DE19944231A1 - Vorrichtung zum Absperren von frostsicheren Armaturen vor deren Fertigmontage - Google Patents

Vorrichtung zum Absperren von frostsicheren Armaturen vor deren Fertigmontage

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Abstract

Bei der Vorrichtung zuum Absperren von frostsicheren Armaturen vor deren Fertigmontage, insbesondere Ventile für Wasserleitungen, ist ein Ventilgehäuse (3) der Armaturen mit Ventilsitz im Innenbereich (2) eines Gebäudes vorgesehen, an dem ein durch die Wand des Gebäudes verlaufendes Zwischenrohr (6) befestigt ist. Bei der Fertigmontage ist im Außenbereich (7) des Gebäudes ein Auslaufgehäuse auf das Zwischenrohr (6) aufsetzbar. Eine in die Armatur koaxial einsetzbare Stange (9) weist am einen Ende eine Dichtung (10), die am Ventilsitz (4) angreift, und am anderen Ende eine auf einem Gewinde (11) des Zwischenrohres (6) für das Auslaufgehäuse sitzende Überwurfmutter (12) auf, die die Dichtung (10) auf den Ventilsitz (4) drückt. Bei einer weiteren Ausführungsform ist die Stange (9) als Mehrkant-Vollstab ausgebildet, der bei der späteren Endmontage als Spindel verwendet werden kann. Die Absperrvorrichtung ist dabei als Rückflußverhinderer ausgebildet.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Absperren von frostsicheren Armaturen vor deren Fertigmontage, insbesondere Ventile für Wasserleitungen, wobei ein Ventilgehäuse der Armaturen mit Ventilsitz im Innenbereich eines Gebäudes vorgesehenen ist, an dem ein durch die Wand des Gebäudes verlaufendes Zwischenrohr befestigt ist, und wobei bei der Fertigmontage im Außenbereich des Gebäudes ein Auslaufgehäuse auf das Zwischenrohr aufsetzbar ist.
Frostsichere Armaturen werden in der Regel in zwei Bauabschnitten montiert. Zunächst wird im Rahmen der allgemeinen Sanitärinstallation der sogenannte Rohbausatz installiert. Dabei wird das Zwischenrohr mit dem Ventilgehäuse so montiert, daß sich das Ventilgehäuse im frostsicheren Bereich, d. h. im Innenbereich eines Gebäudes, befindet und das Zwischenrohr durch die Außenwand des Gebäudes nach außen geführt ist.
Die Fertigmontage der frostsicheren Armatur erfolgt im allgemeinen erst nach Fertigstellung der Außenwand, d. h. wenn die Außenfassade mit Klinker, einem Dämmputz o. dgl. versehen ist. Da jedoch die Sanitäranlage eines Gebäudes zumeist vor der Fertigstellung der Außenfassade im Betrieb genommen werden muß, wird auf das freie Ende des Zwischenrohres im Außenbereich des Gebäudes einfach eine Verschlußkappe aufgeschraubt. Dies hat jedoch den Nachteil, daß das in der Sanitäranlage befindliche Wasser bis zu der Verschlußkappe und damit in den nicht frostgeschützten Bereich der Armatur fließen kann. Dadurch kann es während einer Frostperiode zwischen der Rohbaumontage und der Fertigmontage durch in der Armatur gefrierendes Wasser zu Schäden kommen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der frostsichere Armaturen im Rohbauzustand ebenfalls frostsicher abgesperrt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Kennzeichnungsmerkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele. Dabei zeigt
Fig. 1 eine Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines Rohbausatzes der frostsicheren Armatur mit Absperrvorrichtung,
Fig. 2 einen Längsschnitt des Rohbausatzes nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels,
Fig. 4 einen Längsschnitt der Ausführungsform nach Fig. 3 nach Linie IV-IV und
Fig. 5 im Längsschnitt vergrößert die Absperrvorrichtung der Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Rohbausatz 1 einer frostsicheren Armatur, insbesondere Ventil für Wasserleitungen, besteht im wesentlichen aus einem im Innenbereich 2 von Gebäuden vorgesehenen Ventilgehäuse 3 mit Ventilsitz 4 und einem an dem Ventilgehäuse 3 befestigten, durch die Wand 5 des Gebäudes verlaufenden Zwischenrohr 6, auf das bei der Fertigmontage der Armatur im Außenbereich 7 des Gebäudes ein Auslaufgehäuse mit Ventil-Oberteil und Ventil-Kegel (nicht dargestellt) aufsetzbar ist.
Die Vorrichtung 8 zum Absperren der Armatur bzw. des Rohbausatzes 1 weist eine in die Armatur bzw. in das Zwischenrohr 6 koaxial einsetzbare Stange 9 auf, an deren einem, zu dem Ventilsitz 4 gerichteten Ende eine Dichtung 10, beispielsweise aus PTFE, angebracht ist. Das andere Ende der Stange 9 wird durch eine auf einem Gewinde 11 des Zwischenrohres 6 für das Auslaufgehäuse sitzende Überwurfmutter 12 in Richtung zum Ventilsitz 4 gedrückt. Somit wird der Rohbausatz 1 am Ventilsitz 4 des im Innenbereich 2 des Gebäudes liegenden Ventilgehäuses 3 abgesperrt, wodurch ein Eindringen von Wasser in das Zwischenrohr 6 und somit in den nicht frostsicheren Bereich verhindert wird.
Die Stange 9 kann aus vollem Material bestehen, ist jedoch vorzugsweise rohrförmig ausgebildet. Dabei ist die mit einem abgesetzten Bund 13 versehene Dichtung 10 in die Innenbohrung 14 der Stange 9 eingesetzt.
Wenn die Außenfassade des Gebäudes fertiggestellt ist, kann die Vorrichtung 8, d. h. die Überwurfmutter 12 und die Stange 9 mit der Dichtung 10 nach dem Absperren des Haupt-Wasserhahns entnommen werden und die Fertigmontage der Armatur durch Anpassen und Bestücken derselben mit dem Auslaufgehäuse, Ventil- Oberteil und Ventil-Kegel nach jeweiliger Montageanleitung erfolgen.
Bei dem in den Fig. 3 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel werden, soweit möglich, für gleiche oder gleichartige Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet.
Die Ausführungsform nach den Fig. 3 bis 5 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 im wesentlichen dadurch, daß die Stange der Absperrvorrichtung 8 ein Mehrkant- Vollstab 15, z. B. mit Sechskant, ist, wobei der Vollstab 15 am einen (inneren) Ende mit der Vorrichtung 8 zum Absperren der Armatur drehfest verbunden ist und am anderen (äußeren) Ende in einen Innenmehrkant 16 der Überwurfmutter 12 eingreift, die bei diesem Ausführungsbeispiel als Hohlkegel ausgebildet ist und Abflachungen 17 zum Ansetzen eines Schraubenschlüssels oder dergleichen aufweist. In Fig. 4 ist die Armatur im geschlossenen Zustand dargestellt, wobei die Überwurfmutter 12 auf das Gewinde 11 des Zwischenrohres 6 aufgeschraubt ist.
Die Absperrvorrichtung 8 ist bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 bis 5 als Rückflußverhinderer ausgebildet und weist ein Kegeloberteil 18 und ein Kegelunterteil 19 mit der Dichtung 10 auf. Zwischen Kegeloberteil 18 und Kegelunterteil 19 ist eine Druckfeder 20 eingespannt.
Der Mehrkant-Vollstab 15 ist am Kegeloberteil 18 der Absperrvorrichtung 8 durch einen Gewindestift 21 mit Innenspitze 22 gesichert.
Das Zwischenrohr 6 kann mit einer Schutz- und Isolierschicht 23 umgeben sein, was auch bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 möglich ist.
Der besondere Vorteil der zweiten Ausführungsform nach Fig. 3 bis 5 besteht darin, daß der Mehrkant-Vollstab 15 auch bei der Endmontage als Spindel verwendet werden kann, während bei der ersten Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 die rohrförmige Stange 9 vor der Endmontage weggeworfen wird. Da die Absperrvorrichtung 8 bereits als Rückflußverhinderer ausgebildet ist, kann die später außen aufzusetzende Zapfvorrichtung eine einfachere Ausführung ohne Rückflußverhinderer sein. Da die ganze Vorrichtung frostsicher installiert ist, braucht die Zuleitung für die Außenzapfstelle im Winter nicht entleert zu werden.
Bezugszeichen
1
Rohbausatz einer frostsicheren Armatur
2
Innenbereich eines Gebäudes
3
Ventilgehäuse bei
2
4
Ventilsitz in
3
5
Wand des Gebäudes
6
Zwischenrohr an
3
7
Außenbereich des Gebäudes
8
Vorrichtung zum Absperren der Armatur bzw. von
1
9
Stange von
8
10
Dichtung
11
Gewinde auf
6
12
Überwurfmutter auf
11
13
Bund an
10
14
Innenbohrung von
9
15
Mehrkant-Vollstab
16
Innenmehrkant von
12
17
Abflachungen an
12
18
Kegeloberteil von
8
19
Kegelunterteil von
8
20
Druckfeder
21
Gewindestift
22
Innenspitze von
21
23
Schutz- und Isolierschicht

