transportierende Profil kontaktieren, eine zur Vielzahl der Stollen (3) korrespondierende Anzahl von Stollenaufnahme-Elementen (4), die fest mit der Abzugskette (2) verbunden sind und die jeweils mindestens einen Stollen (3) tragen, wobei die Stollen (3) lösbar mit den Stollenaufnahme-Elementen (4) verbunden sind und wobei die Stollen (3) im Zustand, in dem sie mit dem Stollenaufnahme-Element (4) verbunden sind, mit einem Verschlußelement (5) relativ zum Stollenaufnahme-Element (4) festlegbar sind. Um ein einfaches und möglichst auch automatisches Wechseln der Stollen zu bewerkstelligen, ist die Vorrichtung erfindungsgemäß gekennzeichnet durch ein vorzugsweise ortsfest an der Abzugsvorrichtung (1) angeordnetes Entriegelungselement (6), das die Verschlußelemente (5) beim Passieren des Entriegelungselements (6) entriegelt, so daß die Festlegung der Stollen (3) relativ zum Stollenaufnahme-Element (4) aufgehoben ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Abzugsvorrichtung für eine Extrudier­ vorrichtung zum Abziehen und Transportieren eines extrudierten Profils in eine Transportrichtung, mit
  • - mindestens einer angetriebenen Abzugskette,
  • - einer Vielzahl von Stollen, die in Transportrichtung hintereinan­ der auf der Abzugskette angeordnet sind und die das abzuziehen­ de und zu transportierende Profil kontaktieren,
  • - eine zur Vielzahl der Stollen korrespondierende Anzahl von Stollenaufnahme-Elementen, die fest mit der Abzugskette ver­ bunden sind und die jeweils mindestens einen Stollen tragen,
wobei die Stollen lösbar mit den Stollenaufnahme-Elementen verbunden sind und wobei die Stollen im Zustand, in dem sie mit dem Stollenauf­ nahme-Element verbunden sind, mit einem Verschlußelement relativ zum Stollenaufnahme-Element festlegbar sind.
Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer Abzugsvorrichtung einer Extrudiervorrichtung.
Nach dem Extrudieren eines Kunststoffprofils, also nach dem Hindurch­ pressen thermoplastischer Kunststoffschmelze durch ein Extrusions­ werkzeug, muß das so hergestellte Profil abkühlen und während des Ab­ kühlens auf der gewünschten Profilform gehalten werden. Hierzu wer­ den Vakuumkalibrier-Vorrichtungen eingesetzt. Um das abgekühlte und endprofilierte Profil aus der Kalibrierstation abzuziehen, werden Abzugs­ vorrichtungen eingesetzt.
Hierfür sind Raupenabzüge bekannt, die meist aus zwei oder mehreren zu­ sammenwirkenden Einzelraupen bestehen, die gemeinsam das abzuziehen­ de Profil kontaktieren und so eine Abzugskraft aufbringen. Eine Abzugs­ raupe besteht aus einer umlaufenden Abzugskette, auf der einzelne Ab­ zugsstollen angeordnet sind. Die Abzugsstollen entsprechen von ihrem Querschnitt her dem abzuziehenden Profil. Ein wechselbarer Abzugsstollen wird in der DE 298 15 146 U1 vorgeschlagen, über ein Federelement kann der Stollen lagemäßig zu einem Stollenaufnahme-Element festgelegt wer­ den. Diese Ausgestaltung eignet sich jedoch nicht zum automatischen Wechseln der Stollen.
Da in einer Extrusionsanlage im Laufe der Zeit meist verschiedene Profile gefertigt werden müssen, gilt es, gelegentlich die montierten Abzugsstollen durch andere zu ersetzen, die der abzuziehenden Kontur des neuen Profils entsprechen. Bei den vorbekannten Abzugsvorrichtungen ist dies eine auf­ wendige Arbeit, die die Anlage über längere Zeit stillsetzt und so wirt­ schaftlich nachteilhaft ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Ab­ zugsvorrichtung der eingangs genannten Art so weiterzubilden sowie ein Abzugsverfahren zu schaffen, die es ermöglichen, daß die Umrüstung der Abzugsvorrichtung von einem Profil auf ein anderes möglichst schnell stattfinden kann. Dabei soll es die Abzugsvorrichtung und das zugehörige Verfahren zu dessen Betrieb möglich machen, auch ein automatisches Wechseln der Stollen in einer Abzugsvorrichtung zu bewerkstelligen.
Die Lösung der Aufgabe durch die Erfindung ist gekennzeich­ net durch ein vorzugsweise ortsfest an der Abzugsvorrichtung (1) angeord­ netes Entriegelungselement (6), das die Verschlußelemente (5) beim Pas­ sieren des Entriegelungselements (6) entriegelt, so daß die Festlegung der Stollen (3) relativ zum Stollenaufnahme-Element (4) aufgehoben ist. Bevorzugt ist vorgesehen, daß das Verschlußelement (5) mit einem Federelement ausgestattet ist, das im nichtbelasteten Zustand den Stollen (3) relativ zum Stollenaufnahme-Element (4) festlegt.
Erfindungsgemäß wird also vorgesehen, daß mittels des Entriegelungs­ elements ein automatisches Entriegeln der Fixierung der Stollen relativ zu ihrem jeweiligen Stollenaufnahme-Element beim Vorbeifahren der Stollenaufnahme-Elemente bzw. Stollen am Entriegelungselement vor­ genommen wird, was eine Voraussetzung für eine einfache und automa­ tische Demontage der Stollen von ihren Aufnahmeelementen ist.
Additiv ist bevorzugt vorgesehen, daß in Transportrichtung (R) hinter dem Entriegelungselement (6) ein Schiebeelement (7) angeordnet ist, mit dem die Stollen (3) quer (Q) zur Transportrichtung (R) von den Stollenaufnahme-Elementen (4) abgeschoben werden können. Im Zu­ sammenwirken des Entriegelungselements mit dem Schiebeelement er­ gibt sich eine einfach Möglichkeit, die Stollen von ihren Aufnahmeele­ menten zu entfernen.
Bevorzugte Ausführungsformen sehen vor, daß das Schiebeelement (7) eine schiefe Ebene (8) aufweist, mit der die Stollen (3) beim Passieren des Schiebeelements (7) von den Stollenaufnahme-Elementen (4) quer (Q) zur Transportrichtung (R) abgeschoben werden können. Dabei können mit dem Schiebeelement (7) gleichzeitig eine Vielzahl von Stollen (3) von den Stollenaufnahme-Elementen (4) abgeschoben wer­ den. Es kann auch vorgesehen werden, daß das Schiebeelement (7) quer (Q) zur Transportrichtung (R) verschiebbar angeordnet ist. Das Schiebeelement (9) kann auch ein translatorisches Bewegungselement, vorzugsweise ein pneumatisch betätigtes Kolben-Zylinder-System, auf­ weisen, mit dem die Stollen (3) beim Passieren des Schiebeelements (9) von den Stollenaufnahme-Elementen (4) quer (Q) zur Transportrich­ tung (R) abgeschoben werden können.
Mit den bisher genannten Erfindungsmerkmalen kann in einfacher und gegebenenfalls auch automatisierter Weise ein Entfernen von Stollen von ihren Aufnahmeelementen bewerkstelligt werden. Genauso ist es aber auch möglich, die Stollen leicht und automatisiert auf ihre Aufnah­ meelemente zu montieren. Hierzu ist die erfindungsgemäße Lösung ge­ kennzeichnet durch ein vorzugsweise ortsfest an der Abzugsvorrich­ tung (1) angeordnetes Verriegelungselement (10), das die Verschluße­ lemente (5) beim Passieren des Verriegelungselements (10) verriegelt, so daß die Stollen (3) relativ zum Stollenaufnahme-Element (4) festge­ legt sind.