Claims (7)

1. Vorrichtung zum Absperren von frostsicheren Armaturen vor deren Fertigmontage, insbesondere Ventile für Wasserleitungen, wobei ein Ventilgehäuse der Armaturen mit Ventilsitz im Innenbereich eines Gebäudes vorgesehenen ist, an dem ein durch die Wand des Gebäudes verlaufendes Zwischenrohr befestigt ist, und wobei bei der Fertigmontage im Außenbereich des Gebäudes ein Auslaufgehäuse auf das Zwischenrohr aufsetzbar ist, gekennzeichnet durch eine in die Armatur koaxial einsetzbare Stange (9), an deren einem Ende eine Dichtung (10) angebracht ist, die an dem Ventilsitz (4) angreift und deren anderes Ende durch eine auf einem Gewinde (11) des Zwischenrohres (6) für das Auslaufgehäuse sitzende Überwurfmutter (12) in Richtung zum Ventilsitz (4) gedrückt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (9) rohrförmig ausgebildet ist, wobei die mit einem abgesetzten Bund (13) versehene Dichtung (10) in die Innenbohrung (14) der Stange (9) eingesetzt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange ein Mehrkant-Vollstab (15) ist, der als Spindel am einen Ende mit der Vorrichtung (8) zum Absperren der Armatur drehfest verbunden ist und am anderen (äußeren) Ende in einen Innenmehrkant (16) der Überwurfmutter (12) eingreift.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrvorrichtung (8) als Rückflußverhinderer mit einem Kegeloberteil (18) und einem Kegelunterteil (19) mit der Dichtung (10) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Mehrkant-Vollstab (15) an dem Kegeloberteil (18) der Absperrvorrichtung (8) durch einen Gewindestift (21) mit Innenspitze (22) gesichert ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwurfmutter (12) als Hohlkegel ausgebildet ist und Abflachungen (17) zum Ansetzen eines Schraubenschlüssels oder dergleichen aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine das Zwischenrohr (6) umgebende Schutz- und Isolierschicht (23).
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