Dies läßt sich besonders vorteilhaft damit kombinieren, daß vorgesehen wird, daß das Verschlußelement (5) mit einem Federelement ausgestattet ist, das in zwei Rastlagen den Stollen (3) relativ zum Stollenaufnahme- Element (4) entweder festlegt oder die Festlegung aufhebt. Die Feder hat dann also zwei Endlagen, in denen sie jeweils stabil festliegen kann; in der einen Lage ist die Verriegelung der Stollen mit ihren Aufnahmeele­ menten sichergestellt, in der anderen Endlage sind die Stollen relativ zu den Aufnahmeelementen freigegeben.
Bevorzugt ist diese Lösung dadurch weitergebildet, daß in Trans­ portrichtung (R) vor dem Verriegelungselement (10) ein Schiebeele­ ment (11) angeordnet ist, mit dem die Stollen (3) quer (Q) zur Trans­ portrichtung (R) auf die Stollenaufnahme-Elemente (4) aufgeschoben werden können. Das Schiebeelement (11) kann eine schiefe Ebene (12) aufweisen, mit der die Stollen (3) beim Passieren des Schiebeele­ ments (11) auf die Stollenaufnahme-Elemente (4) quer (Q) zur Trans­ portrichtung (R) aufgeschoben werden können. Weiterhin können mit dem Schiebeelement (11) gleichzeitig eine Vielzahl von Stollen (3) auf die Stollenaufnahme-Elemente (4) aufgeschoben werden. Das Schie­ beelement (11) kann quer (Q) zur Transportrichtung (R) verschiebbar angeordnet sein. Schließlich kann auch hier vorgesehen sein, daß das Schiebeelement ein translatorisches Bewegungselement, vorzugsweise ein pneumatisch betätigtes Kolben-Zylinder-System, aufweist, mit dem die Stollen (3) beim Passieren des Schiebeelements auf die Stollenauf­ nahme-Elemente (4) quer (Q) zur Transportrichtung (R) aufgeschoben werden können.
Das Verfahren zum Betreiben einer Abzugsvorrichtung (1) einer Extru­ diervorrichtung bezieht sich auf eine Vorrichtung, die aufweist:
  • - mindestens eine angetriebenen Abzugskette (2),
  • - eine Vielzahl von Stollen (3), die in Transportrichtung (R) eines extrudierten Profils hintereinander auf der Abzugskette (2) ange­ ordnet sind und die das abzuziehende und zu transportierende Profil kontaktieren,
  • - einer zur Vielzahl der Stollen (3) korrespondierende Anzahl von Stollenaufnahme-Elementen (4), die fest mit der Abzugskette (2) verbunden sind und die jeweils mindestens einen Stollen (3) tra­ gen,
    wobei die Stollen (3) lösbar mit den Stollenaufnahme- Elementen (4) verbunden sind und
    wobei die Stollen (3) im Zustand, in dem sie mit dem Stollenauf­ nahme-Element (4) verbunden sind, mit einem Verschlußele­ ment (5) relativ zum Stollenaufnahme-Element (4) festlegbar sind.
Erfindungsgemäß ist hier vorgesehen, daß das Verfahren den Schritt aufweist:
Passierenlassen der Verschlußelemente (5) an einem Entriege­ lungselement (6) oder an einem Verriegelungselement (10), um die Verschlußelemente (5) beim Passieren des Entriegelungsele­ ments (6) bzw. des Verriegelungselements (11) zu entriegeln oder zu verriegeln, so daß die Festlegung der Stollen (3) relativ zu den Stollenaufnahme-Elementen (4) aufgehoben ist oder die Stol­ len (3) relativ zu den Stollenaufnahme-Elementen (4) festgelegt sind.
Es ist also vorgesehen, daß vorzugsweise ortsfest an der Abzugsvor­ richtung ein Verriegelung- bzw. Entriegelungselement angeordnet ist; beim Vorbeifahren der jeweiligen Stollen auf ihren Aufnahmeelementen erfolgt automatisch eine Verriegelung bzw. Entriegelung der Stollen re­ lativ zu den Aufnahmeelementen, so daß im weiteren Verlauf des Pro­ zesses auf einfache Weise ein Wechsel der Stollen vorgenommen wer­ den kann.
Hierzu ist bevorzugt vorgesehen, daß die entriegelten Stollen (3) in Transportrichtung (R) hinter dem Entriegelungselement (6) von einem Schiebeelement (7) quer (Q) zur Transportrichtung (R) von den Stollen­ aufnahme-Elementen (4) abgeschoben werden.
Weiterhin kann vorgesehen sein, daß die zu verriegelnden Stollen (3) in Transportrichtung (R) vor dem Verriegelungselement (10) von einem Schiebeelement (11) quer (Q) zur Transportrichtung (R) auf die Stollen­ aufnahme-Elemente (4) aufgeschoben werden.
Eine automatisierte Demontage bzw. Montage der Stollen auf ihren Aufnahmeelementen wird dadurch erleichtert, daß die entriegelten Stol­ len (3) automatisch quer (Q) zur Transportrichtung (R) von Fördermit­ teln (13) abtransportiert werden bzw. daß die Stollen (3) automatisch quer (Q) zur Transportrichtung (R) von Fördermitteln (14) zu den Stol­ lenaufnahme-Elementen (4) transportiert werden.
Mit den vorgeschlagenen Erfindungsmerkmalen wird es möglich, in ein­ facher Weise entweder ein händisches Wechseln der Stollen in einer Ab­ zugsvorrichtung zu erleichtern bzw. den Wechselvorgang zu automati­ sieren. Damit kann die Abzugsvorrichtung auch bei häufigem Wechsel der abzuziehenden Profile sehr wirtschaftlich betrieben werden, ohne daß der apparative Aufwand übermäßig hoch wäre.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darge­ stellt.
Fig. 1 zeigt schematisch den Entnahmevorgang von aus­ zuwechselnden Stollen in einer Abzugsvorrich­ tung, die in der Draufsicht dargestellt ist, in
Fig. 2 ist analog zu Fig. 1 der Zuführvorgang skizziert,
Fig. 3 stellt schematisch die Seitenansicht eines Stollens auf seinem Aufnahmeelement dar,
Fig. 4 zeigt schließlich eine Abzugsvorrichtung in der Draufsicht, die mit einem vollautomatischen Wechselsystem für Stollen ausgestattet ist.
In Fig. 1 ist schematisch die Draufsicht auf eine Abzugsvorrichtung 1 dargestellt. Die Vorrichtung 1 hat eine Abzugskette 2, auf der eine Viel­ zahl hintereinander angeordneter Stollenaufnahme-Elemente 4 angeord­ net sind. Jedes Aufnahmeelement 4 trägt einen Stollen 3, der aus elasto­ merem Material, beispielsweise Gummi, besteht, so daß ein griffiger Kontakt zu dem - nicht dargestellten - abzuziehenden extrudierten Profil sichergestellt ist. Die Abzugskette 2 fährt dabei zwecks Abzug eines ex­ trudierten Profils in die Transportrichtung R.
Die dargestellten Stollen 3 rechts im Bild sind dabei noch auf ihren je­ weiligen Aufnahmeelementen 4 festgelegt, wie es, wie später noch be­ schrieben wird, in Fig. 3 zu sehen ist. D. h. die Stollen 3, die grundsätz­ lich auf den Aufnahmeelementen 4 in die Querrichtung Q relativ zu den Aufnahmeelementen 4 verschiebbar angeordnet sind, sind zu den Auf­ nahmeelementen 4 festgelegt, so daß sie sich zu diesen nicht relativ be­ wegen können. Allerdings steht im skizzierten Falle nunmehr ein Wech­ sel der Stollen 3 an, um die Abzugsvorrichtung 1 auf ein anderes abzu­ ziehendes Profil umzurüsten.
Hierzu wird das Entriegelungselement 6 in den Fahrbereich der Abzugs­ kette verschoben. Dadurch werden die in Fig. 3 zu sehenden Ver­ schlußelemente in Form einer Fixierfeder gelöst; die Stollen 3 sind damit hinsichtlich ihrer Verschieblichkeit zu den Aufnahmeelementen 4 frei­ gegeben. Dieser Zustand wird genutzt, um die Stollen 3 mittels des Schiebeelements 7 quer zur Transportrichtung R, also in Richtung Q, von den Aufnahmeelementen 4 abzuschieben. Das Schiebeelement 7 weist zu diesem Zweck eine schiefe Ebene 8 auf. Der Schieber 7 kann dabei mittels eines nicht näher bezeichneten Kolben-Zylinder-Systems in Richtung Q verschoben werden, so daß er entweder in die Laufbahn der Abzugskette hineinragt (zwecks Demontage der Stollen 3) oder nicht (normaler Betrieb der Abzugsvorrichtung).
Die teilweise abgeschobenen Stollen 3 können anschließend per Hand oder - wie später noch zu sehen sein wird - automatisiert abgeführt wer­ den.
In Fig. 2 ist der zu Fig. 1 analoge Vorgang skizziert, mit dem Stollen 3 auf die Aufnahmeelemente 4 montiert werden können. Zu diesem Zweck werden die Stollen 3 zunächst - händisch oder automatisiert - auf die Aufnahmeelemente 4 aufgesetzt, wie es rechts in Fig. 2 zu sehen ist.
Die aufgesetzten Stollen 3 werden dann mittels des Schiebeelements 11 in ihre Endposition geschoben. Zu diesem Zweck ist der Schieber 11 wieder mit einer schiefen Ebene 12 ausgestattet. Anschließend passieren die insoweit vormontieren Stollen 3 das Verriegelungselement 10, das die in Fig. 3 dargestellten Verschlußelemente 5 betätigt und so die Stol­ len 3 relativ zu ihren Aufnahmeelementen 4 festlegt. Die Stollen 3 sind damit auf den Aufnahmeelementen 4 fest fixiert.
Wie im Detail in Fig. 3 zu sehen ist, ist das Stollenaufnahme-Element 4 auf der Abzugskette 2 fest angeordnet; es bewegt sich starr mit dieser mit. Der Stollen 3 kann in Längsrichtung (Querrichtung Q, s. Fig. 1 und 2) des Stollenaufnahme-Elements 4 verschoben werden. Hierzu weist der Stollen 3 und das Aufnahmeelement 4 ein korrespondierendes Pro­ fil 15 auf.
Das Stollenaufnahme-Element 4 kann als C-förmiges Metallprofil aus­ gebildet sein. Bevorzugt kommt dafür ein Aluminiumstrangpreßprofil in Frage. Der Stollen 3 ist an seiner Oberfläche 17 indes an die Profilform des abzuziehenden Profils angepaßt.
Wie des weiteren in Fig. 3 zu sehen ist, ist am Aufnahmeelement 4 ein Verschlußelement 5 angeordnet, das mit einer - nicht näher dargestell­ ten - Feder beaufschlagt ist. Durch das Verschlußelement kann der Stol­ len 3 in der dargestellten blockierten Position des Verschlußelements 5 relativ zum Aufnahmeelement 4 festgelegt werden.
Beim Vorbeifahren des Aufnahmeelements 4 am Entriegelungselement 6 (s. Fig. 1) wird das Verschlußelement 5 an seinem Ende 16 in Pfeilrich­ tung (s. Fig. 3) betätigt, so daß die Blockierung aufgehoben ist; der Stollen 3 kann jetzt in Richtung Q vom Aufnahmeelement 4 abgescho­ ben werden.
Das Verschlußelement 5 kann so ausgebildet sein, daß es zwei Rastlagen aufweist, die durch eine Feder jeweils eingenommen werden können. Die beiden Rastlagen entsprechen der verriegelten bzw. der freigegebe­ nen Position des Stollens 3 relativ zum Aufnahmeelement 4. Durch das Entriegelungselement 6 kann das Verschlußelement 5 dann in Pfeilrich­ tung (s. Fig. 3) betätigt werden. Analog dazu kann durch das Verriege­ lungselement 10 das Verschlußelement 5 in die Gegenrichtung des Pfeils betätigt werden.
In Fig. 4 ist ein automatisches Stollenwechselsystem zu sehen. Das Sy­ stem besteht im wesentlichen aus der Kombination der in Fig. 1 und Fig. 2 zu erkennenden Teilsysteme:
Im rechten Bereich der Fig. 4 ist zu sehen, wie die am Entriegelungs­ element 6 vorbeilaufenden Stollen 3 entriegelt und über das Schiebeele­ ment 7 abgeschoben werden. Mittels eines weiteren Schiebeelements 9 in Form eines pneumatischen Kolben-Zylinder-Systems werden die ein­ zelnen Stollen 3 vollends von ihren Aufnahmeelementen 4 abgeschoben und auf ein Förderband 13 zum Abtransport geschoben. Die abgescho­ benen Stollen 3 können dann in einem Behälter gesammelt werden.
Es ist auch möglich, während des Demontageprozesses der Stollen die Abzugskette jeweils kurzzeitig anzuhalten und mehrere Stollen gleich­ zeitig zu entnehmen. Für die Steuerung dieses Prozesses können an sich bekannte Kontaktschalter zum Einsatz kommen.
Analog dazu können andere, zu montierende Stollen 3 von einem Gleit­ blech zu einem Förderband 14 gelangen, das die Stollen 3 ihren Auf­ nahmeelementen 4 zuleitet. Dies ist im linken Bereich der Fig. 4 zu se­ hen. Die Stollen 3 werden im weiteren Bandverlauf mittels des Schie­ beelements 11 in ihre Endposition geschoben, bevor das Verriegelungs­ element 10 die in Fig. 3 zu sehenden Verschlußelemente verriegelt und die Stollen 3 so relativ zu den Aufnahmeelementen 4 festlegt.
Über das Transportband 14 können die Stollen 3 an ihre Aufnahmeele­ mente 4 gefördert werden. Dort kann ein - nicht dargestelltes - Zentrier­ stück angeordnet sein, das die Stollen lagegerecht ausrichtet. Die Stol­ len 3 sind an ihrer Unterseite mit einer ausreichenden . Einführschräge ausgestattet, so daß sie leicht auf die Aufnahmeelemente 4 gleiten kön­ nen.
Statt der Schiebeelemente 7 und 11 können alternativ auch beispielswei­ se pneumatisch betätigte Kolben-Zylinder-Systeme 9 zum Einsatz kom­ men.
Mit der dargestellten Abzugsvorrichtung 1 ist es also problemlos mög­ lich, einen häufigen Wechsel der Stollen 3 sehr schnell und damit wirt­ schaftlich und automatisiert vorzunehmen. Der apparative Aufwand hält sich trotzdem in Grenzen, was die Wirtschaftlichkeit der gesamten Ab­ zugsanlage sicherstellt.
Bezugszeichenliste
1
Abzugsvorrichtung
2
Abzugskette
3
Stollen
4
Stollenaufnahme-Element
5
Verschlußelement
6
Entriegelungselement
7
Schiebeelement
8
schiefe Ebene
9
pneumatisches Schiebeelement
10
Verriegelungselement
11
Schiebeelement
12
schiefe Ebene
13
Fördermittel (Förderband) zum Abtransport
14
Fördermittel (Förderband) zum Antransport
15
Profil zwischen Stollen
3
und Aufnahmeelement
4
16
Ende des Verschlußelements
5
17
Oberfläche des Stollens
3
R Transportrichtung
Q Richtung quer zur Transportrichtung R

Claims (19)

1. Abzugsvorrichtung (1) für eine Extrudiervorrichtung zum Abzie­ hen und Transportieren eines extrudierten Profils in eine Trans­ portrichtung (R), mit
  • - mindestens einer angetriebenen Abzugskette (2),
  • - einer Vielzahl von Stollen (3), die in Transportrichtung (R) hintereinander auf der Abzugskette (2) angeordnet sind und die das abzuziehende und zu transportierende Profil kontaktieren,
  • - eine zur Vielzahl der Stollen (3) korrespondierende Anzahl von Stollenaufnahme-Elementen (4), die fest mit der Abzugsket­ te (2) verbunden sind und die jeweils mindestens einen Stol­ len (3) tragen,
wobei die Stollen (3) lösbar mit den Stollenaufnahme- Elementen (4) verbunden sind und
wobei die Stollen (3) im Zustand, in dem sie mit dem Stollenauf­ nahme-Element (4) verbunden sind, mit einem Verschlußele­ ment (5) relativ zum Stollenaufnahme-Element (4) festlegbar sind,
gekennzeichnet durch
ein vorzugsweise ortsfest an der Abzugsvorrichtung (1) angeord­ netes Entriegelungselement (6), das die Verschlußelemente (5) beim Passieren des Entriegelungselements (6) entriegelt, so daß die Festlegung der Stollen (3) relativ zum Stollenaufnahme- Element (4) aufgehoben ist.
2. Abzugsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußelement (5) mit einem Federelement ausgestattet sind, das im nichtbelasteten Zustand den Stollen (3) relativ zum Stollenaufnahme-Element (4) festlegt.
3. Abzugsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß in Transportrichtung (R) hinter dem Entriegelungs­ element (6) ein Schiebeelement (7) angeordnet ist, mit dem die Stollen (3) quer (Q) zur Transportrichtung (R) von den Stollenauf­ nahme-Elementen (4) abgeschoben werden können.
4. Abzugsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schiebeelement (7) eine schiefe Ebene (8) aufweist, mit der die Stollen (3) beim Passieren des Schiebeelements (7) von den Stollenaufnahme-Elementen (4) quer (Q) zur Transportrich­ tung (R) abgeschoben werden können.
5. Abzugsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Schiebeelement (7) gleichzeitig eine Vielzahl von Stollen (3) von den Stollenaufnahme-Elementen (4) abgeschoben werden können.
6. Abzugsvorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Schiebeelement (7) quer (Q) zur Trans­ portrichtung (R) verschiebbar angeordnet ist.
7. Abzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schiebeelement (9) ein translatorisches Bewegungselement, vorzugsweise ein pneumatisch betätigtes Kolben-Zylinder-System, aufweist, mit dem die Stollen (3) beim Passieren des Schiebeelements (9) von den Stollenaufnahme- Elementen (4) quer (Q) zur Transportrichtung (R) abgeschoben werden können.
8. Abzugsvorrichtung (1) für eine Extrudiervorrichtung zum Abzie­ hen und Transportieren eines extrudierten Profils in eine Trans­ portrichtung (R), mit
  • - mindestens einer angetriebenen Abzugskette (2),
  • - einer Vielzahl von Stollen (3), die in Transportrichtung (R) hintereinander auf der Abzugskette (2) angeordnet sind und die das abzuziehende und zu transportierende Profil kontaktieren,
  • - eine zur Vielzahl der Stollen (3) korrespondierende Anzahl von Stollenaufnahme-Elementen (4), die fest mit der Abzugsket­ te (2) verbunden sind und die jeweils mindestens einen Stol­ len (3) tragen,
wobei die Stollen (3) lösbar mit den Stollenaufnahme- Elementen (4) verbunden sind und
wobei die Stollen (3) im Zustand, in dem sie mit dem Stollenauf­ nahme-Element (4) verbunden sind, mit einem Verschlußele­ ment (5) relativ zum Stollenaufnahme-Element (4) festlegbar sind,
gekennzeichnet durch
ein vorzugsweise ortsfest an der Abzugsvorrichtung (1) angeord­ netes Verriegelungselement (10), das die Verschlußelemente (5) beim Passieren des Verriegelungselements (10) verriegelt, so daß die Stollen (3) relativ zum Stollenaufnahme-Element (4) festgelegt sind.
9. Abzugsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußelement (5) mit einem Federelement ausgestat­ tet ist, das in zwei Rastlagen den Stollen (3) relativ zum Stollen­ aufnahme-Element (4) entweder festlegt oder die Festlegung auf­ hebt.
10. Abzugsvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn­ zeichnet, daß in Transportrichtung (R) vor dem Verriegelungsele­ ment (10) ein Schiebeelement (11) angeordnet ist, mit dem die Stollen (3) quer (Q) zur Transportrichtung (R) auf die Stollenauf­ nahme-Elemente (4) aufgeschoben werden können.
11. Abzugsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Schiebeelement (11) eine schiefe Ebene (12) aufweist, mit der die Stollen (3) beim Passieren des Schiebeelements (11) auf die Stollenaufnahme-Elemente (4) quer (Q) zur Transportrich­ tung (R) aufgeschoben werden können.
12. Abzugsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Schiebeelement (11) gleichzeitig eine Vielzahl von Stollen (3) auf die Stollenaufnahme-Elemente (4) aufgeschoben werden können.
13. Abzugsvorrichtung nach den Ansprüchen 10 bis 12, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Schiebeelement (11) quer (Q) zur Trans­ portrichtung (R) verschiebbar angeordnet ist.
14. Abzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Schiebeelement ein translatorisches Be­ wegungselement, vorzugsweise ein pneumatisch betätigtes Kol­ ben-Zylinder-System, aufweist, mit dem die Stollen (3) beim Pas­ sieren des Schiebeelements auf die Stollenaufnahme-Elemente (4) quer (Q) zur Transportrichtung (R) aufgeschoben werden können.
15. Verfahren zum Betreiben einer Abzugsvorrichtung (1) einer Ex­ trudiervorrichtung, die aufweist:
  • - mindestens eine angetriebenen Abzugskette (2),
  • - eine Vielzahl von Stollen (3), die in Transportrichtung (R) eines extrudierten Profils hintereinander auf der Abzugskette (2) an­ geordnet sind und die das abzuziehende und zu transportierende Profil kontaktieren,
  • - einer zur Vielzahl der Stollen (3) korrespondierende Anzahl von Stollenaufnahme-Elementen (4), die fest mit der Abzugs­ kette (2) verbunden sind und die jeweils mindestens einen Stollen (3) tragen,
wobei die Stollen (3) lösbar mit den Stollenaufnahme- Elementen (4) verbunden sind und
wobei die Stollen (3) im Zustand, in dem sie mit dem Stollenauf­ nahme-Element (4) verbunden sind, mit einem Verschlußele­ ment (5) relativ zum Stollenaufnahme-Element (4) festlegbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verfahren den Schritt aufweist:
Passierenlassen der Verschlußelemente (5) an einem Entriege­ lungselement (6) oder an einem Verriegelungselement (10), um die Verschlußelemente (5) beim Passieren des Entriegelungsele­ ments (6) bzw. des Verriegelungselements (11) zu entriegeln oder zu verriegeln, so daß die Festlegung der Stollen (3) relativ zu den Stollenaufnahme-Elementen (4) aufgehoben ist oder die Stol­ len (3) relativ zu den Stollenaufnahme-Elementen (4) festgelegt sind.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die entriegelten Stollen (3) in Transportrichtung (R) hinter dem Ent­ riegelungselement (6) von einem Schiebeelement (7) quer (Q) zur Transportrichtung (R) von den Stollenaufnahme-Elementen (4) abgeschoben werden.
17. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die zu verriegelnden Stollen (3) in Transportrichtung (R) vor dem Ver­ riegelungselement (10) von einem Schiebeelement (11) quer (Q) zur Transportrichtung (R) auf die Stollenaufnahme-Elemente (4) aufgeschoben werden.
18. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die entriegelten Stollen (3) automatisch quer (Q) zur Transportrich­ tung (R) von Fördermitteln (13) abtransportiert werden.
19. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Stollen (3) automatisch quer (Q) zur Transportrichtung (R) von Fördermitteln (14) zu den Stollenaufnahme-Elementen (4) trans­ portiert werden.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE29815146U1 (de) * 1998-08-24 1998-12-03 Battenfeld Extrusionstechnik Gmbh, 32547 Bad Oeynhausen Abzugsvorrichtung für einen Extruder

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